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Beiträge von Ohrschützer

  • Spesen / Überstunden

    • Ohrschützer
    • 16. August 2004 um 16:49

    Also, Tagesgage auf 10h ist ok, Std. 11+12 1/10 Tagesgage plus 25%, Std. 13+14 1/10 Tagesgage plus 50%, ab 15. Stunde 1/5 Tagesgage (=2/10 = 1/10 plu 100% :lol: ) ist denke ich angesagt. Wenn ich schon 16 Stunden arbeite, will ich für die anstrengende Zeit aber auch vernünftig bezahlt werden.

    Stagehands vereinbare ich immer pauschal aber mit der Maßgabe, dass das Equipment pfleglich behandelt wird, dann ist der Job schneller fertig und es geht trotzdem nix kaputt. ("nix" im Sinne von optimierte Schnelligkeits/Ausfall-Formel :mrgreen: )

    Wie setzt man jedoch seine Tagesgage an? Hallengröße? Bandgröße? Equipment? Wieveiel gibt es ausser mir, die das können, was ich kann?

    Gibts irgendwo eine unverbindliche Orientierungsliste?

    Gruß
    Schlappi

  • Sagt mal gibt es von Behringer Geräte die was taugen?

    • Ohrschützer
    • 16. August 2004 um 16:14

    Hallo,

    ein Arbeitgeber von mir hat vieles von Behringer im Einsatz.
    Kurzer Bericht:

    - Ultracurve: Sehr schöne Funktion zum linearisieren. Allerdings etwas "unmusikalisch", also eher zu Orientierungszwecken. Das Display ist Mist, weil es zu langsam und damit zu schlecht ablesbar ist. Leider nur MIDI-Schnittstelle, kein RS-232 oder USB.

    - Ultradrive (Controller): Super. Vernünftige LEDs für die wichtigen Anzeigen, Display für die weniger wichtigen. Gute Software, RS232-Schnittstelle, so muss es sein.

    - Lautsprecher: Die aktuelle Serie im Einsatz (15-2er und 18er). Klingen super, sind von einer Person zu bewegen. Was fehlt, sind Flugösen an den Topteilen...

    - Shark: Im Prinzip genial, weil "Letherman auf elektronisch". Leider Abzüge in der Umsetzung, im Case kommt man kaum an die Regler und Schalter an der Rückseite ran. Zunächst etwas knifflig wegen der Pegeleinstellung. Trotzdem gerne für alles genommen, was noch über ist an Signalen...

    - Mischpult: wenig Macken. Rauschen kann ich nicht nachvollziehen. Für PA ist immer gut genug gewesen. Und wenns mir zu bunt wird, bekommt die Front ON STAGE (also NACH dem Multicore) noch ein schnelles Gate verpasst.

    - Floor-Wedges: Sehr viel mehr Druck als notwendig, sehr neutral.

    - EQs: technisch super, allerdings fehlt eine Funktion, L+R koppeln zu können. Oder braucht ihr sowas nie??

    - Feedback Destroyer: Nettes Gerät, Bedienung erlernbar, leider wieder ohne vernünftige PC-Schnittstelle.

    - Europower Endstufen: Klein, leicht, brauchen wenig Strom und es kommt trotzdem viel raus. Feine Sache.

    - Ultra :lol: link Pro :? : Sehr schön, und den Namen kann ich auch verschmerzen...

    Alles in allem lässt sich sagen: Seit wir das komplette Stack mit Behringer fahren (Boxen, Controller, Amps) habe ich kaum noch etwas am EQ zu tun. Der Sound kommt sehr sauber und linear rüber, und wenn ich will, kann ich noch ordentlich "Schub" oder "Crisp" geben.

    Das geht natürlich nur bis in bestimmte Größenordnungen, und natürlich habe auch ich mächtig Spaß dran, mit Midas, Nexo und Konsorten zu arbeiten, aber wenn das Geld dafür nicht langt, mache ich lieber einen kleinen Job mit viel Spaß und netten Leuten, als gar keinen...

    Das der Uli in seinen Prospekten und Anleitungen immer mächtig auf die Kacke haut, ist schon etwas merkwürdig, allerdings will der Mann ja auch was verkaufen.
    Das allgemeine Gemecker über Behringer ist halt modern, und in vielen Teilen der Branche gilt halt immer noch: Wenns gut sein soll, muss es auch viel kosten.
    Der Mercedes-Fahrer würde auch nie sagen: Oh, was für ein schöner Opel...
    Wer seinen Job als Pultmann wirklich drauf hat, bekommt auch mit Behringer Ergebnisse, die sich hören lassen können, oder ist jemand anderer Meinung? Her damit!

    Ich stimme den meisten Beiträgen voll und ganz zu. Durch die starke Verbreitung der Geräte ist die Wahrscheinlichkeit auch höher, dass mal ein defektes auftaucht. Ausserdem gibts immer wieder Leute, die sich - wie oben schon angedeutet - Equipment kaufen, aber keine Ahnung von der Bedienung haben, und dann die Geräte dafür verantwortlich machen.

    Gruß
    Schlappohr

    PS: Ich brauche keine 40er Konsole für einen Gig mit drei Musikern und ebensovielen Instrumenten...

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