Na da bin ich aber froh, daß ich die Dinger dann ganz für mich habe. Die 600MHz Versionen sind ja nicht mehr so einfach zu bekommen.
Typisches Beispiel hier "nur teuer ist gut". Dann bin ich auch raus.
Na da bin ich aber froh, daß ich die Dinger dann ganz für mich habe. Die 600MHz Versionen sind ja nicht mehr so einfach zu bekommen.
Typisches Beispiel hier "nur teuer ist gut". Dann bin ich auch raus.
Ich wollte darauf aufmerksam machen, daß die eingesetzte Elektronik nach meinen (bescheidenen) Erfahrungen mit erheblich teureren Shure/Sennheiser Strecken mithalten kann. Die Kapseln und deren "Aufhängung" sowie die einfachen Empfänger sind ein anderes Thema. Für meine Anwendungen reicht es. Man könnte die natürlich noch "supern".
Im 600MHz Bereich ist bei uns in NRW nur DVB-T Kanal 40 und 43 belegt, also noch reichlich Platz für so schmalbandige Funken.
863MHz geht nicht, da ich das Summensignal des MP über einen Sender an die aktiven LS verteile und mich nicht selbst stören will. Duplexlücke ist hier völlig unbrauchbar, jede Menge Einstrahlungen durch LTE.
Ggf. versuche ich noch den alten VHF Bereich denn bei 600MHz habe ich schon Abschattungen durch die Menschenmenge erlebt (zumindest bei niedrigem Empfängerstandort)
Als "Teilzeitdienstleister" in diesem Bereich (max. 5 Veranstaltungen/Jahr) habe ich nach einer Lösung für die bekannten Probleme im 800MHz Band gesucht. Die mögen ja alle "frei" sein aber man wird nicht glücklich damit. Das wißt ihr vermutlich besser als ich.
Die ersten Serien dieser Chinaböller kamen etwa 2018 auf den Markt, da war dieser Frequenzbereich (600MHz) noch gar nicht freigegeben (ja, was ist frei). Aus reiner Neugierde ("was kann das schon taugen") habe ich mir damals drei Sätze gekauft und war zufrieden/erstaunt. Kaum zwei Jahre später waren diese Mikros im allgemeinen Versandhandel nur noch für das 800MHz Band zu haben, jedoch direkt vom Importeuer oder China auch noch für 600MHz. Deshalb war mein Beispiel auch ein TW620, das heute nur noch für 800MHz angeboten wird; es enthält aber exakt dieselbe Technik, die Sender lassen sich mit etwas µC Kenntnis sogar selbst umprogrammieren.
Als Elektroniker habe ich die Dinger dann zerlegt und ausgeforscht. Die Elektronik bietet eine hervorragende Basis für stabile (25mW sind Standard) und rauschfreie Übertragung (>100dB S/N) ohne jede Kompression weil A/D - Funkdtrecke - D/A. HF ist nicht mein Scherpunkt aber durch die QPSK Modulation sollte das Thema der Intermodulation zumindest entschärft sein? Ich habe jedenfalls 8 Stück gleichzeitig in Betrieb gehabt und zwar immer nur mit einem Kanal "Abstand". Wobei deren Kanäle 500kHz Abstand haben.
Größtes Manko sind die "Befestigungen" der Kapseln in den Mikros: die sind ziemlich starr und daher klopfempfindlich (Filter am MP!) und leider gibt es keine externen Antennen für die Empfänger, war bisher aber auch nicht erforderlich.
Ich würde gern Bilder einstellen, weiß nur nicht wie?
Das besondere sind die dort verbauten Chipsätze von Beken. Sowohl Sender wie Empfänger haben symmetrische Eingänge/Ausgänge und die Empfangchips auch zwei Antenneneingänge für Autodiversity. Leider werden diese Goodies nicht in allen mir bekannten Fertigprodukten umgesetzt. So wird bei den einfachen Empfängern nur eine Antenne genutzt und der eigentlich symmetrische Ausgang mit einem zusätzlichen AD22650 in ein unsymmetrisches mit extrem niedrigem Ausgangswiderstand gewandelt. Aber direkt ins Mischpult gesteckt ist unsymmetrisch eher akademisch.
Seit einigen Jahren gibt es aus dem asiatischen Raum Funkmikrofone mit digitaler Technik, die anscheinend recht vernünftig sind. Ich selbst nutze seit der Freigabe diese Mikrofone für Podiumsdiskussionen bei denen viele Funkstrecken gleichzeitig benötigt werden.
Kennt ihr diese Mikrofone? Wie beurteilt ihr die Technik?
Beispiel: Tonor TW620
Verbaut sind darin spezialisierte Chips von KT, daher sind diese Mikros trotz unterschiedlicher Namen alle gleich im Bezug auf die Übertragung. Die Kapseln könnten allerdings anders sein, die kaum gedämpfte Aufhängung ist schonmal ein Nachteil.