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Beiträge von AlphaC

  • ...und die Moral von der Geschicht'...?

    • AlphaC
    • 11. Mai 2010 um 02:41

    achso. nochwas...

    kommt mir nicht mit China. Nur weil da "eine handvoll" Menschen nach völlig anderen und für uns inakzeptablen Wertevorstellungen leben heißt das noch lange nicht, dass wir das auch müssten.

    Und kommt mir nicht mit "das machen doch alle". Nichts ist gleich richtig nur weil es alle machen. Bestes Beispiel siehe unsere Geschichte. Fast alle habens mitgemacht. Richtig wars nicht.

    Ebenso wertlos ist Gejammer á la "ich muss auch irgendwie mit dem Arsch an die Wand" oder "die Kunden zahlen nich mehr". Das kenn ich inzwischen auswändig. Der Verfall liegt an uns allen selbst, die wir immer mehr und immer billiger haben wollen. Das zählt daher alles nicht bzw. ist unser eigenes Verschulden.

    Einmal mehr wünsche ich mir, dass zur Ausübung eines Berufes in dieser Branche eine entsprechende Befähigung notwendig ist. Vieles ist durchaus lebensgefährlich, was wir hier machen. Und schließlich muss man ja auch Arzt sein um zu operieren, einen Führerschein besitzen um ein Auto zu führen, etc. Das Problem ist, dass für die Außenwelt unsere Branche so "cool" zu sein scheint, dass viele sich hier tummeln, die meinen das "auch zu können". Die großen stört das weniger als die kleinen. Hierbei geht es allerdings weniger um Hersteller als um die Verleihbetriebe, welche sich oft mit kleinen Hobbyisten herumplagen. Gleiches gilt für Discjockeys. In der DDR gab es den staatlich geprüften Schallplattenunterhalter. Nein: Man musste nicht nachweisen nur sozialistische Musik zu spielen. Aber man musste nachweisen, dass man sich im aktuellen Musikmarkt auskennt und dass man die Technik richtig bedienen kann. Heute darf jeder auf die Meute losgelassen werden. Schade.

  • ...und die Moral von der Geschicht'...?

    • AlphaC
    • 11. Mai 2010 um 02:11
    Zitat von "AlphaC"

    Und wenn morgen jemand einen Kopierer für Brot erfinden würde, würden übermorgen alle Bäcker pleite gehen.


    ... und immer schön dran denken: Information und geistige Leistung sind unabhängig von physisch existierenden Gegenständen. Es geht also um einen Brot-Kopierer, in den man nichts "reinsteckt" - aber ein identisches Abbild eines frisch gebackenen, leckeren, duftenden Sauerteigbrotes herausbekommt. (Wer das erfindet ist sicherlich Nobelpreiswürdig). Genauso wie man eine Datei auf dem Computer kopiert.

  • ...und die Moral von der Geschicht'...?

    • AlphaC
    • 11. Mai 2010 um 01:57

    Ich hatte bereits in einem anderen Thread dazu ein paar Worte geschrieben, aber mich dann dazu entschieden dies in einem eigenen Thread unterzubringen, da dies dort zu weit vom eigentlichen Thread-Thema wegging. Thema ist (daher passt es auch hier in den Bereich Selbstbau): Baupläne und Kopiererei. Egal ob gewerblich oder in der Freizeit.

    Zitat

    Hallo Leute! Ich brauche dringend was neues. Mein alter VW Bully ist mir zu laut und die Auspuffanlage ist leck. Könnte bitte mal jemand nen Bauplan vom Mercedes Benz Sprinter online stellen. Oder 'nen Ford Transit (bitte die Hoch-Lang-Version mit 4,6to - passenden Führerschein hab ich). Aber bitte nur 2009er oder 2010er Modelle. Ich kann mich ja bei meinen Kumpels nicht blamieren. Für Alternativvorschläge bin ich immer offen. Wenn jemand Tips hat, wie ich den Polo-Motor vorn im Sprinter quer reinbekomme (Getriebeflansch passt sonst nicht) wäre ich sehr happy. Danke!

    PS: Nee, ich will die nicht nachbauen. Ich mach auf jeden Fall andere Felgen drauf. Die originalen sind scheiße...

    Um das wiederholt klarzustellen: Ich hab nix, aber auch garnix gegen Selbstbau. Die Limmer-Konstukte sind weitestgehend "frei" ebenso wie andere, sinnvolle und lobenswerte Projekte (PAF, AW-Audio, MUFU, wasauchimmer).

    Woran mir liegt ist, auf den moralischen Verfall hinzuweisen. Die umsich greifende "Klau"-Mentalität. Alles was nicht augenscheinlich jemandem "gehört" wird mitgenommen. Das fängt schon beim Klopapier auf dem WC in der Arbeitsstätte an... Vielleicht bin ich in der Hinsicht auch "gebranntes Kind", da ich am eigenen Leib miterlebt habe, wie eine Branche und alle (ausnahmslos alle) Beteiligten darin abgestürzt sind. Ich hatte zur Jahrtausendwende in der Musikindustrie als Musikproduzent angefangen. Viel Geld habe ich nicht verdient. Vielleicht so viel wie ein durchschnittlicher Handwerker. Aber ich konnte mein Leben leben und meinen Job gut machen. Dann kam 2003 der Zusammenbruch. Warum? Weil es ja alles plötzlich "kostenlos" gab. Ohne dafür zu arbeiten. Ohne Aufwand. Ohne Geld. Einfach downloaden. Die großen traf es dabei genauso wie die kleinen. Mit dem Unterschied, dass die großen Popstars mit nur 1 Mio Euro pro Jahr anstelle von 20 Mio. immernoch gut leben konnten. Die kleinen und innovativen, die treibenden Kräfte, welche auch für den Popbereich Triebfeder waren, die konnten nun von nur noch 2000 Euro im Jahr statt vorher 20k nicht mehr leben. Alles viersiegte im Einheitsbrei.

    Und wenn morgen jemand einen Kopierer für Brot erfinden würde, würden übermorgen alle Bäcker pleite gehen.

    Ich fände es zumindest angemessen, wenn in einer modernen Gesellschaft auch geistige, immaterielle Werte geschätzt und respektiert würden. Gerade diese sind es schließlich, welche dieses Land so erfolgreich und so reich gemacht haben. In einem öffentlichen Forum zum Informationsdiebstahl aufzurufen halte ich für ziemlich daneben. Da könnte ich genauso dazu auffordern das Auto vom X oder Y zu klauen. Dies jedoch würde dann sicher "plötzlich" jeden hier empören... Nur warum? Ist doch so normal geworden alles kostenlos zu bekommen?

  • limmer-bass

    • AlphaC
    • 9. Mai 2010 um 17:09

    audionrg: Das missverstehst Du. Ich finde, ich habe die Selbstbauer keineswegs niedergemacht - vielmehr betont, dass dies eine sehr interessante und durchaus sinnvolle Freizeitbeschäftigung ist, und dass man kaum etwas besseres machen kann, als Limmer zu verbauen! Jedoch habe ebenfalls dargestellt, dass es mich nervt, dass es immer wieder Leute gibt, die nach Plänen fragen oder Markenprodukte schlicht "kostenlos" klonen wollen (ja, geistige Leistung hat auch einen Wert, den man in Geld bemessen kann). Das hat aber für mich nix mehr mit "Selbstbau" zu tun. Selbstbau heißt für mich auch selbst konstruieren und entwickeln.

    Über mich selbst mach ich mir hier keine Sorgen, da ich viel zu unbedeutend dafür bin, dass mich irgendwer kopieren wöllte. Auch sehe ich mich in keinster Weise in "Konkurrenz" zu Selbstbauern. Wer selbst bauen will, der wird das eh machen. Wer lieber etwas fertiges haben will kann das gern bekommen. Wie Du siehst: Ich seh das ganz entspannt.

  • limmer-bass

    • AlphaC
    • 9. Mai 2010 um 04:45

    Was das Thema Skallierbarkeit angeht: Dies hat natürliche Grenzen. Die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht, vorausgesetzt, man hat ein Quentchen Anspruch an die Qualität. Die wird zwar immer wieder von der Marketingmaschinerie versucht zu verschönschleiern, ist aber aus praktischen (Handhabung) und akustischen Gründen bislang nicht realistisch (Stand der Technik Mai 2010).

    Jede sinnvolle Company hat daher Systeme für "klein", für "mittel" und für "groß" auf Lager. Was im jeweiligen Falle "klein" oder "groß" ist, ist natürlich abhängig von der Dimension der Aufträge, welche die Company bedient. Es gibt schließlich Firmen, für welche 2.000-Gäste-Gigs schon "groß" sind - andere hingegen machen sowas "zum Frühstück"... ;)

    Nach einer Marktstudie der deutschen Verleiher-Szene bedienen rund 70% der Firmen hauptsächlich VAs im Bereich zwischen 100 und 1.000 Gästen. Weitere 20% bewirtschaften regelmäßig auch VAs bis 5.000 Gäste. Lediglich 10% der Branche haben öfters mit größeren Events zu tun. Davon lässt sich schön ableiten, welcher Bedarf an welcher Art von Lösungen besteht. Für jeden, der auch nur ein Fünkchen Ahnung von Akustik hat wird auch ersichtlich, dass fast 90% der Beschallungsfirmen in Deutschland für ihr Alltagsgeschäft kein Line-Array brauchen, aber das wäre dann schon ein ganz anderes Kapitel im Bereich "Skallierbarkeit"... (Gegenthese: Jede kleine Company, welche sich ein LA anschafft, hat kein vernünftig skallierbares "konventionelles" System auf Lager. Was sonst wäre der Grund dafür, drei Direktstrahler zu einer "Banane" zu arrayen?)

    Zurück zum Limmerbass: Für eine 100-Mann-Mugge würde ich niemals einen Hornbass hinschleppen. Da nehme ich mir bequem zwei bis vier 12" Bässe mit und ein paar schnuckelige Tops und fertig. Das macht optisch und handlich einen guten Eindruck und erfüllt, was davon verlangt wird. Dass ich diese natürlich nicht "hochskallieren" kann, um mit einer entsprechenden Menge einen 1.000-Mann-Saal zu machen ist augenscheinlich. Ich denke in diesem Bereich dürfte sich der Limmerbass sehr wohl fühlen. Da spielt auch das Transportvolumen und Gewicht weniger eine Rolle. Der "halbe" Limmerbass hat einzig den Vorteil, dass den ein Mann allein heben (und verladen) kann. Wenn man sich aber etwas geschickt anstellt, dann kann man auch nen "normalen" Limmerbass allein in einen Transporter tippen... Und Muggen, bei denen man einen solchen Bass benötigt, macht man ohnehin kaum allein... Zu zweit lässt sich der "normale" Bass bequem laden, stacken, bewegen... Soviel zum Thema "skallierbar"...

  • limmer-bass

    • AlphaC
    • 9. Mai 2010 um 04:15

    Hmm... immer wieder interessant, was man hier so für Bemerkungen und zwischen-den-Zeilen-Informationen hier findet...

    Grundsätzlich habe ich ja damit kein Problem, dass Leute, die zu viel Freizeit haben, oder sich schlicht dafür interessieren, ihre Kisten selbst bauen. Wenn die dann irgendwelche Baupläne hernehmen oder "amtliche" Boxen kopieren, dann grenzt das aber dann schon an Feigheit und Faulheit. Solche Kommentare wie "hast Du schon mal Box X oder Y aufgeschraubt" finde ich ganz schön erbärmlich. Entweder, es gefällt, was da raus kommt, oder nicht. Sich über die Entwickler oder die wirtschaftlichen Aspekte, die hinter einer Konstuktion stecken, hinweg zu setzen und dies halbfachwissend zu bewerten halte ich für überflüssig. Niemand wird schließlich zum Erwerb des einen oder anderen Systems gezwungen.

    Der "Fall" Ralf Limmer ist sicherlich für die Selbstbauszene ein sehr positiver, da er hierfür erstklassige Lösungen anbietet. Dabei sollte man aber nicht vergessen: Wenn der Mann sein Geld nicht hauptsächlich mit Auftragsleistungen für Firmen wie d&b, PSE, GAE, Electro-Voice usw. verdienen würde, dann wären seine Konstruktionen und Entwicklungen auch nicht so frei verfügbar. Diese stellen schließlich "Abfallprodukte" aus dieser Arbeit dar. Gut, sehr gut, aber eben "nur" Arbeitsstudien aus der Entwicklung anderer Systeme. Im Do-It-Yourself-Bereich bereichert er somit den Markt mit guten Lösungen die während seiner Arbeit an größeren Projekten entstanden sind, welche aber (meist) die Serienfertigung bei den jeweiligen Herstellern nicht erreicht haben. Der Selbstbaubereich bekommt somit sehr gut funktionierende Tools zur Verfügung gestellt, welche sich und Herrn Limmer selbst in der Branche (zu Recht) zu einem gutem Namen verholfen haben. Für Tüftler und Bastler bietet sich damit eine sinnvolle und interessante Spielwiese zum Selberbauen.

    Dies dann aber mit Produkten amtlicher Hersteller zu vergleichen ist schon etwas grotesk. Zumal dann gern Vergleiche mit ähnlich "teuren" Billigboxen gezogen werden, die dies, was Limmer-Boxen leisten schlicht nicht können. Da missachtet man stumpf, dass Firmen Produkte anbieten, welche der Markt fordert (ja, es gibt einen Markt für "Schrott") - oder beklagt, dass X oder Y "teuer" sei. Man verleiht sein Equipment, um damit Geld zu verdienen, und vergisst, dass die Kollegen, die Boxenbauen beruflich machen, das auch wollen und müssen.

    Meine Kunden sind Anwender. Die wollen das Material einfach nur entsprechend seiner Bestimmung verwenden. Sie müssen es sinnvoll verwenden können und es soll das leisten, was von ihm erwartet wird. Sie wollen geholfen haben, wenn dies nicht so ist. Was in den Kisten drin steckt, ist vollkommen uninteressant!

  • KLing & Freitag Ersatzlautsprecher

    • AlphaC
    • 13. April 2010 um 14:03

    Diese Idee würde ich gänzlich in den Papierkorb werfen. Einen so hochwertigen Markenlautsprecher "verbasteln"... ist totaler Unsinn. Gerade K&F ist dafür bekannt sehr komplexe Frequenzweichen zu bauen - diese sind genau auf die Treiber abgestimmt - jeder (wirklich jeder) andere als der dafür vorgesehene Lautsprecher führt zwangläufig zu einer Verschlechterung der Box. Und den Aufwand dort eine neue Weiche zu konstruieren... da kann man auch gleich eine andere Box nehmen. Also: Ist die Kiste Dir zu schwer, verkauf diese und beschaffe Dir eine leichtere!

  • D&B C7 Top

    • AlphaC
    • 13. April 2010 um 13:54

    ist ne weile her, aber ich glaube mich dunkel erinnern zu können, dass das ein RCF treiber ist. L15P...irgendwas. der L15P801 würde nahe liegen... könnte aber auch ein anderer sein. am besten - wie immer bei ersatzteilfragen - beim hersteller fragen.

  • Messe Highlights 2010

    • AlphaC
    • 28. März 2010 um 04:08

    e-on: hatt ich doch ganz gut geschätzt mit 220kg... da freut sich der Hand beim Stacking...

    Ich wollte mir dieses Jahr auch mal eine ganze Menge anhören - leider war das Wetter zwischendurch unbrauchbar geworden. Dennoch gehört und meine Eindrücke dazu:

    TW Vera: Grundsätzlich gute PA mit der jeder Arbeiten kann. Bei der abschließenden Vorführung mit den 21er Subs kam aber auch mir die Frage: "Was ist da jetzt daran, was man nicht mit 18ern auch machen hätte können?". Im direkten Vergleich mit dem danach gehörten Outline fehlten mir bei TW aber immernoch die Low-Mids. Trotz 12er Low-Mid-Extender....

    Outline Butterfly: Schauerlich hieran war die Präsentation! Wer sich diese ausgedacht hat, wollte wohl nicht verkaufen... Zum einen nur Mono-Arrays (was im direkten Vergleich mit Stereo-Setups immer frei von jeglicher Räumlichkeit ist). Zum zweiten eine schauerlich zu Mono-Summierte Demo-CD, die da ablief. Sowas kann man doch nicht machen! Das weiß jeder der ein Minimum an Studio-Erfahrung hat. So klang die Musik (nicht die PA!!) total verwaschen und breiig, - teilweise hörte man deutliches Phasing - ohne sich vom Fleck zu bewegen. Wenn man schon nur ein Mono-Setup präsentiert, dann sollte man die PA auch nur mit einem der zwei Stereo-Kanäle füttern... Die Bässe fand ich garnicht so übel. Lieferten einen durchaus beeindruckenden Kick - allerdings fehlte der Tieftonanteil anscheinend aufgrund einer nicht sonderlich gelungenen Cardio-Aufstellung der Bässe... Hätte man sich sparen können. Die Subs können sehr wohl auch tief spielen wenn man sie lässt... Insgesamt fiel es schwer das System richtig einzuschätzen. Man musste sich viel "hineinhören" (= Fehler der Präsentation aus dem gehörten "herausfiltern")

    Bei der Audio-Zenit Vorführung kurz vor Messe-Schluss glaube ich einige Forenkollegen wiedererkannt zu haben... ;) Das Hornsystem wie auch das kleine Neo hat mir sehr gut gefallen. Der kompakte 2x15er Hornsub entspricht schon sehr meinem Verständniss davon, wie Bass zu klingen hat. Respekt! Tolle Arbeit!

    Sehr beeindruckend auch - wie schon öfters hier erwähnt - das winzige KV2. Die Subs nicht ganz so flink wie der AZ, aber allemal erstklassig. Das Top... Fett! Auch wenn man fairerweise sagen muss, dass die Jungs von KV2 teilweise deutlich weiter aufgedreht haben, als AZ (und somit weiter als erlaubt...). Ich denke hier kann das AZ-System problemlos mithalten. Dennoch sehr überzeugende Vorführung.

  • Wie beschreibt/definiert man warmen Sound ???

    • AlphaC
    • 26. März 2010 um 11:14

    Für alle die des englischen einigermaßen mächtig sind hab ich hier ein recht interessantes Video zum Thema...:

    http://www.youtube.com/watch?v=BYTlN6wjcvQ

    Läuft fast eine Stunde... Aber für Neulinge und Interessierte ist da ne ganze Menge interessantes drin...

  • Erneut die 2- vs. 3-Wege Frage bei Tops...

    • AlphaC
    • 25. März 2010 um 12:36
    Zitat

    Warum bauen da die ganz großen – mayer, ks, fohhn, seeburg usw. usw. eigentlich nur 2-way Tops??

    Weil es am wirtschaftlichsten ist und einen akzeptierten Kompromiss darstellt. Weniger Wege = weniger Bauteile = weniger Entwicklungsaufwand = größere Gewinnspanne (bzw. niedrigerer, "konkurenzfähiger" Preis). Viel schlimmer finde ich hier allerdings, dass man nicht nur 2-Wege-Boxen baut, was man durchaus mit sehr gutem Ergebnis machen könnte, wenn man die Box spezialisiert für eine bestimmte Anwendung... Nein, der Markt scheint unbedingt Mufu's zu wollen.

    Je niedrigerer ein Topteil spielen muss, desto Low-Mid-tauglicher muss der Mittentöner sein. Dies bringt jedoch so "Nebeneffekte" wie reduzierten Wirkungsgrad und schlechtere Wiedergabe der oberen Mitten mit sich. Wie man eine 2-Wege-Box auslegt ist dann halt dem Entwickler überlassen: Fullrangiger mit weniger Wirkungsgrad und der Not einen größeren HT-Treiber verwenden zu müssen und die Trennfrequenz tiefer zu legen - oder als reines Top mit mehr Wirkungsgrad, mehr Brillianz und Auflösung in den Mids und Highs...

    Der technische Aufwand einer 3-Wege Box lohnt sich IMHO bei kleinen Systemen nicht. Die passiven Netzwerke werden enorm aufwändig, wenn man sie gescheit machen will. Dies kommt vor allem durch die tiefe Trennfrequenz des Low-Mid Chassis zu stande. Auch sind die Weichen-Bauteile dort dann enorm groß. Bessere und einfachere Ergebnisse erzielt man da meiner Meinung nach mit der "Lieber-zwei-kleine-statt-ein-großes-Chassis"-Methode...

    Im Großbeschallungsbereich allerdings, wo es auf ganz andere Sachen ankommt wie dezidiertes Abstimmen eines Arrays, Kontrolle des Abstrahlverhaltens, maximaler Wirkungsgrad, etc. Da macht 3-Wege (dann selbstverständlich aktiv) zweifelsohne Sinn.

  • Der PLS-2010-Threat

    • AlphaC
    • 19. März 2010 um 01:38

    Herrlicher Gag! :lol:

    Btw. da hab ich mir doch gleich mal den Taschenrechner geschnappt... Der eingebaute Amp soll 8500W Spitzenleistung bringen. Der angeblich gemessene Spitzenpegel soll 152dB in 1m betragen. Ergibt heruntergerechnet einen Kennschalldruck von 113dB bei 1W in 1m... Das entspricht einem Wirkungsgrad von 125,9%... Gute Nacht...

    (PS: Für alle die jetz gleich nach "Halfspace" schreien: Der Wirkungsgrad in % bezieht sich immer auf eine halbkugelförmige Abstrahlung! Ein Tieftonsystem wie dieses strahlt im Nutzband mangels physischer Abmessungen nie gerichtet genug ab, um eine derartige Wirkungsgrade von über 100% zu erzielen. Sowas schaffen nur Hochtöner welche mittels Horn den Raumwinkel verkleinern...)

  • Theoretische Frage zur Auswirkung der Länge bei Line Arrays

    • AlphaC
    • 7. März 2010 um 23:54

    Nicht selten habe ich das Gefühl, dass LAs nur deshalb als "besser klingend" empfunden werden, weil sie mit uralten Cluster-Systemen verglichen werden... Da hängt sich ein Verleiher, der Jahre lang mit dem Electro-Voice MT2-System herumgefahren ist, ein d&b Q daneben und findet ab sofort Line-Arrays "geil"... So ein Vergleich hinkt auf fünf Beinen...

    Man müsste fairerweise schon, wenn man ein nigelnagelneues LA probehört, auch ein nigelnagelneues (und entsprechend modernes) Clustersystem daneben hängen. Ich glaub da würde der "Vorsprung" der Line-Arrays flux in den Keller rutschen... Nur leider gibts seit einigen Jahren kaum noch Hersteller, welche ernsthaft moderne Clustersysteme entwickeln... Ist auch logisch. Ist nämlich aufwändig und teuer. Und heute "wollen ja alle sowieso nur noch Linearrays"...

  • Adamson Line Array bei Ebay

    • AlphaC
    • 3. März 2010 um 12:11

    allerdings wirklich "schön doof", wenn man mit so einem festpreis an den start geht. die ebay-auktionsgebühren sind ja vom startpreis abhängig und auch immer fällig, auch wenn der artikel nicht verkauft wird... wenn er dann verkauft wird kommt nochmal die ebay-provision drauf...

  • Frequenzgang von Kopfhörern in etwas größerer Entfernung

    • AlphaC
    • 25. Februar 2010 um 23:55

    Ein "offener" KH hat nix mit einem Helmholtzresonator gemein...

  • Wahl der Holzart für Basshorn!

    • AlphaC
    • 25. Februar 2010 um 00:30

    ...anbei möchte ich vor der Verwendung verschiedener Holzarten in einer Konstruktion warnen (ohne dies prinzipiell schlecht zu finden oder abzulehnen):

    Verschiedenes Holz quillt, dehnt/streckt sich auch unterschiedlich unter Einfluss von Temperatur und Feuchtigkeit! Dies sollte man beim Bau einer solchen Mischkonstruktion bedenken! Wär doch zu schade wenn die Kiste in der prallen Open-Air-Sonne stehend krächzend aus den Nähten geht, nur weil sich die verschiedenen Hölzer in der Box unterschiedlich ausdehnen. (Okay - die Kiste wird nicht sofort aus den Nähten gehen, aber die Klebestellen / Fugen werden hier zusätzlich belastet - und auf Dauer....)

  • 18 " Subwoofer welches Gehäuse?!

    • AlphaC
    • 24. Februar 2010 um 20:29

    Die "Reichweite" eines Subwoofers ist nahezu vollkommen unabhängig von seiner Bauweise (egal ob CB, BR, BP oder Horn oder sonstwas). Könnte bitte dieses Märchen mal einer in die Tonne tun? Ich habs gerade nich hier liegen...

    Die "Reichweite" ist einzig abhängig vom erzielbaren Maximalschalldruck der gesamten Boxen sowie u.U. von der Art der Anordnung (Punktquellen / Linienquellen). Den Wirkungsgradvorsprung von Hörnern kann man bei BR durch Menge (Anzahl Boxen) kompensieren und erreicht in der Folge die selbe "Reichweite"...!

  • Frequenzgang von Kopfhörern in etwas größerer Entfernung

    • AlphaC
    • 24. Februar 2010 um 20:20

    Käse. Mal nich alles durcheinanderwurschteln...

    "Druckkammer" beschreibt das ganze ziemlich korrekt! Ob der Kopfhörer "offene" oder "geschlossene" Bauweise hat ist hierbei sekundär. Sobald der Kopfhörer aufgesetzt wird entsteht im Zwischenraum zwischen Membran, Schaumstoffauflage und Ohr eine geschlossene "Druckkammer" (wenn man so will eine "geschlossene Lautsprecherbox" - nur dass hier der Hörende "in der Box" sitzt und nicht davor). Dadurch, dass die Kammer sehr klein ist, generiert die Membran (die dann im Verhältnis zum Kammervolumen ziemlich groß ist) schon erheblichen "Druck". Der Vergleich zu Auto und Kofferraum als "Druckkammer" geht in eine ähnliche Richtung... Wobei eigentlich der gesammte Innenraum des Autos schon eine Art Druckkammer darstellt (der Schall, welcher ja im Grunde nix anderes ist als "Luftüberdruckschwankungen", kann dort ja ebenfalls kaum entweichen).

    Sobald man den Hörer abnimmt hat man 1) einen akustischen Kurzschluss zwischen Innen- und Außenseite der Membran (bei "offenen" KH) und 2) geht der Druckkammereffekt flöten. 3) geht der Strahlungswiderstand einer so kleinen Membran im Freifeld gegen Null... folglich der Wirkungsgrad ebenfalls...

    Was das Thema "offener" und "geschlossener" KH angeht: Hier geht's um ganz andere Ziele. Ein "offener" KH lässt noch Schall von außen hinein. Der Druckkammereffekt ist schwächer. Dies trägt zu einem natürlicherem, detailreicheren, besser in die Umgebungsgeräusche eingebtettenen Klang bei. Oft wird auch die Stereoabbildung als besser ("offener") beschrieben. Nebenbei bringt ein "offener" KH noch so Vorteile mit sich wie Tragekomfort (Belüftung), besserere Komunikation mit Studiokollegen trotz aufgesetztem Hörer... ;)

    Ein geschlossener KH kann indes punkten wenn es um Arbeit in lauter Umgebung geht wie DJ-Monitoring, Schlagzeuger-"In-Ear" (wohl eher "On-Ear), FOH etc... Gleichenfalls im Studiobetrieb sinnvoll für Vokalisten, da somit das Übersprechen des Playbacks ins Mikrofon reduziert wird.

  • EAW KF740

    • AlphaC
    • 22. Februar 2010 um 21:02

    Die Directivity ist beeindruckend sauber, wenn man dem Datenblatt glauben kann. Allerdings braucht die Kiste allen Ernstes vier Amp-Kanäle zum Betrieb... Und wenn ich an die achtadrigen NL8-Kabel denke, die mindestens so dick sind wie ein 16A CEE-Kabel (in "amtlich" eher so dick wie 32A CEE)...

  • RCF 18P300 VS ND

    • AlphaC
    • 14. Februar 2010 um 17:04

    Laut RCF sind die beiden Modelle zu 99,99% identisch - nur halt dass der ND einen leichteren/kompakteren Magneten hat. RCF hat den ND auch explizit dafür entworfen, dass man ihn 1:1 gegen den Ferrit tauschen können soll, ohne einen hörbaren Unterschied erhält... Selbst ausprobiert hab ichs noch nicht - allerdings sind die Thiele/Small Parameter beider Chassis fast identisch, so dass man vorangenanntes vermuten darf... ;)

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