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  2. LoboMixX

Beiträge von LoboMixX

  • Abmischen Polka ??

    • LoboMixX
    • 10. Juni 2015 um 01:57

    Akustische Bässe koppeln auch gerne über (hölzerne) Bühnenböden und via Monitor rück. Ein Grund mehr, da unten herum ggf. kräftig zu dämpfen.
    Auch wenn Geige und Banjo sich in diesem Genre vorwiegend im mittleren Frequenzbereich aufhalten, können dennoch je nach Spielweise und klanglicher Vorstellung der Spieler kräftige Höhenanteile (Obertonspektren) vorhanden sein, die für "Attack" und Brillanz sorgen. Dann muss man aufpassen, daß man weder in Richtung "dumpf" oder "schrill" filtert. Schön finde ich, wenn es klar und luftig klingt mit gutem Durchsetzungsvermögen.

    Gruß, Jürgen

  • "Unfuckingmessbar! Aber verflixt hörbar..."

    • LoboMixX
    • 2. April 2015 um 23:32

    Da bei Audio-Kabeln in der Praxis der relevanteste Wert der kapazitive Belag darstellt (die Kapazität, die sich durch die Isolierung der beiden Signal führenden Adern ergibt) und als zweiter Wert der Ohmsche Widerstand über die Kabellänge, könnte sich ein in diesen Hinsichten (sehr) schlechtes Kabel wie ein Tiefpass-Filter verhalten, wobei dazu auch im ungünstigsten Fall schon sehr große Kabellängen erforderlich sind (so ab 100m). (Die Schirmung lasse ich bei der Betrachtung mal außen vor, da sie ja gegen Stör-Einstreuungen von außen abschirmt und über sie das Signal selber nicht läuft.)
    Im Worst-Case wäre also eher mit einer Dämpfung der Höhen zu rechnen und nicht mit einer Anhebung, wobei bei den fraglichen Längen von 2-3m jeder billige Klingeldraht in der Lage sein sollte, ein Line- oder sogar auch ein Mikrofonsignal unbeeinflusst zu übertragen (wie gesagt, wenn es keine Störquellen von außen gibt).

    Wenn ein Kabel tatsächlich in der Lage sein sollte, die Höhen anzuheben, was es als passives Bauteil nicht kann, so muss es an irgendeiner Stelle (z.B. im Stecker) einen passiven Hochpassfilter geben, der den unteren Frequenzbereich dämpft. Dann wären in der Tat die Höhen wahrnehmbar lauter und der Hörer hätte dadurch den Eindruck von (minimal) mehr Brillanz bzw. mehr "Luftigkeit". Messen ließe sich dieser Effekt dann natürlich auch.
    Ein solches Kabel sollte aber ehrlicherweise nicht als ein Kabel verkauft werden sondern als ein "EQ-Kabel" oder so und ich würde es aufgrund dieser Eigenschaft als ein nicht neutrales, sondern manipulatives Kabel als für professionelle Zwecke vollkommen unbrauchbar bezeichnen. Für so etwas gibt es schließlich den "echten" EQ im Mixer, in der DAW etc., bei dem ich diesen Effekt auch steuern und kontrollieren kann wie es sich gehört.

    Gruß, Jürgen

  • Empfehlung - HDMI->DVI Kabel

    • LoboMixX
    • 31. März 2015 um 10:39
    Zitat von "niggles"

    ... Die Stecker mit den roten Böppeln (gabs auch schon zu VGA-Zeiten :evil: ) sind der
    pure Hass wenn du unter Zeitdruck und beengten Platzverhältnissen täglich dutzende davon an- und abschrauben musst. Die HDMI-Stecker sind schlicht zu dick um sauber gerade in die Buchsen von dünnen LED-LCDs rein zu passen; bei Gefen und DVIGear sind die auch nicht gerade schlank aber eher breit und flach als ringsum klotzig. Und die Leitungsqualität wird immer dann zum Problem wenn es weg vom Standardanwendungsfall dicker Rechner-> Consumerbildschirm geht. Einen Macbook Air über so eine Strippe an einen FLM20 zu hängen führt zu *ähm* "interessanten" Ergebnissen...

    Also mit der Signalqualität hatte ich nie Probleme, und ich schaue da wirklich sehr kritisch hin, zumal ich auch der Fotograf und Bearbeiter der Bilder bin, die ich bei meinen Musik+Bilder-Projekten zeige (Player entweder WDTV-Mediaplayer oder Lenovo Notebook, Full-HD, manchmal mit HDMI-Splitter und Kontrollmonitor, wenn ich von meiner Position aus die Leinwand nicht gut sehen kann).

    Aber täglich dutzende Stecker anschließen und wieder abschrauben muss ich natürlich nicht, denn so viele Auftritte mit meinen Projekten habe ich (leider) nicht. Da kann ich verstehen, daß man sich mit blöden Fummeleien nicht abgeben will und nur genervt ist. Wobei ich die schmalen Schrauben mit dem Standard-Schlitz auch eher fummelig finde.
    Wenn ich täglich unter Zeitdruck damit zu arbeiten hätte, würde ich mir aus handelsüblichen Schrauben mit Inbus- oder Torx-Kopf passende Schrauben für die Stecker drehen (bzw. drehen lassen bei einer Dreherei, wenn man es nicht selber machen kann). Dann könnte man sogar mit einem kleinen Akkuschrauber sicher und bequem und sehr zeitsparend diese lästige Verkabelei erledigen.

    Eigentlich müsste es eine professionelle Variante für HDMI und DVI geben, die mit einem einfach zu bedienenden und mechanisch stabilem Stecker arbeitet wie es mit dem simplen BNC-Stecker für das analoge FBAS auch möglich war.

    Gruß, Jürgen

  • Empfehlung - HDMI->DVI Kabel

    • LoboMixX
    • 30. März 2015 um 14:23
    Zitat von "niggles"


    Die Teile sind ganz grober Unfug. Die Schrauben am DVI-Stecker haben keinen Schraubendreherschlitz, d.h. beim Anschliessen an einer Kreuzschiene o.ä. brichst du dir schier die Finger. Der HDMI-Stecker wiederum ist so klobig dass er in bestimmte Displays gar nicht sauber rein geht. Und die Abschirmung und Leitungsqualität ist so schlecht dass es ab 3m Länge Probleme mit der Zuverlässigkeit gibt. Consumer-Wegwerfware...

    Das liest sich ja so, als ob du mit den Sachen sehr schlechte Erfahrungen gemacht hast. Ich selber nutze Lindy-Material schon seit etlichen Jahren im Rahmen meiner Video-Projekte (HDMI-Cat6-Extender, HDMI-Splitter, ADAT-Cat-Extender, diverse HDMI/DVI-Kabel, z.B. HMDI bis 40m - 2x 20m mit Repeater), wenn auch nur im gelegentlichen, aber stets mobilem Einsatz, und hatte bisher weder in mechanischer noch elektrischer Hinsicht das geringste Problem. Auch die Signalqualität darf ich nach meinen Erfahrungen nach als ausgezeichnet bezeichnen.

    Gruß, Jürgen

  • Empfehlung - HDMI->DVI Kabel

    • LoboMixX
    • 30. März 2015 um 09:52

    Lindy (Lindy.de) bietet meiner Erfahrung nach gute Qualität.

    Hier ein Link zum HDMI-DVI-Kabel 1m (Längen gibt´s von 0,5-5m):

    http://www.lindy.de/HDMI-an-DVI-D-Digital-Video-Monitor-Kabel-1m.htm?websale8=ld0101&pi=41101

    Gruß, Jürgen

  • Boxen(system) für "künstlerische" Beschallung

    • LoboMixX
    • 28. März 2015 um 01:37

    Hier folgt nun ein zweiter Erfahrungsbericht.

    Die Situation: Musikschulkonzert in einem Kammermusiksaal, insgesamt ca. 20m Lang, 10-11m breit, 8-10m hoch. Bühne 10x4,5m, im Saal ansteigendes Gestühl, max. ca. 250 Zuschauer (war auch gut besucht, ca. 3/4-tel besetzt). Die Bühne ist seitlich mit Schals, oben mit Soffitten und an der Rückwand mit einem großen Vorhang behängt, die Akustik ist eher trocken.

    Die Schüler-Pop-Band eines Kollegen spielte, danach eine Rock-Streicher-Gruppe, zum Schluss gab es die Präsentation eines Videos mit Zuspielung, eine Produktion des Streicher-Ensembles. Konzertatmosphäre mit aufmerksam zuhörenden Publikum.

    Auch hier wieder wenig Zeit für Aufbau und Soundcheck für Band und Video (nur 1 Stunde), da die Bühne vorher wegen der Generalprobe der Streicher besetzt war. Diesmal kamen beide MAUI 28 zum Einsatz, jeweils zusätzlich ergänzt mit der Subwoofer-Extension.
    Um Zeit zu sparen, habe ich die Boxen auf der Hinterbühne zusammen gebaut und nach dem Ende der Streicher-Probe durch eine hohe Kulissentür (fast wand-hoch, da konnte diesmal nichts anstoßen) auf den Rpllbrettern auf die Bühne geschoben.
    Dann wurde die Leinwand herunter gelassen und die Boxen links und rechts neben der Leinwand vor dem Vorhang positioniert. Somit standen sie ganz hinten auf der Bühne, die Entfernung zur 1. Stuhlreihe betrug rund 7-8m.
    Die Band: 2 Keyboards (E-Piano + Synthie, abwechselnd gespielt, E-Bass, E-Gtarre, E-Drums, 3 Sänger an zwei SM85-Mikros). Der Gitarrist hatte zwar eine eigene (kleine) Box im Einsatz, wurde aber zusätzlich per Pacthkabel auf die MAUI´s gelegt, sonst alle nur über MAUI - auf Monitore wurde ganz verzichtet. Die Band hat sich komplett räumlich vor der Boxen-Linie aufgebaut. Keyboarder und Schlagzeuger saßen jeweils direkt vor einem System, die anderen waren zwischen den Boxen positioniert.
    Entfernung Gesangsmikrros - Boxen jeweils ca. 4m, die Sänger standen aber nicht vor den Boxen, sondern mittig auf der Bühne. Keinerlei Rückkopplungen, auch nicht andeutungsweise.
    Alle Akteure waren Schüler, spielten sehr gut vorbereitet und durchaus schon mit einer guten Routine.

    Sound: Lautstärke raumfüllend, aber nicht "knüppelnd", auch hier mit Reserven nach oben. Bei einem Stück der Pop-Band haben 6 Geigen unverstärkt mit gespielt und waren auch akustisch gut in der Balance (ebenfalls sehr gut spielende Schüler, die in der Lage waren, aus ihren Instrumenten einen vollen Klang heraus zu holen).
    Auch hier haben die Systeme den Raum akustisch gut füllen können mit einem sehr gut ausgewogenen Lautstärkeverhältnis über den ganzen Zuschauerraum verteilt. Alle Instrumente und Stimmen kamen klar und klanggetreu rüber. Der Master-EQ im Mischpult (Mackie) war linear eingestellt.
    Die gleichzeitige Funktion als Bühnen-Monitore erfüllte ihren Zweck gut, da die Band sozusagen in ihrem eigenen Sound stand.

    Nach der Veranstaltung hatte ich noch etwas Zeit, zusammen mit meinem Kollegen und einem interessierten Zuhörer und Musikkenner anderes Material in Ruhe abzuhören. Die einhellige Meinung war, daß die MAUI´s sehr überzeugend klangen. Allenfalls im Bass fehlt bei gleichzeitig sehr gutem Volumen etwas Präzision, was aber erwartungsgemäß der sehr kompakten Bauweise als Bandpass mit jeweils zwei V-förmig angeordneten 8-Zöllern geschuldet sein dürfte.

    In der Gesamtbetrachtung Klang/Handhabung/Preis/vorgesehener Anwendungsbereich hat sich für mich auch nach diesem Praxistest der der Eindruck verstärkt, daß die MAUI 28 eine sehr gute Wahl war.

    Gruß, Jürgen

  • ELA Anlagem im Haus installieren - Erfahrungen

    • LoboMixX
    • 23. März 2015 um 10:24

    Wahrscheinlich wird dir mein Rat nicht wirklich weiter helfen, weil du das Euipment nicht hast. Aber vielleicht kennst du ja jemanden der es hat und dir leihen oder helfen kann.
    Ich teste in solchen Fällen das Gerät bzw. den Signalweg immer mittels Frequenzgenerator und Oszilloskop. Damit kann man ganz schnell alles Wesentliche sichtbar machen (Eingangsempfindlichkeit, Übersteuerungsfestigkeit/Headroom, Frequenzgang und seine Linearität, etc.). Vor allem kann man damit sehr gut feststellen, an welchem Punkt des Signalweges der Fehler auftritt.

    Gruß, Jürgen

  • Boxen(system) für "künstlerische" Beschallung

    • LoboMixX
    • 19. März 2015 um 23:30

    Nach dem ersten Einsatz heute kann ich schon mal einen ersten Erfahrungsbericht zu der MAUI 28 bringen.

    Die Situation: Ich hatte heute Abend ein Engagement als Solist im Rahmen einer Bibellesung, zu der ich kurze musikalische Zwischenspiele machen sollte (Improvisationen auf Klarinette und Sopran-Saxophon). Dabei wollte ich je ein BOSS Digital Delay und einen Phrase-Recorder (Loop-Station) zum Einsatz bringen, zwei Fusspedal-Effekte wie sie gerne von Gitarristen verwendet werden. Der Phrase-Recorder erlaubt das Aufnehmen und ad-hoc-Abspielen, so daß ich damit sozusagen mit mir selber improvisiert im Duett spielen kann.

    Der Raum: eine kleinere Kirche, ca. 30m lang, 18m hoch 14m breit, nicht zu starker Nachhall.

    Die Umstände: typisch, zwischen dem Nachmittagsunterricht an der Musikschule und der Veranstaltung viel zu knappe Zeit, um Aufbau, Soundcheck und Anspielprobe zu machen, selbst mit so kleinem Besteck. Also hatte ich vereinbart, Aufbau und Probe am Vormittag zu machen. Aber die Technik kann nicht in der Kirche stehen bleiben, da diese offen steht und nicht entsprechend beaufsichtigt ist, so daß man für meine Sachen garantieren kann. Wenn ich es jedoch in die verschlossene Sakristei stelle, ist alles sicher.
    Ankommen, rein tragen, Aufbau, geht alles schnell, ich kann vor der Kirche parken, für den Sub habe ich ein Rollbrett, auf dem die ganze Box dann auch stehen lasse (da sie aber ziemlich kompakt ist und die Griffe gut positioniert sind, kann ich die 29 kg auch problemlos schleppen). So kann ich sie nach der Probe schnell in die Sakristei rollen und vor der Veranstaltung schnell wieder an den Einsatzort fahren. Der Rest steht alles auf einem Brett, geht auch schnell und die paar Kabel sind sowieso kein Akt.

    Der Sound ist grandios. Ich habe nur eine MAUI im Einsatz, weil mono für das Konzept ausreicht und die füllt die Kirche problemlos bis in die letzte Ecke mit Klang, mit vergleichsweise sehr ausgeglichenem Pegel im ganzen Raum. Es ist wirklich so, als ob ich mit einem zweiten Musiker im Duett spiele, der Klang breitet sich ebenso aus wie mein live gespieltes Instrument. Lautstärkemäßig hätte die MAUI noch reichlich Reserven, die ich aber nicht mal ankratze.
    Rückkopplungen sind kein Thema, ich stehe rund 5m von der Box entfernt. Zur Abnahme nehme ich ein AKG C391 mit Supernieren-Kapsel. Nur mit sehr kurzen Delays muss ich etwas aufpassen, aber das war mit der alten Technik nicht anders und ist eh typisch für diese Art Delays.

    Vom Veranstalter und vom Publikum kamen nur sehr positive Reaktionen über den Klang (über mein Spiel aber auch :) ).

    Fazit: ich habe das Gefühl, für meine Einsatzzwecke genau die richtige Technik ausgewählt zu haben.

    Nebenbei durfte ich auch unbeabsichtigt bestätigt bekommen, daß die MAUI durchaus solide aufgebaut ist. Beim Ausrollen der Box aus der Kirche in die Sakristei hatte ich den Blick nach unten gesenkt, um auf eine kleine Kante an der Türschwelle aufzupassen. Beim weiter Schieben steigt mir der Sub plötzlich vorne hoch. Schreck, was ist denn da los, bin immer noch am Drücken, sie kippt mir fast entgegen und rutscht dann (sanft) vom Rollbrett. Die Erleuchtung: natürlich passt die Box komplett aufgebaut nicht durch eine normale Tür und dazu kommt noch der lange Hebel!!! Ja, wenn man sich beeilen will und die Handhabung noch nicht verinnerlicht hat :? O.k, alles wieder auf´s Rollbrett gestellt, das obere Teil der Säule abgenommen und dann passt es ganz einfach. Der besorgte Blick auf die Gitterabdeckung beruhigt aber wieder, denn es ist keine Delle oder auch nur Schramme zu sehen, alles ist völlig heil geblieben.

  • ADAT AD/DA

    • LoboMixX
    • 15. März 2015 um 01:46
    Zitat von "marcoboy"

    Schaltnetzteile sind sehr effizient da fällt kaum Wärme an. ...


    Das stimmt zwar grundsätzlich, viele Hersteller knausern aber leider bei der Auslegung ihrer Schaltnetzteile. Diese stammen heutzutage oft gar nicht mehr aus eigener Produktion, sondern von darauf spezialisierten Herstellern, die nach den vorgelegten Spezifikationen in großen Stückzahlen zuliefern. Je nach Stückzahl kann man mit einigen Cent hier und einigen Cent da schließlich ganz schöne Summen sparen. Elkos gehören zu den beliebtesten Sparopfern, denn bei gleichem Nennwert gibt es beachtliche Qualitäts- und Preisstreuungen.
    Aber auch die Halbleiter können in Relation zum geforderten Dauerstrom mit guter Reserve oder am Limit ihrer thermischen Belastung eingesetzt werden. Wenn z.B. für einen Schalttransistor 100° C als Maximaltemperatur im Datenblatt steht und schon bei Raumtemperatur wegen knapp kalkulierter Kühlkörper (und überdies oft sehr dicht gepackter Bauweise) locker bis zu 90° C erreicht werden, kann man sich gut vorstellen, daß bei über 30° Dauer-Umgebungstemperatur sein Exitus nicht lange auf sich warten lässt.
    Bei den (immerhin nur wenigen) Ausfällen, die ich bisher erlebt habe, waren jedenfalls meistens die Schaltnetzteile betroffen.
    Da war sogar mal ein rme-Teil dabei, wobei ich das neue Netzteil-Modul schon ein paar Tage später auf dem Tisch hatte und der Austausch war auch nur eine Sache von 10 Minuten.

    Es kann also auch die gehobene Preisklasse treffen. Bei dem ADA8000 lohnt sich aber der Griff zum Lötkolben, denn die Modifikation ist mit etwas handwerklichem Geschick nicht allzu aufwändig, preiswert zu machen und hinterher weiß man auch, dass es gut gemacht ist.

    Gruß, Jürgen

  • ADAT AD/DA

    • LoboMixX
    • 13. März 2015 um 10:30

    Bei den angegebenen Betriebsbedingungen muss man allgemein skeptisch sein, egal, welcher Hersteller. Besonders Schaltnetzteile sind diesbezüglich oft besonders empfindlich, denn die dort verbauten Elektrolytkondensatoren trocknen nicht nur bei erhöhten Temperaturen schneller aus als in Linearnetzteilen (wegen der meist höheren Ripple-Ströme in Schaltnetzteilen). Auch wenn es 105°-Typen sind, denn bei dicht gepackter Bauweise können auch bei Raumtemperatur-Umgebung schnell solche Grenztemperaturen am Bauteil erreicht werden. Stress pur für diese Bauteile und dann beschleunigt jedes Grad mehr den Alterungsprozess rapide.
    Ideal wäre dann ein großzügig dimensioniertes, abgesetztes Netzteil, das an einer kühleren Stelle montiert ist oder entsprechend gekühlt werden kann.
    Der ganze Rest der Schaltung erreicht selten bedrohliche Temperaturbereiche, auch bei hohen Umgebungstemperaturen.

    Kann man hier zu einem Beitrag auch Fotos anhängen, bzw. wie macht man das?
    Dann würde ich gerne ein paar Bilder von meiner ADA8000-Modifikation einstellen.

    Gruß, Jürgen

  • ADAT AD/DA

    • LoboMixX
    • 12. März 2015 um 00:54

    Der ADA 8000 (tatsächlich ohne B :D ) ist ohne Modifikation bekanntlich unter den beschriebenen Umständen (24/7 30 Grad C) nicht betriebsfähig, da die Spannungsregler IC´s zu kleine oder gar keine Kühlkörper haben und recht bald abrauchen würden.
    Allerdings lässt er sich sehr leicht verbessern, wozu es im Netz auch einige Anleitungen gibt.
    Ich habe die alle ausgelötet und abgesetzt isoliert auf eine Alu-Schiene montiert (mit Kühlkörpern). So umgebaut würde der ADA 8000 aber sicher ohne Probleme non-stop durchhalten und auf jeden Fall eine preiswerte Alternative darstellen. Zwei davon habe ich als zusätzliche Preamps / Reserve-Preamps im Aufnahmetechnik-Rack. Wenn ich mal mehr als 16 Kanäle brauche oder einer der rme´s ausfällt (was auch schon mal passiert ist). Den ADA8000 finde ich jedenfalls nicht übel.

    Gruß, Jürgen

  • Posaune, Cello Mic

    • LoboMixX
    • 8. März 2015 um 17:16

    ... was mir noch dazu eingefallen ist: Manchmal erlebt man bei solchen tiefen akustischen Instrumenten mit Resonanzboden wie Cello/Kontrabass auch mit Clip/PickUp böse Rückkopplungsüberraschungen, wenn z.B. über Stachel-Bühnenboden-Monitor körperschallartige Übertragungen stattfinden. Da das üblicherweise nur die tiefen Frequenzanteile betrifft, kann und sollte man dann auf dem Monitorweg solange untenrum alles abschneiden, bis der Effekt unterdrückt ist (diesbezüglich auch die Saallautsprecher kontrollieren, da es dann sehr schnell mulmt). Da die Musiker ihre akustische Monitorkontrolle im Allgemeinen gut über die Mid-/High-Mid- und vor allem Obertonanteilen entnehmen können, funktioniert das auch ganz gut.

    Gruß, Jürgen

  • Posaune, Cello Mic

    • LoboMixX
    • 8. März 2015 um 15:59

    Die hier schon gemachten Vorschläge dürften vor allem unter dem Gesichtspunkt der Rückkopplungsarmut schon sehr praktikabel sein. Klanglich neutral sind Clip- oder mini-Schwanenhals-Mikros tendenziell eher nicht, vor allem bei Klangcorpus-Instrumenten wie dem Cello, wo sich der Klang erst in einer gewissen Entfernung richtig entfaltet (wo man zwar für Aufnahmen gut Mikrofonieren kann, leider aber nur sehr selten bei Live-PA). Gut ist aber schließlich alles, womit die Musiker zufrieden sind, und viele sind auch mit kleinen Kompromissen einverstanden, wenn man den Zusammenhang gut erklärt und demonstriert.
    Mit den einschlägigen Clip-Mics von AKG habe ich aber meistens sehr gute Erfahrungen gemacht. Bei Streichern muss man aber bei den Mini-Schwanenhälsen aufpassen, daß man den Bogenstrich nicht behindert. Die beschweren sich schon, wenn es nicht passt, aber es kommt immer gut an, wenn man sofort bei der Montage darauf hinweist und sie diesbezüglich um Mithilfe/Kontrolle bittet.

    Wenn man normal Mikrofonieren kann, worauf es hier hindeutet, weil es eher leise zur Sache gehen soll, möchte ich die AKG Blue-Line-Serie ins Spiel bringen. Vergleichsweise preiswert und klanglich neutral, die Kapseln lassen sich auch wechseln. Das C391b mit Nierenkapsel setze ich gerne ein, sowohl für live-PA, als auch als Stütze bei Aufnahmen. Die Serie ist meiner Erfahrung nach sehr universell verwendbar.
    Für die Posaune könnte ich mir aber auch sehr gut das MD421 von Sennheiser vorstellen, davon habe ich immer noch mehrere in der Kiste. Braucht aber als dynamisches Mikro einen guten Preamp im Pult.

    Gruß, Jürgen

  • Boxen(system) für "künstlerische" Beschallung

    • LoboMixX
    • 2. März 2015 um 23:58
    Zitat von "zegi"

    LoboMixX: Ich möchte dir auch ein Kompliment machen. Es ist schön zu lesen, was du dir überlegst bezüglich des Sounds und des Zusammenspiels aller Faktoren. Die Welt würde besser klingen, wenn sich alle nur im Ansatz solche Überlegungen machen würden!

    :oops: Oh, vielen Dank für das Kompliment! Von Hause aus bin ich aber kein Techniker - obwohl definitiv ein Technik-Freak -, sondern (ursprünglich klassisch) studierter Musiker und PA mache ich fast nur für meine eigenen Sachen, also für meine Zuspielungen oder wenn ich mich oder Ensembles in denen ich mitspiele, verstärken muss. Eine Homepage dazu habe ich noch nicht, aber es gibt ein tolles Projekt, an dem ich - als Bassklarinettist - beteiligt bin, das findet man unter "http://derkapuvka.de/" (ich bin auf dem Foto der 2. von rechts). Soundbeispiele dazu finden sich unter "downloads". Meine eigenen Sachen sind aber klanglich nicht so ganz weit entfernt.

    Mein Herangehen an PA ist also mehr wie an ein Instrument. Wenn das Instrument verstärkt werden muss oder Sounds eingespielt werden, muss für mich eine PA klingen wie ein gutes Instrument und darf soweit vermeidbar nichts "verbiegen", verwischen oder verwaschen. Da ich für mein Alter noch sehr gut hohe Frequenzen höre, reagiere ich darauf schnell allergisch. Auf Lautstärken, die mir die Ohren abreißen und Bässe, die mich in den Bauch treten reagiere ich mit weg laufen. Disco-Jobs wären also nichts für mich, danach fragt mich aber auch keiner :D .
    Mit den physikalisch-akustischen/psychoakustischen Backgrounds habe ich mich ausgiebig beschäftigt, weil ich als Nebengewerbe Live-Mitschnitte und CD-Aufnahmen mache (von akustischen Ensembles). Da landet man schnell im Klangsumpf, wenn man ohne Orientierung vorgeht und wird kein zweites mal gefragt. Eine sehr empfehlenswerte Fundgrube dazu ist die Homepage des leider letztes Jahr verstorbenen Eberhard Sengpiel (http://www.sengpielaudio.com/).

    Ein Auftritt mit PA kann schnell zum Horrortrip werden, wenn der FOH-Mann Dilletant ist, vor allem, wenn die Abnahme akustischer Instrumente angesagt ist. Beispiel: akustischer Kontrabass im Ensemble (hier ein Salonensemble), vorwiegend gestrichen, auf Holzbodenbühne oder -podest mit Floor-Monitorboxen. Wenn dann einer denkt, "Kontrabass = tief = Wumms nötig im Subwoofer", dann verschwindet die ganze schöne Musik schnell im Dröhnwald. Das koppelt dann sogar schön rück über den Bühnenboden! Ich habe dann mehr als einmal - freundlich - interveniert und erst mal am Bass-Channelstrip-EQ alles unter 200 Hz runter gedreht. Oft sind wir aber auf kompetente Techniker gestoßen und wenn ich selber zuständig war für die PA konnte ich bisher mit meinen bescheidenen, aber dem Anwendungsfall durchaus angemessenen Mitteln, stets ein ansprechendes Ergebnis erzielen.

    Gruß, Jürgen

  • Boxen(system) für "künstlerische" Beschallung

    • LoboMixX
    • 1. März 2015 um 23:37

    Auf die neue Maui 44 war ich beim Stöbern auch gestoßen. Damit bewegt sich LD-Systems mit den "Stäbchen" in Richtung "amtliche" PA, was Lautstärke und Bassvolumen betrifft. Mit 40 kg ist der Sub dann aber nicht mehr 1-Mann transporttauglich (jedenfalls nicht, wenn ich dieser 1 Mann bin :? ). Für meine Zwecke definitiv zu groß, aber mittlerweile wäre ich auch neugierig, die mal live zu hören. Mit rund 2000,- € Straßenpreis für ein System immer noch billiger als die L1 II von Bose, aber sicher deutlich mehr Druck.
    Tatsächlich bietet LD-Systems mittlerweile noch Sub-Erweiterungen für die 28 und die 44. Das müstte sogar auch für erheblichen "Wumms" reichen.

    Von dem Test aus tools4music kannte ich bis jetzt nur den 1. Teil, die 28-er mussten sich ja unter sehr unterschiedlichen Bedingungen beweisen und die Musiker scheinen sehr zufrieden gewesen zu sein.

    Gruß, Jürgen

  • Boxen(system) für "künstlerische" Beschallung

    • LoboMixX
    • 1. März 2015 um 17:08
    Zitat von "Jan"

    Es ist schön zu lesen wie viel Gedanken du dir bezüglich dem Sound machst, bis auf die Ebene der Erzeugung hinunter.

    :wink: Ich gehe da mehr als Musiker ran denn als Techniker, zumal ich ja auch der "Erzeuger" der ganzen Klänge bin.

    Zitat von "Jan"

    Ich mag mich irren. Aber bisher fand ich es in schwierigeren Locations immer besser, wenn man Boxen nimmt die möglichst gerichtet den Sound zum Ohr des Zuhörers bringen um möglichst wenig Schallreflexionen zu bekommen. Reflexionen wirds immer geben, aber da der Direktschall von der Box zum Ohr deutlich lauter ist als die Reflexion, kann unser Gehirn Reflexionen perfekt herausfiltern und fühlt sich beim zuhören wohl.

    Bei Boxen wie den Zeilen die beinahe rundum strahlen sind die Reflexionen kaum leiser als der Direktschall in kritischen Räumen.

    Tieffrequenze Reflexionen musst du eh unabhängig der Boxenwahl mit nem EQ reduzieren wenn du es perfekt haben willst.

    Dem will ich auch gar nicht widersprechen, es dürfte in kritischen Situationen immer besser sein, Reflexionen so gut es geht zu vermeiden oder zu vermindern, vor allem, wenn auch noch Lautstärke gefordert wird. Genau das ist ja der Punkt, der mich bisher davon abgehalten hatte, die "Stäbchen" ins Auge zu fassen.
    Allerdings bin ich da mittlerweile optimistisch, jedenfalls in Bezug auf meine Sounds und die eher mäßigen Maximallautstärken. Denn das Ohr kann ja noch viel mehr. Tatsächlich nimmt der Pegel des Direktschalls gegenüber den Reflexionen/dem Nachhall ab dem sog. Hallradius (der in halligen Kirchen verblüffend klein ist, also ziemlich nah an der Schallquelle liegt) kontinuierlich ab. Wer hinten sitzt hört also die Reflexionen faktisch deutlich lauter als den Direktschall. Und hier kommt nun eine tolle Fähigkeit des Ohres (bzw. des Hirns dahinter) in Spiel: das Gesetz der 1. Wellenfront. Da der Direktschall immer zuerst die Ohren erreicht (der Hall hat den längeren Weg), genügen schon wenige ms, damit die grauen Zellen das Klangbild "säubern" können. Sonst könnte man es komplett vergessen, in solchen Kirchen überhaupt Konzerte zu veranstalten. Wenn man aber Aufnahmen aus einer solchen hinteren Position macht, klingen die üblicherweise ziemlich schrottig, allenfalls über Kopfhörer, denn Mikrofone können nicht denken und der Effekt funktioniert über Lautsprecher später nicht mehr oder nur noch sehr unzureichend, da ja nun 1. Wellenfront und Hall aus derselben Richtung kommen, also eine gemeinsame Wellenfront bilden.
    Hohe Frequenzen werden immer gerichteter abgestrahlt, aber gleichzeitig auch im Nachhall stärker abgedämpft, so daß dieser immer dumpfer klingt in Live-Situationen. Das hilft zwar einerseits, den Stereo-Effekt durch hochfrequentes Material besser aufrecht zu erhalten: das Ohr erhält mehr hochfrequente Information aus der 1. Wellenfront als aus dem Nachhall. Das erklärt aber auch das Problem, daß es im Bass immer schnell zum undefinierten "Wabern" kommt, denn aus diesem Frequenzbereich kommt im Nachhall einfach mehr an. Deshalb ist dein Hinweis zum Bass-EQ so zutreffend.

    Gruß, Jürgen

  • Boxen(system) für "künstlerische" Beschallung

    • LoboMixX
    • 1. März 2015 um 14:08
    Zitat von "billbo"

    Du bringst es auf den Punkt. Nur ein Praxistest kann da Klarheit bringen.
    Im Prinzip bin ich ja durchaus auf Raumklang bzw. raumfüllenden Klang aus, ein Sound, in dem der Zuhörer sozusagen "baden" kann, der ihn wohltuend umspült. Da sollten mir diese Systeme eigentlich entgegen kommen, auch dann, wenn der Raum viel Hall hat. Hall alleine macht mir für meine Projekte normalerweise keine Probleme, im Gegenteil. Kritisch sind Räume, die übel färben ("Badezimmer", "Tiefgarage", "Tunnel", usw.) oder - ganz toll :( - Flatterechos. Aber dort sollte man eigentlich nicht auftreten. Bei Mitschnitten habe ich aber solche Situationen durchaus schon erlebt, um nicht zu sagen erlitten.
    Wenn ich aber Stereo-Effekte einbaue, dürfen die mir natürlich nicht verloren gehen durch die Streubreite, die sicher bis in den KHz-Bereich geht wie du schreibst.
    Aber auch das lässt sich steuern, wenn man die akustischen Hintergründe kennt. Akustisch gesehen können sich Lautsprecher schließlich auch nicht anders verhalten wie Musikinstrumente und tiefe Frequenzen breiten sich nun mal gerne hübsch im Raum aus und wabern schlimmstenfalls ziemlich unkontrolliert herum, während die hohen Frequenzen (Stichwort Obertöne / Formanten) die Definition bringen durch ihre gerichtete Ausbreitung. Es ist die Kunst des Boxenbaus, die Akustik und die Physik für den gegebenen Anwendungsfall optimal zu steuern - und last but not least die Kunst des Tontechnikers, hier die richtige Auswahl zu treffen und korrekt einzurichten.
    Alles, was so richtig hell und brillant klingt, unterstützt die Stereo-Lokalisation, vor allem, wenn es dann auch noch perkussiv ist, z.B. Triangel , Cymbals, Chimes, aber auch Piccolo-Flöte etc. (die braucht man normalerweise bei Aufnahmen auch nicht zu stützen). Das berücksichtige ich natürlich, wenn ich meine Zuspielungen anfertige.

    Soweit ich mich bis jetzt damit beschäftigt habe, müsste es mir eigentlich gelingen, in meinem geplanten Anwendungsbereich mit den Maui 28 ein gut klingendes Ergebnis zu erzielen, und auf jeden Fall ein besseres als bisher. Ich bin da selber neugierig.

    Für die Maui´s habe ich bis jetzt keinerlei Messprotokolle im Netz gefunden, interessanterweise aber für die LD DDQ12, die mir ebenfalls empfohlen wurde. Gibt es also durchaus auch schon mal in dieser Preisklasse.

    Gruß, Jürgen

  • Boxen(system) für "künstlerische" Beschallung

    • LoboMixX
    • 28. Februar 2015 um 23:56
    Zitat von "zegi"

    An deiner Stelle würde ich auch zuschlagen. Wir könnten hier sichern noch 10 Seiten füllen und noch x weitere Systeme in die Runde werfen. Wer dich und deinen Sound nicht genau kennt, kann eh' nur Vermutungen äussern. Und selbst wenn wir den Sound hören würden, wäre die Art der Beschallung immer noch Geschmackssache.


    Das stimmt sicherlich, aber meine eigenen Recherchen in den letzten Wochen haben mich immer mehr verwirrt anstatt mehr Klarheit zu bringen. So haben mir alle Hinweise, Tips, Anregungen und Empfehlungen und Diskussionen dazu wirklich sehr geholfen, wieder eine Richtung rein zu bringen. Ich hatte mich viele Jahre nicht mehr mit dem Thema nicht mehr beschäftigt und hatte keinen aktuellen Überblick mehr.
    Letztlich muss es dem eigenen Geschmack genügen, die Entscheidung kann mir eh keiner abnehmen.


    Zitat von "zegi"

    Trotzdem noch ein Gedanke zur Anforderung.
    Bei "Kirche" dachte ich auch gleich an "Säule". Als du aber geschildert hast, dass du teilweise deine Tops absichtlich indirekt ausgerichtet hast, habe ich mir überlegt, ob für dich eine Säule genau das falsche macht - zumindest theoretisch. Die Säule soll ja den Sound direkter ins Publikum schicken, gerade in halligen Räumen. Dieser Aspekt spräche für mich für eine konventionelle Box (evtl. auch 2.1) mit integriertem EQ (oder manipulierbaren DSP), dass man je nach Location den HT zügeln könnte.


    Die absichtliche indirekte Drehung der Box hatte hauptsächlich den Grund, den Klang im Raum ausgewogener zu machen und damit den Effekt zu vermeiden, daß die vorderen Reihen schrill angeschrien werden, vor allem vom (Horn-)Hochtöner, damit die letzten Reihen nicht nur noch undeutliches Gemurmel abbekommen.
    Durch das Verwinkeln wird der Sound zwar insgesamt diffuser, füllt aber den Raum gleichmäßiger und der Sound schreit nicht, obwohl ich insgesamt lauter fahren kann.
    Kirche ist ja längst nicht gleich Kirche und ich spiele gelegentlich auch in anderen Räumen.
    Es gibt durchaus kleine Kirchenräume oder Pfarrsäle, die vergleichsweise trocken sind.

    Ich konnte ja vor einem halben Jahr die Bose L1 II bei der Mucke mit meinem Freund erleben und war wirklich beeindruckt. Als ich mich jetzt auf die Suche nach neuem Equipment machte um den alten Kram gegen etwas besseres auszutauschen, viel mir natürlich diese Box wieder ein. Wobei die wegen des Preises nie im Rennen war. Außerdem gibt Bose den Streuwinkel für die L1-Systme mit satten 180 Grad an. Das ist zwar für eine Box in single-Verwendung sicher sinnvoll, erschien mir aber für Stereo-Anwendungen und für hallige Räume (und dann noch in Kombination Stereo+Hall) zu riskant. Dann habe ich mich mit diesen Systemen erst mal nicht mehr beschäftigt.

    LD-Systems gibt den Streuwinkel mit +/-60 Grad = 120 Grad an, was mir unproblematischer erscheint und sich gut sowohl in trockenen als auch halligen Räumen machen sollte.
    Als (mehr oder weniger) Linienstrahler ist der Pegelabfall mit zunehmender Entfernung geringer als bei Standard-Boxen.

    Es läuft ziemlich sicher auf zwei LD Maui 28 hinaus.
    Im März habe ich einen Auftritt in einer eher kleinen Kirche im Rahmen einer Lesung, zu der ich Improvisationen spielen werde. Da würde ich einige Effekte einsetzen und muss mich deshalb verstärken. Da sollte eine Maui reichen - und es wäre gleich ein guter Praxistest, ob sie hält, was sie verspricht.

    Gruß, Jürgen

  • Boxen(system) für "künstlerische" Beschallung

    • LoboMixX
    • 28. Februar 2015 um 11:17

    Mir ist schon klar, daß ich im Preisrahmen 2000,- € nicht das Beste an sich bekomme, sondern nur einen bestmöglichen Kompromiss.

    Das mit dem Probehören gestaltet sich bei einigen der vorgeschlagenen Systemen (z.B. Audio Zenit) als gar nicht so einfach, da ich keinen Händler in der Region finde, der es vorführbereit hat. Selbst der "Store" in Köln hat nur einen kleinen Teil der für mich in Frage kommenden Systeme vorrätig, auch wenn er im Prinzip ein riesiges Sortiment hat.

    Da ich von einem Freund die Bose L1 II kenne und diese sehr gut fand, würde mich noch ein Vergleich zwischen Maui 28 und Bose L1 Compact interessieren, aber kein Händler hat beide am Lager. Die L1 Compact kostet genau so viel wie die Maui 28, ist aber kleiner (weniger Lautsprecher eingebaut, der untere Teil der Säule ist nur eine Verlängerung ohne Systeme; die Bassbox ist kleiner und viel leichter) und wahrscheinlich etwas "schwachbrüstiger".
    Zwei L1 II wie ich sie ja für Stereobetrieb bräuchte, kommen für mich nicht in Frage, denn die würden schon bei rund 5000,- € liegen.

    Hat hier jemand diesen Vergleich und kann mir seine Erfahrungen / seine Meinung dazu mitteilen?

    Gruß, Jürgen

  • Boxen(system) für "künstlerische" Beschallung

    • LoboMixX
    • 27. Februar 2015 um 20:16

    Heute hatte ich die Gelegenheit, bei einem Händler in der Nähe ausgiebig die MAUI 28 von LD-Systems Probe zu hören, sogar als Stereo-Set mit zwei Systemen wie ich es bräuchte.
    Ich war sehr angetan, es klang wirklich sehr beeindruckend. Klarer, angenehmer Sound, auch mit ausreichend Druck wenn nötig - jedenfalls völlig ausreichend für meine Zwecke. Der Frequenzumfang genügt auch für mein Zuspiel-Material. Dabei konnten sie den Raum sehr gut füllen. Das finde ich hilfreich, da ich ja live zu den Zuspielungen dazu spiele, da sollte es möglich sein, komplett ohne extra Monitoring auszukommen.
    Von der Optik war ich ebenfalls angetan, ich mag es, wenn die Technik eher unauffällig ist (passt auch sehr gut zu einigen eher spacigen Klängen, wie sie in meinen Zuspiel-Sounds öfter vorkommen).

    Das geht schon gut in die Richtung, die ich mir vorgestellt habe, wenn es nicht sogar schon ausreicht.
    Super-transportabel sind die Systeme auch. Der Sub wiegt zwar ganze 28 kg, ist aber gut anzufassen und ausreichend kompakt, so daß ich ihn prima schleppen konnte. Außerdem bleibt er ja auf dem Boden und muss nicht auch ein Stativ gehoben werden. Die Top-Teile kommen mit Taschen, besser geht´s nicht.
    Der Händler machte mir ein Angebot von 950,- € je Stück incl. Taschen bzw. Hüllen für den Sub. Das wären 1900,- € für ein Paar - sprengt also auch nicht meinen Rahmen. Er sprach aber auch von Preiserhöhungen von ca. 10%, die vom Hersteller schon für März angekündigt worden seien. Da ich den Händler als seriös kenne (Freunde sind schon länger Kunden in dem Laden), denke ich auch, daß er da nicht irgendwelche Sprüche klopft, die man ja hin und wieder mal so hört von weniger seriösen, die den Leuten ihr Zeugs aufschwätzen wollen.
    Seiner Auskunft nach sei die MAUI 28 in seinem Laden derzeit ein Dauerbrenner und würde z.B. auch oft von Schulen gekauft als universal-PA.

    Jetzt grüble ich mal über´s Wochenende, ob ich da zugreife.

    Gruß, Jürgen

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    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Sachkunde für Fliegende Bauten

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Virtueller Stammtisch im Chat

    Dienstag, 29. September 2026, 21:00 – 23:00
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    Dienstag, 6. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 13:00 – 14:00

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