Beiträge von UweLam

    dieser Veranstalter von Mio.-€-Jobs sprach dann leicht entnervt den Satz: "Die Veranstaltungstechniker sind halt von allen echt die schlimmsten Diven. Die erwarten immer, dass man ihnen einen roten Teppich bis zu ihrem Pult legt..." -

    Vielleicht sollte sich dieser Veranstalter auch überlegen, wie er wen bezahlt. Wenn sich der Stundenlohn für einen Veranstaltungstechniker halbwegs in der Region eines Handwerkers (damit meine ich keine osteuropäischen sub-sub-sub Messebauer) bewegen würde, dann könnte die Freundlichkeit anders seien.


    In meinem Fall beobachte ich: Wenn ich eine 0815 Rock`n`Roll Nummer mache, oder für eine Corporate Event Agentur arbeite, dann will ich auch Catering nach Ansage haben, ich will Hands, ich sage schnell "geht nicht" und nach der Show bleiben Gaffa, Papier und Zumpel überall liegen.

    Wenn ich jedoch direkt für einen Corporate Kunden arbeite, dann belästige ich ihn oft nicht mit dem Catering, sondern ich kümmere mich selber um meine Jungs und mich. Für Probleme werden Lösungen gesucht, und je nach Situation packen wir unseren Müll selber zusammen. Ungefähr so, wie wie es auch ein Handwerker macht. Es gibt ja auch mehr Geld dafür.

    In den frühen 90er habe ich zum ersten mal ein Auto mit Navi gesehen. Den Mietwagen hatte ein Tourbegleiter besorgt. Eine Künstlerin, welche einigermaßen deutsch konnte, sollte alleine von Bad Kissingen (bei Schweinfurt) nach Salzburg fahren. Sie hatte dort einen TV Termin.

    Der Tourbebegleiter hatte ihr das Navi eingestellt (habe ich selber gesehen).

    Nach einigen Stunden ist sie weinend in einer Nothaltebucht auf einer Autobahnbaustelle kurz vor Köln von der Polizei gefunden worden.;(

    Der TV Termin war geplatzt.

    Ich "kärcher" nicht mehr, ich "nilfiske" 8)

    Wenn man den Namen vorher noch nie gehört hat (so wie ich), dann ist das ein ganz schöner Zungenbrecher, und man weis nicht, ob das ein neuer Streaming Dienst, ein Fetisch, oder eine Kuppelbörse ist.:huh:

    Fön - für Haartrockner

    Wobei man hier unterscheiden muss:

    Fön ist ein Produktname.

    Föhn ist ein Wind.

    Haare föhnen hat dann etwas mit Wind machen zu tun.



    Bei uns in der Firma ist der Seitenschneider ein Knipex.

    Ich weis nicht, ob das anderswo auch gesagt wird.

    Einhandwinkelschleifer -> Flex

    Hier kommt sogar noch hinzu, dass daraus auch ein Verb entstanden ist:

    "ich flexe etwas ab"

    Dicht gefolgt von:

    "kärchern"


    Fachbetrieb für Veranstaltungstechnik --> PA-Verleih

    Dies passt nicht in die Rubrik, da PA Verleih kein Hersteller ist.

    Ich musste erstmal gucken, was ein Tensator ist.


    Viele Grüße,

    Michael

    Das ist wie bei Bütec und Schaki. Fast jeder benutzt diese Bezeichnung für ein Bühnenpodest, welches aber nicht zwingend von der Firma Bütec oder Schnakenberg kommen muss.

    Tensator ist eigentlich auch nur ein Hersteller von vielen. Inzwischen hat sich dieser Name aber fast wie eine allgemeine Gerätebenennung eingebürgert.

    An die Kritiker, Verweigerer und Kopfschütteler von modernen Sicherheit Assistenzsystemen:


    Ich möchte gerne etwas in die Geschichte blicken.


    Groß geworden bin ich in einer Zeit, da hatten die Autos überwiegend keinen Sicherheitsgurt. Auch mein erstes eigenes Auto hatte keinen Gurt.

    Was war das damals ein Aufschrei, als der Gurt dann endlich zur Pflicht wurde. Die Männer fühlten sich der Freiheit beraubt, die Frauen hatten Sorgen um ihre Möpse und die Kreativität der Gurtgegner war bei ihren Begründungen groß. Und auch fast jeder Gegner kannte einen Fall, in dem ein Unfallopfer im Auto verbrannt ist, weil man den Gurt nicht auf bekam.

    Heute zweifelt die Zweckmäßigkeit von einem Gurt wohl keiner mehr an, und die jüngeren Menschen können die Abneigung von damals nicht verstehen.


    Etwas später kam ABS. Der Mann fühlte sich entmannt, weil ihm plötzlich eine Technik beim Bremsen hilft. Auch hier gab es Gegner und Kritiker. Die Gegner waren der Ansicht, dass ihr eigenes Bremsverhalten sicherer und besser zu beherrschen wäre als eine eingebaute Technik.

    Ich glaube, heute stellt das keiner mehr in Frage, und wir sind alle froh, dass es ABS gibt.


    Dann kamen die Airbags. Dies sorgte auch bei vielen für Abneigung. Manch einer wollte keinen "Sprengstoff" im Auto transportieren. Andere hatten Angst, dass der Airbag schon bei kleineren Unfällen auslöst, und damit mehr Verletzungen als nötig verursacht. Die lauten Kritiker kannten auch immer Fälle, bei denen ein Airbag versehentlich ausgelöst hat, und dies zu einem Unfall geführt hat.

    Heute redet darüber keiner mehr. Wir sind alle froh, wenn wir möglichst viele davon im Auto haben.


    Jetzt haben wir 2020. Die aktuellen Sicherheitssystem sind:

    Spur/ Lenkassistent, Bremsassistent, Müdigkeitswarner etc.

    Und es gibt wieder Kritiker und Gegner. Und genau wie früher sind sie wieder kreativ in der Suche nach Begründungen. Und das, obwohl viele Menschen (wie hier im Forum) die Zweckmäßigkeit gut begründen können.

    Ich verwette viele Kisten Bier darauf, dass sich die nächste Generation in 10-15 Jahren an den Kopf packt, wenn wir ihnen erzählen, welche sicherheitsrelevante Techniken einige Menschen 2020 für überflüssig/unsinnig gehalten haben.


    Ich selber fahre auch ein halbwegs modernes Auto mit vielen Schaltern und Assistenten.

    Gleichzeitig fahre ich auch noch einen Oldtimer von 1965 (aus dem Baujahr war auch mein erstes Auto).

    Der Oldtimer hat am Lenkrad Hupe und Blinker, mehr nicht. Im Armaturenbrett sind Licht und Scheibenwischer. Fernlicht geht über Fußschalter. Mehr Schalter gibt es nicht (auch keine Gurte).

    Zum gelegentlichen cruisen über Landstraßen ist das ok. Aber im täglichen Verkehr möchte ich mit so etwas nicht fahren müssen.


    Jetzt ein paar Fakten:

    1970: 21.300 Verkehrstote (102 Tote je 100.000 KFZ)

    1990: 11.000 Verkehrstote (25 Tote je 100.000 KFZ)

    2019: 3.050 Verkehrstote (5,3 Tote je 100.000 KFZ)

    Ein Grund für diese positive Entwicklung werden verschärfte Verkehrsregeln (und Überprüfungen) und eine bessere Verkehrsinfrastruktur seinen.

    Aber einen sehr großen Anteil wird die immer weiter verbesserte KFZ Technik seien.

    Warum sollen wir uns dagegen sträuben?

    Das ist aber kein neues Konzept. Man suche in der Suchmaschine der Wahl nach "wall of sound grateful dead".

    Das war aber ein anderes Konzept. Es ging darum, dass jeder Musiker ein eigenes Lautsprechersystem (Säule) hatte.

    Ehemaliges Straßenbahndepot; ist eigentlich 'nur' eine Fressmeile mit Bühne für DJs und gelegentliche Liveveranstaltungen. Die gesamte Bühne ist der Sub; soweit ich mich erinnere ebenfalls mit 32x 12":

    https://www.depomoscow.ru/

    (Allerdings ist das der Teil der Location, für den sich ein anständiger Tourtechniker mit anständigem Buyout wirklich mit Abstand am allerwenigsten interessiert... :S)

    Die älteren von uns aus dem östlichem Ruhrpott werden sich noch an das Rock Point in Unna in den frühen 80ern erinnern. Dort gab es auch eine 12" Wand. Ich weis aber nicht mehr wie viele, könnten 12-16 gewesen seien.

    von Rückwurf der Häuser zu urteilen wurde damit aber eher vorrangig fast nur das Ansagemikrofon verstärkt oder ?

    Vielleicht, ich war nicht dabei. Ich vermute aber schon, dass dies komplett beschallt wurde. War halt nur ohne wums.

    Einmal ist kurz die Ecke von einem größeren FOH Pult auf einem Layer Podest zu sehen. FOH Plätze waren damals noch nicht so selbstverständlich wie heute. Besonders das TV hat gerne schöne Publikumsschwenks ohne Layer Geraffel. Hier fällt auf, dass immer rechts und links vorbei gefilmt wurde. Deshalb vermute ich, dass hier etwas größeres stand, was mehr als nur Gesang gemacht hat.

    1974 gab es schon die Midas Pro48|

    Das kann ich bestätigen

    Hmmm... Ich hab's mir heute Nacht angesehen. Bei der Ankündigung der Pressekonferenz hatte ich schon bei FB mein Unverständnis über das Board geäußert. Das Ergebnis hat meine Erwartungen sogar noch übertroffen. Eine Licht- und Tonkollegin mit Alibifunktion ganz rechts im Bild, ansonsten Vertreter von Agenturen, zwei Veranstalter, der Geschfü der Grand Hall und ein bisschen wissenschaftlicher Beifang.

    Gefühle 90% der Branche waren nicht vertreten. Die dürften aber (ebenfalls gefühlte) 50% der Aktionen dieser Night of Light ausgemacht haben.

    Irgendwie befremdlich...

    Die Sandra Beckmann war nicht unbedingt als Alibifunktion, sondern sie vertrat die Soloselbstständigen. Sie kam nur ein wenig zu kurz. Ansonsten hätte ich auch eine Vermietfirma erwartet, und dafür weniger Agentur.

    Bei dem Talk am Abend kam unsere Branche dann fast gar nicht mehr vor.

    Dafür waren wir in den vielen Medienberichten weit vorne.