Beiträge von skyworker

    Das erinnert mich an den "Kunden", dem seinerzeit selbst ein wirklich preiswertes Angebot noch zu teuer war - es ging um eine nicht ganz triviale Traversenkonstruktion als Support für einen Messestand. Ich bot neben dem Material auch noch die Dienstleistung an - hatte aber seiner fundierten Meinung nach zu viel Personal. Natürlich gab es einen Marktbegleiter, der das mit der Hälfte des Personals schneller umsetzen konnte und so weiter - und der obendreien noch einen Teil des angebotenen Materials bei mir zumietete. Es kam, wie es kommen musste. Der ohnehin enge Zeitplan explodierte bereits frühzeitig mangels ausreichender Produktivität im Gewerk "Traversen" und dann kam der Knaller in Form eines Anrufs am Sonntag morgen um acht (ich gebe zu: ich bin aus rein hämischen Gründen rangegangen): "Sag mal, du erinnerst dich doch an die Geschichte in der Messe. Wir bräuchten da kurzfristig noch ein oder zwei Kollegen für Restarbeiten, so zur Verstärkung des Teams. Könntest du das umsetzen? Du kennst den Job ja, da dachte ich direkt an dich..." Ich war dann brunchen und hab den Rest des Sonntags im Garten verbracht. Es gab noch vier weitere Anrufe, der letzte auch mit Nachricht auf der Mailbox. "Bitte melde dich, ich hab um 20 Uhr Abnahme durch den Kunden". Die fand dann wohl nicht statt. Das war dumm. Irgendwie.

    wora - ich versteh das auch mit den Files. Keine Sorge. Aber die Rede hier ging um drei akustische Gitarren, einen Gesang und drei Monitorwege. Mit ausreichender Zeit, die Bühne einzurechten, vorzubereiten, Soundcheck zu machen. Wenn ich dafür ein File brauche, sollte ich vielleicht Licht machen...

    Ich auch, ich auch...

    Multikultifestival mit reichlich Instrumentarium aus Ländern, die ich im Atlas nicht finden kann und versteckten Öffnungen, aus denen Töne kommen sollen... die unbedingt da mikrofoniert werden müssen (ja, genau da!), wo später die Noten drüberliegen. Aber das ist eben so...


    Und dann kommt der Kollege, der Dicgico, Yamaha oder SQ5 bestellt und die angebotene GLD ablehnt. Ein X32 wäre jetzt recht - weil das ist günstig in der Miete. Auf meine Frage, was am GLD denn untragbar wäre, kam dann diese Antwort: die Band besäße gar ein eigenes SQ5, er könne aber nicht damit umgehen und hätte kein File für die GLD. Wir sprachen über insgesamt 7 Inputs und drei Mixe...

    Der (andere) Kollege, der letztlich da war, hatte dann alles dabei. Auch die DPA Mikros und Radian DIs, die extra noch zugemietet werden mussten. Sowas bringt mich auf die Palme - weil da wird Geld verbrannt. Für nix und wieder nix.


    Und nun warte ich gespannt auf den nächsten Festivaltag, bei dem der Headliner wieder die Mikrofonie und die Konsole ansagt - aber kein Tonmann dabei ist. Und was jetzt, wenn ich nicht mit Soundcraft mischen möchte?

    Ich wundere mich ja ehrlich gesagt nur darüber, dass der Typ ein SQ bestellt, welches er angeblich sogar selbst besitzt - aber nicht damit umgehen kann... Kein File hat...

    Darauf wollte ich hinaus.

    Techniker bestellt SQ5 oder SQ6, Radian DI-Boxen, Neumann Mikros, LS von d&b, Meyer oder lAcoustics. Ich bestätige ihm das - allerdings mit einer GLD an Stelle der SQ - weil GLD verfügbar, SQ müsste angemietet werden.


    Seine Antwort: dann lieber eine x32, die wäre günstig in der Miete. Er besitzt zwar eine SQ5, kommt aber mit dem Pult noch nicht klar und hätte nur Files für Digico und Vi...


    Es geht übrigens um FÜNF Inputs von DREI Musikern auf der Bühne...

    Klar, darum heißt es ja auch Show und nicht Konzert...

    Natürlich läuft das mit time Code, ich vermute das einzige was wirklich live ist, sind bestenfalls Gitarren und Gesang.

    Aber ich glaube nicht, das es bei den top Acts wie z. B. Rammstein usw. anders ist.

    Ich war mal bei Riverdance... Ich saß etwas erhöht hinter dem Pult.

    Im ultra grossem Tonpult waren gerade mal 2kanäle am Eingang mit sichtbarem Signal in der Pegel Anzeige...

    aha...

    Hab ich zu sehr polarisiert? Dann entschuldige ich mich an dieser Stelle. Mein - zugegebenermaßen - recht kurzatmiger Einwurf sollte meine Verwunderung über die Idee zum Ausdruck bringen, in einer Location mit Delayline für fünfstellige Beträge eine Bastellösung zweifelhaftester Erfolgsaussicht zum Einsatz zu bringen. Über sowas würde ich (vielleicht) im Partykeller nachdenken oder - weil grad Karneval ist - bei irgendwelchen Piff Paff Puff Wagenbeschallungen mit überdenkenswertem Material.

    Aber vielleicht bin ich auch auch einfach nur komisch...

    Ich würde inzwischen gerne mal sehen, wie all diese "Designer" Licht mit vier Bars, vier ACL-Gruppen und einer Hand voll Stufen und Profiler spannendes Licht machen. Wenn das klappt und Gänsehaut macht, dann dürfen es auch gerne ein paar Movinglights sein...

    entweder einen echten Billiganbieter oder einen "Exnurbühnenbauer-jetzt-Komplettanbieter-mit-Sparabteilung-Audio" oder das C-Team eines amtlichen Beschallers


    Dieser Umstand bedeutet aber mitunter auch folgende:

    "Hier sind eine Hand voll SM57 und 58, Stative kannst du dir aus der Kiste nehmen und Kabel gibts links. Was? Ihr habt was eigenes dabei? Geh mir nicht auf die Nerven, dafür haben wir keine Zeit. Letztes Jahr waren Hans Wurst und die Dampfaffen da, die haben das auch so gemacht. Also macht ihr das auch so!"


    Und dann?

    Also... ich hatte in letzter Zeit ein paar Zusammentreffen mit den Syven (sagt man das so?!) - einmal mit mir bekanntem Musikmaterial in mir unbekannter Location, einmal mit mir unbekanntem Musikmaterial in mir unbekannter (akustisch bescheidener) Location, zweimal mit mir bekanntem oder unbekanntem Musikmaterial in mir bekannten (und vergleichbaren) Locations - da ich ebenda auch schon mit anderen Stäbchen und konventionellem Point Source zugange war.

    Wenn ich ehrlich sein soll, dann hat sich bei keiner dieser Gelegenheiten diese Magie eingestellt, auf die ich dringend gewartet hätte. Irgendwie ist das nix Halbes und nix Ganzes. Die Aussage, es klänge größer, als es ist, trifft vielleicht auf den Bass zu, denn der tut wirklich laut und wohlig. Irgendwie wie ein großer Subwoofer zuhause - schön, aber unaufdringlich, irgendwie eckt der nicht an.

    Darüber hinaus finde ich den Output der Stäbchen bestenfalls ok - aber wie gesagt ohne jedwede Magie. Vielleicht verstehe ich aber auch nicht, wo es hingehen soll. Kurioserweise gibt es anders als bei den anderen Systemen von lAcoustics eine deutlichst wahrnehmbare Kotzgrenze - darüber wirds einfach sehr, sehr schauerlich. Nun gut - wer ein System bis dahin fährt, der hat es auch nicht besser verdient. Darunter werd ich mit dem Zeug einfach nicht warm. Erwähnenswert dazu ist vielleicht auch noch, dass ich wie gesagt relevante Vergleichsmöglichkeiten in mindestens einer Location hatte - und unumwunden zugeben muss, dass es da in meinen Ohren andere Stäbchen deutlich besser und flexibler gemacht haben. An der Stelle haut dann einfach auch noch mal die Optik mit rein, die ich ehrlich gesagt furchtbar finde. Aber das nur am Rande.

    Mein bescheidenes Fazit: kann man kaufen, wenn man nicht in die Gefahr kommt, etwas mehr Pegel zu brauchen. Vielleicht klappt das mit Jazz oder Akustik ganz gut - wobei ich auch da irgendwie auch schon anderes Zeug vor der Flinte hatte, welches deutlich günstiger, gefälliger, flexibler und in meinen Ohren angenehmer war. Aber das war halt alles nicht braun und daher eben nicht angesagt.

    Wer ohnehin schon den Laden voll mit Braun hat, der mag das System als willkommene Ergänzung sehen und seinen Kunden damit einen Wunsch erfüllen.

    Zaubern kann das Zeug allerdings auch nicht.

    Ein klarer Fall für das hier:

    https://www.rane.com/pi14.html


    Ich erinnere mich, dass im letzten Jahrtausend gegen Ende der inflationäre Einsatz von diesen psychoakustischen Wunderkisten zu einem ebenso inflationären Tod von Pappen geführt hat. Insbesondere der SPL in der Summe war bekannt für seine Sprengkraft. Aber die ganzen anderen Schleudern waren auch keinen Deut besser. Der Versuch, Dinge hörbar zu machen, die entweder nicht da sind oder Kraft der vorhandenen Ausstattung nicht hörbar zu machen sind wird auch dann nicht materialschonender, wenn man es auf die Psyche schiebt.

    Dann ist da noch die Sache mit dem Q, der Akkuratesse, dem Gezerre und dem Gerausche irgendwelcher Equalizer - ich würde erst mal nach den wirklich limitierenden Faktoren deiner Anlage Ausschau halten. Meiner bescheidenen Meinung nach ist es bei deiner Anlage weniger kriegsentscheidend, ob du nun bei 250 oder 263 Hz einen Filter setzt, sondern viel mehr, ob es diesen Filter überhaupt braucht und wer das nun entscheidet.