Beiträge von Christian S.

    Vorteile des Daseins als VT-Netzwerk-ITlers:

    Noch mehr Bedarf als an anderen und man bekommt gleich den 2-3fachen Tagessatz bei meist weniger Ärger und Aufwand.

    Wenig Kontakt zu divenhaften Künstlern, Designern, Agenturleuten und dergleichen.

    Man ist gleich bei den richtig großen Jobs dabei und wenn man gebucht ist, hatte jemand die Weitsicht dafür bzw. man hat oft auf den anderen Positionen auch Leute die ihr Handwerk können.


    Nachteile:

    Man bekommt quasi kaum Lob für das "geile, schnelle Netzwerk" heute anstatt für den tollen Sound oder das schöne Licht...

    Bei Problemen wird man gleich von 3+x Gewerken gelyncht.

    Phantomfader und psychologische Fähigkeiten helfen einem meistens nicht bei der Problemlösung.

    Zum Vergleich wie sich der Beruf (oder auch nur dessen Berichterstattung) verändert hat:
    2017. Hab' ich noch nicht gesehen, meistens waren die Selbstversuche der investigativen Kandidaten irgendwie mehr ein Einblick in 7 Tage untaugliche Person versucht sich mal und stellt eine subjektive Kollision eigener Erwartungshaltungen langatmig dar statt überraschende Einblicke in das reale Leben zu geben... aber wer weiß.

    Fragt sich, ob das Publikum heute auch noch Spass hätte, mit einer Show ganz ohne LED-Wände und Movingheads.

    Solange man Ihnen die Handys und den Internetempfang nicht wegnimmt dürfte es nicht allzuschlimm werden... Hauptsache es gibt noch was zu filmen: Selbst einen Komplettausfall der Lichttechnik dürfte teilenswert sein und dank tausender Displays und Blitzleds-Geilste-Hellste-Tracking-Taschenlampen-App dürfte auch auf der Bühne ein angenehmes Putzlicht und hinreichende Bildqualität herrschen.


    Solange die Musik noch Hosenbeine und Magengegend bewegt, vielleicht noch sowas wie tanzen (2022 - die älteren werden sich erinnern) - dat könnte trotzdem 'ne gute Party werden.


    Aber was machen dann all die Produktplatzierermarketinger, Pressemitteilungskopiernachrichtenportale, Lichtschaldesigner, HKS-Forumsdiskuntantenübertrefer und Co. ohne die nötige Spielzeuggrundlage..?

    Frage am Rande: Wie läuft das denn im professionelleren Bereich ab? Wird da viel repariert oder eher dann weggeschmissen?

    Hängt ein wenig von der Firmenpolitik ab: Kaufe ich extrem preissensitiv oder eher langfristig denkend? Es gibt Hersteller wo man Erdatzteile gut bekommen kann, bei anderen gar nicht. Hängt auch davon ab ob man das Know-How/Zeitkapazität für Reparaturen hat. Je professioneller um so mehr wird es in Richtung hochwertige Geräte gehen oder einfach über Anzahl gelöst.

    Gute LED-Lampen spielen über Jahre stressfrei (und sind nicht zwingend viel teurer) mal ehrlich: 30-50€ an Aufpreis können reichen um Produkte mit

    - guten Lötstellen

    - vernünftige Netzteile

    - ggf. noch richtige Kabel/Stecker

    herzustellen. Und das macht sich oft richtig bezahlt. Und das ist auch ift der Unterschied den man nicht sofort sieht, wenn man augenscheinlich gleiche Geräte mit unterschiedlichen Brandings sieht - manche Importeure machen Qualitätsvorgaben und andere Preisvorgaben.


    Reparieren ist leider wirtschaftlich oft gar nicht sinnvoll wenn man die Zeit einkalkulieren muss. Trotzdem sinnvoll, umeeltfreundlich und der Spaß wenn etwas wieder geht...

    Also bei Eurolite hat häufig auch simples gucken, wackeln und anschließend könnendes Löten gereicht... Und die anderen Firmen würde ich da drunter bis ähnlich ansiedeln - meistens waren das einfach ganz schlechte Lötstellen wegen denen ganze LED-Segmente ausgefallen sind. Danach ging's wieder - jedenfalls bis der nächste Schwung (an anderer Stelle) dran war.

    Falls in DECT-Reichweite wären auch die Fritz-Dinger denkbar, da könnte man auch das Thermometer mitnutzen.


    Eigentlich waren auch zuvor schon genug Vorschläge da, aber ich vermisse hier eindeutig noch eine Lösung der Gestalt:


    (W)DMX auf Switchpack (der zunächst nur 0/1-10V kann, übersetzt auf KNX um am Ende via MA Network-Remote-Session...)


    Die Tonfraktion löst es über das passende Protokoll zur Stagebox in der Garage (wahlweise eine Funkstrecke mit Frequenzscan) dortige Auspielung um den berühmten "Klapper" Lichtschalter der TV-Direktwerbedauersender der vergangenen Jahrzehnte zu betätigen. Das Hausbackend wird dann die Tablet-Lösung bzw. gleich was richtiges, sonst klingt es am Ende nicht wärmer und per Tablet mischen...


    Ach so - wir waren ja in 2020+x - dann muss bei allen Fällen gaaaanz am Ende das ja doch über einen extra Rechner gesteuert werden, damit man ein Stream-Deck zur Automation dranhängen kann.


    In dem Sinne: Frohes Neues. :)

    Für den Fall 1, wo es offenbar auch auf Liveinhalte ankommt, müsste das auch ohne Software gehen... Ein Atem Mini und die PiP Funktion zum Skalieren missbrauchen?! Ja, das kostet auch ein paar Euro, aber die finden sich in jeder Schule. Zum Umschalten, als Webcam/Streamingsache...


    Fall zwei macht eigentlich Sinn vorzuproduzieren, dann kann es jede Videoschnittgratislösung.


    Im Prinzip kannst Du aber auch alles via OBS lösen... ;)

    Niemand kann alles vorher wissen. Absolute Sicherheit gibt es quasi nicht bzw. ist die Gesellschaft nicht bereit zu erzielen. Die Vergleiche hinken gewaltig - der Unterschied ist nämlich, dass Luftfahrt, Raumfahrt, Schifffahrt etc. aus Unglücken häufig-irgendwann Konsequenzen ziehen! Und Missstände abstellen - sogar durch völkerrechtlich verbindliche Vorgaben. Da ist die VA-Branche trotz manch sinniger Vorgaben und man unsinniger Gängelung noch lange nicht. Es kann immer einen neuen Fehlerpfad geben, der zur Katastrophe führt. Das entbindet aber nicht davon, alle bekannten Wege dahin möglichst bleiben zu lassen.


    Mir kann es egal sein ob mein vorzeitiges Ableben aus dummen Zufall bzw. unbekannter Fehler erfolgt oder durch Menschen die die Sicherheit anderer missachten - eindeutig lieber wäre mir ersteres mit der Hoffnung, dass man dadurch das Leben anderer besser zu schützen lernt. Und der Verlust anderer geliebter Menschen wäre ebenfalls erträglicher.

    Tankstellen die Ihre Einnahmen aus den Mikrosekundenrohstoffpreistrading Ihrer örtlichen Lagerbestände erfolgreich in eine Luftdruckstation mit Kleingeldeinwurf investieren... :cursing:

    Also ob der Euro was bringt außer Kunden zu verprellen.

    Gibt einfach kaum Abnehmer mehr:

    Die Buden rennen eher der nächsten Leasingrunde hinterher oder versuchren sich zwischen aktuell riderfest oder Discounterware schnell-rentabel zu positionieren.

    Man bekommt halt robuste, theoretisch reparable Geräte denen aber tausende Stunden in den Knochen stecken und daher auch Zuwendung bedürfen. Gegen die gefühlte additive LED-Weltstatt subtraktiver Par-Kanne ist auch nicht viel zu erreichen.

    Wo beides nicht stören würde (außer ggf. Wärme) wäre so manche Disco - da braucht es eigentlich kein volles Brett für Stimmung oder ein 1000W Head. Und da ist dann die Preisgrenze der nächste Chinawürfel den man notfalls im Rahmen der Garantie dem Vertrieb zur Entsorgung/Austausch schickt... Und weil doch noch einige Geräte laufen und verkauft werden sollen drückt das Überangebot den Preis weiter.

    Wobei man bei JB wenigstens Menschen erreichen kann, die die Dinger mal zusammengeschraubt haben!

    aber für mich gilt immer der grundsatz: wer was macht, macht auch mist

    das ist und bleibt einfach unvermeidbar.

    Wobei Unglücke und Katastrophen eben meistens dadurch passieren, dass jemand oder mehrere etwas nicht getan haben!


    Natürlich ist das Risiko des vorzeitigen Ablebens meistens größer wenn man aus dem Haus geht als im Bett liegen zu bleiben, aber das sollte ja nicht zur verschränkten Armen und Nichtstun sein.


    2021 hat die Menschheit eigentlich eine ganz gute Lernkurve aus Unglücken hinter sich um ganz gut zu wissen was zu tun wäre. Wobei man den Eindruck bekommen mag, dass der Zenit an Einsicht und Änderung überschritten ist... ;)

    Die Hälfte der Menschen deren erste Sätze dagegen sind "Ich glaub man versteht mich auch ohne Mikro" irrt.


    Auch das Vorhandensein einer ausreichenden Anzahl an Mikros (im Sichtbereich unabhängig vom vorherigen Briefing) hindert Vortragende nicht an der Mikrostaffelstabübergabe. Auch nicht im Jahre 2020f. Meistens folgen Sie dann selber nicht ihrem eigenem Ablauf (einen Ablaufplan gibt es ohnehin nicht). Dieses Angebot wird Ihnen meistens auch dann noch gemacht, wenn Sie ein Headset tragen.
    Glücklich ist man dagegen dann, wenn die erfahrene Moderation beschließt: Ich halte denen zur Antwort selber das Mikro vor die Nase. Verhindert nebenbei auch gleich zu lange Statements. ;)


    Die Mehrzahl aller Ehrungen auf Tagungen sind unorganisiert und im Ablauf peinlich - Grundsätzlich werden es mehr Personen, die Blumen-/Urkunden-/Scheck-/Medallien-Übergabe wird in jedem Fall so gelöst, dass man weder im Saal und garantiert niemals in der Kamera etwas zu sehen sein wird. Das Vorhandensein eines energischen Fotografen kann helfen, um wenigstens kurzzeitig etwas zu sehen - garantiert in einer anderen Blickachse.


    Die Grundregeln der Blumenübergabe sind im besten Fall bekannt, aber erbämlich umgesetzt, so dass die freundlichen Worte im hektischen Papiergeraschel auf der Bühne untergehen werden.


    Auf jeder Veranstaltung bei der es nicht passt, wird ein blitzender Fotograf sein. Wenn nicht übernimmt dies das Publikum.


    Die Anzahl an auf der Bühne herumturnenden Fotografen, Videofilmern, Handygimbaltragern u.ä. kann die Anzahl der (versuchen) zu Musizierenden oder Singenden

    a) überschreiten

    b) ist umgekehrt proportinal zum Können / Bekanntheit.