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  1. PA-Forum
  2. christopher hafer

Beiträge von christopher hafer

  • Monitor Grafik EQ (mit der Maßgabe der "Anfängerbedienu

    • christopher hafer
    • 28. Oktober 2008 um 16:04

    Nein, die Frage
    "Warum ist ein Oktav-Band-EQ für Monitoranwendung unbrauchbar?"
    ist sehr berechtigt.
    Natürlich ist ein Terz- oder Parametrik-EQ - in Abhängigkeit der Erfahrung des Anwenders (!) ein genaueres Werkzeug.
    Aber gerade für Anfänger halte ich Oktav-Bänder für eine wirklich gute Lösung. Die Chance etwas falsch zu machen steigt mit der Anzahl der Parameter. Und die typischen Probleme lassen sich damit in den Griff kriegen.

    Ansonsten:

    Behringer +1
    Peavey +1

    Scheiß auf die "Behringer ist Uncool-Fraktion"... :wink:

    Zitat

    ADMIN hat Folgendes geschrieben:
    Bei mindestens 80% aller Tontechniker wäre es besser, sie würden messen statt hören (mich selbst gar nicht ausgenommen...).

    Noch besser ist allerdings messen UND hören.

    :D

  • Günstige Overheads

    • christopher hafer
    • 24. Oktober 2008 um 15:35

    Klaus

    Zitat

    Vergleich Kleinmembran gegen Gesangsmicro??

    Es wurde fragen an Dich gestellt, weil wir ja augenscheinlich mehrere sind, die Deine Erklärungen nicht nachvollziehen können.
    Würdest Du das bitte genauer erklären, anstatt daran vorbeizureden.

    Ich versteh es halt nicht, ich bin nicht diplomierter Audio Engineer geworden, aber vermutlich stelle ich deswegen auch keine Vergleiche Kleinmembran versus Vocalmic an.

    Ganz so abwegig ist das gar nicht. Das e865 ist ein Kleinmembran-Mikrofon, mit zwei wesentlichen Modifikationen:

    1. Es hat einen integrierten Windschutz. Das ist gut.
    2. Es ist unempfindlich, d.h. auf Distanz kommt nicht mehr Pegel als bei einem SM58. Das ist schlecht.
    Daher würde ich so etwas nicht unbedingt vorschlagen, auch wenn es durchaus funktioniert.

    Was ich bei dieser Sache aber überhaupt nicht verstehe ist diese "teurer ist besser" Philosophie.
    Leute, wir reden hier über Schulchöre und Schulbudget!!
    Kein Mensch hört dort den Unterschied zwischen einem China-Elektret und einem KM184. Kein Mensch (im Schulbetrieb) kann letzteres bezahlen, und falls doch wäre das dann eine Verschwendung von Steuergeldern! Schon mal daran gedacht, wie an Schulen mit Material umgegangen wird und wie lange es dort verweilt...?

    Wenn ich an meine Schulzeit in den 80ern denke... - da wäre ich für jedes Mikrokabel dankbar gewesen!

    Zur Sache: Es geht nicht ohne gute PA (Ach was!) und es geht nicht ohne guten EQ nebst dessen qualifizierter Bedienung.
    Hier steht und fällt die Qualität der Performance und nirgendwo anders! :?

    Es geht übrigens auch nicht, einen 50-Schüler-Chor mit zwei Mikros "abzunehmen", abgesehen von Feedback-Problemen wird das nicht homogen. Da bringen vier günstige auf jeden Fall viel mehr als zwei teure, weil man näher + besser positionieren kann.

    Bei 200 Euro pro Mikro würde ich das AT3031 empfehlen. Das ATM450 ist sicher OK (oder Top) für viele close-miking-Anwendungen, kommt aber nicht an das 3031 heran. Allein ein Blick auf den Frequenzgang spricht Bände.

    No-Budget-Alternative: An manchen Schulen gibt es noch MD441...!!!
    In einigen Städten lassen sich solche Sachen für Schulveranstaltungen kostenlos ausleihen (beim Jugendamt nachfragen).

  • Die besten Tonleute

    • christopher hafer
    • 23. Oktober 2008 um 23:45
    Zitat von "gwapa_nga_kanta"

    Habt ihr auch schon Filmchen ueber eure Adapterkiste gedreht?
    http://www.youtube.com/watch?v=Nt6kPqkjLfI

    "Also, wer Adaper braucht, kann zu mir kommen!"

    Schnarch!!!
    Das ist ja gruselig.

    Vielleicht noch jemand, der uns bei YouTube seine Küchenschublade zeigt...?

  • differenzen mit snare

    • christopher hafer
    • 23. Oktober 2008 um 15:40
    Zitat von "bias79"

    Der Vollständigkeit wegen. Verschiedene Hölzer, Felle, Spannreifen(zB Guss) und Stöcke haben natürlich auch erheblichen Einfluss auf das Ergebniss. Herzlich willkommen im Drummerforum. :lol:

    Genau. Das gehört nicht wirklich hierhin, denn wir sind ja "nur" Tontechniker.
    Allerdings gehört ein wenig Instrumentenkunde wirklich zur Grundausstattung.
    Den größten Einfluss haben allerdings Drummerseitig die Stimmung und sein Spiel selbst. Ein großartiger Drummer wird auch auf einem Schrottset großartig klingen. Umgekehrt ist das noch schlimmer.

  • differenzen mit snare

    • christopher hafer
    • 23. Oktober 2008 um 15:34

    Die Verwendung eines bestimmten Mikrofons kann ja im Einzelfall subjektiv etwas ausmachen. Aber die Richtcharakteristik des Mikrofons hat keinen Einfluss auf die Dynamik. Auch nicht Frequenzverläufe. Das kann nur ein Kompressor.
    Natürlich kann ein Boost bei ca. 1khz den Sidestick etwas hervorheben, nur ginge das auch mit EQ.

    Es hilft alles wenig - Shit In / Shit Out.
    Irgendeinen Grund muss es ja geben, dass einige Musiker jahrelang ihr Instrument studieren oder wenigstens üben... :)

  • differenzen mit snare

    • christopher hafer
    • 22. Oktober 2008 um 17:58

    Und noch ein Mehrfacher... :x
    Ein Gespräch mit dem Drummer ist zwar eine gute Idee, oft geht das aber nicht weil das Konzert schon läuft.
    Außerdem kann nicht jeder Drummer seine Spieltechnik sofort korrigieren.
    Ein guter Schlagzeuger spielt sein Set als ganzes Instrument und nicht jede Trommel einzeln. Und dann sollte er auch seine Dynamik im Griff haben, so wie jeder andere Musiker auch!

    "Ride the Fader"? Dafür muss man schon recht wenig am Pult zu tun haben und die Musik kennen.
    Ein Kompressor macht das zuverlässiger. In kleinen Venues wirken
    1:10, Attack & Release : MIN = Limiting Wunder.
    Den Threshold so einstellen das bei "Sidestick" (die gängige Bezeichnung für "Rimclicks") noch keine Kompression stattfindet, bei jedem normalen Beat aber schon.
    Mikro ist natürlich vollkommen egal.

  • Zuverlässigste Playback-Lösung

    • christopher hafer
    • 22. Oktober 2008 um 17:36

    Wenn es um maximale Sicherheit geht, fallen schon mal 3,5mm Klinken und Computer kategorisch raus!
    Es ist nicht unbedingt nur eine Frage des Mediums (CD/MD/DAT/HD) sondern auch der Umgebungsbedingungen - Wartung, Reinigung, Aufstellung...

    Am Sichersten ist sicherlich ein SS-Speicher (z.B USB-Stick) ohne mechanische Beanspruchung. Da scheinen solche Lösungen wie von "Apart" ziemlich interessant.

    Die Ausfallrate lässt sich durch redundanten Betrieb (z.B. simples Backup-Medium) dramatisch reduzieren.

  • Top-Rackmischer

    • christopher hafer
    • 12. Oktober 2008 um 01:45
    Zitat

    Könnt ihr mir einen besseren Rackmischer mit 16 Kanälen und interenen Effekt als das A&H Wizzard 16/2 DX empfehlen?

    Die Frage wäre für mich: Was soll besser werden - bzw. was stört beim A&H?
    Denn alles andere ergibt wenig Sinn - keines von den bisher gennanten (und dennoch guten Alternativen) verbessert Deine Situation grundlegend, sie wird eher leicht variiert...!

  • Akustik Kalibrator

    • christopher hafer
    • 7. Oktober 2008 um 23:48
    Zitat

    warum sollte man dann einen technisch komplizierten kopfstand machen, um diesen bereich noch zu übertragen?

    Du hast recht, musikalisch passiert unter 30 hz nicht mehr viel.
    Druckempfänger kommen aus physikalischen Gründen "niedriger", ohne große "Kopfstände".
    Natürlich ist es Vorteilhaft einen Mikrofontyp einzusetzen, der bis zur unteren Hörgrenze reicht und das ziemlich linear. Bei der Klassik-Musik-Produktion als Hauptmikrofonsystem oder eben als Messmikrofon.
    Womit wir wieder beim Anfang wären.

    Sorry wenn ich irgend jemanden gelangweilt habe.
    :oops:

  • Akustik Kalibrator

    • christopher hafer
    • 7. Oktober 2008 um 23:07
    Zitat

    zu 1.:
    ist die untere grenzfrequenz für "kugel" wirklich definiert?
    das kann ich mir nicht vorstellen, denn es geht bei dieser definition ja um die aufnahmecharakteristik.

    Nein, bitte, nicht für "Kugel" sondern für Druckempfänger!
    Ein 4006 hat 15hz, die anderen liegen alle so in der Gegend.
    Ein durchschnittlicher Druckgradientenempfänger macht bis ungefähr 30 hz und die wenigstend machen das linear und dann kommt ja auch noch der "NBE" dazu, d.h. aus der Distanz haben Druckgradientenempfänger deutlich weniger Bass.

    [Dazu gehören nebenbei bemerkt auch "Bass"-Mikrofone wie D112, B52 oder RE20, weil die Größe der Membran absolut keinen Einfluss auf die Basswiedergabe hat. Dies gilt uneingeschränkt auch für Grossmembran-Kondensator Mikros.]

  • Akustik Kalibrator

    • christopher hafer
    • 7. Oktober 2008 um 01:06
    Zitat von "ADMIN"

    Und was - bitte schön - sollen "echte Kugeln" sein? In der Geometrie ist das zwar klar definiert, aber so sehen Druckempfänger nicht aus.

    Was macht also dann eine "echte Kugel" aus?

    "Echte" Kugeln haben
    1. eine sehr niedrige untere Grenzfrequenz (ca. 15hz) und
    2. keinen Nahbesprechungseffekt.
    "Echte Kugeln" sind Druckempfänger (MHK20, DPA 4006,...), Druckgradientenempfänger mit Doppelmembrankapsel (MKH800, U89,...)
    lassen sich elektrisch zu "Kugelcharakteristik" umschalten, ohne dabei zum Druckempfänger (siehe Punkt 1+2) zu werden.

    Messmikrofone müssen immer Druckempfänger sein. Der Begriff "Kugelcharakteristik" ist hier etwas zu schwammig, denn die Idee, ein GM-Mikro für Messzwecke einzusetzen könnte dann dem einen oder anderen aufkommen. Und das wäre aus mehreren Gründen eine sehr Schlechte. :(

    Ich wollte lediglich auf diesen wichtigen Unterschied hinweisen. Vielleicht hat das ja jemanden interessiert.

    siedfleisch

    Zitat

    Falls Du mit B/K Brüel&Kjaer meinst, ist das natürlich Unsinn. Also das mit dem "machen schon immer so".
    Seinerzeit zu meiner Zeit hatte B&K nicht ein einziges Elektretmikro im Programm, sondern ausschließlich echte Hochspannungskondensatorkapseln.
    Nur mal so zum Thema "genaugenommen"

    Also - wenn schon das Thema "genaugenommen", dann aber bitte auch wirklich richtig "genau". :)
    Brüel & Kjaer (ja, die meinte ich...) haben den Typ 4006 (wohl das beliebteste Mikro dieser Schmiede) als dauerpolarisiertes "Elektret"-Mikrofon gebaut, schon seit Anfang der 80er Jahre (wann war denn Deine Zeit?).
    DPA baut dieses Mikrofon sowie auch die Niere 4011 optional als "High Voltage" Version mit 130V Betriebsspannung - ebenso Dauerpolarisiert wie seit 25 Jahren...
    Vielleicht meinst Du mit "Hochspannungskondensatorkapseln" aber extern polarisierte Kondensatormikrofone (wie sie Neumann, Schoeps oder Sennheiser bauen). Vielleicht hat Brüel & Kjaer so etwas auch ganz früher mal gebaut, wenn Du dies belegen kannst gestehe ich gerne meine Schlammpigkeit in der Recherche ein (die Brüel & Kjaer - Site gibt leider nichts her). Es entzieht sich schlicht meiner Kenntniss.
    Ich gehe einfach mal mal davon aus, dass Du recht hast (was nicht viel zur Sache tut), auch wenn es keine "Hochspannungskondensatorkapseln" gibt.

  • Akustik Kalibrator

    • christopher hafer
    • 6. Oktober 2008 um 03:49

    OK! :D

    Aber vielleicht doch nicht ganz einig?

    Echte Kugeln (also eben Druckempfänger) haben eben keine "Kugelcharakteristik" sondern sind - - - "Kugeln".
    Klingt zwar nach Haarspalterei, ist aber eine sinnvolle Unterscheidungshilfe...

    Naja, wie auch immer...

  • Suche neuen (billigen) Pult entscheidungshilfe.

    • christopher hafer
    • 6. Oktober 2008 um 03:32

    Hallo Tobias!

    Zitat

    Wenn ich nicht vollkommen auf den Ohren Sitze, dann finde ich:
    Das LX-7 II mit den neuen "Marketing Gag Headamps" klingt DRAMATISCH besser als das alte, vor allem auch die Eq-s

    (die sind komplett redesigned). ...


    Ganz sicher nicht, s.u. *

    Zitat

    ...
    GB und LX Serie unterscheiden sich praktisch nicht klanglich, sondern nur in der Verarbeitung und ein paar

    Ausstattungsdetails. Ich kenne nur wenige mechanische Probleme mirt LX-7, owohl die billiger aufgebaut sind als

    die GB. Zur Zeit gibt es eine Preissenkung bei LX-7. LX-7 16-Kanal bekommt man neu für 1090,- Euro. Das würde ich

    mir ernsthaft überlegen. Das Pult scheint ja nicht andauernd Fremdtechnikern und Killerhelfern in die Hände zu

    fallen, weshalb keine Schäden zu erwarten sind. ...

    Finde ich auch.

    Zitat

    ...Obwohl ich Beiträge von Christopher Hafer wirklich sehr schätze (die sind eigentlich immer sachlich und

    sachdienlich), ...

    Danke sehr!

    Zitat

    ...
    werde ich mich in dem Punkt "Pulte würden keinen Klang machen" mit Ihm wohl nie einigen. Ich habe auch schon oft
    auf Pulten wie Amek, Cadac, Harrison, SSL, Neve... gearbeitet. Wie man da keine Verbesserung zu was billigem hört
    ist mir schleierhaft. ...

    Solange Du nicht erläuterst WAS für Verbesserungen Du meinst bleiben solche Aussagen ebenso schleierhaft - ich bin
    gespannt.


    Zitat

    ...Selbst wo ein Klirrfaktor klirrt (also gleicher Klirrfaktor, nur anderes Spektrum) ist klanglich bereits
    maßgeblich. Meßtechnisch ist das nicht zu erfassen (Man sieht es zwar auf einem Oszi, kann es aber nicht sinnvoll interpretieren). ...

    ALLES Hörbare lässt sich messen!
    Wenn ein Klirrfaktor "anders" klingt als der andere, dann lässt sich das sehr einfach nachweisen.
    Was sich allerdings nicht messen lässt ist die Phantasie und Erwartungshaltung des Hörers...!!
    Um diese Auszuschließen gibt es Doppelblindtests nach wissenschaftlich anerkannten Standards.


    Zitat

    Es gibt auch extrem fundierte wissenschaftliche Arbeiten zum Thema Rauschen. Der Klang des Rauschens ist

    absolut maßgeblich für alle möglichen Psychoakustischen Effekte: In Bereichen, wo es wirklich drauf ankommt (also nicht Musik, sondern Kriegsgeräte, U-Boot Sonare, Flugzeugfunk...), werden Rauschanteile absichtlich beigemischt um das Hörvermögen zu VERBESSERN und gleichzeitig Stress herabzusetzen...) Das sind alles mal völlig Musikfremde

    Argumente für Klangeinflüsse. Für diese Forschungen werden von führenden Industrienationen Milliarden ausgegeben...

    ???!!! Milliarden (=X.000.000.000)? Für psychoakustiche Forschungen? Ach was? Wer bezahlt die? Erzähl uns mehr...!
    Wie auch immer: Audioschaltungen (in unserem Bereich) werden so entwickelt das sie möglicht wenig rauschen. Keine Psychoakustik, nichts.

    Zitat

    ...und Wissenschaftler, denen ich wirklich nicht mehr folgen kann, beschäftigen sich damit. Wenn all das nur zur Folge haben würde: "Ein Vorverstärker trägt eigentlich nix zum Klang bei und es is eh alles wurscht!"), dann muß ich sagen: beschäftigt die ganze Welt nur Pappnasen und verschenkt Ihr Geld und die einzigen, die überhaupt einen Plan haben, arbeiten stehen am Wochenende für wenige Geld hinterm Mischpult. ...

    Deine Polemik führt hier leider nirgendwo hin - bzw. in die falsche Richtung.
    Geräteentwickler, Toningenieure, Nachrichtentechniker sprich - Menschen mit wissenschaftlichem Hintergrund verlassen sich auf ihre Messwerte und auf ihr Wissen um die Zusammenhänge. Und wir, die "End-user" verlassen uns darauf, dass der Konstrukteur/Hersteller des Gerätes genau gewusst hat was er da gebaut hat, nach ausführlichen Tests und Messungen.
    Die "Pappnasen" sind also keineswegs irgendwelche Hersteller oder Ingenieure, sondern die, die immer wieder auf neue Marketingsprüche reinfallen, weil ihnen fundamentelles Fachwissen fehlt.
    So funktioniert ca. 90% der gesamten Audiobranche. Traurig, aber war.

    Analoge EQ-Schaltungen und MVV werden nicht laufend "redesigned" (*). Die Grundlagen dafür gibt es seit Einführung der Transistortechnik in den 60er Jahren. Was verbessert wurde über viele Jahrzehnte ist die Dynamik und das Rauschverhalten solcher Schaltungen, bedingt durch immer neue IC-Typen - zu immer niedrigeren Kosten.
    "Redesigned" heißt für Hersteller wie SC dann meistens: Kostensenkung bei gleicher Leistung.

    Zitat

    ....Im Zweifelsfall: Stell mal einen neuen LX-7 neben den alten, übertrag bei laufender Band alle Einstellungen und steck um. Ich glaube 5-Minuten später hast du Deinen alten LX-7 verkauft (aber an niemanden, der im gleichen Raum stand :wink: ). ...

    Der Irrtum solcher Thesen ist immer und immer immer immer wieder dass ein komplexes System wie ein Mischpult mit diversen unterschiedlich entzerrten (EQten) Kanälen, diversen notwendigen Dynamics und Raumeffekten etc pp überhaupt vergleichbar mit einem anderen wäre!

    Dies wäre schon fast sinnlos in dem von Dir geschilderten Beispiel (eben wg. den vielen vielen Parametern, die sich nicht einfach kopieren lassen,
    ist aber noch absurder im Normalfall:
    Band X spielt an einem Tag mit Pult A, Band Y spielt am nächsten Tag (oder Wochen später!) mit Pult B.
    Warum das nichts - überhaupt nichts! - aussagt:
    Das Gehör merkt sich Soundnuancen nur wenige Sekunden!

    Aber es geht noch weiter: Meinungen, die z.B. Du mit dem Neve/Cadac usw. Vergleich auch vertrittst, nämlich
    "Pulte klingen nun mal deutlich unterschiedlich"
    stehen aber in der Regel auf noch viel wackeligeren Beinen:
    Da wird nämlich zusätzlich noch die Abhöre bzw. PA UND der Raum getauscht. Von den Soundquellen - und die machen den Sound / die Unterschiede (!) - mal ganz zu schweigen.

    Ich selbst habe hier ein 03D, Behringer Ultragains, aber auch z.B. einen Amek CIB-Channelstrip.
    Glaub mir, ich habe solche Tests selbst gemacht und zwar unter wirklich aussagekräftigen Bedigungen: Gleiche Signalnalquellen, gleiche Raumakustik, präzise Studioabhöre.
    Ich kann selbst mit dem CIB, der ungefähr 20x (!!) mehr gekostet hat als die 'billigen' Behringer/Yammi-Vorstufen keinen prägnanten Qualitätsunterschied ausmachen, der solche Summen rechtfertigen würde.
    Das war nicht der einzige Test dieser Art.
    Und ich kann das auch auf den Live-Sektor übertragen: Ich arbeite ungefähr mit jeder Qualitätsklasse - vom LX7 (oder noch viel billiger) bis zur Heritage und auch Digital - und ich konnte noch NIE einen echten Qualitätsgewinn im Klang ausmachen. Die Haptik wird besser, die Features (die manchmal auch sehr nötig sind), usw., aber der Sound
    wird woanders gemacht. Ist doch klar, wo.

    Zitat

    ....Noch nachträglich: bitte trotz meiner Riesensprechblase beachten: Auch ich gebe hier nur eine von

    vielen anderen Meinungen wieder, also bitte nicht überbewerten und mich nicht wieder völlig zerreissen.

    Nö :D

  • Akustik Kalibrator

    • christopher hafer
    • 5. Oktober 2008 um 17:16
    Zitat von "wora"


    dies trifft auf messmikrofone nicht zu.
    hier werden meist sogar ganz einfache elektretkapseln verwendet.
    durch die fehlenden ausgleichsöffnungen hinter der membran hat man automatisch einen reinen druckempfänger.
    und je kleiner die membran. desto besser ist die "kugel", weil es zu höheren frequenzen zu weniger druckstaueffekten vor der membran kommt.

    Moment. Nicht alles durcheinander bringen.
    Die Unterscheidung Druckempfänger - Druckgradietenempfänger ist universell und gilt für jedes Mikrofon.
    Einen Druckempfänger erkannt man relativ eindeutig an den fehlenden Ausgleichsöffnungen. Insofern erklärt sich mal ziemlich simpel das Prinzip eines Druckempfängers.
    Natürlich lassen sich auch mit Elektretkapseln reine Druckempfänger bauen.
    B/K bzw. DPA machen das schon immer so. Die Frage nach der Dauerpolarisierung ist daher weder eine Frage der Qualität noch des Prinzips.

    Zur Größe der Kapsel sei noch ergänzend erwähnt dass mit der Verringerung auch ein Anstieg des Rauschens einhergeht.
    Daher benutzt auch niemand (der dies weiß) Messmikrofone für kritische Musikproduktion.

  • Akustik Kalibrator

    • christopher hafer
    • 29. September 2008 um 21:50
    Zitat

    Wichtig ist dabei, daß ausschließlich Mikrofone mit Kugelcharakteristik kalibriert werden können. Das Mikrofon muß luftdicht mittels Adapter mit dem Kalibrator verbunden werden.

    Genauer gesagt kann man dann damit nur echte Kugeln, also Druckempfänger kalibrieren.

    Ein Mikrofon mit "Kugelcharakteristik" ist ein Doppelmembranmikro (Grossmembranmikrofon mit umschaltbarer Richtcharakteristik, z.B. C414 oder U87)
    in Stellung "Kugel" bzw. "Omni", es bleibt aber ein Druckgradientenempfänger ohne die Vorzüge eines Druckempfängers.

    Aber ist ja auch egal, ein "Usi" passt eh nicht auf den Kalibrieradapter ... :D

  • Cajon - Abnahme mit 2 Mikros

    • christopher hafer
    • 29. September 2008 um 15:30

    Leider verstehe ich das auch nach Deiner Überarbeitung nicht ganz.
    Wo liegt denn hier (und überhaupt) der konkrete Unterschied zwischen Phase und Laufzeit?
    Vielleicht kannst Du für Deine drei Unterscheidungen mal drei praktische Beispiele hinzuziehen? So einfach ist das eben doch nicht (zumindest für mich) :oops:

  • Multicore Frage

    • christopher hafer
    • 29. September 2008 um 15:11

    Wie lang soll das MC denn werden?

  • Cajon - Abnahme mit 2 Mikros

    • christopher hafer
    • 29. September 2008 um 14:32
    Zitat

    Interessiert mich auch, ev sollte man das in einem neuen Tread weiterdiskutieren.


    Finde ich ja auch, vielleicht kann ein Mod dies ab Post vom 24.09.2008, 20:36
    abtrennen?

    Zitat

    meines Wissens nach gehen Kammfilter Hand in Hand mit Phasenproblemen.
    Auch wenn oder weil diese ja durch laufzeitunterschiede hervorgerufen werden.

    Ich denke man sollte schon sehr genau beide Effekte unterscheiden.
    Ich hätte nicht "Kammfilterproblem" sondern "Kammfiltereffekt" schreiben sollen.
    Recht verständlich ist er hier erklärt:

    http://www.musikerwiki.de/index.php?title=Kammfiltereffekt

    Es gelingt mir nicht eine deutschsprachige Seite aufzutreiben, die den Begriff Phase im tontechnischen Kontext verständlich erklärt, bzw. die Zusammenhänge zwischen Phasenverschiebung und Kammfiltereffekt.

    Es gibt aber eine perfekte englische Lektüre:

    http://www.moultonlabs.com/index.php/more…arity_reversal/


    Zitat

    There's a lot of loose language around the recording industry and some of the least understood and most abused of such jargon has to do with "being out of phase" and "comb filtering."


    :D
    Unbedingt lesenswert!
    Das Verstehen dieses Artikels klärt eigentlich fast alle Fragen.

    Ein deutscher Artikel vom Meister Eberhard Sengpiel,
    leider recht krytisch für nicht-Studenten:

    http://www.sengpielaudio.com/Laufzeitdiffer…erschiebung.pdf

    Ich wünschte, wir hätten einen echten Toningenieur hier an Bord, der einiges weiter Erläutern könnte...

    Zitat

    Wie erreiche ich in einem (Analogen )Pult Kammfilterprobleme, wenn ich keine Laufzeitunterschiede habe??

    Kammfiltereffekte entstehen ja durch Laufzeitunterschiede. Du wirst sie aber mit einem Pult alleine kaum erreichen.

    Zitat

    Und was entsteht, wenn man zB 1 Signal splittet , komplettest unterschiedlich bearbeitet und wieder summiert ( jetz mal nur Analog )
    Kammfilter???

    Dann entstehen entweder gar keine hörbaren Artefakte, möglich sind aber auch Phasenauslöschungen oder auch Kammfilter - es kommt ganz darauf an, was Du mit dem Signal anstellst. Wir gehen doch mal davon aus, das hier sinnvolle Dinge geschehen, und da wird es am Ende (hoffentlich) keine Artefakte geben.
    Kurz: Wenn Du mit einem EQ den Sound verbessert, ist Deine möglichst objektive/sinnvolle Korrektur nicht davon bestimmt, ob jetzt irgendwo Kammfilter oder sonstige Phasenprobleme entstehen. Das kann zwei Meter woanders wieder stören, und das ist auch ein Grund, warum jeder im Publikum etwas anderes zu mäkeln haben kann, ungeachtet verschiendener Erwartungshaltungen...

    Ich versuche noch mal die Quintessenz wiederzugeben:
    Hörbare Artefakte (wie immer wir sie nennen) entstehen durch gewollte elektronische Eingriffe und vor allem durch die Raumakustik (Im Prinzip kommt noch die Mikrofonaufstellung dazu, was aber in unserem primär nicht-Recording-Bereich kaum eine Rolle spielt).
    Phasenverzerrungen von nicht intentional klangverändernden Audioelektronik (Preamp, Summierungen, Endstufen...), seien sie Frequenzspezifisch oder nicht, sind zwar messbar, aber nicht hörbar. Warum sollte wohl klar geworden sein.

  • 4 Bässe auf einen Schlag defekt - woran liegts?

    • christopher hafer
    • 29. September 2008 um 13:13

    Gleichstrom ist für mich die einzig realistische Erklärung.

  • Suche neuen (billigen) Pult entscheidungshilfe.

    • christopher hafer
    • 28. September 2008 um 00:05
    Zitat

    Die MH-Serie ist schon eine andere Liga, die Headamps kann man hier nicht mit denen der GB-Serie vergleichen. Und ich rede hier nicht von Klang, sondern von Aussteuerungsreserven. Die MH-Serie hat diesbezüglich viel "größere" Headamps.

    Hallo Hans,
    das kann ich anhand der Messwerte nicht nachvollziehen. In fast allen kritischen Parametern liegt das das GB4 mit einem MH4 (...und auch einer Series5 oder Europa!) gleichauf.
    Der Eindruck von "mehr Headroom" kann auch schon durch unterschiedliches Ansprechen der Peak-LEDs enststehen.
    Mehr "Austeuerungreserven" würde für mich auch heißen: Höherer max. Verstärkung, als im besten Fall mehr als 70dB, wie es die IRT-Pflichhefte vorschreiben. Da können aber wirklich nur Rundfunkpulte mithalten, die meisten Live-Konsolen machen irgendwas um die 50dB (SC macht keine Angabe, eine Midas H3000 macht immerhin 60db). Das sagt aber über die nutzbare Dynamik innerhalb eines Pultes - und das war ja wohl ursprünglich gemeint (?), denn darauf kommt es an, auch wenig aus.

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