Beiträge von niggles

    vermutlich kann man an eurem einfachen system die frequenz aber nicht wechseln. insofern wäre hier also der kauf eines neuen und aktuelleren funksystems angeraten.

    idR hatten die entweder 3 umschaltbare Frequenzen (kann auch per Lötbrücke sein) oder Wechselquarze. Macht doch mal ein Foto.

    Das ist das Frequenzband der ersten "Mikroports", die Dinger gab früher überall. Der Betrieb ist theoretisch noch zulässig aber überhaupt nicht mehr zu empfehlen. Zu viele Fremdnutzer, hoher Störpegel. Leider hat man das insbesondere im Kirchenbereich noch sehr lange verkauft um zu Altanlagen kompatibel zu sein.

    ich möchte hier mal den Hinweis auf das buch: der schwarze schwan geben. da geht es um nichts anderes, als das unerwartete.

    letztlich kann man sich vor ausfällen nicht schützen, ein Restrisiko wird immer bleiben!!

    Beim Thema "digitale Multicores" ist die ganze Branche (mit Ausnahme des professionellen Broadcastsektors, aber die operieren seit jeher mit anderen Budgetgrössen...) leider einen von den MI-Herstellern verfolgten Weg mit gegangen der zu eigenartigen Lösungen und auch gelegentlichen Totalausfällen führt. Das ging schon beim grauenhaften ADAT optical los.

    Statt (teure) Industrie- oder MIL-Komponenten zu verwenden um die Ausfallsicherheit zu erhöhen werden die Schnittstellen mit der billigst möglichen als Massenware erhältlichen Lösung ausgeführt. Weil dann auch Redundanz billig ausführbar ist wird diese benutzt um die Zuverlässigkeit des Gesamtsystems überhaupt auf tolerierbare Werte zu bringen.

    Und weil auf diese Weise die Kosten von Pulten, Multicores und Stageboxen überall drastisch gesunken sind fehlt auch die Marktposition von der aus sich technisch bessere Systeme durchsetzen könnten. Es funktioniert ja alles "irgendwie"...

    Beim Multicore gab's früher zigfache Redundanz. Und wenn nicht gerade das Netzteil ausfiel, konnte man immer irgendwie weiter machen. Zur Not Mono.

    Heute ist ja jedes Teil in der Signalkette ein Single point of failure.

    Nicht jedes Teil ist dabei ausfallgefährdet genug dass es Backup rechtfertigt, aber RJ45- und LC-Armaturen sind das durchaus. Daher kommt auch das auf den ersten Blick zweckfreie Verfahren die Switches auf beiden Seiten der Hauptleitung stumpf per Managementfunktion in 2 Hälften (1x Primary, 1x Secondary) zu teilen die dann mit 2 Leitungen (Ethercon oder Glas) verbunden werden welche einfach parallel laufen oder sogar zusammen in einem Multicore stecken. Gleiches System bei Rocknet-Ringen und so ziemlich jeder LED-Wand.
    Das schützt überhaupt nicht gegen Stapler, Türen, Pyro oder anderen mechanischen Unbill und auch nicht gegen Ausfälle der aktiven Netzwerkkomponenten.

    Es hilft aber sehr wohl gegen Wackelkontakte und spontane Ausfälle aufgrund von Dreck in den Buchsen, ab Werk schlecht gecrimpten Steckern die sich mit der Zeit lösen und schleichende Kabelbrüche direkt hinter der Zugentlastung.

    Die sinnvollere Variante wäre sicher gewesen von Anfang an auf stabilere Steckverbinder zu gehen. Fiberfox/MIL-DT83526 und ähnliche Strahlaufweitersysteme bei Glas, bei Kupfer M12. Hat sich halt aus Kostengründen nie in der Breite durchgesetzt.

    Der dort übliche Dreiphasen-Drehstrom in Dreieck ist ausserhalb von Schaltanlagen und Umspannwerken EMV-mässig harmlos. Zum Einen heben sich die EM-Felder wie schon erwähnt weitgehend gegenseitig auf, zum Anderen gibt es hierfür gesetzlich ziemlich niedrige Grenzwerte die in der Regel auch eingehalten werden. Wichtig ist halt möglichst keine Erdschleifen zu bauen.


    Starke Sendeanlagen (Schiffs- und Flugradar, Mittelwellenradio, VHF) sowie Bahnstrom (einphasig!) sind mEn wesentlich problematischer. Richtig eklig ist die 400Hz-Bodenstromversorgung von Flugzeugen. Wenn da irgendwas nicht sauber geerdet ist hast du das Fiepen *überall* drin.

    Die TRBS 2121 vom Dezember 2018 sagt folgendes :

    In der Praxis sagen Stagehandfirmen die halbwegs wissen was sie tun dass alles ab 4m Standhöhe Höhenarbeit ist für deren Ausführung ein entsprechend qualifizierter Mitarbeiter bestellt und bezahlt werden muss und wo der Auftraggeber passendes Arbeitsgerät ( Steiger, Gerüst) zu stellen hat.

    Bei 4m Standhöhe kann man gerade noch eine Traverse mit 6m Unterkante über Grund einleuchten. Die Leiter dazu ist die übliche 3-teilige Zarges mit 3x8 oder 3x10 Sprossen. Die bekommt man notfalls auch mal allein aufgestellt und sie passt mit unter 3m Länge auch noch durch etwas engere Treppenhäuser und in mittelgrosse Lastenaufzüge und 3,5-Tonner.


    So was wie eine 7m Bockleiter hab ich zwar auch schon gesehen, das transportieren oder mich da gar drauf stellen würde ich aber nicht wollen. Wer in der Höhe sicher arbeiten will braucht mEn einen Genie AWP, ein Rollgerüst oder einen kleinen Steiger.

    Was findest du an der Produktlinie strange?

    Nur 10mW Sendeleistung. Klar, das senkt die Kosten und den Batterieverbrauch, aber auf grösseren Bühnen, auf einem offenen Festplatz, Sportplatz etc. hätte ich da im UHF-Bereich echte Bedenken was die Reichweite angeht.

    Der Schalter am Handsender wirkt auch ziemlich billig, wenigstens kann man ihn deaktivieren.

    Und dass bei einer neuen Produktserie immer noch die schrottigen BNC-Plastikantennen mitgeliefert werden. Die Dinger gehen jetzt seit sicher 15 Jahren echt jedem auf die Nerven, das muss doch inzwischen auch beim Hersteller angekommen sein...

    Die Sache mit dem Netzwerk einrichten sehe ich auch anders, viele können zwar einen DHCP einrichten und ein einfaches Netzwerk einrichten,

    Viel mehr als das braucht es auch für ein mittleres Audionetzwerk (2 Switches, 2-3 Pulte, 2-3 sonstige Geräte (Funkstrecken, Interfaces) nicht. Es nervt allerdings wenn so was ab Werk per zeroconf laufen soll, das tut nämlich in dem Moment nicht mehr plug´n´play in dem es mehr als einen aktiven Netzwerkverteiler gibt und/oder echte Redundanz gefordert ist. Ja, mit den Audinate-eigenen Tools geht das dann trotzdem; aber damit werden Sachen auf die Anwendungsebene gehoben die eigentlich mit manueller Adressverteilung, evtl. DHCP für bestimmte Geräte und ggf. IGMP Snooping viel weiter unten geregelt werden sollten.

    Zitat

    aber von Echtzeit Audio und Video, Multicast und QoS Systemen haben die meisten überhaupt keine Ahnung

    Die sollten aber nicht der Massstab sein wenn so eine Architektur entworfen wird. Da haben Andere (z.B. Media Numerics/Riedel, QSC) deutlich mehr Rücksicht auf Kompatibilität mit existierenden Standards und Praktiken genommen. Spätestens im WAN-Bereich ist Schluss mit "ICH verwalte hier MEIN Audionetzwerk". Da setzen dann die ITler bzw. die dahinter stehende Telekommunikationsindustrie die Rahmenbedingungen.

    das heisst also, dass man im gebäude der festinstallation schlampig war und die unterlagen verbummelt hat.

    falls du das problem mit dem passwort nicht lösen kannst, müssen sie dann eben leider neue amps kaufen.

    Viele Festinstallationsfirmen geben so was bewusst nicht raus. Hintergrund ist dass man um Ausschreibungen zu gewinnen inzwischen extrem scharf und technisch an der Grenze zur Unseriösität kalkulieren muss. Die Differenz zum eigentlich nötigen Budget holen die sich dann in den Jahren danach mit überteuerter Wartung und Nachrüstung von Dingen die aus Budgetgründen erst mal weg gelassen wurden wieder...

    Für mich hat Dante den großen Vorteil, dass es ITlern mit Audiointeresse und nicht von Audiofreaks mit IT Interesse gebaut wurde.

    Das war sicherlich gut gemeint, ist in der Realität aber mehr und mehr ein Klotz am Bein. ZeroConf hat in der "normalen" IT aus guten Gründen praktisch keine Bedeutung mehr und die bis heute eher halbscharige IPv6-Unterstützung von Dante erschwert den Einsatz in WANs unnötig. Da wäre es echt sinnvoller gewesen sich an die üblichen IT-Standards (QoS!) anzuhängen statt den vermeintlich einfachsten Weg zu gehen.

    Audinate hat mMn schlicht unterschätzt wie weit die Konfiguration von einfachen IP-Netzwerken heute schon Allgemeinwissen ist. In der Generation U40 kann das wirklich jeder, und auch die Älteren schaffen sich das bei Bedarf relativ schnell drauf wenn sie es regelmässig brauchen.

    Darum ist die abschraubbar und man verpackt gewisse Dinge in passende Behälter. Oder wirfst du deine Shure Empfänger und Router auch in die Mikrofonkiste?

    Nein, die sitzen in Racks. Und selbst da gehen die billigen Plastikantennen von Sennheiser (gleiche Bauart) regelmässig kaputt. Dito bei SGM P5 mit Stabantenne für WDMX, diverse günstige WDMX-Strecken...

    Das ist alles das gleiche Zeug und taugt so einfach nicht. Entweder eingebaute Antenne oder zumindest so eine etwas robustere Stabantenne wie beim 200er Denon. Auch die SMA-Antennen vom Linksys WRT54 sind recht stabil. Gibt genug Alternativen, man müsste sie nur verbauen.

    Was mir auf die Schnelle nicht klar wurde - wie kann ich die Source mit einem Effekt (z.B. Hall) anreichern? Im Lager konnte ich nicht auf Anhieb. Im Manual steht, dass man einen Insertpunkt wählen muss und dann einen Effekt wählen kann.


    Aber wie muss das gehen, dass ich am Ende den Fader für den Effektanteil habe?

    Als DM20-Besitzer muss ich da ein bisschen grinsen....

    Ja, das ist für jemand der von Analogpulten und der davon abgeleiteten Yamaha/A&H-Logik kommt total unintuitiv. Wenn man sich aber mal überlegt ob es so was wie "FX Return" in digital wirklich noch braucht ist Aux Bus -> Zumischeffekt als Insert -> Bus auf Master tatsächlich die eleganteste Lösung.

    Selbst mit EK würde ich den Kramer nicht als günstig bezeichnen.

    Hat dein Teleprompter einen HDSDI-Eingang? Dann kommen dich eine 100m HDSDI-Trommel und ein HDMI->HDSDI- Wandler günstiger als ein vernünftiger HDBaseT-Wandlersatz. Da gibts einfach nix billiges das im Mobilbetrieb auf Dauer tut, und selbst die Teile von Extron oder Lightware reagieren zickig auf Erdschleifen und leicht verschmutzte oder beschädigte Stecker.

    Glasfaser kostet in ordentlich (PMD, Lightware) noch mehr und AOC ist mechanisch anfällig.

    aber bei dieser sache hier wäre ich da entspannter und würde das auch zuhause lassen. denn einer professionellen crew kann man mit sowas auch gehörig auf den wecker gehen.

    Man muss das Teil ja nicht immer gleich sofort auspacken. Aber wenn da was im Busch ist spürt man das in der Regel vorher, und dann ist haben besser als brauchen.

    Sieh zu das Deine Intromusik ggf. auch am Start ist. Am besten mit eigenen Player mit XLR Kabeln und Stick und CD.

    Notebook + USB-Interface, dazu CDs und Stick als Backup wenn dein Rechner frackt. Im Ausland Stromadapter (auch für die Backline) nicht vergessen.

    Eigenes Talkback (SM58S ist der Standard, ansonsten gern identisch zu den Mikros der Leadsänger/Rapper falls ihr die selber mit bringt), was da vor Ort rum liegt taugt oft nicht als Referenz wenn du tatsächlich die Gelegenheit bekommst auch mal kurz auf die PA zu sprechen.

    Alles was du am FoH brauchst sollte in ein Peli 1510 passen, mehr willst du im Platzregen nicht über den schlammigen Acker schleppen.

    Was auch dabei sein sollte ist ein ordentlicher Pegelmesser (AL und Minimic). Wichtigtuerische Dorfbeamten und Mischer von Lokalmatadoren die bei Pegelbeschränkungen um mehr Dosis für ihre Truppe kämpfen kommen da gern mal mit der Handyapp oder dem Afrometer vom Unrat um die Ecke. Da sollte man gegen halten können um Einschüchterungsversuche gar nicht erst aufkommen zu lassen.

    Teleprompter am besten per HDSDI. Vernünftige TP-Monitore haben das eh als Eingang, Kamerazüge haben oft gleich eine Leitung dafür integriert und der HDMI->HDSDI-Wandler auf der Sendeseite kostet nen Appel und n Ei wenn es nicht gerade Broadcastqualität sein muss (BMD, Delock, Decimator...).