Beiträge von niggles

    Das blöde an diesen einphasigen Lösungen ist dass man sich die Möglichkeit nimmt Scheinwerfer unkompliziert nach Typen sortiert zu verkabeln. Das nervt spätestens dann wenn sich kurz vor der Show ein Wackler aufhängt und hart resettet werden muss.

    Gerade bei nicht allzu grossen Riggs mit gemischter Bestückung aus LED und älteren Entladungslampen ist daher eine Kette aus CEE16-Plugboxen ("Knochen") sinnvoller. Nicht alle Lampen haben PC in/out und manchmal ist es auch aufgrund der Kabelwege unpraktisch alle Lampen eines Typs direkt zu linken.


    Was ich dagegen gar nicht mag sind Schuko-Verteiler die an der Plugbox gesteckt werden und dann 2 oder 3 Lampen besaften, womöglich noch mit Durchschliff zu 2, 4, 6 weiteren Lampen an gleichen Verteilern...

    Wenn dann noch Glühlicht, Videoprojektion und Ton dazu kommen hat es schnell einen völlig unnötigen Kabelverhau auf der Traverse. Besser mehrere CEE-Knochen und bei mehr als 15 kVA gesamter Anschlussleistung gleich alles strukturiert mit Laka.

    Danke Henry!


    Als es noch keine/kaum DSP gab musstet ihr doch nur anhand der LEDs einmessen und gehör? Wie seid ihr da vorgegangen?

    Mit Frequenzgenerator, Voltmeter und Oszilloskop. Schlaue Füchse liehen sich zur Messaktion noch einen Schallpegelmesser aus um auch gleich die Lautstärken der verschiedenen Wege sinnvoll anzugleichen und die Limiter passend im Verhältnis zum Einsetzen der Power Compression greifen zu lassen. Hilfreich waren dabei Millimeterpapier, dünner Bleistift, ein paar farbige Fineliner und ein Taschenrechner.

    Die Profis hatten dafür einen schweineteuren Audiomessplatz inkl. Spectrum Analyser (Neutrik A2); mit genug Zeit und ein bisschen Hirn ging das aber auch so ganz gut.

    so was würde ich mit einem Digital Signage System (z.B. Brightsign) lösen. Der Player kommt direkt zum Projektor. Content aufspielen und Steuerung geht direkt über Netzwerk, wenn's sein muss auch per WLAN und bequem vom Bürorechner aus.

    (weitere) Tipps?


    Matthias

    Kabel ziehen um kundeneigene Rechner anschliessen zu können. Spätestens wenn einer mit einer auf PPT für Mac erstellten Präsentation kommt ist sonst Ende.

    Barco Clickshare ist mMn überteuertes Gebastel weil Microsoft das nicht wirklich integrieren will. Ruckelt, stürzt ab, Ton unsynchron zum Bild bei eingebetteten Filmen...

    AirPlay mit AppleTV funktioniert erschreckend gut wenn man dem Teil ein schnelles eigenes WLAN spendiert. HDMI Audio Deembedding nicht vergessen. Entweder über den Projektor (Vorsicht, da verbauen einige Hersteller Chips die nicht sauber arbeiten) oder mit einem externen Gerät.

    Na das Problem bei einem generellen Tempolimit auf 130 km/H, ist dass die Lobby dagegen zu groß ist und die Argumentationskette hapert.
    Deswegen verstehe ich auch nicht, warum das immer wieder so auf den Tisch kommt, denn es ist nahezu klar, dass es dafür keine Mehrheit gibt, deswegen finde ich es schlichtweg dumm immer wieder damit anzufangen, wo man doch weiß, dass es zum Scheitern verurteilt ist. Meiner Meinung nach sollte man mal ein Tempolimit z.B. auf 160 oder 180 anstreben. Das kann man nur mit den fatalen Unfällen ganz gut argumentieren, die immer wieder passieren, weil ein 250- Fahrer falsch eingeschätzt wird oder er sich selbst überschätzt. Dafür gäbe es vermutlich eine breite Mehrheit und der erst Schritt wäre geschafft.

    Aber wer ernsthaft sogar 120 km/H bei uns als Gesetzesvorlage einbringt, raucht vermutlich das falsche Zeug um an den Erfolg zu glauben.


    Viele Grüße

    Tobias Kammerer

    Zurück zum Thema: Wenn Azubis, Subunternehmer oder Stagehands die Karre fahren sollen würde ich den auf jeden Fall begrenzen lassen. Ich bin einmal selbst als Beifahrer eines solchen Gefährts aufgewacht als der nachts mit gut 180 dezent schlingernd über die linke Spur donnerte...=O.

    Die Motorenentwicklung hat in dem Sektor leider sowohl unsere Reaktionsfähigkeit als auch die Führungskraft des Strasse-Reifen-Systems überholt. Ein abgelasteter 408D ging voll beladen mit Mühe noch 110 auf der Autobahn, da konnte man das Thema Überladung noch etwas lässiger sehen. Heutzutage ist es problemlos möglich 5 Tonnen Fahrzeug und Ladung auf konstant 180 oder mehr zu beschleunigen. Das ist auf öffentlichen Strassen lebensgefährlich wenn mal was schief geht (Stauende, Öl, Fahrfehler von anderen Pkw...). Also werden zum einen elektronische Hilfen verbaut die da tatsächlich auch was bringen (und in Alltagssituationen manchmal nerven...). Zum anderen werden gesetzlich die Schrauben angezogen; mMn teilweise nicht zielführend. Anstatt immer nur auf Lenkzeiten rum zu reiten sollte die EU besser mal eine elektronische Tempobegrenzung für alles über 2,8 t einführen.

    Ganz oft ist die Ursache für das katastrophale Endergebnis, dass den Dingern mehr Pegel zugemutet wird, als sie können. Welches System klingt noch gut, wenn man es überfährt? Für Diskopegel sind die allermeisten Säulen nicht geeignet.

    Da braucht es leider nicht mal Diskopegel, die Teile sind schon gegen 150 Leute die sich laut unterhalten überfordert wenn es um Sprache geht. Gibt Bose übrigens auch zu wenn man da genau liest. Für so was empfehlen die sehr schnell ihre grösseren Anlagen (z.B. F1 mit Sub), das ist dann aber halt kein Stäbchen mehr und ehrlich gesagt auch besch... zu transportieren.

    Ich würde auch die Finger weglassen von all den halblegalen Sachen. Das steht nicht dafür. Ein klug gekaufter 3,5er kann 1200 Kilo zuladen. Ein ebenso klug gekaufter passender Anhänger nochmals 2,5 Tonnen. Wenn ich mich recht Entsinne darf man dann nur mit Gesamt 6,5 Tonnen fahren (die Kombi nutzen wir nicht, daher weiß ich es nicht sicher) und muss somit nochmal 500 Kilo wegstreichen. Wenn man dann noch mal 5% daneben liegt, bringt einen auch niemand um. Wir reden also um 3,2 bis 3,5 Tonnen Nutzlast mit einem relativ günstig zu unterhaltenden Gespann. Das ist mehr als die allermeisten 7,5 Tonner mit Hebebühne dürfen.

    Realistisch (da fahren ja auch noch Menschen mit) ist die 3-2-1-Regel: 3t gesamt, 2t im Hänger, 1t im Zugfahrzeug. Alles drüber ist mit FS BE nicht mehr bei vertretbaren Fahreigenschaften zu transportieren. Mit dem allmählichen Verschwinden der FS-Klasse 3 unter den an der Front Aktiven der Branche hat sich das Thema 7,5-Tonner eh schon so gut wie erledigt. Wer mehr auf einmal wuppen will oder muss braucht den C-Schein und einen richtigen Laster.

    ...wenn man es wirklich drauf anlegt, dann nimmt man das, was in Springerkreisen SuSi-Air heisst:

    SuperSingle Bereifung des 4,6 Tonners mit eingebauter Luftfederung. Da ist dann hinten die Zwilligsreifenachse verbaut - aber eben mit Einfachbereifung & umgedrehter äußerer Zwillingsfelge.

    Hübsch geht anders, erkennen tut man die Felgen eben doch.

    Dort gibt's ein Druckregelventil das bei grober Überladung die Karre hinten gar nicht mehr vom Block hebt. Klar kann man da auch tricksen, wenn man erwischt wird kommt's dann aber noch teurer. Verstoss gegen die StVZO, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Versicherungsschutz weg...

    Die früher so beliebten 4,6-Tonner die einfach auf dem Papier unter 3,5t zGG gedrückt wurden existieren nur noch als Altfahrzeuge. TÜV und Zulassungsstellen sind schon lange angewiesen da aktiv dagegen zu arbeiten.

    Die Transporter in der GrößeAnordnung Daily, Crafter, Sprinter, Ducato basieren doch alle auf einem Leiterrahmen oder täusche ich mich da? Der Rahmen ist zwar recht weit integriert, aber er ist da...also die 2 Längsträger von der Stossstange bis zum Heck ähnlich wie bei den LKWs.

    Mit Ausnahme von Iveco sind die eigentlich alle selbsttragend. Da sind die Längsträger einfach nur unter dem Boden verschweisste Bleche und dementsprechend durch Dichtmasse, Farbe und UBS geschützt.

    Iveco baut(e) leere Fahrgestelle aus C-Profilen und setzt da ggf. einen extra Kastenaufbau aus Blech mit Blechboden drauf. Nach einer zünftigen Festival-Schlammschlacht hängt da kiloweise Dreck in den ganzen toten Ecken zwischen Rahmen und Boden der in den folgenden Wochen bröselweise wieder raus kommt wenn es heiss und trocken ist. Oder eben nicht, und dann rostet das alles im Zeitraffer vor sich hin. Böse Falle beim Gebrauchtkauf...

    Das hat sich in den letzten 10 Jahren massiv geändert. Kleine mobile Waagen hat die deutsche Autobahnpolizei inzwischen standardmässig dabei und den Schmäh mit den Zwillingsreifen kennen die auch.

    Der TÜV trägt ausserdem keine reinen Papierablastungen mehr ein. In der Regel müssen die Federn gegen die Teile des 3,5-Tonners getauscht werden und dann ist deutliche Überladung auch wieder sichtbar.

    Wenn man bei mehr als 30% der Einsätze auf den Hänger zurückgreifen müsste, lohnt sich das nicht. Die Zeit, die man mit rangieren und Abhängen/Anhängen verplempert, summiert sich in einem Jahr auf mehr Zeit, als ein CE-Schein brauchen würde.

    Hänger ist vor allem dann sinnvoll wenn er a) nicht jeden Tag genutzt wird (Nebenerwerbler) und b) den Transporter komplett ersetzt. Dann hat man mit dem Zugfahrzeug mehr Möglichkeiten (Tiefgaragentauglich, bezahlbare Allradoption) und ist letztlich effizienter als bei einem Sprinter der die meiste Zeit nur leer rum gurkt.

    Das mit der Elektro Bremse geht langsam echt vom Thema weg, aber wer nichts gegen Hänger und Pickup hat sollte sich zumindest mal das Thema Fifthwheel ansehen,

    Mini Sattelzug und wenn nichts angekoppelt ist freie Ladefläche:

    https://www.fifthwheeleurope.eu/de/

    Minisattel, fährt man gern u.A. in der Schweiz. Teuer weil viel Sonderbau und meiner Erfahrung nach echt mühsam zu rangieren. Da tu ich mich mit einem richtigen 40-Tonner Hängerzug oder Sattelschlepper noch leichter...

    Dann lieber einen 7,5 to, aber nicht mit dem "richtigen" LKW-Unterbau, sondern Sprinter auf Steroiden und Koffer. Bspw. Fuso Canter oder vergleichbares von Iveco. Dann hat man auch mit Ladebordwand annähernd 3 to Zuladung.

    Schon mal gefahren? Der Fuso ist fürchterlich unübersichtlich, nach einer Stunde fahren tut dir das Kreuz weh, der Motor ist ein Witz, die Bremsanlage gemeingefährlich und unter -10°C brauchst du zum Gang einlegen bei kaltem Getriebe beide Hände. Der Iveco 72C18 hat ein so kurzes Fahrgestell dass beim 6m-Koffer mit Hebebühne die Vorderachse abhebt sobald mehr als 600 kg auf der Bühne stehen, die Bremsen taugen auch nix und die Hebebühne nuckelt die Batterie bei stehendem Motor mit 3-4 Hubvorgängen so weit runter dass du die Karre nicht mal mehr anlassen kannst weil das Steuergerät spinnt.

    Ich weiß aber auch nicht, warum OnkelArmin so kleine Hänger empfiehlt. Geht doch auch mit 3,5t Hänger.

    dem Onkel Armin geht es vermutlich wie mir: Die rein mechanische Auflaufbremsanlage der üblichen Kugelkopfhänger ist auf langen Gefällestrecken keinen 3,5t gewachsen. Ausserdem sind die 100 oder 150kg maximale Stützlast völlig praxisfremd, weswegen geschätzt 60-70% solcher Gespanne mit viel zu hoher Stützlast durch die Gegend eiern und dementsprechend instabile Fahreigenschaften haben.

    Da sind uns die Amis, Australier und teilweise auch die Schweizer voraus. Dort verwendet man in der Gewichtsklasse gern kleine Maulkupplungen und elektrisch betätigte Bremsen am Hänger. Damit geht sogar Hänger-ABS inkl. Bremsvoreilung damit einen das Teil auf nasser Strasse nicht immer überholen will...

    Ich empfehle; lieber einen 4,6-Tonner (mit Zwilling) zu kaufen und diesen abzulasten. Das ist weniger problematisch bei Überladung und vor allem, wenn Teile des Equipments ständig geladen bleiben.

    Und billiger; als den mit ganz langem Überhang zu nehmen, kann man Transportspace nicht upgraden... :wink:

    Wer schon mal einen der Ur-Iveco Dailies beladen musste weiss dass Zwillingsreifen unter einem Kastenwagen eine ganz doofe Idee sind. Das kostet bei verkleideten Radkästen massig Platz.

    Als Koffer mit Ausziehrampe funktioniert das, aber die Zuladung ist eher mager. Viel mehr als 1000kg sind nach der Ablastung auf 3,49t nicht mehr drin.

    Für Kongress & Konferenz mit sperrigem Spezialmaterial (Dolmetscherkabinen, grosse LCD Screens, Stoffwände, Projektorcases...) sind das gute Autos, für den Boxenvermieter eher weniger.

    Das Thema Überladung hatten wir hier schon öfter. Da verstehen Polizei und BAG inzwischen wirklich keinen Spass mehr. Die Zeiten sind vorbei.

    kacke und unpraktisch sind eig alle ^^

    Muss ich dir in der 3,5t-Klasse leider recht geben. Ich finde ja schon lange dass es eine eigene, bezahlbare Führerscheinklasse "Leicht-Lkw" oberhalb B geben sollte, meinetwegen mit einem Limit bei 4,6 Tonnen. Dafür kann dann auch gerne der C1(E)-Quatsch endgültig abgeschafft werden und die maximale Anhängelast bei 50mm-Kugelkopfkupplungen mit mechanischer Auflaufbremse auf 2,5t begrenzt...