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  2. bwaack

Beiträge von bwaack

  • Kommunikation mit der band

    • bwaack
    • 13. März 2008 um 12:40

    Am besten lernt man, sich in Musiker hineinzudenken, wenn sich man immer wieder dicht neben ihn stellt und sich anhört, was der dort zu hören bekommt.

    Ein Kommunikationsproblem besteht in der Tat, wenn man so Sätze zu hören bekommt wie: "klingt komisch". Das hilft niemandem und so muss man sich selbst mal an Ort und Stelle bemühen, um zu erfassen, was gemeint ist. Ich biete oft (auch unbemerkt) Dinge im Monitormix an, die nicht angefordert werden - die ich mir aber zum spielen wünschen würde. Das kann eine Prise Hihat sein oder ähnliches - eben alles, dessen Fehlen nicht sofort auffällt, die Bandmitglieder aber einander näher bringt, ohne zu nerven.

    Mindestens ebenso schwerwiegend ist jedoch ein mentales Problem der Musiker: Manche Hobbymusikanten hören mehr mit der Phantasie als mit den Ohren und spielen Metallica auf einer Ukulele und bemerken keinerlei Soundunterschied zum Original. Solche Leute stellen sich mit einer Piccolo-Flöte auf die Bühne und wünschen sich einen "voluminöseren Klang" - Ist das noch ein Kommunikationsproblem?

    Auch häufig bei "Kommunikationsproblemen" ist unentwegtes korrigieren von Lautstärkeverhältnissen. Das ist dann meist kein Kommunikationsproblem, sondern schlicht und einfach ein nicht funktionierendes Setup von Gitarren- und Keyboardsounds. Wenn sowas schon nicht im Probenraum aufgefallen und ausgemerzt worden ist, steht zu befürchten, dass diese Band nicht ein Kommunikationproblem hat, sondern eben einfach nicht weiß, was sie tut, und eben auch erst recht nicht weiß, was sie hören will und muss.

    Ich habe tatsächlich schon zur allgemeinen Begeisterung eilig V-Drums umprogrammiert (welcher Schlagzeuger weiß schon, was die Geräte können?), Gitarrenamps hinter Perser-Teppichen versteckt und Monitoranfragen bewußt ignoriert. Nur um auf der Bühne erträgliche Verhältnisse zu schaffen.

    Zur Kommunikation mit der Band muss man eigentlich nur 5 Wörter kennen: Bässe, Mitten, Höhen, Lauter, Leiser. Das habe ich schon sehr schön im voll arabischen Soundcheck ausprobiert und das ist ganz einfach, wenn die Leute wirklich wissen, was sie wollen.

    Ein weiteres Problem kann sein, dass die Leute das Maul nicht aufkriegen, weil sie eben noch ganz andere Probleme haben: "Habe ich ein Hotelzimmer, wo ist meine Freundin, fängt der Refrain wiklich auf G an?"
    Deshalb: in der Setpause oder auch, wenn dramaturgisch möglich, während des Gigs ruhig mal die Runde machen und fragen, ob alles genehm ist und sich erst dann zufrieden geben, wenn es heißt:" Ich habe noch nie so einen guten Monitorsound gehabt".

    Grüße
    B.

  • AMP Einbau, welche "Lage" ist erlaubt

    • bwaack
    • 3. März 2008 um 20:08

    Ich würde eine "omnitronic" auch nicht lange prügeln, sondern kurz und sachlich in die Tonne treten.

    Ich erwarte von jedem Amp, dass er in jeder Einbaulage funktioniert, wenn für ausreichend Zu- und Abluft gesorgt ist.

    Grüße
    B.

  • Kohärent abstrahlendes Bassarray

    • bwaack
    • 2. März 2008 um 00:53

    Ich stehe Diplomarbeiten grundsätzlich kritisch gegenüber, weil dort die Schüler ihren Lehrern darstellen, wie sie vermittelte "Lehrmeinung" anwenden und vertreten können.
    Ich möchte nicht den Wahrheitsgehalt und vor allem nicht die Leistung, die in dieser Arbeit steckt, schmälern. Interessant zu lesen war sie allemal.

    Interessanter Weise (und trotz meiner kritischen Einstellung) muss ich feststellen, dass die Diplomarbeit in vielen Punkten Wasser auf meine Mühlen gießt. Ich habe den Eindruck, dass manche Punkte hier überlesen worden sind, deswegen fasse ich die für mich hervorstechendsten Punkte der Diplomarbeit einmal zusammen:

    1. Sowohl in der Einleitung wie auch in der Auswertung kommt der Autor zu dem Schluss, dass Simulationen für den Bassbereich unter 125 Hz so gut wie unbenutzbar sind. Ulysses wird herangezogen, indem die Ergebnisse höherer Frequenzen um den Faktor 10 auf niedrigere Frequenzen umgerechnet werden.

    2. Das Nahfeld eines Arrays hat für 100 Hz eine theoretische Ausdehnung von 20m- 60 m (abhängig von der Arraygröße). Hier decken sich Berechnung und Simulation. In der Messung von realen Arrays konnte der Autor auf den ersten 60 Metern überhaupt kein Fernfeld entdecken, in dem die Intensität um 6 dB mit Entfernungsverdoppelung abnimmt.

    3. Das Ausbreitungsverhalten im Nahfeld besticht durch "Unwägbarkeiten" und ist in seinem Verhalten weder durch Berechnung noch durch Simulation vorhersagbar. Erstaunlich: Simulation, Berechnung und reale Messung stimmen im Bereich 4 bis 18 Meter am besten überein. Bei größeren Abständen betragen die Differenzen zwischen Simulation und realer Messung auf Achse über weite Strecken bis zu 6 dB SPL.

    4. In den ersten 16 Metern vor den Schallquellen des Arrays zeigt sich ein Lautstärkeverlauf, der prinzipiell sehr viel stärker abfällt, als mit 3dB oder 6 dB Intensität mit jeder Entfernungsverdoppelung.

    Fazit:
    1. Vor Bass-Arrays existiert kein "Nahfeld" in dem die Schallintensität mit 3 dB pro Entfernungsverdopplung abnimmt. Simulationen, Berechnungen und reale Messungen zeigen übereinstimmend, dass bei Annäherung auf 20 Meter und niedriger an ein Array die Lautstärke extrem ansteigt (mindestens: 6 dB SPL pro Entfernungsverdoppelung).

    2. Simulationen und Berechnungen zeigen ein Fernfeld, das in der realen Messung nicht aufgefunden werden konnte. Wenn es existiert, dann erst in gößerer Entfernung (> 40 Meter).

    Grüße
    B.

    Deshalb meine ich: lieber reale Versuche messen und Simulationen nur mal zum Spaß benutzen.

  • mp3-Player für Aufnahme am FOH

    • bwaack
    • 28. Februar 2008 um 15:18

    hatte hierfür einen ibeat organix angeschafft.
    Aussteuerung nur nach Gehör möglich, Klang nur mäßig.

    Grüße
    B.

  • Kohärent abstrahlendes Bassarray

    • bwaack
    • 27. Februar 2008 um 22:26

    tschuldigung: Das Feld des delayten Arrays ist nicht symmetrisch. An den stichprobenartigen eingetragenen Meßwerten lässt sich ablesen, dass es links vom Array leiser ist, als rechts. Das ließe sich noch verstärken, wenn man den Delayversatz erhöht.

    Jetzt wird doch wieder so ein Simulations-Thread draus. GRUMMEL

    Ich würde gern einen Anhaltspunkt haben, welche Freuqenz dort abgebildet ist und was auf der Abbildung einem Meter entspricht. Einfach, um zu gucken, für welche Bühnendimenseionen das interessant wird.

    Grüße
    B.

  • Kohärent abstrahlendes Bassarray

    • bwaack
    • 27. Februar 2008 um 14:09

    okay, ein Messversuch: wie sehr werden 100 Hz von einem 2 x3 Meter großen Hindernis bedämpft, wird in die to do list aufgenommen.

    Grüße
    B.

    Wenn man noch einmal mit Simulationen rumspielen will, sieht man hier:
    http://www.nt.fh-koeln.de/fachgebiete/nf/html/linie.html
    dass Richtwirkung durch die Länge des Arrays erst ab Strahlerlänge=Wellenlänge zu erwarten ist. Und dann auch nur auf den ersten Metern (Abstand kleiner als die doppelte Wellenlänge).
    (frisches Java muss installiert sein. Aber auch das ist nur eine Simulation.

  • Kohärent abstrahlendes Bassarray

    • bwaack
    • 27. Februar 2008 um 02:25

    @ Jens Droessler

    Ich möchte Dich nicht beleidigen.

    Ich finde es gut, dass Du Deine Erfahrungen in der Praxis überprüfst.

    Nicht gut finde ich, dass Du diese Erfahrungen als Bestätigung eines theoretischen Grundgedanken anführst, dessen Vorraussetzungen nicht erfüllt sind.

    Du schreibst:

    Zitat

    dann bekomme ich eine Schallwand, die selbst für Wellen deutlich unter 100Hz zum Hindernis wird, demnach hat man eine gute Rückwärtsdämpfung.

    und später:

    Zitat

    Wenn ich ein 3m breites und nicht ganz 2m hohes Stack vor der Bühne habe,

    Ich kann nur sagen, dass für eine 100Hz Welle ein 3 Meter breites und 2 Meter hohehs Stack keineswegs ein deutliches Hindernis darstellt, denn ihre Wellenlänge beträgt rund 3,4 Meter. Für 50 Hz beträgt die Wellenlänge bereits mehr als 6 Meter, für solche Wellen ist dein 3 Meter-Stack verschwindend klein.

    Du wirst mir zustimmen, dass man hinter einer Eisbude von 2x3Metern 100 Hz Töne noch fast genauso gut hört, wie davor - das ist für Bässe kein wirkliches Hindernis - wenn man diese Beobachtungen fern der Quelle macht. Wenn man die Bude allerdings einen halben Meter vor den Bässen aufbaut, und diese auch nicht wesentlich größer als die Bude sind, dann wird man allerdings einen wesentlichen Unterschied feststellen.

    Ich finde Deine Beobachtung durchaus glaubwürdig. Jedoch kann diese Beobachtung die Theorie der "Schallwand als großes Hindernis" nicht Stützen, weil dein Stack eben nicht groß im Bezug auf die Wellenlänge war.

    Für die beobachtete Rückwärtsdämpfung muss ein anderes Phänomen verantwortlich sein. Interessant ist die Frage: wie ist es, wenn Du im Abstand von 40 Metern um das Stack herumläufst? Vermutlich ist dann auch nach deiner Erfahrung der Unterschied zwischen vorn und hinten lange nicht mehr so groß!


    Ich stimme Dir sogar zu, dass große Arrays in dem von Dir geschilderten Zusammenhang eine Richtwirkung entwickeln, nur müssen sie erstens für 50 bis 100 Hz deutlich größer als 3 Meter sein und zweitens ist die sich ergebende Richtwirkung in den Ebenen senkrecht zur größten Ausdehnung des Arrays gleichmäßig ausgeprägt. Nach vorne und hinten ergibt sich -theoretisch- kein Unterschied, lediglich zu den Seiten des langen Arrays wird weniger Energie festzustellen sein.
    Damit Deine Schallwand zwischen vorne und hinten unterscheidet, müsste sie in Länge und Höhe groß gegen die Wellenlänge sein. Für 100 Hz also ein Stack (oder wenigstens eine Wand) von 9m x 9m.

    Ich habe noch gelernt: Groß gegen die Wellenlänge bedeutet: 3 bis fünfmal so groß, und in diesen Dimensionen rechnen auch die Gurus der Line-Arrays - nur dass die selbst bei diesen grossen Arrays noch keinerlei Rückwärtsdämpfung beobachten.

    Mir ist beim Überdenken Deines Beispieles einmal mehr klar geworden, dass für das Phänomen der Beugung, das ja den Schallwellen das Überwinden von Hindernissen ermöglicht, auch die Ausdehnung des Schallfeldes eine Rolle spielen muss (Huygens: jeder Punkt einer Wellenfront ist Quelle einer Elemntarwelle).

    Also kurz gesagt: Nahe der Schallquelle, wo die Energie noch auf kleinem Raum konzentriert ist, können auch kleine Hindernisse eine große Rolle für die Ausbreitung der Welle spielen.

    Aus diesem Gedanken ergibt sich ein ganz andere Erklärung für die von Dir beobachtete Rückwärtsdämpfung: Die Dämpfung existiert deswegen, weil das Schallfeld der Wellenfronten gleicher Laufzeit direkt vor den Bässen noch verhältnismäßig klein gegenüber der Ausdehnung der Schallquelle ist. Je weiter der Betrachter sich von der Quelle entfernt, um so größer wird das Schallfeld im Verhältnis zur Größe der Schallquelle- und um so gringer die Rückwärtsdämpfung. Das hat mit der Wellenlänge zunächst wenig zu tun.
    Die Wellenlänge wird erst dann interessant, wenn der Abstand zur Schallquelle so groß geworden ist, dass deren Audehnung im Verhältnis zur Ausdehnung der ungestörten Wellefront keine Rolle mehr spielt.

    Klingt gut finde ich.

    In der Hoffnung nicht gelangweilt zu haben - mir ist beim Schreiben jedenfalls einiges klarer geworden... Danke
    und Grüße
    B.

  • Kohärent abstrahlendes Bassarray

    • bwaack
    • 26. Februar 2008 um 18:43

    Ich gehe zur Zeit auch nur von einer Reihe Bässe aus, die "nach Geschmack" vor die Bühne gelegt werden.

    Was Simulationen ergeben, haben wir in anderen Threads hinreichend ausführlich erörtert.

    Alle diese Sims sind nicht dafür gemacht, Verhältnisse auf der Bühne wiederzugeben, wo für Bässe ein (Verzeihung) immer noch weitgehend unerforschtes Nahfeld herscht.
    Alle diese Sims arbeiten nach mathematischen Modellen, die sich meist an den akustischen Eigenschaften des Fernfelds orientieren. (So wie die meisten theoretischen Gedankenansätze auch. Die Messungen von Herrn Holtermeyer und mir zeigen aber, dass eben diese Ansätze für bestimmte praktische Ansätze nichts taugen. Pegelunterschiede von 8 dB, wie sie Volker gemessen hat, halte ich für praktisch bedeutsam.)

    Keine der Sims macht die Stehwelle und Ihre Nachteile deutlich, die sich bei einer Stereoanordnung zwangsläufig für center-gepante Bassignale auf der Bühne ergibt.

    Ich möchte eben keinen weiteren theoretischen Thread forcieren, sondern ein paar einfache Messungen zeigen - an denen man dann vielleicht auch sehen kann, dass man bestimmte theoretische Ansätze in die Tonne treten kann, weil sie für unsere praktische Anwendungen keinerlei Relevanz haben, oder uns sogar in die Irre führen.

    Wir haben alle oft weder die Zeit noch das Material, solche Grundlagenforschung zu treiben, obwohl sie eigentlich ganz einfach möglich wäre. Stattdessen plappern wir theoretische Ansätze irgendwelcher Koryphäen, vermischt mit Marketinggeschwätz nach. Das ist dumm. Und das kann man ganz einfach ändern.

    Wir sind ja schon ganz gut dabei.
    Hier geht es nicht darum, wer Recht hat, sondern darum, wie es wirklich ist.

    Grüße
    B.

    P.S.

    Zitat

    stelle eine große Menge davon, dann bekomme ich eine Schallwand, die selbst für Wellen deutlich unter 100Hz zum Hindernis wird, demnach hat man eine gute Rückwärtsdämpfung. Das klappt natürlich nur, wenn die Kisten dicht an dicht stehen.


    Genau dieses Statement ist keineswegs gesichertes Allgemeinwissen, sondern gehört mal praktisch überprüft.
    Die meisten Sims zeigen bei einem langen, geradeliegenden Bass-Array überhaupt keine Rückwärtsdämpfung. Im Fernfeld (also 100 Meter vor oder hinter dem Bässen) ist eine solche auch nicht zu erwarten. Trotzdem wird ein jeder bestätigen: Hinter einem unter Volllast laufenden Bass ist besser Kaffe trinken als davor!
    Auch darüber, wie dicht die Bässe beieinanderstehen müssen, um als eine Schallquelle zu gelten, gibt es ganz verschiedene Aussagen. Dazu zeigt mein dämliches Filmchen, dass bereits eine Wirkungsgradsteigerung zu vermuten ist, wenn überhaupt irgendetwas neben dem Bass steht.

    Deshalb möchte ich zum Ausprobieren ermuntern. Und wer hier nachzuvollziehende Ergebnisse aus der Praxis zeigen kann, soll das gerne tun.

    Indoor werden Schallpegelmessungen wegen allgegenwärtiger Reflektionen schnell unüberschaubar - Deshalb fände ich schlau, Grundsatzexperimente grundsätzlich openair auszuführen.

  • Kohärent abstrahlendes Bassarray

    • bwaack
    • 26. Februar 2008 um 13:58

    Es ist anzunehmen, dass ein einziges dicht zusammengestelltes Centerstack vor der Bühne den höchsten Wirkungsgrad bietet.

    Mir geht es um die Frage, ob im Verhältnis zum im Publikum wahrgenommenen Bass der Bassanteil auf der Bühne bei Centerbässen wirklich höher ist. Das lässt sich durch eine einfache Messung wohl ausprobieren und auch verallgemeinern.
    Zumindest ließe sich das vielzitierte Argument:"Ich stelle keine Center-Bässe, weil es dann auf der Bühne so laut wird" bei entsprechenden Ergebnissen endlich widerlegen.

    Wahrscheinlich hätte der bassextreme Portugiese, von dem Herr Bäumler schreibt, das Problem entschärfen können, indem er schlicht weniger Signal auf die Bässe gegeben hätte. Vielleicht wird es auf der Bühne leiser, wenn man die Bässe auseinanderzieht - vor der Bühne wahrscheinlich auch, sodass diese Maßnahme schlicht ein Verschenken von Wirkungsgrad darstellt.

    Ich werde ebenfalls versuchen, bei Gelegenheit das noch einmal an realen 18ern auszuprobieren und zu dokumentieren.

    Grüße
    B.

  • Kohärent abstrahlendes Bassarray

    • bwaack
    • 25. Februar 2008 um 11:12

    2m ist natürlich sehr dicht dran.

    Falls Du noch einmal Messungen in "realen Dimensionen" machst, fände ich folgende Fragestellung interessant:

    Was fange ich mit meinen 4 Bässen an?

    Hierbei finde ich insbesondere die Frage interessant: "was passiert auf der Bühne?"
    Diese Frage wird auch hier oft kontrovers diskutiert. Es gibt Menschen, die behaupten, dass Centerbässe zu mehr Bässen in der Bühnenmitte für den Sänger führen.

    ist das wirklich so?

    Grüße
    B.

  • Kohärent abstrahlendes Bassarray

    • bwaack
    • 23. Februar 2008 um 23:33

    Toll!

    Endlich was mit richtigen 18ern! Danke!

    Unterhalb von 200 Hz finde ich die Ergebnisse ziemlich ähnlich, jedenfalls ist es offenbar nicht egal, wie die Bässe stehen.

    8 dB Unterschied zwischen gleichgerichtet und umgedreht kommt doch hin und entspricht ziemlich meinen Ergebnissen bei 300 Hz und 6 Zoll.

    Merkwürdig der generelle Einbruch bei 200 Hz. Vielleicht eine Spezialität der Lautsprecher?

    In welchem Abstand hast Du gemessen?
    Gab es Wände in der Nähe?

    und Grüße
    B.

  • Wer haftet?

    • bwaack
    • 20. Februar 2008 um 10:50

    Tja, gute Geschäftsbeziehungen kosten manchmal Geld, davon scheint das Gastspielhaus auszugehen.

    Du kannst ja der Produktion das Problem zunächst ohne Schadensersatzanspruch schildern, vielleicht beteiligen sie sich ja freiwillig.

    Vielleicht sagen sie aber auch:" Da spielen wir sowieso nie wieder, schon gar nicht, wenn die Dir deinen Schaden nicht ersetzen" und Du hast freie Bahn für ein etwas härteres Auftreteten.

    Nach meinen erfahrungen rate ich davon ab, ernsthaft ein Gerichtsvefahren anzuzetteln. Aber das BGB erwähnen kann man ja mal.

    Grüße
    B.

    Zitat

    "offiziel habe ich die Box gekillt"


    Dann ist ja auch klar, wer für den Schaden offiziell haftet, nicht wahr?

  • Kohärent abstrahlendes Bassarray

    • bwaack
    • 20. Februar 2008 um 10:31
    Zitat

    Sehe ich das richtig, dass der Pegelgewinn von einer zu zwei Boxen
    "frontal zum Messgerät gerichtet" bei ca. 6 dB@75 Hz bis ca. 8 dB@300 Hz
    liegt?


    Ja. Wenn Du davon ausgehst, dass bei der ersten Messung die zweite Box bereits ausgeschaltet neben der anderen steht.

    Bei 300 Hz sieht es so aus, als wüde die direkte Nachbarschaft auch einer ausgeschalteten Box bereits 2 bis 3 dB bringen. Ich hab mit der deutlichen Sichtbarkeit dieses Effektes nicht gerechnet und ihn deswegen nur stiefmütterlich dokumentiert. Wer also einen Schnakenberger senkrecht neben seinen Bass legt, sodass er quasi eine Wand bildet, in den der Bass eingebaut wird, gewinnt Lautstärke. Woran man wieder sehen kann, dass Bässe auf den Boden gehören, der auch nichts anderes als eine Wand ist

    Zitat

    Kann das sein, dass das die Idensität oder Enegie des Nutzsignal (75 Hz bzw 300Hz)
    in der gleichen Größenordnung liegt wie die Störungen, z.B. Autogeräusch bei Minute 1,30 - wilder Ausschlag?


    Jawohl, das habe ich wie erwähnt zugunsten meiner nachbarschaftlichen Beziehungen so gemacht. Zur Kontrolle könnt Ihr das Signal des Kameramikrofons beim Film hören. Ich empfehle, richtige Lautsprecher an den Rechner anzuschließen, dann hört man auch tiieffrequente Vorgänge gut. Ein solches Experiment dauert keine 15 Minuten, du kannst es in deinem eigenen Vorgarten wiederholen, wenn es bei Dir ruhiger ist.

    Zitat

    Auch sehe ich, was den Effekt angeht, unterschiedliches Verhalten am
    Messgerät von 75 Hz zu 300 Hz. Was wird mit dem Messgerät überhaupt genau gemessen?


    Das Messgerät misst Schalldruck nach C-Gewichtung (weil wir tiefe Töne erfassen wollen) also nahezu ungewichtet
    . Außerdem ist slow response eingestellt, um eine ruhige Anzeige zu gewährleisten und kurzzeitige Störgeräusche auszublenden. Ich habe leider das Manual nicht mehr, so dass ich nicht weiß, wie weit nach unten der Frequnenzgang reicht - normal messen wir ja auch nur nach A-Gewichtung, wo das kaum eine Rolle spielt.
    Das ist nur ein billiges Gerät, aber seine Messergebnisse stimmen sehr gut mit kalibrierten Geräten überein, ich habe das mehrfach verglichen. Die analoge verzögerungsfreie Anzeige lässt gut abschätzen, welche gehörten Geräusche zu den abgelesenen Werten gehören. Bei niedrigen angezeigten Werten auf der Skala links ist der absolute Fehler solcher Geräte naturgemäß hoch. Relative Meßergebnisse, wie wir sie hier innerhalb eines Meßbereiches beobachten sind jedoch durchaus aussagekräftig.


    Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.
    und Grüße
    B.

    habe doch noch etwas über das Meter gefunden:
    "When set to C, the meter measures uniformly over the frequency range from 32-10,000 Hz, giving an indication of the overall sound level."....
    "The RESPONSE selector has two settings: FAST and SLOW In the FAST position, the meter reacts quickly to changes in the sound level, showing you the peak sound levels present in the environment. In the SLOW position, the meter is damped and indicates an average-value sound level. The effect of brief sound peaks is minimized in the SLOW position."

  • Wer haftet?

    • bwaack
    • 20. Februar 2008 um 09:32

    LAut BGB §823 haftet derjenige, der den Schaden verursacht, in vollem Umfang für den Schaden. Das ist Gesetz und gilt immer.

    Dabei kann Ihn seine "Haftpflichtversicherung" unterstützen, wenn er eine solche hat.

    Im Einzelfall, wie bei dir, kann es schwierig sein, den Verursacher des Schadens zu ermitteln, oder ihm die Verursachung des Schadens nachzuweisen.

    Deshalb ist es branchenüblich, dass in allen Geschäftsbedingungen von Verleihern steht, dass stets der Mieter haftbar für Schäden an den verliehenen Sachen gemacht wird. Dieser kann sich dann seinerseits an dem wirklichen Verursacher schadlos halten.

    Offenbar hast Du solche Vermietbedingungen noch nicht festgelegt und sie dir auch nicht vom Auftraggeber unterschreiben lassen.
    Ein geschickter Anwalt kann dennoch Erfolg mit einem Anspruch gegenüber dem Mieter,also deinem Auftraggeber, haben, sofern anzunehmen ist, dass er Profi ist und man deshalb davon ausgehen muss, dass er diese sogar branchenübergreifenden Vermietbedingungen kennt.

    1. Lege für die Zukunft Geschäftsbedingzngen fest, die kann man von irgendeinem anderen Verleih abschreiben.
    2. Versuche, Dich mit deinem Auftraggeber zu einigen. Vielleicht könnt Ihr Euch den Schaden teilen. In solch zweifelhaften Fällen, ist leider oft Kulanz auf beiden Seiten gefragt.
    3. Wenn dein Kunde deine Kulanz nicht Wert ist, musst Du Dich von ihm trennen. Versäume nicht, Kollegen und Mitbewerber vor dem unseriösen Geschäftsgebaren deines Auftraggebers zu warnen.

    Beileid
    B.

  • Kohärent abstrahlendes Bassarray

    • bwaack
    • 18. Februar 2008 um 11:29
    Zitat

    Das wundert mich jetzt nicht. Bei 300 Hz haben die Pappen ja schon eine deutliche Richtwirkung.

    Genau! Nämlich genau die gleiche, wie sie bei 18 Zöllern für 100 Hz auftritt.

    Die Pappe hat nur ein Drittel der Größe eines 18ers, deswegen muss man die Wellenlänge auch um den Faktor 3 verkleinern. Ein gängiges Verfahren in der Akustik, um Schallausbreitung am Modell zu studieren.

    Deswegen ist die 300 Hz Messung bei diesen kleinen Lautsprechern viel aussagekräftiger als die 75 Hz-Messung, denn 25 Hz spielt ja nun in der Beschallung eher eine untergeordnete Rolle.

    Genug davon - wenns der Sommer hergibt, mach ich nochmal ein 18er-Filmchen. Ich will hier nicht unbedingt Recht haben, sondern Dir einen Denkanstoß geben. Offensichtlich vergeblich - Dann glaubst Du es eben nicht.

    Schöne Grüße
    B.

  • Kohärent abstrahlendes Bassarray

    • bwaack
    • 17. Februar 2008 um 23:38

    bei 300 Hz sinds nach wie vor 11db.
    drinnen wie draußen.

  • Kohärent abstrahlendes Bassarray

    • bwaack
    • 17. Februar 2008 um 20:49

    Ich habe jetzt mal einen windstillen Tag abgewartet und meine Experimente im Freien wiederholt.

    Mit ziemlich ähnlichen Ergebnissen. Die kann man hier sehen:


    6MB Filmchen


    Ich glaube es wird klar, was ich meine. Die Unterschiede sind deutlich sichtbar.
    Es sind dort 6" Lautsprecher am Start. Zu Beginn eines jeden Durchlaufs läuft bereits ein Lautsprecher mit der angegebenen Frequenz.

    Volker wird vermutlich zustimmen, dass diese Ergebnisse analog an 18-Zöllern zu erwarten sind.
    75 Hz entsprechen dann 25 Hz. Darum habe ich auch noch einmal mit 300 Hz gemessen, was an 18 Zöllern dann 100 Hz entspricht.

    Vielleicht hat im Sommer ja mal jemand Zeit, und macht mal ähnliche Videoexperimente mit echten 18ern. Gern auch mal ne Zahnlücke messen.

    -----
    Interessant fand ich die Ausslöschung bei der 300 Hz-Messung immer dann, wenn ich mich der Kamera nähere, um die Werte abzulesen. Das habe ich beim Filmen nicht bemerkt -
    Um Obertöne zu vermeiden und um meine Nachbarn zu schonen, habe ich die Prüftöne relativ leise gelassen - dadurch sieht man vorbeifahrende LKWs auf der Anzeige recht deutlich.

    Ich denke die Ergebnisse sind trotzdem eindeutig und für jeden nachvollziehbar.

    Grüße
    B.

  • allgemeine fragen "Direct Out"

    • bwaack
    • 30. Januar 2008 um 21:06

    ich erwarte directouts eigentlich immer postfade, posteq.
    Zum Aufnehmen.

  • Dringend !!! Adapter Sennheiser

    • bwaack
    • 30. Januar 2008 um 13:44

    weiß und rot zusammen an weiß
    masse an masse.

    Garantie erlischt.

    nächstes Mal Sendertyp nennen.

    Grüße
    B.

  • Metal HiGain - Mikrofonie an der Gitarre

    • bwaack
    • 27. Januar 2008 um 18:04

    Du scheinst es schon zu ahnen:
    Hauptproblem ist meistens der Gitarrensound selber, so wie er aus den Boxen kommt.

    Dass der Sound "sich verliert" ist wiedermal so ein Paradebeispiel einer Klangbeschreibung, unter der sich niemand etwas vorstellen kann. Deshalb gibts da außer "mach doch einfach noch lauter, dann verlierste weniger" kaum Tipps für Dich.

    Sm57 ist grundsätzlich nie verkehrt. Es werden gern auch großmembranige Kondensatoren an der E-Gitarre eingesetzt. U87 ist die teure Variante, ich habe aber auch schon das Bähringer und das Sennheiser 609 gesehen.

    Diese Mikrofone haben in den Höhen eine hohe Richtwirkung. So kann man sich aus dem Matsch, der aus dem Speaker kommt, die Perle raussuchen. Allerdings: muss man dann natürlich auch ordentlich mit der Position des Mikrofons experimentieren. Jeder Milimeter zählt.

    Grüße
    B.

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