Beiträge von Marian Humann

    Wir haben ein Päärchen ME36 am Rednerpult, auf etwa 2cm Abstand zueinander, Gitter jeweils nach außen (bekam ich damals als Tip vom Vertriebler) - mit 3D-gedruckten Clips um den Abstand zu halten. Das funktioniert bei uns im Raum ganz gut, das Rednerpult steht aber auch zu 99% an exakt der selben Stelle.

    Bei 30-40 Vorträgen am Tag im Zeitrahmen von 10-30 Minuten kann ich mir nicht merken, wer dämlich war fürs nächste Jahr :D

    Außerdem, wenn einer das dann hat, wollen plötzlich alle Lavalier oder Headset. Dafür haben wir personell nicht die Zeit... Das hat sogar der Chefarzt verstanden, der den Kongress ausgerichtet hat.

    Ich glaube zwar, den gleichen Beitrag habe ich vor etwa einem Jahr schon einmal geschrieben, dank Aktualität aber nochmal:

    IDN: "Fachreferenten", die auf meinem Ärztekongress sich am Rednerpult umdrehen, sich zwei Meter neben das Rednerpult stellen und dann in Richtung Leinwand sprechen, für 30 Minuten am Stück.
    Dabei haben wir direkt in Blickrichtung vor dem Rednerpult ein 43" Vorschaumonitor und auf dem Rednerpult ein 13" Monitor, um so etwas zu vermeiden.
    Aber offensichtlich gibt es auch bei Ärzten dumme Leute.

    Nur mal kurz zum zeitlichen Abriss der Firmwares mit Daten, die ich finden konnte:

    Release S-Serie Mai 2015

    Release C-Serie Februar 2017

    1.40 - Januar 2017

    1.50 - Mai 2017

    1.60 - Oktober 2017

    1.70 - Mai 2018

    1.80 - März 2019

    1.90 - September 2021


    seit der 1.8 geht die Entwicklung deutlich langsamer (und die Preise sind explodiert, das ist aber ein anderes Thema)

    Um zu spekulieren sehe ich als Grund dafür folgende Möglichkeiten:

    a) die Hardware kann nicht mehr (halte ich für unwahrscheinlich)

    b) die wenigen Softwareentwickler müssen Ihr Augenmerk auf die Verbesserung anderer Produkte legen (fände ich als Käufer des Top Tier Produktes schade)

    c) man hat keinen so rechten Plan was noch an Features kommen könnte

    d) man arbeitet an einem Major Software Release

    e) man arbeitet am Nachfolger und hat die dLive Plattform intern schon auf EOL gesetzt


    Um mal zum Vergleich den Abriss der iLive Firmwares zu geben:

    Release T-Serie Februar 2009

    1.50 - Juli 2009

    1.60 - Februar 2010

    1.70 - Juli 2010

    1.80 - Januar 2011

    1.90 - Mai 2012


    3 Jahre nach dem letzten Major release der iLive kam der Nachfolger. Seit über 2 Jahren gibt es kein dLive Major Release. Nur mal so in den Raum gestellt...

    Im Juni wurden im Livestream die neuen V3 Dantekarten vorgestellt und dabei gesagt, die werden bis Juli in großen Stückzahlen verfügbar sein und dann alle ausstehenden Bestellungen bedient werden können.
    Tatsächlich habe ich mich auf Facebook umgehört, und außerhalb von Deutschland gibt es wohl reichlich davon. Dürfte ich aus dem Ausland importieren, hätte ich 10 Anbieter von denen ich nächste Woche eine Lieferung bekommen könnte.

    Der deutsche Vertrieb scheint da irgendwie außen vor zu sein...

    Da man Aufstecksender meist für Spezialanwendungen braucht noch der Hinweis: ULXD gibt es auch Rednerpultmikro und Grenzfläche mit Funk.

    Dafür gibt es Tischstation und Grenzfläche wieder nicht für Axient Digital :| Diese Produktstrategie macht für mich wenig Sinn... Ich hätte Axient Digital nochmal für eine Festinstallation bestellt, wenn es die Tischstellen dafür gegeben hätte. So ist es halt EW-DX geworden und für den gesparten Beitrag noch neue Tonanlagen für die Räume. AD wäre aber auch vermutlich nicht rechtzeitig lieferbar gewesen...

    Ich finde die Benning ST Serie dafür ganz nett. Das neue 755+, das wir seit letztes Jahr haben ist auch endlch angenehm schnell, Welten besser als das 750, das wir vorher hatten.

    Von Fluke hatten wir mal zwei Stück zum Testen zu bekommen, um den Schulhausmeistern das Prüfen nahe zu bringen. Fand ich persönlich von Software und Bedienbarkeit grausig.

    Klar, es geht bei allen Besprechungen von Digitalmixern zu 99,9% um die Features und den Workflow. Mich interessiert zu 99,9% wie die Kisten klingen.

    Spoileralarm: Alle aktuellen Digitalmischwerkzeuge klingen so gleich, dass der Unterschied nur bei unter 0,1% aller Künstler bzw. Darbietungen überhaupt von einem geschulten Ohr wahrnehmbar wäre. Die Punkte Raumakustik, Beschallungsholz und Mikrofone haben jeweils in einer ganz anderen Größenordnung Einfluss

    Die Taschensender von der EW-DX Serie sind echt nicht toll. Die versteckten Tasten im Batteriefach haben gefühlt einen Durchmesser von 1mm und sind 3 mm auseinander - heißt die Bedienung am Sender selber ist nichts für Leute mit fetten Fingern. Zum Glück kann man vom Receiver aus alles voreinstellen und einfach auf den Transmitter syncen. Der Sync generell ist super gemacht.

    Zudem kann man am Sender selber zwar einen Namen vergeben, vom Receiver aus kann man aber 1 Zeichen mehr eingeben das auf dem Gerät auch angezeigt wird. Irgendwie seltsam.

    Bei den Handsendern ist der Muteschalter unglücklich gelöst und das Batteriefach schraubt sich nicht schön auf und zu. Generell ist in Sachen Haptik Axient Digital weit vorraus.

    interessant… das heißt Du warst vor ein paar Jahren im Sennheiser Entwicklungsteam? Erzähl!

    Huch? Nein. Ich bin im öffentlichen Dienst - ich gebe zu wir schlafen öfters geistig und unter Umständen habe ich diese Position einfach verschlafen. Wobei - der Sennheiser Vertrieb hat technisch gesehen sogar geistiges Eigentum von uns (bzw. genauer gesagt von meinem Kollegen) - 3D gedruckte Schwanenhalsclips :)

    Huch, ich dachte die EW-DX waren bei um die 4ms. Es ist aber auch schon ein Weilchen her dass ich die Ausschreibung spezifiziert hatte.

    Das Bedienkonzept an den Sendern gefällt mir bei AD auch deutlich besser. Leider sind aber diese kleinen Plastikabdeckungen über den Displays anfällig. Wir haben unsere AD Strecken seit 5 Jahren als Festinstallation und mussten iirc schon 5 mal die Displayabdeckungen tauschen. Einmal war außerdem ein Federkontakt an der Kapselaufnahme kaputt - das wurde auf Garantie repariert

    In unserer akustischen Umgebung mit unserem Veranstaltungsumfeld liebe ich die KSM8 Kapsel. Hin und wieder setze ich die Handsender auch als Chor-Overhead ein, wenn mal wieder unangemeldet ein Chor kommt und die Bühnensituation keinen Spielraum für Verkabelung bietet. Geht erstaunlich gut und besser als mit den EW500G3 mit 965er Kapsel, die wir noch parallel betreiben.

    Ich habe auf Arbeit beides. 8 Empfänger Axient Digital mit 8 AD2/K8B und 8 AD1 für unseren Festsaal und seit neustem 8 Empfänger EW-DX mit 4 SKM-S mit alten 965er Kapseln und 4 SK für unseren Konferenzbereich. Finde beide nicht ganz vergleichbar. Für AxientDigital spricht: Niedrigere Latenz (laut Datenblatt, nicht gemessen), viel größere Schaltbandbreite in Empfänger und Receiver, mechanisch "stabiler" gebaut, zumindest nach Anfassqualität und ich mag das Bedienkonzept an den Sendern deutlich mehr. Und persönlich mag ich den TQG Anschluss an den Bodypacks mehr als die Miniklinken an den EWDX

    Für EW-DX: Preis³, Lieferbarkeit


    Akustisch verglichen habe ich sie noch nicht. Die EW-DX habe ich bisher nur ausgepackt und in's Rack geschraubt, da wir aktuell noch die Ton-/Medienanlage in dem Bereich umbauen.



    Wenn ich irgendwelche Infos nachliefern kann, nur zu.

    Der Preis ist interessant. Die Displayfreie Variante ist nennenswert günstiger als eine DX168, trotz dass da Lizenzabgaben und Bauteile für den ganzen WLAN, SD und USB Part zusätzlich anfallen müssen, zudem ein Prozessor mit Rechenleistung, Speicher, DSP usw. verbaut ist und nennenswert Software entwickelt und gepflegt werden muss. Ob da audiotechnisch nennenswert Einbußen zu erwarten sind?

    Vom integrierten WLAN bin ich kein Fan, verstehe aber dass die Zielgruppe so etwas erwartet

    Diese Fragen sollten Dir die Instutionen welche die Ausbildung durchführen umfassend beantworten können. Insbesondere wenn sie sich dafür bezahlen lassen.

    So leicht ist das leider nicht. Ich warte z.B. immernoch darauf, dass ich meinen Befähigungsnachweis zum Verantwortlichen für Veranstaltungstechnik bekomme. Die Prüfungen habe ich schon vor über einem Jahr absolviert und bestanden, aber in der VStättV steht halt noch lediglich der alte Meister. Mittlerweile haben die IHKs in Bayern auf mein Drängen vom Ministerium die Erlaubnis bekommen, auch schon die Zeugnisse auszustellen, der Prozess hat aber etwa 12 Monate gedauert. Und trotz aller Anträge habe ich heute noch nichts.


    Bei den Dozenten im Meisterkurs die auch teilweise an der Novelle des Meisters beteiligt waren (die Bezeichnung Bachelor Professional finde ich immernoch unpassend) war der Tenor "da muss der Gesetzgeber ran". Aus dem bayerischen Ministerium habe ich die Info, dass an der VStättV wohl aktuell gearbeitet wird, aber solche Prozesse langwierig sind und nicht vor 2025 mit einer Änderung gerechnet werden soll.


    Zur eigentlichen Frage: Besagte Dozenten meinten, der neue Meister ist wie der alte anzusehen. Also gleichzusetzen mit jeder der Spezialisierungen.

    Etwas mehr im Thema dürfte hier @FalcoZanini sein