Beiträge von niggles

    Ich hol das noch mal hoch, denn das Problem haben wir aktuell auch. Es beschränkt sich bis jetzt auch auf Q-Subs aus einer ganz bestimmten Bestellung - alle anderen die wir haben laufen noch problemlos. Was hat sich denn damals als tatsächliche Ursache raus gestellt?

    Wenn Du meinst, hier den Pulthersteller als "Verantwortlichen" ausgemacht zu haben, muß ich Dir leider sagen, dass da Mischprodukte anderer, teurerer Hersteller genau so oder zickiger bezüglich der Kabel sind.

    Da kenne ich aus der Praxis sehr wohl erhebliche Unterschiede. Wobei das in der Tat nicht nur am Preis festzumachen ist. Man vergleiche in dieser Hinsicht mal Midas Pro oder eine Digico SD mit einer A&H GLD oder Roland M400.

    Damit das wahr wird, wie Du und wahrscheinlich wir alle es gerne hätten, mußt Du 'MADI über CAT' sowohl Soundcraft als auch DiGiCo, AES50 und natürlich auch A&Hs ACE komplett verbieten und lediglich DANTE wäre sagen wir mal ein Anfang. Das wird wohl so schnell nix und ist wie gesagt keinesfalls ein alleiniges Problem der Billigprodukte.

    Verbieten muss man da nix, das wird meiner Meinung nach mittelfristig der Markt regeln. Grob kann man ja 3 Arten von Systemen unterscheiden:


    1. Layer 3-Systeme wie Dante, AVB, AES67... Die sind am berechenbarsten weil sie die gleichen Standard-Transceiver wie IT-Geräte verwenden und damit automatisch den gleichen Prüfnormen gehorchen. Hier kann man tatsächlich sagen: "Leitung zertifiziert = zuverlässige Übertragung garantiert." Weiterer Vorteil: Ich kann die Qualität des Netzwerks bei Bedarf mit einem handelsüblichen PC und preiswerter Software live und in Echtzeit überwachen und ggf. eingreifen bevor es überhaupt zu Problemen kommt.

    Nachteile: Teuer (Dante-Lizenzen), noch wenig Herstellerunterstützung (AVB) oder wenig verbreitet (Ravenna/Q-Lan/AES67)


    2. Layer 2-Systeme wie REAC oder dSnake/ACE. Da haben die Hersteller in aller Regel auf den Spezifikationen für normale MAC-Netze aufgesetzt, auch wenn sie kein IP verwenden. Das funktioniert dementsprechend in der Praxis zu 99,9% ebenfalls wenn der Fluke DTX auf der Leitung "PASS" angezeigt hat. Kleiner Vorteil gegenüber IP-Netzen: Konfigurationsloser Betrieb (echtes "Plug-n-Play" möglich). Nachteil: Keine Überwachungs- und Prüfmöglichkeiten ausser den zumeist recht rudimentären Anzeigen in den Geräten selber.

    Wird sich mMn aber auf Dauer nicht durchsetzen weil es irgendwann schlicht billiger sein wird das mit AVB oder AES67 in Layer 3 zu lösen. Dann hat aber hoffentlich auch der letzte Entwickler begriffen dass Stageboxen in diesem Fall ein Display mit Encoder brauchen um sie auf die Schnelle prüfen und konfigurieren zu können.


    3. Layer 1-Systeme wie AES50/Ultranet, MADI-over-Ethernet (DigiCo, Soundcraft). Da wird nur die physische Spezifikation (110 Ohm, 4 Paare in Abschirmung) genutzt um ein völlig eigenes Protokoll über die Leitung zu jagen. Das kann klappen, tut es auch meistens, muss es aber nicht. Die Prüfnormen für Verkabelungssysteme nach EIA/TIA 568 schreiben anders als etwa bei Video über RG59 oder Glasfasersystemen keine exakten physikalischen Eigenschaften für die Leitung fest sondern formulieren nur Grundanforderungen um den nächsthöheren Layer sauber übertragen zu können. Es ist schlicht in der Norm nicht vorgesehen dort etwas anderes wie z.B. MADI zu übertragen. Es war mMn auch gar keine gute Idee von Soundcraft und DigiCo das zu tun. Klappt aber in der Praxis immer noch zuverlässiger als die Behringer-Implementation von AES50/Ultranet...

    Hieraus las ich, um das noch mal zu zitieren, eher eine „ambulante“ Anwendung auf einer Industrieproduktion und nicht eine echte Festinstallation. Auf das Thema ‚Verlegeware‘ gehe ich noch mal gesondert ein.

    Das ist aus Sicht einer mit eigenem Pult reisenden Produktion eben kein Unterschied. Gestern Club mit Festinstallation (Cat.7 fest installiert, durch 3 Schränke gepatcht mit Patchkabeln von 3 verschiedenen Herstellern, Abschirmung jeweils an den Patchpanels über sehr unterschiedlich lange Strecken mit dem PA verbunden). Heute kleine Firmenfeier mit lokaler PA, aber eigenem Pult und eigenem, selbst verlegtem RAMCAT RC5. Morgen Messehalle mit Draka ToughCat Cat.5e S/FTP vom lokalen Dienstleister. Übermorgen im Zelt, im KG-Rohr unter dem Boden verlegt "irgendwas mit Ethercons dran, spielt aber seit Jahren mit unseren GLDs". usw. usf.

    Pulte mit denen das nicht zuverlässig funktioniert sind ein völlig unnötiger Kopfschmerzfaktor. Jetzt kann TMG natürlich sagen "Für diese Anwendung ist das gar nicht gedacht. Schaut euch mal den Preis an!". Dann sollte man sich diese Pulte als Band bzw. Band-Dienstleister aber auch nicht anschaffen...

    Bei meiner Auswahl des genannten Kabels ging's genau nicht um ein Bandpultkabel, sondern darum ein Kabel zu finden, welches mit möglichst vielen Pulten/Protokollen spielt. Das wäre dann auch das Kabel, welches der Veranstaltungtechnikdienstleiter in eine location legen möchte, um mit einem Kabel möglichst unterschiedliche Künstler mit unterschiedlichen Mischgeräten gleichermaßen bedienen zu können. Das war keine rocket sience und wie gesagt spielt das zuverlässig mit Soundcraft, DiGiCo, Yamaha, Allen&Heath, Midas pro und eben Behringer X32.

    In einer Festinstallation sucht der VT-Dienstleister keine bestimmten Kabelmarken oder Typen aus. Da wird beim Elektriker bestellt ob die Leitung Cat.5/6/7, Multimode oder Singlemode sein soll und was für Armaturen auf die Endpunkte zu bauen sind. Nach der Verlegung wird gemessen und zertifiziert und dann haben die Geräte damit sauber zu funktionieren. Die IT-ler bekommen das seit Jahrzehnten problemlos hin und die meisten Hersteller von gängigen Tonpulten und Stageboxen auch. Nur bei X/M32 (und SC Si Depression...) gibts da immer mal wieder Probleme. Da ist mEn eindeutig der Pulthersteller schuld.

    1. Ich gebe Wurst Werner recht, der vor Jahren schon festgestellt hat, dass die XM32 Dinger eher unkritisch bezüglich des Kabels sind.

    Da muss ich aus eigener Erfahrung widersprechen. Ja, es gibt Systeme die noch anfälliger sind, aber im Vergleich mit den von mir genannten aktuell marktgängigsten Pulten und Stageboxen ist X/M32 unangenehm zickig und störanfällig.


    2. An der Nummer mit der Schirmerdung über das Steckergehäuse ist was dran.

    Die Schirmung bei EIA/TIA 568 darf kein aktiver Teil der Schaltung sein weil nicht kontrollierbar ist wo die unterwegs (Patchpanels...) überall mit dem PA des Gebäudes oder anderer Systeme verbunden ist. Sie dient nur als geerdeter "Käfig" gegen HF-Einstreuungen. TMG hält sich da offensichtlich nicht dran, und das hat leider negative Auswirkungen auf die Störfestigkeit.

    3. Um zu verstehen, warum diese Gerätschaften eher mal ein Schrottkabel sehen als ein > 20.000 Ocken-Pültchen, muß man weder Wirtschafts- noch Sozialwissenschaften studiert haben.

    Die Ausfälle die ich erlebt habe waren allesamt mit ordentlicher Verkabelung, teilweise mit vor dem Event extra gemessenem und zertifizierten Leitungen die bei anderen Pultsystemen nie Schwierigkeiten bereitet haben.


    4. Mein kleiner Kabeltest Zum tausendsten Mal Cat5 ist jetzt 4 1/2 Jahre her und ich habe immer noch nie Cat-Kabel-Stress gehabt auch mit den B. Pültchen nicht. Offensichtlich habe ich mit dem Klotz RamCat RC5SB SF/UTP was richtig gemacht.

    Genau darum geht es hier *nicht*. Es setzt sich in der Praxis immer mehr durch dass Produktionen die eigene Pulte mitbringen (die dann gerne aus Preisgründen X/M32 sind) nur auf lokal gestellte, dafür vorgesehene Leitungen gesteckt werden können. Oft ist es aus Sicherheits- und Logistikgründen (Festinstallation, bestuhlte Halle, Zelt, Bodengräben mit Betondeckeln unter Teppich) gar nicht mehr so einfach möglich ein bandeigenes Kabel zu ziehen.

    Also wurde hier versucht eine Art "Negativliste" zu erstellen um herauszufinden ob es vielleicht einfach nur eine Unverträglichkeit der X/M32 mit Leitungen von bestimmten Herstellern gibt. Leider ist das aber nicht so simpel; die Übertragung wird offenbar auch bei hochwertigen, normgerecht verlegten Kabeln unzuverlässig wenn einer oder mehrere Parameter (Länge, Kapazität, Übergangswiderstände, Potentialausgleichsströme auf dem Schirm) die eingebauten Transceiver überfordern.

    Für "Digitale Kabel" gilt einfach: Es gibt eine Spezifikation der Hersteller, was es zu verwenden gilt. Für alles andere gibt's im Falle des nichtfunktionierens weder Mitleid noch sonst irgendwas.

    Das ist im Prinzip auch die Aussage des Herstellers, und ganz ehrlich: Für den professionellen Vermietbetrieb kann der Behringer Uli mir damit den Schuh aufblasen!

    Das ganze "Digicore über Cat.X"-System beruht darauf das zuerst ein Mindeststandard definiert wird der unabhängig von Kabel- und Armaturenhersteller einzuhalten ist. Das ist heutzutage immer noch Cat.5e mit Abschirmung und beliebiger (!) Masseführung. Die Pulthersteller haben dann die Aufgabe Systeme zu entwickeln die bei Einhaltung dieser Mindeststandards auch unter suboptimalen Bedingungen (100m Kabel, Potentialverschleppung über den Schirm, Einstreuungen von Netzspannungsführenden Leitungen im gleichen Kabelkanal) eine sichere Übertragung gewährleisten.

    Viele Hersteller (A&H, Digico, Riedel, Avid, alles was Dante verwendet) bekommen das auch sauber hin solange man nicht gerade den letzten Husten an Kabel verbaut und die Leitung mechanisch intakt ist.

    TMG bekommt es nicht gebacken weil sie offensichtlich ihre Transceivertechnologie nicht sauber getestet und zu Ende entwickelt haben. "Kein Mitleid" gibt's daher vor allem von mir für die Kollegen die meinen mit solchen Pulten unter Festivalbedingungen arbeiten zu können und anschliessend der vor Ort ausführenden Firma und ihren "schlechten Kabeln" die Schuld für Aussetzer und 0dBFS-Knackser während der Show geben.

    Da wird halt einer das US-Kabel durch Umbauen des Steckers nachträglich zu einem EU-Kabel umfunktioniert haben. Dass der Chinese der das Ding ursprünglich zusammengeschraubt hat dann auch noch so schlampig gearbeitet hat setzt dem nur die Krone auf.

    Fazit: Netzkabel am besten immer selber machen...

    Was sind das überhaupt für Kabelfarben? PE muss in der EU zwingend ge/gn sein. Hau dem Vertrieb das Ding um die Ohren. Da hat halt mal wieder einer beim billigsten Anbieter zugekauft...

    Nein. Die Geräte sind nicht dafür ausgelegt weil in der strukturierten Gebäudeverkabelung in Cat. 5e ohnehin keine Längen über 100m zulässig sind. Nimm Glasfaser oder bau einen Repeater dazwischen.

    Layher 1x1m Tower bis 4,99m. Fällt nich um, hält ewig und das Material kann für alles mögliche verwendet werden.

    Sieht aber auch aus wie weiland 1980, braucht viel Ballast, ist lästig zu transportieren und zu bestücken und verbrät viel Arbeitskraft beim Auf- und Abbau; vor allem wenn man nicht nur zwei von den Dingern braucht sondern 6 oder 10...

    Die theoretisch optimale Lösung ist der Montagerahmen; 2x selbstschneidende Kreuzschlitzschrauben rein, hält jahrelang ohne Nachziehen. In der Praxis klappt das leider nicht so ganz weil das Blech schon bei leichter Gewaltanwendung nachgibt bevor Stecker oder Buchse allzusehr leiden würden. Nett gedacht aber gerade bei Bässen mit 4x4qmm nicht praxistauglich.

    Alu-Blindnieten lockern sich immer mit der Zeit weil das Material "kriecht". Stahlnieten sind an Kunststoffbuchsen gar nicht einsetzbar und brechen den Metalldruckgussbuchsen gern mal ein "Ohr" ab wenn die Montageplatte nicht 100% eben und/oder das Loch nicht sauber entgratet ist.

    M3 Schraube mit Sicherungsmutter hält und muss halt alle paar Jahre mal (umständlich...) nachgezogen werden.

    Selbstschneidende Blechschraube direkt in Montageplatte ist eigentlich die beste Lösung. Verlangt aber dickere Platten als die üblichen Zubehörteile und sehr exakte Fertigung.

    So gehen die Erfahrungen auseinander. Meistens verabschiedet sich ja der Speakonstecker, der sich dann in die Einzelteile zerlegt und dessen Reste im Inneren der Buchse stecken bleiben. Auch die ausgebrochenen Schrauben hatte ich meistens bei von außen montierten Buchsen. Der Montagerahmen von Neutrik bekommt von mir auch keine Empfehlung: Das Blechgewinde versagt leider schon, wenn man die Schräubchen mit spitzen Fingern anzieht.

    Bei den Kunststoffbuchsen ist m. E. n. die beste Lösung eine Montage von hinten mit entsprechend langen Senkkopfnieten (10 mm oder 12 mm). Bei den Metallbuchsen reichen Nieten mit 8 mm.

    Schrauben und Muttern bitte. Niete kann man nicht nachziehen wenn sie sich unweigerlich mit der Zeit lockern.

    Dass NL4-Kunststoffbuchsen maximal eine Notlösung sind hatten wir ja schon.

    Wer diese BA nicht deuten kann, sich am einen oder anderen Detail aufbockt und das ganze für ein Wimmelbild hält, gehört hier hin:

    Natürlich ist es kein Problem das ganze zu verstehen - der (offenbar britische) Schreiber des ganzen kommt halt fachlich aus einer Ecke in der man den Unterschied zwischen Gobos und Farbfilterhaltern nicht kennt weil man mit ersteren noch nie zu tun hatte. Daher weiss er auch nicht wie der korrekte englische Terminus für Torblenden lautet und wer den Robe Robin Spikie herstellt. Oder dass es konventionelle Sunstrips in 3 unterschiedlichen Ausführungen gibt.

    Dass so jemand dann noch in oberlehrerhaftem Ton auf so Selbstverständlichkeiten wie Spare-Lampen, Clamps, Safeties und DMX Hold am Dimmer pocht verrät allerdings mehr über die Persönlichkeit des Autors als ihm vermutlich lieb ist...

    BA Wimmelbild


    Ach wie niedlich... Schreib den Herrn Oberlehrern von der Insel doch in freundlich-sarkastischem Ton auf schön geschliffenem Englisch das eure Dimmer leider nur 2,3 kW pro Kanal können, ihr echte Schwierigkeiten habt Gobohalter für 1,2kW Stufenlinsen aufzutreiben und die hierzulande üblichen Sunstrips auch nur 500W haben. Die Zeiten in denen sich die VT-Welt um UK gedreht hat sind halt um...

    Im Prinzip sollen bei uns demnächst ca. 100kg auf max. 4m Höhe, Open Air.



    Jetziger Stand ist ein "mini" Karree. Nimmt halt viel Transportvolumen ein, besonders wegen dem Ballast.

    Das geht auch mit einem ganz normalen, senkrechten Tower. Basement mit Auslegern, 2 x 2m 4-Punkt Towertraverse, Scharniere, Towerkopf und kleiner D8+ Motor. Ohne Ballast wirst du allerdings auch da nicht auskommen weil das Drehmoment durch die Windlast ja irgendwo abgefangen werden muss. Wenn die entsprechende Logistik (grösserer Lkw, Stapler/Radlader) vorhanden ist kannst du mit Betongewichten statt Wassertanks hier viel Volumen einsparen.


    g* Ich merke schon, da ist recht viel komisches Zeug für teures Geld am Markt.


    Der Knackpunkt ist die 5m-Grenze zur Baubuchpflicht. Dadurch sind kleine Tiptower (6-7m Höhe) unmässig teuer und werden auch nicht in Stückzahlen verkauft die eine echte Serienfertigung rentabel machen.

    Wenn 5m Flughöhe reichen spart man sich in der Regel aus Kostengründen die Tower komplett und zimmert die PA an ein meist ohnehin vorhandenes Bühnendach/Trailer mit ran.

    schmieren schmieren schmieren... regelmässig Silikonspray oder Motorrad-Kettenspray auf die Seile und Rollen im Inneren. Das Getriebe mag alle paar Jahre eine neue Fettfüllung, bei regelmässigem Outdooreinsatz (Film) auch öfter. Der mit Abstand häufigste Defekt bei den Dingern ist ein gerissenes Seil durch zu viel Reibung (oder Überlastung...).