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Beiträge von mslr

  • Funny stuff

    • mslr
    • 2. Juni 2017 um 14:18
    Zitat von ZuLautHolger

    Volle Zustimmung zum Rest des Textes, allerdings benutzen wir zur dauerhaften Befestigung am Klett diese Technik:

    Klettband_Montage.PNG

    Genau so mache ich es auch. Trommel mag ich persönlich nicht so. Lösen lässt sich das wieder indem man den Klett gegen das Kabel dreht.

    Um das Klett-Gewurstel an der Stagebox zu vermeiden befestige ich das Klett gerne 'eine Schleifenlänge' vom Stecker entfernt. Dann habe ich auch das richtige Maß für die Schleifengröße beim Aufwickeln (vor allem auch willige Helfer). Zudem ist diese Entfernung meistens gut um eine Zugentlastung des Kabels z.B. bei einer Aktivbox zu realisieren. Einstecken und Klett dann am Stativ/Griff befestigen.

    Was ich gar nicht leiden kann ist das 'schlabberige' Binden des Kletts.X(

  • Computer und Funk...

    • mslr
    • 12. Mai 2017 um 10:20
    Zitat von Marian Humann

    Aber wie beschrieben, die Störung ist auch da, wenn die Bildschirme ausgeschaltet UND sogar vom Strom getrennt sind. Erst wenn ich die Kabel pysikalisch ausstecke, ist die Störung weg.

    Im Prinzip ist ein PC ein breitbandiger HF Erzeuger. Die Kunst ist, alles im Gehäuse zu halten. Ich würde tatsächlich mal nach der Erdung schauen. Auch im Gehäuse: Alle Schrauben mit Zahnscheiben niederohmig mit dem Gehäuse verbunden? Gehäuseöffnungen mit Blechen / metallischen Gittern verschlossen? Alle Bleche festgeschraubt? Wenn es eine eigene Graphikkarte ist: Slotblech richtig mit dem Gehäuse verbunden? Ist die Abschirmung des Kabels mit dem Schirm des Gehäuses verbunden? Einfach mal Steckergehäuse gegen PC-Gehäuse nachmessen.

    Wenn alles nicht hilft und es ein Gerät ist, das ihr so in dem Zustand vom Hersteller gekauft habt und nicht verändert habt: CE Kennzeichen anzweifeln. Rechtlich wäre der In-Verkehr-Bringer verpflichtet (euer Lieferant) die Funkstörungen im Betrieb unter einem Grenzwert zu halten. Werden die Grenzwerte nicht eingehalten ist das ein eindeutiger Mangel der zur Nachbesserung ggfs. zur Rückabwicklung des Kaufs berechtigt.

  • DPA 4066 Headset Kabelbruch (nicht d:fine!)

    • mslr
    • 8. Mai 2017 um 18:07

    Hallo,

    ab und an repariere ich die Kabel an Headsets. Ich meine, es war auch mal ein DPA4066 dabei. Beim DPA (bin jetzt da aber nicht mehr sicher) wird nicht Kupfer sondern irgendeine Stahllegierung wegen der besseren Zugfestigkeit verwendet, die sich fast nicht löten lässt. Oft ist eine Stahllitze zur Stabilisierung zusätzlich drin. Bei vielen Headsets sind die einzelnen Drähte der Litze lackiert und der Lack muss erst einmal weggekratzt oder mit dem Lötkolben wegge'bruzzelt' werden. Bei einem anderen HS habe ich mal Litzendraht für Litzendraht wieder miteinander verbunden. 2h Arbeit unter dem Mikroskop. Da war der Bruch direkt am Knickschutz des Metalls vom Mikrofonträger. Um den wieder darüber schieben zu können, durfte die reparierte Verbindung nicht dicker werden als das Kabel. Hat dann zwar wieder funktioniert aber Gala war's nicht. Für ein ungeplantes 'hast du mir mal noch ein Headset' reicht es aber.

    Meistens nehme ich dann transparenten Schrumpfschlauch um die reparierte Stelle zu sichern. Stabilisiert und fällt fast nicht auf weil die original Kabel-Farbe durchscheint, gerade bei hautfarbenen Kabeln gut. Das mach ich auch, wenn nur der Mantel beschädigt ist, das HS aber noch funktioniert.

    Tauschen geht meines Wissens nicht, höchsten abschneiden und wieder verlängern. Beim Verlängern löte ich den Plus- und Minus Leiter 1cm versetzt zusammen, dann trägt die Verbindungsstelle nicht so dick auf und ich muss sie auch nicht gegeneinander isolieren.

    Ist der Bruch am Stecker zum Sender kürze ich das Kabel. Dann nehme ich aber gleich den passenden Stecker für den Sender. Für MicroDot braucht man Spezialwerkzeug.

    Ich hoffe meine Erfahrung hilft dir weiter.

  • 4 Kanal Amp für Sub??? oder lieber zwei 2 Kanal Amps ???

    • mslr
    • 5. Mai 2017 um 09:23
    Zitat von TomyN

    Aber beim dynamischen Betrieb ergeben sich sicherlich Ströme, die zwischen den Lautsprechern 'pendeln'. Wenn ich mal Zeit habe (und es trocken ist, ich im Lager bin und drandenke) werde ich mal eine Messung machen. Es interessiert mich selbst, ob man einen Unterschied sehen kann.

    Da wäre es interessant nicht nur eine akustische Messung zu machen sondern einfach mal die Spannung jeder Box und die Ausgangsspannung des Verstärkers auf einem Oszilloskop parallel anzuschauen. Gerne auch noch den Strom zwischen den Boxen. Wäre dann halt ein 4-Kanal Speicheroszilloskop um z.B. einen Base-Drum Schlag anzuschauen. Dann müsste man das Pendeln der Energie zwischen den Boxen sehen - und auch den Effekt, wenn jede Box eine andere akustische Impedanz 'sieht' oder auch was passiert wenn es 2 verschiedene Boxen sind.

  • Chor und Band

    • mslr
    • 2. Mai 2017 um 17:00

    Vielen Dank für den Bericht. Wirklich pragmatisch-praktisch-gut. Und auch Budget-freundlich.

  • 4 Kanal Amp für Sub??? oder lieber zwei 2 Kanal Amps ???

    • mslr
    • 2. Mai 2017 um 16:55
    Zitat von billbo

    Die Senseleitung kann am Widerstand desLS- Kabels nichts ändern, sondern lediglich die Endstufe dazuüberreden, dessen ungünstiger Wirkung mittels Verbrauch vonzusätzlicher Leistung aktiv entgegenzuarbeiten. Und diese Wirkungfällt bei niedriger Impedanz des Verbrauchers stärker ins Gewichtals bei hoher Impedanz.

    Klar, den Widerstand kann sie nicht ändern sondern nur kompensieren. Aber zurück zum Gedankenmodell: Hat die 'ideal' realisierte Sense-Leitung nicht einen nahezu unendlich hohen Dämpfungsfaktor der Endstufe zur Folge und könnte sogar den Innenwiderstand der Endstufentransistoren kompensieren weil sie letztlich dafür sorgt, dass die Spannung am Lautsprecher immer dem gewünschten Wert entspricht? Egal, welche Gegen-EMK der Lautsprecher erzeugt?

    Abgesehen vom schlechteren Gesamtwirkungsgrad durch die verbratene Leistung in der Zuleitung und der Endstufe. Es ist doch dann vom Ergebnis am Lautsprecher egal ob 4/8/16 Ohm? Dem setzt doch letztlich nur die Fähigkeit der Endstufe hohe Ströme zu liefern, die Verlustleistung und die maximal verfügbare Spannung der Endstufe eine Grenze.

  • 4 Kanal Amp für Sub??? oder lieber zwei 2 Kanal Amps ???

    • mslr
    • 2. Mai 2017 um 13:48
    Zitat von billbo

    Antwort: richtig – die 16OhmReihenschaltungsvariante. Und zwar genau so lange, wie ich denQuerschnitt des Lautsprecherkabels für den 4Ohm Betrieb nichtebenfalls durch Umschalten (oder indem ich z.B. 4 LS- Kabel parallelverwende) vervierfachen kann

    So lange man keine Sense-Leitungen verwendet und der Verstärker noch nicht an seine Spannungsgrenzen (Railspannungen) stößt.

  • 4 Kanal Amp für Sub??? oder lieber zwei 2 Kanal Amps ???

    • mslr
    • 2. Mai 2017 um 13:44

    Ohne jetzt der Praxisspezialist zu sein, mehr vom theoretischen Standpunkt:

    Ich glaube, dass es 'exakt identisch' bei Lautsprechern in den seltensten Fällen gibt. Schon leichte Unterschiede (Alter, Aufstellung) könnten bei schwingenden Systemen zu nahezu chaotischem Verhalten führen.

    Um mir das deutlich zu machen suche ich für mich immer nach einem anschaulichen Beispiel.

    Ich habe für die Reihenschaltung / Parallelschaltung folgendes vereinfachte Bild:

    Paralleschaltung:

    Antrieb ----Dämpfung-----Masse1 -----Feder1----Befestigung

    !----Dämpfung-----Masse2------Feder2----!

    Reihenschaltung

    Antrieb--Dämpfung--Masse1--Feder1----Masse2--Feder2--Befestigung

    Die Masse ist der Lautsprecher mit seiner federnden Aufhängung, der Antrieb der Verstärker mit seiner Dämpfung (Ankopplung). Das ist jetzt sehr vereinfacht rein mechanisch gedacht, die Realität ist noch komplexer.

    Jede Feder-Masse-Kombination (Lautsprecher) kann in ihrer eigenen Frequenz schwingen. Sind Federn und Massen überall exakt gleich macht es keinen Unterschied. Weichen sie aber leicht voneinander ab, stellen sich schnell chaotische Verhältnisse ein, die Lautsprechermembranen schwingen nicht mehr synchron, es klingt 'matschig'.

    Die Eigenfrequenz von Basslautsprechern liegt häufig in der Region, in der sie auch Schall abgeben sollen. Deshalb ist dieser Effekt dort besonders relevant.

    Vereinfacht gesprochen: Bei Parallelschaltung beeinflussen sich die 2 Lautsprecher (fast) nicht, bei Reihenschaltung kann jeder Lautsprecher den anderen umfänglich beeinflussen.

    Noch ein Aspekt: Im Extremfall pendelt die im System steckende Energie zwischen den beiden Lautsprechern hin und her. Das könnte zu doppelten Amplituden eines Lautsprechers führen und damit zur Zerstörung bei hohen Pegeln.

    Die Anfängerregel von LechnerTom hat schon ihre Berechtigung.

  • Analog vs. Digital - 2017er Edition - der Focus liegt auf fachfremdes Personal ;)

    • mslr
    • 24. April 2017 um 08:00

    Es sind halt zwei verschiedene, aber leider nich ganz unabhängige Themen: Mischen und Mischpult bedienen. Beim Mischen haben musikalische Menschen Vorteile, die Hören können und das, was sie hören, auch einordnen können. Beim Bedienen eines Mischpults haben technikaffine Menschen Vorteile (manchmal auch als 'Nerds' bezeichnet).

    Glücklicherweise gibt es beide 'Menschentypen' in einer sympathischen Kombination, die trifft man gehäuft hier im Forum.

  • Analog vs. Digital - 2017er Edition - der Focus liegt auf fachfremdes Personal ;)

    • mslr
    • 23. April 2017 um 12:31

    Also ich finde dass Laie nicht gleich Laie ist. Als Verantwortlicher für die Technik einer Kirchengemeinde gibt es Laien, denen kann ich den Fader zeigen wo es lauter oder leiser wird, mehr überfordert. Andere, z.B Digital Native Konfirmanden, die auch ein Instrument spielen, genügt eine kurze Einweisung. Bei denen ist es sogar eher egal ob analog oder App basiert.

    Der Vergleich mit dem Autofahren gefällt mir und trifft es gut. Im Prinzip muss ich den Signalfluss im Kopf haben um die richtige Aktion zur erwünschten Wirkung zu machen. Wenn ich 20 Jahre Auto gefahren bin, denke ich nicht mehr über die Zusammenhänge nach sondern bediene intuitiv. Als Fahranfänger muss ich immer erst denken dann kann ich handeln - weil das User Interface ungewohnt ist. Jemand mit 10 Jahren Smartphone Erfahrung denkt nicht mehr über das User Interface nach sondern kann sich aufs Mischen konzentrieren. Viele Knöpfe verwirren sogar eher.

    Am Ende des Lernprozesses muss ich aber den Zusammenhang Aktion-Wirkung im Kontext des Signalflusses kennen. (Also das Autofahren bzw. Mischen). Und den lerne ich am Besten mit dem mir vertrauten User Interface. Ich muss also nicht zwei Dinge gleichzeitig lernen. Die Beobachtung von Karel Noon teile ich schon.

  • Optimale technische Grundausstattung eines Gemeindehauses für flexible Nutzung

    • mslr
    • 1. April 2017 um 08:22

    Also nein, ich weiß nicht alles. Ich komme nicht in verschiedenen Häusern herum und kann nicht sagen ob das, was ich mir theoretisch überlege (bin Physiker), auch in der Praxis funktioniert. Ich schätze die geballte Erfahrung der Praktiker hier im Forum und die Bereitschaft diese zu teilen. Die Frage bezog sich weniger auf das Material sondern eher darauf welches Kabel bzw. welcher Anschluss wo verfügbar sein sollte und wie man die Nutzung durch Ehrenamtliche optimal ermöglicht.

  • Audionetzwerke 2017

    • mslr
    • 31. März 2017 um 12:37

    Super Idee!

    Gerne auch mit Themen zur Koexistenz von Protokollen

    - vLan

    - Tunneln von MIDI oder anderen seriellen Protokollen

    - Praxis mit Strategien zur Fehlersuche

  • Optimale technische Grundausstattung eines Gemeindehauses für flexible Nutzung

    • mslr
    • 31. März 2017 um 12:28

    Also dieser Vorschlag mit 2,5qmm kam vom Elektriker selbst. Er ist eigentlich schon ein Praktiker und kennt die Themen wie 'einfach mal 3-4 Waffeleisen an einer Steckdose'. Besser die externe Steckdose qualmt dann als das Kabel in der Wand... 16A über 2-3h an langen 1,5qmm sollte man nicht machen - kenne jetzt die Normen nicht auswendig, meine mich aber erinnern zu können dass da nach so 10-20m Kabellänge wegen dem Spannungsabfall Schluss ist. Da gab es doch mal eine Diskussion Strom am FOH nur mit 2,5qmm? Ich will da auch keine Kompromisse eingehen weil der Sanierungsgrund ein elektrischer Schmorbrand war...

    Bei ehrenamtlich Mitwirkenden (aber auch bei lässigen 'Profis') ist mir die Robustheit im Haus wichtig um nicht daneben stehen zu müssen.

    Gerade auf diese Robustheit und die Umsetzung in der gelebten Praxis kommt es mir bei meiner Fragestellung an.

    Freue mich da immer über Tipps die auch beim DAU einfach funktionieren. -> wäre doch mal ein nettes Thema für einen eigenen Sammelthread?

    daniel wilhelm: mit einer tiefen Dose ist das Verkabeln deutlich einfacher. Ich kann bei 2,5qmm mit längeren Kabeln arbeiten. ansonsten totale Zustimmung, ist eine erbärmliche Frickelei.

    TomyN: Hinsichtlich Markenglauben hast du im Prinzip recht wenn du von Neuanschaffungen ausgehst. Wir nutzen aber gerne gebrauchtes 'amtliches' Material und warten es selbst. Als Front hängt z.B. eine d&b E9 mit P1200A. Für Künstler ein 'no brainer' und ein Yamaha Pult kennt auch jeder.

  • Optimale technische Grundausstattung eines Gemeindehauses für flexible Nutzung

    • mslr
    • 29. März 2017 um 20:17

    Merci erst einmal für die Anregungen.

    audiobo: Ja, so habe ich es vor. Nach außen klare Beschriftung und eindeutige Farben. Auch wenn die Zuleitung CAT ist, zugänglich ist dann nur der DMX Stecker.

    Grossmembran: Ja, so habe ich es konzipiert, Cat einfach mal zwei.

    skyper: Danke für das Feedback dass sich das Konzept bewährt hat. Du könntest in dein Lieferprogramm noch Adapter aufnehmen, die in eine Schalterdose passen. Also Auflegestecker wie in einem Patchfeld auf Neutrik, die ich in die D-Löcher der Schalterhersteller schrauben kann. Werde da vermutlich selbst was basteln. Ideen? Irgendwas, das z.B. eine CAT in 3-4 nebeneinanderliegende Schalterdosen verteilt oder das ich sozusagen Auf die Netzwerkdose aufsetzen kann?

    Da die Wege zur Zentrale auch über Etagen recht kurz sind (max 30m) und es nur 2 Etagen sind wird es vermutlich bei der Zentralen Lösung bleiben. Ich finde keine vernünftige Stelle, an die ich eine Unterverteilung montieren kann.

    An Beamer/TV kommt immer neben 2x CAT auch HD-SDI. Zumindest hinsichlich Beamer muss ich mal über das Leerrohr nachdenken. Die Decke scheint aber Nachinstallationen zuzulassen.

    Alle Steckdosen sind abschaltbar, es wird einige farblich gekennzeichnete Steckdosen mit Dauerstrom geben. Der Elektriker schleift 5x2,5 durch und hat 2 geschaltete Phasen und eine Phase mit Dauerstrom. So kann bei Nutzungsänderung eine Dauerstromsteckdose mal schnell dazu oder entfernt werden.

    Kabelrinne ist im Blick, Drehstrom an neuralgischen Punkten auch. Gehörlosenanlage ebenso, genauso wie Catering. Beleuchtung an Säulen bzw. Türen ist ein guter Tipp.

    Wie seht ihr einen Zentralen Ausschalter für Licht und Steckdosen? Jeder Raum für sich oder pro Etage/Gebäude?

  • Optimale technische Grundausstattung eines Gemeindehauses für flexible Nutzung

    • mslr
    • 29. März 2017 um 10:45

    Da viele hier im Forum in verschiedenen Häusern tätig sind bzw. überall herumkommen von mir mal die Frage in die Runde:

    Wie würdet ihr in heute technisch ein Gebäude ausstatten, in dem verschiedenste Veranstaltungen unterschiedlichster Art stattfinden und durch ehrenamtliche Mitarbeiter betreut wird.

    Kurz als Background:

    Es handelt sich um ein Gemeindehaus einer Kirche in dem jede Woche so 500-1000 Menschen an Veranstaltungen teilnehmen. Von Jugend und Kindergruppen bis zur Seniorenarbeit. Von Kleinkunst und Vorträgen bis zu Konzerten (max. 300 Personen). Also kurzum - so alles was man sich vorstellen kann. Es gibt ein festes Team von ehrenamtlichen MA, die in der Technik fit sind und auch mal ein Konzert/Veranstaltung managen können. Aber so 90% der Veranstaltungen werden durch eingewiesene Laien ohne tieferes technisches Verständnis betreut. Vor einiger Zeit hatten wir einen Schwelbrand und jetzt wird alles neu aufgebaut. Zur Zeit ist das Gebäude entkernt und wird mit einem Erschließungsbau (neues Treppenhaus, Fahrstuhl usw.) ergänzt. Hinsichtlich der Vorgaben möchten wir uns an die Veranstaltungsrichtlinie halten obwohl wir formal 'noch' nicht darunterfallen, die Gespräche und Abstimmungen dahingehend sind mit den Behörden/Feuerwehr usw. erfolgt und alles genehmigt.

    Die Gebäudetechnik wird komplett neu installiert und aktuell optimieren wir das Konzept.

    Zum Konzept:

    Wir setzen ausschließlich hochwertige Komponenten ein, dafür sehr gerne gebraucht. Yamaha, d&b, Sennheiser usw.

    Statt verschiedenster spezifischer Verkabelung setzen wir ausschließlich auf Netzwerkkabel über das wir Video, Ton (Dante) , DMX, IP-Netzwerk usw. über ein zentrales Patchfeld verteilen.

    Lautsprecher sind passiv, Verstärker für die fest installierten Lautsprecher sitzen im Technikraum. Jeder Raum wird über das zentrale Patchfeld an sinnvollen verschiedenen Stellen durch Netzwerkkabel erschlossen.

    Über die Netzwerkkabel führen wir auch mal direkt Mikrofone bzw. Videosignale über entsprechende (fest verbaubare) Adapter. Bei größeren Veranstaltungen wird das Mischpultrack aufgebaut und passend integriert bzw. eine richtige PA aufgebaut. Für Multicores / Leitungen im Saal ist ein geschützter 'Kanal' vorgesehen um es vom Publikum fern zu halten.

    Die sonstige Haustechnik läuft über KNX/Dali.

    Meine Frage zielt hauptsächlich auf die Nutzung der Netzwerkkabel als Analog/Digitalkabel.

    Würdet ihr das so machen oder doch noch Spezialkabel verwenden? Vorgabe ist die flexible Nutzung der Räume um sie auch mal ganz anders nutzen zu können ohne wieder Wände aufstemmen zu müssen um Kabel zu verlegen. UND natürlich ein sparsames Nutzen des Budgets. Dass die meisten 'Gewerke' bei entsprechendem Invest heute über IP laufen ist klar. Der Weg steht uns ja immer offen.

    Über Erfahrungen / Vorschläge würde ich mich freuen.

  • HA Remote Control einer LS9 durch eine zweite LS9

    • mslr
    • 17. März 2017 um 10:36
    Zitat von audiobo

    Hmmm... Basteltrieb? Keine Lust die Investition von damals in den Wind zu schiessen (der Gebrauchtmarkt ist scheinbar voll mit LS9, die keiner haben will)? Häufige Eigenanwendung bei der keine Ridertauglichkeit gefragt ist und kein Budget für neue Pulte (z.B. Vereintätigkeit)?

    Ich weiss, das ist alles nicht besonders "Pro" - aber ich habe z.B. so angefangen, liebe es noch heute mich zwischendurch in die Bastelstube zu setzen und habe auf dem Job oft den Eindruck flexibler und teilweise lösungsorientierter an unkonventionelle Aufgaben herangehen zu können als einige Kollegen die sich nur über grosse Pulte, das neueste dicke Linearray, die besten Preamps und was alles so gar nicht geht, wenn sie nicht aus dem Vollen schöpfen dürfen, unterhalten können.

    Siehe auch das Thema NF über CAT5 - die einen maulen rum, das ginge gar nicht, andere verdienen damit Geld und wieder andere freuen sich über kostengünstige und bei pfleglicher Anwendung hinreichend zuverlässige Minimulticores.

    So what? Jedem das Seine... ?

    So isses, Nagel auf den Kopf getroffen. Bei mir ist es aber Hobby.

    Und ja - auf meinem Basteltisch liegen gerade 2 Neutrik NE8FF und 2 Leergehäuse aus denen ich gerade je 2 Männliche und 2 Weibliche Adapter Ethercon auf 4xXLR bastle. Dem Forum - und dir - sei dank. Pro muss nicht immer Professionell bedeuten, kann auch die Abkürzung von Problemlos sein.

  • HA Remote Control einer LS9 durch eine zweite LS9

    • mslr
    • 17. März 2017 um 10:26

    audiobo: Das sehe ich genauso. Wenn ich selbst am FOH sitze, dann nehme ich den Studiomanager für Gain und Phantomspeisung und patche die DirectOut der Stage-LS9 über Dante auf die zweite Ebene der FOH-LS9. Komplexität ist genau das richtige Stichwort.

    Meinst du, dass ich mit dem DME-Netzwerktreiber beide Pulte über Midi mit einem Zusatzprogramm auf dem Rechner verknüpfen könnte?

  • HA Remote Control einer LS9 durch eine zweite LS9

    • mslr
    • 17. März 2017 um 10:11

    Hallo ThoSchu,

    berechtigte Frage. Warum kein geeignetes (so interpretiere ich 'gedingtestes' mal) Pult benutzt wird liegt einfach daran, dass dieses Material da ist.

    Und ja - manchmal habe ich mit meinen 50 Jahren (und 35 Jahren Erfahrung in Tontechnik) auch einfach nur Spaß an sinnfreien (bzw. hypothetisch sinnvollen) technischen Lösungen und Spielereien.

    Einfach als Background: Ich betreue ehrenamtlich die Tontechnik der örtlichen Kirchengemeinde (bin dort auch einer der Kirchenältesten). Beide LS9-16 habe ich als Total (wasser) schaden privat gekauft und wieder fit gemacht und stelle sie für Jugendveranstaltungen gerne zur Verfügung. In der Kirche liegt nur ein 16/8 Multicore von der Empore nach vorne, inzwischen aber auch 4 Netzwerkleitungen. 16 Kanäle reichen häufig aus, aber leider nicht immer.

    LowBudget und 'ich bräuchte noch mal schnell' geht sinnvoll nur mit vorhandenem Material. Deshalb der etwas 'verquerte' Ansatz eine LS9 als Stagebox zu nehmen wenn's mal kurzfristig wieder etwas mehr sein soll. Bei langfristiger Planung mieten wir dann schon mal zu.

    Eine QL5 und eine RIO steht schon auf der Wunschliste. Im Moment ist in der Kirche noch ein 01V96 das Arbeitstier und wartet auf sein Gnadenbrot als Mischpult im Gemeindehaus.


    Ach ja: Falls jemand eine gebrauchte QL günstig abgeben möchte - dann freue ich mich über eine PN - gerne auch als Totalschaden nach einem Wassereinbruch ;)

  • HA Remote Control einer LS9 durch eine zweite LS9

    • mslr
    • 16. März 2017 um 22:47

    Ok, danke,für die Info. Muss ich mal beim LS9 testen. Vielleicht kann man ja die Inputs der Stage LS9 auf 17-32 patchen und mit den Reglern der FOH LS9 dann per Midi steuern, auch wenn die Gains auf der 2. Ebene ausgeblendet sind - wäre cool.

  • HA Remote Control einer LS9 durch eine zweite LS9

    • mslr
    • 16. März 2017 um 18:25

    audiobo: Ja, du hast recht. Wenn ich es einfach will, dann brauche ich die Dummies.

    Wenn ich mal Zeit habe, dann analysiere ich da HA Protokoll mit einem Sniffer. Es sollte dann kein Problem mit einem kleinen Arduino oder so dem LS9 vorzugaukeln, dass am RS-422 der Dante Karte ein (oder zwei) AD8-HR hängt. Das würde die HA-Steuerung auch für die Kanäle 17-32 freischalten. Die Daten muss ich dann per MIDI Erweiterung des Arduino an die Stage-LS9 weiterreichen. Sollte gehen, braucht aber mal ein ruhiges Wochenende. Falls jemand die HA Spec zur Hand hat würde das helfen....

    djvomght: Ja, ist so einfach. Das geht aber nur mit 2 Cobranet Karten. Bei den Dante Karten wird nur das HA-Protokoll getunnelt, nicht Midi, hatte ich mal bei Yamaha nachgefragt. Außer das wäre in letzter Zeit erweitert worden.

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