Beiträge von wora

    ich würde folgende diskussion gerne hier her verlagern:

    @Tomy: was man in SatLive imho verbessern könnte, ist das starten und zwischenspeichern von messungen per touchscreen. da sind die schaltflächen einfach ein bisschen klein, vor allem auf modernen screens mit höherer auflöung muss man da schon sehr genau zielen.

    das webinterface hatte ich zwar mal zum ausprobieren benutzt, doch das war mir wieder entfallen :S

    schade drum. da es mit Systune bei mir in der letzten zeit eher selten funktioniert hat, hab ich mir diese, eigentlich praktische, lösung wieder abgewöhnt.


    ich meinte aber ebenfalls die oberfläche der software.

    mittlerweile nutze ich beim aufbau und im soundcheck einfach viel mehr tablet-lösungen. und die lassen sich per fingereingabe echt schlecht benutzen. früher waren die buttons noch deutlich größer, einfach weil die bildschirmauflösung kleiner war ;-)


    aber das gehört hier ja nicht so richtig hin, das sollten wir im passenden faden diskutieren:

    SATlive Version 1.70.40 ist da

    Kennt jemand dieses System? Kann man da bei "gleichem" Equipment (Mic, Mischer, PA....) im Live-Betrieb im Vergleich zu einer Mittelklassefunkstrecke einen hörbaren Unterschied feststellen?

    ich kenne zwar Lectrosonics nicht persönlich, aber als funkelektroniker würde mir schon der ein oder andere grund einfallen der dafür spricht, dass mittelklassefunkstrecken nicht so gut klingen können wie die hochqualitativen serien. das ist schonmal eine frage nach den verwendeten bauteilen, die mittelklasse muss günstigere komponenten beeinhalten, die z.b. einfach nicht an die rauschwerte oder die frequenzselektion hochwertiger bauteile herankommen können.

    die frage ist aber:

    kann man den unterschied in eurer beschallungsumgebung überhaupt hören? da müsste man ja schon einigermaßen erstklassiges equipment haben, zuzüglich zu den entsprechend hochqualitativen eingangssignalen (musiker) und einer ebenso erstklassigen akustischen umgebung.

    und auch dann nur im direkten vergleich miteinander ;-)

    das glaube ich jetzt nicht, denn die vom thomann service genannte latenzzeit (also die aus der zweiten mail ;-) ) ist exakt die, die ich selber gemessen habe. Und da waren schon EQ, Hipass und Limiter-werte gesetzt. aber ich werde das nochmal überprüfen, versprochen.

    die tatsache, dass es für Systune schon seit jahren keine überarbeitungen mehr gibt, stimmt mich auch nachdenklich. es gibt da schon die ein oder andere sache, die ein bisschen nervt. so z.b. dass systune immer im eingeschalteten zustand startet, dass man die fensterverhältnisse jedes mal neu einstellen muss, oder dass die fernsteuerung über tablet nur noch sehr zickig funktioniert. da wurde vor jahren am messestand gesagt, dass weitere überarbeitungen und verbesserungen kommen sollen. aber es kommt einfach - nix.

    die anfänglichen probleme mit den lizenzen hat man übrigens schon vor jahren mit einführung der V1.3 in den griff bekommen. lizenzverluste nach windows updates hatte ich seither keine mehr.

    ansonsten funktioniert dieses programm durchaus gut, auch unter Win10 sind die messergebnisse stets reproduzierbar. die messungen im unteren frequenzbereich finde ich etwas aussagekräftiger, irgendwie scheint diese TFC berechnung einen guten job zu machen.



    SatLive bietet dagegen mehr funktionsumfang, das ermitteln von delayzeiten funktioniert sogar um welten eleganter als bei Systune.

    was die bedienoberfläche angeht ist aber auch SatLive ein bisschen in die jahre gekommen.

    @Tomy: was man in SatLive imho verbessern könnte, ist das starten und zwischenspeichern von messungen per touchscreen. da sind die schaltflächen einfach ein bisschen klein, vor allem auf modernen screens mit höherer auflöung muss man da schon sehr genau zielen.


    unter dem strich kann ich im moment aber beide messsysteme empfehlen. mit den oben genannten einschränkungen. mehr fällt mir dazu im moment nicht ein.

    so, der amp ist am freitag angekommen.

    habe gestern gleich nachgemessen: die latenz beträgt tatsächlich 0,66ms, das ist ein sehr guter wert!


    hoffentlich komme ich diese woche dazu, mal eine box anzuschließen. ;-)


    ob er dann länger überlebt als der letzte Thomann amp in meinem bestand (D4-500), wird leider erst die zeit zeigen können. was mir schonmal nicht so richtig gut gefällt, ist die ablüftung nach seitlich und unten, in meinem rack wäre eine lüftungsöffnung nach hinten die beruhigendere lösung gewesen.

    das einzige, was ich mir jemals gebrochen hatte, war der kleine zeh. da humpelt man ein paar tage, dann geht es schon wieder. beim großen zeh ist das aber ne ganz andere nummer, weil der zum laufen ja viel wichtiger ist.

    du hast mein mitgefühl !

    Ich finde es nicht in Ordnung. Irgendeiner wird dafür zahlen müssen. Die Gäste, die Steuerzahler mit den Subventionen, oder vielleicht der Techniker selber, weil er bei den hohen Produktionskosten keinen höheren Tagessatz durchsetzen kann.

    Man schießt sich hier bei solchen Fantasie-Ridern ins eigene Bein.

    ich hatte ja geschrieben, dass ich eine CL5 für ein mikrofon extrem übertrieben finde.

    das ist meine meinung dazu.


    aber wenn der act das budget hergibt, dann gib ihm doch sein spielzeug. wir sind doch dienstleister und ich bin der meinung, dass wir uns da nicht einmischen sollten. also ich würde das pult auf anforderung hinstellen und dann eben die mietkosten in rechnung stellen.


    oder anders ausgedrückt:

    wenn ein act völlig übertriebene anforderungen stellt, dann läuft er gefahr weniger auftritte zu bekommen.

    hat er keine probleme, auftritte zu bekommen, dann ist auch das entsprechende budget kein problem.


    wenn wir dann erkennen, dass etwas völlig übetrieben ist, dann ist das unsere sache. wir dürfen uns dann auch zu recht drüber ärgern, aber letzendlich ist das eine sache von angebot und nachfrage.

    das ist meine meinung dazu.


    oder nochmal anders ausgedrückt:

    ist schon länger her, es war noch zu analogpult-zeiten. da hatte ich mal ein gespräch mit einem hobbybeschaller, auf dessen bühne eine von mir betreute band spielen sollte. er hatte nur behringer im siderack, die damaligen effektegeräte waren alles andere als toll. dazu wollte er noch superbillige monitore bereitstellen... ich habe dann versucht ihm klar zu machen, was in unserem rider steht und dass die profimusiker auch professionelles zeug erwarten. seine antwort dazu: "ja seid ihr die rolling stones, oder was?"

    er war der meinung, dass wir gefälligst mit seinem material zu arbeiten hatten.

    zum glück konnte ich das damals abbügeln, der veranstalter hat verstanden worum es uns ging. dann gab es auch was gescheites - und letzten endes gab es dann auch einen tollen gig.

    wo wollen wir da aber die grenze ziehen?

    wer darf am ende entscheiden, wer mit welchem material arbeiten "darf"?

    versteht ihr, worauf ich hinaus möchte?

    Wichtig ist bei einem Vergleich die gleiche Lautstärke beim abhören.

    ein ganz wichtiger aspekt!

    der pegelabgleich sollte dabei nicht mit dem ohr eingestellt werden, sondern sehr genau mit messinstrumenten. auch kleinste pegelabweichungen machen sich in direktvergleichen bemerkbar und führen evtl. zu fehlerhaften urteilen.

    mattias bost, danke für den erhellenden beitrag. das könnte die hörbaren effekte durchaus erklären.

    wenn dann noch der von Loloverde erwähnte effekt des etwas verlängerten nachschwingens nach impulsen dazu kommt, wäre das phänomen doch gut beschrieben.


    man kann aber sicherlich auch sagen, dass es viele, viele jahre braucht, bis die chassis so durchgenudelt sind dass es hörbar stark auffällt. wie sich das dann bei moderneren chassis verhält, die ja klanglich sehr oft serienmässig schon eher "labberig" ausgeführt sind, wird die zeit zeigen.

    Du mußt einfach nur den kompletten Link aus Youtube in den Text kopieren und es wird automatisch das Vorschaubild angezeigt.

    hab das gerade probiert, bei mir klappt das irgendwie nicht... na ja, is auch nicht so wirklich wichtig.

    da ich gerade nicht weiß wie ich hier die bilder der youtube-links reinbekomme, mach ich das auf dem herkömmlichen weg.

    die folgenden songs benutze ich seit längerer zeit:


    Diana Krall - damit checke ich die grundsätzliche klangtreue der PA, mit elektronischer musik bekomm ich das nicht gut hin.

    Cake - check der wiedergabe der bassgitarre - wenn ich grad lust drauf habe


    Joe Cocker - wenn das alles gut aufgelöst wird, dann wird es ein entspannter job.


    Stranglers - diese nummer entlarvt schlechte bass/top übergänge gnadenlos - denn die basstöne müssen alle gleich laut rüberkommen ;-)


    La Brass Banda - wenn da nix weh tut und die hörner gut voneinander zu trennen sind, habe ich gleich ein gutes gefühl für den abend

    Thomas Dolby - darf bei mir nicht fehlen. diese platte hatte für mich immer einen fantastischen sound


    Jazzanova - einfach weil´s spass macht.



    und dann kommen natürlich immer wieder auch andere sachen in meinen soundcheck-ordner, je nach lust und laune.

    da ich (leider) schon lange keine heavy-band mehr gemischt habe, hab ich da aktuell keine entsprechenden check-songs in meiner liste... ;-)


    vielen dank an die kollegen und kolleginnen, sehr viele nette beispiele hier!

    die beobachtung mit "ausgeleierten" d&b bässen kann ich bestätigen.

    bei uns in der gegend gibt es einige kollegen, die restbestände von F1/F2 / B1 anlagen aus den 90ern (und früher) betreiben. deshalb erlebt man hier immer wieder mal so eine alte anlage.

    es ist natürlich sehr schwer, klangeindrücke "von früher" in der gegenwart in den sinn zurück zu rufen, aber irgendwie kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass diese bässe damals ebenso labberig und ungenau klangen ;-)