Beiträge von niggles

    Diese Verbinder (die sich auch bei diversen LED-Spots anderer Hersteller, billigen LED-Panels und ähnlichem fanden) sind irgendeine fiese Fernost-Sondernorm die nicht mal zwischen verschiedenen Herstellern der gleichen Bauform und Pinzahl sauber kompatibel ist. Kommt mWn ursprünglich aus dem Kfz-Bereich. Vergiss das mit dem Nachkaufen.


    Zum Glück sterben die Dinger allmählich aus seit es billige PC True1-Nachbauten gibt.

    Wir haben die an unseren ollen AT3 irgendwann komplett raus geworfen und durch vernünftige Armaturen (XLR und Schuko bzw. PC True1) ersetzt.

    Auch heute bekommt man eigentlich keinen Streß mit PS2, MicroWedge, Max, M4, LExxx

    Jein. PS15 war schon immer ein Wartungsalptraum und ist mit Systemamping sackteuer. Microwedges hat nach meinem Dafürhalten in Europa ausserhalb ein paar ganz bestimmter grosser Firmen keine Sau, das erschwert die Zumietbarkeit enorm. Beim (alten) d&b Max12/Max15 wird es allmählich eng mit den Ersatzteilen. Die Max2 haben leider keine aktive Trennungsoption mehr.

    M2/M4 und Martin LE sind anerkannte Standards aber halt grosse, schwere Kübel (vor allem der M2) die eigentlich erst mit aktiver Trennung so richtig den Hahn aufmachen.

    Ich würde mir für diesen Zweck mal die RCF TT Aktivmonitore anhören. Ja, Stromwedges sind Geschmacksache und bei grossen Festivals eher nicht so pralle. Dafür kommt aus den Kisten gemessen an Grösse und Gewicht richtig Alarm bei annehmbarem Klang raus.

    Ich werf mal die QSC AD-S8T ins Rennen:


    https://www.qsc.com/systems/pr…ies-surface-mount/ad-s8t/


    Vorteil gegenüber JBL ist das reichhaltige Zubehör und die Möglichkeit komplette integrierte Systeme zu bauen ohne Amps, DSP und Bediengeräte unterschiedlicher Hersteller verklöppeln zu müssen.


    Auf jeden Fall muss da irgendetwas mit DSP-Amping und/oder Systemendstufen hin, ansonsten sind die Treiber bald hinüber. Gerade solche eher unscheinbaren Installationen (10"-Bässe...) werden meiner Erfahrung nach gerne bei Hochzeiten, Sommerfesten oder Silvesterpartys mit Dauervollgas hingerichtet sobald nach ein paar Stunden Feierei auch das Personal nicht mehr hört wenn etwas am Limit ist.


    An den Bose Teilen würden mich für den Anwendungsfall "Party" 3 Dinge stören:


    1. Kein Hochtonhorn. Da muss der kleine Treiber richtig ran wenn es mal lauter wird, und dann werden die Dinger plärrig und/oder leben nicht lange.

    2. 6,5" wäre mir für den Preis und die Anwendung zu wenig Membranfläche.

    3. Bose weiss das alles und bietet ihren Kunden die "Option" das mit weiteren ihrer Systemkomponenten grade zu ziehen und zu begrenzen. Diese wiederum sind meiner Meinung nach dreist überteuert und sehr undurchsichtig. Da wird viel mit Psychoakustik gespielt was die Systeme bei moderaten Lautstärken verblüffend gut klingen lässt; Wenn es dann aber mal deutlich lauter sein muss klappt das alles schlagartig in sich zusammen und klingt nur noch angestrengt und schlapp.

    Dem Threadstarter würde von niedrigem Anspruch her (nur Sprache) vermutlich auch ein Analogpult + Delay reichen. Weil für mehr fehlt das Fachwissen. (Nicht böse gemeint)

    Moderne (System-) Endstufen können das teilweise auch. Ich würde das von der Konzeption her so aufteilen: Eine autonome 100V-ELA deren Funktionalität sich bis auf "Schalter umlegen - Durchsagemikro geht" reduzieren lässt. Umsetzbar je nach Budget mit QSC Q-Sys Core und Q-Sys Endstufe, G+M Sinus Zentrale + Systemendstufe, Monacor Zentrale + beliebige 100V-DSP-Endstufe...

    Das spart im täglichen Betrieb viel Gerenne wenn technisch völlig unbedarftes Personal mal eben ein Mikro braucht oder Musik abspielen will.

    Für grössere Sachen (Reiterfest etc.) hat die dann einen oder mehrere Eingänge für ein entsprechendes Pult. Das muss dann aber kein Systemprocessing mehr machen.

    die angemessene Pultklasse um so was auch unter Zeitdruck professionell abzuwickeln ist mEn GMA2 Light/GMA1 Fullsize/Hog Full Boar/Chamsys MQ60 aufwärts.

    Mit dem o.g. 19"-Plastikteilchen mit 7" Screen gehen die Kollegen spätestens dann baden wenn der Vermieter auf dem Job dann doch mit 8 Spots, 12 Washern und 20 LED-Bars eines anderen Herstellers aufschlägt wie besprochen weil halt grad nur noch das im Lager war. Und/oder eine etwas komplexere Hauslichtanlage eingebunden werden muss.

    Seit der chinesischen OEM-Desastermöhre 200 Plus hat Philips/Strand generell noch eine gröbere Scharte auszuwetzen was Pulte angeht...

    - Keine Aktivboxen für Festinstallation im Aussenbereich. Die wenigen Geräte die das wirklich dauerhaft aushalten sind für den Zweck unbezahlbar. Auf einem Reiterhof kommt noch das Problem mit Ammoniak in der Luft dazu, der zerfrisst jede zur Aussenluft offene Leiterplatte in kurzer Zeit.

    - Fest installierte 100V-ELA mit grossen Mehrwegehörnern für Durchsagen und Hintergrundgedudel. Die muss dann auch ordentlich mit Edelstahlbügeln, geschützt verlegten Kabeln und sauber eingehauster Zentrale installiert werden, sonst gammelt das alles in wenigen Jahren weg.

    Wir hatten aber bereits Shows mit Videoprojektion, was dann ein eigenständiger Techniker mit ner von mir geschriebenen Software gefahren hat. Ich hab das heute mittag auf den Produktseiten jedenfalls gesehen und spontan gedacht, dass das künftig wieder ein Thema sein könnte und es wäre doch toll, wenn man es in die Lichtsteuerung integrieren könnte.

    Wie sieht's mit dem Thema Pixel Mapping aus? Können das alle Pulte oder geht das erst ab einer bestimmten Modellklasse?

    Integriertes Pixelmapping ohne kostspielige Zusatzhardware ist eines der Hauptverkaufsargumente von Chamsys, da hat GMA echte Schwächen vor allem bei der 2er.

    Andererseits gibt es gute, bezahlbare Systeme wie z.B. Madrix oder Arkaos die das pultunabhängig beherrschen. Hängt halt davon ab was du machen willst. Chamsys MagicHD ist im Vergleich zu einem "richtigen" Medienserver schon ziemlich begrenzt im Funktionsumfang.

    Wie ist das bei MA eigentlich mit den OnPC-Lösungen? Kann man da mit den gleichen Wings GrandMA2- oder GrandMA3-Software fahren? Ich meine mal, irgendwo sowas gelesen zu haben.

    Das willst du nicht. Die GMA3-Software hat mEn und auch nach einhelliger Meinung der hauptberuflichen Lichtler die ich so kenne noch immer nicht "Production"-Status erreicht. Der Mangel an aufwendigen Live-Shows zur Coronazeit hat die Entwicklung sicher nicht beschleunigt...

    Moin,


    der Fadewing hat auch keine Motorfader. Das Thema wird immer kontrovers dikutiert, die einen lieben es und können sich ein Leben ohne Motorfader nicht vorstellen, die anderen haben noch nie welche benutzt und vermisst und erfreuen sich an den geringeren Reparaturkosten wenn man einer defekt sein sollte.


    skippa

    Stimmt, das hat nur der kaum noch zu bekommende "richtige" Faderwing, nicht die onPC-Variante. Macht es aber nicht besser. Die Software ist einfach nicht drauf ausgelegt.

    Für mich als "Nebenbei-Lichtler" ist die kleinste noch sinnvoll bedienbare GMA die 1er Light. Auf einer OnPC oder Ultralight verliere ich nach ein paar Minuten den Überblick was jetzt eigentlich genau wie hell an ist...

    Nachteil: Keine Motorfader auf dem Command Wing. Das nervt weil die GMA Software komplett darauf ausgelegt ist. Deswegen mag auch keiner die Ultralight und Micro. Mit den Motorfadern auf dem Fader Wing lässt sich das teilweise ausgleichen, aber es bleibt irgendwie immer eine unübersichtliche Frickellösung.


    Ja, Chamsys hat bis auf das ganz grosse Pult auch keine Motorfader. Die haben aber eine andere Programmierphilosophie bei der viel seltener Werte mit Fadern gesetzt werden müssen.

    Gleich noch ne Frage: Was ist eigentlich mit den aktuellen Zero88-Konsolen? Da fehlt mir auch der Überblick, welche was kann. Irgendwas aus der FLX-Reihe sag ganz nett aus, aber ich glaube gelesen zu haben, dass Fixture-Tausch bei diesen Pulten nicht geht.


    Dann gibts ja auch noch Obsidian Onyx. Kennt das wer?

    Zero88: Grauenhaft zu bedienen wenn du damit was komplexeres als simple Wellen oder Kreise programmieren willst. Wer die Fat Frog mochte kommt damit evtl. besser zurecht.

    Obsidian Onyx = Martin M-Serie. Hat noch nie wirklich stabil funktioniert und der "Support" ist praktisch nicht existent.

    Dot: Vergiss es, die komplette Produktserie ist bzw. wird eingestellt. Da wirds irgendwann auch mit dem Support finster.

    GMA2 onPC mit Wing: Da scheiden sich die Geister. Meiner Meinung nach tust du dir für den Zweck damit keinen Gefallen weil einfach die Bedienung drastisch langsamer geht als auf der "richtigen" Konsole. Das mag für weitgehend vorprogrammierte Shows (Musical, Einsatz als Backupsystem) anders aussehen, da müsst ihr selber mal überlegen. Wenn schon dann Command Wing und Fader Wing, ansonsten ist das Front/Grundlicht ein einziger Krampf zum fahren.

    GMA1: Es ist inzwischen schwierig noch Pulte ohne gröbere Macken zu finden. Da fangen jetzt auch so fiese Dinger an wie Durchkontaktierungen auf der Platine die durch die Dämpfe des eingebauten Bleiakkus weg korrodieren. Finger weg von Geräten ohne lückenlos nachvollziehbare Vorgeschichte.

    Moderne Lampen mit Pixeleffekten kannst du damit nicht mehr sinnvoll steuern, die haben aber meistens einen reduzierten Modus mit dem man auf dem Pult bei schlauer Lichtplanung noch immer eindrucksvolle Shows programmieren und fahren kann.

    Für Eure Showgrösse macht wenn dann nur die Full Size Sinn.

    Ansonsten Chamsys MQ40 aufwärts.

    Hog würde ich angesichts der ungewissen Zukunft von HES derzeit nicht kaufen.


    In diesem Sinne - lassen wir's krachen! corn*

    Mal sehen was wir da als Branche so zu bieten haben:

    - Improvisationstalent und handwerkliches Geschick

    - Routine im Umgang mit komplexen Maschinen, gefährlichen Substanzen und schweren Fahrzeugen unter widrigen Bedingungen

    - Fähigkeit schnell und unter Druck Kommunikation und Organisation aufzubauen und aufrecht zu erhalten.


    Ausserdem mag uns Tina.

    Das klappt schon.

    Dazu dann noch der Ausgrenzungsaspekt. Was machst Du z.B. mit einem Dokument in kyrillischer Schrift, dass ein amtliches Siegel trägt, in dem aber außer Covid 19 für einen der kyrillischen Schrift nicht mächtigen nichts zu erkennen ist?

    Das Problem ist meiner Meinung nach nur ein theoretischer Einzelfall. In der Praxis wird es vor dem weltweiten Ende der Pandemie keinen internationalen Massentourismus mehr geben, weder privat (Ballermann, Ibiza, Ischgl, Busladungen von Asiaten in Neuschwanstein etc...) noch geschäftlich. Dazu sind die Voraussetzungen der Länder einfach viel zu unterschiedlich.

    Für mich persönlich sind zwei Hersteller derzeit komplett aus dem Rennen, das sind Oresonus und Soundcraft. Irgendwie sind deren Produkte derart unausgegoren, selbst wenn man heute Pultherstellern noch einen Reifeprozess nach der Produktlaunch zugesteht, von den beiden kommt da nix vernünftiges nach.

    Das ist jetzt aber auch nix Neues. Presonus bekommt seit dem Abgang von Kundrus 2014 softwaremässig nix mehr auf die Kette. Die neuen Pulte wirken auf mich auch von der Hardware wie bei irgendeinem ostasiatischen OEM zugekauft, mit entsprechendem Support.

    Wenn Soundcraft irgendetwas noch nie konnte dann ist es die Entwicklung von Digitalpulten. Die ersten Versuche (Spirit Digital 328) waren ähnlich katastrophal zu bedienen wie die heutige Si Depression. Die Ui-Serie wurde zugekauft von einem australasischen Hersteller von eher günstigem Studiozeug (SM Pro Audio) dem das Geld ausgegangen war um die Kiste fertig zu entwickeln. Studer und damit die Technologiebasis der Vi-Serie wurde von Harman komplett abgewickelt nachdem sie festgestellt hatten dass mit den Stückzahlen der Broadcast- und Theaterbranche keine komplette Entwicklungsabteilung mit Schweizer Gehältern finanzierbar ist.

    Der Threadstarter möge bitte vor dem nächsten Pultkauf nicht nur online-Reviews lesen sondern auch mal die Leute fragen (gern auch hier) die ihren Lebensunterhalt damit verdienen so was zu bedienen und/oder zu vermieten.

    Vermutlich Fake-Anzeigen bei denen (wenn überhaupt) etwas völlig anderes geliefert wird. Stumpfer Betrug. Gab und gibt es immer mal wieder, Aliexpress nimmt das aber recht schnell raus.

    "Echte" Plagiate trauen sich auch die Chinesen nicht mehr auf so offenen Vertriebswegen anzubieten. Die Produkte werden inzwischen in der Regel äusserlich so weit verändert dass sie rechtlich nicht mehr als 1:1 Kopie gelten und tragen dann auch andere Namen, gern den des Originalherstellers mit grotesken Schreibfehlern.

    Die dritte Möglichkeit ist dass Uli Behringer irgendjemand in der chinesischen Regierung geärgert hat...