Beiträge von skyper

    Gestern bei der Metro gab es nur noch nacktes Blech vom Eingang bis zur Kasse. Dagegen sind die Supermärkte nahezu perfekt sortiert. Wohlgemerkt hat bei uns in Bayern die Gastro nahezu Sendepause ab morgen. Irgendwas läuft da grade ganz komisch.

    Das mag ja alles stimmen. Aber was ist mit den Freiberuflern, wie soll das mit denen aussehen? Denen die kein eige es equipment haben sondern "nur" ihre Arbeitsleistung zur Verfügung stellen?

    denen wird man die (möglicherweise berechtigte) Frage stellen warum sie nicht angestellt sind,
    dann würde es nämlich wie bei allen anderen Arbeitnehmern auch entsprechende Maßnahmen vom Staat geben.

    Je mehr Fokus gerade auf die "ich kann das nicht selber stemmen" Situation bei den Einzelunternehmen gelenkt wird,
    desto mehr Wasser ist das auf Mühlen, deren Geklapper man in unserer Branche nicht hören will.


    (Dass damit eines der wesentlichen Probleme unserer Branche - dem stark saisonalen bzw. eventbezogenen Personalbedarf - nicht gelöst wird steht auf einem anderen Blatt.
    Ändert aber nix daran dass sich die "Selbständigen" m.M.n. gerade selber ein Stück weit die Karten legen)

    ist jetzt nicht die klassische Traverse mit Husse, aber dafür agenturtaugliche Optik:


    Excellent line von Hof Alutec,

    https://excellent-line.com/


    bekommst Du z.B. bei CGS

    https://www.cgs-licht-ton.de/d…php?mainCat=Design-Stelen

    oder Showem

    https://katalog.showem.de/produkt-kategorie/excellent-line/



    Für kleine Lautsprecher gibt es inzwischen hübsche Tellerstative z.B. von K&M,


    vergleichbares "in groß" mit verschiedenene Kopfteilen - allerdings in Edelstahl - gibt es bei Neumann&Müller als Eigenentwicklung

    (für den runden Fuß nach "Kümpelplatten" fragen) - allerdings k.A. ob das auch ins Dry Hire geht.

    Aktuell vermietet Dir aber vermutlich jeder alles damit wenigstens irgendwas auf die Straße kommt :-)

    er riskiert damit ja zusätzlich zum Fortbestand seiner Firma auch noch eine Privatinsolvenz. Das würde er nur tun, wenn damit der Fortbestand der Firma wirklich gesichert ist.


    Logo hat das was mit Eiern in der Hose und dem Risiko des Totalverlust zu tun, aber dafür steht man doch hinter seinem Unternehmen? Das ist beim Einzelunternehmer nicht anders - mit dem Unterschied dass er wirklich muss bis nix mehr da ist. Wenn der den Kredit nicht zurückzahlen kann dann wird erst die Lebensversicherung gepfändet und dann die Wohnung bis auf Schrank, Bett und Fernseher leergeräumt wenn er in die Privatinsolvenz geht. Hat ein Kollege gerade durch - nicht lustig.


    Der Gesellschafter kann wenigstens "nur" die GmbH in die Tonne treten - dann fehlt zwar das Einkommen und der zukünftige Verkaufserlös wenn man irgendwann die Firma weiterverhökern möchte, der Benz der Frau, das Aktiendepot und der schicke Bungalow bleibt einem aber privat erhalten.


    Genau deswegen hinkt für mich der Vergleich. Es knallt jetzt möglicherweise nach vielen Jahr(zehn)en mal wieder so richtig im Land - und alle tun total überrascht weil es kein grenzenlose und unbegrenztes Wachstum gibt. Da geht mir schon ein wenig der Hut hoch...

    Wer weiss schon was in einem halben Jahr ist, solange kein Komet die Erde spaltet stehen die Chancen ja nicht schlecht das es mit der Menschheit und unserer Spiel Spaß Spannung Branche auch irgendwie weitergeht... Und falls wir doch alle an corona krepieren können wir das Geld auch nicht mehr fressen.

    Hmmm... den Freelancer in unserer Branche in seinen finanziellen Möglichkeiten über eine solide aufgebaute GmbH zu stellen halte ich ehrlich gesagt für gewagt.


    Die Gagen sind bekanntermaßen knapp bemessen, und nicht vorhersehbar.

    Auf dem Papier kein regelmäßiges EInkommen -> da biste bei Miete oder Kredit schlicht der Depp.

    Also entweder Eltern anpumpen oder Opas Briefmarkensammlung verhökern oder das Erstgeborene abgeben. Letzte Abfahrten vor dem Strick wären die Privatinsolvenz oder eine Hypothek aufs Elternhaus,
    das wünscht man aber niemandem.
    Nebenjob ist ein Argument, lasse ich bedingt gelten. Angeblich hat gerade einer der großen Fernsehhersteller (Sharp?) kurzfristig auf die Produktion von Mundschutz umgesattelt,
    geht also scheinbar auch in großen Buden wenn man wirklich will.

    Im Gegenzug zum vermeintlich "Selbständigen" sollte die GmbH ein Anlage- und Umlaufvermögen haben, ergo irgendeine Form von Substanz - nicht nur einen Duspol, Helm und Arbeitsschuhe. Es gibt darüber hinaus Jahresabschlüsse, BWAs, inventuren und was weiss ich nicht alles - das sind recht konkret fassbare Kenngrößen die auch eine Bank versteht. Sei es drum - selbst wenn sie es nicht versteht und keinen weiteren Kredit gewährt, sollte der/die Gesellschafter und der Geschäftsführer einer GmbH ein bisschen Hausaufgaben gemacht haben und für seine/ihre Gesellschaft einstehen.

    So wie ich es interpretiere ist der landläufige Usus, dass das Ziel einer GmbH eine schwarze Null oder gar eine kleine rote Zahl am Jahresende sein sollte. Klartext: man also auf Kosten des Finanzamtes versucht möglichst viel Geld aus der Firma zu schaufeln, während man sich steuerliche Vergünstigungen wie Geschäftswagen und Bonusmeilen holt, und der GmbH idealerweise die private Lagerhalle teuer vermietet, oder anders herum günstig(st) Wohnfläche auf dem Firmengrundstück zum privaten Wohnen anmieten kann.

    Man möchte gar nicht wissen wie viel Eventequipment in Deutschland Ein-Personen-Unternehmen gehört,
    die es dann ihrer eigenen GmbH vermieten. Oder Holdings die es den GmbHs vermieten, oder die Equipment-GmbH die es der Event-GmbH vermietet, alles ganz normal bei uns. Wenn die GmbH an der Fornt in den Eimer geht dann kann der Insolvenzverwalter drei Schreibtische und den Firmensprinter einkassieren, der Rest bleibt einfach da, weil gehört ja jemand anderem.

    Es solte also nicht so sein dass man als Firma mit Millionen an Eigenkapital oder zumindest Umsätzen nicht die Chance hätte Rücklagen zu bilden, man will halt tendenziell Steuern sparen und seinen Hintern privat aus der Schusslinie ziehen.

    Also - was spricht den dagegen als Gesellschafter die zehn angesprochenen Monatsraten a` 50.000 privat auf den Tisch zu legen - die halbe Million sollte man in der Liga als Unternehmer auf der hohen Kante haben.
    Dann kann man das sogar mit außergewöhnlich hoher Verzinsung an die eigene Firma verleihen - zieht also schon wieder bis zum Freibatrag Kohle an der Steuer vorbei aus der Firma.

    Oder man hat eben Pech, und muss das schicke Eigenheim mit einer Hypothek belasten.

    Oder Aktienpakete oder Geschäftsanteile oder Equipment an jemanden verkaufen der noch Knete hat.

    Das ist dann genauso schmerzlich in der Gesäßtasche wie beim Freelancer, am Ende aber nix anderes, nur eine null mehr hinten dran.


    Chancen und Risiken, dafür ist man Selbständig oder eben nicht, Rosinenpicken geht halt nicht immer.

    So sehe ich das auch - trotz einer großen Kiste saurer Äpfel die ich natürlich genauso habe wie alle anderen auch in der Branche. Wer keine zwei Monate Freizeitstress durchhält hat in der Vergangenheit was falsch gemacht.


    Kenne schon die erste Firma die aus einem großen Projekt rausgeflogen ist, weil der Name auf dem Bettelbrief an die Kanzlerin aufgetaucht ist. Begründung : Wer jetzt schon mit der Finanzierung seiner Kredite rumjammert hat also keine Kohle, und wird entsprechend als unglaubwürdiger Vertragspartner eingestuft. Bäm!


    Bei den "selbständigen" Technikern sehe ich ähnlich dünnes Eis: je lauter geheult wird desto größer werden die Ohren werden zum Thema: warum seid ihr immer noch nicht in sozialversicherungspflichtigen Beschaftigungsverhältnissen, dann wäre auch mehr Kohle im Topf, die man in Hilfsmaßnahmen ummünzen könnte. Besser wird es die Lage für die "Selbständigen" in jedem Fall nicht machen.

    (unabhängig davon dass die Festanstellung nicht das Allheilmittel für unsere Branche sein wird, das ist aber ein völlig anderes Thema )

    So wie es jetzt läuft ist es minimaler Schutz bei maximaler Störung des sozialen Lebens.

    So wie es jetzt läuft hab ich eher Bammel um die Vernichtung unserer wirtschaftlichen Errungenschaften vieler Jahre. Dazu mit weitreichenden Auswirkungen auf unsere Renten - die leben nämlich von einer gesunden Wirtschaft. (gut, man kann auch sagen je mehr es jetzt dahinrafft desto weniger Rentner die vor uns den Rententopf leerlöffeln, aber das ist vielleicht auch der falsche Ansatz...)

    Schon klar dass eine hochgezüchtete Börse immer wieder mal eine Bereinigung braucht, aber ob alles mit Panikmache plattklopfen der richtige Ansatz ist? Selbst der Corona Brauerei geht es gerade signifikant schlechter.

    (teils weil in China und sonst keiner mehr zum saufen geht, aber die Amis haben inzwischen Angst sich am Bier anzustecken...)

    Dafür stehen bei uns jetzt die Leute dichtgerdrängt vorm Aldi weil es Desinfektionsmittel gibt - kannste Dir echt nicht ausdenken...


    Interessieren würde mich wie es gerade bei den Firmen aussieht die nur auf Drehzahl funktionieren, egal ob dryhire oder Vertrieb.

    Einige Eventdienstleister haben gestern ja schon den ersten Hilferuf an Frau Merkel abgesetzt...

    Ist auf jeden Fall spannend. Denke für einige wird die Luft ganz schön eng werden, sowohl die vermeintlich "Selbständigen" wie auch diverse Firmen die schon lange nicht mehr auf natürliches Wachstum, sondern waghalsigen Finanzierungsmodellen basieren.

    Mag sein dass hierdurch auch eine gewisse Selbstbereinigung stattfindet.


    Aber - die Welt dreht sich weiter, totgesagte leben länger, und irgendwann wird auch wieder die Rationalität einsetzten weil alle Branchen und Volkswirtschaften Geld verdienen wollen und müssen. Bisher sind wir an der apokalyptischen Prophezeiung bezüglich des. Virus ja ganz gut vorbeigekommen.


    Wie Treibsand (?) an anderer Stelle schrieb - aktuell ist die Gefahr aufgrund der Nagetierkäufe zu verhungern größer als am Virus zu erkranken.

    Die Börsen sind ja auch nicht ins bodenlose abgestürzt, sondern haben erstmal nur einen Dämpfer erhalten. Das sehe ich zumindest als ein ganz gutes Stimmungsbarometer.

    Viel schlimmer finde ich dass es gerade in Krankenhäusern zu Engpässen und Diebstählen bei Desinfektionsmittel kommt, das ist echt nicht witzig.


    Und wenn man mal für einen Moment zwei Schritte zurückgeht, tief ausatmet und sich dann überlegt wie es wohl sein muss wenn man seit Wochen bei Kälte unter Plastikplanen im Schlamm kauert, eine zerbombte Heimat hinter sich gelassen und von vorne mit Tränengas beschossen wird - dann ist es bei uns eigentlich gar nicht so schlimm.

    Funzt. Nicht weil ich um jeden Preis mein Zeug verkaufen will, sondern weil es


    a) mein Nachbar regelmäßig nutzt (hauptsächlich Yamaha Pulte und powersoft amps in Kombination mit 100m Klotz bzw. Canford cat5e Multis)

    Hatte für diese Zwecke mal 8+8 Stageboxen von SubD (Yamaha) auf Ethercon entwickelt,

    die gleichermaßen als XLR breakouts funktionieren.

    https://www.cat-core.de/de/Produkte/Stagebox-zweireihig-subd


    b) einer der größten Festival/Tour Ausstatter das gerne als quasianaloges Fallback mit verlegt


    Maximale Länge hängt halt maßgeblich von der Datenrate ab, die klassischen 120m zum FOH sind aber anders als kupfergebundenes Netzwerk ohne Bauchweh machbar.

    Und wenn man mit der Notwendigkeit argumentieren will - sehr, sehr viele Flüge sind nicht nötig.

    Unsere ganze Branche ist zumindest in weiten Teilen nicht nötig...



    Wer clever ist nutzt jetzt zumindest die freigewordene Zeit - Steuererklärung, PSA und Elektrogeräte prüfen, Staplerschein und erste Hilfe auffrischen, Festplatte und Schreibtisch aufräumen, Freunde treffen die man seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Oder zum Batterie aufladen in den Urlaub fahren - notfalls mit der Bahn und dem Fahrrad oder Wanderrucksack , da ist man alleine auf weiter Flur und steckt sich nicht so leicht an.

    Zu Hause sitzen und nix tun hat mit selbständigem Unternehmertum zumindest nix zu tun.