Hallo,
ich arbeite seit nun 13 Jahren im kirchlichen Bereich ehrenamtlich als Licht- und Tontechniker.
Jedoch muss ich leider sagen, dass aus meiner Erfahrung hier in der Umgebung viele der sogenannten professionellen Firmen, welche sich auf Kirchenbeschallung spezialisiert haben, alte Technik zu hohen Preisen verkaufen und der technische Stand 20 Jahre alt ist. Also ich finde dein Bestreben dich vorher zu informieren richtig und auch wichtig.
Aus meiner Erfahrung aus dieser Zeit kann ich Wora auch nur zustimmen. Einfache Bedienung ist das A und O. Übersichtlichkeit ist eine nicht zu unterschätzende Komponente.
Zu den einstellbaren Presets: vielen Küstern, Pfarrern und sonstigen Laien, welche die Anlagen in den Kirchen normalerweise bedienen, reicht oft eine Markierung mit Eddings für die Standarteinstellung. Das kostet nichts und einfach zu verstehen.
Da es eine nur zum Teil festinstallierte Anlage werden soll, sollte ein Fokus darauf gelegt werden, dass die Anlage nur von Leuten verändert werden kann, die Ahnung haben. Im Idealfall wird die Anlage von Profis eingemessen und das Lautsprechermanagementsystem sollte mit den dann eingestellten Delays, EQs, Phasenverschiebungen und so weiter mit Passwort und/oder Schloss gesichert werden und eine Sicherung von den Einstellungen erfolgen.
Ich weiß nicht recht, ich würde glaub ich einen festen Mixer für die Kirche einbauen, in dem man dann einfach das größere Pult einsteckt. Das hat halt den Vorteil, dass die Grund-Beschallung in der Kirche immer funktioniert.
In meiner Erfahrung machen Headsets mehr Ärger als sie wert sind, grade wenn sie von Laien oder sogar Kindern bedient werden sollen. Ich verwende für Krippenspiele und ähnliches ausschließlich Handsender. Die von dir im ersten Post genannten Mikros setzen wir auch ein und bisher habe ich mit diesem Equipment in Kirchen gute Erfahrungen gemacht. Auch die Kindergottesdienstkinder kommen damit schnell klar.
Für bestimmte Mikrofonstandorte wie Lesepult, Kanzel, Altar usw. sehe ich einen großen Vorteil in der Benutzung von Kabelmikros. Dabei hat man nicht die Problematik mit leeren Akkus oder Batterien und diese sind ja auch einiges Preiswerter. Mal ganz davon abgesehen, dass ja derzeit gefühlt ständig die Funkfrequenzen versteigert werden.
Wenn ihr die Funkmirkos Mobil haben wollt, dann baut alles fest in ein Case mit Akku-Ladegerät, Antennensplitter und Rackschublade mit Schaumstoffinlay. So habt ihr alles in einer Kiste dabei und man vergisst nicht zu viel. Wenn es besonders schnell zu verkabeln sein soll, könntet ihr in den jeweiligen Cases Multipin-Verbindungen benutzen. Aus Erfahrung kann ich euch sagen, dass 4 Funkstrecken samt Zubehör gut in ein 6 HE Case passt. Mehr finde ich persönlich unpraktisch, da schon dieses Case ziemlich schwer ist. Nehmt deshalb auch unbedingt eine Alu-Rackschublade. Für deine Lösung würde ich mich sehr interessieren.