Ich möchte meinen Ausführungen noch einen weiteren Punkt hinzufügen:
4. Die Umgebung, wo eine Darbietung stattfindet, besticht häufig durch Eigenheiten, die nicht immer optimal für das aufzuführende Material ist.
Wenn ich z.B. eine Band mit Schlagzeug und Bass in eine hallige Kirche verfrachte, brauche ich mir primär erstmal wenig Gedanken über tolle Hallprogramme zu machen.
Zunächst geht es dann darum, mit geeigenten LS-Systemen, die möglichst mit Sinn und Verstand plaziert werden, DIE Grundvoraussetzung für ein halbwegs sinnvolles Arbeiten zu schaffen.
Ein weiterer Punkt wäre dann, ob bzw. in welcher Lautstärke der Basser mit seinem kleinen (sphärisch in die Kirche brüllenden ...) Basscombo
spielen darf ... und welche Maßnahmen bei weiteren Instrumenten, die einen hohen Eigenschallanteil (Schlagzeug !) beisteuern, zu treffen sind.
Aber nicht nur in Kirchen und Sporthallen finden sich schwachsinnige und unüberlegte FOH-Konfigurationen: Wenn ich auf Stadtfeste gehe, finde ich meterweise fröhlich blinkendes 19"-Geraffel im Siderack, während potente PAs (oder neuerdings sogar Linienstrahler) nahezu senkrecht auf die etwa 15 m entfernte Häuserzeile knallen.
Ein Fazit wäre: Nur mit disziplinierten Musikern, gut ausgebildetem technischen Personal und professionellem Equipment, welches richtig ausgewählt (u.a. wegen Abstrahlverhalten) und eingesetzt wird, lassen sich professionelle Ergebnisse erzielen.
Und technischer Unfug findet sich nicht nur in Kirchen oder auf Outdoor-Events, sondern auch (oder gerade) in kleinen Locations wie in Clubs oder Jazzkellern.
Daß Tontechs über (dumme, weil keine Ahnung habende ...) Mucker schimpfen ist eine unendliche Geschichte ... ebenso wie die Ignoranz mancher "Techniker" gegenüber den Wünschen (nicht ganz so dummer) Mucker bzw. den räumlichen Gegebenheiten mancher Locations.