Beiträge von mslr

    Das Elektrolyt sollte beim löten aber verdampfen. Das Lötzinn zieht in der Regel in die Hohlniete rein.

    Tut er auch, allerdings nur der flüssige Anteil, zurück bleiben Salze, die wieder Wasser ziehen. Ich habe auch nicht alle Durchkontaktierungen prophylaktisch nachgelötet. Leider benetzt Lötzinn trotz Flussmittel das oxidierte Kupfer oder Zinn fast gar nicht und zieht bei angegriffenen Durchkontaktierungen dann nicht sauber rein.

    Die Durchkontaktierungen lassen sich ja relativ easy reparieren. Dünnes Drähtchen durch und von beiden Seiten verlöten. Gut, das die noch nicht Multilayer sind.

    Ja, ist noch richtige Schlosserei-Elektronik.

    Das Problem bei den Durchkontaktierungen ist hauptsächlich, dass trotz Reinigung dort immer noch Reste von Elektrolyt drin sind und/oder die Verzinnung der Oberflächen beschädigt ist. Messtechnisch und auch optisch unter dem Mikroskop sind die Durchkontaktierungen durchaus in Ordnung. Mit Luftsauerstoff oxydiert das aber munter weiter. Und bei Veranstaltungen ist nicht nur Sauerstoff als Gas in der Luft...

    Zuverlässig ist das leider nicht mehr. Die Leiterplatte bekommt jetzt erst einmal ein Ultraschallbad mit Elektronikreiniger und nach Reparatur eine dicke Schicht Schutzlack.


    Der LC lief nach der ersten Reparatur mal 2 Jahre problemlos, dann wieder ein Totalausfall.


    Falls also jemand eine Leiterplatte mit etwas lokalerer Beschädigung übrig hat könnte ich die jetzige Leiterplatte als Dekorationselement an die Wand meiner Elektronikwerkstatt hängen.

    Ein 24/6 er habe ich auch gerade in der Reanimation. Leider ist die Leiterplatte so was von angefressen durch die ausgelaufene Batterie, dass er noch nicht läuft. Hab sogar von MA ein Bild einer unbestückten Leiterplatte bekommen, aber immer noch nicht alle Fehler entdeckt (Der Elektrolyt lief bis unter den Sockel des Prozessors.


    Falls jemand eine defekte Prozessorplatine eines 24/6 rumliegen hat würde ich mich über eine PN freuen. Und ja - ich hab Spass daran altes Zeugs zu reparieren, wirtschaftlich denken will ich da erst gar nicht....

    Mir brauchst du das nicht erklären. Mir gings um zwei Dinge :

    1. Der Versuchsaufbau war Murks. Was man wie und wo hätte messen müssen wurde jetzt mehrfach beschrieben.

    2. Man kann mit einem Treiber zwei unabhängige Stränge treiben, weil der Treiber im Pult (ohne RDM) immer niederohmig ist.

    Sorry, so hatte ich deine Antwort nicht gelesen. Da muss ich dir vollumfänglich recht geben.

    Eben nicht.


    Aus einem TI Datenblatt:

    Typical RS-485 driver output impedance is

    on the order of 10 Ω to 30 Ω.

    Vermutlich ist diese Angabe die Ausgangssimpedanz EINER Busleitung gegen Masse. Das bedeutet der „+“-Ausgang und der „-„Ausgang brechen bei einer Last gegen Masse von 10-30 Ohm um maximal die Hälfte der Ausgangsspannung ein.

    Also bei 5V und 30 Ohm kommen auf der Leitung noch 2,5V an. Bzw. -2,5V auf der negativen Seite. Die Information ob jetzt eine ‚1‘ oder ‚0‘ übertragen wird liegt aber im Unterschied der positiven und negativen Spannung auf den Busleitungen. In diesem Fall dann 5V oder -5V. Alles größer 200mV ist nach RS485 eine ‚1‘ alles kleiner als -200mV dann eine ‚0‘.

    110 Ohm ist aber der Wellenwiderstand der Leitung und hat mit der Ausgangsimpedanz des Treibers nichts zu tun. Der 110Ohm Abschlusswiderstand entsteht dann dadurch, dass man zwischen ‚+‘ und - einen 110 Ohm Widerstand setzt . Der Wellenwiderstand ist die Impedanz, bei der ein ankommendes Signal vollständig am Ende der Leitung geschluckt wird und kein Signal mehr zurückreflektiert wird.

    Bei fehlerhaftem Abschluss addiert sich das reflektierte Signal mit dem originalen Signal und verfälscht dieses. Kann man auf den Messungen gut sehen, das ist der Höcker auf den Signalen z.B. Bei Bild 2. Hier addiert sich die reflektierte Welle mit einem Zeitversatz von ca. 1/4 Signalbreite. Dieser Zeitversatz ist die Laufzeit auf der Leitung des reflektierten Signals.

    Mit Abschluss gibt es diese Reflektion gar nicht (Bild3). Trotz reflektiertem Signal sind aber die Spannungen bei Bild 2 aber noch so, dass eine 1 oder 0 erkannt wird (+-200mV) und es damit immer noch funktioniert.


    Bei Audio-Leitungen hat man eine andere Leitungsimpedanz als 110 Ohm und man darf damit auch bei Nutzung eines Abschlusswiderstandes eine Fehlanpassung erwarten und es wird ein reflektiertes Signal zurückkommen und das Originalsignal verfälschen. Die Verfälschung ist aber nicht groß genug sodass eine 0 oder 1 nicht mehr sicher erkannt wird. Deshalb funktionieren Audioleitungen meistens (!!) auch als DMX-Leitungen. Aber eben nicht immer.


    Wer nur mit Audioleitungen unterwegs ist, die alle die gleiche Leitungsimpedanz (also gleicher Hersteller und Modell usw.) haben kann sich Abschlusswiderstände mit dieser Impedanz basteln und wäre dann genauso sicher unterwegs wie bei 110Ohm Leitungen. Aber eben nicht mehr Normkonform.


    Um zum Anfang zurückzukommen Ausgangsimpedanz eines Treibers hat mit der Leitungsimpedanz nichts zu tun.



    Erklär mir doch mal bitte in dem Fall den Unterschied. Eine Glocke wird geschlagen, dadurch läutet es. So verstehe ich das.

    Nein, das ist nicht so. Es gibt ein Schlagwerk und ein Läutwerk. Beim Schlagen schlägt ein Hammer gegen die Glocke, es gibt einen Ton. 9 Hammerschläge - 9 Töne -> 9 Uhr. Beim Läuten schwingt die Glocke hin und her durch einen Motor angetrieben Der Klöppel schlägt dann am oberen Totpunkt jedes Mal gegen die Glocke. So lange der Motor läuft läutet es.

    Terminlich wär es recht flexibel, da ich aber noch nie bei einem Forentreffen war wäre die Unterstützung eines Moderators ganz nett. Falls es zum Pokalschauen PayTV braucht ist die Antwort nein.... Kann auch unter der Woche sein; in BW ist Ferienzeit, da sind die Örtlichkeiten kaum genutzt.

    Hallo,

    also wir haben hier unser Gemeindezentrum bei einer Komplettrenovierung ausschließlich (Ausnahme Antennenkabel für Fernseher) mit CAT7 Leitungen neu verkabelt und alles in einer Technikzentrale auf Patchpanels aufgelegt. In der Zentrale sitzen Yamaha MTX Prozessoren über die wir die Analogeingänge (Mikrofon, usw.) auf 24 verteilte Lautsprecher und auf DANTE ausspielen. In den nächsten Monaten wird jetzt auch noch die Kirche auf die gleiche Weise neu verkabelt. Bei sauberer Verkabelung ist Brummen kein Problem, unsymmetrische Signale symmetrieren wir konsequent über DI-Boxen. Wir machen da auch solche Sachen wie Fernseher->DI-Box->MTX->Verstärker->Lautsprecher im Foyer usw. In der Technikzentrale können wir Punkt-zu-Punkt CAT-Leitungen patchen um mal schnell ein Videosignal auf einen schnell aufgestellten Beamer zu bekommen. Wir patchen auch Audio kommend von CAT7 dort. Also CAT7->CAT7 auf 4x XLR->XLR Analogmischpult.

    Wenn ihr wollt, könnt ihr das gerne bei uns anschauen, PLZ75196.

    Wie wäre es mit einem einfachen Umschalter an oder bei den Lautsprechern, der zwischen den einzelnen Eingangsimpedanzen umschaltet? Ggfs. Feintuning über einen Vorwiderstand/Leistungspotentiometer.

    Simpel und jedem zu erklären: Wenn du den Lautsprecher oben auf der Empore leiser machen willst musst du oben am Lautsprecher den Schalter auf 'Leise' stellen. Eine sehr 'intuitive' Lösung und sehr modern weil dezentral....

    Will man auf Treppensteigen verzichten könnten dafür auch per Funk betätigte Relais zum Einsatz kommen.

    in aller regel ist das auch so. zwar eher selten auf der homepage der halle - und auch nicht immer aktuell, aber auf anfrage sollte es sowas geben.


    ich habe übrigens in meiner funktion als hallentechniker eine beobachtung gemacht, die ich nicht so ganz verstehe:

    bei uns bringen fast alle fremdproduktionen ihre eigene beschallungsanlage mit. da wir aber eine recht breite beschallungsfläche haben, passen leider die wenigesten anlagen in ihrem horizontalen abstrahlwinkel zu unserer halle. das ist sehr ärgerlich, denn es gibt definitiv grundrisspläne, anhand derer man sehen kann, dass man unsere halle z.b. mit 90° systemen (oder sogar weniger!) nicht ausreichend abdecken kann. trotzdem bringen viele ein unpassendes system mit!

    es gibt sie aber natürlich, die professionellen leute, die es schaffen unsere hütte perfekt zu beschallen. die sind nur leider nicht gerade in der mehrzahl :-)

    Diese Beobachtung kann ich vollständig teilen! Ich lass mir dann immer eine Hauptsumme geben um mit der Anlage unserer Kirche die Lücken zu stopfen, hauptsächlich unsere Empore, da sind die Wechselwirkungen mit der mitgebrachten Anlage gering.

    Rider für Veranstaltungsort


    Hallo zusammen,

    als Verantwortlicher einer Kirchengemeinde, die regelmässig Konzerte unterschiedlichster Musikstile veranstaltet möchte ich noch einen weiteren Aspekt einbringen.

    Vom Vollprofi bis zu Freizeithobbymusikern gibt es da eine recht grosse Bandbreite vor allem wenn es um das Wissen in der Beschallungstechnik geht (das ist jetzt nichts besonderes).

    Da die Bandbreite bei den Veranstaltern aber in dem Bereich mindestens genauso gross ist bringen viele Bands und Musiker ihre eigene Anlage mit.


    Daraus jetzt ein für die Veranstaltung passendes Setup zusammen zu zimmern ist nicht immer leicht. Ich freue mich dann, wenn auf dem Rider zumindest die mitgebrachten Hölzer vermerkt sind um einschätzen zu können ob es passt.


    Welche Erfahrungen gibt es denn in der Runde wenn ihr mitgebrachte Anlage und eigene Anlage abwägen müsst und wie hilft euch der Rider dabei?

    Frage auch an die Hallenbetreuer: Habt ihr einen Rider für eure Halle, den ihr vorab verschickt? Habt ihr da Beispiele (meistens ist das ja ein Link auf der Homepage der Halle)? Was sollte denn da drinstehen? Am Ende braucht es zwar immer ein Telefonat aber mit einem Papier über das man spricht ist ein Konsens viel leichter erreichbar.

    Viele fragen da auch nach einem Foto. Wie steht ihr dazu?

    Zitat

    Das M7CL ist übrigens auch nur ein aufgebohrtes LS9 mit Touch Screen.

    Kann ich indirekt bestätigen. Wenn man die Schaltpläne des LS9 anschaut, findet man die 'Überreste' der Touchscreen-Elektronik. Hätte mal Lust zu probieren ob ein Touchscreen in der Software auch noch vorhanden ist....

    Da ich immer mal wieder ein LS9 in den Händen habe muss ich am Anfang erst einmal die vielen Fingerabdrücke auf dem Bildschirm wegwischen...…


    Hat das schon mal jemand probiert?

    Ach ja, <Nostalgie an> ich suche heute noch die Glimmlampe, die ich ohne Vorwiderstand betrieben hatte und noch heute brauch ich ab und an ein Bauteil aus den Sperrmüllfernsehern, die ich vor 40 Jahren ausgeschlachtet hatte...<Nostalgie aus>

    schaut euch doch mal die CatCores von skyper an, die sind durchdacht und sehr anständig verarbeitet!

    Hab ich gemacht - sehr nettes Gespräch, gefachsimpelt über die CatCores NG (next Generation). Hatte nur das Bier für das Fleißbienchen nicht dabei....

    Also mein Tipp wären die Schalter auf der Rückseite. Gerade wenn die nie betätigt werden sind die in feucht(fröhlich)er Umgebung immer ein Problem. Bei einem 79€ Gerät werden da keine hartvergoldeten Kontakte zum Einsatz kommen. Und nur die sind geeignet in korrosiver Umgebung bei Kleinsignalen ohne regelmäßige Betätigung einen stabilen Kontakt herzustellen.


    Das Klicken könnte auch ein Schaltnetzteil verursachen (wenn eines drin ist).


    Also einfach mal die Schalter mehrfach betätigen um die Verschmutzung der Oberflächen an den Kontaktstellen weg zu bekommen und sehen ob es besser wird. Los wird man das Problem damit dauerhaft nicht aber die Häufigkeit wegen dem Sound aufstehen zu müssen reduziert sich. ;-)

    Königsweg ist 79€ für einen neuen ausgeben und den alten fachgerecht zu entsorgen.