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  2. simonstpauli

Beiträge von simonstpauli

  • Neutrik xirium Erfahrungen?

    • simonstpauli
    • 17. März 2016 um 18:32
    Zitat von "schallereignissortierer"

    Klingt schlecht, zwischen Bühne und Hinterbühne (kraftvoll, aber entfernt :wink: ) steht gerne was und viel davon.


    Was steht da? Ist auch schon fast egal, viele Objekte dämpfen oder reflektieren HF. Und bei 5GHz erst recht.

    Generell kann man Funk ja gerne nutzen, wenn es keinen vernünftigen Kabelweg gibt. Also beispielsweise, um ein Signal rund um die Alster zu verteilen, kann man ISDN-Leitungen von der Telekom mieten oder Kölnton anrufen, damit die einen UHF-Booster nebst Frequenzzuteilung schicken. Letzteres war deutlich preiswerter und die Qualität ausreichend. Dritte Alternative, 5GHz-Funk von Trilogik. Das war in der Tat frickeliger, hat aber am Ende auch funktioniert. Die Audio-Qualität war bei 5GHz natürlich höher, Stereo war kein Problem, etc. Aber noch ein Mal, trotz Repeater-Stationen war das System deutlich anfälliger für physische Objekte in der ersten Fresnelzone. "Sichtlinie" ist nämlich nur die halbe Wahrheit.
    Daß Neutrik einige Innovationen in das System einbringt, habe ich bemerkt. Aber die Physik der Funkübertragung können sie nicht ändern.
    Unter dem Strich heißt es: Wenn ein Kabel machbar ist, leg eins. Die Qualität wird besser sein. Die Ausfallsicherheit wird besser sein.

  • Neutrik xirium Erfahrungen?

    • simonstpauli
    • 17. März 2016 um 11:59

    Noch keine Praxiserfahrungen, aber von Kollegen hörte ich, daß eine direkte Sichtlinie sehr von Vorteil ist. Die Physik kann man wohl nicht überlisten.

  • Der 'ipad Beauftragte'

    • simonstpauli
    • 14. März 2016 um 19:42
    Zitat von "guma"

    Es gab keine andere Seite sondern 'Drahtlos aus', Kabel rein. Beim Heimatmischer ausweinen muss aber erlaubt sein. :wink:


    Äh, ja. Unklar ausgedrückt. Ich halte 2.4GHz Bühnenfunk für sehr mutig. Oder besser gesagt, halte ich Strecken in diesem Bereich für untauglich. Es gibt maximal 4 Kanäle für WLAN, oft sind mehr APs aktiv und stören sich schon gegenseitig. Da müssen wir nicht auch noch rummachen. Dann für Kurzstrecken-Anwendungen lieber die 1.8GHz-Duplexlücke. Oder gleich UHF. Oder Kabel, das funktioniert ja meistens auch ganz gut.

    Ich habe übrigens neulich schmerzlich feststellen müssen, daß mein Lieblings-Tablet-PC (Convertible, 12") kein 5GHz kann. So war der Rechner komplett nutzlos für mich. Eine Woche Messebetreuung und nur Internet auf dem Handy. Böse. Was hätte ich in der Zeit alles schaffen können... Dann stellte ich fest, daß viele Rechner in der Größenklasse kein 5GHz können. Was soll denn der Unsinn in 2016? Ich mag Convertibles sehr, nicht so irre teuer, wie reine Tablets plus Tastatur und irgendwie "ehrlicher". Hat jemand einen heißen Tip, wo ich sowas mit 5GHz herbekomme?

  • Der 'ipad Beauftragte'

    • simonstpauli
    • 14. März 2016 um 18:16
    Zitat von "guma"

    Von einer Band, von unbetreuter Clubtour zurück, berichtet:

    "Uns wurden in einem Club unsere zwei 2,4 Giga Instrumentenwireless gecancelt, damit der lokale "Mischer" ( Anmerkung von mir "iPad-Beauftragter", die Selbsteliminationsvariante ) einen sicheren iPad-Betrieb hat ...." :roll:

    Frage von mir an die so agierende Mischfraktion:

    Geht's noch???


    Sehr schönes Beispiel von Unflexibilität. Auf beiden Seiten allerdings, wie ich finde.

    Ich mache mich sehr ungern vom 2.4GHz-Band abhängig. In dem Band betreibe ich meine drahtlosen Meßmikrofone, maximal 2, nicht "mission critical".

    Vielleicht baut Apple ja mal VHF in die iPads ein ;)

  • Selfpowered– erfreuliche und weniger erfreuliche Erfahrungen

    • simonstpauli
    • 13. März 2016 um 20:45
    Zitat von "billbo"

    Gebe ich dir prinzipiell Recht. Allerdings: bei 'all in one box' ertappe selbst ich als technisch vorbelasteter Mensch mich dabei, in der Praxis eher ein wenig gedankenloser an die Sache heranzugehen; nach dem Motto 'war teuer genug/ wird schon passen/ endlich mehr Zeit für Wichtigeres'. Bei einem Konglomerat aus Boxen, Kisten, Kabeln, Verstärkern, Controllern, Stromverteilern, Anschlusspanels, usw. agiere ich da von Natur aus vorsichtiger/ respektvoller. Zumindest, wenn ich dafür dann noch Zeit habe.
    Insofern sehe ich einen Anbieter einer solchen Lösung aus einem Guss auch ganz besonders in der Pflicht dahingehend, dass es dann auch wirklich passen muss und genau so narrensicher betreibbar ist, wie's auf den ersten Blick den Anschein hat.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo


    Stimmt, das ist ziemlich verlockend.

    Mir fällt gerade noch eine Erfahrung ein, eine frühes HK-Großtopteil (Testware, Vorserienmodell), gehängt auf einer schweißtreibenden Party mit niedrigen Decken. Da musste ich in der Tat Gas wegnehmen, damit nicht mal beide Tops gleichzeitig wegen Überhitzung aussteigen. Unangenehm, weil der Punkt schwer zu treffen war. Ich habe das dann aus verschiedenen Gründen nicht mehr verfolgt, weiß also nicht, wie das Serienmodell reagiert.

  • Powerpoint - Referentenansicht und Vollbild ausgeben

    • simonstpauli
    • 12. März 2016 um 21:26

    Eine Frage, damit ich das verstehe:

    Ist das Notebook gesetzt?

    Normalerweise kenne ich das so, daß man einen Standrechner mit einer oder mehreren potenten Grafikkarten am FOH hat, der dann entspannt beide Ansichten rausschmeißen kann. Auf Notebooks kenne ich das nur in der Situation Notebook = Vorschau am Rednerpult, per Videoausgang Vollbild zum Projektor.

  • Selfpowered– erfreuliche und weniger erfreuliche Erfahrungen

    • simonstpauli
    • 11. März 2016 um 12:42

    billbo, zu Deinen 21"-Leichen, das würde ich mal als neutrale Erfahrung betrachten, es hätte ja genau so auch bei einem Systemamp mit zu lasch gesetzten Limiter passieren können.

    Ich nutze selfpowered Systeme eigentlich nur gerne, wenn die indoor laufen. Also z.B. ein mittelgroßes Rig, intelligente Stromverteilung, ich kann selbst entscheiden, wie viele Zonen mein Linearray hat. Toll. Keine negativen Erfahrungen. Auch, weil noch kein Ampmodul defekt war.
    Mini-Anlage, 2 Subs, 2 Tops, Strom dran, entspechend NF dran (Subs extra oder auch nicht, wie ich es gerade brauche), toll. Oder die Tops gleich über den Sub mit betreiben, auch toll.

    Outdoor habe ich da wetterbedingt eher Bauchschmerzen, obwohl bis jetzt auch nix Schlimmes passiert ist. Oft sind es aber auch nur mittlere Line-Array-Hangs, die ich draußen betreibe. Die Amp-Module scheinen Feuchtigkeit ganz gut wegzustecken. Offene Buchsen klebe ich ab.

    Bei großen Systemen sollte eine Software existieren, die ein tiefgreifendes Management möglich macht, wie z.B. der Network Manager. Ich möchte gerne sehen, was meine Amps so machen...

    Und bei Wedges finde ich die Verkabelung eher unpraktisch. Man will ja flexibel sein. Und die bis jetzt übliche Kombikabel-Schlacht ist für mich noch nicht das Optimum. Zum Glück komme ich selten in die Verlegenheit, selfpowered Wedges zu nutzen.

  • Erfahrungen mit Finhol Cajomic?

    • simonstpauli
    • 9. März 2016 um 22:46
    Zitat von "billbo"

    Ein exclusives Stück Holz. Upps, sorry, Plastik.
    Aber gut - selbst zurechtsägen wär' auch irgendwie doof. Und da wäre dann ja auch noch das Patentrecht.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo


    Hey, da ist ein Logo drauf! Ein Logo!

    Ernsthaft: Die Position ist schon, äh, interessant.

    Der klassische Cajon-Bauer versteht das ja eher nicht, aber ich habe oft eine ziemlich ambitionierte Zielvorgabe beim Cajon... Disco, Baby...

  • ...und weil 20kw grad so in sind

    • simonstpauli
    • 8. März 2016 um 20:20
    Zitat von "billbo"

    ...
    'Ampracks' in Verbindung mit niederohmig verkabelten Großbeschallungsanlagen sind eine technische Sackgasse aus den letzten 3 Jahrzehnten des vergangenen Jahrtausends; hervorgegangen aus den ersten Wohnzimmerregal- Stereoanlagen der 60er Jahre. Bei 2x 10W, 8 Ohm Last und 2x 3m LS- Leitung machte das auch durchaus Sinn. Bei 2x 10kW, 2 Ohm Last und 30m LS- Leitung ist es technischer Unfug; die elektrische Leistungwandlung gehört unter diesen Umständen stattdessen unbedingt in die unmittelbare Nähe zur elektromechanischen Leistungswandlung.

    ...


    Also Amp in den Lautsprecher? Da oben, wo der Regen peitscht und wo man es relativ schwer hat, einen Amp zu tauschen, wenn mal einer ausfällt? Ich weiß nicht...

  • Nicht-Systemamps - Macht das Sinn?

    • simonstpauli
    • 8. März 2016 um 20:07
    Zitat von "hunterstudios"

    simonstpauli

    Da stimme ich Dir komplett zu.
    Für den Eigengebrauch, oder bei kleinen in sich geschlossenen Systemen kann ich mir die Framdamps aber schon sehr gut vorstellen.

    Bei den Presets muss man natürlich sicher sein können, dass da nicht nur jemand stumpf Werte in den Controller getippt hat, sondern das auf beiden Seiten vernünftig gemessen wurde.

    Gruß

    Sebastian


    Selbst dann bin ich mir auf einem Fremd-Amp nie sicher, ob die Limitierung korrekt funktioniert.

  • Nicht-Systemamps - Macht das Sinn?

    • simonstpauli
    • 8. März 2016 um 15:34
    Zitat von "skyper"

    Zäumt das Pferd doch mal von hinten auf -
    welcher D&B Systempartner hat den LAcoustics Systemamps und umgekeht rumstehen?

    Mit einem ordentlichen DSP-Amp kann ich beide Anwender als Dry-Hire Zuliferer bedienen,
    und auch als kleine PA-Bude trotzdem von der Control One bis zum 4x21" Bassmonster alles aus meinem eigenen Lager betreiben.
    (wer kauft sich denn schon einen D80-Amp zzgl. externem Controller,
    um im Flat-Modus ein anderes System zu befeuern...)

    Ich sehe das wie Ralf - es steht eben nur ein Typ Amp im Lager herum.
    Software knispelt man ja heutzutage vor dem Einschalten eh an die Endstufe dran,
    egal ob Systemamp oder universelle DSP-Kiste.

    Alles anzeigen


    Da haben wir dann aber ein Problem. Wenn ich d&b oder L'Acoustics-Amping brauche, bestelle ich genau das, die passenden Systemamps. Und zwar aus 2 Gründen:

    1. Bin ich mit Systemamps sicher, daß die Controllereinstellungen 100%ig sind. Bei anderen DSPs kann ich nicht sicher sein, wie z.B. Bennett Prescott sehr anschaulich herausgefunden hat.

    Das PDF des wirklich aufschlußreichen Artikels findet man hier:
    http://www.bennettprescott.com/downloads/TwoProcessors.pdf

    Des weiteren gibt es bei Systemamps teilweise Funktionen, die ein beliebiger DSP-Amp nicht hat. Die HF-Luftkorrektur bei L'Acoustics fällt mir da spontan ein.

    2. Kann ich Fremdamping nicht in das Amp-Netzwerk einbinden und steuern. Sie sind damit für mich als Systemer ein Rückschritt. Und zwar ein sehr relevanter. Ich bin nämlich sehr froh, daß es inzwischen wirklich durchdachte Systemplattformen gibt. Sie erleichtern mir die Arbeit und / oder machen das Ergenbis besser.

    Etwas Anderes ist der Eigengebrauch, aber da rede ich mal nicht von großen, komplexen Systemen.

    Etwas Anderes sind kleine Einheiten, Konferenzanlagen mit 2 Delaylines, irgendwelche Monitore, da kann ich mir z.B. eine iPD ziemlich gut vorstellen.

    Aber unter dem Strich, hier in Deutschland, bei den Anforderungen im Job, möchte ich auf den Jobs Systemamps sehen und stehe damit sicher nicht ganz alleine da.

  • Erfahrungen mit Finhol Cajomic?

    • simonstpauli
    • 7. März 2016 um 00:44

    Im Grunde ist es ja auch kein Hexenwerk, ein Mikrofon, welches in das Schallloch geklemmt wird. Also jetzt grundsätzlich mal, hat das schon jemand mal probiert, ein Mikrofon der Wahl in das Schallloch zu klemmen? Vorteil beim Mikrofon der Wahl: man hat die Wahl und kann das Mikrofon bei Bedarf noch tauschen.

  • ...und weil 20kw grad so in sind

    • simonstpauli
    • 6. März 2016 um 19:45

    1. Ich dachte, der Trend geht eher zu kleineren Leistungen. Wie sollen wir denn sonst Beamsteering realisieren? Jeder Treiber sollte seinen eigenen Amp haben.

    2. Finde ich, daß übergroße Amps unnötige SPFs (single point of failure) sind. Wenn so ein Amp aussteigt, ist man mal richtig im Arsch...

  • Erfahrungen mit Finhol Cajomic?

    • simonstpauli
    • 6. März 2016 um 19:26

    Ich hatte das noch nicht in den Fingern, es liest sich aber ganz sexy.

    Auf meiner letzten Tour, bei der ein Cajon-Spieler dabei war, hatte ich ein ATM650 hinten am Loch und ein AE3000 vorne. Das hat ganz gut funktioniert, da aber mein Schlagwerker ein Kippler ist, musste das Mikrofon hinten gelegentlich mal neu positioniert werden, das würde beim Cajomic wegfallen. Ich werde das wohl beim nächsten Mal ausprobieren.

    Ansonsten habe ich auch schon mit Clip-Mikrofonen experimentiert und ganz gute Ergebnisse erzielt. Grenzflächen haben mich dagegen selten glücklich gemacht.

  • VHF is back?

    • simonstpauli
    • 6. März 2016 um 19:21
    Zitat von "wora"


    da muss ich dich leider enttäuschen ;)

    was die rauschenden InEar sendestrecken einer deutschen firma angeht: jepp, das kann ich so bestätigen. ein bassist, mit dem ich nun schon fast 20jahre in verschiedenen bands zu tun habe, berichtete genau das gleiche.
    er hatte starke probleme mit rauschen und meinte erstmal, dass es wohl an meinem pult liegen müsse. ich habe ihm daraufhin einfach mal meinen kopfhörer am stagerack angeschlossen und das selbe monitorsignal drauf geroutet = kein rauschen hörbar.
    dann hat er mal ein drahtgebundenes fischer-amp gerät mitgebracht = ebenfalls kein rauschen hörbar.
    dieses problem lag definitiv an seiner sendestrecke.


    Logisch, das Rauschen ist ja systemimmanent.

  • VHF is back?

    • simonstpauli
    • 6. März 2016 um 01:39
    Zitat von "wora"


    ++1 !!!

    das trifft absolut meine meinung.
    als früherer funkelektroniker sage ich ja schon immer, dass eine funkübertragung eigentlich nur eine notlösung darstellt. und zwar für fälle, in denen man wirklich gar kein kabel benutzen kann.


    Das ist vielen Künstlern gar nicht so klar. Ich hatte mal einen Schlagzeuger, der immer am Meckern war, daß sein InEar rauscht. Wir bekamen lokal hauptsächlich Sennheiser G3, 2000er und Shure PSM900 gestellt. Das Ganze mit ordentlichem Gain-Management. Also mindestens bei der 2000er schon ganz anständig aber dennoch mit eingeschränkter Dynamik und eingeschränktem Stereo-Bild. Ich hab dann vorgeschlagen, daß er mal ein Pack mit Direktverkabelung ausprobiert.
    Er kam nicht an den Punkt, sich so an seinen Arbeitsplatz zu binden. "Was ist, wenn ich am Ende des Konzerts nach vorne gehen soll"
    Tja.
    Ich bin mir sicher, daß er schlagartig keine Probleme mehr mit dem Rauschen gehabt hätte.

  • Versorgung von Hochleistungsendstufen >16A

    • simonstpauli
    • 6. März 2016 um 00:53

    Ich würde ja zu der altbewährten Lösung CEE blau greifen. Die Stecker sind groß, ja. Aber dafür spielt das seit einer gefühlten Ewigkeit bei Projektoren gut. Powercon finde ich über 10A etwas fehl am Platz.

  • Kann man mal machen...

    • simonstpauli
    • 5. März 2016 um 17:38
    Zitat von "guma"

    ... und hier noch die Mikros, die in das Teil eingebaut sind:

    http://ehrlund.se/products/ehr-e


    Danke!

    Mein zweiter Gedanke (als ich den Mund wieder zu hatte) war nämlich auch: Wie nehme ich das ab? Ähnliche Gedanken hatte ich bei den Instumenten von Ferdinand Försch auch. Bzw. ich hatte ein paar Mal das Vergnügen und vor dem Mikrofonieren stand jeweils eine lange Hör-Phase...
    https://www.youtube.com/watch?v=q7p-VmuavZk

  • Funkstrecken Frequenzen, alles was man Wissen muss u. sollte

    • simonstpauli
    • 5. März 2016 um 02:39
    Zitat von "Multicore"

    6-8 Strecken sind in der Pipilücke (823-832MHz) gut und sicher untergebracht, allemale wenn man auf ein digitales System setzt, daß ja gegenüber einem analogen weniger Spektrum benötigt. Besagte Pipilücke ist auf zehn Jahre durch die BNA allgemeinzugeteilt und somit langfristig safe. Auf jeden Fall deutlich safer, als der gesamte unter UHF Bereich, von dem wir ja Stand heute wissen, daß es aktuell keine Aussagen gibt, wo lokal exakt die migrierten und in diesem Schritt zeitgleich von DVB-T zu DVB-T2 mutierten TV Kanäle landen werden. Kleinere Setups werden vermutlich immer
    an's Spielen zu bringen sein, aber ein ausgewachsenes Mehrkanalsystem (z.B. 20 Kanäle + IEM) würde ich auch heute nicht beschaffen wollen.
    Was erwartest Du von den Herstellern? Etwa das sie diesen Umstand so kommunizieren und sich damit ihr Umsätze im Zweifel bis 2017 blockieren?

    Lösung? Fallbezogen Alternativen suchen.... 1.9GHz, 1.8GHz, 2.4GHz, VHF


    Das sehe ich nicht ganz so.

    1a. In der Duplexlücke der DD1 tummeln sich inzwischen extrem viele Anwender. Das kann das auch mal in die Hose gehen.
    1b. Die Duplexlücke der DD2 wird größer werden.
    1c. In der Nähe der Uplink-Blöcke müssen wir immer mit Störungen rechnen, die beim Setup und Soundcheck so nicht gemessen werden können.

    2. Mit halbwegs anständigen Schaltbandbreiten sollte man im übrigen UHF-Bereich arbeiten können. Natürlich werden TV-Multiplexe nach unten migriert, aber sie werden nicht das komplette Spektrum belegen. Beispiel: letzter Job, 500MHz-Band, Shure ULX-D. 2x DVB-T und ein bißchen Hintergrundschmutz. Selbst wenn da jetzt noch 4 DVB-T dazu käme, hätte ich eine anständige Menge an Stecken nur in diesem Frequenzband realisieren können. Hölle sieht anders aus. Gibt es lokal im UHF-Bereich auch, das liegt dann aber eher an der räumlichen Nähe der PMSE-Anwender. TV-Aussendungen stören nicht sehr stark außerhalb ihrer zugewiesenen Frequenzbereiche. Da ist relativ anständige Funktechnik am Start, im Unterschied zu den mobilen Endgeräten bei LTE (siehe 1c)

    Ergo: Plane Hardware, die ordentlich ist (gute pre-Filter, ausreichende Schaltbandbreite), dann sollte das im UHF-Bereich klappen.
    20 Kanäle + IEM kann man und sollte man auf mehrere Bänder verteilen, das sind dann vielleicht 10 Kanäle pro Band. Also ich würde mir zutrauen, sowas zu beschaffen. Mit Oberklasse-Hardware der etablierten Hersteller (WiSyCom, Sennheiser, Shure, Lectrosonics, diese Preisklasse) hätte ich da keine Bauchschmerzen, auch über 2017 hinaus.

    Alternativ kann man natürlich auch auf VHF oder über 1GHz ausweichen. Mit den bekannten Nachteilen:
    VHF - relativ wenig Hardware-Auswahl (ich habe bis jetzt noch keine neue Oberklasse-Hardware gesehen), relativ wenige Kanäle realisierbar
    Duplexlücke 1.8GHz: steigende Anzahl der Nutzer, geringe nutzbare Bandbreite, ungünstigere Ausbreitungseigenschaften
    2.4GHz: vergiß es. Ich nutze dieses Band gerne zum Messen vor der Show, das klappt super. Für show-relevante Inhalte: Finger weg.

  • VHF is back?

    • simonstpauli
    • 5. März 2016 um 01:57
    Zitat von "Multicore"

    Im UHF Spektrum tauchen auch reichlich, meist extrem breitbandige Störer auf, die den Betrieb konventioneller UHF Strecken negative beeinflussen.... ausgesuchte Videowalls auf Bühnen, öddelige zigarettenschachtelgroße Video-Formatwandler (HDMI auf irgendwas und umgekehrt) und immer noch Vorschaltgeräte für größere Lampen an Hallendecken (HQI oder so? Habe keine Ahnung von Licht).
    Manchmal frage ich mich, unter Beachtung welcher EU Richtlinie die Hersteller Konformität zu ihren Produkten erklären.... vermutlich der Badegewässerrichtlinie, weil bei der EMV würde das Material ja wohl durchfallen. :(


    Schön auch: 16-Port Netzwerkswitch, eingebaut in einem Drahtlosrack (zur Netzwerkanbindung desselben). Störte sehr breitbandig im 700MHz-Band.
    Es hat ein paar Minuten gedauert, bis ich darauf gekommen bin, daß ich einfach mal den Switch eine Handbreit von den Empfängern trennen sollte...

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