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Beiträge von Hanseat

  • Aktive Monitore mit FIR-Technik => Latenz

    • Hanseat
    • 12. Februar 2022 um 13:08

    Danke für den Tipp, das war mir nicht bekannt. Das Feature ist sinnvoll, gibt es leider aber nicht durch die ganze Palette der auch als Monitor nutzbaren Topteile hinweg (z.B. bei der günstigen ART-Serie).

  • Kleine Monitore: K&F CA106 - HK VT108 - EV ZX1-90 - ??

    • Hanseat
    • 12. Februar 2022 um 12:19

    Da hast du nun auch wieder Recht. :)

    Mach ich.

    EDIT:
    Antwort Kling & Freitag: Acryllack ist nur zur Ausbesserung von kleineren Lackschäden geeignet.

  • Kleine Monitore: K&F CA106 - HK VT108 - EV ZX1-90 - ??

    • Hanseat
    • 12. Februar 2022 um 11:14
    Zitat von Hanseat

    Hab inzwischen zwei Anbieter, die gebrauchte CA-106 verkaufen würden. Ein günstiges Angebot stammt aus einer Installation - aber die Teile sind weiß. Nach allem was ich im Forum an Infos gefunden habe, lässt sich die PU-Beschichtung vermutlich nicht so einfach schwarz umlackieren - oder ist das doch gut machbar?

    Kling & Freitag schreibt in der Bedienungsanleitung: "Der von KLING & FREITAG verwendete PU-Strukturlack ist schlagfest und höchst belastbar. (...) Sollten dennoch Lackschäden auftreten, so können Sie diese auch mit handelsüblichem Acryllack in der entsprechenden RAL-Farbe Ihres Lautsprechers ausbessern."

    Bedeutet das, dass man die Boxen gegebenenfalls mit normalem Acryllack auch dunkel/schwarz umlackieren könnte oder eignet sich das nur für kleinere Lackschäden?

  • Aktive Monitore mit FIR-Technik => Latenz

    • Hanseat
    • 11. Februar 2022 um 11:20

    RCF bietet seine aktiven Topteile inzwischen alle mit FIR-Technik an - auch diverse Monitore.

    Im Netz sind keine klaren Angaben zu den damit verbundenen Latenzzeiten zu finden. Ein PP-Test weist allerdings bei einer HDL-26A eine Latenzzeit von 8.6ms inkl. A/D-D/A-Wandlung aus und zeigt eine FIR-Phasenlinearisierung ab ca. 200Hz (ist anscheinend bei allen RCFs ähnlich).

    Wäre diese Latenzzeit im Monitor-Einsatz nicht schon relevant für in dieser Hinsicht empfindliche Personen?

    Sänger hören sich ja nicht nur über den Monitor sondern auch "im Kopf" - so dass sich damit möglicherweise unangenehme Artefakte einstellen. Mich selbst stören z.B. selbst an einem recht schnellen Interface die Latenzzeiten bei der Nutzung von VST-Plugins für die E-Gitarre am Rechner - und da liegt man etwa in einem ähnlichen Bereich. Auch bei Drummern könnte ich mir vorstellen, dass diese eher sensibel darauf reagieren.

    Wie schätzt ihr das ein? Habt ihr Erfahrungswerte (hat noch nie jemand gestört / manche Musiker haben sich damit nicht wohl gefühlt)?

  • Kleine Monitore: K&F CA106 - HK VT108 - EV ZX1-90 - ??

    • Hanseat
    • 10. Februar 2022 um 22:27
    Zitat von floger

    Wie groß ist bei der Box denn das Delay? FIR geht ja nicht ohne. Das könnte bei Monitoranwenungen Probleme bereiten.

    Danke für den kritischen Hinweis. Hab versucht, das herauszufinden. Ein PP-Test spricht bei einer HDL-26A von 8.6ms inkl. A/D-D/A-Wandlung bei FIR-Phasenlinearisierung ab ca. 200Hz (ist anscheinend bei allen RCFs ähnlich). Was im FOH-Einsatz akzeptabel ist, wäre im Monitor-Einsatz möglicherweise schon relevant für in dieser Hinsicht empfindliche Personen.

  • Kleine Monitore: K&F CA106 - HK VT108 - EV ZX1-90 - ??

    • Hanseat
    • 10. Februar 2022 um 21:15

    Hab inzwischen zwei Anbieter, die gebrauchte CA-106 verkaufen würden. Ein günstiges Angebot stammt aus einer Installation - aber die Teile sind weiß. Nach allem was ich im Forum an Infos gefunden habe, lässt sich die PU-Beschichtung vermutlich nicht so einfach schwarz umlackieren - oder ist das doch gut machbar?

  • Kleine Monitore: K&F CA106 - HK VT108 - EV ZX1-90 - ??

    • Hanseat
    • 10. Februar 2022 um 17:57

    Auch wenn ich meiner Suche jetzt gerade etwas "untreu" werde: Mir ist gerade die RCF 708MKIV als aktive Variante ins Auge gefallen (und preislich würde sie auch ins Budget passen).

    Vorteil: Durch FIR-Technik aalglatter Frequenz- und Phasengang (damit vermutlich auch sauber mal als Frontfill mit meinen NX45A kombinierbar) sowie gute Pegelreserven. Von größeren Tops der 7er-Serie habe ich allerdings von recht deutlichem Rauschen gelesen - ist das bei der 708 auch ein Problem?

    Andererseits: Für die Monitoranwendung ist die Frage des FIR-Filters vermutlich nicht so relevant und die passiven Boxen sind einfach super einfach in der Anwendung (nicht nochmal Strom verlegen).

  • Grundausstattung Mikrofone für Schule

    • Hanseat
    • 10. Februar 2022 um 15:23
    Zitat von chris216

    Ich fasse meinen bisherigen Stand nach euren Empfehlungen zusammen:

    - einige Beta58

    - zwei SM58S (ich hasse Schalter - ausser am Talkback und für so Rektor-Durchsage-Mikros)

    - einge Kleinmembranen (werde mir mal CM4 für mich selbst kommen lassen)

    - ein günstiges, aber gutes Mikroset für Drums (Audix DP5-A?), ggfs erweitert auf vier Tom-Mics

    - zwei Studio-Großmembranen wie AT2020,2035, ggfs als USB-Version.

    Als weiteren Vorschlag könnte ich noch ein paar Instrumenten-Spezialisten (E906, AE2300, AE3000,...) einbringen, aber das meiste könnte man auch mit "mehr Beta58/mehr CM4" erschlagen. Keep it simple...

    Die genauen Mengen darf die Schule mitbestimmen, aber ich denke, damit sind wir schonmal auf einem guten Weg.

    Alles anzeigen

    Aus meiner Sicht (Lehrer an einer Schule) ein paar Anmerkungen:

    • Ich mag keine Mikrofone mit Schalter (irgendjemand schaltet den immer aus) - außer, man kann diese blockieren (wie beim 531)
    • CM4 ist eine breite Niere. Nichts dagegen einzuwenden, falls das passt. Für Aufnahmen oder bei lauten Schallquellen ist das sicher kein Problem, bei leiseren Quellen oder ungünstiger Platzierung (zu anderen Quellen / der PA) sieht das evtl. schon anders aus. Das Shure SM-81 hat sich bei uns auch in schwierigeren Situationen bewährt und klingt immer richtig gut.
    • An anderer Stelle wurde das Rode NT-5 genannt. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass das Mikrofon als OH bei eher hell abgestimmten Becken nicht so "gutmütig" klingt wie z.B. das Oktava MK-012/das SM81, sondern teilweise schon etwas "nervig" (das lag nicht an der PA, sondern machte sich auch bei Aufnahmen deutlich bemerkbar).
    • Tom-Mikros in jedem Fall als Clip-Mikrofone. Der Platz auf Schulbühnen is oft eng und beim Aufbau spart es Nerven; daher passt hier ein "Universal-Mikrofon" nicht so gut. Mit der D-Vice-Halterung (haben wir am i5 an der Snare) sind wir nicht so glücklich - so richtig stabil hält die das Mikro nicht fest (vielleicht haben wir ein "Montagsmodell")? e604 an den Toms ist robust und die feste Klemme geht nie verloren.
    • Das D6 an der Bass-Drum (als Teil des Audix-Sets) ist klanglich sehr einseitig. Für eine Bigband wäre das z.B. nichts. Ein gebrauchtes ATM-25 wäre meine erste Wahl, das bereits genannte PL-33 wird den Job auch erledigen.
    • Ein "Rockbag Bass Drum Dampening Pillow" mit eingebautem Mikro-Halter in der BD funktioniert gut (kein überdämpfter Sound) und ist wieder ein Stativ weniger.
    • e906 für die E-Gitarre am Kabel von oben über den Amp gehängt - schon wieder ein Stativ weniger. Aber klar - ist wieder ein "Spezialmikrofon" mehr.
  • Kleine Monitore: K&F CA106 - HK VT108 - EV ZX1-90 - ??

    • Hanseat
    • 10. Februar 2022 um 14:37
    Zitat von B_West

    andere Meinungen zum FLAT-M100 mit Frequenzgangmessungen

    "Das Messmikrofon ist im Nahbereich (ca. 5 cm Abstand) auf die Mitte des Lautsprechergitters gerichtet."

    Das Messdiagramm ist leider nicht gerade fein aufgelöst (ein Diagramm von 20dB bis 160dB macht da eigentlich wenig Sinn). Artefakte im HT-Bereich sind dennoch erkennbar.

    Aber wie gesagt, ich suche sowieso nach einer passiven Lösung.

  • Kleine Monitore: K&F CA106 - HK VT108 - EV ZX1-90 - ??

    • Hanseat
    • 10. Februar 2022 um 14:16

    Die Flats sind aktiv und ich würde lieber passive Lautsprecher verwenden. Was Pegelfestigkeit / GbF / Sound angeht, hab ich noch wenig Berichte gefunden und wie das Abstrahlverhalten bei 4 Breitbändern aussehen mag, würde mich mal interessieren - im HT-Bereich müsste man ja vermutlich mit deutlichen Interferenzen rechnen. Auch die Regler an der Seite sehen nicht so gut geschützt aus.

    Ein aussagekräftiges Datenblatt mit Messungen (Frequenzgang, Directivity hor./vert.) gibt's vermutlich nicht zu den Teilen?

  • Kleine Monitore: K&F CA106 - HK VT108 - EV ZX1-90 - ??

    • Hanseat
    • 9. Februar 2022 um 19:59

    Auf der Suche nach kleinen Monitoren bin ich hier im Forum über einen alten Thread gestolpert, bei dem unter anderem HK VT108 und K&F CA106 miteinander verglichen wurden. Laut Datenblatt soll die K&F der HK im erreichbaren Maximal-Pegel nicht nachstehen und im genannten Thread wurde der K&F mehr nutzbarer Headroom in der Monitoranwendung zugeschrieben.

    In der Schule nutzen wir die RCF310 (passiv). Die gefallen mir ganz gut - ich suche aber ein kleineres Format. Die ZX1-90 habe ich selbst. Ohne EQ sind sie ziemlich "HiFi" abgestimmt, mit etwas EQ aber ganz brauchbar. Dennoch suche ich nach anderen Alternativen, die schon "out of the box" / ohne Entzerrung eine vernünftige Abstimmung mit sich bringen.

    Grundsätzlich würde ich gern zum kleinsten Modell greifen. Daher würde mich interessieren, ob die K&F CA106 der HK VT108 hinsichtlich nutzbarem Pegel (>100Hz) klanglicher Abstimmung / geringer Feedback-Neigung ebenbürtig ist.


    Als gebrauchte Speaker sollten die K&F und die HK ganz gut ins Budget passen (ca. 300€/Box brutto). Wenn es weitere Alternativen gibt, die gebraucht in einem ähnlichen Preisbereich liegen, würde ich mich über einen Hinweis freuen.

    Falls jemand CA106, VT108 und ZX1-90 aus der Anwendung kennt, würden mich auch weitere Erfahrungswerte aus der Praxis interessieren.
    Vielleicht weiß auch jemand, wo man den Frequenzgang der HK VT108 finden kann? Im alten Thread wird ein PP-Test genannt, bei dem sogar CA106 und VT108 miteinander verglichen worden sein sollen - der ist aber im Netz nicht auffindbar und im Datenblatt ist kein Frequenzgang abgedruckt.

  • Behringer Flow 8

    • Hanseat
    • 8. Februar 2022 um 13:34
    Zitat von presonus

    Wenn du mal ein YT Video über BT abspielst, macht sich da eine exorbitante Latenz zum Bild bemerkbar.

    Das ist aber nicht dem Pult vorzuwerfen, sondern hat mit der Schnittstelle zu tun. Gut, es gibt zwar verschieden schnelle Übertragungsprotokolle, aber eine deutlich spür- bzw, in diesem Fall sichtbare Latenz ist beim Blauzahn eben unvermeidbar. Über USB sollte das kein Problem sein.

  • Behringer Flow 8

    • Hanseat
    • 7. Februar 2022 um 22:08

    Seit heute steht ein Flow in der Schule und ersetzt einen in die Jahre gekommenen Tapco Mix 260FX, der seit einiger Zeit technische Probleme hat. Für unseren Bedarf optimal. Versorgt werden:

    • 2 Vocal-Mikros mit Phantomspeisung (T-Bone MB78 Beta)
    • 2 Reserve-Kanäle (Instrument-In: Ukulele/Akustik-Gitarre mit Pickup/E-Bass)
    • 2 E-Pianos (Stereo-Inputs)
    • USB-Interface (Wiedergabe vom Rechner - die interne Soundkarte des Notebooks hatte häufig Probleme mit zirpenden Störgeäuschen); auch eine Proben-Aufnahme zur Kontrolle wäre denkbar.
    • Blauzahn-Wiedergabe (Schüler können ihre Handys in der Band-Probe problemlos nutzen - kein Anschluss per 3,5mm Klinke mehr notwendig / haben viele ja gar nicht mehr)

    Genial ist die einfache Bedienung. Kanal-Pegel und Masterlautstärke sind direkt im Zugriff. Nach kurzer Erklärung sind auch die FX-Wege bei Bedarf leicht nutzbar. Das Display und die Menü-Bedienung ist erstaunlich praxisnah gelöst. Detaillierte Einstellungen laufen eben nur über die App und verführen nicht zu "einfach mal dran drehen": Schön wäre ein PW-Schutz der Control-App (Pairing nur bei korrektem Passwort), um unbefugten Zugriff zu verhindern, aber immerhin kann man die Voreinstellung als Preset sichern.

    Die FX-Presets habe ich noch nicht ausprobiert, hoffe aber auf annehmbare Qualität für einen solchen Kleinmixer. Wird sicher reichen, um die Vocals bei Proben etwas aufzuhübschen.

    Den Netzteilanschluss mag ich persönlich wenig (immerhin gibt es eine Zugentlastung) und ich muss wohl die vorhandene Steckdosenleiste gegen eine schaltbare Variante austauschen (es gibt ja keinen Netzschalter). Hätte mir gewünscht, dass die LED oberhalb der Fader auch den Solo-Status (blinkend) und den Mute-Status (per Mehrfarb-LED => rot) anzeigen könnte. Aber man kann nicht alles haben.

    Für kleine mobile Einsätze ist das Pult auch genial. Zwei aktive Topteile + Flow => und ein kleiner Bandauftritt ist versorgt (Vocals/Keyboards/Akustik-Gitarre/evtl. Bass am Mixer / Rest mit eigenem Amp bzw. Akustik-Drums). Scheint für die geplanten "Pausenkonzerte" unserer Bands genau das richtige Werkzeug sein.

    Was mich noch interessieren würde, ist die Roundtrip-Latency bzw. vor allem die Wiedergabe-Latency am Rechner (zur Nutzung als Soundkarte für die Musikproduktion mit virtuellen Synths). Wenn da ähnlich niedrige Werte möglich sind wie bei den "UMC-HD"-Interfaces aus gleichem Hause, wäre ich völlig zufrieden.

    Nebenbei: Die Wiedergabe im Musikraum läuft über zwei Nubert nuBox 483-Speaker, die während der (Big-)Band-Proben ausreichend laute Pegel liefern und dabei auch noch klasse klingen. Klingt grenzwertig, funktioniert aber erstaunlich gut.

  • MD441 klingt nur noch extrem mittig - Diagnose / Reparatur-Prognose?

    • Hanseat
    • 1. Februar 2022 um 19:46
    Zitat von guma

    Hier muß ich widersprechen:

    Ich sehe für MD441-Sterben zwei Gründe:

    • Misshandlung und ja, dieses Mikro is nicht sonderlich robust.

    • Qualitätsprobleme, ja die gibt’s auch bei teuren Mikros.

    (...)

    Ich habe ein Exemplar aus ca. 1970, welches perfekt funktioniert. Dagegen hatte ich aber auch eins aus ca. 2000, dessen Kapsel „einfach so“ ohne Havarie in den „mittigen“ Zustand über ging, genau wie Mfk0815 das beschrieben hat.

    Alles anzeigen

    Das ist interessant, denn ich bin mir sicher, dass die Mikrofone bei uns an der Schule immer sorgfältig behandelt wurden. Da ich beim Auf- und Abbau der Mikrofone ständig dabei bin, wäre mir das Geräusch eines fallenden Mikrofons auf den Bühnen-Holzboden sicher aufgefallen. Meine alten Exemplare (die ich schon vor ca. 25 Jahren gebraucht gekauft habe), verrichten eben schon lange klaglos ihren Dienst.

    Zitat von mfk0815

    Ich muss allerdings sagen, dass ich ein D12 besitze (von WSW Siemens) das auch ein Problem mit fehlenden Bässen hat. Und das werde ich definitiv bei nächster Gelegenheit dem AKG-Mikro-Guru in Wien übergeben, damit das wieder repariert wird. Einfach weil ich es wieder voll einsatzfähig haben will, auch wenn ich es für Live-Anwendungen nicht mehr einsetzen würde.

    Das weckt schmerzhafte Erinnerungen: Bei der Aufnahme einer Schülerband vor rund 20 Jahren hatte ich auch einige meiner Röhrenschätzchen am Start ("Liebhaberei in Action" - vernünftig war das nicht) - u.a. ein AKG C-24 (Reissue mit modernerem Gehäuse, aber originaler Schaltung und CK12 Messingkapseln). Irgendjemand muss am Kabel hängengeblieben sein - jedenfalls gab's eine kleine Delle am Kopf des Mikrofonkorpus, die vorher nicht da war. Danach hab ich das Teil nie wieder in die Schule mitgenommen - und aus finanziellen Gründen leider schon vor Jahren verkauft. Der Käufer hatte das gute Stück zu AKG nach Wien gebracht und ein alter Mitarbeiter ist wohl extra zum Messen gekommen. Über die Jahre scheint einiges an Fertigungs-Know-How bei AKG mit Erfahrenen zusammen in den Ruhestand gegangen zu sein. Würde mich daher interessieren, welchen AKG Mikro-Guru du meinst.

    Zitat von treibsand

    Nur mal so als Sidekick:

    Wäre das jetzt nicht DIE Chance, für einen Umstieg? Der Bayrisch-Würtembergische Forums-Micro-Papst hat je eine ganze Batterie von 'nimm 3 - zahl eins' Alternativen in den Ring geworfen, von denen JEDE folglich bei der Stückzahl 1 bereits als Neugerät günstiger ist, als die Reparatur des 441.

    Warum also nicht 1-2 neuere, robustere Schallwandler in den Bestand aufnehmen und spätestens beim nächsten gestürzten MD entspannt in die Gewinnzone kommen?

    Tja, das ist so eine Sache. Sollten tatsächlich Fertigungsprobleme die Ursache für den Defekt sein - und wäre somit der Ausfall weiterer 441er in der Zukunft anzunehmen, dann wäre genau jetzt der richtige Zeitpunkt dazu und ich würde mich sicher später über die verpasste Gelegenheit ärgern. Bleibt es dagegen bei der Reparatur des einen Mikrofons, würde ich diese vorziehen. Nur das Orakel weiß, ob wir mehrere Mikrofone aus einer "schlechten" Serie oder eben nur ein "Montagsmodell" unter sonst guten Mikros erwischt haben.

    Bilder

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  • MD441 klingt nur noch extrem mittig - Diagnose / Reparatur-Prognose?

    • Hanseat
    • 1. Februar 2022 um 09:46
    Zitat von guma

    Für „MD441 zum Reparieren schicken“ braucht’s eigentlich keinen Thread und wie man Dir bereits eingangs geflüstert hat, gibts den schon,

    Für mich war das Wesentliche seit Post #3/#4 geklärt.

    Zitat von niggles

    Vor 20 Jahren (bzw. wenn ich nur die Geräte von damals verwenden dürfte) hätte ich das so noch gelten lassen. Inzwischen sind aber sowohl die Konkurrenz auf dem Mikrofonmarkt als auch die EQ-Qualität leistbarer Pulte auf einem Level angekommen der hier sicher auch andere Wege zum guten Ton ermöglicht.

    Ich verstehe dass du dich dagegen sträubst deine geliebten Vierkantwaffeln gegen etwas zeitgemässes auszutauschen, aber mittelfristig sehe ich da zumindest live (Im Studio gehts eher noch) keinen Weg drum rum. Mikrofone altern auch, und beim 441 wirkt sich das mEn nicht positiv auf den Klang aus.

    Da merk ich mal, wie alt ich schon bin :) In meinen Anfangszeiten war es mir sch**ßegal, welches Mikrofon ich live einsezten konnte. Ich war ja froh, wenn ich überhaupt ein paar hatte - und hab eben einfach das Beste aus den Möglichkeiten gemacht. Das Prinzip bleibt gleich, die Möglicheiten haben sich geändert.

    Geprägt hat mich die Zeit meines Studiums, in der ich einige Jahre als studentische Hilfskraft im Tonstudio der Uni alle Möglichkeiten hatte und bei zahlreichen Aufnahmen den gut gefüllten (aber nicht elitären) Mikrofonschrank in der Praxis erproben konnte. Mikrofone habe ich seitdem immer als Instrument verstanden. Natürlich kann ein Profi auch alles Mögliche auf einer Billig-Gitarre spielen, mehr Spaß macht es aber, eine Auswahl guter Instrumente nutzen zu können.

    Den Begriff der "Liebhaberei" nehme ich daher für mich privat gern in Anspruch - in meinem Mikrofonschrank haben sich über die Jahre einige dieser "Instrumente" versammelt. Neben alten MKHs mit Tonanderspeisungs-Adapter, Röhrenschätzchen aus Gefell, Sony C-48, und anderem, das eher im Studiobereich zuhause ist, finden sich "Arbeitstiere" der üblichen Verdächtigen. Natürlich unterliegen Mikrofone auch Alterungsprozessen, aber nicht jeder über 18 ist gleich reif für die Kiste (gern nehme ich alte AKG-/Neumann-/Gefell-Röhrenmikrofone entgegen, falls die jemand wegen des hohen Alters bei sich aussortieren möchte).

    Dass das 441er seinen (hohen) Preis bei der Neuanschaffung hat, ist unbestritten. Dass es um die Haltbarkeit so schlecht bestellt sein soll, ist mir persönlich tatsächlich neu. Über ein paar Jahrzehnte hinweg hatte ich bislang keine Probleme damit, habe aber auch immer dafür gesorgt, dass sorgsam mit allen Mikrofonen umgegangen wird.

    Wenn eure Erfahrung zeigt, dass das 441er im harten Bühnenalltag zu anfällig ist, dann kann ich das nachvollziehen. Um beim Vergleich mit dem Gitarristen zu bleiben: Sein hochwertigstes Schätzchen wird er vielleicht auch nicht auf jedes Konzert zerren und sich dafür lieber ein zuverlässiges Arbeitstier zulegen, auch wenn das gewisse Abstriche bedeuten mag.

  • MD441 klingt nur noch extrem mittig - Diagnose / Reparatur-Prognose?

    • Hanseat
    • 31. Januar 2022 um 21:51

    Wenn ich die überflüssige Polemik mal überlese und davon absehe, dass wir schon lange offtopic unterwegs sind, dann sei für deine Tipps zu den Alternativen gedankt.

    AE2300 gab's bei Anschaffung unserer Mikrofone noch nicht und das RE320 hatte ich nicht auf dem Schirm - dürfte bei Beantragung der Mittel (mit ca. 1,5 Jahren Vorlauf) allenfalls kurz auf dem Markt gewesen sein. M88 und AE3000 (das ich damals nicht kannte) wären sicher Möglichkeiten gewesen.

    Aber "hätte, hätte, Fahradkette", mea culpa und so. Wir haben nun mal die 441er und eins ist kaputt. Nur darum ging's hier. Danke für die Infos dazu und viel Spaß noch. 8o

  • MD441 klingt nur noch extrem mittig - Diagnose / Reparatur-Prognose?

    • Hanseat
    • 31. Januar 2022 um 20:32

    Ich mag das 441 sehr und hab privat auch noch einige davon - diese (und viele andere Mikros) kamen schon rund 14 Jahre "unfallfrei" in der Schule zum Einsatz (in diesen Jahren kam praktisch alles vor den Endstufen von mir privat). Meine eigenen 441er hatten noch nie Probleme und auch bei den vor rund 6 Jahren angeschafften Mikrofonen der Schule ist das der erste derartige Defekt. Auf den Zeitraum von 20 Jahren bezogen ist die Ausfall-Quote also nicht gerade schlecht.

    Dass man auch mit anderen Mikrfonen ans Ziel kommen kann, will ich gar nicht bestreiten. Gerade bei den von Anfängern der Musikklassen oft "trötig" gespielten Altsaxophonen wirkt das 441 jedoch wie ein "Weichspüler" im besten Sinne. Wir hatten vor dem Kauf der Mikrofone verschiedene Lösungen getestet und der Unterschied war deutlich. Daher haben wir uns einige wenige dieser Schätzchen gekauft und ich bin immer wieder froh darüber (auch bei Aufnahmen).

  • MD441 klingt nur noch extrem mittig - Diagnose / Reparatur-Prognose?

    • Hanseat
    • 31. Januar 2022 um 11:20

    Mit deiner letzten Bemerkung hast du vermutlich recht. Die erste Behauptung stimmt allerdings nicht die Bohne. Gute Schüler-Saxophone kosten rund 1.000€ (Yamaha / Jupiter). Und JA - der Aufwand auf Seiten der Mikrofone ist definitiv hörbar. Das kann man seit Jahren bei jedem unserer Konzerte erleben, bei denen immer wieder zwischen 120 und 140 Musikerinnen und Musiker aus Bands, Bigband und Chören auf der Bühne stehen (seit Corona auch gern mal vor der Bühne oder im Raum verteilt, um die Abstände einzuhalten).

    Gute Werkzeuge (Mikrofone etc.) und gute Instrumente sind wesentliche Bausteine für das hörbare Ergebnis. Wir nutzen z.B. Nord Stage 2, Yamaha CP-88 und Roland RD-800 als E-Pianos. Auch keine Billigheimer, sondern vernünftige Instrumente. Im meistgenutzten Raum sind ausgewählte und hochwertige Becken am Drumset zu finden. Unsere A- und E-Gitarren für Bands und Bigband sind richtig gute Instrumente. Warum? Weil diese Instrumente richtig gut klingen und es den Schülern (vor allem denen mit Erfahrung) VIEL (!) mehr Spaß macht darauf zu spielen als auf billigen Instrumenten (die wir in größerer Anzahl für Anfänger oder Klassen nutzen). Und JA - auch das hört man völlig problemlos!

    Wenn dir das egal ist - bitteschön. Uns nicht.

    Wenn noch jemand was zum Thema des Threads hat, dann gerne.

  • Akustik-Elemente für Medienmöbel

    • Hanseat
    • 31. Januar 2022 um 10:49
    Zitat von secluded

    So was in der Art hab' ich schon im Einsatz in 'nem Beton-Glas-Bunker gesehen und (nicht) gehört.

    All zu oft spielt die Akustik beim Bau eine untergeordnete Rolle. Was völlig sinnfrei erscheint, wenn es darum geht, dass man sich (oder eine Übertragung) in diesem Raum möglichst stressfrei verstehen sollte.

    In unserer Schule gibt es einen Klassenraum, der wegen eines deutlich eingeschränkt hörfähigen Schülers umgestaltet wurde (mit Teppich und anderen Maßnahmen). Das Unterrichten in diesem Raum ist VIEL (!) angenehmer und deutlich entspannter (für Schüler und Lehrer). Entsprechende Maßnahmen (gern auch ohne Teppich) sollten zum Standard werden. Ja, es gibt in allen Räumen die festen grobfaserigen dünnen weißen Akustikplatten an der Betondecke (keine Ahnung, wie die richtig heißen). Das ist bestimmt besser als nichts, aber noch lange nicht gut.

  • MD441 klingt nur noch extrem mittig - Diagnose / Reparatur-Prognose?

    • Hanseat
    • 31. Januar 2022 um 10:36

    Offtopic mellotron: Warum setzt man auf Bühnen gute Mikrofone ein? Damit es gut klingt!
    In meinem Profil kannst du sehen, dass wir ein musikalisch sehr aktive Schule sind. Bei unseren regelmäßigen Konzerten tritt u.a. die voll mikrofonierte Bigband auf. Den Altsaxophonen tut der etwas "weichspülende" Sound der MD441 sehr gut, daher haben wir sie angeschafft. Auch sonst haben wir wenig Billigheimer. Die Bühne wird bevölkert von Oktava-Mikrofonen (MK012 und MK103 - andere Bläser und OH), e906 an den E-Gitarren, Shure SM81 (Flöten/Chor), ATM25 in der BD, BF531 für Vocals u.v.m.
    Als Billigheimer haben wir den T-Bone-Verschnitt des Beta 87 im Einsatz (täglich im Unterricht) - beim letzten Chorkonzert (mit 28 Mikrofonen wegen der notwendigen 2,5m Abstandsregel) waren dann auch die mit im Einsatz (alle mit "medizinischen Mundschutz" - sah witzig aus und funktionierte super).

    Nicht so häufig - kommt aber auch vor: Wir machen Aufnahmen in unserem Tonstudio. Auch da machen sich die guten Mikrofone bemerkbar. Also in jedem Fall eine gute Investition!

    P.S.: niggles: Die Mikrofone wurden vor einigen Jahren zusammen mit anderer Ausstattung (Interfaces, Abhör-Monitore, Ableton Live-Lizenzen für Unterrichtsprjekte) angeschafft. Also keine alten Leichen.

    Zur Grundausstattung der Schule gehörten ursprünglich gerade mal zwei AKG D3700...

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