Hallo Markus,
ZitatNeutrale Aufnahmeräume und Regieräume dürfen jedenfalls keine
Modenüberhöhungen haben und keine dominanten Erstreflexionen
erzeugen.
Ich vermute mal mit DOMINANTEN Erstreflexionen meinst du, dass diese
eine gewisse verhältnismäßige Lautstärke im Verhältnis zum Direktschall
nicht überschreiten sollten um Kammfilter effekte einigermaßen klein zu
halten. Welches Lautstärkeverhältnis nimmt man in der Praxis ? 10 db?
Zitat
Wie reflexionsfrei (oder von mir aus auch "schalltot") ein
Regieraum sein soll, ist letztlich aber eine Philosophiefrage, bei der es -
zumindest innerhalb gewisser Grenzen - kein richtig oder falsch gibt.
Hm. So ganz verstanden habe ich es immer noch nicht, was nun
gegen einen schalltoten Abhörraum sprechen soll.
Vielleicht ist es ja auch nur eine Frage des finaziellen und baulichen
Aufwandes.
Oder einfach, dass man sich in solchen Räumen nicht wohlfühlt.
(irgendwo mal gelesen, aber ohne zitierbare Quelle)
ZitatKarl-Alfred_Roemer hat Folgendes geschrieben:
Das hast du vermutlich aus dem Werbeprospekt eines Faltungshall-
Herstellers abgeschrieben Auf Hochglanzpapier gekritzelt sieht das auch
alles ganz schön und gut aus und hört sich plausibel an...
Ja, teilweise. In dem Fall war es ein Katalog der Zeitschrift 'Keys' aus
dem Jahr 2004, wo das geschrieben stand. Ich finde es deshalb plausibel,
weil das Prinzip des gesampelten Raumes unbestritten ist und die
Qualität nur noch von den Impulsantworten abhängt.
Ein prinzipielles Problem: EINE Impulsantwort gilt nur für EINEN Raum
mit EINER Klangquellen- und Mikrofonposition. Will man Klangquellen
unterschiedlich im Raum positionieren, bräuchte man eigentlich
für jede Position eine gesonderte Impulsantwort.
Geräte wie der Focusride Liquid Channel haben irgendwie eine Lösung
gefunden namens dynamische Faltung, aber das was ich darüber weiß
ist wirklich nur Hochglanzprospekt-Bildung, wie du schon sagtest.
ZitatIdealerweise hört man einen Mix in der selben akustischen Umgebung,
mit identischem Equipment ab, wie dies auch beim Zuhörer der Fall sein
wird. Das ist in der Praxis aber höchstens beim Kinoton realiserbar. Wenn
alle Konsumenten die gleich schlechen Abhörbedingungen (Anlage, Raum)
hätten, dann wäre es tatsächlich angebracht, genau diese Bedingungen
auch in Abhörräumen zu schaffen.
Also meinst du, dass ein neutraler Monitor in einem halbwegs neutralen
aber nicht schalltoten Raum sozusagen der Durchschnittszustand ist.
Das könnte natürlich gut sein.
Soweit ich es verstanden habe, geht es den Produzenten, Mixern,
Toningenieuren hauptsächlich darum, Fehler im Mix zu hören.
Also z.B. ob eine Hihat zu sehr zischelt oder der Bass in allen
Lagen gleichmäßig laut ist (oder halt so wie er sein soll)
Dazu brauchen sie einen neutralen Monitor in einem neutralen Raum.
Das hätten sie aber auch mit einem guten Kopfhörer. Nur halt billiger.
Wahrscheinlich müssen die Verantwortlichen im Kopf vorstellen, wie
ihr am Monitor abgehörter Mix unter den unterschiedlichen Hörbedinungen
beim Endkunden klingen würde.
Und was ich damit sagen will: Ich weiß es selbst nicht mehr genau :shock: