Beiträge von ralle14

    Der Wert kann wirklich nie größer sein als die Stromaufnahme.

    Natürlich nicht, damit hätten wir die Physik überlistet.


    Aber dann hat man eine undefinierte P.M.PO. Angabe wie damals die Stereoanlagen aus dem Quelle Otto Neckermann Katalog oder irgendwas aus dem Mediamarkt usw.

    Als undefiniert würde ich das nicht bezeichnen. Guck dir doch mal ein paar Tests aus der Production Partner an, da ist bei Endstufentests sehr genau beschrieben, unter welchen Umständen welche Leistungen erreicht werden. Viele seriöse Hersteller geben auch an, mit welchen Signalformen die Datenblattangaben ermittelt wurden.


    In meinem Beispiel mit der LR 44M20 oben: Die Endstufe kann natürlich NICHT 20kW Dauerleistung abgeben (oder nur für eine sehr geringe Zeitspanne). Muss sie auch überhaupt nicht, es gibt keinen Lautsprecher der 5kW Dauerleistung auch nur ansatzweise verarbeiten kann.


    Linea Research gibt z.B. den Crestfaktor an und die dazugehörige Leistung: 1500W / 8Ohm bei 6dB Crest, 3000W / 4Ohm bei 9dB Crest und 5000W / 2Ohm bei 12dB Crest. Die Leistungsangaben entsprechen dabei immer 750W abgegebener Dauerleistung pro Kanal, gut 2Ohm weicht etwas ab, das wären dann 625W Dauerleistung. Multipliziert mal 4 sind das 3000W abgegebene Leistung und plus Verlustleistung der Endstufe selber (ca. 85% Gesamtwirkungsgrad) kommt man auf ca. 3,5kW Eingangsleistung und damit knapp im Bereich der Möglichkeiten eines Schuko-Anschlusses.


    Da ist kein Voodoo oder unrealistische PMPO Angaben dabei, das ist praxisgerecht für Musikwiedergabe. Die Energie für die Signalspitzen wird aus der fetten Elkobank in der Endstufe und der kurzfristig deutlich höheren Stromaufnahme genommen.


    Wer deutlich mehr Dauerleistung will (wofür auch immer, die handelsüblichen Pappen mit 4" Spule können es jedenfalls nicht) muss eben ein 50kg Eisenschwein schleppen, wird damit bei normaler Musik aber keinen dB mehr aus seiner Anlage rausholen.

    Aus der Praxis kann ich sagen, das so 8kW an Verstärkerleistung class ab oder h an einer Schuko bei Live Musik machbar sind.


    Bei extremer EDM kann das knapper sein, da hab ich aber keine Erfahrung weiter.

    Ich betreibe relativ häufig Linea Research 44M20 mit 4x4Ohm Bass an einer Schuko, das Netzteil ist dabei dann softwareseitig auf 16A Langzeit begrenzt und die Limiter stehen pro Kanal auf 100V, also 2,5kW an 4Ohm. Man muss sich bei elektronischer Musik anstrengen, dass der Stromlimiter eingreift. Bei normalem Techno passiert das quasi nie und wenn dann nur kurz bei Sweeps auf den letzten 3-4dB vor Limit.


    Die Energiedichte bei elektronischer Musik ist im Bassbereich hoch, man überschätzt das ganze aber häufig. Dazu kommt, wie oben schon geschrieben, dass ein normaler funktionsfähiger B16 frühestens bei Spitzen von 48A auslöst, selbst der thermische Auslöser lässt über eine gewisse Zeitspanne deutlich mehr als 16A zu. Bei Livemusik hätte ich auch keine Bauchschmerzen, im Notfall noch einen zweiten Amp mit auf die Schuko zu hängen.


    Edit: Auf dem Bild ist die Stromaufnahme einer 44M20 mit 4x2Ohm Bass (12x15" BR) auf einem Technofestival mit unlimitiertem Netzteil zu sehen:



    Das würde ich dann nicht mehr an eine Schuko hängen, da ist der 32A Netzeingang sinnvoll :D

    Da ist wohl wirklich kaum freies Volumen zwischen Membran und Phaseplug, so dass der akustische Tiefpass erst bei recht hohen 4 kHz einsetzt.

    Ja, Zwischen Membran und Plug sind ca. 2mm Luft.


    Nach dem letzten Bild ist das jetzt im Endeffekt ein "normaler" Phaseplug geworden, ohne die komplexe Schallführung im ersten Bild.

    Genau, es ist letztendlich ein relativ simpler Plug geworden, der hat die besten Ergebnisse geliefert. Manchmal sollte man nicht zu kompliziert denken. Die Geometrie auf dem oberen Bild hat mir Pegel da geliefert wo ich ihn überhaupt nicht brauche, nämlich zwischen 7-9Khz *finger


    Edit: Hier noch ein Vergleich zwischen dem Treiber direktstrahlend in 0,5L CB und mit Horn:


    Ein Midbasshorn für 150 Hz bis etwa 1600 Hz läßt sich mit vertretbarem Aufwand (vertikal sich konisch erweiternd, horizontal mit 1-2 Knicks drinnen und einem "Abwasserrohrphaseplug") noch in Holz selbst fertigen, sofern man im Umgang mit Holz nicht ganz ungeschickt ist.


    Alles was dann weiter rauf laufen soll, um dann vielleich erst bei 4 kHz zum Treiber getrennt zu werden, geht dann wesentlich besser in GFK zu laminieren, vorausgesetzt man kann das handwerklich darstellen.

    (ich hab's in GFK noch nicht probiert)

    Ich habe in den letzten Wochen als Spaßprojekt ein 4" kleines Mitteltonhorn mit dem B&C 4NDF34 als 3D Druck entwickelt.


    Das Horn an sich ist in Hornsculpt & Akabak entstanden, jedoch ohne Phaseplug. Die Phaseplugentwicklung ist nicht ganz trivial, ich bin bei Version 7 angekommen bis ich zufrieden war.

    Und da waren zwischendurch ganz wilde Plugdesigns bei, die entgegen meiner Erwartungen in der Praxis nicht funktioniert haben: :D



    Zwischen Version 1 und Version 7 sind ganze 10dB bei 3Khz dazugekommen, sodass das Horn jetzt von 600Hz - 3,7Khz mit 99-100dB 2,83V/1m Fullspace läuft:



    Abstrahlung ist auch wirklich sauber geworden:



    Der Dirk baut hervorragende Passifweichen wo die Treiber so miteinander abgestimmt sind das die Kiste eigentlich Flat ist.

    Der Rest ist eher ein Geschmacks EQ.

    Du weiss ja was da eingebaut ist , also kannst du dir die Limiter ja selbst ausrechnen.

    Ich glaube nicht das du da schwer entzerren musst......

    Hier mal ohne Bewertung eine Messung eines 12"/1,4" Horntops mit 12MB1000, ND1480 und originaler X-Max Weiche:



    Graue Kurve out of the Box, grüne Kurve mit verpoltem Hochtöner.

    Eine Nachricht im Nachgang vom Veranstalter:


    nach unserer sehr erfolgreichen Samstagabend-Veranstaltung bei möchte ich mich bei Ihnen gerne herzlich für die gute Zusammenarbeit bedanken. Vor allem auch für die Bereitstellung des erstklassigen Technikers(meinereits), der an diesem Abend einen großartigen Job gemacht hat. So machen solche Veranstaltungen echt Spaß. Dankeschön!!

    Bei sowas macht die Arbeit dann doch direkt doppelt so viel Spaß :)


    Etwas ähnliches habe ich gestern auch von einem Veranstalter erhalten, dessen Techno Open Air ich am Wochenende beschallt habe:


    Zitat von Techno Veranstalter

    Aloha Ralle - danke noch mal für deinen mega support! Es war wirklich überragend.


    Und nochmal um es zu betonen : der Sound war Hammer

    Super viele waren begeistert und haben nach der Anlage gefragt

    … zum Thema langsam. Hätte ich damals von dem Geld Gold gekauft, dann hätte ich heute 200€ mehr … :rolleyes:

    Ah, dann bin ich wohl nicht der einzige.


    Am 09.06. etwas recht dringendes für eigentlich letztes WE bestellt, Bearbeitung erst am 13.06. erfolgt.


    Jetzt hat DHL es noch zusätzlich verbockt und ich warte weiterhin auf die Kurbelstative, die ich eigentlich morgen das zweite Mal bräuchte.


    Also aus meiner Erfahrung ist diese Berufsgruppe ja oft schon mit 2 Fadern hoffnungslos überfordert.. das wird spannund und sicher oft auch lustig.


    Aber dieses Genre bearbeite ich seit über 20 Jahren eh nicht mehr. Also egal 🤷‍♂️

    Hat sich jemand das PA-Sys One Extended angehört und kann berichten wie gut sich der B21 darunter macht?

    Erwartungsgemäß fettet die Kiste den Sound natürlich deutlich an und macht dann viel Wind. Zumindest war der B21 aber gut eingebunden und das ganze klang recht rund und noch präzise.


    Was mir aber bei TW besonders aufgefallen ist: Das Voiceover des Sprechers war dermaßen dick gemastert, dass der komplette Grundton der Stimme von den B30 Subs auf dem Boden wiedergegeben wurde. Das klingt natürlich sehr merkwürdig, wenn die Tops 5m darüber hängen.


    Allgemein ist mir nach 6 Jahren PLS Pause aufgefallen, dass die Abstimmungen in der Live Sound Arena immer basslastiger werden. Bei mind. 2 Herstellern waren die Subs hörbar überfordert und haben deutlich geklirrt. Positiv hervorzuheben ist HK Audio mit dem Cosmo, was unter den Arrays mein klanglicher Favorit war. Das war zwar auch fett, aber noch angenehm abgestimmt und klang doch überraschend gut aufgelöst. Pegelverteilung auf der Fläche war ebenfalls gut gelungen.


    Celto Acoustique und DAS Audio sind bei mir die Schlusslichter gewesen. Weiß nicht wer von den Verantwortlichen auf die Idee kam, dieses angestrengte Geplärre als gute Produktwerbung einzustufen. Vielleicht hätten es 3dB weniger auch getan.


    KV2 wie immer im Mittel-Hochton grandios, da konnte nichts anderes mithalten. Basswiedergabe bei denen ist Geschmacksache, mein Fall ist es nicht unbedingt.


    Audio Zenit hatte Sympathiepunkte bei mir, war aber in meinen Ohren etwas unglücklich abgestimmt. Bässe hätte man etwas tiefer trennen können, die wurden je nach Titel leicht dröhnig. Für die geringe Menge an Subs verglichen mit anderen Vorführern kam aber doch erfreulich viel präziser Punch. Ich hätte mir eine ganze Portion mehr Lowmids und etwas weniger Klirr im Mittel-Hochton gewünscht.


    JM2C

    Bezahlbare Kandidaten, die für sowas sehr gut geeignet sind: Oberton 15PD601 / Oberton 15MB701 und B&C 15FW76.


    Aber verabschiede dich von dem Gedanken, aus dem System ohne zusätzliche Subs zeitgenössischen Bass herauszuholen. Ein derartiger Versuch endet im Internet auf der Suche nach Recone-Kits. Sieh den Doppel-15" Bass als Lückenfüller zwischen deinen richtigen Subs und den Horntops an.

    Ich habe in meinen Vitavox Thunderbolt Hörnchen Oberton 15PD600 (15PD601 ist der Nachfolger) drin, die sind aber nicht gerade einfach zu bekommen.


    Ein günstiger, passender Kandidat wäre der B&C 15FW76:


    Das Problem an solchen Konstruktionen ist, dass die Bandbreite des Tieftonwegs stark eingeschränkt wird und zusätzlich noch Resonanzen durch die Bandpasskammer im wichtigen Mitteltonbereich entstehen.


    Gerade am Beispiel der Meyer X40 sieht man, dass beide Wege roh gemessen praktisch keinen Überschneidungsbereich haben. Die Tieftöner brechen über 500Hz in Resonanzen auf, der Hochtöner möchte unter 1,5Khz auch nicht mehr so wirklich. Das wird jetzt im DSP zwar wieder glatt gezogen, die fiese Resonanz bei 600Hz kann man damit allerdings auch nicht beseitigen. Die Ernüchterung kommt dann beim Klirrverhalten, wo der Box im wichtigen Mitteltonbereich mal eben 10dB fehlen.


    Man bekommt eben nichts geschenkt. Die Vorteile in Größe und etwas besserem vertikalen Abstrahlverhalten kosten dann einiges an anderer Stelle. Ich finde die Umsetzung der Box allerdings persönlich auch etwas primitiv, gerade wenn man den Preis betrachtet.

    Hat jemand irgendwie Erfahrungen mit dieser doch recht unbekannten Marke ?

    Ich habe eine SC4.2 neben anderen Clones in Betrieb und kann bisher nichts negatives zu der Endstufe sagen. Die Verarbeitung ist hochwertig mit Neutrik-Metallbuchsen und dicker Alu-Frontplatte und sie läuft bisher problemlos. Einziger Nachteil: Sie ist recht schwer.


    Ich würde den Amp demnächst abgeben, im Moment steige ich auf Linea Research Systemendstufen um.

    Fänd ich moralisch verwerflich bei einer 5000€ Endstufe. Aber wahrscheinlich lassen sich die Händler lieber das Rückgaberecht aufzwingen, als eine Teststellung an einen Privatkunden rauszurücken.

    Gut ich kann nur als Gewerbetreibender sprechen aber der Linea Research Vertrieb war bei mir sehr zuvorkommend und schickte nach einem kurzen Anruf sofort Demoware raus.

    Ich werde mir nächste Woche mal eine Powersoft T-Series mieten. Große Erwartungen hab ich aufgrund der Lüftersteuerung nicht. Aber ich will es mir einfach mal selbst anhören.

    Powersoft T ist in Sachen Lüftergeräusch fürs Wohnzimmer nicht zu gebrauchen, da muss man schon sehr leidensfähig sein.


    Bei den Linea Research Amps sind die Lüfter nach dem Booten nahezu lautlos und drehen erst bei Leistungsanforderung auf, leider auch weit außerhalb des Preislimits.

    Sehr grosses Hochtonflare, ich glaube bei 650 Hz getrennt, gerichtete Abstrahlung bis in den Mitten.

    Das war meine damalige Entscheidung nach etlichen Tests weil andere Hersteller fast nur 1" Treiber einbauen und dann bei 2kHz trennen. Hast dann eine viel diffusere Abstrahlung im unteren Bereich.

    Eine etwas provokante Frage:


    Wie ist es möglich, dass ein 38cm breites Horn bei 650Hz enger abstrahlt als ein Konuslautsprecher mit 38cm Durchmesser?


    Tip: Das Horn hat bei dieser Frequenz ein praktisch identisches Abstrahlverhalten zum 15" Lautsprecher, es ist ein Trugschluss dass es stärker richten würde.