Generell noch ein paar Anmerkungen zu den Effekten, vielleicht hilft es ja dem Ein oder Anderen. Ich hab nochmal einige Nächte mit Testen verbracht...natürlich nur zu Hause, aber mit den Einzelspuren vom letzten Gig meiner Kapelle. Testweise abgehört über Kopfhörer, Monitore und PA. Über PA ist dabei sehr interessant, weil da z.B. Kompression finde ich deutlich mehr auffällt und ich da teils schon wieder zurückgerudert bin, weil es merklich "zu platt" klang - auf den anderen Abhören hat man das nicht so wirklich wahr genommen.
Zu den FXen und der Durchsetzungsfähigkeit bei einer Rockband mit den normalen FX Slots 1-4 für Gesang. Generell hilft oft das Predelay hoch zu drehen. So ab 25ms wirds interessant, soll das Ding richtig nach Vorne gehen bin ich meist im Bereich 40-50ms. Kommt natürlich auch auf den Song und das Tempo an.
Dann ganz wichtig in den Experteneinstellungen der FXe auf der letzten Seite den Decay Level hochschrauben. Ab Werk ist der meist irgendwo bei -5 oder so, Einstellungen von -2 bis 0 schieben den FX auch nach Vorne.
Ebenso in den Experteneinstellungen LF Decay wenn Xover daneben bei 500Hz oder so angesetzt ist, einfach mal etwas höher drehen.
Oder auch auf der letzten Seite den Ref Level, wobei der auch wiederum mit Einstellungen auf der ersten Seite zusammenhängt.
Wenn das Alles nicht reicht, in den EQ gehen und um 500Hz um den Dreh was reinschieben (meist 2-3dB). Etwas Ähnliches geht auch in den Experteneinstellungen mit Colour Freq und Colour - hier nutze ich meist aber Bereiche ab 700Hz aufwärts.
Insgesamt wird der Hall dadurch natürlich erstmal lauter, setzt sich aber auch deutlich besser durch finde ich. Eventuell klingt er dafür nicht mehr so natürlich, was aber in dem Fall nicht stört (meine Meinung).
Für Drums, besonders Snare ist das ähnlich. Da nutze ich Plate Reverbs, überwiegend zwischen 10 und 25ms Predelay, danach teils einen sehr kurzen Decay von nur 0,7s - meist bin ich hier im Bereich 0,85 bis 1,25s unterwegs. Ebenfalls den Decay Level hochschrauben und am EQ je nach Snareklang eventuell bei 350 oder wie beim Gesang 500Hz um den Dreh was reinschieben. Höhen nach Bedarf anheben oder absenken.
Soweit bin ich nun gekommen und ich habe so das Gefühl FX-mäßig ist dann so langsam das Ende der Fahnenstange erreicht beim SQ. Am 18.12. steht wieder eine kleine Ufftata an, mal sehen wie sich die letzten Änderungen dann so machen. Wie gesagt, das gilt für Rock und auch für Metal was ich überwiegend mache. Für die nächste Folklore Session wären diese FX Einstellungen sicherlich zu viel des Guten.
Edit guma Das klang für mich eher so, als ob du da selbst gelegentlich an dem Pult die Fader schubst. Dazu kannst du doch Strippen einstecken und anschließend wieder einpacken?!