Zitat von "Stefan Rechenbauer"
Dem Elektroinstallateur ist das Loeten in technischen Anlagen generell untersagt. Jeder Uebergangswiderstand fuehrt zur Erwaermung der Loetstelle und im drastischen Fall zum Versagen. Gerade bei Steckfeldern oder interner Durchschleifung treten an Loetstellen ordentliche Stroeme auf (z.B. 2 Subs parallel 2kW/3Ohm/25A). Wer kann den Nachweis fuehren, ob eine 4mm2 Loetstelle das thermisch durchhaelt?
Naja, da würde ich differenzieren: Drähte verzinnen, unter Schraubklemmen = geht gar nicht! Dafür gibts Adernendhülsen, der Grund ist die mechanische Beanspruchung, Versprödung des Zinns und Reißen der Lötstelle - was zu "Wackelkontakt" bestenfalls und Erhitzung bis zum Brand schlimmstenfalls führt.
Dass eine flächige, fachgerecht ausgeführte (keine kalte Lötstelle!) Lötverbindung mit 4 mm² allemal bei 25 Ampère thermisch standfester ist wie eine Quetschverbindung, die möglicherweise nur an ein paar Stellen Kontakt zum Anschluss hat - diesen Beweis würde ich mich trauen anzutreten (Wenn ich mal zuviel Zeit hab, darf mein 0-60 Amp. Netzteil sich an so einem Konstrukt austoben :grin: )
Glaub mir, hab schon viele Flachsteckverbindungen abrauchen gesehen, weil sie mit hohen Strömen, in Verbindung mit fortschreitender Oxidation, dauerhaft nicht klar kamen...
Wichtig bei Lötstellen allgemein: Sie sollten nicht mechanisch belastet werden, also soll nichts mit Zinn "festgehalten" werden. Leitungen kann man vor der Lötstelle z.B. mit einer Schlaufe und Kabelbindern abfangen.
Gruß, Jürgen :wink: