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Untere Grenzfrequenz von Räumen

  • karl-alfred_roemer
  • 25. August 2006 um 19:39
  • karl-alfred_roemer
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    • 25. August 2006 um 19:39
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich bin zur Zeit dabei, mich im Fach Raumakustik schlau zu machen.
    Einfach deshalb, weil es den Anschein hat, dass die ganzen Optimierungen
    der Lautsprecher auf linealglatte Frequenzgänge wenig Sinn machen,
    wenn der Raum durch Stehende Wellen oder Kammfiltereffekte
    daraus eine Berg- und Talbahn macht mit z.B. +18/-60 db.

    Es ist oft die Rede von unteren Grenzfrequenzen von Räumen.
    Die unterste Grenzfrequenz scheint, wenn ich es richtig verstanden
    habe, die Frequenz der untersten Raummode zu sein.
    Man nehme also die gegenüberliegenden Raumflächen mit dem
    größten Abstand, multipliziere diese mit zwei und hat dann die
    Wellenlänge der unteren Grenzfrequenz des Raumes.

    Frequenzen unterhalb der UG würden quasi nicht in den Raum
    hinein passen und seien deshalb nicht darstellbar. Das würde ja
    bedeuten, dass diese Frequenzen nicht hörbar wären.

    Aber das finde ich aus zwei Gründen nicht nachvollziehbar:
    1. Kann ich mir nicht vorstellen, denn eine Membran, die mit
    f < UG schwingt muss doch zu hören sein!!!
    2. Autos mit ihren kleinen Abmessungen erzeugen erst Recht
    tiefste Bässe.

    Zu zwei könnte man einwenden, dass hier der Druckkammereffekt
    herrscht. Aber dann müsste der Schalldruck doch schlagartig
    zusammenbrechen, sobald mal genügend Türen öffnet oder?

    Oder wie wäre es mit offenen Kopfhörern? Da dürfte ja überhaupt
    nichts mehr zu hören sein?!? Nicht mal Mittelton!

    Wer kann den Knoten in meiner Logig lösen ?

    Danke für Eure Hilfen und viele Grüße
    Karl

  • MarkusZ
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    • 25. August 2006 um 22:51
    • #2

    Es ist nicht so, dass unterhalb der Grenzfrequnez kein Schall mehr erzeugbar/hörbar wäre; aber er wird durch keine Moden mehr unterstützt und fällt deshalb in der Amplitude rasch ab (wenn ich mich nicht irre, müssten es -12 dB pro Oktave sein).

    Zu deiner Kopfhörerüberlegung: Hör dir Musik über einen Kopfhörer an. Nimm den Kopfhörer ab und halte ihn mit ausgestrechtem Arm von dir weg. Was hörst du? Spielt es ein Rolle, ob du einen geschlossenen oder einen offenen Kopfhörer für dieses Experiment verwendest? Mit dem Auto ist es genau dasselbe.

    Markus Zehner

    http://www.zehner.ch/

  • karl-alfred_roemer
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    • 26. August 2006 um 00:06
    • #3
    Zitat

    Es ist nicht so, dass unterhalb der Grenzfrequnez kein Schall mehr
    erzeugbar/hörbar wäre; aber er wird durch keine Moden mehr unterstützt
    und fällt deshalb in der Amplitude rasch ab (wenn ich mich nicht irre,
    müssten es -12 dB pro Oktave sein).

    Das klingt fast plausibel.
    Was ist mit Frequenzen die zwischen zwei Moden liegen?
    Die werden ja auch nicht direkt von den Moden unterstützt.

    Zitat

    Zu deiner Kopfhörerüberlegung: Hör dir Musik über einen
    Kopfhörer an. Nimm den Kopfhörer ab und halte ihn mit ausgestrechtem
    Arm von dir weg. Was hörst du?

    Dann höre ich nur die hohen Frequenzen. Aber ist das genau der Effekt?
    Ich hatte das auf die geringe akustischen Widerstand der Mini-Kopfhöhrer-
    Membran geschoben, in Verbindung mit der hohen Resonanzfrequenz
    der Membran. Aber das würde dann natürlich nicht erklären, warum der
    Klang homogener wird, wenn der Kopfhörer sich dem Ohr nähert.
    Es sei denn, es wäre auch so eine Art Druckkammereffekt.

    Zitat

    Spielt es ein Rolle, ob du einen geschlossenen oder einen
    offenen Kopfhörer für dieses Experiment verwendest? Mit dem
    Auto ist es genau dasselbe.

    Tja, das ist eine gute Frage: Ich glaube, das ist egal. Wenn du wirklich
    den oben genannten Effekt meinst: Beide Kopfhörer klingen aus weiter
    Entfernung so, als ob sie nur noch Hochton wiedergeben würden.

    Das Auto klingt immer bassig. Ich glaube, es ist sogar egal ob und
    wieviele Türen offen sind.

  • MarkusZ
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    • 26. August 2006 um 00:55
    • #4
    Zitat von &quot;Karl-Alfred_Roemer&quot;

    Das klingt fast plausibel.
    Was ist mit Frequenzen die zwischen zwei Moden liegen?
    Die werden ja auch nicht direkt von den Moden unterstützt.


    Richtig. Und genau deshalb kann ein Raum nur akustisch ausgewogen klingen, wenn die modale Dichte genügend gross ist und wenn die Moden möglichst gleichmässig über den relevanten Frequenzbereich verteilt sind. Nur dann wird ein mehr oder weniger ausgeglichener Frequenzgang resultieren.

    Zitat von &quot;Karl-Alfred_Roemer&quot;


    Dann höre ich nur die hohen Frequenzen. Aber ist das genau der Effekt? [...] Es sei denn, es wäre auch so eine Art Druckkammereffekt.


    Genau. Der Abschluss des Volumens des Aussenohrs erzeugt eine Druckkammer.

    Zitat von &quot;Karl-Alfred_Roemer&quot;


    Das Auto klingt immer bassig. Ich glaube, es ist sogar egal ob und
    wieviele Türen offen sind.


    Wenn genügend Luft, genügend schnell dem durch die Membrane erzeugten Wechseldruck aus-/entweichen kann, dann wird der Pegel im Bassbereich absinken. Ich füchte nur, die Anlage meines Wagens ist im Bassbereich zu wenig potent, als dass ich das eben kurz mal ausprobieren könnte ;)

    Markus Zehner

    http://www.zehner.ch/

  • N-Dee
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    • 26. August 2006 um 11:25
    • #5

    Ein Raum stellt ebenso ein Volumen wie die Rückkammer einer Lautsprecherbox dar. Durch Anpassung des Volumens kann man den Wirkungsgrad verbessern, indem man den Strahlungswiderstand, den die Membran sieht, erhöht (bessere Bedämpfung, weniger Blindleistung). Im Auto ist das ein Extremfall, da das Volumen schon recht klein ist. Macht man zB den Kofferraum auf (und hört sich das Ganze von draussen an), verliert man einen Großteil des Effektes.
    Ich würde nicht pauschalisieren und behaupten, dass unterhalb der 'unteren Grenzfrequenz des Raumes' die Basswiedergabe mit 12dB per Oktave abfällt. Bei meinen Ohrhörern wäre das dann ja irgendwo im Kilohertz-Bereich :shock: . Tatsächlich bekommen die aber erst im Gehörgang überhaupt sowas wie Basswiedergabe. <- Druckkammer, wie schon richtig bemerkt.

    Man möge mich ggf. vervollständigen bzw. berichtigen.

    Greets,
    N-Dee

    There are only 10 types of people in the world: Those who understand binary, and those who don't

  • MarkusZ
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    • 26. August 2006 um 13:51
    • #6
    Zitat von &quot;N-Dee&quot;

    Ich würde nicht pauschalisieren und behaupten, dass unterhalb der 'unteren Grenzfrequenz des Raumes' die Basswiedergabe mit 12dB per Oktave abfällt. Bei meinen Ohrhörern wäre das dann ja irgendwo im Kilohertz-Bereich :shock: . Tatsächlich bekommen die aber erst im Gehörgang überhaupt sowas wie Basswiedergabe. <- Druckkammer, wie schon richtig bemerkt.


    Und dieser verhält sich natürlich nicht so, dass der Pegel um 12 dB/Oktave abfällt, wie ich oben irrtümlich geschrieben habe, was ja auch gar keinen Sinn ergeben und dem Kopfhörerversuch wiedersprechen würde. Der Druckkammereffekt ist im Gegenteil davon gekennzeichnet, dass er mit abnehmender Frequenz ZUNIMMT. Dabei ist natürlich zu berücksichtigen, dass weder das durch Kopfhörer abgeschlossene Gehörgangvolumen noch das Auto und auch kein realer Raum eine perfekte Druckkammer darstellen.

    Markus Zehner

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  • karl-alfred_roemer
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    • 26. August 2006 um 17:27
    • #7

    Danke MarkusZ und N-Dee,

    meine Ursprungsfrage ist weitgehend geklärt. Die Untere Grenzfrequenz
    ist also nicht die unterst möglich überhaupt hörbare Frequenz in einem
    Raum, sondern es gibt nur einen Abfall von vielleicht 12db, wobei der
    genaue Abfall von anderen Faktoren abhängt wie z.B. vom Druckkammer-
    effekt, der erst bei sehr kleinen Räumen wirkt und das je mehr, umso
    tiefer die Frequenz.

    In irgend einem Buch habe ich mal gelesen, dass es keinen Sinn
    macht, einen Lautsprecher in einen Raum zu stellen, wo der Lautsprecher
    weit tiefer spielen könnte, als die untere Grenzfrequenz des Raumes.
    Was spricht dagegen? Wenn die Frequenzen unterhalb der UG doch
    nur leiser sind, dann ist das doch besser als gar nichts.
    Wenn die stehende Welle der unteren Grenzfrequenz stört, dann kann
    man die doch ganz gezielt mit Absorbern abdämpfen. Was spricht also
    gegen möglichst tiefgehende Lautsprecher ? (Mal vom Preis und dem
    Platzverbrauch abgesehen)


    Was wäre, wenn man die Raummoden total tot dämpfen würde?
    Dann gäbe es ja praktisch keine untere Grenzfrequenz mehr.
    Hätte man dann eine vollkommen lineare Wiedergabe nur mit
    geringerer Lautstärke?

    Zitat

    Und genau deshalb kann ein Raum nur akustisch ausgewogen
    klingen, wenn die modale Dichte genügend gross ist und wenn
    die Moden möglichst gleichmässig über den relevanten Frequenz-
    bereich verteilt sind. Nur dann wird ein mehr oder weniger ausge-
    glichener Frequenzgang resultieren.

    Habe gerade noch mal einbisschen gegoogelt und ein paar Kombinationen
    für quaderförmige Räume gefunden mit möglichst gleichmäßiger
    Modenverteilung. Selbst bei diesen Kombinationen ist die
    Modenverteilung nicht ganz optimal. Es gibt zwar keine Anhäufungen
    von Raummoden in ganz kleinen Frequenzbereichen mehr, aber es
    gibt immer noch ordentliche Lücken.
    Statistisch gesehen wird die Modenverteilung immer gleichmäßiger,
    je größer der Raum wird. (Wenn ich es richtig verstanden habe)

    Wenn man einen optimierten Raum auf die grüne
    Wiese setzen sollte: Was wäre besser? Ein Quader mit einem optimalen
    Seitenlängenverhältnis oder ein krummer Raum ohne parallele Wände
    und Decken?
    Während erstes ja noch leicht berechenbar sein dürfte, könnte man von
    einem unregeläßigen Raum doch bestimmt 'überrascht' werden oder?

    Danke nochmals für Eure Mithilfe an der Wahrheitsfindung

    und viele Grüße
    Karl

  • MarkusZ
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    • 26. August 2006 um 18:40
    • #8
    Zitat von &quot;Karl-Alfred_Roemer&quot;

    Was spricht also
    gegen möglichst tiefgehende Lautsprecher ? (Mal vom Preis und dem
    Platzverbrauch abgesehen)


    So gesehen: Nichts.

    Zitat von &quot;Karl-Alfred_Roemer&quot;


    Was wäre, wenn man die Raummoden total tot dämpfen würde?
    Dann gäbe es ja praktisch keine untere Grenzfrequenz mehr.
    Hätte man dann eine vollkommen lineare Wiedergabe nur mit
    geringerer Lautstärke?


    Dann hätte man faktisch Freifeldkonditionen. Wobei es deutlich einfacher und preisgünstiger ist, die Lautsprecher in den Garten zu stellen :wink:

    Zitat von &quot;Karl-Alfred_Roemer&quot;

    Statistisch gesehen wird die Modenverteilung immer gleichmäßiger,
    je größer der Raum wird. (Wenn ich es richtig verstanden habe)


    Deshalb stellen bei kleinen Räumen die empfohelenen Raumproportionen den bestmöglichen Kompromiss dar und nicht den Idealzustand (der nicht zu erreichen ist).

    Zitat von &quot;Karl-Alfred_Roemer&quot;


    Wenn man einen optimierten Raum auf die grüne
    Wiese setzen sollte: Was wäre besser? Ein Quader mit einem optimalen
    Seitenlängenverhältnis oder ein krummer Raum ohne parallele Wände
    und Decken?


    Bezogen auf die Vorhersehbarkeit von Moden ist ein Quader sicher vorzuziehen.

    Zitat von &quot;Karl-Alfred_Roemer&quot;


    Danke nochmals für Eure Mithilfe an der Wahrheitsfindung


    Oft gibt es mehr als nur eine Wahrheit!

    Markus Zehner

    http://www.zehner.ch/

  • N-Dee
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    • 26. August 2006 um 19:20
    • #9

    'Den Abfall' als solches gibt es unterhalb der 'unteren Grenzfrequenz des Raumes' nach gegebenen Vorgaben nicht. Zumindest wollte ich das in meinem Beitrag näherbringen.
    Je kleiner der Raum, desto weiter schiebt man die Frequenz der ersten möglichen stehenden Welle nach oben -> gut, denn darunter stören keine Moden mehr.
    Je größer der Raum, desto mehr Pegel verliert der reflektierte Schall auf dem Weg, ausserdem vergeht auch noch mehr Zeit (Stichwort Direktschall, das Ohr/Gehör kann mit zunehmendem Versatz den Direktschall besser von Reflexionen unterscheiden) -> beides gut.
    Unpraktischerweise befinden sich die meissten Hörumgebungen Größenmäßig dazwischen. Man hat also deutliche Raummoden, der reflektierte Schall verliert kaum an Pegel und der zeitliche Versatz macht es dem Gehör schwer, den Direktschall herauszuhören. Den Raum verkleinern bringt nicht viel, denn dann hat man die erste Mode zwar etwas nach oben geschoben, die Auswirkungen sind aber schlimmer. Größer... naja, mit Bedämpfungsmaterial mehr oder weniger möglich. Eine gute Möglichkeit ist wohl, den Raum klein genug zu machen, um mit günstigen Bedämpfungsmitteln die restlichen Moden im Griff zu behalten. Denn je tiefer die Frequenz, desto aufwändiger die Bedämpfung (Bassfallen, Plattenresonatoren, etc.).

    Zitat

    In irgend einem Buch habe ich mal gelesen, dass es keinen Sinn
    macht, einen Lautsprecher in einen Raum zu stellen, wo der Lautsprecher
    weit tiefer spielen könnte, als die untere Grenzfrequenz des Raumes.


    Die Aussage ist eindeutig zu pauschal, wenn nicht sogar falsch(?). Könntest du die Quelle nennen?

    Zitat

    Was wäre, wenn man die Raummoden total tot dämpfen würde?
    Dann gäbe es ja praktisch keine untere Grenzfrequenz mehr.
    Hätte man dann eine vollkommen lineare Wiedergabe nur mit
    geringerer Lautstärke?


    Der Gewinn durch die meisst vorhandenen (schmalbandigen?) positiven Schallüberlagerungen ist natürlich dahin - dieser war aber ohnehin nur auf Kosten von (breiten/tiefen?) Einbrüchen durch Schallauslöschung. Nebenbei: die Überlagerungen/Auslöschungen sind meisst ohnehin nur punktuell, d.h. an jeder Position des Raumes unterschiedlich.
    Wir nähern uns also gedanklich der optimalen Musikwiedergabeumgebung - dem schalltoten Raum. Keine Reflexionen, die stören könnten - prima. Also quasi das, was mit Kopf- bzw. Ohrhörern erreichbar ist? :roll:
    Alternativ kann man sich auch in einen großen Garten begeben, wahlweise auch Wiese oder Feld. Möglichst viel Abstand zu reflektierenden Gebäuden/Gegenständen eben. Damit hat man das ganze auf ein mehr oder weniger allgegenwärtiges Übel reduziert - die Bodenreflexionen.

    Zu unregelmäßigen Räumen: die Raumform allein kann wohl nicht glücklich machen - man begebe sich nur mal in eine größere Kirche :D .

    Greets,
    N-Dee

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  • SRAM
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    • 26. August 2006 um 20:26
    • #10

    Einfach mal dieses hier installieren:

    http://mapponlinepro.meyersound.com/pro/


    .....dann beantworten sich viele Fragen.

    Gruß SRAM

    kleines Beispiel für eine sinnvolle aufstellung:

    I watched a snail crawl along the edge of a straight razor. That's my
    dream. That's my nightmare. Crawling, slithering, along the edge of a
    straight razor, and surviving.

  • SRAM
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    • 26. August 2006 um 21:04
    • #11

    (nur begrenzte Zeit auf server)

    I watched a snail crawl along the edge of a straight razor. That's my
    dream. That's my nightmare. Crawling, slithering, along the edge of a
    straight razor, and surviving.

  • karl-alfred_roemer
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    • 26. August 2006 um 21:10
    • #12

    Danke N-Dee,

    für deine wirklich hervorragenden Erklärungen.
    Nun haben sich darauf aufbauend viele neue Fragen ergeben.

    Zitat

    'Den Abfall' als solches gibt es unterhalb der 'unteren Grenzfrequenz des Raumes' nach gegebenen Vorgaben nicht.

    :?::?::?: Warum heißt denn die UG untere Grenzfrequenz?
    Was wird denn dann begrenzt? Haben sich die Erfinder dieses
    Wortes nichts dabei gedacht? Warum haben sie die UG nicht einfach
    unterste Raumresonanz genannt?


    Zitat

    Je kleiner der Raum, desto weiter schiebt man die Frequenz der ersten
    möglichen stehenden Welle nach oben -> gut, denn darunter stören
    keine Moden mehr. Je größer der Raum, desto mehr Pegel verliert der
    reflektierte Schall auf dem Weg, ausserdem vergeht auch noch mehr Zeit
    (Stichwort Direktschall, das Ohr/Gehör kann mit zunehmendem Versatz
    den Direktschall besser von Reflexionen unterscheiden) -> beides gut.
    Unpraktischerweise befinden sich die meissten Hörumgebungen
    Größenmäßig dazwischen. Man hat also deutliche Raummoden, der
    reflektierte Schall verliert kaum an Pegel und der zeitliche Versatz macht
    es dem Gehör schwer, den Direktschall herauszuhören. Den Raum
    verkleinern bringt nicht viel, denn dann hat man die erste Mode zwar
    etwas nach oben geschoben, ...

    Alles anzeigen

    Super erklärt :!: Ohne logische Sprünge, so dass man es leicht und
    schnell nachvollziehen kann.

    Zitat

    Wir nähern uns also gedanklich der optimalen Musikwiedergabe-
    umgebung - dem schalltoten Raum. Keine Reflexionen, die stören
    könnten - prima. Also quasi das, was mit Kopf- bzw. Ohrhörern
    erreichbar ist?

    Das ist genau das, was ich auch dachte und denke aber es widerspricht
    SCHEINBAR der Realität.
    Warum gibt es in Tonstudios so gigantisch teuere Monitore? Warum
    sagt man, dass man Tonstudios nicht ganz tot machen soll?
    Ich weiß jetzt nicht, ob dieses abraten von schalltoter Akustik sich
    NUR auf die Aufnahmeräume oder auch auf die Regieräume
    bezieht. Aber Aufnahmeräume sollten MEINEN momentanen Kenntnissen
    gemäß schalltot sein, weil man dem Signal mit modernen Hallgeräten
    (Faltungshall) jede beliebige Akustik aufdrücken kann.
    Für die Regieräume (=Mischräume?) wäre schalltote Akustik gut, weil
    es die Beurteilung des Mischergebnisses leichter macht.
    Aber dann könnte man auch gleich einen guten Kopfhörer hernehmen.
    Warum tun sie das nicht? Aufs Marketing der Monitorhersteller
    hereingefallen?

    Oder weil die Tontechniker hören wollen, wie das Signal über normale
    Lautsprecher in normalen Räumen klingt? Dann müsste man aber auch
    einen normalen Raum und normale Lautsprecher verwenden und nicht
    die superneutralen Monitore in akustisch optimierten Räumen.
    Widersprüche über Widersprüche in meinem Weltbild :cry:

    Zitat

    Alternativ kann man sich auch in einen großen Garten begeben,
    wahlweise auch Wiese oder Feld. Möglichst viel Abstand zu reflektierenden
    Gebäuden/Gegenständen eben. Damit hat man das ganze auf ein mehr
    oder weniger allgegenwärtiges Übel reduziert - die Bodenreflexionen.

    Das deckt sich mit meinen Erfahrungen mit den SK212, die im Raum
    irgendwie komisch klingen, aber draußen audiophilen Hochgenuss liefern.
    Dafür dass es eigentlich PA-Lautsprecher sind.

    Danke nochmals :D

    Karl

  • karl-alfred_roemer
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    • 26. August 2006 um 21:21
    • #13

    Hallo SRAM,

    danke für den Link. Hab es mir gerade mal angeschaut, aber ich
    muss leider zugeben, dass ich auf Anhieb nicht damit klar komme.
    Müsste ich mich in Ruhe und am besten mit einer Art Getting-Started-
    Manual damit befassen um irgendwie einen Einstieg zu finden.
    Wenn es aber so ist, wie du sagst, dass es nur begrenzte Zeit
    auf dem Server liegt, wird daraus wohl nichts :cry:

    Aber wie gesagt, trotzdem danke und viele Grüße
    Karl

  • SRAM
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    • 26. August 2006 um 21:24
    • #14

    Missverständniss: MEINE Simu bleibt nur für ne Woche oder so auf dem server, das Programm bei meyer kann nachFreischaltubg genutzt werden.

    Gruß SRAM

    I watched a snail crawl along the edge of a straight razor. That's my
    dream. That's my nightmare. Crawling, slithering, along the edge of a
    straight razor, and surviving.

  • MarkusZ
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    • 26. August 2006 um 22:28
    • #15
    Zitat von &quot;Karl-Alfred_Roemer&quot;


    Aber Aufnahmeräume sollten MEINEN momentanen Kenntnissen
    gemäß schalltot sein,[...]


    Neutrale Aufnahmeräume und Regieräume dürfen jedenfalls keine Modenüberhöhungen haben und keine dominanten Erstreflexionen erzeugen. Wie reflexionsfrei (oder von mir aus auch "schalltot") ein Regieraum sein soll, ist letztlich aber eine Philosophiefrage, bei der es - zumindest innerhalb gewisser Grenzen - kein richtig oder falsch gibt.

    Zitat von &quot;Karl-Alfred_Roemer&quot;

    [...]weil man dem Signal mit modernen Hallgeräten
    (Faltungshall) jede beliebige Akustik aufdrücken kann.


    Das hast du vermutlich aus dem Werbeprospekt eines Faltungshall-Herstellers abgeschrieben :wink: Auf Hochglanzpapier gekritzelt sieht das auch alles ganz schön und gut aus und hört sich plausibel an...

    Zitat von &quot;Karl-Alfred_Roemer&quot;

    Dann müsste man aber auch
    einen normalen Raum und normale Lautsprecher verwenden und nicht
    die superneutralen Monitore in akustisch optimierten Räumen.


    Idealerweise hört man einen Mix in der selben akustischen Umgebung, mit identischem Equipment ab, wie dies auch beim Zuhörer der Fall sein wird. Das ist in der Praxis aber höchstens beim Kinoton realiserbar. Wenn alle Konsumenten die gleich schlechen Abhörbedingungen (Anlage, Raum) hätten, dann wäre es tatsächlich angebracht, genau diese Bedingungen auch in Abhörräumen zu schaffen.

    Markus Zehner

    http://www.zehner.ch/

  • karl-alfred_roemer
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    • 27. August 2006 um 01:21
    • #16

    Hallo Markus,

    Zitat

    Neutrale Aufnahmeräume und Regieräume dürfen jedenfalls keine
    Modenüberhöhungen haben und keine dominanten Erstreflexionen
    erzeugen.

    Ich vermute mal mit DOMINANTEN Erstreflexionen meinst du, dass diese
    eine gewisse verhältnismäßige Lautstärke im Verhältnis zum Direktschall
    nicht überschreiten sollten um Kammfilter effekte einigermaßen klein zu
    halten. Welches Lautstärkeverhältnis nimmt man in der Praxis ? 10 db?

    Zitat


    Wie reflexionsfrei (oder von mir aus auch "schalltot") ein
    Regieraum sein soll, ist letztlich aber eine Philosophiefrage, bei der es -
    zumindest innerhalb gewisser Grenzen - kein richtig oder falsch gibt.

    Hm. So ganz verstanden habe ich es immer noch nicht, was nun
    gegen einen schalltoten Abhörraum sprechen soll.
    Vielleicht ist es ja auch nur eine Frage des finaziellen und baulichen
    Aufwandes.
    Oder einfach, dass man sich in solchen Räumen nicht wohlfühlt.
    (irgendwo mal gelesen, aber ohne zitierbare Quelle)

    Zitat

    Karl-Alfred_Roemer hat Folgendes geschrieben:

    Das hast du vermutlich aus dem Werbeprospekt eines Faltungshall-
    Herstellers abgeschrieben Auf Hochglanzpapier gekritzelt sieht das auch
    alles ganz schön und gut aus und hört sich plausibel an...

    Ja, teilweise. In dem Fall war es ein Katalog der Zeitschrift 'Keys' aus
    dem Jahr 2004, wo das geschrieben stand. Ich finde es deshalb plausibel,
    weil das Prinzip des gesampelten Raumes unbestritten ist und die
    Qualität nur noch von den Impulsantworten abhängt.
    Ein prinzipielles Problem: EINE Impulsantwort gilt nur für EINEN Raum
    mit EINER Klangquellen- und Mikrofonposition. Will man Klangquellen
    unterschiedlich im Raum positionieren, bräuchte man eigentlich
    für jede Position eine gesonderte Impulsantwort.
    Geräte wie der Focusride Liquid Channel haben irgendwie eine Lösung
    gefunden namens dynamische Faltung, aber das was ich darüber weiß
    ist wirklich nur Hochglanzprospekt-Bildung, wie du schon sagtest.

    Zitat

    Idealerweise hört man einen Mix in der selben akustischen Umgebung,
    mit identischem Equipment ab, wie dies auch beim Zuhörer der Fall sein
    wird. Das ist in der Praxis aber höchstens beim Kinoton realiserbar. Wenn
    alle Konsumenten die gleich schlechen Abhörbedingungen (Anlage, Raum)
    hätten, dann wäre es tatsächlich angebracht, genau diese Bedingungen
    auch in Abhörräumen zu schaffen.

    Also meinst du, dass ein neutraler Monitor in einem halbwegs neutralen
    aber nicht schalltoten Raum sozusagen der Durchschnittszustand ist.

    Das könnte natürlich gut sein.

    Soweit ich es verstanden habe, geht es den Produzenten, Mixern,
    Toningenieuren hauptsächlich darum, Fehler im Mix zu hören.
    Also z.B. ob eine Hihat zu sehr zischelt oder der Bass in allen
    Lagen gleichmäßig laut ist (oder halt so wie er sein soll)
    Dazu brauchen sie einen neutralen Monitor in einem neutralen Raum.
    Das hätten sie aber auch mit einem guten Kopfhörer. Nur halt billiger.


    Wahrscheinlich müssen die Verantwortlichen im Kopf vorstellen, wie
    ihr am Monitor abgehörter Mix unter den unterschiedlichen Hörbedinungen
    beim Endkunden klingen würde.

    Und was ich damit sagen will: Ich weiß es selbst nicht mehr genau :shock:

  • N-Dee
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    • 27. August 2006 um 04:38
    • #17

    Hm, wir driften etwas von der ursprünglichen Fragestellung ab. Hier kann ich auch nur spekulieren, ohne wirklich auf Praxiserfahrung zurückgreifen zu können. Man möge meine Überlegungen also ggf. ergänzen bzw. berichtigen.

    Mit Kopfhörer klingt alles relativ plastisch und sicherlich nicht so, wie es ein Hörer erfahren wird. Meisst wird etwas Raumhall oder minderwertige Wiedergabegeräte das Ergebnis beeinflussen. Ich bin nach meinen Überlegungen auch zu der These gekommen, dass die 'Studioabhöre' quasi eine Durchschnitts-/Referenzumgebung darstellen sollte, in der man einerseits viele Details heraushören, andererseits aber auch ein Gefühl dafür haben soll, wie es unter den verschiedenen (üblichen) Wiedergabebedingungen klingen wird. Im schalltoten Raum unter optimalen Hörbedingungen und mit 'hochauflösenden' Klangübertragern wird man wohl zu weit von der Realität beim Kunden (ich nenns mal so) weg sein. Ich mag Kopfhörer einerseit sehr, andererseits hab ich damit kaum ein Gefühl, wie das dann auf einer Stereoanlage im Raum oder auf einer PA unter widrigen Umständen und im Grenzbereich klingt. Da hilft dann ein Hörvergleich im Raum schon um einiges mehr (und mehr, als man aus der Therorie suggerieren würde).

    Zum schalltoten Raum: ich war zwar noch in keinem schalltoten Raum, könnte mir aber durchaus etwas vorstellen, wie das da drinnen so ist. Man hört ja absolut garnichts an Reflexionen. Jedes Geräusch klingt unglaublich platt und kurz, man fühlt sich etwas verloren und orientierungslos, da der Raum kein akustisches Feedback gibt. Lautsprecher klingen sehr direkt, trocken und klar, da nur Direktschall vorhanden ist. Um eine entsprechende Bedämpfung zu erreichen, muss je nach angestrebter unterer Grenzfrequenz dieser relativ viel Volumen in Absorber investiert werden.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Scha…_TU_Dresden.jpg
    http://de.wikipedia.org/wiki/Reflexionsarmer_Raum
    Hier zB wird die Hälfte von 1000m³ für Absorbermaterial/Volumen verwendet.

    Den Begriff 'untere Grenzfrequenz des Raumes' habe ich mit Absicht unter Anführungszeichen gestellt - meiner Meinung nach ist diese im gegebenen Zusammenhang irreführend bzw. falsch. 'Tiefste Raummode' oder ähnlich wäre wohl zutreffender, ist aber natürlich nicht so ein reisserisches Schlagwort, das man eventuell in die Überschrift eines Artikels setzt :D .

    SRAM: ausgezeichneter Link - konnte das Tool leider noch nicht ausprobieren, werds morgen oder so nachholen. Bei welcher Frequenz ist der Screenshot erstellt worden? Wie siehts bei anderen Frequenzen aus? Mit dem Taschenrechner würde ich auf 100Hz kommen aufgrund der Entfernung der Auslöschung an der Rückwand. (vielleicht sollte ich mir das Tool doch vorher mal ansehen...)

    Greets,
    N-Dee

    PS: Freut mich, wenn meine Überlegungen dir weitergeholfen haben, Karl. SRAM: keine (grundlegenden) Einwände soweit?

    There are only 10 types of people in the world: Those who understand binary, and those who don't

  • SRAM
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    • 27. August 2006 um 10:36
    • #18

    63 Hz

    Für detailliertere Aufstellungsplanung in Innenräumen besser dies hier:

    http://www.pvconsultants.com/audio/reflection/rrc.htm

    (sehr rechenintensiv, wenn Genauigkeit hoch sein soll)

    Gruß SRAM

    I watched a snail crawl along the edge of a straight razor. That's my
    dream. That's my nightmare. Crawling, slithering, along the edge of a
    straight razor, and surviving.

  • MarkusZ
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    • 27. August 2006 um 10:43
    • #19
    Zitat von &quot;Karl-Alfred_Roemer&quot;

    Ich vermute mal mit DOMINANTEN Erstreflexionen meinst du, dass diese
    eine gewisse verhältnismäßige Lautstärke im Verhältnis zum Direktschall
    nicht überschreiten sollten um Kammfilter effekte einigermaßen klein zu
    halten.


    Es geht dabei nicht nur um Kammfilter, sondern darum, dass man in Räumen mit zu starken Erstreflexionen, keinen Nachhall (ob künstlich oder natürlich) mehr beurteilen kann, weil dann die Raumreflexionen die Erstreflexionen auf der verhallten Aufnahme "verschmieren".

    Zitat von &quot;Karl-Alfred_Roemer&quot;

    Welches Lautstärkeverhältnis nimmt man in der Praxis ? 10 db?


    Das lässt sich nicht pauschal beantworten, da es von vielen verschiedenen Faktoren und Überlegungen abhängt. Unter anderem davon in welchem Zeitfenster die Reflexion eintrifft. Dass -10 dB in einem Zeitfenster von 0 bis bis ca. 15/20 ms VIEL zu wenig sind, darüber dürfte heute breiter Konsens bestehen.

    Zitat von &quot;Karl-Alfred_Roemer&quot;

    Hm. So ganz verstanden habe ich es immer noch nicht, was nun
    gegen einen schalltoten Abhörraum sprechen soll.
    Vielleicht ist es ja auch nur eine Frage des finaziellen und baulichen
    Aufwandes.
    Oder einfach, dass man sich in solchen Räumen nicht wohlfühlt.


    Beides richtig. Zudem würde es in keinster Weise mehr der Abhörsituation beim Konsumenten entsprechen. Aber wie gesagt: hier gehen die Meinungen zum Teil auseinander.

    Zitat von &quot;Karl-Alfred_Roemer&quot;


    Ich finde es deshalb plausibel,
    weil das Prinzip des gesampelten Raumes unbestritten ist


    Das Prinzip ist unbestritten; aber dessen Umsetzung in die Praxis nicht. Verschiedene "Kritikpunkte" hast du selber schon erwähnt. Ein weiterer, analog zu meinem ersten Abschnitt in diesem Post: Wenn die Reflexionen des Aufnahmeraums erst mal auf dem Mikrofon sind, dann werden sie auch in das Faltungprodukt einfliessen und die "natürliche Akustik" der Impulsantwort verschmieren. Das ist aber ein Problem, dass nicht nur auf den Faltungshall zutrifft, sondern auch auf die Nachbearbeitung mit algorithmischem Hall. Liquid Channel: Mmmhh, ja, liest sich auch ganz gut.

    Zitat von &quot;Karl-Alfred_Roemer&quot;


    Also meinst du, dass ein neutraler Monitor in einem halbwegs neutralen
    aber nicht schalltoten Raum sozusagen der Durchschnittszustand ist.


    Im Prinzip kann man das so sagen, ja.

    Markus Zehner

    http://www.zehner.ch/

  • Mechwerkandi
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    • 27. August 2006 um 12:32
    • #20
    Zitat von &quot;Karl-Alfred_Roemer&quot;


    Oder einfach, dass man sich in solchen Räumen nicht wohlfühlt.

    Das stimmt definitiv.
    Ich hatte früher mal in einer Maschinenfabrik zu tun, die einen reflektionsarmen Raum benutzten, mit der Geräuschemission von Maschinenelementen auf die Spur zu kommen.

    Das Arbeiten in diesem Raum war äusserst "bedrückend", es ist mir damals so erklärt worden, das im menschlichen Gehirn ein Raumhall zur unbewussten Visualisierung der Umgebung herangezogen wird.

    Fehlt der, wie in einem sehr kleinen Raum, fühlt man sich unbewusst eingeengt.
    Andersrum ist es übrigends genauso, ein halliger Raum erzeugt beim Hörer den Eindruck von Weite.

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