Awareness heißt sowohl Wachheit (so kenne ich das aus meinem früheren Beruf) als auch Wachsamkeit. Hier ist wohl die Wachsamkeit gemeint, die Wolfgang schon so treffend als Kompetenz beschrieben hat, die früher einfach da war.
Naja... es haben sich ja früher schon auch Menschen massenhaft daneben benommen... Das hat man dann (auf diese oder jene Art) "unter sich" geregelt. Oder die ein oder andere ekelhafte Grapscherei o.ä. fiel halt einfach unter den Tisch und es wurde munter weitergemacht...
Ich frag mich bei diesen Diskussionen immer warum man sich nicht einfach freuen kann, dass es Leute und Veranstalter*innen gibt denen ein gesittetes Miteinander und friedliches Feiern ein solch wichtiges Anliegen ist, dass dafür Leute abgestellt werden, die sich (im Übrigen meist ehrenamtlich) Gedanken über ein entsprechendes Konzept machen und sich dann professionell darum kümmern. Das schafft dann nicht nur Awareness für die Menschen die betroffen sind, sondern eben auch dafür, dass derartiges Verhalten grundsätzlich nicht unter den Tisch fällt, sondern auch konsequent verfolgt wird und das dann in der Folge eben vielleicht auch einfach endlich mal weniger wird!!!
Es geht dabei also einfach nicht darum, dass solche Übergriffe mehr geworden sind und man deshalb auf einmal aktiv werden muss oder so, sondern einfach darum dass konsequent einen Riegel vor jegliche Art von übergriffigen und sonstwie unpassendem Verhalten vorgeschoben wird. Wenn man das verstanden hat gehen mMn alle Diskussionen über "warum brauchen wir sowas heutzutage, ging doch früher auch ohne..." komplett am Kern der Sache vorbei...