Reine Aufgabenlisten funktionieren mit den üblichen Standards der Kalenderverwaltung gut. Der Vorteil ist das der CalDav-Standard dann eigentlich viele Frontends in Form von Apps und Programmen liefert, du nicht auf einen Anbieter beschränkt bist und das auch datenschutzfreundlich geht. Und auch verschiedene Ökosysteme noch am ehesten verheiratet werden können. Einfachste Kalender/ToDo Verzahnung. Thunderbird kann es von Hause aus, andere Mailprogramme können es eigentlich auch (gerne mit ihrem Dialekt weil man doch eigene Süppchen kocht).
Damit würde ich an Deiner Stelle starten.
Wie sehen Deine ToDo Listen aus? Sind es einzelne Stichworte, ggf. Mit Termin. Dann ist das völlig fein. Packst Du da mehr Links, Abhängigkeiten anderen Aufgaben dazu, musst Du sie irgendwie sortieren, clustern, priorisieren, Teilaufgaben erstellen - dann braucht es größere Tools.
Selber hosten geht, Nextcloud kann viel (Aufgabenliste ist eh drin, Deck wäre die größete Erweiterung, Notes für Notizen), ansonsten steckt die CalDav Funktionalität in jedem besseren Mailanbieter. Ein Blick auf Nextcloud lohnt, es gibt gute Artikelserien zum Einstieg sowohl zum selber Betreiben aus auch Einkaufen der fertigen Lösung. Wenn man da nicht Online-Office oder Videotelefonie drüber macht, packt das jeder halbwegs brauchbare Shared-Server.
Komplexere ToDos gehen dann gerne in Richtung Kanban-artige Boards. Die können auch sehr gut Fälligkeiten, aber die Schnittstelle zum Kalender ist meistens nicht so verzahnt.
Joplin ist ebenfalls mächtig und gerade für Wissensammlungen spannend, als reine Aufgabenliste lohnt es eher wenn man sonst damit arbeitet.
Am Ende braucht es auch einen Blick auf den eigenen Typ. Wer mit Papier besser fährt, erzwingt sein Glück nicht mit Elektronik. Verkürzt gesagt. Hybride Muster von Sammeln und Übertragen gibt es auch noch. Das ist eher ein ständig laufender Prozess. Will sagen: Nicht alles wird automatisch besser mit einen Tool und den Königsweg findet man eher temporär für sich 