Beiträge von mslr

    Meine bildliche Vorstellung vom Entstehen des akustischen Zentrums ist die, dass ich mir gedanklich die Luftsäule vor dem Lautsprecher als Teil der Membran vorstelle, die sich synchron mit der Membran bewegt, so als ob sie massiv und mit der Membran fest verbunden wäre. (Stimmt so natürlich nicht, hilft aber in der Vorstellung)

    Erst diese Luftsäule gibt den Schall dann an die Umgebung ab. So kann man sich auch leichter die Phasenverschiebung vorstellen.

    Die Abmessungen dieser Luftsäule hängt von den Dimensionen des Lautsprecher(arrays) ab.


    Physikalisch steckt da der Übergang vom Nahfeld ins Fernfeld dahinter.

    Gibt es das akustische Zentum bei jedem Schallereignis oder "nur" bei Subwoofern? Oder nur bei Lautsprechern mit Membrane?

    Also für eine Base müsste das auch so gelten - nur welches Fell ist jetzt der Lautsprecher? Ebenso für die Box eines Bassverstärkers.


    Aber halt - in dem Paper stand als Annahme, dass das Gehäuse als Schallabstrahlungsquelle vernachlässigt wird - das gilt für eine Base nicht, da ist auf beiden Seiten Schallabstrahlung :) .


    Für eine Pauke dann aber schon. Eigentlich für alle Schallereigniserzeuger mit einer Schall abgebenden Fläche auf einer Seite, die in einem Gehäuse stecken und dessen Abmessungen und die Frequenz in geeignetem Verhältnis steht. Wobei dann bei höheren Frequenzen das Akustischen Zentrum nur wenige cm oder mm vor der Schallabstrahlenden Fläche sitzt. Theoretisch mag das interessant sein, praxisrelevant ist das eher nicht.


    Am Beispiel der Pauke - müsste man die eigentlich auf den Kopf stellen oder zumindest um 90° kippen? Wo liegt denn da die Grundfrequenz?

    Ich hoffe du bist mir nicht böse wenn ich deine Worte bei künftigen Erklärungsversuchen mitbenutze :)

    .. es ehrt mich …


    Am Ende zählt das Ergebnis für den Hörer. Und das wird bei dir am Ende viel besser klingen als es mir jemals als Hochschulabgänger mit Hang zum Theoretischen gelingen wird. :)

    Auch von mir kräftigen Dank für die interessante Diskussion. Ich hab mir auch mal das Vanderkooy-Paper durchgelesen. Als Physiker müsste ich das eigentlich verstehen aber die Praxis mit Differentialgleichungen umzugehen hat seit meinem Studium doch arg gelitten....


    Hier mal mein Versuch das akustische Zentrum in nicht-mathematischen Worten zu erklären.

    • Das akustische Zentrum ist ein vereinfachtes Modell aber mit seinen Näherungen und Annahmen ausreichend gut für den Alltag.
    • Es ist der virtuelle Ort von dem ausgehend die Lautstärke nach vorne und nach hinten bei identischem Abstand gleich laut ist.
    • Jetzt wird es physikalischer: Vor dem Lautsprecher, ganz nahe an der Membran, findet der Energietransport hauptsächlich durch Verschiebung der Luftmasse statt (Nahfeld). In einiger Entfernung erfolgt der Energietransport dann als Welle (Druck und Bewegung) sind gekoppelt (Fernfeld). Den Ort des Übergangs vom Nah- zum Fernfeld kann man sich vereinfacht im akustischen Zentrum vorstellen.
    • Ich stelle mir die Luftsäule vor der Membran, bis zum akustischen Zentrum quasi als mechanische 'Verlängerung' der Membran vor.
      Über diese Luftsäule erfolgt sozusagen die Energieabgabe an die Umgebung als Schall.
    • Zwischen Membran und akustischem Zentrum passiert vereinfacht gesagt die Anpassung Impedanz der Membran an die Impedanz der Luft.

    Ich hoffe das stimmt so ungefähr?

    Empfehle auch Dante. Wir nutzen auch die Yamaha Matrix. Funktioniert gut, lässt sich über SmartPhone fernbedienen, braucht aber Zeit zur Konfiguration. IPad an die Wand im Kiosk-Modus Provisionaire-Touch-Kiosk drauf. Kann jeder bedienen.

    Gerade die AVIO - Adapter sind eine einfache Lösung z.B. vorhandene Aktivlautsprecher oder Zuspieler einzubinden.


    Wenn's günstig und pragmatisch sein soll: Netzwerkkabel als Audiokabel nutzen bzw. darüber auch 100V Lautsprecher anschließen. Funktioniert, wenn es ein zentrales Patchfeld gibt, auf das jede Dose aufgelegt ist und die Dosen sonst nicht gebraucht werden. Sollte nur alles sauber beschriftet werden. Ist zwar kein Audio-over-IP aber Audio-over-Netzwerkkabel. Diese Lösung lässt sich mit der Dante-Lösung auch kombinieren je nachdem wie die örtlichen Verhältnisse sind.

    Bei meiner eigenen Abifeier '86 eingesetzt: Konfetti in Luftballons und mit einem Glühdraht platzen lassen. Alle Luftballons platzen dann synchron. Aber nicht zu viel Konfetti einfüllen - sonst kommt ein Klumpen unten an. Es braucht zum guten Verteilen etwas an Fallhöhe. Unschlagbar günstiger Knalleffekt und unsichtbar in der Luftballon Deko versteckt.

    Hallo Mathias,

    ohne jetzt je einen vergleichenden Blind-Hörtest gemacht zu haben, würde es mich stark wundern, wenn man eine konstante Phase über den Frequenzgang nicht als 'natürlicher' wahrnehmen würde. Ein solcher Lautsprecher gibt das Schallereignis ja 'identisch', nur mit anderer Lautstärke, wieder.

    Aber ich glaube unnatürlich ist eine sich verändernde, stetige Phase über den Frequenzgang auch nicht. Bei natürlichen Klangerzeugern schwingt jede Frequenz mit ihrer durch die mechanischen Eigenschaften vorgegebenen Verzögerung und Phase ein. Ich weiß, Phase und Delay ist nicht das gleiche, an einem festen Ort kann ich aber beide ohne Kenntnis des Originalsignals nicht voneinander unterscheiden. Und jeder Zuhörer in einem Konzert kennt ja das Originalsignal nicht (zum Glück....). Er kann nur 'überprüfen', ob es seiner akustischen Erfahrung entspricht.

    Diese Überlegungen würden die Umfrageergebnisse erklären. Insbesondere akustische geschulte Menschen haben da einen umfangreicheren akustischen Erfahrungsschatz und können differenzierter bewerten. Die Rückmeldungen in den Seminaren sind ja gerade von solchen Experten.


    Aber je näher am Original, also phasenkorrigiert, desto mehr Menschen sollten es stimmiger wahrnehmen.

    Gruß Martin


    P.S. Nur eine Überlegung: Da tiefere Frequenzen langsamer einschwingen als hohe - müsste man dann nicht einen positiven also ansteigenden Phasenverlauf erzeugen damit es natürlicher klingt oder wird das dann psychoakustisch komisch?

    So, wollte kurz berichten:

    Wir haben uns jetzt als ersten Schritt für Crestron HDBaseT Strecken gebraucht entschieden und am Samstag mal provisorisch installiert. 1 Strecke von Kirche in den Technikraum von dort 4 Strecken zu den Fernsehern. Auf einen Videoswitch haben wir ersteinmal verzichtet und das HDMI-Signal über den HDMI-Out zum nächsten Sender einfach durchgeschleift. Die Strecken selbst sind 'latenzfrei'.

    In der Summe haben wir jetzt eine Latenz von 210ms. Von Kamera - PC - Fernseher. Die nächsten 100ms Latenz würden jetzt richtig ins Geld gehen weil damit die Anschaffung anderer Kameras und Fernseher verbunden wäre. (Zur Zeit Kamera ca. 100ms, Fernseher ca. 40-70ms).


    Die 210ms stören jetzt nicht so sehr. Viel wichtiger war es, dass wir die Ausspielorte synchron bekommen, das passt jetzt, wir können in allen Nachbarräumen mit synchronem Ton arbeiten, auch wenn wir sie in der jetzigen Phase des Lockdowns noch nicht nutzen.


    Wir versuchen jetzt die Möglichkeiten so vorzubereiten dass wir können, wenn wir dürfen.

    Danke an Alle für die Unterstützung.

    Ich könnte ein Forums Palak Paneer machen... mit selbst gemachten Paneer selbstverständlich... Für die veganer gibts Thai-Curry mit mariniertem Ingwer-Limetten Tofu und die Fleischessenden bekommen ein Butter-Chicken... Als Beilage gibts wahlweise Reis oder Naan...


    Forumskochkurs? Rezepte-Eck im offenen Brett? oder einfach Popcorn?

    In dem Kontext - hier fehlt mir der Link zu einem Forumstreffen. ;)

    Bei einer HDBaseT Übertragung ist das mit der Ton Verzögerung hinfällig.

    Das ist schon richtig. Wir haben aber viele Veranstaltungen z.B. im 'großen Saal' - 200pax und übertragen ins Foyer nur den Ton und kein Bild.

    Die Investition ist schon konkret, gerne PN. Im Moment müssten wir an bis zu 6 Stellen bei 1-2 Quellen ausspielen. 2-4. HDBase-T in, 6-8 HDBase-T out wäre perfekt.

    Ton geht aus dem Roland direkt via HDMI in den jeweiligen Fernseher. Oder steht in jedem Raum ne PA?

    Ja und nein. Für lokale Nutzung geht es über den Ton des Fernsehers. Bei größeren Veranstaltungen über die Yamaha MTX/MRX und XMV-Verstärker über eingebaute Decken oder Wandlautsprecher. Ton kommt dann über Dante und wird passend verzögert. Vom Ton her ist jeder Raum angebunden. Per Video leider noch nicht.


    Habe gesehen, dass seit kurzem auch die Videomischer von IDK in dieses Yamaha Universum eingebunden sind. Da wäre die Familie MSD-6200 mit HDBase-T doch passend und auch Dante-tauglich? Hat da jemand Erfahrungen? Ich kenne diesen Hersteller bisher nicht.

    Ich finde SDI hat wenn überhaupt nur noch eine Berechtigung in 100% Broadcast Umgebungen.

    Unsere Low-Latency Anwendung wäre doch genau so ein 'Broadcast'-Fall oder wie grenzt sich eine Broadcast Umgebung ab?


    Ich würde keinen HDBaseT Splitter nehmen sonder da auf einen HDMI Splitter setzten.

    Wird unter Strich nicht teurer, aber flexibler.

    Also HDMI-Splitter und dann zu jedem Raum je ein HDBaseT-Transmitter/Receiver?

    Ich sehe bei dem oben genannten Budget und vor allem der nötigen Einfachheit HDBaseT ganz vorne.

    Das ist zuverlässig, kostet kaum Geld usw.

    Kann ich gut nachvollziehen - wie seht ihr hier im Vergleich dazu SDI? Eine Matrix und HDMI-SDI / SDI-HDMI Umsetzer kosten auch nicht die Welt. z.B. Smart Video Hub Cleanswitch 12x12 als Matrix <<2k€ - nur als Beispiel. Wäre in Summe gut im Budget. Ein HDBaseT Splitter ist auch nicht soooo viel günstiger.

    So lange probieren bis der Empfänger leuchtet ;-)

    Ja und dabei aus versehen das VLAN vom WLAN mit dem Dante oder Ethersound-VLAN verbinden und sich wundern, dass die Remote-App für die Musiker nicht mehr funktioniert bzw. 2 DHCP-Server ihr Kompetenzgerangel austragen.

    Was passiert eigentlich wenn jemand mit einem Macbook kommt oder eine Blueray abgespielt werden soll.

    Dann ist EDID und HDCP Management unerlässlich.

    Das ist meistens lokal und geht direkt per HDMI-Kabel an den Fernseher - keep it simple. Aber ja - das ist eine nicht unbekannt Unwägbarkeit.

    Ich würde Abstand von AV over IP nehmen.

    Ja, gerne, trotzdem gäbe es gute Gründe dafür:

    Was ich vielleicht noch erwähnen sollte (ich wollte jetzt nicht noch die Komplexität erhöhen): Wir haben hier zwar ein fittes Technik-Team aber trotzdem gibt es viele auch wechselnde Veranstaltungen und Übertragungsorte, die durch 'interessierte Laien' betreut werden.


    Da CAT-Kabel überall liegen, können die 2 mobilen Fernseher einfach in den Raum gerollt werden, angesteckt werden - läuft. Eine Direktverbindung zu patchen oder umzupatchen möchte ich jetzt nicht jedem (und uns) zumuten. Das kann gehörig schief gehen.

    Wenn die Latenz im Rahmen bleibt, wäre AV over IP die flexibelste Lösung. Ich sehe jetzt die Corona-multi-Raum Anwendung mit kritischer Latenz als 'Spezialfall' - es gibt ja auch mal wieder eine Zeit danach an die ich bei einer Technologieentscheidung denken muss.


    Die Aufmodulation auf DVB-S (ob DVB-C geht muss ich an den Geräten prüfen) könnte tatsächlich die simpelste Lösung auch für später sein - danke an stefan lenke für den Tipp. Hätte ich selbst drauf kommen können, in meiner Jugend waren TV-Modulatoren+TV die 'arme-Leute Monitore' mit Zero Latenz.

    Man muss vieleicht auch etwas aufräumen was bereits gesagt wurde.

    Danke für den Hinweis.

    Um konkrete Aussagen über die Geräte zu machen, muss ich noch mal Rücksprache halten. Ob das heute klappt weiß ich nicht.

    Der Hinweis auf Multicast könnte zutreffen.


    Ansonsten ist es folgender Aufbau:

    Übertragung aus der Kirche: HDMI (PC oder Videomischer) -> CAT->Switch->Glasfaser in den Technikraum (es liegen 8 Multimode Fasern) -> Switch -> Cat -> Räume -> HDMI (Fernseher)