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De-Esser - wie am effektivsten einzusetzen?

  • hendrik_bbg
  • 2. März 2005 um 15:43
  • hendrik_bbg
    Beiträge
    101
    • 2. März 2005 um 15:43
    • #1

    Hallo,

    Da wir des öfteren mit unserer Amateur-Band das Problem der überbetonten Zischlaute haben und unser (sicher laienhaftes) Herumprobieren mit EQ-Einstellungen nicht wirklich half, habe ich jetzt eine sich bietende Gelegenheit genutzt, einen Behringer Suppressor DE 102 (ein älteres Modell) preiswert gebraucht zu erwerben.

    Wie binde ich das Gerät nun am besten in unser Setup ein? Wir haben momentan zwei Vokal-Subgruppen, also ein Kanal des De-Essers stünde für jede Gruppe zur Verfügung. Oder ist es sinnvoller, das Gerät nur jeweils in einen einzelnen Mikrokanal einzuschleifen (bei den Background-Sängern hatten wir auch noch nie wirklich solche Probleme, es würde also reichen, unsere beiden Hauptstimmen zu "de-essen") ?

    Kann jemand aus Erfahrung berichten, welche Einstellungen sich für Live-Musik (Tanzmusik Querbeet) so Pi-mal-Daumen bei ihm bewährt haben?

    Kann ich durch Nutzung des Sidechains die Wirkung noch verbessern? Welches Steuersignal schicke ich dann da drauf?

    Derzeit werden beide Vokal-Gruppen nur (leicht) komprimiert. Wir hätten bei unserer derzeitigen Ausstattung auch noch je einen 15-Band-EQ zur Verfügung. Bezieht also diese und ggf. auch weitere notwendige Filter/ Geräte ruhig in Eure Überlegungen bzw. Tips mit ein. In Sachen EQ hatten wir bisher nur die 2-Band-Regelung je Kanal an unserem Mixer (jaja, ich weiß...) und 31-Band-Grafik-EQ für die Summe (war bisher nur ab und zu geborgt da, wird aber noch selbst angeschafft - dann lernen wir sicher auch noch, besser damit umzugehen).

    Bitte rümpft nicht die Nase über unser preiswertes und gebrauchtes Equipment, wir sind nun mal Hobby-Musiker und müssen damit auskommen. Trotzdem wollen wir aus dem, was wir haben bzw. aus dem, was wir uns leisten können, für unser kleines Publikum das Beste herausholen.

    Ich bin dankbar für jeden praxisrelevanten Hinweis.

    Hendrik

  • Schrumpeln
    Reaktionen
    9
    Beiträge
    908
    • 3. März 2005 um 09:14
    • #2

    Hallo,
    ich würde den Deesser nur in den Lead-Vocals einsetzen. Ich kenne den Behringer zwar nicht, da ich einen dbx besitze kann ich dir schon so ein bischen was über die Einstellung sagen.
    So erstmal kommt es drauf an ob du eine männliche Stimme oder eine weibliche Stimme bearbeiten willst. Die S-Laute um die es bei einem Deesser geht liegen hier auf anderen Frequenzen. Aber egal welcher Ton gesungen wird, die S-Laute bleiben konstant auf ihrer eigenen (von der Person abhängigen) Frequenz. Die Tonhöhe wird durch die Vokale gebildet. Also musst du erst einmel die S-Frequenz eurer Sänger ermitteln und diese am Deesser einstellen. Dann wählst du den Threshold und die Reduktion. Im Grunde ist ein Deesser ja nichts anderes als ein Kompressor der nur bei einer bestimmten frequenz reagiert.
    Bei menem dbx kann man dann noch umschalten ob das gesamte Frquenzband kompremiert werden soll oder nur die Frequenzen um den eingestellten Wert.
    Das klingt jetzt alles sehr kompliziert, aber einfacher kann ich das so früh noch nicht ausdrücken. Vielleicht versuche ich es heute Nachmittag nochmal. Wenn noch Fragen offen sind.

    Gruß und einen schönen Tag wünscht
    Schrumpeln

  • hendrik_bbg
    Beiträge
    101
    • 3. März 2005 um 11:30
    • #3

    Hallo Schrumpeln,

    Danke. Grundsätzlich habe ich das verstanden. Da unsere Leadsänger ein Mann und eine Frau sind, werde ich das Gerät also in deren jeweiligen Kanal einschleifen und nicht in die Subgruppen. Die entsprechende Frequenz finde ich dann sicher schnell durch einfaches Ausprobieren.

    Ich habe das Gerät erst nächste Woche in Händen und auch nirgends eine Anleitung gefunden, deshalb weiß ich nicht, ob der Behringer nur auf die jeweiligen Frequenzen oder das gesamte Spektrum wirkt. Aber grundsätzlich scheinen die Einstellmöglichkeiten sehr ähnlich zu sein.

    Auf jeden Fall ist es gut zu hören, dass andere auch De-Esser einsetzen und es also grundsätzlich was bringen kann.

    Aber wie kann ich an einem De-Esser den Sidechain-Eingang sinnvoll einsetzen? Hat damit schon mal jemand praktisch gearbeitet?

    Hendrik

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