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  2. mringhoff

Beiträge von mringhoff

  • Der Nachwuchs schläft nicht...zieht euch warm an

    • mringhoff
    • 19. Oktober 2009 um 12:10

    Hallo!
    An fast alle hier: Themaverfehlung!
    Der Thread heißt: "Der Nachwuchs schläft nicht...zieht euch warm an"

    So, und nun erklärt er uns auch, warum es bei ihm in Zeiten der Krise wirtschaftlich dennoch steil bergauf geht:
    http://www.youtube.com/watch?v=1up7EAAwdP4

  • dbMess - kann man Messungen nicht selbst starten?

    • mringhoff
    • 19. Oktober 2009 um 11:26
    Zitat von "ADMIN"


    Und das mit dBmess 2009: Prinzipiell könnte man das schon koppeln, aber dBmess 2009 wird nur im Bundle mit der Hardware verkauft.

    Das ist aber schade. :(
    Die Hardware benötige ich ja nicht. Und das ganze Bundle ist für diese Anwendung zu überdimensioniert.

    Falls es zur alten Software mal ein Update/Upgrade gibt oder die Version 2009 doch einzeln zu kaufen, dann wäre ich daran interessiert....

  • dbMess - kann man Messungen nicht selbst starten?

    • mringhoff
    • 18. Oktober 2009 um 13:26

    Ist denn die neue Software kompatibel mit der Levelmax1 Hardware?

    Mir gehts jetzt nicht um eine 100%ige normgerechte Messung. Die Auflagen, die die Veranstalter in der letzten Zeit bekommen, sind das ja genauso nicht. Hier schreibt irgendein Beamter, der auch gleichzeitig die Gastro- und Umweltauflagen etc. ausarbeitet einfach eine Zahl rein. Oder wie hier eben einen Bereich. Keine Angabe, wo das ganze gemessen werden soll, welchen Wert er meint (Dosis oder Peak) etc.
    Und da ist so ein Laptop mit grün-gelb-rot unterlegten Zahlen und mit der Einheit "dB" ganz hilfreich. Der Veranstalter sieht: die Technikfirma nimmt die Auflagen ernst, es wird gemessen und zwar nicht mit so einem Kaufhausgerät. Der Mann von der Ordnungsbehörde ist ebenso zufrieden, ob das jetzt alles normgerecht abläuft, das kann sowieso keiner beurteilen.
    Und zu guter Letzt hat man als Techniker ein gewichtiges Argument mit dem bunten Bildschirm: "Nein, wir dürfen nicht lauter, wir haben Lärmauflagen. Schau bis 95dB dürfen wir..." Die Gäste schauen ganz ehrfürchtig auf den Bildschirm und nehmen das ernst. Hab das gerade gestern erleben dürfen.
    Früher kamen die immer und antworteten auf unseren Hinweis (daß wir nicht lauter machen dürfen) "och, etwas geht schon noch", "merkt ja keiner...", "alte Spiesser" etc.

    Ich fand das Levelmax1 dafür also vollkommen ausreichend und vor allem zielführend. Ein schönes Tool.

  • Defekt durch Kunde

    • mringhoff
    • 18. Oktober 2009 um 12:59
    Zitat von "niggles"

    Außerdem wurdest du vor 10 Jahren mit Dynacord-Material, egal welcher Preisklasse unter Profis bestenfalls belächelt.


    Das spielt doch gar keine Rolle. Für Brot-und-Butter-Geschäfte, bei Privatkunden, die lieber laut und günstig als gut und teuer haben, ist das doch eine gute Box.
    Man muss doch nicht immer das beste vermieten. Der Markt und der Kundenkreis ist groß, für jedes Zielpublikum gibts verschiedene Lautsprecher.

    Wenn der Kunde nicht diesen Schalter bedient hätte, wäre sicher auch nichts passiert. Sofitte/Sicherung/Musikerbox etc. hin- oder her.

    Beim nächsten Dryhirekunden klebt da jetzt ein Streifen Gaffa drüber und der Vermieter erzählt dem Kunden, daß da ein Schalter drunter ist, den er stehen lassen soll, weil sonst die Box kaputt geht. Fertig.

    Yamaha4711 hat sich doch längst mit dem Kunden geeinigt. Vermutlich hat der Kunde auch ein kleinwenig Schuldbewusstsein, weil er ja den (versenkten) Schalter betätigt hat und inzwischen weiß, daß er damit den HT zerstört hat. Es hat ihm zwar keiner gesagt, aber er hat sich ja als Profi ausgegeben.

    Also ich würde sagen, zum Ende hin gut gelaufen und aus dem Schaden wird man/der Vermieter klug. Ich wette, Yamaha4711 wird keinen Kunden mehr haben, der den Schalter unwissentlich bedienen wird. Und er wird weiterhin 10 Jahre alte Boxen erfolgreich an zufriedene Partykunden vermieten und damit sein Geld verdienen.

  • dbMess - kann man Messungen nicht selbst starten?

    • mringhoff
    • 16. Oktober 2009 um 18:18

    Habe gerade seit kurzem das Levelmax-1 samt Software von dbMess

    Wenn man jahrelang das Forum gratis nutzt, dann solls doch mal einen Return für den Betreiber geben oder? Nein, Scherz beiseite. Wir haben eine kommunale Auflage 95dB im Publikum einzuhalten. Wieder so eine unpräzise Angabe. Und damit jetzt keiner mit einem kleinem Handgerät für 40,- EUR rumsteht und den Momentanwert misst, gehen wir jetzt her und messen den Leq30. Da weder von dem einen noch von dem anderen etwas in der Auflage steht, machen wir es mal professionell und sinnvoll. Da es sich um eine Veranstaltung mit 5 Bands an einem Abend handelt, gibt es viele Umbaupausen. Das senkt natürlich den Leq und wir dürfen bei den Bands lauter. Folglich hat also jeder was davon: wir werden nicht mit einem zu niedrigen Spitzengrenzwert gegängelt und der Veranstalter weiß, daß das professionell gehandhabt (und dokumentiert wird)

    Nun hab ich das Gerät mal testweise im Lager ausprobiert. Die Software misst automatisch von 12.00 bis 12.00 Uhr folgender Tag. Ich kann das nicht beeinflussen oder?

    Gibt es nicht eine Funktion "Messung starten" oder so ähnlich? Also z.B. ab Publikumseinlass?
    Wenn nicht, dann hab ich ja den ganzen Nachmittag mit div. Soundchecks auch noch in der Protokoll-Liste

    Und einen Verbesserungsvorschlag hab ich noch:
    Momentan sieht man farblich hinterlegt den Momentanwert und darunter den Leq30. Diese farbliche Hinterlegung (grün - gelb - rot) kann man selbst wählen, also dessen Ansprechschwelle in dB. Leider sind diese beiden Werte farblich gekoppelt. Wenn man also die rote Schwelle bei 99dB(A) einstellt, dann gilt das für beide Messwerte.
    Es wäre aber schön, daß man das unterschiedlich einstellen kann. Dann kann man z.B. das so einstellen, daß der Momentanwert erst ab 101 dB rot wird und der Leq30 schon bei 98 dB (für Techniker)
    Oder andersrum: Momentanwert bereits ab 96dB rot (z.B. für DJs, die es gewohnt sind, immer etwas ins rote zu fahren...)

    Da diese Ampelfunktion ja auch etwas für die Öffentlichkeit (DJ/Veranstalter/Ordnungsbehörde) ist, wäre es schön, wenn nicht gleich bei jedem Momentanwert alles rot wird, obwohl der Leq noch um einiges darunter liegt....

    (Noch besser wäre eine automatische Angleichung: Wenn noch Luft im Leq ist, dann steigt die rote Schwelle beim Momentanwert, wenns der Leq überschritten wurde, sinkt die Warnschwelle...)

  • Defekt durch Kunde

    • mringhoff
    • 16. Oktober 2009 um 15:18
    Zitat von "yamaha4711"


    Ich denke, dass es offensichtliche Schalter und Knöpfchen gibt - am Mischpult, an einem Controller, an einer Stufe oder an sonst einem 19" Teil und es "versteckte" Schalter gibt, z.B. Mäuseklavier an DMX Funzeln, Dimmern, o.ä.


    Wie groß ist denn der Schalter? Bzw wie stark ist denn der versenkt oder geschützt?
    (Ich kenne die Box wie gesagt nicht) Es klang bisher so, als ob das ein normaler Schalter wäre, den man einfach so verschieben kann...

  • paforum bringt Browser zum Absturz

    • mringhoff
    • 15. Oktober 2009 um 19:47

    Bei mir ist alles einwandfrei (einmal mit Google Chrome und auch mit IE)

  • Die Preisdumper sind unter uns

    • mringhoff
    • 15. Oktober 2009 um 15:17
    Zitat von "Kracky"


    Das haben wir hier auch, Vereine die noch etwas altes rumfahren haben und das dann für lau rausgeben.


    Vereine sind ja o.k. - rein gesellschaftlich gesehen. Vereine sind privatwirtschaftlich und nicht von unseren Steuern gefüttert.
    Aber wenn eine Kommune, die hauptsächlich von der lokalen Gewerbesteuer lebt, dann den örtlichen Gewerbetreibenden Konkurrenz macht, ist das gesellschaftlich nicht mehr in Ordnung.
    Man muss aber unterscheiden. Wenn eine Veranstaltung von der Kommune organisiert/bezahlt wird (z.B. Weihnachtsmarkt, Stadtfest etc.), dann ist das ja auch wieder legitim, wenn die ihre eigenen Sachen verwenden. (ob es dann so gut ist für die Veranstaltung selbst, ist wieder ein anderes Thema)

  • Defekt durch Kunde

    • mringhoff
    • 15. Oktober 2009 um 12:08

    Danke für das "s" :) kann man immer gut brauchen....

    Zitat von "Kracky"

    Und jetzt ist es an dir 100% gesichert zu sagen wer hat diesen Schalter betätigt?


    auch wenn es der Kunde war - was ja auch sehr wahrscheinlich ist - bleibt die Frage, ist dem Kunden das anzulasten?

    Da gibts einen Schalter, da steht "Aktivbetrieb" oder so was ähnliches daneben (kenne die Box jetzt nicht). Die meisten Dryhirekunden wissen damit nichts anzufangen. Manche vermuten wohl, daß es damit vielleicht etwas lauter geht. Wie schon weiter oben erwähnt: aktiv = power?
    Wenn man S1 schaltet, bekommt der HT ja auch wesentlich mehr Leistung ab - es wird also sicher lauter geworden sein.

    Jetzt kann man der Ansicht sein, ein Kunde darf an keine Schalter rumfummeln. Aber wir vermieten doch technisches Equipment mit ganz vielen Schaltern, Reglern, Potis etc. Man arbeitet sozusagen sogar damit. Mit vielen Reglern kann der Kunde auch nicht wirklich was kaputt machen, höchstens den Klang.
    Beim Mischpult erklären wir, daß er mit den Schiebereglern und Potis machen kann, was er will, solange er nicht ins Rote kommt.
    Bei einem Controller sagen wir ihm, daß alles eingestellt ist und das er dann dort bitte nichts mehr verstellen soll.

    Und bei der Lautsprecherbox mit zwei Schaltern, wo einer eine ganz fatale Wirkung hat, sagen wir nichts dazu? Oder gehen davon aus, daß der Kunde den schon nicht betätigen wird?

  • Die Preisdumper sind unter uns

    • mringhoff
    • 15. Oktober 2009 um 11:31

    Es gibt aber bereits Kommunen, die rechnen können. Vier Leute vom örtlichen Bauhof brauchen dafür 5 Stunden (ja, es sind halt Beamte mit exakten Vorgaben für die Pausen).
    Ein bekannter kommunaler Mitarbeiter hat mir mal erzählt, daß sie mit 40,- EUR Stundenlohn kalkulieren müssen. Anfangs war ich erstaunt, weil es sich ja hier wirklich um Hilfskräfte handelt, aber wenn man bedenkt, was da an Lohnsteuer, Sozialabgaben, Steuern, Urlaubs/Weihnachtsgeld, Pausenzeiten, auf die wenigen Stunden einer 38-Stunden-Woche umgerechnet werden muss, dann ist das einleuchtend.

    Und wenn eine Gemeinde klamm ist (und das sind ja die meisten), dann wird auch überlegt, wie denn die Kosten für den Bauhof eingespart werden können....

    Erzähl das doch mal dem örtlichen Kammerer... :)

    Aber vermutlich läuft das unter dem Aspekt der kommunalen Kultur- und Vereinsförderung...

  • Defekt durch Kunde

    • mringhoff
    • 15. Oktober 2009 um 08:47

    und ich schenke dem Kracky ein "e"
    http://de.wikipedia.org/wiki/Amper
    http://de.wikipedia.org/wiki/Ampere

    Ja und die Sofitte hat halt nur im Normalbetrieb ihre richtige Funktion, also in diesem Fall nur für den HT-Bereich. Für das Fullrangesignal ist sie nicht ausgelegt.
    Eine Sofitte ist schon nicht verkehrt als HT-Schutz, aber auch nicht das beste. Das Lämpchen reduziert einfach die obere Leistung, ähnlich wie ein Compressor. Eine Feinsicherung würde einfach anspringen und dann wäre alles aus. Besser wäre natürlich eine passende Kombination von beidem (im Tieftonbereich ist das ja dort so), noch besser wäre ein kontrollierter Betrieb mit einem Controller.

    Aber zurück zum Thema. Wie billbo schon angemerkt hat, die Todesursache ist das Fullrangesignal auf dem HT. Und das kam eben über die Fehlbedienung des Schalters S1

    Und nun müssen wir uns fragen: Kann man so etwas einen Kunden anlasten?
    ...und aus diesem Grund steht das hier alle noch im Cash&Co Brett...

  • Defekt durch Kunde

    • mringhoff
    • 14. Oktober 2009 um 21:01
    Zitat von "yamaha4711"


    Wenn es sich um einen Konstruktionsfehler handeln würde, dann hätte Dynacord sicher schon mehrere Beschwerden und die Anwender würde wohl auch in diesem Forum ziemlich darüber zettern. Ich denke nicht, dass nur eine handvoll dieser Boxen verkauft wurden, so dass sich keiner drum scheren würde.

    Naja, ein richtiger "Fehler" ist das ja nicht, aber trotzdem für das rauhe Veranstaltungsgeschäft ziemlich unglücklich gelöst.

    Aber zur Frage, warum das nicht so bekannt ist/war:
    Ich vermute mal folgendes:
    - die allermeisten Anwender fahren die Box passiv und lassen die Schalter wo sie sind
    - einige wissen um die Problematik und kleben einen Streifen Gaffa drüber, damit da keiner unbefugt rumspielt
    - es dürfte sicher auch einige geben, die das selbe Problem hatten wie Du (vielleicht hat bei denen auch die Sofitte früher angefangen zu leuchten bzw. ist früher durchgebrannt und hat somit den HT geschützt. Sofitten sind da nicht so genau...)
    - und die Leute, die einen solchen Schaden hatten, müssen aber auch erstmal rausfinden, daß es an dieser doofen Schalterkombination liegt und nicht, weil der DJ wieder im Roten war....
    - und die Kombination muss passen: S1 auf aktiv und S2 auf passiv - viele dürften ja wohl eher beide Schalter auf aktiv schalten, um mal auszuprobieren, wie das klingt und da passiert ja dann wieder nichts mehr, wenn auf +2/-2 kein Signal anliegt...
    - und zu guter Letzt: sooo bekannt ist diese Box nun auch wieder nicht. Dynacord ist in Musikerkreisen (und im Installationsgeschäft) bekannter als bei den VT-Buden....

  • Defekt durch Kunde

    • mringhoff
    • 14. Oktober 2009 um 15:15

    Hier mal zur Info das Datenblatt und ein Schaltplan von der Weiche:
    http://www.dynacord.com/downloads/vm15_datenblatt.pdf

    Schalter S001 trennt den HT von der passiven Weiche ab, es liegt nur noch die Sofitte im Signalfluss
    Schalter S002 legt das Signal für den HT von +1/-1 auf +2/-2

    Wenn also Schalter S001 betätigt wird, dann liegt das volle Programm auf dem HT das mit +1/-1 ja automatisch anliegt.

    Die Sofitte ist zwar ein Schutz gegen Überlast, aber nicht so exakt wie eine Sicherung, dafür aber fliessend. Wenn viel Leistung hereinkommt, dann leuchtet sie und nimmt so einen Teil der Last auf. Das ist also für einen Betrieb im Grenzbereich im Normalbetrieb (passiv) ganz passend.
    Nun hat aber jemand den Schalter S1 umgeschaltet, die Spule L1 und die Kondensatoren werden getrennt, das Fullrangesignal fliesst nun komplett mit voller Power über die Soffitte. Die arme Sofitte wird hell und leuchtet wie noch nie, um den armen HT zu schützen. Sie wird heißer und immer heißer, die Leiterbahn ebenso und schmurgelt schon die ein oder andere Kontaktstelle an. Irgendwann kann auch die beste Sofitte nicht mehr und gibt auf. Doch leider wohl zu spät, denn inzwischen wurde auch der Hochtontreiber angekokelt. Nun ist Ruhe im Karton, besser gesagt im HT-Bereich.

    Soweit mal meine Theorie...

    Da Du selber nicht mal genau weißt, was die beiden Schalter an Deiner Box bewirken, muss ich mich dann schon fragen, warum es dann Dein Kunde hätte wissen sollen.
    Ich glaube, wenn Du das gewusst hättest, dann hättest Du ihm auch gesagt, daß er von den Schaltern die Finger lassen soll.

    Der Kunde hat also nicht zu laut Musik gehört, sondern den falschen Schalter betätigt.

  • Defekt durch Kunde

    • mringhoff
    • 14. Oktober 2009 um 09:05

    Wenn so etwas passiert, dann hat der Ingenieur der Box was falsch gemacht. Wenn das jetzt ein Chinabrüller gewesen wäre, dann wäre das noch verständlich, aber aus dem Hause eines renommierten Boxenherstellers?

    Eine gute Box wird vor Überlast entsprechend geschützt. Da fliegt halt eine Feinsicherung oder im Controller spricht die Limitierung an etc.
    Das eine Weiche derart verschmort und auch noch gleich der HT mit, zeugt eher von einer billigen Machart des Systems.
    (Oder hast Du mal bei einem früheren Sofittentausch eine andere, nicht vom Hersteller vertriebene Sofitte eingelötet?)

    PA-Boxen werden halt nicht immer mit Samthandschuhen behandelt, die müssen schon mal so etwas aushalten. Dafür sind Sicherungen da.

  • Defekt durch Kunde

    • mringhoff
    • 13. Oktober 2009 um 10:00

    So mal vorab:
    Die Diskussion sehe ich jetzt inzwischen eher als Grundsatzüberlegung, weniger jetzt zu Deinem Fall. Denn einmal hat sich der ja längst erledigt und zum zweiten wäre das irgendwie unsinnig wegen 170,- EUR Schaden über vier Seiten zu diskutieren...
    Insofern meine Statements jetzt eher so als Grundgedanke zum Thema Dryhire.

    Zum Vergleich mit den Autos:
    für die Anmietung eines Autos benötigt man einen Führerschein, also ein Nachweis, daß man Autofahren kann. Jeder Autofahrer weiß daher, wie Bremse, Kupplung und Gaspedal funktionieren. Zudem kommt es vor, daß viele Autovermieter ihr Fahrzeug erst an Fahrer über 21 Jahre vermieten, also schon mal 3 Jahre Praxis voraussetzen. (Alternativ wirds teurer)
    Eine Tonanlage darf jeder Dödel mieten. Sogar Leute, die nicht wissen, was ein Aktivbetrieb ist. Und ob jemand Profi oder Laie ist kann man leider nicht sofort überprüfen...

    Zum Vergleich mit dem PM5D (und anderem Top-Material)
    Das Ding braucht wirklich kein Laie. Und teures Zeug geht dann wirklich nur noch an diejenigen raus, wo der Vermieter weiß, daß es ordnungsgemäß eingesetzt wird.
    Gib Dich doch mal als ausgeflippter DJ aus, der auf einer Jugenzentrumsparty vor lauter Geilheit ein PM5D mieten will, mal sehen, wer das Pult herausgibt... :)

    Ansonsten hast Du natürlich Recht, wenn Du sagst, daß man sich ja nicht alles von jedem Kunden bieten lassen sollte. Aber man muss halt unterscheiden: Was hat der Kunde auf dem Gewissen (weil er trotz Einweisung sich nicht an die Hinweise gehalten hat) und was eben nicht (weil er nicht wissen kann, daß er mit einem einzigen Schalter den Hochtöner schrottet).
    Für mich klare Vergehen von Kunden wären auch noch, wenn durch Basteleien etwas kaputt geht.
    Z.B. wer Speakon auf XLR-male Adapter bastelt, um Endstufen zu "koppeln"
    Wenn aber ein Kunde mit den mitgegebenen Kabeln und Adaptern theoretisch (also rein mechanisch) auch andere Kombinationen stecken kann (beispielsweise bei alten Endstufen mit XLR-Boxenausgängen) oder auch immer noch auf dem Markt: XLR-Boxenkabel und 3pol-XLR-DMX-Strecken, dann muss ich als Vermieter einfach Vorkehrungen treffen, daß keiner versehentlich mal ein XLR-Boxenkabel an die Movingheads steckt. Entweder, daß ich keine XLR-Boxenkabel mehr führe oder daß ich die Kabel farblich anders gestalte UND dem Kunden das nochmal explizit erkläre... Wenn er es dann doch tut, dann kann er nicht sagen, er hätte das nicht gewusst.

    Wenn eine Box so einen Schalter hat, dann gehört es also dazu, daß man entweder die Bedienung dieses Schalter verhindert (Gaffastreifen drüber) und/oder dem Kunden das nochmal ganz genau erklärt.


    Zitat

    Ich erwarte aber gesunden Menschenverstand und ich liebe den Spruch: vor manuellen Tätigkeiten, Hirn einschalten. Ich kann und will die Dummheit anderer nicht auch noch belohnen und ich denke das wird ein Richter genau so sehen.


    Aber vorab muss man als Fachmann abschätzen, inwieweit das Hirn des Mieters reicht. Und da wir es auch immer wieder mit technischen Laien zu tun haben, müssen wir unsere Erwartungen an das technische Verständnis wesentlich weiter unten ansetzen. Auch wenn der Kunde meint, er kennt sich aus.
    Mag sein, daß der Kunde sich als Profi bezeichnet, weil er schon seit 2 Jahren regelmässig Parties veranstaltet und die 15/2er-Lautsprecheranlage fehlerfrei aufbauen kann. Man muss also nicht von Null aus anfangen zu erklären, aber so einen Schalter muss man erklären, bzw. darauf hinweisen, den um Himmelswillen nicht zu betätigen, weil sonst der Hochtöner kaputt geht. Und daß man sich von dem Wort "Aktivbetrieb" nicht verwirren lassen sollte...

    Hätte man das vorher explizit gesagt, wäre die Schuldfrage klar gewesen.

    Zitat

    Noch zum Schluß: der Schalter bleibt so wie er ist! *grummel*
    (...)
    Der "Selbstzerstörungschalter" ist Orginal so drin und ich bastel ungern an den Teilen rum, als dass man es auch als Originale wieder verkaufen kann, wenn's denn sein soll.


    Der Schalter kann bleiben wie er ist musst ja nichts basteln, aber ein Streifen Gaffa drüber schützt Dich vor weiteren DAU´s

    (und so mal unter uns: diese Schaltung in diesen Boxen ist wirklich Mist. Es gibt ja nicht nur unerfahrene Dryhirekunden, sondern auch nicht mitdenkende Hands. Wer so etwas auf dem Markt bringt, hat nicht ganz zu Ende gedacht...)


    Zitat

    Wenn man nicht weiß was das Dingelchen tut einfach Finger weg. Punkt. Das halte ich für gesunden Menschenverstand und Respekt der Sache gegenüber.


    sehe ich etwas anders. Alle Schalter und Regler sind zur Benutzung des Systems gedacht. Wenn etwas dabei ist, was der Kunde nicht anrühren soll, muss man ihm das sagen.
    Wer einen Controller mitgibt, der sagt ja auch: hier ist alles eingestellt, bitte nichts verändern.
    Je nach Kunde muss man von einem unterschiedlichen "gesunden Menschenverstand" ausgehen. Von einem ausgebildeten, erfahrenen Tontechniker kann ich das erwarten, aber nicht von einem Laien (selbst wenn der das Wort Profi in den Mund nimmt)
    Und ich vermute auch, daß die Rechtsprechnung das so sehen wird...


    Zitat

    Ist es nicht so, dass die Versicherung Wiederbeschaffungswert - Zeitwert ersetzen muss?!


    Wiederbeschaffungswert ist was anderes wie der Zeitwert. Und was die Versicherung ersetzt, kommt auf die Vereinbarung drauf an. Wer einen Wiederbeschaffungswert ersetzt haben möchte, der zahlt vermutlich auch höhere Prämien.

    Die Versicherung ist aber die eine Seite und hat mit dem Schaden primär nichts zu tun.
    In den AGB steht öfters vom Wiederbeschaffungswert drin. Das ist eher unter Kaufleuten gedacht. Wer Geschäfte mit Privatleuten/Verbrauchern macht, wird Probleme damit bekommen, sollte es hier zu einem Streitfall kommen.

    Lt. BGB kann nur der Schaden ersetzt werden, also bis zum Zeitwert hin. Auch wenn man auf dem Gebrauchtmarkt kein gleichwertiges Gerät findet und man ein neues kaufen muss. Denn bei einem Neugerät hast Du wieder Garantie, es sieht sauber aus, hat noch keinen Verschleiss etc. Diese Vorteile muss der Kunde nicht bezahlen, nur den Schaden, also den Zeitwert.


    Zitat

    Andererseits wird die Versicherung des Verursachers gar nicht einspringen, da es mutwillig war. Wenn der Verursacher pleite ist, dann hab ich definitiv die A-Karte und schau in die Röhre.


    Grundsätzlich hat der Mieter zunächst mal keine Versicherung, die Schäden an Mietequipment ersetzt. So etwas muss man schon separat abschliessen. Es sei denn, es handelt sich um eine Firma, die eine entsprechende Versicherung hat.
    Eine (Privat-)Haftpflicht zahlt das auf alle Fälle nicht.

    Und im übrigen wehre ich mich immer dagegen, die Schuldfrage mit irgendwelchen Versicherungsleistungen in Verbindung zu bringen. Wenn der Kunde einen Schaden erzeugt hat, dann ist er dafür haftbar und muss diesen Schaden wieder ausgleichen. Wenn er eine passende Versicherung hat, dann ist das gut für ihn, wenn nicht, dann ist das sein Problem. Und wenn seine Versicherung nicht alles zahlt, dann ebenfalls

  • Versicherung von vermieteten Geräten „Elektronik-Versicherun

    • mringhoff
    • 13. Oktober 2009 um 08:17

    ich verstehe billbo´s Kommentar als Antwort auf dj-christian´s Beitrag...

  • Versicherung von vermieteten Geräten „Elektronik-Versicherun

    • mringhoff
    • 12. Oktober 2009 um 22:00

    Geräte gegen Diebstahl oder Unterschlagung zu versichern ist naturgemäß nicht günstig, je nach Selbstbehalt.
    Aber es gibt auch Versicherungen, die das auch gar nicht im Angebot haben, zumindest nicht als Tagesversicherung. Dann wirds natürlich noch teurer, wenn ein Versicherungsmakler ein Angebot zaubern soll.
    Hier lohnt sich der Vergleich.

    Allerdings muss man ja nicht alles gegen jede Gefahr versichern. Eine Unterschlagung ist zwar doof, aber kommt eher selten vor. Wer dann noch einen wachen Geist hat, vermeidet den ein oder anderen Schaden.

    Seltsame Anrufer, üblicherweise von einem Mobiltelefon aus, möchten kurzfristig ein Schwung Allerweltsequipment mieten (also so etwas, was man leicht wieder verhökern kann). Besonders beliebt sind 1210er, höherwertige Pioneer-Player/Mixer, 15/2er Boxensets mit Endstufe, Mikros
    Preis ist meist auch kein Thema, bei der Abholung ist man auch flexibel, selbst eine Kaution wird fraglos akzeptiert.
    Was aber nicht klappt ist ein ordentliches Angebot mit der Bitte um Unterzeichnung und Rückfax. Meist ist die Zeit zu knapp und angeblich grad kein Fax/E-Mailverfügbarkeit in der Nähe

    Besser mal Nein sagen (oder besser formulieren: ist leider schon alles ausgebucht...), wenn es zwielichtig wird...

    Zitat von "dj-christian"


    Kurz zum aktuellen Schaden:
    Es wurden bei mir 2 Technics 1210er (meine), 2 DJM1000 (dazu geliehen) und ein DJM800 (dazu geliehen) bei mir angemietet. Die ganze Sache hat gestunken ohne Ende und ich war so doof die Sachen rauszugeben. Am nächsten Tag rief mich der Mieter an und meldete einen angeblichen Einbruch. Durch eigene Recherchen habe ich der Polizei Hinweise ohne Ende geliefert aber keine Chance, da passiert nix und ich habe die Hoffnung schon aufgegeben. Da bei dem Mieter nix zu holen sein wird (Harz4 Empfänger), habe ich zusätzlich gegen selbst in Erfahrung gebrachte Hintermänner einen Mahnbescheid beantragt.


    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=51204
    Ähnliche Taktik. Es wird ein Strohmann vorgeschickt, bei dem es nichts zu holen gibt...
    Im Grunde genommen ist das bandenmässiger Betrug, ein Mahnbescheid wird da nicht helfen, Du hast ja keine (offiziellen) Forderungen. Hier hilft dann höchstens noch eine Anzeige gegen die Hintermänner. Und eventuell eine Zusammenführung von Geschädigten, um bei der Staatsanwaltschaft mehr Druck ausüben zu können.

    Setz doch eine Warnung ins Warnungenbrett - mitsamt Namen (soweit haltbar). Eventuell hast Du bald ein paar Anrufe von Kollegen...

  • Defekt durch Kunde

    • mringhoff
    • 12. Oktober 2009 um 21:06

    Also zunächst erstmal Danke dafür, daß Du nach wie vor geduldig auf alle Argumente und Einwürfe antwortest und weiterhin sachlich dabei bist. Das ist in diesem Forum leider nicht mehr so ganz üblich...

    Wer viel im Dryhiregeschäft macht, der weiß, wie unterschiedlich unsere Kunden ticken und wie unterschiedlich auch das technische Grundverständnis ist.
    Zu den Aufgaben eines Vermieter gehört es unter anderem auch, herauszufinden, was der Kunde alles kann und ob die Technik, die er geordert hat, einmal für seinen Einsatzzweck ausreicht und auch, ob der das überhaupt technisch bedienen kann. Das steht zwar nicht in den AGB oder sonstigen Gesetzen, aber irgendwie ist das einerseits Kundenservice und andererseits der eigene Schutz.

    Wenn ich etwas zur Vermietung freigebe, dann schaue ich mir die Kombination an und wenn etwas unklar erscheint oder die Gefahr einer Fehlbedienung möglich ist, dann wird das Ding entsprechend behandelt (Gaffa drüber, Hinweisschildchen, Kabelbinder, Warnhinweise etc.) Dein Selbstzerstörungsschalter wäre hier ein klassisches Beispiel.

    Darüber hinaus müssten bei Dir ja die Warnglocken läuten, wenn Du erfährst, daß Dein Kunde mehrere Hundert Partygäste erwartet und dafür nur zwei Böxlein mietet. Hier sollte man es doch schaffen, zum Wohle aller (Vermieter, Mieter und Gäste) eine passende Anlage zu finden. Vielleicht hätte der Kunde dann gar nicht nach irgendwelchen geheimen Boost-Aktivierungs-Beam-Boombastic-Schaltern gesucht...

    Zitat von "yamaha4711"

    aber es kam auch schon vor, dass jemand den Ausgang des Leistungsverstärker mit dem Eingang eines weiteren Leistungsverstärkers verbunden hat und beide Stufen voll aufdrehte:


    das waren wohl noch Endstufen mit XLR-Lautsprecherausgängen?

    Zitat von "yamaha4711"

    Lest euch rein interesse halber mal die AGB's der großen Verleihbuden (spezielle DryHire) durch. Hier wird mit ganz anderen Bandagen gearbeitet. Erstkunden wird eine Kaution von mehreren hundert Euro abverlangt (in der Regel 150-300€). Wenn etwas verreckt wird die Kaution einbehalten. Punkt.
    Der Kunde trägt in jedem Fall die volle Verantwortung. Erst Cash in voller Höhe, dann Material.
    Wehe wenn das Material nicht sauber oder zu spät zurück kommt.


    In den AGB steht deshalb etwas strengeres drin, damit man als Vermieter einen Handlungsspielraum bei der Kulanz hat. Wer von Euch hat schon wirklich bei unseren größeren Kollegen jemals eine Kaution hinterlegen müssen? Auch wir selbst verlangen eine Kaution nur bei ganz zwielichtigen Sachen. Vorauskasse bei der Miete ist allerdings üblich.
    Und so nebenbei: die AGB sind das eine - die rechtliche Durchsetzbarkeit im Streitfall die andere. Es gibt die ein oder anderen "klassischen" Regelungen in unserer Branche, die man bei Verbrauchern/Privatpersonen gar nicht durchsetzen kann, wenn es mal jemand drauf anlegt.

  • Linesignal per Funk

    • mringhoff
    • 12. Oktober 2009 um 18:11

    Danke schon mal für die Info. Klappt das mit der G3-Version auch?

  • Linesignal per Funk

    • mringhoff
    • 12. Oktober 2009 um 17:02

    Ich suche eine professionelle Möglichkeit, ein normales Mono-Linesignal per UHF 790-814MHz zu übertragen.

    Dabei möchte ich keinen Taschensender o.ä. einsetzen, sondern eine Sendestation, wenns geht mit abnehmbaren Antennen.
    Sowohl Sender als auch Empfänger sollten netzgebunden/stationär sein.
    Die HF-Einheiten sollten etwas hochwertiger sein, da solche Übertragungen auch mal zwischen einigen normalen Funkstrecken parallel laufen müssen. Die Antennen müssen deswegen abnehmbar sein, damit auch mal mit Verstärkerantennen/Richtantennen gearbeitet werden kann und man diese zudem auch etwas höher positionieren kann, als die Geräte selber. Gut wäre natürlich auch, wenn der Sender auch etwas stärker als 10mW ist. (Optimal wäre natürlich 50mW)

    Gibt es eventuell hier schon spezielle Lösungen? Oder funktioniert eine bestimmte Kombination von In-Ear-Sender mit einem Funkmikrofon-Empfänger?

Anstehende Termine

  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Sachkunde für Fliegende Bauten

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Virtueller Stammtisch im Chat

    Dienstag, 29. September 2026, 21:00 – 23:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Dienstag, 6. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 13:00 – 14:00

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