Beiträge von wora

    Ganz so einfach ist Marketing dann doch nicht.

    aber leider sind diesbezüglich viele techniker sehr anfällig.^^

    und selbst wenn sie die pulte nicht selber kaufen: sie empfehlen ja oft die werkzeuge, mit denen sie gerne arbeiten möchten.frech*


    Wenn zu viele Features dabei sind, die man selbst nicht braucht, kann auch der Gedanke aufkommen, daß man diese Features bezahlen muß, ohne sie zu nutzen.

    solange sich die unbenutzten features auf softwareebene befinden, sehe ich da keine allzu große problematik für die käufer. das pult wird ja weder billiger noch teurer, wenn man ein paar features nicht benutzt.


    ok, mit ausnahme der ungewöhnlichen plugin-politik bei SQ und Avantis ;). aber da kann sich der user ja selbst entscheiden, ob er die zusätzlichen features benötigt - oder eben nicht.

    die tatsache an diesen videokonferenzen ist aber leider, dass sich die leute ohne unsere mithilfe einfach selber geholfen haben. viele haben schnell gelernt, wie sie sich auf ihren laptops und iPads irgenwelche kommunikations-software installieren und haben sich dann einfach ohne jede weitere vorbreitung zu großen gruppen zusammengeschaltet.

    ich habe da in letzter zeit so einiges mitbekommen, weil wir hier natürlich nicht davon verschont bleiben. mittlerweile schalten sich in so gut wie jeder sitzung leute von aussen zu, die irgendwo zuhause in ihrem büro oder in einem stillen kämmerlein sitzen.

    und ebenso selbstverständlich gab es da laufend probleme, weil diese leute eben meistens technische laien sind. dinge wie vorab mal einen kleinen souncheck zu machen war bislang einfach gar nicht üblich. da gab es einfach: einwählen - sprechen - fertig.

    also entweder hat es dann funktioniert - oder eben nicht frech*


    gerade diese woche konnte ich mal an die stadt ein paar tipps geben, wie sie ihre videokonferenzen besser hinbekommen können- zumindest was die sprachverständlichkeit angeht . die sache mit der ausleuchtung für ein gutes videobild hab ich erstmal völlig ignoriert, es geht erstmal um verständlichkeit und weniger feedbacks :D)... mal sehen ob es fruchtet.

    von selbst sind sie aber leider überhaupt nicht auf die idee gekommen, mal uns profis zu fragen, wie man da vorgehen könnte.:/


    in sofern stellt sich eben die frage, ob es da wirklich so viel mehr arbeit für die kollegen gibt.

    ich mache jetzt seit monaten fast ausschliesslich konferenztechnik... kreistagssitzungen, gemeinderatssitzungen, ausschusssitzungen, vorstandssitzungen... aber egal, ich beklage mich nicht. im öffentlichen dienst kümmern sich ein paar büroleute drum, dass wir arbeit haben.

    das finde ich gerade ziemlich gut, weil wir so vor kurzarbeit verschont bleiben.

    das eigene nebengewerbe frisst aber leider wegen den laufenen kosten und fast keinen einnahmen die rücklagen langsam aber sicher weg...

    vielleicht ist die funktion ja eher für studioanwendungen gedacht?


    ich denke, wenn so eine funktion da ist, muss man sie ja nicht zwingend nutzen.

    aber den verkäufern hilft das vielleicht, denn man kann dann sagen: wir haben das. ob es später benutzt wird oder nicht, ob es vorteile bringt oder nicht, ist dem marketing im endeffekt ja schnuppe. die müssen pulte verkaufen, das ist ihre aufgabe. und was ist für techniker als potentielle kunden besser geeignet, als eine üppige featureliste? ;-)

    ich muss zugeben, dass ich alle jobs bisher mit dem d-classic gemacht habe, sowohl mit der dLive, als auch mit SQ und QU16.


    die pegelreduzierung im NOM automixer kommt daher, weil ja normalerweise mehrere kanäle gleichzeitig "offen" sein können, eben "Number of Open Mics". das verhindert, dass bei verdopplung der offenen kanäle die empfindlichkeit des gesamtsystems steigt. hier ist es also richtig und wichtig, dass der gesamtpegel reduziert wird. ich wüsste jetzt aber nicht, warum man da mehr als 3dB brauchen sollte, denn in aller regel sind die mikros der einzelnen sprecher relativ weit voneinander entfernt, so dass es hier nicht zu einer idealen addition kommen kann.

    die "off Attenuation" würde ich aber immer deutlich runterschrauben und mich nach der möglichen anzahl der kanäle richten.

    was mir hier beim NOM allerdings fehlt ist die einstellmöglichkeit, wie viele mikros maximal geöffnet sein dürfen. diese möglichkeit kenne ich so von früher, als ich noch viele konferenzraumsysteme verbaut habe. ansonsten ist der aber feiner auf die situation einstellbar als der D-Classic. In konferenzräumen würde ich deshalb vermutlich den NOM nutzen, vor allem wenn die sache mal wieder in verbindung mit schlechter raumakustik funktionieren muss.


    bisher waren meine jobs damit aber immer diskussionsrunden, auf die man sich nicht lange und gründlich vorbereiten konnte. deshalb hab ich mich da stets für die einfachern D-Classic entschieden - und das hat bisher immer super funktioniert.

    und mal so nebenbei... es gab schon mal eine "15minutes mix challenge"
    war in den 80gern, da war aber reinhören verboten

    das ist aber echt quatsch. rein nach pegelanzeigen? ohne die beurteilung mit dem ohr würde ich nie irgendwas mischen wollen.


    nach 2 min hatte ich keine Lust mehr, sorry

    da hab ich doch mehr zeit investiert, mindestens das doppelte ;-)

    impedanzen kann man eigentlich mit fast jedem messprogramm messen. dazu muss man sich nur die passenden adapter basteln, denn das geht auch mit dem kopfhörerausgang einer soundkarte. damit kann man dann gut den erforderlichen locut ermitteln und kann evtl. erkennen, ob die treiber einen schuss haben.


    die limiterwerte wirst du aus dem impedanzgang allerdings nicht ermitteln können, dazu musst du entweder die leistungswerte des herstellers verwenden. beim DE750 weiß man das, wenn du noch herausfindest welche pappen das sind, kannst du das errechnen.

    man kann es auch mit messprogrammen wie ARTA ermitteln, dann brauchst du aber einen gehörschutz ;-)

    "Die Durchsageanlage muss so ausgeführt sein, dass sie auch bei Ausfall der Stromversorgung noch für die Dauer von 120 Minuten weiter funktionsfähig ist."


    ähem...

    in festinstallationen ist sowas natürlich umsetzbar bzw. sollte selbstverständlich sein, aber für mobile beschallungsanlagen dürfte diese forderung ein ernstes problem darstellen.

    generell rate ich davon ab, die normale beschallungsanlage für evakuierungszwecke einsetzen zu wollen. der erforderliche aufwand für akkus und überwachungstechnik für sprachalarmierungsanlagen ist hierfür ein fass ohne boden, weil sämtliche komponenten in die linienüberachung einbezogen werden müssen! ich empfehle deshalb immer, die sprachalarmierung als eigenständige anlage auszuführen. auch in festinstallationen.


    ist diese sicherheitsrichtlinie verbindlich? ich habe noch nie von einem veranstalter entsprechende vorgaben oder texte bekommen.

    In welchen Situationen hat es nicht funktioniert?


    bei tiefen trennfrequenzen hat es immer gut funktioniert, aber wenn die trennfrequenz über 100Hz lag, hat es nicht immer gut geklappt. aber klar: kürzere wellenlängen machen die aufgabe einfach schwerer.

    was mir beim dLive (und SQ) gegenüber den Yamahas gefällt, ist dass man nur das kanalprozessing kopieren kann.

    routing in kanal-presets möchte ich definitiv nicht haben.


    wenn es eine möglichkeit gäbe, beides zu speichern und dann nur die benötigte funktion zu recallen, wäre das vermutlich eine flexible lösung. im X32 ist das ja so gelöst. der nachteil daran ist aber auch, dass diese aktion wieder min. einen bedienschritt mehr benötigt und somit wieder deutlich langsamer ist. es kommt aber auch einfach auf die arbeitsweise an.



    so hat eben jedes pult seine eigenheiten. und kein pult der welt kann alle bedürfnisse von allen technikern erfüllen.

    für den techniker bedeutet das, dass er sich auf dem markt das für sich passende heraussuchen kann.

    Als 'Krücke' könnte man die Polarität eines Signals invertieren und dann mit delay / allpass auf 'maximale Auslöschung' optimieren und dann die Inversion wieder raus.

    genau diese vorgehensweise hat gert hier mal vor vielen jahren beschrieben. ich hab das schon öfter mit sub/top übergängen gemacht, funktioniert nicht immer, aber wenn, dann gut ;-)

    Dafür ist in meiner Denkwelt aber der AFL-Abgriff gedacht.

    wie gesagt, es gab auch schon früher (sogar sehr angesagte) pulte, welche pro kanal nette LED-ketten hatten, deren abgriffpunkt aber nach dem ganzen prozessing und vor dem fader waren.

    also trotzdem PFL, aber eben post insert und post processing.

    da bin ich mal bei einem XL3 fast auf die nase gefallen, weil ich dachte dass die anzeige pre-prozessing ist - und hab dann den kompressor im siderack mit den hochziehen des gains gnadenlos ins rote gefahren. der kompressor wiederum verhinderte zuverlässig, dass die anzeige am kanal irgendwie ins bedenkliche zonen geriet. erst bei einem kontrollblick aufs siderack wurde mir bewusst, das ich schnell ein problem hätte, wenn ich diesen kompressor bypass schalten würde ;-)

    so ist es hier in der mehrkanal-ansicht "metering" also offenbar auch gelöst. man sieht die pegel, die nach dem kanalprozessing in die mixe laufen. das ist ja auch nicht wirklich schlecht, aber in dem von dir beschriebenen fall eben etwas ungeschickt.


    dass man einen kanal-mix in der SQ nicht kopieren kann, war mir bis jetzt auch noch nicht bewusst.


    wenn ich mir diese beiden punkte so betrachte, bin ich schon froh, dass ich selber nur eine dLive habe. da kann man die anzeigepunkte des meterings einstellen und mixe einfach kopieren, egal ob ganze wege oder einzelne kanäle.

    aha, wie kalibriert man das denn in SatLive?

    meine heute gemessene impulsantwort sieht nämlich so aus, da wusste ich gleich, dass ich da einen fehler gemacht haben muss ;-)


    EDIT:

    wenn ich eine MIR messung gemacht hätte... ;-)




    und mit Systune gab es dieses Bild hier:



    beide bilder sind mit FFT messungen entstanden (ein kanal bekommt den ausgang als referenz, ein kanal bekommt das messignal)

    ARTA hab ich auch noch, das ist mir aber leider zu spät eingefallen... X/


    ich bin jetzt nicht der mess-spezialist (ja ja, wer misst, misst mist), die ein- und ausschwinger sieht man hier aber auch.

    da die dLive die gleiche basis ist wie die Avantis, verstehe ich nicht, wie die sehr saubere kurve von SynAudCon entstanden ist.