Beiträge von pfeiffe

    Wenn ihr bei Stereo blieben wollt und das Ganze einigermassen gehen soll, würde ich den Lindy 4k HDMI Audio Extracor empfehlen. Der kann einen Downmix von den meisten gängigen Mehrkanalformaten auf Stereo. Kann man einfach zwischen den Blu-Ray Player und den Beamer hängen und am Extracor dann das Audio Signal abgreifen.

    Zumal es für die X32er ja eh keine Manuals gibt...

    Klar gibt es die. Sogar mit wenigen gemütlichen Klicks auf der Behringer Homepage genau da wo man sie erwartet...

    Dachte zwar das man ohne dumm angemacht zu werden ohne Weiteres mal Hilfe bekommt von Menschen denen es Leichter fällt aber gut, wieder etwas dazu gelernt im Leben.

    Auch habe ich im Netz gesucht, das meiste ist halt eben in Englisch und dieser Sprache bin ich auch nicht ganz form! Aber gut es ist nicht gewollt dann lass ich es eben.


    na na na, jetzt lass aber mal die Kirche im Dorf... Dir wurde hier doch prima geholfen und auch die Info mal in die Anleitung zu schauen bzw. ein nicht ganz ernst gemeinte Antwort auf ein lustiges Zerhackgestücksel der Autokorrektur fällt doch jetzt wirklich nicht in die Kategorie "dumm anmachen"...


    Ich habe im Bekanntenkreis einige Freunde mit LRS und habe vollstes Verständnis, dass es dann für Dich leichter ist hier kurz nachzufragen als Anleitungen zu wälzen. Das konnte aber niemand von uns wissen. Ich würde mich deshalb freuen, wenn Du jetzt nicht die beleidigte Leberwurst spielen würdest, nur weil Dich jemand dazu aufgefordert hat, die Bedienungsanleitung zu lesen...


    Die Youtube Tutorials würde ich Dir trotzdem weiterhin ans Herz legen, da gibt es viel sehr gutes Material um sich in die Materie einzuarbeiten.

    So, ich habe es nun endlich geschafft, die Installation fertigzustellen.


    Nochmal vielen Dank floger für den Tipp mit den LEDON Leuchtmitteln. Die Teile sind der absolute Hammer, sie sind auf 100% sehr schön hell und machen ein wirklich gutes weißes Licht, heruntergedimmt machen sie ein absolut überzeugendes warmes Licht, was ohne weiteres mit einer heruntergedimmten konventionellen Glühbirne mithalten kann! Man kann sie mit den von mir verwendeten Dimmern so weit herunterdimmen, dass das Licht bei direkt vorgehaltener Hand fast nicht mehr sichtbar ist, es gibt hier also nicht das Problem, dass die Dimmerkurve im untersten Bereich eine große tote Zone hat. Die Leuchtmittel sind absolut klasse und für meine Anforderungen genau das was ich gesucht habe.


    Betrieben werden insgesamt etwas mehr als 40 Leuchtmittel über zwei Kreise an zwei Elektron DMR. 731 Phasenabschnittsdimmern. Die Dimmer funktionieren absolut sorgenfrei mit den LEDON Lampen und haben einen sehr praxisgerechten und ordentlichen Funktionsumfang.


    Alles in Allem eine Lösung die nicht billig war, aber meine Erwartungen mehr als erfüllt hat! :thumbup::thumbup::thumbup:

    Verstehe ich das Prinzip richtig, wenn ich es so formuliere:
    Anstelle auf die PFL Anzeige zu achten und dabei je nach Kanal verschiedene 'Zielwerte' anzustreben, möchtest Du die Zielwerte als Kompressor Threshold setzen und dann einfach den Gain so hindrehen, dass die Gain-Reduktion Anzeige anfängt was anzuzeigen?

    Genau. Im Prinzip ist es nicht groß etwas anderes als das was man vorher auch gemacht hat mit dem Unterschied, dass man so halt im Editor ein wenig besser die Zielgainstruktur vorbereiten kann. Natürlich geht das auch ohne den Behelf des Kompressors, dann muss man halt die PFL Werte entsprechend im Kopf haben. Für mich ist das dann der nächste Schritt das soweit zu verinnerlichen, dass ich diesen "Umweg" nicht mehr brauche.


    Bisher war mein Bezugspunkt im Kopf halt immer ein (wenn auch oft schwammiger) Gainwert und weniger ein -dbfs Clipwert (auch wenn man natürlich die PFL Anzeige immer im Blick hat um am Ende genügend Headroom zu haben). Mir ist durch das Nachdenken über diese Methode jetzt aber auf jeden Fall klar geworden , dass der -dbfs Clipwert der einzelnen Kanäle ein wesentlich besserer Bezugswert zum im Kopf behalten ist als der Wert der Vorverstärkung...

    Ok, ich versuch da nochmal etwas Klarheit reinzubringen:



    Ich möchte drei Ziele erreichen:


    Ziel 1: Ich möchte die Gains so einstellen, dass alle Fader bei 0db stehen und ich ein ausgeglichenes Verhältnis der Lautstärken der Quellen zueinander habe

    Ziel
    2: Ich möchte einen Headroom von mindestens -6dbfs im Master (und natürlich auch in jedem einzelnen Kanal) haben.


    Ziel 3: Ich möchte die Gainstruktur in irgendeiner Form am Offline Editor vorbereiten können


    das übliche System:


    Ich hacke für meine Quellen Gainwerte in den Offlineeditor, die ich aus meiner Erfahrung ableite. Dabei fliesst ein, welches Mikrofon benutzt wird und wie laut die Quelle vorraussichtlich sein wird. Während des Soundchecks passe ich die Gains entsprechend an die "echten Begebenheiten" an (Sänger hat eine VIEL lautere Stimme als gedacht, Keyboard schickt wesentlich mehr Pegel als gedacht, Egitarre wesentlich weniger, etc...). Ziel 1 kann mit etwas Schrauberei und Erfahrung ganz gut erreicht werden. Ziel 2 auf den Punkt zu erreichen ist schon WESENTLICH schwieriger. Ziel 3 ist eigentlich verfehlt, weil in der Realität nur etwa 50% der Gains in etwa dem entsprochen haben was man vor Ort vorgefunden hat.


    FAZIT: Das funktioniert! Je mehr Erfahrung man hat, desto besser und schneller. Es ist jedoch in Bezug auf das Gainstaging eigentlich NICHT zielführend vorzubereiten und es ist immer etwas kniffelig in Bezug auf Ziel 2.

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    das Comp-GR System:


    Das Pferd wird nun von hinten aufgezäumt. Ich gehe nicht von irgendeinem Gainwert für eine Quelle aus, weil ich eh nicht weiß wieviel Eingangsverstärkung notwendig ist wenn ich die Quelle nicht persönlich kenne ;) Was ich aber weiß ist, wie in etwa mein Mix gestaltet sein soll. Das ist je nach Musikrichtung / Instrumentierung / Größe der Venue in einem gewissen Maß ganz gut abzuschätzen (ACHTUNG: Das ist erstmal eine Behauptung, die ich noch nicht überprüfen konnte :D ) Ich orientiere mich also nicht an der Eingangsverstärkung, sondern an dem Clipwert, also dem Wert unter 0dbfs, den ich für das jeweilige Instrument am Ende erreichen möchte. Das kann dann zum Beispiel so aussehen:

    Voc: -10dbfs

    Kick: -10dbfs

    Keys: -20dbfs

    OHs: -25dbfs

    Cello: - 15dbfs

    Bass: -13dbfs

    EGit: -17dbfs


    Ich könnte mir nun diese ganzen Werte irgendwie merken (oder wenn man viel Erfahrung mit diesem Vorgehen hat, hat man sie vielleicht irgendwann im Kopf) und einfach mein Input Metering benutzen um die einzelnen Kanäle entsprechend zu gainen. Um mir das Leben leichter zu machen und nicht so viel denken zu müssen kann ich mir aber auch einfach meinen Kanalkompressor zu Hilfe nehmen. Der Threshhold des Kompressors lässt sich nämlich genau auf einen definierten Zielwert -dbfs einstellen. Im Offline Editor stelle ich nun die Threshholds der KanalComps auf die Werte aus meiner obigen Liste. Attack sollte recht schnell sein, Release mittelschnell, Ratio recht niedrig (2:1 zum Beispiel) (ACHTUNG: Das muss ebenfalls noch im Praxistest ausgecheckt werden). Wenn das Pult die Möglichkeit hat mir die GR bei deaktiviertem Comp anzuzeigen bleibt der Comp im Bypass, ansonsten wird er aktiviert.


    Wir kommen zum Soundcheck. "KICKDRUM, BÜDDE!" Ich drehe den Gain von unten so weit hoch bis die ersten paar Lämpchen des Comps anfangen zu leuchten. Ab hier brauch ich den Comp als Hilfsmittel nicht mehr und er kann seine eigentliche Funktion ausüben. Ein bißchen EQ und den anderen üblichen Quatsch und weiter gehts zum nächsten Kanal.


    FAZIT: Ziel 1 kann recht gut und ohne viel nachzudenken erreicht werden (?!? :D ) Ziel 2 ist ebenfalls erreicht, hier habe ich eine viel größere Sicherheit als bei der üblichen Methode. Ziel 3 ist ebenfalls erreicht. Ich kann meine Lautstärkeverhältnisse über den Umweg des Comp-Threshholds im Offline-Editor vorbereiten.



    Nochmal abschließend: Das ist erstmal nur ein Gedankenspiel - ich habe keine Ahnung ob das in der Praxis funktioniert und auch irgendwie praxisgerecht ist. In einer Festivalsituation als Local mit unbekannter Band, 30 Kanälen und nur einem ganz kurzen Linecheck stell ich mir das aber - wenn es funktioniert - ziemlich sexy vor :D

    Jo, dann passt das vielleicht einfach nicht zu Deiner Arbeitsweise, das ist ja kein Problem :thumbup:. Für mich sind das jetzt aber nicht unbedingt starke Argumente, die wirklich dagegen sprechen diesen Weg mal weiter zu verfolgen und das mal auszuprobieren.


    Vielleicht hast Du Recht und ich merke am Ende auch, dass es irgendwie eine blöde Idee war, die nur in der Theorie vielversprechend war. Sobald wir alle wieder dürfen, werde es aber auf jeden Fall mal auf einen Versuch ankommen lassen...

    bei der einen oder anderen Art von Musik ist der Kompressor eher unerwünscht, dann würde ich den auch nicht zum Pegeln benutzen wollen

    :rolleyes: Ich erklär das jetzt nicht nochmal. Wenn Du nochmal genau liest, wirst Du verstehen, dass das nicht der Plan ist. Ein paar Beiträge weiter oben wird darüber gesprochen den Comp im Bypass zu lassen, was eine außerordentlich gute Idee ist und wunderbar ins Konzept passt.

    mag ja sein das du dir da was tolles überlegt hast, aber ich finde es schwachsinnig
    ich kann den Nutzen überhaupt nicht erkennen

    Ich weiß noch nicht ob das toll ist und so funktioniert wie ich mir das vorstelle. Ich will auch niemanden überzeugen, kann ja jede*r arbeiten wie er*sie möchte. Um sie als "schwachsinnig" abzutun sollte man sich aber mE mit der Idee zumindest soweit beschäftigt haben, dass man behaupten kann sie verstanden zu haben 8o

    In meinem Fall idR große Bandbesetzungen.


    Ich verstehe allerdings nicht so recht warum ihr die Randbedingungen so wichtig findet. Für mich ist das ein Konzept was ich (wenn es funktioniert) ganz grundsätzlich in meine Arbeitsroutine übernehmen würde, ganz egal ob ich jetzt einen kurzen / langen Soundcheck, ein Klassikensemble, eine Rockband, einen Singer/Songwriter oder ein Musical zu mischen habe, ob eigene Mikrofone benutzt werden und ich auf einer Festivalbühne, auf einer Tourproduktion oder in einem Punkrockschuppen unterwegs bin.

    das mache ich wann immer ich kann und es bezahlt wird. Meist kenn ich jedoch in diesen Fällen das Programm nicht, oder habe mit den Künstlern noch nicht vorher gearbeitet, so dass mir eine feste Mikrofonie nur begrenzt hilft. Wenn ich nicht weiß mit welcher Stimmgewalt der Sänger das Mikrofon bearbeiten wird, hilft es mir auch nichts zu wissen welches Mikrofon dort steht. Das sind dann einfach zwei gleichwertige Bekannte/Unbekannte. Der Vorteil an der GR-Threshhold Methode ist dann halt, dass ich mir trotzdem eine Gainstruktur im File hinterlegen kann und diese Unbekannten damit nicht so eine große Rolle spielen.

    Daran die Comps im ausgeschalteten Zustand zu benutzen hab ich auch schon dran gedacht. Ich hab da grad keinen Überblick, welche Pulte eine Anzeigemöglichkeit der GR im ausgeschalteten Zustand haben (am besten noch in einer Kanalübersicht). Darauf habe ich bisher noch nie geachtet. Wenn da jemand Infos zu hat, immer her damit!

    Metering im Eingangskanal gibts ja auch ohne Kompressor, je nach Pult mehr oder weniger übersichtlich als Meterbridge, Einzelkanalanzeige oder per Tablet.

    Natürlich. aber das hilft mir nach meiner üblichen Herangehensweise nur, wenn ich für alle Channel die entsprechenden Werte im Kopf habe, die ich in etwa unter 0dbfs bleiben will. Natürlich kann ich das auch mit einigen wenigen Referenzchanneln (zB Vocal) und mit Zuhilfenahme des Gehörs irgendwie passend hinschrauben, so hab ichs ja bisher auch immer schon gemacht. Aber warum nicht die GR-Anzeige des Kompressors nutzen, die mir genau diesen Wert (den ich ganz nebenbei schon vorher im Pultfile hinterlegen kann, was bei der üblichen Vorgehensweise nicht geht) optisch anzeigt?

    Deine Vorgehensweise ist mMn nicht schneller, birgt aber die Gefahr dass du schon zu Beginn auf jedem Kanal schon ein gewisses Mass an Kompression drauf hast. Das kann je nach Dynamik der Band ganz fies nach hinten los gehen. Zu dem Zeitpunkt im Set hast du aber keine Zeit die alle zu überwachen und ggf. zu korrigieren weil da ganz andere Sachen wichtig sind...

    Ich würde schon behaupten, dass ich damit (wenn es so funktioniert wie ich es mir erhoffe) schneller bei wirklich gut passenden Gains bin. Wenn man die 0db - Philosophie auf Faderebene ernst nimmt, ist dann ja doch schon immer noch einiges an hin- und herkorrigieren zwischen Faderstellung und Gainpoti notwendig bis alles passt, was meist ein Weilchen braucht... Ich erhoffe mir hier schon, deutlich schneller ans Ziel zu kommen. Außerdem muss ich wesentlich viel weniger denken und kann das Ganze besser vorbereiten, was mE auch nochmal eine Zeitersparnis bringen sollte.
    Dass zu Beginn schon Kompression auf den Kanälen ist, kann ja recht einfach vermieden werden. Hier müsste man dann einfach in der Vorbereitung etwas konservativere Gains ansetzen und im kurzen Sound- oder Linecheck jeden Kanal von unten kommend so gainen, dass die ersten GR Lämpchen angehen. Das mache ich aber bisher auch schon so, da würde sich also nichts ändern...


    Zu dem Zeitpunkt im Set hast du aber keine Zeit die alle zu überwachen und ggf. zu korrigieren weil da ganz andere Sachen wichtig sind...


    Das versteh ich nicht. Ich rede von einem Verfahren um bei sehr kurzen Sound- oder Linechecks möglichst flott auf passende Gainwerte zu kommen. Der Zeitpunkt dafür ist ganz am Anfang des Sound- oder Linechecks. An diesem Punkt hat das Überwachen und Korrigieren von Gains erstmal allerhöchste Priorität, da gibt es es mE erstmal nichts was wichtiger ist.

    Ich habe das Keyboard / Vocal Beispiel aus #10 hier im Studio grad mal nachgestellt. Es funktioniert einwandfrei, ich kann über die Gainreduction Anzeige sehr zuverlässig sehen, welchen Gain ich am Input einzustellen habe, mein Lautstärkeverhältnis von Voc/Keys stimmen bei entsprechender Anpassung der Kanalgains bis ich ein paar db Gainreduction habe sehr gut, und ich habe ziemlich genau den Headroom im Master den ich will. Wäre jetzt noch zu testen wie sich das in der Praxis und vor allen Dingen mit verschiedenen Quellen verhält (Attackzeiten spielen da ja schließlich auch eine Rolle). Die ersten Versuche scheinen auf jeden Fall schonmal vielversprechend zu sein, auch wenn ich jetzt schon merke, dass da erstmal viel Einarbeitungszeit und Erfahrung sammeln auf mich zu kommt um das in der Praxis zielführend einsetzen zu können...

    OK, wenn Du alles schon ausschöpfst, was niggles vorgeschlagen hat, bleibt das grundsätzliche Problem, dass Du eine weitere Stellschraube für die Lautstärke eröffnest inklusive einem weiteren metering.


    [...]


    Bei festen Bandsettings kenne ich das auch, das man ein Problem daran erkennt, dass man heuer gerade mal besonders viel/wenig Kompression hat. Auf der anderen Seite löst die Kompressorvoreinstellung wie schon gesagt nicht Ereignisse mit großen Pegelsprüngen wie z.B. Wechsel von einem Git Amp MIC auf einen Modeler im Changeover.

    Die einzige Stellschraube für Lautstärke ist und bleibt der Channelgain, ich habe nicht vor an irgendwelchen anderen Stellen die Lautstärke zu verändern bis meine Gaineinstellung passt. Ich kann halt über dieses Verfahren ggf. nur schneller und genauer sehen wieviel Gain ich brauche um auf das Lautstärkeverhältnis der Instrumente zueinander zu kommen, was ich mir mir vorher im stillen Kämmerlein vorgestellt und dann im Offline Editor zusammengebastelt habe.

    Irgendwie habe ich das Gefühl wir reden ein wenig aneinander vorbei und/oder Du hast nicht so richtig verstanden was ich machen will. (kann auch voll gut sein dass ich mein Vorhaben irgendwie mies erklärt habe :D )

    Du versuchst die Gainstruktur flexibler zu halten indem du den Arbeitsbereich des Kompressors anpasst. Alle gängigen Analog- und Digitalpulte sind aber so konstruiert dass du eine korrekt gesetzte Gainstruktur brauchst um dem Kompressor zu ermöglichen die Dynamik gezielt zu reduzieren.

    Was Du damit meinst verstehe ich nicht. Ich passe keinen Arbeitsbereich des Kompressors an und mir geht es auch nicht darum, meine Gainstruktur flexibler zu halten. Ich nutze vielmehr die Anzeigemöglichkeiten des Kompressors als Kontrollmetering, um schneller zu eben jenen korrekt gesetzten Gains zu kommen von denen Du sprichst.

    Bei einer eingespielten Band mit ordentlicher Backline, passender Mikrofonauswahl und korrekt aufgebauter Mikrofonierung solltest du mit allen Input-Fadern (ausser OH und gewisses Percussion-Sonderzeug) auf 0dB und korrekt gesetzten Gains und Lowcuts, ohne Kompressor und grobe EQ-Akrobatik automatisch bei einigermassen vernünftigen Pegelverhältnissen landen.

    Das ist korrekt, aber beschreib mal wie Du zu den "korrekt gesetzten Gains" bei Fadern auf Unity Gain kommst. Natürlich funktioniert das mit entsprechender Erfahrung und ggf. Zeit zum Einrichten irgendwie ganz gut. So mache ich es ja im Moment auch und komme damit ganz gut klar. Der Weg über das GR Metering könnte aber vielleicht - so zumindest die Idee - den Workflow "wie komme ich zu korrekt gesetzten Gains" mit entsprechender Vorbereitung noch besser, schneller und zielgerichteter machen.

    Was du dafür erst mal bräuchtest wäre ein Mischpult mit A/D-Wandlern die so einen grossen Dynamikbereich haben dass sie ohne analoge Gainregler davor auskommen. Da wird auch schon dran gearbeitet, das ist aber noch nicht in der Fläche am Markt angekommen.

    Versteh ich nicht, kannst Du mir das genauer erklären? Ich mache doch eigentlich nichts anders als vorher, nur dass ich noch eine Art "Kontrollebene" dazwischen schalte...