Beiträge von niggles

    So, jetzt ist das fertig. Die Lösung brachte eine Rändelmutter M5 nach DIN 467.


    Der kleine Bund passt saugend in das Loch der Schale eines Neutrik NF2D. Der Rändelrand hat genau D-Loch-Durchmesser. Das Gewindeloch in der Mitte lässt sich sauber auf den Kernlochdurchmesser von M6x0,75 aufbohren und der Rand hat genug Fleisch für 2 M3 Gewinde. Lediglich die Schraubenköpfe der M3 Zylinderschrauben sind ein paar Zehntel zu gross um da sauber drauf zu passen, daher wurden es Messingschrauben. Die lassen sich mit wenig Aufwand auch ohne Drehbank etwas schmaler machen.


    Das Ergebnis:

    oben PTT, Mitte Mikro aus, unten Dauertalk. Wie bei einer klassischen Kabelintercom. Auf der anderen Seite des gekürzten NA-Housings sitzt ein XLR4-Weibchen (kompatibel mit den üblichen, älteren Headsets für Sony-Kamerazüge).


    Als Befestigung und Kabeldurchführung dient das abgesägte und durchbohrte Ende eines üblichen Manfrotto Doppelzapfens. Die 1/4" /20 UNC-Buchse im Gerät ist freundlicherweise auswechselbar, damit muss man das Ding nicht bis aufs leere Gehäuse entkernen nur um ein Loch rein zu bohren.



    Der Schalter unterbricht in Ruhestellung stumpf die Mikrofonleitung. Das ist zwar eigentlich eher unschön und verursacht auch einen ganz leisen aber hörbaren Klick beim ersten Sprechen. In der Praxis hat's aber noch niemand gestört; Elektretmikros haben wir eh nicht an Intercomheadsets und wenn das wirklich mal jemand nervt müssen halt noch zwei passende Widerstände über den Schalter und parallel zum Eingang.


    Kurz zum *Warum?*:


    Die Hollyland Mars T1000 eines recht neuen chinesischen Herstellers bietet zu einem deutlich niedrigeren Preis fast komplett die Funktionalität einer Altair WBP 200 oder HME DX. Das noch dazu in DECT auf 1,9 GHz womit das leidige Problem der Kollision mit lokalen WLANs im 2,4 GHz-Bereich auch gleich aus dem Weg ist. Also mal her damit und schauen wo die Haken sind...


    Die mechanische Verarbeitung der Beltpacks ist überraschend gut. Gehäuse komplett aus Metalldruckguss, abschraubbare Stummelantennen und ein stabiler Gürtelclip aus Metall. Die Zentrale kann da mit ihrem Gehäuse aus dünnem Blech, weichen Schrauben und windigem Plastik als Frontplatte nicht mit halten, aber die wird ja auch gecased.


    Sprachqualität und Latenz sind so lala. Es ist halt im Prinzip ein Schnurlostelefon, das geht in DECT nicht latenzfrei. Die Tonqualität ist jetzt auch nicht so der Hit, stark komprimiert und mit hörbaren Gates. Als Kommandoweg aber problemlos brauchbar, die Verständlichkeit ist gut und der fehlende Sidetone erzieht zu deutlichem Sprechen.

    Die mitgelieferten Headsets sind stinkende Chinaplastikbomber und tragen wohl auch ihren Teil zur Tonqualität bei. Bequem und funktional sind sie aber; wenn die Dinger durch sind werden sie halt durch was anständiges ersetzt.

    Sehr praktisch ist die Mitübertragung eines Rot- und Grünlichtsignals.

    Die beiden Hauptnachteile und der Grund für den Umbau sind die Ausführung des Headsetanschlusses als 3,5mm-TRRS-Miniklinke (geht gar nicht) und der bescheuerte Sprechschalter.

    Im Original muss der lange (>3s) gedrückt werden um zu sprechen und 2x kurz um das Mikrofon wieder abzuschalten. PTT gibt es gar nicht...

    Weitere Planung: Anschluss der Zentrale an eine einfache 4-Draht-Sprechstelle um den originalen Klinkenanschluss nicht mehr nützen zu müssen. Die hat nicht mal einen Mute-Schalter für das Mikrofon aber dafür sehr wohl einen symmetrischen 4-Draht-Anschluss per RJ45, ähnlich den AIO-Anschlüssen an den Riedel Performer-Zentralen.

    Das sehe ich anders. Unsere Matrox Monarch bspw. tun tadellos bei guter Bildqualität. Die angesprochenen Specs 1080p, 50 fps, 8 Mbps sind da kein Thema. Audio wird idealerweise bereits vorab in den Produktionsmischer eingespielt und dann tut das prima. Das ist meines Erachtens nach die angesprochene Mittelklasse.

    Ebenfalls nicht nachvollziehen kann ich das Bashing ggü. dem so titulierten "Plastikgezumpel". Ich habe mittlerweile zig Streams erlebt, bei denen genau so ein VidiU oder LiveU o.Ä. zum Einsatz kam. Und da war es auch mal was wärmer ;) Und die Dinger haben inkl. Bonding immer gespielt. Da hat man vergleichsweise viel häufiger mal einen traurigen Kollegen gesehen, dessen Macbook grad nicht hochfahren wollte.

    Na ja, wenn ein Macbook oder Mac Mini nicht mehr hochfahren will stimmt aber noch was anderes gröber nicht. So ein bisschen Vorbereitung und Materialpflege (FW-Updates!) braucht auch ein HW-Encoding-System...


    LiveU macht mMn derzeit die Systeme mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis, leider können die kleinen Encoder von denen kein HEVC oder SRT, die Verfügbarkeit ist gerade recht unberechenbar und die Server von denen gerne mal überlastet.

    Teradek VidiuX, Kiloview, Cerevo LiveShell und die kleinen, lüfterlosen BMD Mischer haben alle massive thermische Probleme. Wenn ich ein Gerät mit Plastikgehäuse im Betrieb nicht mehr anfassen kann und das Ding sich nach ein paar Stunden auch einfach mal aufhängt wird die Elektronik das weder auf Dauer mit machen noch bis zum endgültigen Ausfall zuverlässiger werden. Die Bonding-Server von Teradek gehen ausserdem auch mal ohne Vorwarnung offline wenn sich bei AWS jemand verklickt...

    Dann lieber eine PC-Lösung mit ordentlich dimensionierter Kühlung. Die kann zudem im Gegensatz zu z.B. den erwähnten Matrox-Systemen auch andere Codecs als das inzwischen reichlich in die Jahre gekommene H.264.

    Guten Tag in die Runde. Ich verstehe nicht ganz, warum man dafür nicht einen Hardware-Encoder verwendet, der genau für diese Applikation gebaut und optimiert wurde? Gibt es in vielerlei Ausführung und die Kosten halten sich auch in Grenzen.

    ...weil es da derzeit keine professionelle, zuverlässige bezahlbare und auch erhältliche (!) Mittelklasse gibt?

    Auf der einen Seite stehen teure High End-Maschinen wie Epiphan Pearl2 oder Haivision Makito die der "normale" Streamingkunde schlicht nicht bezahlen kann.

    Am anderen Ende des Spektrums stehen die diversen BMD UltraExtremePro-Kisten, Web Presenter, Teradek VidiU, Kiloview und ähnliches Plastikgezumpel mit Kühlungsproblemen, fragwürdigen Bonding-Backends und Audio per Miniklinke oder nur in HDMI embedded. Da ist OBS mit ordentlicher Capture-Hardware schon wirklich eine Alternative.

    Hallo. Vielleicht würde ein bißchen weniger Voreiligkeit helfen. Der verbaute Furman (CE-3600 SE) schaltet die angeschlossenen Geräte in mehreren Gruppen mit Zeitverzögerung und generiert darüber hinaus Fern-Schaltsignale. So ließ sich z.B. realisieren, dass das Amping nicht von Hand ein- und ausgeschaltet werden muss, sondern nur bei Inbetriebnahme der gesamten Anlage hochfährt. Außerdem gibt es keinerlei Einschaltgeräusche über Lautsprecher, da bspw. zuerst alle Signalquellen und dann erst die DSPs hochfahren.

    Na gut, wenn man das unbedingt alles auf der Netzspannungsseite lösen will... Aber das wird schon seine Gründe haben.

    Meine Abneigung gegen die klassischen Furman-Geräte speist sich vor allem aus deren teilweise fragwürdiger Bauausführung. Surrende Lampendimmer, Komponenten die ganz offensichtlich eigentlich nicht für eine Speisung aus einem 230V-Netz mit 16A LSS ausgelegt sind und teilweise auch unnötig hohe Ableitströme.

    Zitat

    Wir haben die Geräte nun auf 2 Stromkreise aufgeteilt, da manche von ihnen - beispielsweise Netzwerk - ohnehin permanent laufen. Damit waren am Ende auch die Messungen der Geräte im Verbund in Ordnung. Danke für Meinungen und Beiträge!

    Ich würde trotzdem auf Basis der Messwerte mal in das eine oder andere Gerät rein schauen (lassen). Spart den Schaden wenn dann doch mal ein Netzfilter hoch geht.

    Intakte normale 19"-Signalverarbeitungsgeräte haben eigentlich so niedrige Ableitströme dass man da erst deutlich oberhalb von 10-15 Geräten an einem Anschluss Probleme bekommt.

    Zumindest an Schlüsselstellen (Griffe schwerer Kisten und so was) gerne auch plus Konterscheibe.

    in dem Fall dann die geschlossene Verstärkungsplatte, oder? Zumindest an den Stirnseiten. Mit dem Blechrahmen den ich immer wieder bei günstigen Cases sehe drückts dir mit der Zeit die Griffe immer weiter raus, irgendwann sind sie so verzogen das sie nicht mehr komplett einklappen und alle fluchen nur über das Mistcase...


    Zurück zum Thema: Ohne Casemaker hält meiner Erfahrung nach nicht gut wenn die Kiste nur mit dem Druckluftnagler zusammengeheftet wurde. Solche Cases platzen regelrecht wenn sie mal von der Rampe fallen und an der richtigen Stelle ein paar Nieten nebeneinander ausreissen. Wenn man alles auf Gehrung sägt, satt verleimt und die Profile und Ecken nur als Stossschutz dienen müssen geht's wohl (sagt mein Casebauer, der sich diese Arbeit nicht gern antut. Dauert zu lange.)


    Ansonsten +1 für 20mm Nieten mit Stahldorn. Alles ausser den Nieten die nur(!) das Schliessprofil tragen muss durchs Holz und ggf. auch das innere Metall *durch*. Das gilt insbesondere für Ecken, Verschlüsse und tragende Beschläge (Griffe, Scharniere). Klassiker sind bei Butterfly-Unterschalen die oberen beiden Nieten (die im Schliessprofil). Wenn die in Sacklöchern stecken weil jemand meinte das "schön" machen zu müssen hast du sehr viel Spass beim Ausbohren wenn der Verschluss hinüber ist und gewechselt

    werden muss.


    P.S.: Eine Nietzange die nur Aludorne aushält taugt nix. So teuer ist selbst eine Gesipa PH2 nicht, die Dinger gibts immer wieder mal gebraucht für relativ vernünftiges Geld. Nur von den Elektrodingern (Accubird) empfehle ich dringend die Finger zu lassen.

    Handnietzangen sind für alles ausser Kleinreparaturen nicht zu gebrauchen, da fällt dir entweder die Hand ab und/oder die Zange ist hin bevor die erste Transflex fertig ist.

    Klingt auch spannend. Aufwändig aber noch haben wir ja Zeit für so‘n Blödsinn :)

    Das geht eigentlich vom Aufwand her. Wenn man mal ausprobiert hat was die passende Schraubenlänge ist (unterschiedlich je nach Alter der Klemme) ist das in ein paar Minuten erledigt. Am längsten dauert das Abbinden des Klebers...

    Meine sind alle eingeklebt ... floger, bei den alten grauen isr da nach 30 Jahren nichts mehr mit "bombenfest" .... wobei ich diese Beschreibung auch nicht unbedingt für die Neuen benutzen würde .. ;-)

    Etwas weniger rabiate Variante die vor allem am Mikro selbst keine Spuren hinterlässt: Ein Loch in die Taste bohren bis das Ende des Gewindes frei liegt. Schraube durch eine etwas längere ersetzen und umgedreht einbauen. Auf das Verriegelungsstück noch eine passende Mutter aufkleben und schon lässt sich das ganze Konstrukt per Schraubendreher semi-permanent verriegeln.

    Ich betreibe n Denqbar 2800 mit ner QSC 4000 4 18" subs und zwei aktiven Topteilen. Reicht für alles grad so. macht mächtig Druck...

    Da passiert genau das beschriebene: Der massive Trafo in der EX4000 fungiert als Energiepuffer für die Spitzen mit denen die Ausgangsstufe des Inverters nicht umgehen kann. Empfehlen (vor allem für den Endkundeneinsatz) würde ich so was trotzdem nicht; Wenn z.B. die Leitung zur EX4000 einen Wackler hat (Stecker nicht richtig drin etc...) macht der Inverter das nicht lange mit. Die Halbleiter da drin sind für die übertragene Leistung erschreckend schwindlig dimensioniert.

    Eins habe ich noch:

    Meine Recherche ergab das hierbei auf jeden Fall ein Inverter zu verwenden ist.

    Meine Erfahrung sagt mir dass das so pauschal Unsinn ist. Es hängt sehr davon ab was man dran hängt.

    Ein Inverteraggregat verhält sich exakt wie die Ausgangsstufe einer USV im Batteriebetrieb. Ohmsche Dauerlast kein Problem, reaktive Lasten gehen in gewissen Grenzen (Derating) auch noch. Anlaufströme von Motoren und grossen Trafos vertragen die Dinger auch noch ganz gut, da knickt halt die Spannung kurz mal recht weit ein.

    Was die Teile gar nicht gut vertragen sind regelmässige, hohe Lastspitzen wie sie von grösseren Schaltnetzteil-Endstufen produziert werden. Wenn die Spannung beginnt einzubrechen weil die Kondensatoren im Inverter schneller leer werden als der Generator sie nachladen kann zieht die Endstufe zum Ausgleich mehr Strom. Gern gerät die Angelegenheit dann ins Schwingen bis entweder die Unterspannungsabschaltung der Endstufe oder die Überlastsicherung des Inverters nicht mehr mit macht. Bei günstigen Geräten ist die auch mal zu langsam dafür, dann gehen halt diverse grössere Halbleiter in Rauch auf.

    Faustregel: Wenn die tatsächlich umgesetzte Leistung vierstellig wird muss mindestens an einem Ende des Netzes ein dicker Eisenklotz als Energiespeicher stehen um das zu verhindern. Entweder konventioneller Generator an Schaltnetzteil-Endstufe oder Inverter an ollem Eisenschwein.

    Der schlechte Ruf kleiner konventioneller Generatoren kommt von diversen Fernost-Billigmöllern (gern in Vertikalbauweise unter 'nem Rasenmähermotor) die einfach völlig unterdimensioniert sind.

    In meiner Zeit bei einer Firma die Shure Beta98 mit der D - Halterung im Bestand hatte waren die weder bei den Tonleuten noch bei den Drummern sonderlich beliebt. Da geht halt relativ viel Metall direkt auf Metall. Abgesehen von der zeitraubenden Fummelei mit den Schrauben war da auch das "mach mir bloss keine Kratzer in mein neues Set"-Gemecker. Ich fand das ganze Teil immer mehr gut gemeint als gut gemacht und war froh als wir auf Audix umgestiegen sind. Aber es steht halt in jedem zweiten (abgeschriebenen...) Rider.

    Die besten Kabel waren die ganz dünnen an den alten SM98. Davon hatte ich in 20 Jahren gemischtem Betrieb nicht einen einzigen Ausfall.

    Das ist auch ganz logisch wenn man sich mal die schwindelige Zugentlastung in so einem Mini-XLR-Stecker anschaut. Die ist einfach nicht dafür gemacht Kabel mit mehr als 3mm Durchmesser aufzunehmen und zuverlässig fest zu halten. Den gleichen Mist hat Shure beim originalen Instrumentensenderkabel gebaut, das hält auch nur von zwölf bis mittags. Selber löten!

    Mal zurück zur Ausgangsfrage: "1-4kW RMS zu versorgen" umspannt in der Praxis leider den Bereich mehrerer sinnvoller Aggregatarten und -Grössen. Zudem ist immer die Frage was da für Endstufen dran hängen; den weiter vorne genannten Denqbar DQ2200 etwa bekomme ich mit einer D20 unter Vollast durchaus ernsthaft ins Rödeln (Drehzahlregelung "sägt", Ausgangsspannung bricht immer wieder kurz auf unter 200V ein) obwohl da nur "1000W" als Leistungsaufnahme hinten drauf steht. Das geht auf Dauer nicht gut aus.


    Ich würde das so einteilen:


    - "Kleinkram" deutlich unter 2kW, keine echte Dauerlast (z.B. die typische kleine Sportplatz-Sprachbeschallung): Honda Benzin-Inverter, so weit überdimensioniert dass der Tank ganz sicher nicht leer wird.

    Weil wir oben das Thema Flüssiggas hatten: Das können die auch. Erlaubt sehr lange Laufzeiten. Macht aber kaum einer weil die Vorschriften dazu in DE echt unlustig sind.


    - Etwas grösser, auch mal +- 2kW echte Dauerleistung gefordert: konventioneller Rahmengenerator mit Benziner; so kleine Diesel gibt es kaum weil da das Verhältnis von Gewicht zu Leistung sehr ungünstig wäre. Wichtig: Grosser (20-25 l) Tank. Geko-Eisemann und Honda haben da brauchbares. Langes Kabel nicht vergessen, die Dinger sind ziemlich laut.


    - Alles was klar drüber hinaus geht: gekapselter (!) Diesel mit 5kVA aufwärts. Allein schon deswegen weil auf Veranstaltungen der Grössenordnung wo man so was für die PA braucht in der Regel auch noch andere Gewerke Strom wollen.

    Honda EX12D war da lange Standard. Geko-Eisemann ist das gleiche in grün aber mit ordentlicher EU-Schaltausrüstung und grösserer Leistungsbandbreite. Nachteile: schwer, stinkt immer und muss regelmässig gewartet werden. Nur dann kaufen wenn das Ding wirklich jede Woche läuft, sonst steht es sich kaputt. Sonst ist mieten besser.

    Sorry, aber die Antwort ist Stereotypisch für dieses Forum oder auch Typisch Deutsch. Ich finde das Charmant und halte mich selbstverständlich an die Vorschriften. Millionen von Campern können nuicht irren. So what?

    Camping irgendwo auf der Welt und gewerblicher Einsatz in Deutschland sind halt nun mal rechtlich zwei verschiedene Paar Schuhe. Seit Ende der 90er sind da sowohl vom Gesetzgeber als auch den Versicherern kräftig die Zügel angezogen worden, ob uns das passt oder nicht. Ich habe nicht nur einmal auf Grossveranstaltungen auf die Schnelle Gasflaschenschränke besorgen müssen, und Zelte bei denen die Heizung nach der Behördenabnahme ganz schnell von Gas auf Öl oder Strom umgebaut werden musste gab und gibt es auch immer wieder. Heftige Bussgelder, teilweise sogar mit Untersagung der Weiterfahrt für Leute die einfach so mal noch einen Rutsch 33kg Propanflaschen hinten mit in den Transporter gestellt haben sind auch Realität.

    Das explizite Verbot von Benzinaggregaten findet sich so u.A. in den technischen Anweisungen bzw. Genehmigungsauflagen zu diversen Technoparaden.

    Und ja, ich weiss auch dass gerade bei BOS Benzingeräte in allen Formen und Grössen ständig im Einsatz sind. Quod licet Iovi...

    Den Betrieb mit Gas finde ich charmant.

    Die Feuerwehr und die Polizei hierzulande finden das eher nicht so. Das geht schon los mit dem Transport der dazugehörigen Gasflaschen (bloss nicht einfach hinten mit in den Sprinter stellen!), setzt sich fort mit der Lagerung vor Ort (abschliessbarer, belüfteter Kasten!) und endet noch nicht ganz mit der regelmässig fälligen DVGW-Prüfung des Gerätes.

    Bei Benzin ist es noch nicht ganz so krass, auch diese Geräte sind aber bei bestimmten Einsatzzwecken und Veranstaltungen bereits explizit unzulässig.

    Für alles was über kurzzeitige Einsätze (4-5 Stunden, also z.B. kurze Sportveranstaltungen oder als reines Backup) und / oder 2kVA hinaus geht muss meiner Erfahrung nach ein Diesel her.

    Eigentlich wäre es schön, wenn alles auf einem Pult zusammenläuft und ich das Pult steuern könnte. Im Pult wären alle Szenen gespeichert und wenn ich eine Szene aufrufe, sendet das Pult alle Einstellungen an alle relevanten Kameras.

    Brauchst du ein Hardwarepult bzw. musst du manuell blenden können oder reicht dir eine einfache harte Umschaltung? Wie soll eine manuelle Steuerung aussehen, reicht da ein Touchscreen?

    Nächstes Thema: sind die Quinta-Sprechstellen bzw. die Sitzplätze dahinter fest verbaut oder müssen die Kameraeinstellungen auch öfter mal nachprogrammiert bzw. sogar während der Veranstaltung manuell nachjustiert werden können?

    Wie sollen eigentlich die Signale der Kameras umgeschaltet werden? Kreuzschiene, Mischer? Wo geht das Signal hin, muss das dann ggf. noch in eine Capturekarte/-Kiste? Die Q-Sys-Lösung hätte das beides schon integriert, plus einen kompletten DSP und Audiorouter. Die Kameraauswahl ist halt dann auf kompatible Geräte beschränkt, sonst wirds ziemlich aufwendig zum Programmieren.

    Dann aber unbedingt die Kabel an 2+/2- am Anschlusspanel abziehen/ablöten und gut isolieren.

    Es ist zwar von Outline tatsächlich ab Werk so vorgesehen dass im Passivbetrieb beide Anschlüsse stumpf parallel geschaltet werden, aber das ist bei der heute üblichen Belegung von NL4-Endstufenausgängen gar keine schlaue Idee.

    Die Maxen haben dafür ganz simpel eine kleine Platine an den NL 4 Anschlüssen mit einem zusätzlichen Paar Flachsteckern auf 1+/1- . Vielleicht ist das da ähnlich?

    Ich füge ihnen doch keinen Wirtschaftlichen Schaden zu, wenn ihnen die Zusammenarbeit verweigere. Andererseits fügen sie "der Branche" einen Imageschaden zu, weil der Großteil der Branche sich klar von der Position distanziert.

    Es steht dir natürlich frei die Zusammenarbeit mit denen zu verweigern. Öffentlich einsehbare "Kauft nicht bei..." -Listen sind aber nicht mehr von der Meinungsfreiheit gedeckt:


    https://www.lawbster.de/schadi…n-produkte-oder-personen/


    Das kann für Micha als Forenbetreiber sehr schnell teuer werden und würde dann auch das Ende zumindest der öffentlichen Lesbarkeit des Forums bedeuten. Wäre schade drum.