1. Home
  2. Chat
  3. Forum
  4. Kalender
    1. Termine
    2. Karte
  5. Lexikon
    1. Letzte Änderungen
  6. Marktplatz
    1. Bewertungen
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Alles
  • Alles
  • Artikel
  • Forum
  • Termine
  • Lexikon
  • Marktplatz-Eintrag
  • Seiten
  • Erweiterte Suche
  1. PA-Forum
  2. mringhoff

Beiträge von mringhoff

  • Mischen um jeden Preis ?

    • mringhoff
    • 9. Dezember 2011 um 10:08
    Zitat von "wora"


    ich kenne kollegen, denen ist der künstler oder das künstlerische ergebnis mittlerweile völlig egal, hauptsache der veranstalter ist zufrieden, weil der ja die kohle bezahlt.


    Diese einseitige Sichtweise finde ich auf Dauer auch betriebswirtschaftlich gefährlich. Es muss nämlich nicht nur der Veranstalter zufrieden sein, sondern auch das Publikum, den darunter befinden sich immer ein paar theoretische künftige Auftraggeber.
    Wer ein ungenügendes Soundergebnis abliefert, nur weil der aktuelle Auftraggeber es so gewünscht hat, der spielt mit seinem Ruf...

    Einen vernünftigen Mischplatz zu erkämpfen ist manchmal nicht leicht, aber wenn man vernünftig argumentiert, etwas kompromissbereit ist und kompetent rüberkommt, darf man mit seiner Technik dort stehen, wo man es für gut befindet. Ich kenne allerdings auch den ein oder anderen, der hier ziemlich "agenturhörig" ist. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, daß viele Projektleiter/Verantwortliche/Firmenchefs etc., die mit dem Veranstalter kommunizieren und den Technikplatz wie vom Kunden gewünscht an der unmöglichsten Stelle aufbauen lassen, meist selber noch nie wirklich ernsthaft an einem (Ton-)Mischpult standen...

  • Mischen um jeden Preis ?

    • mringhoff
    • 8. Dezember 2011 um 19:11
    Zitat von "guma"

    ...würde ich es sehr schön finden, wenn man da ein wenig Druck in eine qualitätsorientierte Richtung aufbringen könnte.


    Das wäre schön, wenn diese Arbeit dann auch fruchten würde...
    Das im Prinzip gleiche Thema gibts im Cash&Co-Brett aus der Sicht der Vermieter: Wie gelingt es uns weg von den "Nieten" (die gerne auch über den günstigen Preis genommen werden) hin zu Qualität zu kommen? Und zwar nicht nur bei uns, sondern im Bewusstsein des Kundens. Letztendlich ist der Auftraggeber der Entscheider, welchen Anbieter er nimmt. Im Gegensatz zur Technik - wo Qualität an diversen "handfesten" Dingen sichtbar wird - kann ich mir vorstellen, daß die Qualität eines Mischers noch viel ungenauer für einen Auftraggeber definierbar ist. Über den Klang gehen dann ja noch zusätzlich diverse Geschmäcker auseinander.
    Wenn man hier als Unbeteiligter dem Veranstalter erzählt, daß er sich einen schlechten Mischer eingekauft hat, kann ich mir gut vorstellen, daß nicht jeder diesen Rat auch gerne hören möchte. Kommt natürlich auch auf den Bekanntheitsgrad des "Beraters" an... :)
    Ich stelle mir das etwas schwer vor.

    Nebenbei gibt es auch andere Kriterien eines guten Mischers als die des guten Sounds. Vielleicht kann er gut mit den Künstlern umgehen, ist sozial kompetent, kollegial und teamorientiert.
    Was nützt mir ein Soundgott am Pult, mit dem ich sonst nichts anfangen kann? Der womöglich immer alles besser weiß, den Veranstalter (und meinen Kunden) vielleicht noch dumm anquatscht und mir den Folgeauftrag verhagelt etc.?
    Nein, dann lieber noch einen mittelmäßigen Tontechniker, der den Veranstalter charmant (servil) um den Finger wickelt, so daß dieser vom Gesamteindruck einfach begeistert ist.
    Am besten wäre natürlich einer, der beides gut kann :)

  • Mischen um jeden Preis ?

    • mringhoff
    • 8. Dezember 2011 um 17:50
    Zitat von "gert"

    Dadurch geht die Gage hoch und man macht Arbeit die einem Spass macht und die man kann.
    Das ist ein steiniger Weg ohne Frage. Aber dennoch einer der sich lohnt.
    Die Eierlegende Wollmilchsau wird immer mehr Arbeiten müssen und bleibt vom Erfolgserlebnis bis auf wenige Ausnahmen gänzlich befreit!

    Ich denke es gibt Vor- und Nachteile bei den Spezialisten und auch bei den Allroundern, so hat alles seine zwei Seiten.
    Wichtig ist der Spaß, den Du angesprochen hat. Der eine fühlt sich als Spezialist gut aufgehoben, der andere als Generalist.
    Solange es jeden Spaß macht (und das nötige Kleingeld bringt), hat alles seine Daseinsberechtigung.

    Mir persönlich gefällt einfach die Abwechslung im Job. Heute Firmenpräsentation, morgen Theater, übermorgen ein Kulturfest....
    Das Streben ist dabei es überall optimal hinzubekommen. Natürlich sage ich nicht, daß es perfekt ist, aber wie sagte guma so schön: Wenn es "den Anforderungen gerecht wird", passt alles.
    Und wer als Allrounder nicht auch einigermaßen gut ist bzw. mischen "kann", der ist über kurz oder lang auch bald weg vom Fenster....

    Die Allrounder findet man natürlich selten auf den großen Festivals oder bei bekannten Bands, dafür auf den zahlenmäßig viel häufiger stattfindenden Alltagsjobs. Wie gesagt, unsere Branche ist weit aufgestellt...

  • Mischen um jeden Preis ?

    • mringhoff
    • 8. Dezember 2011 um 13:15
    Zitat von "Jens Droessler"

    Ich meinte nicht, dass es von der Bühne so klingt, wie man es erwartet, sondern dass jedes Instrument schon so klingt, wie es sollte


    Wer legt denn fest, wie ein Instrument klingen soll? Wohl doch eher die Erwartungen im Publikum als die persönliche Meinung des Mischers.
    Wenn die persönliche Meinung des Mischers hierbei die Erwartungen des Publikums trifft oder sogar übertrifft, passt es, andernfalls ist etwas schief gelaufen.

    Hier zeigt sich, daß es von Vorteil ist, wenn der Mischer sich in den Musikgeschmack des Publikums hineinfühlen kann. Das Hineinfühlen klappt natürlich besser, wenn man sich in diesem Musikmetier gut auskennt.

  • Mischen um jeden Preis ?

    • mringhoff
    • 8. Dezember 2011 um 11:15
    Zitat von "guma"


    Ich schlage daher statt "ich kann alles mischen" folgende Ausdrucksweise vor:
    "Ich glaube, beim Mischen des mir zugänglichen Spektrums, den dort üblichen Anforderungen zu genügen".

    Den Stichpunkt "den dort üblichen Anforderungen zu genügen" finde ich gar nicht falsch, wie das jetzt gerade im Kontext rüberkommt... :)
    Die Anforderungen variieren von "es kommt was raus aus dem Mischpult" (Jugendheim, Anfängerband...) bis "in den Nuancen perfekt abgestimmter Sound" (hochwertige Veranstaltung, kritisches Publikum)
    Wenn alle hinterher zufrieden sind (Publikum, Band, Veranstalter etc.), dann kann der Mensch mischen.
    Wenn alle begeistert sind, daß es heute so gut geklungen hätte, dann kann der Mensch eben besonders gut mischen (von anderen Faktoren wie PA, Saalakustik, Band etc. mal abgesehen...)

    Das "Können" ist eine Frage der Anforderung.

  • Mischen um jeden Preis ?

    • mringhoff
    • 8. Dezember 2011 um 09:57

    Das Mischen um jeden Preis ist doch eigentlich genauso breit aufgestellt wie die VT-Branche an sich.

    Der Idealfall ist natürlich, daß der Mischer hinter dem Pult sich nicht nur mit der Technik gut auskennt, sozial kompetent ist (finde ich auch wichtig), genügend Erfahrung hat, was die Band und das Publikum möchte sondern sich zudem musikalisch in diesem Metier gut auskennt. Selbstverständlich soll der Gig dem Mischer auch noch Spass machen, so daß man es schon hört, daß da jemand mit Freude und Sachkenntnis dabei ist.

    Soweit zum Idealfall. Einige Bands haben ja ihren Traumtechniker gefunden und geben ihn nicht mehr her. Andere suchen noch und wieder anderen ist es offenbar egal.

    Da das Leben und auch die VT-Branche nicht immer das leichteste ist, wird es auch vorkommen, daß Mischer hinter dem Pult stehen, die nicht dem Idealbild entsprechen.
    Das kann viele Gründe haben:

    Stadtfest, Festivalsituation: Band kommt ohne eigenen Mischer, der von der lokalen Technikfirma gestellten Mischer übernimmt den Job
    Selbe Situation in Kultureinrichtungen, Clubs etc. - Hier wird nicht gefragt, welcher Mischer der bessere ist, sondern wer an diesem Tag Dienst schiebt. In manchen Einrichtungen gibt es vielleicht auch nur zwei Techniker, die abwechselnd Schichtdienst haben. Der eine kennt sich vielleicht mehr beim Licht aus, der andere beim Ton. Und schon ist entschieden, wer am Tonpult steht. Da kommt die Frage gar nicht auf, ob man zur Musikrichtung passt.

    Solche Allroundsituationen entstehen täglich in vielen Einrichtungen der lokalen Kulturszene. Wenn eine Band besonderen Wert auf einen guten Mix legt, weil sie entsprechenden Anspruch und das nötige Kleingeld haben, bzw. weil sie einen gewissen guten Ruf erlangt haben, den sie sich durch eine Niete am Mischpult nicht zerstören lassen wollen, kommt diese mit einen eigenen Mischer.

    Wenn Leute sagen "ich kann alles mischen", dann glaube ich das schon. Das ist einfach mal von der technischen Seite her zu sehen. Es soll also heißen, daß man sämtliche Klangerzeuger ins Mischpult führt und einen für sich und vermeintlich das Publikum passenden Mix ausgibt. Den einen gelingt das sicher besser wie dem anderen, aber es funktioniert.
    Daß man hier lange noch nicht den Idealsound in allen Feinheiten hinbekommt, behauptet sicher keiner. Zwischen Können und Können liegt ein großer Interpretationsraum...
    Soll man dann gleich deshalb vom Pult verscheucht werden? Zahlreiche Jugendveranstaltungen, Stadtfeste, Kultureinrichtungen und lokale Open-Airs funktionieren einfach nur so.
    Auch auf Industrie- und Firmenveranstaltungen läufts ähnlich. Gerade im kleineren Rahmen, wo anfangs der Chef und noch ein paar andere Leute Reden schwingen, zwischendrin mal eine Jazzcombo zum Essen aufspielt und ab Mitternacht der DJ zur Party ruft, ist es eher selten, daß für die Livegruppe ein eigener Mischpultmensch mitkommt. (Kommt aber doch manchmal vor)

    Band oder Festivals, die eine gewisse Größenordnung erreicht haben und der Zuhörer hier auch viel Geld an der Kasse hinterlässt, sollten hingegen einen höheren Anspruch an den Mischer haben. Aber hier gehe ich mal stark davon aus, daß auf einem Metalfestival auch ein Mischer vor Ort ist, der sich in diesem Bereich wohlfühlt. Genausogut kann ich mir nicht vorstellen, daß bei einem hochwertigem Klassik-Openair einer hinter dem Pult steht, der noch nie Klassik abgemischt hat.
    Große Produktionen haben ihre Spezialisten.

    Die täglichen Brot- und Butterjobs machen die Allrounder. Wer natürlich einen dick gefüllten Terminkalender hat, der kann sich die Jobs raussuchen und sich auf das spezialisieren, was ihm am meisten liegt und somit Spass macht.
    Der Rest muss einfach offen sein für Bereiche, die auch mal nicht sein Geschmack sind.

    Wenn man natürlich den Luxus hat, zwischen verschiedenen Mischern wählen zu können, dann wird der Projektleiter/Veranstalter etc. sich natürlich überlegen, wer von den Leuten den Job am besten machen kann.
    Manchmal sind es aber auch nicht nur die musikalischen Gründe. Es gibt auch Leute, die man einfach nicht auf manche Veranstaltungen hinschicken kann. Wenn jemand optisch und verhaltenstechnisch nicht auf eine Industriegala passt, kann der noch so gut mischen, er bekommt den Job nicht.

    Also: Mischen nicht um jeden Preis. Aber die musikalischen Gründe sind es nicht alleine.

  • Brummende Pulte (DJ&Live)

    • mringhoff
    • 7. Dezember 2011 um 14:53
    Zitat von "jens hartmann"

    Hu,.
    immer mal wieder haben wir probleme mit Brummenden Pulten.
    mag sein daß der Strom nicht Sauber ist,
    XLR vom Pult abgeklemmt,ist das Brummen weg.
    Gibts hier Topics wo das schonmal besprochen wurde?


    Stichwort Brummschleife.

    Lösung: alle (!) zusammenhängende Tontechnik entweder auf ein und demselben Stromkreis, vor allem die Endstufe und das Mischpult (z.B. langes Schukokabel vom Mischpult zum Amp) oder die externen Geräte (also die, die auf einem anderen Stromkreis hängen) mit einem Trenntrafo (Line-Übertrager) von der Masse abkoppeln.

    Falls ein Laptop dranhängt: das Netzteil kann auch öfters das Brummen erzeugen. Bei kurzen Jobs und gutem Akku: einfach Netzteil weglassen. Ansonsten gibts hier die schon angesprochenen Mini-Line-Übertrager aus dem Carhifi-Bereich zum Teil schon mit Miniklinkeanschluss.

    Bei Livejobs (kleine Band auf der Bühne): manche preiswerte Gitarren/Bassamps haben einen direkten Ausgang für das Signal ohne Trenntrafo. Hier unbedingt DI-Box verwenden. Gleiches gilt für Keyboard und andere Geräte, die signalmässig mit dem Mischpult verbunden werden...

  • Einstieg in die Veranstaltungstechnik

    • mringhoff
    • 7. Dezember 2011 um 12:08

    Zur Aufmunterung sollte man sich vielleicht auch mal diesen Thread durchlesen:
    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?f=37&t=64800

  • I want more of...

    • mringhoff
    • 7. Dezember 2011 um 12:07

    ...Weihnachtsfeiern wie diese hier:

    Aufbau am Nachmittag, kleine Bühne in einem großen Saal, Beschallungsanlage für ca. 300 Personen, etwas Ausleuchtung, ein paar Floorspots, stressloses arbeiten im Team von drei Leuten. 18.00 Uhr Start, kleine Begrüssung, Vorspeise, unterhaltsames Kabarett, Hauptspeise, Nachspeise und 22.00 Uhr Ende. Die anwesenden Dienstleister - also auch wir - saßen mit im Saal an einer der schick gedeckten Tische, feines Essen, guter Wein.
    Zweimal Schieberegler rauf und runter, unterhaltsames Programm, sehr gutes Essen, wieder früh zuhause und gut bezahlt.
    Es weihnachtet eben.... :)

  • Einstieg in die Veranstaltungstechnik

    • mringhoff
    • 7. Dezember 2011 um 10:15

    Ich sehe das auch lange nicht so dramatisch. Die Branche ist sehr breit aufgestellt.
    Die oben genannten Horrorszenarien stammen meist aus der schlecht bezahlten Rock´n´Roll-Szene aus der Sicht der Hands. Das gibt es natürlich auch.
    Es geht aber auch anders.

    Wie man in den Beruf reinkommen könnte, wurde ja hier schon mehrfach beschrieben. Mit einer bereits abgeschlossenen Berufsausbildung ist eine Lehrzeitverkürzung sicher drin. Sprich das Thema bei der Bewerbung an.
    Sollte die Firma dagegen sein, besteht der Verdacht, daß man Dich sowieso nur als billige Arbeitskraft braucht.
    Achte aber bei der Auswahl der Ausbildungsbetriebe darauf, daß diese möglichst viele "Industriejobs" machen, dann ist die Gefahr nicht so hoch, so zu enden wie manche es beschreiben. Auch sollte die Firma nicht zu groß sein, hier besteht oft die Gefahr, daß die Azubis als Hands missbraucht werden.

    Um mal etwas Branchenromantik in die Erfahrungauflistung einfliessen zu lassen, hier mal Geschichten, wie es auch aussehen könnte:

    Du hat einen kleinen bis mittelständigen Ausbildungsbetrieb gefunden, der Dich gut ausbildet, Du hast auch mal Zeit im Lager Geräte aufzubauen und Dich in Ruhe an diversen Pulten einzuarbeiten.
    Du lernst aus allen Bereichen etwas (Licht, Ton, Video, Strom, Rigging, Bühne) und wirst erstmal als selbständig arbeitender Allrounder ausgebildet.
    Nach der Lehrzeit wirst Du zu 90% nicht übernommen, aber Du machst Dich selbständig und wirst vor allem von Deinem ehemaligen Betrieb gerne gebucht. Du besuchst auf eigene Kosten weitere Ausbildungskurse (Rigging, Laser etc.) oder machst diverse Produktschulungen bei Herstellern mit.
    Du jobbst hier und da auch noch für Handfirmen auf Messen oder Konzerten und lernst, wie es auch anderswo zugeht. Mit der Zeit lernst Du neue Leute kennen, die Deine Fähigkeit zu schätzen wissen und Dich buchen. (Wichtig ist, daß man nicht als Scheinselbständiger arbeitet). Das Netzwerk in der Branche wird größer, Deine Erfahrung auch und ebenso Deine Jobauswahl, damit verbunden natürlich auch Dein Tagessatz.

    Wie auch manch andere Jobs aussehen können:
    Im Lager wird das Material zusammengepackt, Du fährst nachmittags mit einem Kollegen in einem Sprinter mit und baust gemütlich in einem Hotel-Ballsaal Konferenztechnik auf. Das Material ist sauber, gepflegt, klein und hochwertig. Keine schweren Kisten müssen rumgehoben werden, alles wird bequem reingerollt und aufgebaut.
    Der Hotelservice stellt Euch schon mal was zum Trinken hin, später steht auch eine kleine Auswahl an Schnitten da. Der Kaffee wird nicht aus der Thermoskanne gezapft, sondern Du darfst wählen zwischen Cappuchino, Latte, Espresso, Milchkaffee etc. und wird zügig gebracht. Die Zeit drängt nicht, denn die Konferenz ist morgen. Gegen 20.00 Uhr abends steht alles. Der Kunde freut sich.
    Am nächsten Morgen bist Du um 9.00 Uhr im Hotel, sitzt am Tonpult oder daneben, versorgst Redner mit Headsets, kümmerst Dich daß der Laptop passend am Beamer angeschlossen wird. Um 10.00 Uhr gehts los, zuvor gabs schon ein kleines Frühstück und frischen Kaffee, nach 1-2 Stunden erste Pause um 12.30 ist Mittag angesetzt, die Techniker dürfen selbstverständlich wie alle anderen Teilnehmer am Buffet teilhaben, nachmittags gehts weiter. Die Themen sind interessant, die Redner spannend und nach einer Kaffeepause endet um 17.00 Uhr der Job.
    Alles ist gut gelaufen, der Kunde bedankt sich nochmal extra bei Dir. Ihr baut dann gemütlich ab, verladet alles in den Sprinter und seid um 20.00 Uhr wieder am Lager. Das Material wird dann am nächsten Tag ausgeladen...
    Ein zwar längerer Tag geht zu Ende, es war interessant, der/die Kollegen waren alle nett, kompetent und lustig. Und da es im Gegensatz zum R´n´R hier nicht jeder Euro eine Rolle spielt, ist Dein Tagessatz auch doppelt so hoch.
    Daheim wartet dann die Freundin bzw. später Frau und Kinder. Es gibt Tage, da ist man natürlich auch mal länger weg, z.T. auch mal ein paar Tage am Stück, aber es gibt auch einige Tage, da hat man frei, öfters sogar auch am Wochenende, da ja die Industriejobs oft unter der Woche sind.
    Man hat daher soziale Kontakte, weil man zu den Zeiten arbeitet, wann es andere auch tun. Man schlägt sich keine ganzen Nächte mehr um die Ohren und hat auch mal Zeit und Geld für 3 Wochen in den Urlaub zu fahren.

    Nein, das ist nicht erfunden.
    Ach ein Nachteil ist schon dabei: Man muss Anzüge und ein gepflegtes Erscheinungsbild mögen... :)

  • Das liebe Geld ...

    • mringhoff
    • 4. Dezember 2011 um 21:41
    Zitat von "ukw"


    Ich gehe jetzt nach Berlin

    Darf ich dann mal ganz bescheiden fragen, was Du denn da machen möchtest in Berlin?
    Neue Partei gründen?
    Auf dem Kudamm auf eine Kiste stellen und predigen?
    In eine Partei eintreten? In welcher? Und dann?

  • Das liebe Geld ...

    • mringhoff
    • 4. Dezember 2011 um 14:56
    Zitat von "ukw"


    Nein Sebastian,
    Ich habe es genau richtig gemacht. Mein Beispiel ist klar und einfach.
    Was im Kleinen nicht funktionieren kann, wird im Großen nicht besser funktionieren.

    Man darf die Dinge aber auch nicht einfacher machen, als sie sind.
    Zum Beispiel mit Deiner Insel kannst Du Dir ja noch meine Antwort von damals durchlesen:
    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?f=37&t=73223&start=33

  • Das liebe Geld ...

    • mringhoff
    • 4. Dezember 2011 um 14:50

    Fakt ist, daß die Geldmenge schneller gewachsen ist bzw. weiterhin wächst, als die Wertschöpfung der Weltwirtschaft.
    Ein paar Ursachen sind ja hier schon mal genannt worden. Einmal die Verzinsung, zum anderen aber auch die Tatsache, daß das Geld fast nur noch als Zahl auf Konten existiert und hier dann fleissig damit rumgespielt werden kann (Giralgeld). In den letzten Jahren und Jahrzehnten kamen immer mehr Finanzprodukte dazu (mit und ohne Hebel), die virtuelle Geldmenge vermehrt sich immer schneller. Nun spielen ja auch schon die Notenbanken kräftig mit, das Aufkaufen von Staatsverschuldungen war früher undenkbar.

    Wir haben ja schon diverse Blasen erlebt in den letzten Jahren: New-Economy, Immobilienblase USA etc. Irgendwann platzen sie alle. Ist nur eine Frage der Zeit und der Art.
    Geld ist auch eine Blase. Nun sind halt einige nicht sicher, wann und wie diese Blase platzen wird.
    Allein durch eine Inflation wie wir sie derzeit haben klappt das nicht. Früher konnte man durch die Angleichung der Wechselkurse noch etwas Druck aus der Blase nehmen, aber das wird beim Euro auch immer schwieriger.
    Derzeit versucht man wieder die Schuldenproblematik mit noch mehr Schulden zu lösen. Die Blase platzt also nicht, sie wird nur größer.

    Da das Geldsystem aber für die ganze Weltwirtschaft aber so wichtig ist, ist diese Blase auch etwas anderes als die bisherigen. Man wird sie bis zum Schluss versuchen zu retten. Die Ideen der Finanzpolitik werden immer mehr.
    Wer weiß, wie da wieder die Luft aus der Blase herausgelassen wird? Geldentwertung? Hyperinflation? Schuldenschnitte?
    Man weiß es nicht.

    Daß wir aber jetzt vor einem großen Ende stehen, glaube ich auch nicht. Es wird noch einige Jahre weitergehen, bis irgendwann die Blase zu groß für Rettungsanker, Schutzschirme und Anleihenaufkäufe ist...
    Bis dahin arbeiten wir fleissig weiter und ukw rettet uns in Berlin.

  • Das liebe Geld ...

    • mringhoff
    • 1. Dezember 2011 um 09:17
    Zitat von "ukw"


    Wie stand der Euro zum Schweizer Franken?


    Wen bitte interessiert denn der Schweizer Franken? In der Weltwirtschaft niemand. (Es soll Leute geben, die sich in CHF verschuldet haben, die haben jetzt in der Tat ein Problem, aber das sind Randnotizen)

    Und fallende Wechselkurse sind übrigens kein großes Drama. Als die Griechen noch ihre Drachmen hatten und der Kurs zum Dollar und DM immer stetig gefallen ist, war die Welt in Griechenland noch in Ordnung. Mit der Lira war es ähnlich. Der Geldwert wurde einfach der Wirtschaftslage angepasst, jeden Tag ein bisschen. Mit einem festen Euro klappt das nicht mehr, jetzt wird halt auf anderer Weise "angepasst". Früher trugen die Verluste die Geldanleger durch Währungsverlust, heute muss ein Rettungschirm bzw. EZB-Aufkäufe her und die Verluste trägt der Steuerzahler.
    Das finde ich das eigentliche Drama. Die Verluste trägt nicht mehr der Kapitalmarkt allein, sondern auch der Sozialstaat, also wir. Ein versteckter Trend macht sich seit Jahren breit: Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert und das im ganz großen Stil.

    Ein hoher und weiter steigender Eurokurs ist übrigens für das subjektive Empfinden und die Geldbörse der Touristen im Euroausland schön, aber nichts für unsere exportorientierte Wirtschaft. So hat alles seine zwei Seiten.

    Seit Jahren wird dem Euro ein Untergang prognostiziert und er lebt immer noch und wird es auch weiter tun. Das mögen die Amerikaner nicht, weil sie Angst haben, daß der Euro dem Dollar die Vormachtstellung streitig macht. Nur wenn der Dollar weiterhin die Weltwährung bleibt, geht die Rechnung der Amerikaner auf: Schulden werden durch "Gelddrucken" bezahlt...
    Wenn immer wieder mal Panikmache zum Euro durch die Weltpresse geistert, dann sollte man vielleicht mal daran denken, daß solche Meldungen nicht ganz uneigennützig publiziert werden....

  • Das liebe Geld ...

    • mringhoff
    • 30. November 2011 um 22:40
    Zitat von "ukw"


    Im Iran knallt es also bald ...


    Gut möglich, aber ob die USA das Geld noch dafür hat?

  • Das liebe Geld ...

    • mringhoff
    • 30. November 2011 um 22:32
    Zitat von "klauston"


    Dafür das es so arg Kriselt verdienen Einige gutes Geld.
    Einerseits bin ich überzeugt, das dies hausgemacht ist und andererseits auch, das es gar keine so große Krise gibt, wie uns einige einreden wollen.


    Da ist was wahres dran.
    Das mit dem Geldverdienen ist aber relativ. Wir sitzen hier auf einer gewissen Wattewolke. Uns geht es noch gut. Gesamtwirtschaftlich gesehen geht die Armutsschere immer weiter auseinander.

    Wie auch 2008 glaube ich (glauben heißt übrigens nicht wissen), daß diese Krise wieder vorbeigeht, weil wieder sämtliche Volksvertreter vor lauter Aktionismus Geld, das sie nicht haben, dafür investieren, daß das Wirtschaftssystem nicht untergeht.

    Aber irgendwann ist es einfach vorbei damit. Die richtige Krise kommt entweder noch oder wir erleben viele Krisen nacheinander. Irgendwie muss ja die Luft aus dem ganzen aufgeblähten System rausgelassen werden. Schulden kann man nicht auf Dauer mit noch mehr Schulden bekämpfen.... Lassen wir uns überraschen.

  • Das liebe Geld ...

    • mringhoff
    • 30. November 2011 um 22:22
    Zitat von "ukw"

    nee, also das hier muss ich doch noch zitieren. Der Beitrag ist vom Verfasst: 12.01.2011, 22:10 also nicht mal ein Jahr alt.

    Hey, erzähl das den Griechen auf der Straße oder den aufgebrachten Spaniern, oder all den Leuten, die hier in Deutschland auf der Straße laufen ...

    Was ist jetzt an der Aussage falsch? Griechenland ist nicht pleite, die Staatanleihen werden (teilweise) nicht mehr bezahlt. Was derzeit bitter aufschlägt ist, daß die Zeche teilweise von Steuergeldern bezahlt wird. Entweder über den sog. Rettungsschirm oder über das Aufkaufen der Staatsanleihen durch die Zentralbank.
    Griechenland wird weiterleben, von den sozialen Zuständen habe ich hier nicht geredet...

  • Das liebe Geld ...

    • mringhoff
    • 30. November 2011 um 21:46

    Sehr schön, alte Beiträge wieder rauszufischen, die wieder aktuellen Bezug habe. Ich mag das auch :)

    Zitat von "ukw"


    self-fulfilling prophecy... ? Wer ist jetzt für die Krise verantwortlich, Wellenfront ? Ich? oder etwa die Ausländer => Portugiesen, Italiener, Griechen, Spanier Franzosen?


    Damals ging es um die Krise in 2008 und damals war es ja auch so: plötzlich war alles wieder vorbei. Es wurde viel herbeigeredet. Die Presse verdient nun mal an reißerischen Schlagzeilen.

    Nun bin ich ebenfalls der Überzeugung, daß vieles wieder aufgebauscht wird, was gar nicht so aufgebauscht sein müsste.
    Das bisschen Griechenland hat uns noch vor wenigen Monaten weltweit verwirrt. Dabei ist die Gesamtverschuldung verglichen mit USA, Japan oder GB wirklich Peanuts.

    Ich sitze jedenfalls weiter ruhig im Sessel, sehe zu, von welchen Dramen die Weltpresse wieder schreibt und welch Dinge die Weltpolitiker wieder aus der Feder saugen...

    Fakt ist aber: es gibt eine Staatsverschuldung, die jährlich steigt und steigt. Die Staaten können sich immer weniger leisten, überall muss gekürzt werden, dennoch wachsen die Schuldenberge.
    Das wird mittelfristig einfach nicht mehr klappen. Wir hier in Deutschland haben es noch gut. Im Vergleich zu den anderen großen Weltwirtschaften haben wir noch relativ wenig Schulden. Die USA hat es (noch) auch gut, sie kann einfach ihre Dollars drucken. Aber auf Dauer geht das auch dort nicht mehr weiter.

    Ich bin mal gespannt, wie sich die Schuldenblase auflöst. Reduzierung durch Inflation? Nicht das verkehrteste, aber unwahrscheinlich. Vermutlich Platzen diverser "Blasen"? Staatspleiten, Bankenpleiten etc.? Warum nicht? Danach geht es wieder weiter.... Hat es ja alles schon gegeben.

    Mit Sorge sehe ich aber, daß momentan viele Steuergelder dafür verwendet werden, ein System zu retten, das eigentlich dem Untergang geweiht ist. Steuergelder bedeutet immer das Geld der Menschen.
    Früher haben die Investoren Geld verloren, wenn sie ihr Geld falsch angelegt haben. Warum darf das heute nicht mehr passieren? Heute rettet der Steuerzahler die Investoren, sprich Banken, Geldinstitutionen etc. weil sie angeblich "systemrelvant" sind. Die Kleinen retten die Großen. Hier läuft einfach was falsch. Das war in 2008 nicht so...

    Aber die Krise wird erneut von der Presse aufgebauscht. Angst verkauft sich halt am besten. Und dabei bleibt die Presse wieder an der Oberfläche oder genauer gesagt, bei den Themen, die finanzwirtschaftlich gar nicht so relevant sind. Das Geldsystem wird nicht hinterfragt und die unglaubliche Verschuldung der USA schon gleich gar nicht.

    Also momentan bin ich noch ruhig, aber bald wird sie kommen, die Krise... :)

  • Akutes Problem mit dem Vermieter einer Location

    • mringhoff
    • 26. November 2011 um 17:22
    Zitat von "lichtfürlau"

    hab gestern mein Eigentum aus der Location ziehen können


    Gratuliere, das ist das beste, was Dir passieren konnte. Offenbar hat Deine "nichtangemesse Rhetorik" zusammen mit Deinem Unterkiefer über die Bürokratie gesiegt :)

    Zitat von "lichtfürlau"


    §562b BGB
    Soll das etwa bedeuten, daß es für mich noch nicht vorbei ist?


    Also im Grunde genommen ist es vorbei. Nach §562a BGB hast Du die Ware vom Grundstück entfernt, nun kann er sie nicht mehr pfänden.
    §562b zieht nur dann, wenn er widerspricht und zugleich auch wirklich ein Pfandrecht darauf gehabt hätte. Nun muss er also Dir nachweisen, daß die Ware dem Pächter gehört hat und nicht Dir.
    Diese Recht hat er noch einen Monat lang.

    Aber wirklich Dusel gehabt, der Verpächter hatte wohl doch noch so eine Art Gerechtigkeitssinn, da sind schon ganz andere Dinge gelaufen...

  • Akutes Problem mit dem Vermieter einer Location

    • mringhoff
    • 25. November 2011 um 18:39
    Zitat von "Markus Verza"


    Alle Dinge die ein Gewerblich Tätiger zur Ausübung seiner Tätigkeit benötigt sind nicht Pfändbar.


    aus meiner Sicht kann ich mir gut vorstellen, daß dies hier nicht zum Tragen kommt, da ja das Gewerbe nicht mehr ausgeübt wird, weil ja die Location geschlossen ist... :)

    Zitat von "Markus Verza"


    Das ändert sich natürlich z.B. mit der Insolvenz. In so fern sehe ich die Anwendung des Pfandrechts des Vermieters schon mal auf sehr töneren Füßen.


    wie schon erwähnt, im Insolvenzverfahren steht dem Pfandgläubiger ein Absonderungsrecht zu.

    Zitat von "Markus Verza"


    Recht haben und bekommen kann viel Geld und viel Zeit kosten.


    Das hat sich wohl der Verpächter auch gedacht und schnell mal gehandelt. Was er hat, das hat er. Von einem Pleitegastronom vor Gericht gezerrt zu werden, ist eher unwahrscheinlich.
    Zuhilfe kommt da ihm der §562b BGB: das "Selbsthilferecht" im Pfandrecht...

Anstehende Termine

  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Sachkunde für Fliegende Bauten

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Virtueller Stammtisch im Chat

    Dienstag, 29. September 2026, 21:00 – 23:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Dienstag, 6. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 13:00 – 14:00

Letzte Themen

  1. ADJ Entour Venue Hazer: Frage zum Heizelement

    skippa
    27. September 2026 um 10:16
  2. EU Cyber Resilience Act (CRA)

    alexanderjoseph
    26. September 2026 um 20:14
  3. 17. - 18. November | PA Rigging & Truss Safety mit Tom Greber

    Soundchecker
    23. September 2026 um 10:33
  4. 13. - 14. Oktober | Live Mixing Workshop mit Jörn Müller in Köln

    Soundchecker
    23. September 2026 um 10:30
  5. können das hier (Foto) die original Weichen der KMT CS215 / CM215 sein ?

    phattomatic
    23. September 2026 um 09:12
  6. RCF: "Bass Motion Control" vs. "XBoost" => Ähnliche Funktionalität unter zwei verschiedenen Etiketten oder relevante Unterschiede?

    Hanseat
    21. September 2026 um 22:21
  7. Suche Lichteffekt

    Schreddl
    21. September 2026 um 12:22
  8. QLC+4 in MagicQ Visualsieren - wie richtig einstellen?

    metal-shot
    19. September 2026 um 17:44
  9. Verschiedene Verteiler mit Powercon Anschluss bzw. Ausgang kompatibel?

    tenderboy
    19. September 2026 um 12:22
  10. Suche Optocore Spezialisten - trouble shooting eines SANE Verbunds

    georg.h
    19. September 2026 um 10:21
  1. Datenschutzerklärung
  2. Impressum
Community-Software: WoltLab Suite™