Beiträge von Christian S.

    Ein paar weitere Anregungen:

    Bezieht die Schülerinnen und Schüler mit ein bei Auswahl und Suche - jedenfalls wenn es welche gibt. Gibt es keine dafür, braucht es auch kein Pult ;)


    Hat man nur welche mit Null-Bock bekommt man auch ein altes Faderschiff kaputt, hat man welche mit Plan und Motivation schaufeln die sich jedes Konzept relativ schnell rauf (oder bringen eine eigene Lösung mit) - und werden dann jede suboptimale Lösung, die man Ihnen hingestellt hat, verfluchen.


    Software-Lösungen sind flexibel und günstig, aber manchmal in Bedienung lästig - und man muss halt mit 'nem PC umgehen können, falls das kaputt gespielt wurde (wobei man eigentlich bei allen recht schnell ein Patch + Konfig draufspielen kann).


    Die Angst von denen, die es meist nicht bedienen, aber im Zweifel können sollen ist immer ein schlechter Ratgeber bei der Auswahl (=soll einfach und von jedem immer bedienbar sein, aber eigentlich trotzdem alles können). Wenn man plötzlich Theater(!) mit intelligentem Licht machen will, ist das häufig ein größerer Sprung als viele denken. Aber eigentlich auch kein schwieriger. Im Prinzip kann man das mit jeder genannten Variante schon irgendwie lösen - vom 10€ Dongle bis zur x-fachen Budgetgrenze.


    Man darf durchaus nachdenken, ob ein fixer Patch mit zwei Bedienvarianten nicht auch eine Lösung sein kann: Viele Fader für Grundlicht, ggf. auch 'n Rekorder mit fixen Werten (das bekommt auch wer fremdes hin - ob Hausi oder Reinigungsfachkraft, ggf. hilft eine SD-Karte mit den Werten falls wer gespielt hat das in einer Minute wieder spielfertig zu bekommen). Für Programmierung oder was aufwendiges kommt eine Budget-Lösung (z.B. Chamsys dazu). Läuft auf Linuxrechnern mit geringer Leistung, kann man selber dran üben und hat selbst die Option auf aufwendige Programmierungen. Klar ist das nicht in allen Fällen ideal - aber so kann man

    a) schnell Szenen hinbekommen, auch mit jungen Jahrgängen

    b) die Profis trotzdem alles rausholen.

    Das scheitert eigentlich erst dann, wenn zu viele Kanäle für eine direkte Bedienung per Fader für Grundlicht braucht. Mit 24 sollte das aber noch gehen. Aber sonst ist die Kombi mit Splitter/Merger nicht unbedingt immer ganz trivial, aber ein fähiger junger Mensch kann da viel rausholen - um zwar nach seinem Geschmack. Der eine liebt Fader und zupft lieber live, der nächste klickt lieber.


    Mit etwas Knowhow wird das Faderpult dann per DMX-in auch in der "großen" Lösung nutzbar.


    Mal an sowas wie Tablet-Nutzung gedacht? Ja ich weiß... die Bedienung und so... ernsthaft geht das nicht unbedingt live. Aber z.B. 'ne Chamsys execpage ist in 5Minuten gebaut. Da kannste jeden Kanal auf 'nen touchbaren Fader legen, Gruppen und Presets etc. - mit minimal Plan gebaut geht z.B. nur dieses Ding für einfache Fälle raus: Da kann jeder sich schnell was für den Elternabend oder Vortrag hell machen oder man programmiert kurz vor was für die fremde Nutzung wichtig ist (oder legt das auf 'den gelockten Touchscreen falls man Verbindungsprobleme fürchtet).


    Wenn der Wunsch nach einem komplexeren System da ist (weil man z.B. schon fitte Schüllerinnen und Schüler hat), gibt es das nur, wenn die Bedienenden für eine Dokumentation und Schulung der nächsten Generationen sorgen! Regelmäßig. Muss es jedes Jahr ein Wechsel sein oder kann man da nicht auch etwas Überlappung erzeugen?


    Jedenfalls plädiere ich dafür vor einer Theorie-Entscheidung mit ganz vielen wichtigen und ersten Abwägungen und Vergleichen: Setzt da mal jemand Junges fittes vor und guckt einfach ob es passt und was die sagen - viele Lösungen gibt es ja echt vor free bzw. man kann auch gerne mal was leihen und testen. Und wenn selber mit ausgesucht hat - dann weiß man bereits ganz viel und hält das auch gleich anders in Ehren...

    Und solange es keine Schüler/innen zum Mitüberlegen gibt: Brauchste auch keine MA o.ä. ;)

    Habt ihr da ein paar Empfehlungen?

    Willkommen - Empfehlung: Wenn wir Dir helfen soll, hilf uns dabei:

    • Preisvorstellung und Stückzahl?
    • Bühnengröße?
    • Welche hast Du konkret angeguckt - was hat dabei zugesagt, was nicht?
    • ggf. aber vermutlich schon nicht mehr für die Frage relevante Aspekte wie Zumietbarkeit / Einsatzzweck, etc.

    Gibt es eigentlich schon Tendenzen in die andere Richtung -

    Techniker/ Helferbuchung nur noch für voll geimpfte Kollegen?

    Meine Wahrnehmung: Geimpft + 2 Wochen sind gerne gesehen. Da es gerade noch nicht für alle möglich ist, ist man da noch sehr tolerant. Zumal oft ohnehin lieber einmal zuviel von Kunden / Firmen / Veranstalter getestet wird. Und mag ja auch sein, dass eine fundierte, nachvollziehbare Begründung für die Nicht-Impfung gibt - klingt aber nicht so.


    Ansonsten wird es fast auf "normales" hinauslaufen:
    - Arbeitet man gerne mit Leuten zusammen die alles diskutieren oder komische Ansichten vertreten?
    - Baut man sich ein Team aus unzuverlässigen Risikokandidaten auf (z.B. wegen Ausfall bei einem entsprechendem Testergebnis)
    - Wie groß ist der Mangel an billigen/versierten Kräften?


    Juristisch dürfte das in den meisten Fällen simpel sein: Zwingen geht in der Branche kaum, umgekehrt gibt es auch keinen Grund für eine Beschäftigung solcher Externer. Das wird umgekehrt eher spannend: Kann ein Unternehmer seiner Verantwortung gerecht werden? - Also Arbeitsschutz in Richtung der übrigen Mitarbeiter bzw. Klienten. Und wann reicht da ein Test nicht mehr oder wird wirtschaftlich ein Thema...?

    Falsches Mitleid braucht es nicht - es gibt ja leider noch genug Parteitage und Demos wo man ungeimpft bestimmt Karriere machen kann.

    Es muss einigen ja komisch vorkommen, denn wäre die Pharmabranche eine Veranstaltungsfirma würde sie sich beim Preis solange unterbieten, bis man deutlich unter dem Herstellungspreis liegt. Und das eine Impfung mehr kostet als der halbe Tagessatz darf ja nicht sein.

    Natürlich sind auch die ersten Chargen oft teurer und wenn man Bilanzen lesen kann, sieht man auch mal eben dreistellige Millionenbeträge für Forschung - wo heute ein sattes Plus ist, war früher auch ein fettes Minus. Wer schon einmal reguläre Reiseimpfungen oder gängigere Dinge ala Hep. hat selber bezahlen dürfen, sieht wohl ein, dass hier durchaus nicht unbedingt abgesahnt wird.

    Das machen dann die Agenturen - pardon - natürlich andere in der Nahrungskette... Und der volkswirtschaftliche Nutzen liegt ohnehin um Größenordnungen darüber. Das neue, geile Mischpult oder Smartphone kostet in den ersten Wochen halt auch oft mehr als später. Aber da hecheln viele hinterher.


    Von daher wäre ich vorsichtig, Firmen mit falschen oder unvollständigen Behauptungen zu belegen. Der Preis für andere (weniger wohlhabende) Länder, die Zuverlässigkeit der Lieferung und die Bereitschaft zur Lizensierung bzw. Know-How-Transfer an Partner etc. ist auch nicht ganz unwichtig, wenn wir insgesamt aus dieser Pandemie rauswollen.


    Wer etwas kritisieren will, kann ja mal die Nachfragen stellen, warum auf die Krisenpläne und Studien jahrzehntelang so wenig passiert ist. Die Pharmabranche ist sicherlich kein Unschuldsengel, aber da arbeiten ein paar Menschen die zum Glück nach Wegen suchen, das Versagen und Missstände anderer aufzuholen. Und wenn der Zusammenhang in Richtung Antrophozän besteht, braucht man mit dem Finger vielleicht gar nicht mal so weit zu zeigen. Da ist es eher gut, dass mRNA gerade halbwegs praxistauglich wurde.

    Techniker bleibe bei deinen Steckern und denke vor dem Schreiben...

    Ich finde feine Abstufungen gar nicht so schlecht und auch wenn diese einigermaßen konsistent sind:
    Wenn eine Kabel der Länge XY grad wunderbar passt, dann soll das nächste bitte auch gerne passen und nicht zu kurz sein. Das muss jetzt nicht ein absoluter Wert sein, bei 'nem 15m Kabel sind 25cm nix - bei einem 1m Kabel schon eher...
    Das liegt aber auch eher daran, was man für Baustellen hat: Wer viel Gala, Industrie oder Trusssteher baut, ist auch froh über kleinere Abstufungen (zumindest im Bereich unter 3m). Und da Kabel gern immer 1m zu kurz sind, kann auch das die Größe sein ;-)


    Bei einem Mikrokabel (und darum geht es hier ja irgendwie) ist das aber eigentlich völlig egal - wenn es nicht als Hundeleine dienen soll, sind die ja eh eher länger und Musiker bleiben eh nie an dem vorgesehen Platz...

    .. und schwupps gibt's 'ne Veranstaltung weniger, wenn der Veranstalter die Künstlerin nicht mehr ertragen oder das Risiko absichtlicher Regelverstöße übernehmen will. Hoffentlich wird es bald so still, dass es bald nur noch eine Randnotiz wird.

    Eine Pflicht wäre wohl kontraproduktiv, es macht halt Sinn zu überzeugen und nicht zu vergessen, dass es für manche eben nicht so einfach geht...


    ABER: Ich verstehe nicht, warum wir derzeit bei einem noch geringen Anteil an geimpfter Bevölkerung und nun so langsam wirklich echt vielen freien Terminen (ja mag noch unterschiedlich in den Bundesländern sein - aber da hat sich in den letzten zwei Wochen viel getan und man kann - zumindest im Norden - seinen Termin am gleichen oder nächsten Tag bekommen) sich da nicht mal drum kümmert...


    Klar gibt es für einige Gründe die aktuell gegen eine Impfung sprechen, aber wenn pro Impfzentrum oftmals dreistellige freie Terminslots übrig sind - dann hoffe ich das wir nicht 30-40% Unwillige haben.


    https://impfdashboard.de/


    Man trifft aber im Gespräch auch interessante Gründe für eine "Zurückhaltung", aber offenbar hat auch die Beschäftigung mit dem Thema (wohlgemerkt bei Leuten, die sich sonst um alles kümmern und hinterfragen) nicht für alle Priorität. Und da hat man nun wirklich Monate Zeit für und findet fundierte Aussagen, Studien und Quellen. Umgekehrt ist die lustig und vorhersagbar wie frühere Ablehner (naja wenn man durchs Rauchen eh schon Krebs überstanden hat ist einem vll auch alles egal) ganz schnell sich den Pieks holen, wenn sie doch nur einen Vorteil sehen - und sei es ohne Test zum Friseur gehen.


    Gerne freiwillig, gerne die berücksichtigen die noch nicht eine Chance auf vollständige + Wartezeit hatten. Ich habe aber durchaus Verständnis dafür, wenn man für seine Gäste einen sicheren Rahmen bieten möchte - und da kann man es schon angenehmer finden, sich in einem Raum mit getesteten/geimpften aufzuhalten.


    Wir sehen doch wie lange der Vorlauf für VAs die wieder stattfinden sollen ist. Und dass viele wissenschaftliche Prognosen doch ganz gut eintreten... Wenn der gut gebuchte Herbst was werden soll, dann muss sich in Sachen Impfung+Rücksichtnahme hier noch ein wenig was tun.


    Und nebenbei: Wenn hier plötzlich Impfdosen verfallen und anderswo Menschen in der medizinischen Grundversorgung sehnlichst drauf warten, dann hört Verständnis irgendwann auch mal auf - trotzdem: Hört zu und redet mit denen, die noch keine Impfung hatten.

    Also irgendwie hab ich mal gehört, dass eine Bedingung für Kunst ist, dass sich mehr als eine Person darauf einigt... und aus der Praxis, dass die Probleme umso großer werden, je mehr der/die Darbietende glaubt Künstler zu sein.
    Einigen steigt dann schon die Einschätzung von Lebensabschnittsbegleitungen, Management oder sonstigen Hintergedankenträgern so sehr ins verwirrte Hirn, dass für Kunst wenig Platz bleibt. Ausnahmen für wahre Kreative bestehen.


    Ich glaube hier haben wir es aber auch mit dem Problem zu tun, dass einige nicht gelernt haben mit ihrem untergehenden Stern und längst überschrittenen Zenit umzugehen.

    Und nicht jeder kann in die D-Klasse-Promi-Theraphieklasse bei irgendeinem Privatsender. Aber keine Sorge: Irgendwann findet sich für jeden ein Plätzchen und ein Niveau das tief genug ist - die Kette ist lang und zum Schluss bleibt immer noch das örtliche Konzert einer wie auch immer gearteten demokratiefeindlichen Gruppierung oder im besten Fall eine professionelle Abteilung zur Behandlung.

    Dann hast du aber VIELE Schwenks ;-) . Lieber zwei drei Kamera um Blenden zu können.

    Wenn die Wahl besteht natürlich lieber 2-3 Kameras. ABER: Bevor man mit 2-3 statischen Kameras hinterher versucht da was anständiges draus zu schneiden (was auch eher suboptimal wird) ist eine ordentlich geführte Kamera besser. Da sollte man natürlich nicht der Versuchung erlegen, jede Aktion mitzubekommen, sondern darf auch mal Personen aus dem Bild rauslaufen lassen. Da ist meine Erfahrung, dass Menschen die mehr oder weniger immer hinter Kamera stehen, dass sehr gut auch mit einer Kamera hinbekommen - ansonsten hilft es wenn man mit dem Stück gut vertraut ist. Dann kann man nämlich mit ruhigen dezenten Kamerafahrten extrem viel erreichen. Natürlich hängt das auch vom Stück ab - "klassische" Inszenierungen gehen da deutlich besser, als wenn man den ganzen Zuschauerraum mit einbezieht ;-)


    Das Licht ist aber durch die künstlerische Leitung vorgegeben. Vieles was für Auge toll aussieht ist für kleine Sensoren einfach viel zu Dunkel. Also lieber große Sensoren um auch bei weniger Licht arbeiten zu können.

    Auch da bin ich fast völlig bei Dir. Da ist halt die Frage ob man versucht "hybrid" umzusetzen und es niemanden richtig recht machen kann oder ob das ganze eh nur gestreamt werden soll. Denn dann besteht eben doch die Chance, sich mehr auf das gewünschte Ergebnis der künstlerischen Leitung beim Rezipienten zu konzentrieren, als dass was die/der vor Ort zu sehen glaubt. Und oft hilft auch einfach ein kleines Gespräch um den passenden Kompromiss zu finden.
    Ich glaube wir haben aber auch da den Konsens: Ein Tröpfchen mehr Licht (oder den Euro dafür) ist oft besser angelegt, als in die Videotechnik. Neulingen im Thema kann man das aber gar nicht oft genug sagen...

    Willkommen im Forum,


    leider kann ich nicht mit Anmerkungen zum konkreten Modell dienen. Sonstige MH des Herstellers Importeuers sind mir nicht unbedingt durch besondere Haltbarkeit oder Zuverlässigkeit aufgefallen - zumindest im regelmäßigen Einsatz war es immer ein Grund anderes Material zusätzlich zu installieren. Ob Preis-/Leistung für den gelegentlichen privaten Einsatz okay ist, muss jeder selber beurteilen.
    Die Outdoorbars waren dagegen etwas akzeptabler.

    Streamst Du wirklich mit 2-4K?

    Weitwinkel wäre nur wichtig für eine komplette Ansicht - aber die nutzt man selten bis nie. Was vermutlich niemand sehen will ist eine Totale der gesamten Bühne wo man die Schauspielenden suchen muss und sowas wie Mimik nicht mitbekommt...

    Wer gut ist und eine halbwegs brauchbare Kamera hat kommt bei vielen Theaterstücken auch mit einer Kamera aus. (Man muss nämlich gar nicht immer alles sehen, sondern nur die relevanten Dinge plus eine Einordnung in die Szene)
    Standard wären mehrere Kameras plus Mischer plus für jedes Gerät eine Person zum bedienen.

    Licht ist ebenfalls wichtig und hat meistens mehr Einfluss als die Sensorgröße.

    Ohne viel Ahnung wären auch Kameras mit eingebauter Streamingfunktionalität interesant für Euch.


    Wenn der Preis keine Rolle spielt - dann wäre das beste Ergebnis ebenfalls nicht der Kamerazug zum fünfstelligen Betrag sondern ein fähiges Team mit solchem Mietequipment zum kleineren Kurs. Für die Kasse ist das günstiger, für das Ergebnis besser - nur für Spielzeug-Besitztum-Befindlichkeiten ist das Gift...

    Ergänzend darf auch die Frage beurteilt werden, ob denn der sonst auf stehend ausgelegte Bauzaun auch auf fliegen ausgelegt ist - also wo und wie Befestigung angeschlagen wird (und in der Lage ist dynamische Kräfte beim verfahren/Sturz aufzufangen). Also explizit nicht in die dünnen Drähtchen des Zaungeflechtes...


    Auch der Zustand (rostige, bereits gebrochene Mietbaustellenware?) ist praktisch relevant.


    Meiner Meinung nach sollte, wer in der Lage ist solche Bühnenbilder zu wünschen/spezifizieren, sie baulich umzusetzen, etc. eigentlich keine Fragen mehr haben dürfen WIE dies zu bewerkstelligen ist. Erst recht nicht, welchen Charakter Sekundärsicherungen haben.... X(=O

    Schwarzer Schrumpfschlauch bedruckt geht ganz gut wenn das Kabel erst noch konfektioniert wird. Unter den transparenten Neutrik-Ringe (die aber eh Spiel in alle Richtungen haben..) passt ganz hervorragend ein schmales Dymo/Ptouch/Epson Band - wahlweise farbig mit individuellen Aufdruck. Das ist auch nachträglich gut anpassbar.


    Hat jemand schon mal sowas wie Laser-Pecker ausprobiert?

    wora Das sehe ich soweit völlig ähnlich. Ja, es mag sogar gar nicht so gut sein, wenn z.B. der Mensch am FOH den Platz verlässt und dort in einem entscheidenden (vielleicht sogar sicherheitskritischen) Moment fehlt. Es geht mir wie geschrieben auch nicht darum, branchenüblich immer mehr bzw. Spielkram mitzunehmen oder die Aufgaben das Veranstalters zu kaschieren.


    Aber ob man zu Auf-/Abbau bei irriger Uhrzeit mit 'nem kleinen Team in der ländlichen Pampa ist (wobei auch deutsche Großstädte locker mal >10min für 'nem RTW brauchen - und die sind lang wenn Du grad' jemanden auf'm Bürgersteig gefunden hast) oder beim Szenario Goldene Hochzeit man vielleicht eben doch der erste Ansprechpartner wäre...


    Normen und Regeln sind ja oft (irgendwie bis gut) durchdacht und ein guter Startpunkt. Aber m.E. kann es sich auch lohnen, Erfahrungen auszutauschen. Wenn alle mit 'ner Normbestückung auskommen, ist das auch ein Feedback. Sollte nur eine gute Ergänzung kommen oder jemand nur angeregt werden, den Punkt für sich zu checken, sehe ich das schon als Gewinn.
    Beim letzten Lehrgang fand ich z.B. den Tipp und Demonstration: Beatmungsmaske für wenige Euro macht es euch wesentlich einfacher doch recht einleuchtend und hilfreich.


    Outdoor im Ausland hab' ich nur ein paar Dinge in Sachen Erste-Hile mit - und da kann man auch wunderbar eine Sache für zig Anwendungen nutzen. Vorher Gedanken machen und eine regelmäßige Auffrischung mit Übung ist viel hilfreicher als eine Rettungswagenausstattung ohne Ahnung :S

    So langsam rücken Veranstaltungen näher, aber es ist auch noch Zeit um wieder Dinge auf den Prüfstand zu stellen... Die letzten Tage geht mir das Thema mobile Erste-Hilfe-Ausstattung nicht aus dem Kopf:

    Klar, es gibt die (Mindest-)regeln ala DIN 13169/13157 aber eben auch die Ergänzung nach Gefährdungsbeurteilung, Strukturen und der sonstigen Organisation. Und von diversen Anbietern auch schon erweiterte Sets für alle möglichen Betriebe, die aber offenbar nicht wollen, dass Ihr Mix nur kopiert wird und daher keine Auflistung geben, was denn nun jeweils genau drin ist. Klar ist auch: Mitnehmen reicht nicht, man sollte sich schon vorab mit Inhalt und Anwendung auseinandersetzen.

    Zum Glück (aber eben nicht aus Glück) bin ich vom Einsatz des Materials ziemlich verschont geblieben, so dass es auch etwas schwer ist auf Erfahrungswerte zurückzugreifen.


    Also: Was hat sich bei Euch über die Norm hinaus bewährt? Da ist die Bandbreite vom Tipp aus dem Auffrischungslehrgang mit Beatmungsmaske (die seitdem immer im Auto mitfährt) bis hin zu Kollegen die sich ihre Tasche mit Defi + Sauerstoff gepackt haben (aber eben auch eine Sanitäterausbildung haben).

    Ich denke da vor allem an die kleinen und mittleren Events (wo eben nicht die professionellen Strukturen vorhanden sind). Es geht auch nicht darum, dass man versucht noch was einzusparen und der Techniker macht auch gleich noch "nebenbei" den Sanitätsdienst für den Veranstalter. Ich hab eher das Szenario im Kopf, dass man gerne mal eine der Wenigen ist, der plötzlich am nüchternsten ist und sich am vorbereitesten fühlt...

    -wer was macht, macht auch mal Mist

    Und wer nichts macht, macht in den meisten Fällen mehr als Mist. Ob es um Zivilcourage geht oder die Beachtung elementarer Sicherheitsregeln. Manchmal ist es auch besser nichts zu tun oder die Klappe zu halten. Da hier aber ein gewissen Würgreiz einsetzt:

    -ist alles, was ich bis jetzt gemacht habe, Regel konform gewesen?

    Bei vielen vielleicht nicht und sicher auch nicht bei mir. Aber versucht man dies bestmöglich oder entscheidet man sich aus wirtschaftlichen Gründen dagegen? Oder kommt man gar aufgrund des Austausches mit anderen Fachkundigen zum Schluss: Die Regel taugt nicht oder geht nicht weit genug bzw. nutzt man andere Wege um ein äquivalentes Sicherheitsniveau zu erreichen?


    Es wäre manchmal besser, statt nur die Einhaltung von Regeln (die man vielleicht noch nicht mal versteht) lieber die Einhaltung der Schutzziele umzusetzen. Dazu gehört auch das eigene Tun und Denken und dessen Folgen zu hinterfragen. Da bräuchte es nicht zwingen das x-te Scheinchen und Zertifikat. Ja bisweilen widersprechen sich die tollen Regeln auch. Aber oftmals haben sie einen Sinn, bisweilen liegt Ihr Entstehen sogar darin, dass schlimme Dinge passiert sind. Manches schlägt auch über's Ziel hinaus oder ist praktisch kaum mehr umsetzbar.

    Trotzdem: Sicherheit ist kein Zufall, kein glücklicher Zustand und nur sehr bedingt verhandelbar.

    Was aus den Opfern geworden ist interessiert hier offensichtlich auch keinen

    Doch. Aber hier ist ein Forum wo diese persönlichen Schicksale nicht ausgebreitet sollten, sondern wir als Branche uns fragen warum es diese überhaupt gab - und wie man soetwas vermeiden kann. Opfer heißen bei uns gerne eben auch: Tote. Bekanntlich können die weder posten noch haben sie eine Stimme. Betroffenheit schließt klare Betrachtung nicht aus, umgekehrt braucht es nicht zu jedem klaren Fakt noch Rührseligkeit.

    Unter der Wahrung der Persönlichkeitsrechte lese ich gerne aber einen guten Beitrag darüber, wie es den Opfern ergangen ist! Ganz ehrlich: Am liebsten natürlich von Menschen, die dies in einen sensiblen und vielschichtigen Interview mit den Betroffenen herausarbeiten und mit recherchiertem Hintergrundwissen ergänzen und einordnen.

    Es gibt also nicht den verantwortlichen für das Desaster.

    Was wir nicht vergessen sollten: es ist eine Verkettung von Zufällen, teilweise sicher vorhersehbar, die dazu geführt hat.

    Nicht den oder die. Eine großer Unfall, eine Katastrophe o.ä. tritt meistens als ein Versagensfall von mehreren Faktoren auf - da führt aber nicht Gottes (Un)gnade hin, sondern eine kausaler Fehlerpfad - gerne auch "Kette von Ereignissen" genannt. Und da ist die Kette nicht zwingend so schwach wie das schwächste Glied, sondern es reicht oft eine (1) Sache oder Änderung aus, damit aus tragischen Ergeignissen eben genau keins wird.

    Das Ereignis hätte an vielen Stellen vermutlich duch simple, billige, planbare Maßnahmen verhindert werden können - und da sollte jeder aufgerufen sein nachzudenken, ober er/sie nicht eines Tages nicht die Person ist. Im besten Fall machen das viele, so dass es nicht den einen Held oder Heldin braucht. Und auch hier hätte manch Schreibtischtäter wohl was retten können.

    Die Frage ist schon, ob man etwas "vergisst", "übersieht" oder ob man z.B. eine Sicherheitseinrichtung "überbrückt". Oder warum Dinge mit unterschiedlichen Maß gemessen werden. Corona zeigt es: Offenbar kann auch eine fünfstellige Personenanzahl wiederholt völlig ungeschoren Auflagen ignorieren, die jedes Kulturforum mit 30 Besuchern an den Rand der Schließung / Existenz bringen würden - ist halt keine UEFA-Veranstaltung mit ominösen und in den Bereich der Kriminalität reichenden Geldflüssen.


    Das war jetzt ja keine Dorfparty (die durchaus sicherer sein kann!) mit Leichtsinn, sondern da haben sich viele Menschen vorher Gedanken um Sicherheitsfragen gemacht oder machen sollen. Und die Faktoren sind mehr als gut bekannt. Man weiß sogar sehr wohl, wie Menschen in Massen, in Panik, bei Evakuierungen, etc. reagieren.


    Würden andere Branchen so arbeiten? Ja auch dort passieren Unglücke - aber wenn mit der Mentalität z.B. Ingenieure Brücken, Schiffe, Flugzeuge, Chemieanlagen oder ähnliches designen würden... Auch da heißen Fehler Tote. Auch dort gehen Dinge schief - oft aber aus purer Absicht denn aus Unwissen. Und die wissen:


    Absolute Sicherheit ist kaum erreichbar bzw. gesellschaftlich auch nicht gewollt, weil dann eben vieles noch teurer oder schwieriger wird. Die gefühlte Sicherheitstoleranz zwischen Auto und Flugzeug ist auch gänzlich anders, die Gesellschaft ist manchmal bereit mehr Risiko zu akzeptieren und manchmal eben nicht. Und hier erwartet man als Besucher einer Veranstaltung schon, dass man lebend und unversehrt wieder aus dieser herauskommt.


    Um ganz ehrlich zu sein habe ich auch schon Dinge getan die hochgradig riskant waren. Jeder der sich hier zum Moral Apostel stilisiert

    Wir alle haben vielleicht mal Mist gebaut, wir haben auch mal dumme Dinge gemacht und vielleicht auch mal gemerkt, dass Dinge nicht sicher waren. Aber man kann gerade dabei auch merken: Hoppla, das war scheiße oder hätte auch richtig, richtig schief gehen können. Und die macht man dann eben nicht nochmal. Also ich und ziemlich viele andere. Und da hört die Schwelle besser lange vor hochgradig riskant auf. Das kann man bie Dingen tun, die nur einen betreffen (auch wenn Angehörigen, Freunden oder dem Klinkpersonal oder dem Bestatter manches auch gerne erspart werden dürfte).

    Und wer diese Form von Selbstreflektion, kritischem Hinterfragen oder im Idealfall auch Fehlerkultur nicht hat, der sollte m.E. besser Dinge tun, die nicht das Leben oder die körperliche Unversehrtheit anderer gefährdet oder wenigstens nur minimal beinträchtigt. Punkt.


    Unsere Branche hat in vielen Teilen gemerkt, dass ein immer höher, weiter und toppen von Emotionen und Erfahrungen irgendwann auch ein mehr an Sicherheit braucht. Und viele würden heute nicht mehr das tun, was sie früher noch getan haben. Und das ist dann handfeste Erfahrung oder fundierte Meinung aus eigen Erleben und sicher kein aufspielen als Moralapostel. Auch wenn sich das jetzt am Samstagabend wie das Wort zum Sonntag lesen mag.

    Auch wenn der Original Pointe sehr nett ist - man macht eben auch nicht immer alles richtig damit. Für die Bühnengröße (und Höhe!) reicht es auch 'ne Nummer kleiner (laut Anleitung setzt Robe mal eben 10m Distanz zur beleuchteten Fläche an - Praxis hin oder her: Da wird es mit der Gefährdungsbeurteilung schon seeehr interesant).

    Ja, nur weil sich nicht jeder Importeur um die korrekte Einteilung seiner LED-Heads kümmert, da die nötigen Angaben überhaupt stehen und auch die nicht alle ohne sind - mit der Entscheidung zwischen den beiden Artikeln des Threads leben viele Vermieter wohl gar nicht so schlecht:

    - Da kann das Ding sowohl auf die goldene Hochzeit im Wohnzimmer als auch mal an den örtlichen Jugendclub gehen ohne das Hitze, Lampenzyklen oder Augen ein größeres Problem werden.

    Der 130er scheint mir auf den ersten Blick aber von der Ausstattung her (Prismen, zwei Gobo-Räder, motorisierter Zoom über größeren Bereich statt manuell) eher das vielseitigere Mittel der Wahl zu sein. Das wäre für mich durchaus ein Kaufargument.
    Das Aussehen ist zwar eher zweitrangig - aber auch da passt der 130 m.E. besser in Richtung der vorhandenen Geräte und sieht nicht sofort nach dem billigsten Asien-Produkt aus.


    Ansonsten bleibt der Blick zu Expolite oder Cameo bis hin zu den einfachen Serien der sonstigen Marken - aber die Showtec Heads spielen in dem Segment ja durchaus ganz brauchbar.

    Ich wäre ja für richtig gute und stabile Stative... aber wahrscheinlich ist das zu langweilig.

    Ich glaube nicht - da wird sehr viel Werbung für gemacht, so dass es wohl viele interessiert. Oft sind auch attraktive leichtbekleidete Frauen dabei die ebenfalls anpreisen: "Endlich mal einen richtigen Ständer bekommen".


    Sowas wie PA-Anlagen beleuchtung, sodass die Anlage selber auch angestrahlt wird etc.?

    Braucht man nur, wenn man die Anlage sonst nicht wahrnimmt. Und da wo man das macht, hängt meistens ein grooooßes Werbebanner davor - meist nicht für die PA dahinter.


    Lochblech oder das Äquivalent aus Holz plus 'ne Wundertüte Potis kaufen und miteinander verheiraten - mit dem drehen von ganz vielen Knöpfen ohne das was passiert macht man mächtig Eindruck. Die einen finden es cool, die anderen schauen gebannt zu und fragen sich was der da macht.. und nebenbei verdienen einige damit Millionen.


    Ein richtig cooles und praktisches Gadget ist ein FI-Zwischenstecker für wenige Euro - wenn ein Gast das Bier verkippt oder wirft, dann kann das auch der Anlage oder dem Bediener helfen.


    Auch eine Rolle Warntape gelb/schwarz signalisiert nicht nur - "Vorsicht Stolpergefahr" sondern auch "Achtung Gefahr - halte Abstand". Das schafft Respekt und sieht Profi-mäßig aus.


    Ansonsten gilt auch:

    Zitat

    Vollkommenheit ist nicht erreicht, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.