Zitat von "robert müller"
Ja, in die Richtung hab ich auch schon ueberlegt. Eigentlich ist Scannen ja schon ein Muss. Als diese Anlage angeschafft wurde (da war ich noch nicht dabei, kenn es auch nur aus Erzaehlungen), hat halt Shure ein Setup mit 22 Frequenzen (2 als Spare) berechnet, und die wurden dann so angemeldet. Frequenzsets selbst berechnen war da wohl mangels PC-Rechenleistung und entsprechender Software gar nicht ueblich, also blieb einem eh nur uebrig, die berechneten zugewiesenen Frequenzen zu nutzen oder es sein zu lassen. Hat ja auch immer funktioniert. Nur wird es bei den neuen Rahmenbedingungen halt nicht so weiter laufen koennen.
WinRadio hab ich schon gesehen, das kostet wohl so nen Tausender. Was ich mich frage: Kann man evtl. auch mit der alten U-Serie scannen, wenn man sie an UA888 haengt? Dann haette man zumindest die Receiver auch gleich vom Rechner aus programmiert, und das waere doch ne deutlich lohnendere Investition als "nur" ne Scanmoeglichkeit.
Ehrlich gesagt: Ich habe keine Ahnung, ob man auch mit U-Serie-Empfängern scannen kann. Am besten Jürgen oder die anderen Kollegen bei Shure fragen.
Es gibt einen oder zwei WinRadio Receiver, die direkt in der Wireless Workbench als Scanner benutzt werden können.
WinRadio besitze ich selbst, über Shure gekauft. Ich möchte es nicht mehr missen, ist das Geld definitiv wert. Alleine ein EB-Team mit den Worten "danke, daß ihr Bescheid gesagt habt, ihr nutzt die 820,1MHz, stimmts? Ist übrigens nicht allgemein zugeteilt die Frequenz, habt ihr eine Urkunde mit?" ist Gold wert. Und natürlich, daß man daraufhin seinen Frequenzplan überprüfen und ggf. neu berechnen kann.
Ich scanne immer standalone, weil ich extrem selten mit Shure zu tun habe, meistens ist es Sennheiser 1000/2000/3000/evolution, Wisycom, AT3000/5000. So bin ich flexibel.
Zitat
Wir haben 14xMA und 6xMB laufen. Die MA koennen 782-810MHz im 125kHz-Raster, die MB gehen von 800-830MHz im 25kHz-Raster.
Wenn da nun mal 10MHz rausfallen, tut das noch nicht so weh, ausser dass wir aus dem allgemein zugeteilten Bereich dann rausmuessen. Was ich mir aber dabei noch so denke ist: Wenn Vodafone da jetzt wirklich auf die Tube drueckt, wird mindestens T-Mobile schnell nachziehen, womoeglich an den gleichen Orten. (Das macht die Telekom jetzt schon gerne bei DSL: ausgebaut wird *immer* dort, wo die Konkurrenz gerade auch ausgebaut hat.) Und *dann* sind an diesen Orten auch schon mal gleich 20MHz des mit unserer Anlage nutzbaren Spektrums weg, und dann wirds schon irgendwo unsicher.
Na, die MA können ja schon mal 8MHz vom "neuen" Band 782-790. Da gehen doch schon ein paar Strecken, die müssen nur angemeldet werden (plus Frequenzkoordination vor Ort). Dann der volle Bereich 790 - 810, da geht was, solange nicht Vodafone und O2 gleichzeitig am Start sind (bis max 2015).
Die MB deckt 800 - 814 in der Allgemeinzuteilung ab, also hauptsächlich Vodafone und T-mobile. Dazu noch 814-821 (T-mobile) und 821-830 (Duplexlücke, hier sendet keiner der Mobilfunker), beide Bereiche mit Anmeldung bis 2015 nutzbar. Ob die Duplexlücke noch als Ausweichband nach 2015 genutzt werden kann steht noch in den Sternen.
So schlimm sieht es doch gar nicht aus, ich würde das komplette Setup in Wireless Workbench einbinden, HF-Scanner dazu, immer scannen, beobachten und je nach Entwicklung punktuell mit R-Serie auffüllen. Das könnte sogar anfangs per Miete laufen.
Dazu natürlich in der Vorbereitung den örtlichen LTE-Ausbau checken:
http://www.ltemobile.de/lte-verfuegbarkeit/
Spielt ihr feste Orte, Touren, Einzelgigs oder längere Gastspiele?
Zum LTE-Aufbau: In der Vergangenheit hat die Telekom oft genau dort DSL-Anschlüsse (Kupfer- oder Glasfaser-basiert) gelegt, wo sich durch WiMax oder andere Funktechnologien ein Markt abzeichnete. DSL-Anschlüsse tun uns nicht weh.
Allerdings muß auch T-mobile, wollen sie mit LTE in den Metropolen Geld verdienen, in der Fläche ihre Ausbauziele erreichen.
Es ist natürlich nicht unrealistisch, daß sich jeweils alle 3 Anbieter auf Gebiete stürzen, die offiziell unterversorgt sind, aber dennoch geringe Verluste versprechen, also eine hohe Nachfrage nach Bandbreite bieten.