Beiträge von wora

    meine erlebnisse mit mitgebrachten mikrofonen (seltsamerweise vor allem von sängerinnen) gehen 50/50 aus. es gab einige positive überraschzungen, aber zumindest gefühlt auch ebenso viele negative.


    und da ist auch viel gewohnheit mit dabei. ein beispiel: ich betreue seit nunmehr 16jahren eine wirklich gute oldieband. die hatten am anfang immer ihre SM58 dabei. irgendwann hab ich dann mal meine AE4100 aufgebaut - und die reaktion war: "oh, das klingt aber irgenwie nicht so wie wir das gewohnt sind". da sie auf das selbst mitbringen aber keinen bock mehr hatten, haben sie meine lösung akzeptiert, es war ja auch nur "anders" und nicht "schlechter". und mittlerweile haben sie sich an den klareren klang so gewöhnt, dass sie keine anderen mikros mehr wollen.


    mir persönlich sind die musiker, die eigene mikros mitbringen, genau so willkommen wie die anderen, die sich auf meine auswahl verlassen.

    Was ich jedenfalls sagen wollte,...

    Wie viele Sänger haben keine ab 100€ für ein eigenes Mikrofon, nehmen irgendwelche, die gerade da sind, während die mitMusiker 1000de investiert haben... das kapier ich nicht...

    ich habe im laufe der jahrzehnte mehrere wichtige erfahrungen mit musikern gemacht. dazu gehört auch, dass viele davon wirklich geizig und sehr egoistisch sind. ist leider so.

    die ausnahme bestätigt die regel, aber diese guten muss man sich wirklich suchen!

    dazu möchte ich sagen, dass meine schlagzeugmikrofonierung manchmal teurer ist als die abgenommenen drumsets... :-)


    Rebecca :

    bei tagesveranstaltungen mit mehreren bands nutze ich auch die selben mikrofone. mir ist bisher noch nicht aufgefallen, dass bakterien innerhalb der kurzen zeit einen üblen geruch verbreiten oder gar das zusetzen des korbes vorkommt. und für den notfall habe ich bei solchen events immer ein paar reserve mikros im case.


    wenn das mikro deines mitmusikers sehr dumpf klingt, dann hat er es zmindest früher nicht gut gereinigt. ich habe solche mikros auch schon gesehen... da sollte man sich wirklich mal was neues kaufen, denn wenn die letzte schaumstoffbarriere vor der membran schon hart verkrustet ist, lässt sich das nicht mehr reinigen.

    da muss ich mich leider anschliessen.


    eines meiner letzten angebote als freier tontechniker war für ein firmenevent.

    beschallung für 2000 leute, licht an der bühne, das alte klostergemäuer sollte schön flächig in farbe ausgeleuchtet werden, der etwa 100 m lange zugang durch den garten und das alte gemäuer musste schön und sicher ausgeleuchtet werden, damit die leute nachts nicht auf die nase fallen.

    zudem gab es bei der ortsbesprechung die vorgabe, dass das mischpult am hinteren ende des klostergartens stehen sollte. da ich die band kenne, die dort spielen sollte (und über die ich den kontakt bekommen hatte) habe ich mir das zugetraut, obwohl das pult dann knappe 40m entfernt stehen sollte (habe eine zusätzliche abhöre eingeplant).

    da beim ortstermin auch ein techniker einer anderen, jungen und aufstrebenden, firma zugange war, von der man weiss das sie sehr günstig anbieten, habe ich meine kalkulation entsprechend knapp angesetzt.

    den zuschlag habe ich nicht erhalten, sondern eben diese andere firma.


    da ich an diesem tag dann frei hatte bin ich natürlich hin, um mir das anzuschauen.

    und hoppla: die gebotene beschallungsanlage war höchtens für 500 leute ausgelegt, das mischpult stand in einem viel zu großen zelt mittig 10m vor der bühne! (ansage des veranstalters beim ortstermin: “das geht hier auf keinen fall, ich will dass man von allen ständen aus die bühne sehen und hören kann“)...

    ging also doch, sogar so dass höchstens ein drittel der stände die bühne überhaupt sehen konnte... schon allein das machte mich sprachlos.


    und dann das licht. uff. die komplette fassade des klosters war mit 8 strahlern beleuchtet, die gerade mal vielleicht 20% der fläche ausleuchteten. also plötzlich keine rede mehr von „flächig ausleuchten“...

    einzig und allein der 100m zugang wurde gut ausgeleuchtet, wenngleich auch nicht mit schönen leuchtkugeln wie wir das angeboten hatten.

    mein fazit danach: die ortsbesprechung war für diese firma ganz offensichtlich nicht bindend, was der kunde wirklich wollte wurde nicht umgesetzt. zudem war sowohl ton als auch licht viel kleiner als besprochen.

    ob der kunde deshalb stress gemacht hatte, ist mir allerdings nicht bekannt.


    ein einziger lichtblick blieb mir aber:

    das wetter spielte nicht mit, es goss stellenweise wie aus kübeln. vor der bühne hatte sich ein großer see gebildet, der sich dann in richtig schönen matsch verwandelte. die gesamte kabelage muss danach ausgesehen haben wie sau.

    ich kann nicht verhehlen, dass mir auf der heimfahrt eine gewisse schadenfreude in den sinn gekommen ist... :-)


    schlussendlich war das für mich aber so ein schlüsselerlebnis, bei dem ich mir sagte: nein, auf dieses blöde spiel hab ich keine lust mehr, das war der berühmte tropfen der das fass zum überlaufen bringt. deshalb habe ich ein angebot einer veranstaltungshalle im öffentlichen dienst dankend angenommen und mach diesen quatsch nur noch nebenher zum vergnügen. die gesellschaft will es wohl so.:P


    PS

    mir geht es prima mit dieser lösung8)

    Die Sängerin beschwerte sich, das Licht sei ihr zu hektisch und schnell...

    Wohl bemerkt wir haben nur auf den Takt gedrückt, keine Strobes, keine Blinder...

    Was soll man da noch machen, Standlicht?

    na ja, man kann auch licht machen ohne chaserprogramme.

    z.b. für strophe und refrain jeweils eine andere lichtstimmung überblenden, fertig. das kann, je nach song, auch völlig genügen. gutes licht muss wirklich nicht immer im takt blinken, es soll die musikalische stimmung untermalen. ;)





    mein IDN von heute:


    ich komme und baue meine anlage auf. die band ist schon da und hat ein paar songs vorgeprobt.

    soweit alles klar, das machen wir ja einmal im monat genau so.

    diesmal kommt aber der gitarrist auf mich zu und sagt: "ich hab heut noch ne akustikgitarre dabei. hab dir das ja vorhin per sms geschrieben"

    ähem... ja, ich sehe jetzt die sms. zu dem zeitpunkt hatte ich den bus aber längst geladen und war unterwegs zum gig.

    zufällig hab ich noch eine resere-DI im mixrack... passt also


    dann kommen die sängerinnen auf mich zu, sie haben heute drei statt zwei monitore am start!

    ich versuche ihnen zu erklären, dass ich diese überraschende anforderung erstmal in meinem pult anpassen muss, in dem ich einen weiteren auxweg generiere und die oberfläche erstmal schnell noch anpassen muss... das dauert ein/zwei minuten - ich hatte nicht den eindruck, als würden sie das überhaupt verstehen. mein pult kann ja so viel, dann muss das doch auch einfach schnell mal machbar sein? :/ ok, auch das bekomme ich natürlich hin. aber es wäre einfach angenehmer gewesen, wenn ich das VORHER gewusst hätte...


    dann kommt der keyboarder und sagt: "ich hab heute mein akkordeon-mikro nicht dabei. hast du eins da?"

    nö.

    dann muss halt ein mitgebrachtes SM58 her halten... zum glück findet sich sogar noch irgendwo ein kleines stativ.


    beim abendessen frage ich den bandleader: "kannst du mir für den morgigen gig die adresse geben?"

    "wieso, ich hab dir doch gestern ne mail geschickt?"

    - diese mail ist aber definitiv nicht angekommen.

    dann stellt sich heraus, dass er in meiner mailadresse statt ".de" ein ".com" geschrieben hat - obwohl meine mailadresse seit 21 jahren die selbe ist und er die auch schon seit 20 jahren kennt... :/


    also heutzutage scheint "kommunikation" ein ECHT schwieriges thema zu sein!X/ 8)

    nur zu deiner info:

    auf die seiten von Eberhard Sengpiel hatten wir hier schon vor sehr, sehr vielen jahren hingewiesen ;-)

    und EBS hatte zu seinen lebzeiten sogar schon hier im forum mitgeschtrieben... wenngleich auch nicht sonderlich viel. aber immerhin, er hat uns die ehre gegeben.


    auf jeden fall ist es aber ein großer verlust für die audiowelt, er ist einfach viel zu früh von uns gegangen!

    ein e-drum hat aber auch schwingungsaufnehmer an den "fellen". das man diese "felle" dann durch schall anregen kann, ist klar. und somit gibt es da auch ein gewisses feedbackrisiko.

    ein e-piano dürfte aber eigentlich nicht koppeln - und falls ja (man weiß ja nicht wie die tastendrücke bei den verschiedensten pianos in elektronische signale überführt werden), dann müssten die pegel sicherlich schon ganz enorm sein.

    ich hatte jedenfalls in den letzten 30jahren kein einiges mal feedbackprobleme mit e-pianos ;-)

    Duran hatte mal ein Beamforming Line Array: Target

    siehste, wusste ich doch noch, irgendwie...


    doch leider hilft ThoSchu eine antwort á la "die hatten mal" nicht sehr viel weiter. ;-)

    trotzdem immer wieder verblüffend, was JBL (und seine partner) schon so alles konstruiert hatte - und fast niemand hat es bemerkt :-)

    ich bin nicht 100%ig auf dem laufenden, aber gibt es von Meyersound nicht auch so was?


    und dann gibt es doch noch die firma Duran Audio, die schon vor jahrzehnten beam steering gemacht haben. damals zwar mit schallzeilen, aber immerhin hatten die hier mal die vorreiterrolle.

    PS:

    sehe gerade, dass Duran offenbar von JBL aufgekauft wurde. Die machen jetzt wohl mehr Tunnelbeschallung...

    jepp, das ist dann natürlich deine meinung.

    andere haben eine - andere ;-)


    was die zuverlässigkeit von A&H pulten angeht, so habe ich da persönlich in den letzten 10jahren mit iLive / Qu und dLive ausschliesslich gute erfahrungen gemacht. ausfälle oder systemabstürze hatte ich hiermit noch gar keine.

    ok, vor etwa 7 jahren hatte ich mal eine defekte kopfhörerbuchse in der iLive (links fiel immer wieder aus), und vor einem monat habe ich in der dLive vergssen, die recall filter zu überprüfen - und hab mir dadurch ein ei gelegt. das war aber definitiv ein user-problem ;-) das wars dann aber schon.

    bei der SQ finde ich den EQ zugriff nicht wirklich prickelnd, das habe ich hier im forum schon mehrfach erwähnt.

    auf der GLD habe ich in der zeit einen einzigen gig gemischt, dazu kann ich also nichts sagen.

    mir gefällt jedoch insgesamt die übersicht und auch die bedienung der A&H pulte ausgesprochen gut, auch mit den tastern komme ich sehr gut zurecht. faderglow vermisse ich hier nicht, weil die kanalbeschriftung sehr gut gelöst ist (einschränkung: Qu).



    was die Soundcraft pulte angeht: hier habe ich, auch wieder ganz persönlich, ein paar erfahrungen mit Vi pulten, die mir nicht gerade das grösste vertrauen eingeflößt haben. einen komplettausfall habe ich hiermit selbst nicht, aber funktionseinschränkungen und auch systemabstürze habe ich persönlich mehrmals erlebt (mit Vi1, Vi4, Vi6).

    die allermeisten gigs verliefen aber stressfrei, das möchte ich ausdrücklich erwähnen!

    mit einer Expression2 hatte ich die letzten jahre ebenfalls häufiger zu tun. die einrichtung dieser konsole finde ich schrecklich frickelig und die kanal-funktionsübersicht ist für meinen geschmack unzureichend. und dass man in einem digitalpult nur shelvingfilter für die tiefen und höhen verbaut kann ich sogar überhaupt nicht verstehen.


    zu den behringer M/X32 : ihr mögt es nicht glauben, aber ich habe noch keines dieser geräte bedient. deshalb kann ich dazu gar nichts sagen.


    aber so hat eben jeder seine eigene meinung :-)

    Bei den Minimengen die wir im Jahr brauchen verkaufen die mir nix.

    also ich habe vor jahren schonmal einzelne Ersatzteile bei K&M bestellt, das ging problemlos.

    es könnte natürlich sein, dass sie ihre geschäftspolitik geändert haben. das fände ich dann aber wirklich schade.

    ...Eins aber vorweg: Ich habe kaum Ahnung von Theorie, Messwerten, Diagrammen.., und die sind mir ehrlich gesagt auch weitgehend Egal, ich bin Praktikerin, für mich zählt das Ergebnis,...

    hallo Rebecca,

    genau so habe ich das vor 30jahren auch gemacht ;-)

    irgendwann hab ich mir dann ein paar bücher gekauft und diese gründlich studiert. damals gab es übrigens deutlich weniger lektüre zu diesem thema, heute ist die informationsbeschaffung doch wesentlich einfacher. nach dem erlernen der grundlagen hatte ich deutlich höhere "trefferquoten" bei meiner arbeit. und mit einiger erfahrung in sachen "umgang mit dem erlernten" kommt man zielsicher zu ganz hervorragenden ergebnissen.

    was ich damit sagen möchte: dieses grundlagenwissen will ich in meinem leben nicht mehr missen!

    nur mal so als tipp :)


    deine tipps sind trotzdem ganz gut, vielen dank.

    da du die vorherigen texte jedoch nicht gelesen hattest ist dir allerdings entgangen, dass diese tipps fast alle schon genannt wurden ^^

    "Boxen-Bastel-Buden" gibt es inzwischen Weltweit auch viel zu viele ...

    ach herrjeh, das war aber für die disco-partybeschallungen schon ende der 70er sehr verbreitet. ich hatte damals auch schon zwei selbstgebaute basshörner - die sich allerdings durchaus weigerten so zu performen wie ich das gerne gehabt hätte ;-)