Beiträge von ralle14

    Hatte gerade Bilder sortiert, da könnte man den Thread mal wiederbeleben. Ein paar Projekte aus den letzten 3 Jahren von mir.


    2019 hatte ich ein kleines 3 Wege Top mit 2x8" 18Sound und Limmer 042 (Ciare und BMS) entwickelt:







    Zwischendurch gab es einen Schwung 8" / 1" MuFu Tops mit 18Sound und B&C Bestückung, von denen leider zwei in der Zwischenzeit gestohlen wurden:







    Als größeres Projekt wurde das 3 Wege Top um zwei Tieftöner erweitert und es entstand ein komplettes System mit den passenden 2x15" Bässen dazu:





    Die Gehäuse / Gitter sind allerdings kein reiner Selbstbau mehr sondern eine Auftragsfertigung beim Gehäusebauer.

    Schönes Projekt! Endlich mal wieder etwas abseits der Standard 12"/1,4" Kiste.


    Messungen sind soweit abgeschlossen, aktiv getrennt bei 350Hz, passiv bei 2800Hz.

    2800Hz halte ich in Hinblick auf die vertikale Abstrahlung für zu hoch. Das schnürt vertikal extrem zu und der NSD kann deutlich tiefer getrennt werden, ich würde aus dem Bauch heraus einmal 1,6 bis 1,8Khz Trennfrequenz probieren und dann nochmal Abstrahlung messen.


    Angst ist sicherlich nicht unbegründet, erwarten tu ich schon irgendwas mit 145 dB SPL,

    145dB / 1m ist eher im Bereich des Wunschdenkens einzuordnen. :D

    und zwar?

    Ich könnte zwei Vortex V8 ohne Brücke probieren, aber das wird für die Ntlw5000 knapp.

    Eine Höllstern bekomme ich für unser budged nirgends!

    Was spricht gegen einen / mehrere FP14000 Clone? Billig, kann gut Bass, bei Rockline im Zweifel reparierbar, kann man mittlerweile gefühlt an jeder Straßenecke zumieten.

    Tops: AW Audio PS3 (Selbstbautops) Finde das schlanke design einfach sehr schön. Hierfür werde ich wohl 2k ausgeben müssen.

    Wenn AW Audio, dann bitte die PS4 Pro. Zwei Kurzhub 8" über Schwerpappen 18ern ergibt auch bei passendem Preset keinen sauberen Klangeindruck, da kommt unter 200Hz einfach zu wenig und die NTLW klingen zu "fett".


    Verstärker: Für die Tops würde ich 2x TSA 1400 nehmen und diese gedrückt laufen lassen. Jede Endstufe kommt in ein eigenes 3HE Rack, ist einfach einfacher zu transportieren. Die Subs wollte ich mit je einer gebrückten TSA 2200 antreiben. Hier wird wohl das größte verbesserungspotenzial durch andere Komponenten sein. Mit Racks wird diese Position wohl bei 2,5k liegen.

    Anstatt zwei TSA1400 würde ich direkt einen FP10000Q Clone nehmen, kommt preislich fast aufs gleiche raus. Für Bässe mindestens FP14000 Clone, Top Class 18er und dazu billigste TSA Endstufen passen irgendwie nicht zusammen. Behringer DCX geht wohl für den Anfang in Ordnung.


    Mal ganz allgemein: Was für Musik soll denn gespielt werden? Wenn jetzt nicht vorwiegend Hip Hop, DnB oder anderes tief gehendes Zeug gespielt wird würde ich eher ne kleinere Klasse ala B&C 18NW100 wählen. Wenn das Geld knapp ist würde ich am ehesten dort Geld sparen, bei der Firma "Selbstbau-Lautsprecher" aus Hamburg gibt es auch nette Baupläne in der Klasse.

    Es gibt da eine Konstruktion eines Nord Deutschen Herstellers mit 2x12“, 6x5“ und 4x1“ in einem erstaunlich kompakten Gehäuse.

    Beim Probe hören hatte ich wie im Prospekt angekündigt „ein klanglich beeindruckendes Erlebnis“ aber wohl doch anders wie der Hersteller es gemeint hat.

    Als ich die Interferenzen ansprach wurde mir gesagt das Preset wäre noch nicht final.


    Da gab es doch mal irgendwas mit Physik, ich komm bloß nicht drauf.....🤔

    Da ich gerade vor ein paar Wochen besagte Box inkl. passendem Systemcontroller auf dem Drehteller hatte, hier einmal die Abstrahlung dazu:




    Die Klangeindrücke beim Ablaufen der Horizontalen waren schon "speziell". Aber halbwegs passend zum Thema sieht man schön was zwischen zwei horizontal angeordneten Pappen passiert, die oberhalb ihrer Kopplungsfrequenz betrieben werden.


    LG, Ralle

    hat denn wer was erwähnenswertes in frankfurt gesehen?

    mich häte ja interessiert was hk da mit seinem point source auf die beine gestellt hat.

    In der aktuellen PP ist ein Test von der Kiste mit durchaus ordentlichen Messwerten.

    es gilt auch hier die einfache fasutformel je größer desto bass :)

    ein 15er wird natürlich nie so schön tief runter kommen wie ein 18er.

    das ist zumindest so mein bescheidener horizont.

    den 8004 habe ich auf dem zettel für unseren kleinverleih als bass.

    Das ist leider eine Denkweise aus dem letzten Jahrhundert. Die Tiefbasswiedergabe ist vollkommen unabhängig von Chassisgrößen sondern einfach nur Auslegungssache zwischen Chassis / Gehäuse und vorgeschalteter Elektronik. Der RCF 8004 ist eher ein Negativbeispiel, ein Blick ins offizielle Datenblatt offenbart einen einen fetten Peak bei 60Hz, und unter 50Hz geht es steil in den Keller. Solche Auslegungen sind erstmal für den Laien beeindruckend, da viel Boom rauskommt. Ich würde dem LL Bass deutlich bessere Klangeigenschaften und viel mehr Tiefbass unterstellen, im Pegel im Nutzbass wird er jedoch deutlich das Nachsehen haben.

    IDN: Hexenschuss oder so etwas ähnliches. Unglaublich, zu was man den unteren Rücken alles braucht. Fällt erst auf, wenn es wehtut und nicht funktioniert.

    Hatte vor 9 Jahren mit 21 einen Bandscheibenvorfall an der Lendenwirbelsäule. Die Schmerzen die das verursacht kann man sich als Nichtbetroffene*r kaum vorstellen, daher gute Besserung und die Hoffnung, dass es nichts schlimmeres ist. Seitdem ist bei mir der linke Oberschenkel taub.

    OK, es ist also, wie immer, etwas komplexer :)


    Was war das für ein Treiber am 042?

    Ich habe noch eine Originalbestückung mit Ciare und dem DE16 für ne P2 hier liegen.

    Möchte ich auch erstmal so bauen. Aber man kann ja später experimentieren :)

    Die obigen Messungen sind mit Ciare Mitteltöner und B&C DE360. Sehr empfehlenswerter Treiber für das 042, recht einfach zu beschalten und klanglich hervorragend.

    Diese Resonanzen sehe ich dann im Frequenzgang als zusätzlichen Buckel am oberen Übertragunsende und "gezappel" in der Impedanz. Das meinst du oder?

    Ja, es gibt dort oftmals scharfe Einbrüche und Überhöhungen im Frequenzgang. Das kann (muss aber nicht!) ein Indiz für Membranresonanzen sein, es ist immer in Wechselwirkung mit dem verwendeten Horn zu betrachten.


    Hier z.B. der Frequenzgang eines B&C DE75 unbeschaltet auf einem GAE Horn:



    Wie man sieht ist der Frequenzgang am oberen Ende sehr unruhig. Dazu kann man sich dann das Ausschwingverhalten als Wasserfalldiagramm anschauen, sehr lange ausschwingende Resonanzen:



    Als krasses Gegenbeispiel dazu ein 1" Treiber mit Ringmembran auf einem Limmer 042 Horn (inkl. Weiche und Mitteltöner):



    Dazu das Wasserfalldiagramm:



    Die Messung war im eingebauten Zustand, daher sind sowohl im Frequenzgang als auch im CS leichte Reflexionen von den Gehäuseüberständen erkennbar. Aber nichts, was im oberen Frequenzbereich auf ein Aufbrechen der Membran hindeuten würde.

    Meine (Hör-)Erfahrung ist: Sofern HF Treiber gleicher Bauart aber mit unterschiedlichen Membranmaterialien auf einen identischen Frequenzgang entzerrt werden, lassen sich im direkten Vergleich im Kleinsignalbetrieb wenig Unterschiede feststellen, z.B. 18Sound ND3T und ND3N.


    Deutliche Unterschiede ergeben sich, wenn man jetzt einen 18 Sound ND3N mit z.B. einem B&C DE750 vergleicht. Das Diaphragma des DE750 bricht oberhalb 8Khz in Resonanzen und Partialschwingungen auf, was in Sachen Klirr und Ausschwingverhalten deutlich messbar ist, sogar bei einer simplen Impedanzmessung lässt sich das feststellen. Kurz gesagt: Was man hört, kann man auch messen und umgekehrt.


    Ansonsten habe ich noch nicht viel gefunden. 18s baut anscheinend viel Titan, BMS anscheinend überhaupt nicht.


    Die BMS Treiber und auch z.B. B&C DE360 sind wieder isoliert zu betrachten, da sie sich durch die Ringmembran deutlich von Treibern mit Kalottenform unterscheiden. Konstruktionsbedingt treten dort im Arbeitsbereich keine Partialschwingungen auf, weshalb diese Treiber auch oberhalb 10Khz noch "Nutzschall" liefern können. Nachteil an echten CD Hörnern ist die oftmals etwas geringere Empfindlichkeit in dieser Oktave, da der natürliche Pegelabfall nicht durch Resonanzen wieder wett gemacht wird.

    Hast du ein- oder zweikanalig gemessen?

    Einkanalig ohne Kalibrierung "Power Amplifier Gain" könnte eine Erklärung sein.


    Gruß

    Heinrich

    Ich messe üblicherweise zweikanalig, aber mit direktem Loopback in das Interface, ohne Endstufe dazwischen.


    die gemessenen werte sind quasi identisch für eine klasse II messung. die kalibrierung der mikrofonempfindlichkeit in ARTA hat bei mir also funktioniert.

    Ich werde mir wohl auch nochmal ein Schätzeisen besorgen müssen, um das zu verifizieren. Danke für den Test!

    entweder bestätigt sich der pegel, dann ist deine einstellung richtig und die angabe zur empfindlichkeit der box stimmt nicht,

    Der Hersteller der Box bin ich. Daher kann ich recht sicher sagen, dass mit den verbauten Komponenten ein solcher Pegel bei 1W ausgeschlossen ist. :D Der Fehler wird wohl in der Kette liegen.


    Eine kurze 2,83V Vergleichsmessung (Aua ^^ ) mit einem 1,4" HF Treiber ergab ebenfalls einen um ~10-12dB zu hohen Pegel.


    Nach erneutem Studium des Datenblatts ist mir noch aufgefallen, dass Steinberg eine Mindestverstärkung bei zugedrehten Gainreglern von 6dB angibt:



    6dB würde einem Preamp Gain = 2 in ARTA entsprechen. Kalibriert man nun mit diesem Gain, ergibt sich wiederum eine um die Hälfte zu geringe Mikrofonempfindlichkeit von ~3,5mV/Pa. Ergibt in meinen Augen aber auch keinen Sinn, da dieser Gain bei der vorherigen Spannungskalibrierung der Eingänge auch schon vorhanden ist und mitgerechnet wird.


    Btw.: Hatte vergessen, dass es auch noch das Messtechnikforum gibt, vielleicht einfach dahin verschieben.

    Moin zusammen,


    ich stehe gerade mit ARTA auf Kriegsfuß. Ich benutze ARTA seit vielen Jahren und bin in Bezug auf Messtechnik allgemein recht fit.


    Bisher habe ich bzgl. Absolutpegel unkalibriert gemessen, im Zuge der kompletten Neuanschaffung der Messkette habe ich direkt einen Kalibrator gekauft und bin jetzt am probieren.


    Um folgende Messkette geht es:


    Steinberg UR44C Interface

    Isemcon EMX-7150 Mikrofon

    Peaktech P8010 Kalibrator

    ARTA 1.9.4.1 mit Lizenz

    KME SPA240S Endstufe

    Testobjekt ist gerade eine 5"/1" 8R Studiobox mit großem HF Waveguide

    Messung gefenstert im Wohnraum auf Stativ, keine reflektierenden Flächen im Umkreis von 1m


    Folgendes Problem:


    Ich durchlaufe das normale Prozedere zur Pegelkalibrierung, sprich Messen der Ausgangsspannungen des Interface, Loopback Messung zur Ermittlung der Eingangsempfindlichkeit, Ermittlung der Mikrofonempfindlichkeit mittels Kalibrator.


    Aus diesen Werten errechnet ARTA eine plausibel erscheinende Mikrofonempfindlichkeit von 7,15mV/Pa, seitens Isemcon wird für meine Seriennummer eine Empfindlichkeit von 6,79mV/Pa angegeben. Die Spannung der Phantomspeisung beträgt im Leerlauf genau 48VDC, bricht mit angeschlossenem Mikro aber auf 30,7VDC zusammen.


    Steinberg gibt für das Interface einen max. Ausgangspegel von +16dBu an, die Kalibrierung führe ich mit voll aufgedrehtem Masterpoti und -20dB Generatorpegel durch, sodass die Eingänge nicht übersteuern. Gemessene Spannung am Ausgang sind dabei 501mV, was ziemlich exakt -4dBu bzw. -20dBfs entspricht, passt also. Die Eingänge werden mit max. +6dBu Input angegeben. Bei der Loopback Messung werden -10dBfs angezeigt, was ebenfalls exakt dem verfügbaren Headroom bei -4dBu Output entspricht.


    Die angeschlossene Messendstufe ist soweit aufgedreht, dass mit 8,2Ohm Ersatzwiderstand 2,85Vrms Output erreicht werden, Abstand Lautsprecher -> Mikrofon exakt 1m. Potis am Interface sind nach der Kalibrierung natürlich unangetastet.


    Der zu erwartende Pegel bei 1W/1m dieser 8Ohm Box liegt zwischen 84 und 87dB. Es werden aber deutlich zu hohe Werte angezeigt:




    Ich bin mittlerweile ratlos. Habe ich irgendwo einen groben Fehler gemacht, eine Checkbox übersehen, zu viel Bier getrunken? ^^


    Vielleicht kann jemand den entscheidenden Tip geben, danke! 8)


    LG, Ralle

    Btw. und OT, da ich Vituixcad selbst nutze, fände ich eine Implementierung für den Linea Research ASC48 interessant, dort unterscheiden sich die Güten auch etwas (auch durch Vergleichsmessungen festgestellt, die LIR Filter lassen sich hinreichend mit normalen linearphasigen Filtern in Vituixcad nachbilden) ...

    Sollte der Threadersteller die Infos von AllDSP bekommen, lassen sich die Werte auch 1:1 auf den ASC übertragen. Ich habe selber vor ein paar Monaten von Monacor DSM auf Linea Research umgestellt und im Zuge dessen beide Controller ausgemessen, um bestehende Presets auf den ASC48 zu übertragen.