Beiträge von Walgesang

    In meiner Welt waren das immer so im die 350€/10h, die letzten beiden Jahre haben die meißten Kollegen auf 400€+X erhöht und damit wenig Probleme bekommen.


    Zur Orientierung: sowohl Neumann & Müller als auch Gahrens + Battermann haben auf ihren Homepages die Endkundenpreise veröffentlicht:


    Personal

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    So 20-30% Marge müssen die machen, da kannst du den Rest ausrechnen :)

    Interessant, dass du den Tonmeister und Klassik nennst. Hast Du/hat jemand mit dem Bereich was zu tun und kann Einblicke geben? Ja, ich interessiere mich für Klassik, insb. für Konzert-Aufnahmen. Früher habe ich häufiger Chöre, Orchester, Big-Bands und andere Formationen mikrofoniert und aufgenommen. Ja, wieder im Amateurbereich aber ich habe es versucht zu pefektionieren und war Wissenshungrig nach Stereomikrofonien etc. Live-Recording allgemein interessiert mich sehr, insb. weil ich hier noch mehr als 1-Mann-Firma mich selbstbestimmt verwirklichen kann. Im Rock'n'Roll sehe ich heute kaum noch Platz für solch eine Dienstleistung (außer Mix im Studio), mit Digitalmischpulten ist ein Mehrspur Mitschnitt einfach wie nie. Doch für Klassik finde ich das nach wie vor interessant. Auch wenn ich mir nicht vorstellen kann damit hauptberuflich genug Geld zu verdienen. Kann mir jemand sagen, wie bzw über welche Person man in diesem Bereich an Jobs mit Orchestern, Chören etc kommt, oder sind die normal dem Rundfunk vorbehalten? Inwiefern wird der studierte Tonmeister für Jobs vorausgesetzt wenn ich das als Dienstleister mache?

    Der professionelle Klassikzirkus ist noch mal eine Nische in der Nische.

    Sehr alte Strukturen, kleine Szene. Viel öffentlich gefördert, was noch mal eigene Dynamiken mit sich bringt.


    Alle Leute die ich in dem Bereich kenne haben "irgendwas mit Ton studiert" und sind dann während des Studiums über Praktikas und Nebenjobs recht nahtlos in die Branche integriert worden.


    Vom leitendem Tonpersonal (FOH, Ingenier*in etc.) wird ein fundiertes Musikwissenschaftliches Verständnis erwartet.

    Als FOH Mensch bereitet man sich mit der Partitur auf die Aufnahme/das Konzert vor und kann im zweifelsfall auf Augenhöhe mit der/der Dirigentin oder Solist*in sprechen.

    Wenn man das nicht kann wird es schwierig, auch weil es auffällt wenn man im Smalltalk nicht den gesammten Klassikkanon kennt.

    Auch im Arbeitsalltag wird schnell deutlich wenn man nicht die gleiche Sprache spricht.


    Inhaltlich ist das gar nicht so schwer, in der Regel hat man sehr gute Musiker*innen auf wohl gestimmten Instrumenten. Und um das Arrangement kümmert sich der Typ mit dem Fuchtelstab.

    Fazit: wenn dich das inhaltlich/musikalisch voll interessiert Go for it! Wenn nicht lass es, mehr als Mikrofone stellen wird nicht bei rum kommen.


    Weil Systemler mehrfach gefallen ist: mir ist noch nicht ganz klar was der macht und worin exakt der Bezug zur IT liegt. Bisher dachte ich, der Mann plant/simuliert die Line Array Ausrichtung und das Subwoofer Setup. Misst, hört, stellt System-EQs, Delays, und Weichen ein. Heute sind die Amps ja vernetzt, und haben die DSPs integriert. Es geht also sekundär auch darum IP-basierte Netzwerke einzurichten. Vielleicht noch ein WLAN, damit ich durch die Halle laufend das System justieren kann. Okay. Da frag ich mich war es das?, hab ich was vergessen? Z.B. sind bei großen VAs auch das "Multicore" bzw sagen wir digitales Audionetzwerk sowie die Grundeinrichtung der Mischpulte (bei redundantem Aufbau) Teil seiner Aufgabe?

    Salopp gesagt beinhaltet der Systlerjob alles was in der Signalkette vor und nach dem Mischpult passiert. Naja, sagen wir ab/hinter dem Mikrofon.

    Gerade bei kleineren (Industrie-) Jobs sieht es so aus, dass es einen FOH Menschen gibt und einen für den Rest.


    Ich höre da raus, dass du mit Dante noch nicht so in Berührung gekommen bist. Damit wird es 2022 ein bisschen schwierig auf dem freien Markt.

    Tip: Schau die mal bei Audinate Certification Programm an. Da kann man Level 1-3 als Videokurs machen und die Prüfungen Online machen. Ist kostenlos, geht schnell und wird dir vermutlich leicht fallen.


    Ansonsten schau dir mal die Tonmeistertagung an, das ist eine Messe die mehr Fokus auf Klassik/Rundfunk hat. Da tummeln sich auch die meißten deutschen Firmen die Audiotechnik prodiuzieren.

    gerade eine Mail bekommen. Lieferverzögerung, neuer voraussichtlicher Liefertermin für das RME Digiface Dante ist der 20.06.22 8|


    Damit ist das Vorhaben wohl erstmal für ein halbes Jahr auf Eis gelegt... :rolleyes:

    Da müsste auch nen Brooklyn 2 Dante Chipsatz drinne sein, der ist nach meinen Informationen auf unbegrenzte Zeit nicht lieferbar.

    Ich würde an deiner Stelle nach Lagerware suchen, die Chancen das Ende Juni was kommt sehe ich als sehr gering.

    Moin.


    Richtig ist, dass derzeit niemand einen FOHler braucht der nur eine Band mischen kann. Das ist, insgesamt betrachtet, sogar noch einer der leichtesten Aufgaben unserer Branche.


    Das was du willst, wollen grob gesagt auch alle anderen. Da braucht man sehr viel Glück. Wissen kann helfen, ist aber leider keine Vorraussetzung.


    Eine formale Ausbildung halte ich für reichlich unnötig. Im meinem Umfeld habe ich ungelernte, SEA Absolventen, Filmtonabsolventen, gelernte Fachkräfte, VA-Meister und studierte Tonmeister(Graz/Detmold/Düsseldorf).Abseits von Klassik und ÖR alles egal.


    Gebucht wird der oder die was kann, keinen Stress macht und gut gelaunt ist.



    Mein Vorschläge:

    1. Suche dir einen anderen IT Job, vielleicht sogar in unserer Branche. IT Leute mit Praxisbezug werden immer gesucht. Schau mal bei den deutschen Audio Firmen á la d&b/LAWO/Stagetec/Riedel, da sollte sich was finden lassen, alternativ Initiativbewerbung.

    d&b z.B. hat derzeit fünf offene Stellen im IT Bereich!

    2. siehe Punkt 1.

    3. siehe Punkt 1. & 2.


    ...


    4. versuche in einem festem Haus mit Kulturfokus ins feste Team zu kommen. Da kann man Erfahrung sammeln und Kontakte knüpfen.

    3. Melde dich bei den großen VA Firmen (Bundesweit). Da sind die Jobs so groß, dass es klare Arbeitsteilung zwischen den Gewerken gibt. Da kann man als reiner Tonmensch gut arbeiten.

    Dafür sind die Jobs da 99% in der Industrie und emotional gesehen bestenfalls unspannend.


    Viel Glück!

    Das ist vollkommen richtig! Bisher kann man das auf den meisten Systemen über Midi machen (ich habe mir das in Liveprofessor zumindest so mit den DLive Midistrips eingerichtet) Das ist aber schon noch etwas kompromissbehafetet, u.a. weil es keine bidirektionale Midi Kommuikation zwischen dem VST-Host und dem Pult gibt. Wenn Yamaha es schafft das hier anders zu lösen, wäre das schon ein echter Gamechanger.

    Das sollte jetzt schon teilweise gehen, die Software unterstützt Midi.


    Da das Interface aber keinen Midi Anschluss hat, denke ich nicht, dass Yamaha das langfristig als Lösung vorsieht.

    Interessant wird die Kiste und die Software, wenn das tiefer in die Consolen verankert wird.


    Derzeit kann man über die User Defined Keys nur die Nuendo Live Software steuern.

    Sobald man die Software Plugins über Keys/Rotarys steuern kann und das in die Szenenverwaltung der Pulte eingebunden ist wird da ein Schuh draus.


    Ich vermute das wird mittelfristig kommen, auch wenn ich im Manual noch keine Anzeichen dafür gefunden habe.

    So ist es erstmal nur ein USB Interface und ein Plugin Host.

    Wichtig zu wissen ist auch, dass bei CL / QL pro Bank nicht unbegrenzt viele interne und externe Insertslots verwendet werden können, da ist die DSP Verteilung auch beim Routing leider statisch.

    Jein. Für die CL stimmt das (immer 16 Inserts pro 16er Kanal Block), die QL kann alle Inserts belegen.

    Ein Grund warum manche Kollegen lieber eine QL5 als eine CL3 benutzen.


    Nachtrag:

    Quelle:

    CL5 CL3 CL1 V5 Reference Manual, (deutsch) Seite 23ff

    bzw. QL5 QL1 V5 Reference Manual, (deutsch) Seite 20

    Spannend. Gerade die kleine könnte eine Lücke im Markt füllen.


    Ich hab die mal beim Vertrieb angefragt, mal schauen was die kostet.


    wora: du hast die große bei dir im Haus oder? Klanglich ist die unauffällig nehme ich an bzw. auf dLive Niveau?

    Doofe Frage, aber warum nicht Schrumpfschlauch?


    Ich kenne aus dem Motorsport die Methode Kabelbäume aus Einzellitze zu bauen und danach zweilagig/doppelt einzuschrumpfen.


    Die dort verwendeten Schrumpfschläuche sind deutlich flexibler und hochwertiger als das was wir so kennen.


    Guter Startpunkt wäre die Raychem DR-25 Serie, die ist sehr schön und flexibel. Preislich eher Kategorie Motorsport/Defense...

    "Früher" gab es sogenannte "script slides" für die Schlachtschiffe, vor allem für die Midas XL3/4 und Heritage.

    Die wurden unter anderem von der Firma Teqsas aus Hürth gemacht.

    Vielleicht bauen die auf Anfrage noch so etwas.


    Ansonsten könntest du mit dem Suchbegriff eine Bildersuche deiner Wahl durchsuchen, vielleicht gibt es da mehr Anregungen.


    Dave Rat hatte sowas auch auf seiner H3000:

    http://daverat.blogspot.com/20…nars-and-rock-show-2.html


    Edid: Bei Midas hießen die Dinger "Easy Glide"

    Hast du schon mal über eine SuperMadi Karte für die d-Live nachgedacht?


    Die RME Karte kann ja auch Madi, das könnte Latenzmäßig noch minimal schneller sein oder?

    Ich hab ehrlich gesagt weder mit der d-live noch mit Madi nennenswert Erfahrung, aber vielleicht kannst du noch ne halbe Millisekunde sparen.

    Wenn ich falsch liege gebt Bescheid, ich betrete den Weg des Halbwissens...



    Wenn du statt der Digiface Dante eine UFX+ kaufst kannst du direkt mit dem Interface auf USB-Festplatte aufnehmen, vollkommen unabhängig vom PC/Mac. Das funktioniert ähnlich wie GlobalRecord bei Digicheck.


    Edid: da warst du schneller, wenn Dante gesetzt ist vergiss es...

    Kann mir jemand sagen wie gut/komfortabel bei RME der Mitschnitt über Digicheck funktioniert? Habe das bei meiner RME Karte im Studio nie gebraucht :P

    Kann nix aber läuft (bei mir bisher) 100% zuverlässig.


    Das Ding schreibt erstmal in ein temporäres Verzeichnis, nach Ende der Aufnahme kann man entscheiden ob man Einzel-, Stereo oder ein Multikanalfile habe will.

    Dann exportiert die Software die Dateien, aufgeteilt in 4gb Stücke.


    Dateinamen sind nicht an die Kanalnamen gekoppelt, Marker setzen oder so geht auch nicht.


    Ist wirklich minimal und quick'm dirty.

    Aber macht genau was es soll.


    Ich mache damit nur unwichtige Aufnahmen oder nutze es als Backupaufnahme.

    Vorsicht:

    marcoboy beschreibt Probleme mit einem Digiface AVB.

    pfeiffe und Wora hingegen reden über das Digiface Dante.


    Das Digiface Dante hab ich bisher an diversen Windowsrechnern gehabt, komplett unauffällig. Allerdings nur Playback oder Converter Madi <-> Dante.


    Ich sehe nicht, warum das nicht funktionieren sollte, das Digiface ist für den Rechner ja nur ein beliebiges USB Audio Interface.

    Wenn ich mich richtig erinnere, war das seinerzeit die "große" Digitalpultserie bei Soundcraft bevor Studer gekauft wurde.

    Dann hat man aus der Studer Vista schnell die Vi Serie gemacht und die Si Serie langsam auslaufen lassen.


    Alter dementsprechend 10-15 Jahre!?


    Aber sicher bin ich mir da auch nicht... aber vielleicht ein Anhaltspunkt für weitere Recherche.

    ich werde mal mein DPA 4091 messmikro in die bassdrum legen. das ist eine kugel, die bekanntermaßen bei tiefen frequenzen die angesprochenen probleme nicht hat - und da meine version eine sehr unempfindliche ist, ist das mikro bis über 150dB nahezu verzerrungsfrei einsetzbar.

    hat das schonmal jemand gemacht??

    DPA propagiert so was ähnliches selber :) :

    https://www.dpamicrophones.com…ty/how-to-mic-a-bass-drum


    Der Support empfiehlt im persönlichen Gespräch auch schon länger die Kombi 4061 (die gleiche Kapsel wie dein 4091) drinne, außen dann 4099.


    Hatte leider noch keine Zeit das zu probieren.

    Nur 4099 alleine im Loch hatte ich nur einmal bei nem LiveStream probiert, hat gar nicht so gut funktioniert. Aber das muss nicht am Mikrofon gelegen haben, hatte damales keine Zeit irgendwas zu probieren oder zu ändern.

    Ernst gemeinte Frage. Habt ihr Installationen? Kauft ihr auf Vorrat? Hier ist nämlich ALLES gecancelt...

    Das konkrete Projekt ist eine Installation.


    Aber mit den Absagen der Publikumsveranstaltungen steigt auch wieder der Anteil der Streamveranstaltungen. Im Januar geht es direkt wieder los :rolleyes:

    Ich Rechne ja irgendwie damit das aktuell nicht nach bestelleingang geliefert wird sondern nach umfang, was bin ich schon mit den lächerlichen 2 Strecken im Vergleich zu großen Theatern, Oper etc wo mal eben 50-100 Strecken liegen ;)

    Ne, leider nicht, mein Lieferant ist sehr eng mit Shure verbunden und hat eine drei- bis vierstellige Kanalanzahl Shure Funken im Rental.

    Da ist nichts zu wollen.

    Von großen Systemintegratoren höre ich ähnliches.


    In der Tat muss ich langsam nach Alternativen schauen, wer weiß ob die Liefersituation bei Sennheiser und Co besser ist.

    ...irgendwie solltet Ihr zwei euch zusammentun, dann hättet Ihr gemeinsam komplettierte Funkstrecken :)

    Hatte ich ernsthaft überlegt, aber leider sind SLXD und QLXD nicht kompatibel.


    Meine einzige Hoffnung ist wirklich noch jemanden zu finden der SLXD Taschensender auf Lager hat. H56 Band bitte. Drei Stück.

    In der Slowakei liegen aktuell noch zwei, leider als Komplettset mit Empfänger und Headset, das wäre die sehr teure Lösung...