Beiträge von tonzwerg

    Bei deiner Meinung zu APG muß ich dir leider vehement widersprechen, DX-12 und DX-15 sind so ziemlich das Beste, was mir je untergekommen ist. Die DX-12 klingt mit dem richtigen Controller-Setup keinesfalls dünn, im Gegenteil. Du hast mit diesem Lautsprecher eine Super-MuFu, der Flugbügel hat eine Winkelrasterung, als Monitor 2 wirklich praktischegehäusewinkel und ein super flaches Profil, was den Wedge gerade für optisch anspruchsvolle Baustellen prädestiniert. Die beiden Holzwangen an der Seite, die dich vermutlich stören, dienen dazu, das Kabel zu schützen, es ist schier unmöglich, egal wie man den Wedge hinstellt, den Stecker zu berühren oder das Kabel abzuknicken. Und laut geht das Ding auch, und zwar richtig.

    Es gibt halt auch Räume, die machen dich einfach fertig. Overheads aus, HiHat aus, Gitarren je nach Bühnenlautstärke auch aus, Snare auch, dann einfach untenrum anfüttern, Stimmen irgendwie drüber und Bier trinken gehen. Manchmal isses einfach so. Die meisten kleineren Hallen bieten übrigens nach aufwändiger Renovierung genau diese Eigenschaften. Hat man gut gemacht.

    So, da ich ja bei der Präsentation in OF früher weg mußte, hab ich mir das Pult jetzt mal in Ruhe bei AT in MZ-Kastel erklären lassen. Schon ne geile Kiste, da müssen sich die Anderen warm anziehen. Super Surface, super Woekflow. Die inneren Werte klingen ja vielversprechend, das findet man dann mal im Live-Einsatz raus. Da habe ich aber wenig Bedenken. Mir ist zwar in den 5 Jahren, die ich nun iLives benutze und vermiete nie ein Netzteil abgeraucht, aber die hot-swap-redundanten Teile der dLive nehmen einem da auf jeden Fall jede wie auch immer begründete Angst. Haptisch und qualitativ ist das Ding auch ne echte Ansage. Das etwas rappelige Image der iLive hat man souverän hinter sich gelassen. Auch das ultraflexible Routing zwischen allen I/O's inklusive der Erweiterungskarten ist mega. Das IO-Patching erinnert sehr an den Dante-Controller, das macht ja auch Sinn. Durchaus übersichtlich. Für den kommenden Editor würde ich mir eine Druck-Option für dieses Patching wünschen, das dann seitenformatiert das Patching genauso darstellt. Macht Sinn auf größeren Baustellen, dann druckt man das einfach für die Kollegen aus. Die neue Szenenverwaltung finde ich sehr gut gelöst. Mal abwarten, was das Deep-Processing in den Kanälen noch für die Zukunft bereithält.
    Über zwei Dinge bin ich allerdings enttäuscht:
    1. Der Kanal-De-Esser ist weggefallen. Eine Anwendung, die ich öfter habe, ist Konferenz mit mega vielen Headsets oder Musical. Da habe ich den De-Esser pro Kanal in der iLive geliebt. Dafür dann das halbe FX-Rack zu opfern, finde ich schade. Je nachdem, wie das Headset sitzt, zischelt der eine eben mehr und der andere weniger oder halt woanders. Und ja, ich weiß, das kann man auch über Gruppen machen, aber das ist nicht dasselbe. Eventuell überlegt man sich da noch was ähnliches wie Soundcraft, nämlich das Gate wahlweise zum De-Esser zu machen. Fände ich sinnvoll.
    2. Das EQ->Comp oder Comp->EQ Routing im Kanal. Super war ja bei der iLive die Funktion, die Auxe post EQ aber Pre Comp zu beschicken. Das geht immer noch, allerdings sitzt der Compressor dann hinter dem EQ. In der iLive konnte man für den Sidechain wählen, ob dieser im Kanal pre oder post EQ abgegriffen wird. D.h. der Compressor, der fest hinter dem EQ sitzt, EQ verhält sich mit Sidechain self pre EQ genau wie ein Compressor, der vor dem EQ sitzt, klangliche Eingriffe am EQ wirken sich nicht auf das Compressionsverhältnis aus. Nun ist das anders: Wähle ich dieselbe Reihenfolge, also EQ vor Comp, dann habe ich nach wie vor die Möglichkeit, unkomprimierte Signale auf die Monis zu schicken, während ich im Kanal schrauben kann wie ich will. Allerdings wirken sich nun EQ-Eingriffe auf die Compression aus. Andererseits: wähle ich das andersrum, also Comp vor EQ, dann habe ich tatsächlich die Möglichkeit, gewisse Kanäle auch komprimiert auf einen Monitorweg zu schicken, der eigentlich global unkomprimiert sein soll. Irgendwie auch schön. Lösung damit beides geht: Bei den wirklich umfangreichen Sidechain-Routings, die die dLive nun im Gegensatz zur iLive bietet, fehlt also nur die Option Self, pre EQ. Sollte hoffentlich in einem Update kommen, dann bin ich happy.
    Future Future nice-to-have Option: sowas ähnliches wie Pop-Groups, evtl. über die DCA's. Das wäre dann so wie früher bei der Innovason die Smart Fader. Da hätte ich auch eine Idee, wie man das sinnvoll auf der Surface umsetzen könnte, ohne sich in Menüs zu verzetteln.

    Mal grundsätzlich zum Verständnis, weil das ja immer wieder auftaucht:
    Die Bus-Config und ein paar andere Dinge, wie z.B. Stereo-Pairing von Kanälen sind Dinge, die Teil des Showfiles sind. Mit dem Showfile werden diese Sachen im MixRack hart gepatcht. Also im Prinzip alles, was man auf dem Bildschirm unter MixRack findet.
    Die EInstellungen aller Busse und Kanäle, also EQ's, Comps, etc. sind in den Szenen gespeichert. Zu jedem Showfile gehören max. 250 Szenen.
    Das passiert vielen Kollegen immer wieder, dass sie ein Showfile speichern, ohne vorher die letzte Szene gespeichert zu haben. Und dann wundern sie sich, dass ihre ganzen Einstellungen weg sind.
    Also:
    Alle EQ's, Effekte, Comps, etc. gehören in Szenen. Diese werden als Bündel im Showfile gespeichert. Durch das Laden eines Showfiles wird aber auch die aktuelle Bus-Config überschrieben, deswegen gibt es die schicke USB-Scene Transfer Funktion, wo man diese beliebigen Import-FIlter setzen kann.
    Und wenn man eine Show mitnehmen will, am Ende des KOnzerts einfach die letzten Einstellungen als Szene speichern, danach die Show speichern und auf den Stick kopieren. Bei der nächsten Show irgendwoanders einfach vorher abklären, wieviel Busse man braucht, damit das entsprechend vorbereitet wird. DAnn kann man dort über USB Scene Transfer alle Szenen der eigenen Show importieren und z.B. Patchbay beim Import sperren.

    das ist doch total einfach. Du machst das über USB Scene Transfer und setzt einfach Import-Filter (z.B. bei Patchbay ein rotes Stopschild).
    Dann kannst du sämtliche Szenen seines Showfiles laden ohne dass Dir das Hauspatching übeschrieben wird.
    Nur vorher sicher stellen, dass die Bus-Config auch stimmt. Bevor du Busse anlegst, die der Kollege haben will, und in deiner Show nicht drin sind, speicherst Du das aktuelle Setup in einer Szene, dann änderst Du die Bus-Config und dann lädtst du die Szene wieder. Damit werden alle Busse, die vorher vorhanden waren, wieder so hergestellt wie sie waren. Alle neu dazugekommenen werden erstmal ignoriert und nur beim Laden der importierten Szenen geändert.

    Schau mal nach der APG DX-8 oder sogar die ganz kleine, DX-5. Beides hervorragende Lautsprecher, gerade die DX-5 hat mich aufgrund der Minimalabmessungen und des Outputs, den sie dann liefert, absolut positiv überrascht. Die DX-8 ist halt die universellere Box, die geht auch mal als Near-Fill auf Rock'n'Roll Bühnen oder als Monitor für mittel-laute Gala-Gigs. Für beide gibt es super flexible Flugmechaniken. Controller bringt ein paar klangliche Vorteile, aber es geht auch gut ohne.

    Man muß das Pult natürlich NICHT auf ext. Wordclock stellen, sondern der DANTE-Karte einfach "sync to external Wordclock enable" beibringen (geht im Dante-Comtroller). Dann synct sich die Dante Karte nach dem Pult, ist aber trotzdem Dante-Clock Master. Wenn man ein zweites Pult mit ins Dante Netz nimmt, dann sollte das auf Slave stehen. Die Dante-Karte darin aber auch. Mannomann, was hier ein Halbwissen, nein eher Viertelwissen kursiert. Alter!

    henry , ich finde, die Engstirnigkeit beginnt dort, wo man nicht bereit ist, sich selbst zu informieren und auf ein anderes Bedienkonzept einzulassen. Bisher gab es in diesem Thread immer eine Antwort auf ein gestelltes Problem. Nur die Fragen werden ja gar nicht gestellt. Weil man das Konzept grundsätzlich ablehnt und bei den eigenen schematisch abgespeicherten Arbeitsabläufen bleibt. Kurzes Beispiel: Ich habe mal einem Kollegen ein Setup mit allen seinen Monitorwegen auf der rechten Bank gemacht. Dann kam die Frage: Warum geht das denn nicht wie bei der M7, da hab ich für jeden Aux-Send einen Drehregler. Okay. Umgestellt auf Sends on Rotary. Ja, die liegen ja jetzt nebeneinander. Auf der M7 sind die untereinander. Ich: OK, das ist halt jetzt so. Er dann: Und wenn ich dann doch Sends on Fader haben will? Ich dann: Eben wolltest Du noch Sends on Rotary. Ich hab dann weißes Gaffa genommen und Yamaha M7 draufgeschrieben. Wurde aber auch nicht besser.
    Nur kurz als Drohung, wollt Ihr wirklich die Liste, was auf der iLive geht und auf den Yamahas nicht? Habt Ihr alle soviel Zeit?

    Ich glaube, wora, es ging um die Pan follows Master Geschichte für die Auxe. Das geht tatsächlich nicht.
    AAABER: Wenn man sagen wir mal InEar-Mixe macht (und nur da ist das wichtig), dann macht man mal einen Mix fertig und dann ...Achtung...Copy Mix -> Paste Mix. Mach das mal auf einer Yamaha.
    Und wenn dann tatsächlich ein Musiker das Ride nun doch lieber links statt rechts hätte, bitteschön. Immer noch besser als dass 9 andere Musiker auf einmal den Kopf rumdrehen, weil man sich im Master kurz verschraubt hat.

    Ich stelle fest, dass die, die hier über die iLive schimpfen
    a) keine Ahnung von dem Pult haben
    b) sich damit auch nicht beschäftigen wollen
    c) es immer von unfähigen Kollegen erklärt bekommen.
    d) bei der Erklärung, so schlecht sie auch sein mag, aber nicht zuhören.


    Danke. es reicht.
    Blinde sollten nicht über Blumen diskutieren.

    Was mich immer wundert, ist, dass die eingefleischten Yamaha-User sich über die iLive beschweren, weil sie ihren festgefahrenen Workflow möglicherweise auf diesem Pult so nicht umsetzen können. Dafür sind die Möglichkeiten umso flexibler und wenn man sich mal auf die iLive-Philosophie eingelassen hat, ergibt das auch alles Sinn und man kommt ca. 10mal schneller zum Ziel als auf IRGENDEINER anderen Konsole.
    Wenn ich jetzt mal im Gegenzug die Liste aufmache, was auf einer Yamaha alles NICHT geht, wenn man iLive gewohnt ist, dann würde der Thread hier allein dadurch 15 Seiten lang.
    Und es ist meistens auf die inkompetenten Pultbetreuer zurückzuführen und eben auf sture Techniker, die einfach schematisch ihre Arbeitsweise abspulen und nicht in der Lage sind, mal über den Tellerrand zu schauen. Ist vermutlich der gleiche Grund, warum man SPX-990 heute noch auf Ridern findet.
    IMHO ist die iLive das flexibelste Pult am Markt und gerade in der Monitor-Anwendung definitiv das schnellste.


    " Sends on Fader schön und gut – aber wenn Einer spielt und 7 gleichzeitig den Arm nach oben recken kann das auch eine verdammt mühselige Angelegenheit sein."


    billbo, leider ein Eigentor.
    Wenn man sich den MIX-Button nicht erklären läßt und Sends on Rotary auch nicht, dann hat man einfach Pech gehabt. Ganz hilfreich bei InEars auch die Copy MIX -> Paste MIX Funktion...suchste bei Yamaha auch vergebens. Oder GEQ-Flip mit einem Knopf...und und und.
    Und wer im Gig ständig die Busstruktur des Pultes verändern möchte, hat eben vorher nicht nachgedacht.


    Zu den Effekten sag ich jetzt mal gar nichts, außer dass Yamaha da ja nun wirklich noch nie was Gescheites auf den Weg gebracht hat.
    Zum Thema undurchsichtige Menüs hab ich hier nur ein Fragezeichen, dann schaut Euch doch mal ne Vi6 an und programmiert mir mal ein Tap Tempo auf eine UDK. Das hab ich bis heute nicht kapiert, wie das gehen soll, GPIO irgendwas Quatsch.
    Und jetzt kommt bestimmt noch irgendjemand daher und behauptet, die iLives würden dauernd abschmieren...hat er mal von einem Freund von einem Freund gehört...bla

    du kannst den bass auf einen mono aux packen, du kannst ein matrix nehmen, du kannst das alles über einen dca-fader koppeln und natürlich auch den dca mute auf ein softkey legen. wo ist das problem?