Beiträge von best boy

    Maexico , stand dieses Frühjahr vor der ähnlichen Aufgabe. Evaluation eines kleinen universalen Lichtpultes für eine Mehrzweckhalle.


    Bedingungen: - Physisches Lichtpult

    - Startshow / Grundshow beim hochfahren des Pultes

    - Mehrere Shows / "Situationen" auf dem Pult Speicherbar

    - bedingte Sperrbarkeit des Pultes, Laien Bedienung

    - genug Fader +/- 20Stück

    - LED tauglich

    - ML tauglich

    - genug Dimmer und Geräte ansteuerbar, zZ noch grösstenteils Konventionelles Licht.

    - Intuitive Bedienbarkeit, direkt Zugriffe für Anlässe der Schule, Vereine usw wo eher

    Flexibilität als "Go" gefragt ist.

    - Realen Vertrieb, falls kurzfristig ein Ersatz her muss.


    Angeschaut haben wir ETC, Zero88, und Chamsys. Diese Hersteller hatten Pulte in unserem kleinen Budget und Vertrieb in der Nähe.


    Entscheid viel auf das Color Source20 von ETC. Grund: Startshow, 4 abrufbare Shows auf dem Pult und Sperrbarkeit des Pultes bis auf die Grundfunktionen und beschreibbare Szenen Fader.


    Eine reine Empfehlung kann ich dir nicht abgeben, kann dir aber ein par Inputs weitergeben.

    Chamsys Q10 ist nichts für MLs, die Oberfläche mit dem einzelnen Encoder ist für LEDs ausgelegt.

    Zero88 FLXs sind beide für Intuitiv oder direkt Zugriff nicht zu gebrauchen. Pulte sind auch sehr langsam im Ausführen der Eingaben beim programmieren.

    ETC CC20 ist wenn du viele einzelne Geräte respektive DMX Adressen brauchst auch nichts. Max 40 Geräte.


    In deinem Fall würde ich mir das

    ETC Color Source40 sofern ein physisches Pult gefordert ist anschauen, oder

    das Clarity von LSC, ist ein interessantes Pult dank der Ausbaufähigkeit.


    Sehr spannend finde ich auch die Kombination von Jakobus.


    @ Jakobus, verstehe ich dich richtig, dass du deine Shows mit dem LS erstellst und fährst, und das ETC nur als Backup verwendest?


    Bin gespannt auf was für eine Lösung es schlussendlich bei dir rausläuft.

    Das FLX-S 512 kann maximal 48 Fixture mit gesamthaft maximal 512 DMX Adressen verwalten,

    das FLX-S 1024 entsprechend das doppelte.


    Das wären dann beim gewünschten 64Kanal Modus deiner Tourbar 8 oder 16 Stück.


    Dadurch kannst du zum Beispiel beim 512er auch nur 48 Dimmer Kanäle nutzen obwohl 512 DMX Adressen zur Verfügung stehen würden.


    Die Pulte sind "Dumm" und können nur Stumpf 1:1.

    Jeder Fixture Kanal ist zwingend eine DMX Adresse in der Reihenfolge wie sie im Fixture angelegt sind. Ändern ist nur mit viel Aufwand respektive teilweise gar nicht möglich.

    Leider gibt es auch keine Möglichkeit virtuelle Dimmer Kanäle anzulegen oder die Dimmerkanäle einzel heraus zu legen.


    Habe das Pult eingehender für eine Mehrzweckhalle getestet und kam zum Fazit.

    Dank dem Offline Editor interessantes Pult für kleine Voll vorprogrammierte Shows

    mit mehr oder weniger immer dem gleichen Setup und Geräten.

    Leider bereits für kleinere komplexere Sachen, oder möglichst viel direkt zugriff, oder einzel Geräte Ansteuerung ist es nichts.


    Hoffe dir weiter geholfen zu haben.

    Zu aller erst ein Hallo an alle Foren Mitglieder und ein Danke für die teilweise sehr interessanten Themen und Diskusionen.


    Bis anhin war ich nur stiller mit Leser, die Basis dieses Themas beschäftigt mich Beruflich über die letzten 20Jahre hinweg, darum würde ich mich gerne hierzu äussern.


    Kurz zu meiner Person.

    Über 20Jahre im Business tätig, über 10Jahre davon als Technischer Hallenverantwortlicher in einem Haus mit Räumlichkeiten bis Total fast 10000PAX und somit komplett ins generelle Sicherheitsdispositiv eingebunden.


    Heute tätig als freier Projektleiter, Stagemanager und zeitweilig
    Technischer Hallenverantwortlicher, somit Job bedingt jeweils mehr oder
    weniger ins generelle Sicherheitsdispositiv eingebunden.



    Ich kann grundsätzlich falcocgn und Tobias Zw nur zustimmen, einzelne Posts gehen viel zu weit.


    Mein Fazit zum anfangs Post von Zegi und weiteren:

    Wenn jeder einzelne seine Position auf der Veranstaltung kennt, ergibt sich die Frage wie weit er für Sicherheit Mit-Verantwortlich oder sogar Verantwortlich ist von selbst.

    Spätestens aus der Gefährdungsbeurteilung die er allenfalls zu erstellen hat.


    Wie bereits von einigen geschrieben ist es nicht in der Verantwortung des Dienstleisters oder Techniker sich Gedanken um ein generelles Sicherheits Konzept machen zu müssen.

    Im Endeffekt kommte es aber auf die jeweilige Position und Einbindung in die VA an wie weit der Einzelne sich einzubringen hat und muss.


    Da die meisten ja nicht jeden Tag auf 10000er Festivals und in 02Hallen tätig sind, könnte es dann doch passieren dass man auf einmal mehr in der direkten Verantwortung steht als angenommen.


    Seine eigene Position bei einer VA als Techniker oder Beteiligter zu überdenken und für sich im Vorfeld daraus Gedanken um Sicherheit zu machen und sei es nur um seine eigene ist nicht verkehrt, sondern meines erachtens sogar ein muss.

    Daraus sollte sich dann auch für jeden seine Positions bezogene Mitverantwortung ableiten lassen.

    Die muss er gegebenenfalls auch vorgängig und vor Ort entsprechend umsetzen.

    Im Ereignisfall geht es später nicht nur um Verantwortung sondern auch um Unterlassung.


    Aus Erfahrung und erlebtem kann ich nur bestätigen, absolute Sicherheit gibt es nicht.

    Und hier sind wir als Dienstleister und Techniker extrem gefordert mitzuwirken und können im kleinen extrem vieles zur Sicherheit einer Veranstaltung beitragen.


    Mir ist nicht bekannt wieviele Menschen in England durch den Attentäter direkt getötet oder verletzt wurden, aber auch nicht wie viele durch die Menschenmenge selbst.


    Wir können aber bei jeder VA mithelfen bei einem Ereignisfall die Zahl der Betroffenen gering zu halten in dem wir Fluchtwege und Löschposten nicht verstellen. Equipment Positionen und Kabelwege so wählen oder sichern das Stürze vermieden werden usw.

    Halt auch mal in den Sauren Apfel beissen und unser "dringend benötigtes Show Case" 50m weiter weg parkieren anstatt im Fluchtweg!


    Man sollte sich immer schon während dem Aufbau die Frage stellen:

    habe ich als Techniker alles getan dass es durch mein Handeln und meine Materialpositionen zu keinem Schadensereignis und im Fall eines Ereignis zu keiner Panik kommen kann?

    Respektive ich durch Stolperstellen, Engstellen usw eine Panik nicht noch verstärke.


    Ein in meinen Augen immer wieder gutes Beispiel: - Kamera im Publikum.
    Wie oft muss ich eine Kamera im Publikum da platzieren wo sie eigentlich nicht sein dürfte!?


    Kann jeder mal für sich durch denken was da so zu beachten ist.
    Eigentlich eine Kleinigkeit, Sicherheitstechnisch extrem relevat.


    Letzlich bringt es uns und unserem Gewerbe nichts wenn wir durch noch mehr erhöhte Sicherheit und Auflagen schikaniert werden. Zeit ist unser verdientes Geld.


    Wenn jeder beteiligte Techniker seinen Job auf seiner VA ernst nimmt ist sehr viel an Sicherheit gewonnen. Dazu gehört auch der respektvolle umgang unter allen Beteiligten.


    Mit Sonnigen Grüssen