Hallo,
ui-jui-jui, das sind ja sogar gleich mehr als 3 Wünsche auf einmal.
Der Anforderungskatalog ist recht gut formuliert, wobei man hier und dort die Systemgrenzen wohl noch etwas enger setzen müsste.
Ohne den Branchen-Softwaremarkt zu kennen (so sich ein solcher hier überhaupt definieren läßt), denke ich, dass ein solches spezielles und ich-erschlage-alles-auf-einmal-Programm wohl nicht existieren wird, sonst wäre es nämlich bei der Mehrzahl der entsprechenden Firmen im Einsatz oder zumindest hätte jeder erfahrene Fachmann schon mal davon gehört.
Bei diesem riesigen Funktionsumfang müßte die Software unheimlich flexibel konfigurierbar sein, wenn sie große Verbreitung finden soll, damit zumindest die meisten denkbaren Geschäftsstrukturen auch für das jeweilige Unternehmen in der Funktions- und Datenstruktur abgebildet werden können. Das macht die Entwicklung sehr aufwendig und die Bedienung recht anspruchsvoll, muß aber sein, schließlich soll eine Software das Tagesgeschäft einfacher und nicht umständlicher machen.
Hinzu kommt, dass eine solche Anwendung mit einer großen Zahl von Schnittstellen zu anderen Formaten und Anwendungen ausgestattet sein müßte, um ihre Vorteile auch in sehr unterschiedlichen und komplexen Umgebungen ausspielen zu können.
Ich denke nicht, dass sich irgendein Systemhaus das ans Bein bindet, wenn im Höchstfall ein paar tausend Nutzer zu erwarten sind und man in vielen Funktionsbereichen mit anderen Anwendungen konkurriert, die für 'n Appel und 'n Ei zu haben sind. Sowas kann kein Geld verdienen.
Ich sehe eigentlich nur einen Weg, zu einer solchen Lösung zu kommen: Stell jemanden für die Verwaltung ein, der mit Tagesgeschäft nur maximal 50% ausgelastet ist, der BWL studiert hat, Dein Geschäft sehr gut kennt, aber auch praktische Erfahrungen im Steuerwesen hat und der gleichzeitig anerkannter Datenbank-Spezialist mit großer Projekterfahrung ist, stell ihm anständige Technik hin und gib ihm 2 Jahre Zeit "nebenher" deine spezielle Unternehmenslösung zu entwickeln und schrittweise einzuführen.
Macht unterm Strich ein paar zehntausend Euro Entwicklungskosten. Mit etwas Glück gewinnst Du ein paar "befreundete Mitbewerber" dazu, das Programm nach sicher jeweils notwendigen Anpassungen auch einzusetzen. Mit noch etwas mehr Glück macht das dann so viel Furore in der "Szene", dass plötzlich jeder damit arbeiten will, ohne dass Du nochmal viel Geld in Werbung stecken musst. So ab dem zwei- oder dreitausendsten Anwender könntest Du dann Deine Kosten wieder eingefahren haben. Aber eben nur mit sehr viel Glück und langfristiger Vorfinanzierung und nur wenn Du den Richtigen für eine solche Aufgabe findest.
Äh, ... da fällt mir ein ... mein aktuelles Projekt läuft im August aus, da wäre ich dann wieder zu haben ... :wink:
Gruß, Hendrik