Vielen Dank überhaupt an diesen sehr informativen Austausch!!! Endlich mal Leute die an einem freien Sonntag trotzdem über Sound sprechen. Sehr cool!!
Beiträge von chrischris
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Du wirfst da sehr viel in einen Topf (andere Band, anderer Mischer, subjektives Lautstärkeempfinden), dadurch, dass du immer von "dem Amp" sprichst, vermute ich mal eine recht kleine Veranstaltung - was machst da der Bühnensound noch aus? Schon das richtig Timing/Zusammenspiel der Band kann da einen ziemlichen Unterschied ausmachen.
Meine Vermutung ist, dass du eher versuchst einen druckvollen Sound mit vielen/tiefen Bassanteilen zu produzieren (das geht bei vielen oft Hand-in-Hand bei dem Wunsch einen "modernen" Sound zu kreieren), da sind dem Ganzen sehr schnell Grenzen gesetzt.
Zusammenhang:
Bei einer Halbierung der Frequenz muss die bewegte Luftmenge (also bei identischem Lautsprecher der Hub) vervierfacht werden. 4facher Hub entspricht (verluste etc. mal weggelassen) der 4fachen Spannung, die Leistung dazu steigt quadratisch, also...
1/2 Frequenz = 16fache Leistung
Und da ist die geringere Empfindlichkeit des Gehörs für tiefere Töne noch nicht eingerechnet
Geht es nur um den Basspegel, dann gilt:
Doppelte Lautstärke (+6dB) = 4fache Leistung
U.U. nutzt der andere Kollege/die andere Band ja den Residualeffekt besser aus - Obertöne, durch die das Gehör psychoakustisch die leisen Bassfrequenzen rekonstruiert.
Aber der tiefe Druck in der Magengegend kommt dadurch natürlich nicht zustande.
Sehr interessant!!! Ja ich beschäftige mich auch sehr mit der Psychoakustik. Sehr interessantes Thema!!!
Ja den Residualeffekt ist einer meiner liebsten…. Apropos…. Kurz offtopic: wie bekommst Du/Ihr den kick, also im Bezug auf den Residualeffekt, bei der Bassdrum hin?? Was benutzt Du/Ihr dafür? Auch ein sehr spannendes Thema!!
Mein ursprüngliches Thema war ja einfach ob Kompressoren eine Mehrbeanspruchung des Amps zur folge haben.
Ich denke, wie schon gesagt, das die Impulse im Bassbereich die Antwort ist, die ich brauchte.
Ich finde die ganzen Vorschläge aber sehr interessant!!!
Gibt es hier mehr in Richtung Psychoakustig??
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Nein, nicht zwangsläufig. An der Stelle hilft keine Pauschalantwort, nur das genaue Betrachten des spezifischen Mixverhältnisses.
Aber ganz ehrlich: Wenn dein Amp deswegen die Segel streckt hast du eh den falschen Amp.
Auch das kann nicht pauschal beantwortet werden. Man unterscheidet grob zwischen RMS- und Peak-Leistung.
In den Verstärkertests von Anselm Goertz findet man viele interessante Messdiagramme mit u.a. Sinusburst unterschiedlicher Frequenz und Länge.
Wenn es da eine für alle Amps gültige Pauschalaussage gäbe, wäre das wohl kaum notwendig.
Genau das ist ja der Grund warum ich mir diese Frage gestellt habe. Wenn der Amp die Segel streicht.
Sehr schön ausgedrückt übrigens
.Ich hatte vor zwei Tagen mit der Aussage einer Technikfirma, mal wieder zu kämpfen, das sie mit dieser Anlage mit einem DJ die gleiche Fläche, die ich mit einer Band beschallen sollte, nie Probleme hatten.
Gestern war ich nochmal kurz da.
Ventilator vergessen.
Es spielte eine andere Band. Man hat alles schön gehört, aber dieser kompakte komprimierte Sound war nicht vorhanden. Was ja nicht schlimm ist.
Die Lautstärke vor der Bühne war ungefähr die gleiche. Aber der besagte Amp der am Vortag bei mir fast die Segel gestrichen hätte, war entspannter am arbeiten.
Ich bin viel mit unterschiedlichen Bands in immer wechselnden Venues.
Ich will damit sagen, ich kann es absolut einschätzen, aber nie auf der Technischen Ebene erklären, warum es so ist.
Bin übrigens auch schlecht im schriftlichen erklären.
Ich denke, das ich verstanden habe, was ihr mir erklärt habt bzw versucht habt zu erklären😅.
Werde mir die Verstärkertests auf jeden Fall mal anschauen. Vielen Dank dafür!!
Falls ihr noch informative links rund um dieses Thema habt, wäre ich sehr dankbar.
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Oh sehr schöne Antworten…. Ich denke der Bass ist das entscheidende. Also das mit Leq usw ist mir bewusst.
Also das Komprimieren von Signalen, hat zur Folge, das ich auch die „Energie intensiven“ tiefen Frequenzen „gebündelt“ an den Amp schicke.
Das wiederum verlangt, impuls ist denke ich hier das Stichwort, mehr Leistung vom Amp ab…?!
Richtig???

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Ja.
Hast du eine kurze technische Erklärung für mich? Vielen Dank
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Ok…. Ich habe wahrscheinlich einen Denkfehler… und ich glaube, dass ich die Frage wahrscheinlich falsch gestellt habe.
Oder ich habe einfach einen Knoten im Kopf.
Wenn meine Pegelanzeige bei LR Out (vom Pult) zum Amp z.b 0dB anzeigt, ist es völlig egal was ich da raus schicke?
Also egal ob ich 10 Sinustöne oder 10 signale von einem z.b Schlagzeug, die nochmals parallel komprimiert werden usw.?
Also es kommt einfach nur auf die Ausgangsspannung an?
Vielen Dank schonmal für eure Geduld 😅
Kommt darauf an, was du mit Arbeit meinst.
In Variante A wird ein größerer Verstärker gebraucht, damit die Peaks sauber durch kommen.
Bei B kann er etwas kleiner sein, da viel schon glatt gebügelt.
Aber das was sie an Arbeit verrichten müssen ist das gleiche, einmal halt mit vielen spitzen, einmal mit einem eher gleichförmigeren Signal.
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Moin!
Gleich zur frage… wie wirkt sich Kompression im live mix auf die Endstufenleistung aus?
Szenario 1: Rockband komplett unkomprimiert an einer fiktiven Position gemessen= 99db
Szenario 2 : Gleiche Band, voll Komprimiert. ( also parallel comp+ Drum Bus und auf jedem Eingangssignal Kompressoren usw) gleiche Messposition mit 99db.
Hat der Amp in beiden Situationen die gleiche Arbeit?
Gruß Chris ✌️