Zitat von "AudioBo"Genau deshalb erfahren ja auch digitale Modelling-Verstärker seit Jahren so einen Verkaufsboom. Es gab schon vor 15 Jahren Transistorverstärker, die eine Röhrenverzerrung recht überzeugend abliefern konnten, bei etlichen Rockbands der härteren Schiene standen und stehen hinter der Bühne z.B. Sansamp-Transistorkisten für die SoundAbnahme während auf der Bühne die grosse Show mit 20 100W-Vollröhrenkisten betrieben wird. Es gibt diverse SignatureAmps auf Transistorbasis und es gibt dann noch die Gitarristen (z.B. Jazzer) die wegen der geringeren Klangverfälschung auf Transistor schwören.
Der Grossteil der Gitarrenanfänger kauft sich erstmal nen fetten Röhren-Amp, weil das grosse Vorbild den gleichen hat und der natürlich auch viel besser klingt - dabei sind die Typen die ersten 5 Jahre überhaupt nicht in der Lage das Ding auch nur halbwegs vernünftig einzustellen. Und schon geht´s weiter mit dem Halbwissen und Hörensagen.Natürlich macht eine vernünftige Stromversorgung Sinn - ich sehe hier bei Endstufen allerdings auch das Problem in der Siebung. Wenn nur wenig Elkos als Zwischenspeicher vorhanden sind, muss der Trafo den Strom liefern, bzw. das Stromnetz - und das dauert zu lange, bzw. im Zweifelsfall geht die Stromversorgung einfach in die Knie.
Am besten merkt man so etwas bei langen Stromzuleitungen, da kann bei starken Bassimpulsen an der Leistungsgrenze auch schon mal die Versorgungsspannung um 30V einbrechen - das hat aber nichts damit zu tun ob der Trafo jetzt auf 50Hz oder 50 000 Hz läuft - sondern mit fehlendem Puffer durch die kaum vorhandenen Siebelkos.
Habe schon seit längerem Camco DL und alte JBL Urei Amps zuhause für mein Hifi System. Ein Blick in das Innenleben der alten Camcos hat bisher auch die meisten High-End Hifi Fetischisten überzeigen können. Hier wurde nirgends mit Bauteien gespart. Werder am Netzteil noch an der Siebkapazität. Bei einem kleinen Vergleichstest hat sich die Bedeutung von überdimensionierten Bauteilen ganz klar herausgestelt. 2x15" (JBL 2226H) an einer 20 Jahre alten ONKYO Endstufe im Vergleich zu neuem TA2400 Amp. Der uralt Amp war trotz einem bruchteil der Leistung basstechnisch ganz klar im Vorteil!