(DiGiCo)…und die On-board Effekte sind auch nur so lala. Ich habe seit langer Zeit kein Digico ohne Waves am FOH gesehen.
Ich nehme das zum Anlass, einen neuen Thread abzuspalten.
Für mich ist das immer zweischneidig. LAWO, Stagetec und Co. sind ja häufiger stationär in Betrieb. Dann ist die Verbindung zum externen Server und Hostrechner eine relativ fixe Geschichte und der Vorteil des Pultunabhängigen upgradens/updatens der Effekte steht im Vordergrund. Die dafür benötigte Rechenleistung belastet nicht die Kapazitäten im Pult und macht dieses auf eine gewisse Art sogar langlebiger was seine eigene „Erneuerbarkeit“ angeht. Ganz klar ist das für ein hochpreisiges Mischpult, dessen Produktzyklus u.U. Ein Mehrfaches länger sein muss als der des im innewohnenden Rechners eigentlich sein würde, ein unbedingter Vorteil.
Pulte aus dem Touring/Verleihbetrieb haben so lange mit dieser Art des Hostens von FX Plugins kein Problem, wie eine fixe Produktion mit einem einmal vorbereiteten Setup mit waves oder Fourier-Server auf die Stasse geht. Ich stecke ein Kabel, starte das Teil und alles ist dufte. Das gleiche gilt ja auch für ähnliche externe Lösungen bei Budget-Pulten. Alles gut, solange der, der es gebastelt hat, das auch selbst bedient.
Blöd wird‘s, wenn die Server-Anbindung bei einem Festivalsetup zur IT-Bastelbaustelle wird oder episch an einem Plugin-Setup gestrickt werden muss, weil das nicht wie ein Pultfile ein einfacher, gemeinsamer Ladevorgang ist. Dann sind Pulte mit umfangreicher, gut klingender interner FX-Ausstattung im Vorteil.
Da ist ja auch Einiges im Umbruch. Ich finde die 'sowohl als auch' Variante des DM7 spannend (ordentliches internes FX-Paket + einfache Anbindung eines VST Servers) und die Option, für leistungsfressende FXe hardware im Pult nachzulegen (dLive), ist für die Verlängerung des Produktzyklus auch keine falsche Idee.