Beiträge von Walgesang

    Das kann ich so bestätigen.

    Ich denke die Endkunden werden versuchen die Preise massiv zu drücken, aber es wird für die VA Firmen nicht so einfach werden niedrigere Preise bei den Freelancern zu verhandeln.

    Ich habe auch einige Kollegen, vor allem sehr, sehr gute, die nicht mehr in die Branche oder auf den freien Markt zurückkommen werden.

    Es stellt sich doch heraus das ein Videooperator in der A-Liga Fähigkeiten ("Softskills") besitzt die in anderen Branchen ganz gut gebraucht werden.


    Für die Firmen wird es hart, ich rechne mit massiven Dumping und gleichzeitiger Personalknappheit wenn es wieder los geht.


    Insolvenzen sind mir auch kaum zu Ohren gekommen.

    Was ist APG? Habe ich bisher noch nie etwas davon gehört. Interessant sehen die aus. Brauchen die auch eine Systemendstufe?

    Französischer Hersteller, kennt hier fast niemand. Recht breiter Abstrahlwinkel, lösen extrem gut auf. Auch als Front PA sehr fein, sehen nur komisch aus finde ich.


    Offiziell braucht der auch ne Systemendstufe oder einen Systemcontroller, das sind LineaResearch OEMs.

    Aber frag ruhig mal beim Vertrieb nach, es gab immer mal Gerüchte das es auch andere Presets dafür gibt oder zukünftig auch andere Endstufen offiziell unterstützt werden. Ich weiß nicht wie da der Stand ist.

    Wenn du welche findest würde ich definitiv die Martin LE1200 oder LE1500 ins Rennen werfen, alt aber gut. Was ich nicht weiß wie es da mit Ersatzteilen ist, vielleicht kann da jemand was sagen?

    Da bist du schnell wieder in der Bredoullie :D

    Passiv, ohne Controller: ja, geht, ist ok, ab muss man noch was im EQ machen...

    Passiv, mit Controller: Ah! Ja, schöner Monitor, macht Spaß.

    Aktiv/Bi-Amp, mit Controller: Oh. Das ist anders. Seeehr schön. Und sehr laut. Und brachial viel Bass beim LE1500. Danach will man nie wieder zurück auf passiv.


    Settings für die Dinger sind bei Martin frei verfügbar, gibt ne Excel Tabelle, spielt demnach mit quasi jeder Endstufe/Controller.


    Bei bezahlbar fällt mir noch ein:

    Adamson M15 (international vermutlich auch Riderfest)

    APG DX12 und DX15 (klein, leicht und tonal hervorragend, auch neu vergleichsweise günstig)

    12XT offiziell nur mit Systemendstufe, eigentlich machen nur LA4X und LA12X Sinn da LA4 und LA8 nur zwei Eingänge haben.

    Ich habe selber zu wenig Erfahrung mit denen um eine qualifizierte Meinung zu haben, insbesondere als Monitor.

    Die brauchen alle zwingend Systemendstufen, 12XT und 115XT HiQ werden abgestoßen weil es seit 2 (?) Jahren die Nachfolger in Form von X12 und X15 HiQ gibt. Und Stagemonitore werden derzeit nicht so viel gebraucht.

    Gerade der 115XT strahlt recht breit ab, muss nicht schlecht sein aber sollte man bedenken.

    115XT zwingend Bi-Amp und LA8 oder LA12X, für 12XT wäre noch der LA4X brauchbar.


    Ansonten stehen nach ein bisschen suchen auch alle benötigten Infos auf der l-Acoustics Homepage.

    Noch eine Ergänzung:


    Kann es sein, das QLab seine Mindestanforderung von QLab 4 an das Betriebssystem geändert hat?

    Zur Zeit steht iOS 10.10 auf der Homepage. Wir haben vor einem Jahr extra einen neuen MacMini gekauft, weil der Alte nur bis 10.12 funktioniert und es damals hieß, daß QLab 4 mindestens 10.13 benötigt.

    Und heute habe ich testweise QLab 4 auf auf dem alten Rechner mit iOS 10.12.6 installiert, was laut der Aussage vom letzten Jahr gar nicht gehen sollte.

    Ich hab qLab 4 noch lange mit 10.10 Yosemite benutzt, ich kann mich nicht daran erinnern ob es da Probleme gab. Mein Wechsel zu 10.14 war irgendwann Mitte 2019 glaube ich.

    Klugscheißmodus:

    Die Shure Funken sind analog angebunden noch nen ticken schneller, da die Latenz des Dante Netzwerks + Chips wegfällt, vorausgesetzt der analoge Input am Pult ist schneller als die Dantelatenz.

    Leider gibt Shure die Latenz nicht mehr getrennt nach Ausgängen und Samplerate an, ich meine das früher mal irgendwo gelesen zu haben.

    Praktisch is es eh scho wurscht.

    Bei Industrieveranstaltungen oder aktuell Livestreams ist das schon Realität:

    Alle Mikrofone sind Shure ULXD oder Axient und kommen per Dante ins Pult und werden auch darüber gesteuert. Alle Zuspielrechner haben ne USB->AES Soundkarte, dank Sampleratekonverter auch digital ins Pult.

    Einziges analoges Mikrofon ist da noch das Rednerpultmikro, falls vorhanden.

    Danach geht es per Dante in ne DS10 und danach per AES in die Amps.


    So hat man eine AD Wandlung im Funksender und irgendwann später nochmal eine DA Wandlung in den Endstufen.

    Einen Strich durch die Rechnung machen derzeit noch oft die Embedder für den Livestreams, die mit digitaler Schnittstelle und Samplerate Konverter sind noch selten, und den ganzen Tonkram auf dem Videoclock laufen lassen will man auch nicht immer.


    Mich würde es ja freuen wenn alle Geräte die intern digital sind auch eine professionelle digitale Schnittstelle haben. Der Pioneer DJM V10 ist ja mal nen Schritt in die richtig Richtung, aber das ich aus nem DJM900NXS2 nur S/PDIF bekomme ist wirklich blamabel.


    Im professionellen Filmton ist man da auch schon recht weit, ein SoundDevices Recorder redet auch Bidirektional und digital mit den Funkstrecken, z.B. WYSICOM.


    Von daher, ist alles in Arbeit oder am kommen... aber ich sehe es als Fortschritt.

    Nur die "Nische" Livekonzert wird noch sehr, sehr lange mit analogen Mikrofonen und entsprechenden Leitungen leben und das ist vermutlich auch gut so.

    Ich würde auch eher Duo nehmen, weil es weiter verbreitet ist und es eben die Kompatibiltät zu LC Fasern gibt. Damit sind Breakouts sehr günstig machbar.


    Ich kenne das System als ausgesprochen zuverlässig, es gibt von Neutrik dazu ein Reinigungs- und Inspektionsset, damit kann man zur Not die Fasern reinigen und begutachten.

    Bei den Steckern habe ich wirklich noch nie einen defekt gesehen obwohl ich wirklich schon viele in der Hand hatte. Allerdings eher im Messe/Industrieumfeld, da aber gerne in zweistelliger Anzahl.


    Beachten würde ich bei der Planung das es nicht zu viele Übergänge bzw. Adapter im Einsatz sind, jede Verbindung macht gerne nen halbes db Dämpfung, in Verbindung mit langen Hauskabeln kann das ein Problem werden.

    Wenn ihr Singlemode verwendet ist es egal, aber im Sinne der Kompatibilät wäre MultiMode vemutlich mittelfristig besser.

    Das ist aber bei allen System gleich.

    Ich denke das sowohl unsere als auch die "Veranstaltungswirtschaft" als Ganzes deutlich diverser ist als viele denken und auch hier in diesem Forum nicht repräsentativ vertreten ist.


    Dementsprechend finde ich es ausgesprochen schwierig, richtige und gerechte Lösungen zu finden oder auch zu bewerten.


    Wenn ich auf das Jahr zurückschaue dann war das beruflich eines der vielfältigsten der letzten Jahre. Finanziell mittlerweile auch durchaus ausreichend.


    Letztendlich ist einer der Hauptgründe warum ich in dieser Branche bleibe die Vielfalt und die Abwechslung die ich dieses Jahr hatte. Ich habe in den letzten Monaten kaum einen Job gemacht bei dem ich nicht etwas gelernt hätte. Wer kann das sonst schon von seinem oder ihrem Beruf behaupten?

    Völlig neue Kundenkreise, völlig neue Bereiche und damit auch langfristige berufliche Perspektiven.

    Da war sicherlich auch eine gehörige Portion Glück mit dabei.


    Ich bin in das Jahr finanziell, körperlich und mental gesund gestartet und dann mit einigen Schwankungen auch gut durchgekommen. Das Privileg hat nicht jeder und das macht mich auch ein wenig demütig.

    Aber ich kenne viele denen es ähnlich ergangen ist, von daher möchte ich ein bisschen Hoffnung machen.


    Es ist noch nicht vorbei, ich weiß auch noch nicht wann es wieder flächendeckend weiter geht, aber mittlerweile ist für mich doch absehbar, dass es wieder ein normales Leben geben wird.

    Und die komplette Party/Feier/Kulturszene wird explodieren weil die Leute einfach gierig danach sind.


    Von daher, flexibel bleiben, die Chancen ergreifen die sich bieten und dabei nicht die vergessen denen es nicht so glücklich ergeht. Glück auf!

    Achso, falls du mit RME-Interfaces aufnimmst, kann ich noch Digicheck empfehlen. Die GlobalRecord-Funktion macht genau das, was du suchst. Allerdings schreibt das Programm grundsätzlich ein großes Multichannel-WAV, was man dann wieder auseinandernehmen muss.

    Dafür ultrastabil, einfach und auch durch das Multichannel-File sehr ressourcenschonend und performant.

    In der Tat, nur Playback ist damit unflexibel und es übernimmt leider keine Kanalnamen aus Totalmix o.ä., das heißt man muss alle Dateien händisch benennen.


    Rein zur Aufnahme ist der BoomRecorder echt das beste, aber auch der hat große Schwächen beim Playback.


    Ich suche auch noch das Optimum, für mich ist noch LTC Timecode wichtig.

    Danke aber schon mal für den Hinweis mit Reaper, mit der Konfiguration der Oberfläche hatte ich mich noch nicht beschäftigt.

    Derzeit völlig überschätztes Thema. Wer nach Pegelanzeige und Gehör ordentlichen Radioton mischen kann und einen Multibandkompressor sinnvoll bedient bekommt das was im Netz gefordert wird problemlos hin. Immer dran denken auf welchen Endgeräten das landet; kaum jemand hört sich Streams und Videokonferenzen auf einer hochwertigen HiFi-Anlage oder gar Studiomonitoren an...

    Ich finde es viel einfacher nach Loudness zu mischen.

    Zugegeben fragt keiner meiner Kunden nach der Norm, aber wenn die Gainstruktur passt sind dann auch alle Einspieler etc. viel einfacher zu händeln.

    Ich pegel alle Einspieler nach R128 und muss dann gar nicht mehr nachregeln.

    Und mit R128 ist auf jeden Fall genügend Pegel vorhanden.

    Wenn ich mir so anschaue was andere so streamen scheint Pegel in der Tat das größte Thema zu sein...


    Aber will nicht abstreiten das es auch ohne Loudnessmessung möglich ist einen Sendefähigen Ton abzuliefern.


    Vorraussetzung ist natürlich immer eine konsistente Gainstruktur mit korrekter Anpassung beim Embedder.

    Wer vorher sich weder mit Video, Kameras oder wenigstens Broadcastton beschäftigt hat, für den wird es natürlich schwierig.


    Die meißten Videotechniker die ich kenne haben wieder Vollauslastung und auch ich bin mittlerweile nur mit Streaming wieder bei min. 50% Auslastung.


    Da hilft es auf jeden Fall sowas wie R128 und IT im Allgemeinen schon vorher mal gemacht zu haben.


    An alle Tontechniker die im Moment zu Hause sitzen kann ich nur den Rat aussprechen:

    Sucht wer bei euch in der Gegend Livestreams anbietet. Das sind eher Filmfirmen die bisher die klassischen Werbefilme gemacht haben. Die brauchen jetzt auf einmal Tonleute die zwei Anstecker und nen Zuspieler mit halbwegs Pegel auf den Äther schicken.

    Die würde ich jetzt alle abtelefonieren, da ist Arbeit vorhanden. Von Interkom haben die meißten auch keine Ahnung, da kann man auch tätig werden.


    Zur persönlichen Weiterbildung würde ich empfehlen das Thema Loudness R128 mal anzugehen und sich mit allen Konferenzsystemen (Zoom, Teams, etc,) zu beschäftigen, bei den meißten Streams muss man solche Schalten mit einbinden, wer da fit ist kann im Moment auch arbeiten.


    Viel Glück!

    Habt ihr ernsthaft noch Probleme mit verschiedenen Stromkreisen zwischen Stagebox und FOH?


    Vielleicht lebe ich in einer anderen Welt, aber bei mir stehen Stageboxen und Pulte kreuz und quer an verschiedenen Positionen verteilt, bekommen Strom da wo es welchen gibt und die Daten gehen über ein Netzwerk das bei Längen unter 70m in der Regel per Kupfer angebunden ist.

    Und da laufen in der Regel auch noch andere VLANS mit, die wiederum an Licht und Videoequipment angeschlossen sind, wenn Geräte mehrere PSUs haben werden die auch auf verschiedene Phasen gesteckt.


    Ich weiß gar nicht was es für Probleme geben könnte, aber ich weiß das bei den Industriejobs eine "Mitverkabelung" von Strom oft weitgehend unmöglich ist.


    Kann mich jemand aufklären welche Probleme ich die letzten Jahre verpasst hab?

    Ja, das ist mir sehr bewusst als embedded Entwickler und hab damit auch kein Problem wenn es sichtbar gemacht und dokumentiert wird. Dass DIP Schalter und Softwareeinstellungen sich um die gleichen Themen kümmert ist mir schon suspekt. Welche Einstellung ist dann wann unter welchen Bedingungen gültig?

    Beim Reboot zählen die DIP Schalter, ansonsten Software, aber wie gesagt werden die meißten Einstellungen nicht ohne Reboot übernommen.

    Manche Hersteller sperren gewisse Funktionen in Hardware oder Software, manche Dinge lassen sich nur über Herstellersoftware ändern, manche nur im Dante Controller.

    Da ist viel historisch gewachsen, tendenziell geht der Trend dahin alles im Dante Controller machen zu können und Änderungen am Gerät nur über "weiche" Einstellungen über Menus.

    DIP Schalter werden wie gesagt seltener.


    Zitat

    So ganz klar ist mir aber noch nicht, wie ich die IP von Dante und die zweite der Remote Fernbedienung sehen und verändern kann und warum ich beim QL1 die beiden IP der Fernbedienung des Pultes und die der Geräte durchbdas Pult nicht auf den gleichen Adressraum legen kann.

    Jein, man kann theoretisch (und auch praktisch) die Remote IP manuell in den 169.254.x.x Bereich legen und den Dante Control auf AUTO-IP lassen.

    Damit verletzt man aber ganz bewusst eine zentrale Regel/Empfehlung für AUTO-IP (siehe https://tools.ietf.org/html/rfc3927 Absatz 1.6) und kann sich auch böse Fallen bauen, auch wenn die Wahrscheinlichkeit für reale Probleme eher gering ist.

    Das Remote und Dante nicht im gleichen Modus laufen können hat vermutlich Systemarchitekturgründe aber das weiß ich nicht genau.

    Da man eine QL/CL Console auch rebooten muss beim (Remote) IP Adress Wechsel vermute ich das die Netzwerkgeschichte für den Remote nicht soooo fortschrittlich ist. Aber auch das ist nur Spekulation.


    Wie gesagt geht Dante und insbesondere Yamaha immer von AUTO-IP aus, alle Abweichungen davon sind nicht der gedachte Workflow.

    Ich rechne grob mit 1000 Ansi Lumen pro m² Leinwandfläche.

    Das ist Indoor für den Standard Konferenzkram sehr gut.

    Je nach Budget und Beleuchtung bzw. eher Beschattung gehe ich runter auf 600-800.


    Sobald Tageslicht ins Spiel kommt ist es mit Projektion eh vorbei, wenn es dunkler wird (Konzert, Outdoor draußen, etc.) kann man gegebenenfalls deutlich weniger nehmen.