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Mischen um jeden Preis ?

  • guma
  • 4. Dezember 2011 um 09:46
  • Jens Droessler
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    • 8. Dezember 2011 um 00:39
    • #61

    Vielleicht unterscheidet sich auch das Verständnis, was eine professionelle Band ist ;)

    Und ich meinte damit auch nicht, dass nur ein paar Mikros hingestellt werden sollen, die die ganze Bühne abnehmen. Ich habe einfach viele Bands, da muss am Kanal-EQ so gut wie gar nichts gemacht werden, außer Hochpass, vorausgesetzt natürlich, man hat die dafür richtigen Mikros im Koffer.

    Und ich bevorzuge die für die jeweilige Anwendung passende Richtcharakteristik bei den Mikros. Für Overheads nehme ich aber in der Tat manchmal ganz gerne Kugeln und gehe dichter ran.

  • tufkaklto
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    • 8. Dezember 2011 um 00:50
    • #62

    Unter einer professionellen Band würde ich zB eine verstehen, die international tourt, große Gigs spielt ( durchaus > 5000pax ) , sehr bekannt sind und schon mal richtig fett Gagen aufruft.++

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  • tufkamar
    Gast
    • 8. Dezember 2011 um 07:27
    • #63

    dann kenne ich fast keine professionelle Band, die ihren Sound auf der Bühne sauber hinbekommt.

    Im Bereich RnR kann das meiner Meinung auch gar nicht funktionieren - "Sound" ist ja das Gesamtergebnis - und wie soll das bitte funktionieren, wenn da Schlagwerk, Gitarren, Bass und Keyboard beteiligt sind - und dann auch noch jemand auf die Idee kommt, zu singen?`Das, was da auf der Bühne passiert hat rein gar nichts damit zu tun, wie der "Sound" der Band sein soll. Jedes Instrument für sich - ok. Aber das Zusammenspiel bzw. die richtige Lautstärkebalance muss nun mal der Tontechniker hinschieben.

    "ohne große Bearbeitung abnehmen können und nur laut machen müssen" funktioniert maximal bei einer z.B. XY-Abnahme von rein akustischen Bands - ob "die Band" nun aus 2 oder 100 Leuten besteht ist dabei eigentlich egal.

    Bei allem anderen - muss nun mal der Kollege mit den vielen Knöpfen die auch einsetzen - und damit bekommt das, was aus der PA kommt automatisch eine Geschmacksnote. Die entspricht mehr oder weniger dem, was ein Tontechniker im Studio gemacht hat, als er die CD produziert hat (weil - das kennt auch der Toni am FOH-Pult aus dem Radio, weil er die CD besitzt, ...). Und das wiederum entspricht mehr oder weniger dem, was die Band im Sinn hatte, als sie in's Studio gegangen ist.

    Ok, manchmal hat die Band auch was im Sinn und kann es dem Tontechniker bei der Tour vermitteln, der setzt es dann auch im idealfall so gut wie möglich um. Ob das dann aber dem entspricht, was das Publikum hören will - das ist eine andere Sache.

    Ich behaupte mal frech - ich kann alles mischen. Und es wird immer, egal um was es geht, jemanden geben der meint "oh, also der Bass, der sollte aber eher funkig klingen". Oder das die Balance im Bläsersatz ein wenig zu ungunsten des Saxophons war. Es wird aber sicher immer auch jemanden geben, der den Mix, den ich abliefere (oder gar den Sound) super findet.

    Entscheidend ist denke ich, was man unter mischen versteht - und ich sehe es eher als technischen Vorgang und nicht als kreativen Prozess. Ok, deswegen bin ich vielleicht auch nur einer kleiner Toni, der für 3,4 Verleiher und ebensoviele Bands ab und zu mal Ton macht und kein Star der Szene. Lob aus dem Publikum, von den betroffenen Bands und den Veranstaltern bekomme ich trotzdem, ich habe meinen Spaß hinterm Pult und an dem Job.

    Und jetzt schlagt mich. :)

  • microsound.de
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    • 8. Dezember 2011 um 08:36
    • #64

    "Unter einer professionellen Band würde ich zB eine verstehen, die international tourt, große Gigs spielt ( durchaus > 5000pax ) , sehr bekannt sind und schon mal richtig fett Gagen aufruft.++"

    ???

    Sorry, da vergisst Du unglaublich viele professionelle und internationale Musiker die eine 3-stellige Anzahl von Gigs pro Jahr vor einem maximal 3-stelligen Publikum (für leider oft auch nur 3-stellige Gagen) spielen.

    Und bei denen merkst Du schnell, dass die mit jeder Umgebung zu recht kommen müssen und daher ein nahezu perfektes Soundbild abliefern. Wenn Du Dein Equipment im Griff hast geht es nur darum zu klären, welcher Musiker ist Lead, wer macht Backings, gibt es Besonderheiten und der Grundsound steht.

    Manchmal sind dann auch Überraschungen dabei, z.B. eine Sängerin, die keinen Monitor will und Du denkst "selber Schuld, wenn Du falsch singst", und am Ende sagst Du nur "Chapeau, die Frau weiß was sie kann".

  • gert
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    • 8. Dezember 2011 um 09:38
    • #65

    Ich finde es unerheblich welche Band man nun als professionell bezeichnet und welche nicht!
    Eins ist aber sicher, Selber mischen tut sich keine Band. Nur je groesser es wird desto weniger Eigenmix geht technisch. Das hängt oft schon mit der physischen Distanz der Musiker zueinander ab. Da hört man auf der Bühne anders als auf kleineren Bühnen.
    Deswegen sollte dieser Thread ja nicht wieder in diverse Lager abdriften.
    Für mich steht fest das man Sachen die man zum einem besser kennt und zum anderen besser mag besser mischt.
    Ausserdem steht für nicht fest das wenn man bestimmte Jobs ablehnt es nicht zwangsläufig deswegen ist weil man Neuem gegenüber nicht aufgeschlossen ist sondern nach reichlich probieren gemerkt hat das man es nicht machen will.
    Ich glaube man sollte als Tonmann gerne 2 bis 3 gleisig fahren aber nicht immer behaupten man kann alles.
    Das lernt man viel später das Spezialisierung kein Schimpfwort ist und es eigentlich vielmehr Spass macht wenn man sich in seiner Position wohl fühlt.

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  • mringhoff
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    • 8. Dezember 2011 um 09:57
    • #66

    Das Mischen um jeden Preis ist doch eigentlich genauso breit aufgestellt wie die VT-Branche an sich.

    Der Idealfall ist natürlich, daß der Mischer hinter dem Pult sich nicht nur mit der Technik gut auskennt, sozial kompetent ist (finde ich auch wichtig), genügend Erfahrung hat, was die Band und das Publikum möchte sondern sich zudem musikalisch in diesem Metier gut auskennt. Selbstverständlich soll der Gig dem Mischer auch noch Spass machen, so daß man es schon hört, daß da jemand mit Freude und Sachkenntnis dabei ist.

    Soweit zum Idealfall. Einige Bands haben ja ihren Traumtechniker gefunden und geben ihn nicht mehr her. Andere suchen noch und wieder anderen ist es offenbar egal.

    Da das Leben und auch die VT-Branche nicht immer das leichteste ist, wird es auch vorkommen, daß Mischer hinter dem Pult stehen, die nicht dem Idealbild entsprechen.
    Das kann viele Gründe haben:

    Stadtfest, Festivalsituation: Band kommt ohne eigenen Mischer, der von der lokalen Technikfirma gestellten Mischer übernimmt den Job
    Selbe Situation in Kultureinrichtungen, Clubs etc. - Hier wird nicht gefragt, welcher Mischer der bessere ist, sondern wer an diesem Tag Dienst schiebt. In manchen Einrichtungen gibt es vielleicht auch nur zwei Techniker, die abwechselnd Schichtdienst haben. Der eine kennt sich vielleicht mehr beim Licht aus, der andere beim Ton. Und schon ist entschieden, wer am Tonpult steht. Da kommt die Frage gar nicht auf, ob man zur Musikrichtung passt.

    Solche Allroundsituationen entstehen täglich in vielen Einrichtungen der lokalen Kulturszene. Wenn eine Band besonderen Wert auf einen guten Mix legt, weil sie entsprechenden Anspruch und das nötige Kleingeld haben, bzw. weil sie einen gewissen guten Ruf erlangt haben, den sie sich durch eine Niete am Mischpult nicht zerstören lassen wollen, kommt diese mit einen eigenen Mischer.

    Wenn Leute sagen "ich kann alles mischen", dann glaube ich das schon. Das ist einfach mal von der technischen Seite her zu sehen. Es soll also heißen, daß man sämtliche Klangerzeuger ins Mischpult führt und einen für sich und vermeintlich das Publikum passenden Mix ausgibt. Den einen gelingt das sicher besser wie dem anderen, aber es funktioniert.
    Daß man hier lange noch nicht den Idealsound in allen Feinheiten hinbekommt, behauptet sicher keiner. Zwischen Können und Können liegt ein großer Interpretationsraum...
    Soll man dann gleich deshalb vom Pult verscheucht werden? Zahlreiche Jugendveranstaltungen, Stadtfeste, Kultureinrichtungen und lokale Open-Airs funktionieren einfach nur so.
    Auch auf Industrie- und Firmenveranstaltungen läufts ähnlich. Gerade im kleineren Rahmen, wo anfangs der Chef und noch ein paar andere Leute Reden schwingen, zwischendrin mal eine Jazzcombo zum Essen aufspielt und ab Mitternacht der DJ zur Party ruft, ist es eher selten, daß für die Livegruppe ein eigener Mischpultmensch mitkommt. (Kommt aber doch manchmal vor)

    Band oder Festivals, die eine gewisse Größenordnung erreicht haben und der Zuhörer hier auch viel Geld an der Kasse hinterlässt, sollten hingegen einen höheren Anspruch an den Mischer haben. Aber hier gehe ich mal stark davon aus, daß auf einem Metalfestival auch ein Mischer vor Ort ist, der sich in diesem Bereich wohlfühlt. Genausogut kann ich mir nicht vorstellen, daß bei einem hochwertigem Klassik-Openair einer hinter dem Pult steht, der noch nie Klassik abgemischt hat.
    Große Produktionen haben ihre Spezialisten.

    Die täglichen Brot- und Butterjobs machen die Allrounder. Wer natürlich einen dick gefüllten Terminkalender hat, der kann sich die Jobs raussuchen und sich auf das spezialisieren, was ihm am meisten liegt und somit Spass macht.
    Der Rest muss einfach offen sein für Bereiche, die auch mal nicht sein Geschmack sind.

    Wenn man natürlich den Luxus hat, zwischen verschiedenen Mischern wählen zu können, dann wird der Projektleiter/Veranstalter etc. sich natürlich überlegen, wer von den Leuten den Job am besten machen kann.
    Manchmal sind es aber auch nicht nur die musikalischen Gründe. Es gibt auch Leute, die man einfach nicht auf manche Veranstaltungen hinschicken kann. Wenn jemand optisch und verhaltenstechnisch nicht auf eine Industriegala passt, kann der noch so gut mischen, er bekommt den Job nicht.

    Also: Mischen nicht um jeden Preis. Aber die musikalischen Gründe sind es nicht alleine.

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  • guma
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    • 8. Dezember 2011 um 10:40
    • #67
    Zitat von "marce"

    ...Ich behaupte mal frech - ich kann alles mischen. ( Aussage 1 ) Und es wird immer, egal um was es geht, jemanden geben der meint "oh, also der Bass, der sollte aber eher funkig klingen". Oder das die Balance im Bläsersatz ein wenig zu ungunsten des Saxophons war. Es wird aber sicher immer auch jemanden geben, der den Mix, den ich abliefere (oder gar den Sound) super findet.


    Ich kann den Rahmen für geschmackliche pipifaxen ziemlich gut von "Mix komplett daneben" unterscheiden. Ich brauche daher keine verniedlichte Version meines geschilderten Beispiels. :roll:

    Zitat von "marce"


    Entscheidend ist denke ich, was man unter mischen versteht


    Das ist allerdings seeehr richtig. :wink:

    Zitat von "marce"

    Ok, deswegen bin ich vielleicht auch nur einer kleiner Toni, der für 3,4 Verleiher und ebensoviele Bands ab und zu mal Ton macht ( Aussage 2 )


    Mir ( ... und hoffentlich anderen auch :roll: ) fällt auf, dass diese Aussage im krassen Widerspruch zu Aussage 1 steht :D :roll: :-D.
    Ich schlage daher statt "ich kann alles mischen" folgende Ausdrucksweise vor:
    "Ich glaube, beim Mischen des mir zugänglichen Spektrums, den dort üblichen Anforderungen zu genügen".
    Das würde ich für eine realistische und glaubwürdige Selbsteinschätzung in der hier beschriebenen "Mischwelt" halten.

  • tufkamar
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    • 8. Dezember 2011 um 10:57
    • #68

    ich sehe keinen Widerspruch in meinen Aussagen.

    Ich mach den Job für ein paar Bands (wenn die der Meinung sind, daß der Gig einen ded. Mischer braucht und sie sich nicht von der Bühne mischen wollen, ja, es geht hier nicht um weltbekannte Headliner) - da weiß ich, was auf mich zukommt. Das kann ich mischen.

    Dann mache ich den Job auch noch als freier Techniker für ein paar Verleihbuden. Man ruft mich an, ob ich Zeit und Lust hab. Mit viel Glück bekomme ich noch 'ne grobe Info ("3x Reden + 'ne Band, hinterher DJ") was mich erwartet. Und da steht dann von der Klassikkombo über spanisches Gitarrentrio und griechischer Musikverein bis zur Top40-Combo alles da - und das bekomme ich auch (wie ich und andere finden) gut hin.

  • guma
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    • 8. Dezember 2011 um 11:00
    • #69
    Zitat von "gert"

    ...Für mich steht fest das man Sachen die man zum einem besser kennt und zum anderen besser mag besser mischt.
    Ausserdem steht für nicht fest das wenn man bestimmte Jobs ablehnt es nicht zwangsläufig deswegen ist weil man Neuem gegenüber nicht aufgeschlossen ist sondern nach reichlich probieren gemerkt hat das man es nicht machen will.
    Ich glaube man sollte als Tonmann gerne 2 bis 3 gleisig fahren aber nicht immer behaupten man kann alles.
    Das lernt man viel später das Spezialisierung kein Schimpfwort ist und es eigentlich vielmehr Spass macht wenn man sich in seiner Position wohl fühlt.

    Danke für diese perfekte, klare Zusammenfassung meiner Ansichten. :)

  • mringhoff
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    • 8. Dezember 2011 um 11:15
    • #70
    Zitat von "guma"


    Ich schlage daher statt "ich kann alles mischen" folgende Ausdrucksweise vor:
    "Ich glaube, beim Mischen des mir zugänglichen Spektrums, den dort üblichen Anforderungen zu genügen".

    Den Stichpunkt "den dort üblichen Anforderungen zu genügen" finde ich gar nicht falsch, wie das jetzt gerade im Kontext rüberkommt... :)
    Die Anforderungen variieren von "es kommt was raus aus dem Mischpult" (Jugendheim, Anfängerband...) bis "in den Nuancen perfekt abgestimmter Sound" (hochwertige Veranstaltung, kritisches Publikum)
    Wenn alle hinterher zufrieden sind (Publikum, Band, Veranstalter etc.), dann kann der Mensch mischen.
    Wenn alle begeistert sind, daß es heute so gut geklungen hätte, dann kann der Mensch eben besonders gut mischen (von anderen Faktoren wie PA, Saalakustik, Band etc. mal abgesehen...)

    Das "Können" ist eine Frage der Anforderung.

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  • guma
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    • 8. Dezember 2011 um 12:01
    • #71

    Jawoll, und in meinem Fallbeispiel waren ziemlich viele unzufrieden. :wink:

  • Jens Droessler
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    • 8. Dezember 2011 um 12:56
    • #72

    Ich habe mich wohl etwas unklar ausgedrückt. Ich meinte nicht, dass es von der Bühne so klingt, wie man es erwartet, sondern dass jedes Instrument schon so klingt, wie es sollte (alters- und/oder taubheitsbedingte "Misskonfigurationen" mal vom Statement ausgeschlossen). Wenn dann noch ein passendes Mikro davorsteht, ist am Kanal-EQ nicht mehr viel zu tun. Dass man die Pegel noch schieben muss, dass es vom Sound her passt, ist doch klar. Und dass man hier und da noch eingreift, damit der Sound gleichmäßiger wird, ebenfalls.

  • mringhoff
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    • 8. Dezember 2011 um 13:15
    • #73
    Zitat von "Jens Droessler"

    Ich meinte nicht, dass es von der Bühne so klingt, wie man es erwartet, sondern dass jedes Instrument schon so klingt, wie es sollte


    Wer legt denn fest, wie ein Instrument klingen soll? Wohl doch eher die Erwartungen im Publikum als die persönliche Meinung des Mischers.
    Wenn die persönliche Meinung des Mischers hierbei die Erwartungen des Publikums trifft oder sogar übertrifft, passt es, andernfalls ist etwas schief gelaufen.

    Hier zeigt sich, daß es von Vorteil ist, wenn der Mischer sich in den Musikgeschmack des Publikums hineinfühlen kann. Das Hineinfühlen klappt natürlich besser, wenn man sich in diesem Musikmetier gut auskennt.

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  • karel noon
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    • 8. Dezember 2011 um 13:33
    • #74

    Du meinst also wenn ich am Ende des gitarrenhalses bis sieben zählen kann, sollte ich mir das mit dem lowcut bei 250hz gut überlegen? ;)

    Es läuft hier finde ich ein wenig auf "die guten/alten Hasen" können es sich aussuchen, die "kleinen" haben Pech hinaus, und da stellt sich eben die frage ob eine frühere Spezialisierung nicht hilfreich beim Erfolg als Mischer sein kann?!

    Das es nicht nur ein Stil sein sollte Schein auch Konsens, 2-5 verschiedene Richtungen kann man wohl gleichzeitig sein Spezialgebiet nennen.

    Ich frage mich, was z.b. Passiern würde wenn wir alle hier im Forum in der Signatur unsere 3 "besten" Richtungen angeben würden, würde man nur schneller sehen wer zu welchem Thema sinnvoll was sagen kann, oder würde es zu "der macht nur Blasmusik den nehme ich nicht ernst" reaktionen führen?

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

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    • 8. Dezember 2011 um 14:51
    • #75

    wenn ich die antworten hier so lese, keimt in mir der verdacht, das wir uns in dieser frage nicht alle einig werden KÖNNEN.

    es gibt meines erachtens min. 3 verschiedene mischertypen:

    a) die leute, die den beruf aus liebe zur kunst machen.


    b) die leute, welche den beruf nur aus liebe zur technik machen.

    c) die leute, die den job nur machen, um sich und ihre familie zu ernähren.


    man darf hier durchaus zwischen "beruf" (von "berufung") und "job" unterscheiden. im einen fall hängt mehr herz dran, im anderen fall ist der wirtschaftliche erfolg ausschlaggebend.
    aus diesen gründen werden wir uns hier mit sicherheit nie auf einen gemeinsamen nenner einigen.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • karel noon
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    • 8. Dezember 2011 um 14:59
    • #76

    Und was ist mit: ich habe aus Grund a) und oder b) mit dem Job angefangen, mache ihn aufgrund des sich dadurch einstellenden Erfolges auch um c) zu erreichen? :D

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

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    • 8. Dezember 2011 um 15:23
    • #77
    Zitat von "Karel Noon"

    Und was ist mit: ich habe aus Grund a) und oder b) mit dem Job angefangen, mache ihn aufgrund des sich dadurch einstellenden Erfolges auch um c) zu erreichen? :D

    Sehe ich ähnlich.

    Ich habe damit angefangen, weil er mir Spaß macht, ich immer schon mit Musik zu tun hatte und immer schon mit Technik gespielt habe.
    Nun mache ich das immer noch sehr gerne, aber habe auch eine Familie zu versorgen.
    Von daher greifen wieder einige andere Punkte:
    Natürlich mache ich auch Jobs wie zB Stadtfeste, wo alles mögliche an Bands ohne Techniker kommt.
    Aber ich bediene diese Bands so gut ich kann, ähnlich wie Gert schon sagte, es gibt immer Bessere, aber das Ergebnis sollte doch zuträglich sein.
    Das muß man von mir erwarten können.

    Denn ich habe einen Kühlschrank zu füllen und ich finde das nicht negativ, einen Beruf aus diesem Grunde auszuüben.

    Aber darum mache ich auch viel lieber Monitor, da hat ,an diese Probleme nicht.
    Im Regelfall direkte Kommunikation mit den Musikern, entweder es passt oder es passt nicht, unabhängig von der Musikrichtung :D

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  • gert
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    • 8. Dezember 2011 um 15:35
    • #78
    Zitat von "Karel Noon"

    Es läuft hier finde ich ein wenig auf "die guten/alten Hasen" können es sich aussuchen, die "kleinen" haben Pech hinaus, und da stellt sich eben die frage ob eine frühere Spezialisierung nicht hilfreich beim Erfolg als Mischer sein kann?!


    Nicht wirklich, zum einen können sich die alten Hasen es sich auch nicht immer aussuchen und die Jungen suchen ja ggf noch nach Ihrer Stilrichtung. Wie gesagt man wacht nicht als Countrymischer auf. Man muss sich schon mal darin geübt haben.
    Nur so merkt man ja erst was einem liegt und gefällt!

    Zitat von "Karel Noon"

    Das es nicht nur ein Stil sein sollte Schein auch Konsens, 2-5 verschiedene Richtungen kann man wohl gleichzeitig sein Spezialgebiet nennen.


    In meinem Fall meinte ich mit zweigleisig eben nicht 2 oder 3 Musikrichtungen sondern vielmehr 2 oder 3 verschiedene Jobs. Ich zB mache viele Systemjobs und lerne dabei zum einen viele Mischer kennen ( Pfeifen, Looser und Helden) und bin genau deswegen finanziell in der Lage Jobs die mir nicht liegen abzusagen.
    Dadurch ist die Trefferquote bei den Jobs die ich mache deutlich höher als wenn ich alles einfach annehmen würde. Dadurch geht die Gage hoch und man macht Arbeit die einem Spass macht und die man kann.
    Das ist ein steiniger Weg ohne Frage. Aber dennoch einer der sich lohnt.
    Die Eierlegende Wollmilchsau wird immer mehr Arbeiten müssen und bleibt vom Erfolgserlebnis bis auf wenige Ausnahmen gänzlich befreit!
    Und eins noch dazu. Gute Mischgigs kommen nicht zu einem, die muss man sich holen!
    Gute Touren gibt's nur auf Tour!

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  • tufkaklto
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    • 8. Dezember 2011 um 15:49
    • #79
    Zitat

    Das ist ein steiniger Weg ohne Frage. Aber dennoch einer der sich lohnt.
    Die Eierlegende Wollmilchsau wird immer mehr Arbeiten müssen und bleibt vom Erfolgserlebnis bis auf wenige Ausnahmen gänzlich befreit!
    Und eins noch dazu. Gute Mischgigs kommen nicht zu einem, die muss man sich holen!
    Gute Touren gibt's nur auf Tour!

    Jepp

    Diese Erkenntnis bekommt man aber nur mit Erfahrung, und dazu braucht man Zeit.
    Junge angehende Techniker verstehen das oft noch nicht ( woher auch )
    Wenn man lange genug dabei ist, hat man seinen Weg eh schon gemacht

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  • lambda-halbe
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    • 8. Dezember 2011 um 16:26
    • #80
    Zitat

    Gute Touren gibt's nur auf Tour!


    das ist zweifelsohne richtig, und gilt nicht nur dort. Wenn man einen guten Job gemacht hat, kommt immer mal wieder ein Weiterer nach.

    Zitat

    Wenn man lange genug dabei ist, hat man seinen Weg eh schon gemacht


    Wenn man lange genug dabei ist, hat man sich auch bewährt, sonst wird man nämlich ruck zuck abgewählt. Das hat nicht nur was mit technischem Knowhow zu tun, sondern auch mit neudeutsch Softskills genannten Kompetenzen.

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