Beiträge von audiobo

    ulf klüpfel


    Im gewerblichen/professionellen Umfeld hast du ja recht, das stelle ich gar nicht in Frage. Bei dem Ausbau einer Bar fallen ja noch viele weitere Punkte an als nur die Frage nach dem richtigen Absorbermaterial.


    Ich habe allerdings jetzt, wenn ich das Musik machen mitrechne, seit über 30 Jahren auch immer wieder mit Amateuren zu tun.

    Wir leben nun mal in einer Welt in der man auch als Laie (fast) alles bekommt, wenn das Bedürfnis vorhanden ist. Zeitgleich wird alles immer komplexer, wir selbst tragen in unseren Fachbereichen oft dazu bei.

    Wenn wir wollen, dass solches Rotzmaterial verschwindet, dann müssen wir als Gesellschaft auch mal dafür sorgen, dass die Menschen dort informiert werden, wo sie sowieso schauen. Nicht da, wo wir als Fachleute meinen, wo sie alles nachlesen müssen.


    Es geht schlussendlich darum das Gefahrenbewusstsein auf breiter Ebene zu schärfen. Das schafft man m.E.n. nicht indem man immer nur auf (in Summe äusserst zahlreiche und manchmal wechselnde) Zertifikate, Normen und Gesetze verweist. So tickt der Mensch nicht, zumindest nicht ausserhalb seiner Bubble.

    Wenn dann noch neben den Produkten steht, dass diese für Beispiele öffentlicher bzw. gewerblicher Anwendung geeignet sein sollen, ist das nicht nur irreführend, sondern fahrlässig.


    Es geht nicht darum die Fachplaner abzuschaffen. Ganz im Gegenteil, wenn man von Anfang an merkt, dass man eh nicht um die etwas teureren Materialien herumkommt, dann will man es oft auch richtig machen und kann so manch mühsame Diskussion unbewusst vermeiden. Was im Endeffekt der Produktivität und Qualität zugute kommt.


    Jetzt mal ganz ehrlich: Wenn selbst der prüfungsbefugte Brandschutzbeauftragte der Gemeinde im Jahre 2015 sich nicht am Kinn kratzt und das Zertifikat sehen will, wenn er da zehntausende dunkelgraue Schaumstoffnoppen an der Decke erblickt, dann muss man sich schon fragen wie man solche Bildungslücken schliessen kann.


    Zumindest mit den Noppen weiss es jetzt halb Europa schon mal für die nächsten 5 Jahre... Und was dann? (Wie viele sich den Begriff Polyurethan dabei vermutlich merken konnten lasse ich mal aussen vor.)


    Irgendwo wird es immer eine Bar, Kellerdisco, Jugendheim mit viel ehrenamtlichen Engagement o.ä. geben, die nicht "richtig" kontrolliert wurde, wo es keinen Fachplaner gab usw. Einen Toten interessiert es nicht mehr ob er in einer öffentlichen/gewerblichen oder privaten Umgebung gestorben ist.

    Was mir nach etwas herumstöbern auffällt:


    Der Informationsfluss seitens der Verkaufskette ist stark verbesserungswürdig, m.E.n. teilweise irreführend:


    - Der T. gibt bei seiner Eigenmarke an:

    Zitat
    • Material: gehärteter Polyurethan-Weichschaumstoff
    • ...
    • flammhemmend nach MVSS 302 (Brennrate < 100 mm / Min.)

    bzw.

    Zitat
    • Brandverhalten: Brennrate < 100 mm / Min. MVSS 302 entspricht DIN 4102 Baustoffklasse B3

    Liest sich für den nicht bewanderten, suchmaschinenfaulen Anwender als wäre das was tolles.


    Bei Vicoustik-Produkten steht

    Zitat
    • europäische Brandklasse (EN): Euroclass F

    Bei einem grossen schweizer (Online-)Händler habe ich diese Angabe auch nur sehr vereinzelt gefunden.


    Bei einigen Produkten findet man entsprechende Angaben nur, wenn man auf der Herstellerseite nach dem Datenblatt sucht.


    (Fast) Allen gemein sind Beschreibungs-/Werbetexte wie:

    Zitat

    Tonstudios, Radiostationen, Homerecording und HiFi-Räume

    (immerhin der Verkaufstext im Shop spart das aus)


    oder

    Zitat

    Anwendungen:

    Ton- und Rundfunkstudios, Postproduktion, Hörräume, Konferenz- und Telekonferenzräume, Vortragssäle, Fernunterrichtsräume, öffentliche Gebäude, Auditorien, Veranstaltungsräume usw.


    Wenn sich das nicht ändert, dürften alle anderen Massnahmen mittelfristig lediglich geringen Erfolg zeigen.


    - Klar kann (und vllt. muss) man die Kontrollzyklen erhöhen - Verursacht halt Kosten und Aufwand, schliesst ausserdem persönliche Kompetenzschwächen der Prüfer (wie offensichtlich auch hier geschehen) nicht aus

    - Klar kann man versuchen die Eigenverantwortung von Betreibern etc. per Gesetz und vllt. sogar Schulungen zu steigern - Aber es wird immer jemanden geben, der noch nicht genug weiss und dann auf das Verkaufsgeschreibsel reinfällt


    Weiterhin klammert man so wieder komplett den privaten Nutzer aus. Wie schrieb TomyN die Tage noch so passend:


    Ich sag's ja immer: Privat stirbt's sich viel schöner.



    Es wäre wünschenswert, wenn die Händler an der Stelle Klartext schreiben würden, z.B.:

    • leicht entflammbar, nur für punktuellen Einsatz, nicht flächendeckend

    O.ä.

    Mir ist auch absolut unverständlich, warum für Räumlichkeiten, die sich über zwei Geschosse erstrecken und für 200 Personen zugelassen sind, nur ein einziger Feuerlöscher ausreichend sein sollte.

    40m können ein recht weiter Weg sein - doof wenn besondere Brandgefahren nicht als solche erkannt werden.

    Habe mir gerade mal den hier eingebetteten Videobeitrag angeschaut:


    Crans-Montana: Die Bar und die Ereignisse rekonstruiert
    Das SRF-Grafikteam hat die Grundzüge der Bar nachgebildet, in der sich die Brandkatastrophe von Crans-Montana ereignete.
    www.srf.ch


    Ab 1:35, in Bezug auf die 3 Kontrollen vor 2020:

    "Da eine Untersuchung des Materials bei einer regelmässigen Kontrolle nicht erforderlich ist, haben unsere Sicherheitsbeauftragten den Schaumstoff wahrscheinlich für akzeptabel befunden."


    Ich würde sagen, da ist in Sachen Bewertungskompetenz noch viel Luft nach oben.


    Auch noch spannend für die Installationskollegen:


    hat man fast schon geschafft:

    ...und wer mit der Kettensäge im Wald unterwegs ist sollte eh am besten auf Holzgas setzen:

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    Ist nicht gegen dich gemeint - eher Galgenhumor bzgl. des dazugehörigen Erklärungstextes vom Mikroweich.


    Glaube mir, ohne den wäre ich die ersten 2 Tage diese Woche aufgrund der Updaterei vermutlich irgendwann durchgedreht: Einmal vornehmlich MS-Komplettpaket plus weiterem Unternehmensschnippschnapp auf "fertig" konfiguriertem Rechner.

    Dazu noch eine gefühlte Stunde lang IT- und Datenschutz-Sicherheitstrainingseinheiten bzgl. Phishing etc. durchdrücken.


    Passend dazu kam noch ein ähnlicher Artikel wie der hier irgendwo vorbei:

    IT-Probleme kosten Unternehmen Hunderttausende Arbeitsstunden
    Schlechte digitale Arbeitsbedingungen sind ein wesentlicher Treiber der globalen Produktivitätskrise. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle „Annual Workplace…
    www.computerworld.ch


    Solange ich die Wahl habe zu lachen oder mich zu ärgern versuche ich ersteres zu wählen.



    Zum Thema: Hast du gesehen, was da genau blockiert wurde? Unter "Help">"About" gibt es ja eine Auflistung von 3rd party librarys, das müsste doch irgend etwas davon sein.


    Mein privater Win11-Laptop will anscheinend vom 25H2 gar nichts wissen, da läuft noch 24H2. Offenbar wurden mit der 25H2 viele vorher optionale Funktionen standardmässig aktiviert.


    Bei mir ist die "Smart App Control" z.B. deaktiviert. Wenn sie aktiv ist kann man sie auch wieder ausschalten. Einschalten aber wohl nur bei erneuter Windows-Installation.

    Beim d&b Workshop damals hatten sie auch diese konisch zulaufenden DPAs (ähnlich dem Neumann), die haben sie einfach auf einen Kalibrator mit grösserer Öffnung gepresst.


    Ansonsten ist das in Zeiten von 3D-Druck doch kein Hindernis mehr.


    (Ich habe mir sogar schon mal einen Adapter aus Heisskleber gebastelt 😁 - war einfach nicht langzeitstabil)

    Habe mir auch damals auch mal ein Set isemcon mit Kalibrator zugelegt - war einfach eine gute Investition bis heute noch.


    Wenn ich aus irgendeinem Grund (Raummessungen) mal 2-3 Mikros mehr brauche packe ich noch Lineaudio OM-1 mit ein, die ich mal für Recording gekauft habe. Das isemcon dient mir dann als Referenz.


    (Nur der Vollständigkeit halber:)

    Interessant im Billigsegment scheint das neuere Behringer ECM Pro zu sein. Habe letztens eine Kalibriermessung davon gesehen, das Druckstaumaximum für 0° mit knapp +2.5dB liegt bei ca. 18kHz (+1dB@10kHz), weiterhin gibt es eine leichte, kontinuierlich verlaufende Bassanhebung von 2dB bei 25Hz. Sind auf jeden Welten zum alten ECM 8000.

    (Edit - Quelle: https://hifi-selbstbau.de/inde…sb-blog/behringer-ecm-pro)


    Zur Exemplarstreuung weiss ich allerdings nichts, die ist zumindest beim ECM8000 sehr hoch.


    Im übrigen gibt es da wohl auch bei den anderen Chinaböllern wie Umik usw. Probleme: Zwar liefern diese meist Korrekturdaten mit, offenbar werden die aber nicht einzeln erstellt, sondern immer für eine ganze Charge.

    Zur Konstellation: Rechnung deutscher Techniker an deutsche Band. Rechnung deutsche Band an deutsche Agentur.

    Das klingt nicht unbedingt nach Hobby - wenn die Agentur schon in die Schweiz vermittelt, sollte sie auch professionell Hilfestellung zu dem Thema bieten können.

    Bei so 'nem Kuddelmuddel reicht es sonst ja wenn der Subunternehmer (aka Mischer) der Band, der sich irgendwie darum gekümmert hat, plötzlich umfällt, ein neuer Sub beauftragt werden muss und niemand mehr weiss, was jetzt wie geregelt wurde/werden soll.


    Damit will ich niemanden aus der individuellen Verantwortung herausnehmen, es ist aber nun mal viel effizienter, wenn die Vermittler schon entsprechende Guidelines für Auslandsaufträge in der Schublade liegen haben. Manchmal muss man auch nur fragen, ab und zu wird so etwas schlicht vergessen.

    Gerade mal wieder daran erinnert: gibt es eigentlich aktuelle Wifi-APs/-Router/-Repeater mit am Gerät umschaltbaren Presets?

    ...viele Leute zwischen 16 und 18, bzw. auch sonst ein sehr junges Publikum. ...

    Diese Menschen haben wenig Lebenserfahrung. ...

    Feuer, weg hier! ...Seit Social Media ist das nicht mehr so....

    Beim 70sten meiner Oma gab es damals auch eine lustige Idee mit sehr vielen Kerzen und einer resultierenden Stichflamme und anschliessendem Brandfleck an der Raumdecke des Restaurants.


    Das Medianalter der anwesenden Gäste dürfte so bei ca. 50 Jahren gelegen haben, die durchschnittliche SocialMedia-Kompetenz bei gefühlten 0.2%.


    So viel Sprachlosigkeit bei gleichzeitiger Bewegungs- und Handlungsunfähigkeit habe ich in der Runde sonst nie erlebt.


    Wir sollten vorsichtiger sein, irgendwelchen gesellschaftlichen Gruppen pauschal Kompetenzen abzusprechen.


    Puh, ich glaube es ist sehr schwer für jeden, der noch nicht in so einer Extremsituation war, über das richtige Verhalten zu urteilen (damit meine ich nicht Gaffer o.ä.).

    Danke!

    Du meinst also wie bei Avantis, wo die SELECT Weichtasten aus waren und deshalb jetzt MIX Tasten drin sind…? iron

    Da komm ich besser drauf klar weil es dort dafür den „Scribblestripbereich“ gibt.

    Bei den Digicos treffe ich einfach immer wieder irgendeinen Button der irgendein Fenster öffnet das ich gerade nicht brauche.

    Jedoch erhoffe ich mir ja auch mehr Output als bei einer Klassischen BR-Kiste.

    Vergiss es. Da wird lediglich die Front auf Kosten der Tiefe verkleinert. Ganz nett vor allem wenn man viele Treiber auf wenig frontfläche bekommen möchte, mit 10“ vor allem unter der Bühne.


    Auf die relevanten Frequenzen hat diese sich aufweitende Öffnung keine Relevanz. Das ist noch weit von einem Horn entfernt.


    Evtl. vorteilhaft bzgl. Portgeräusche.

    Oder er hatte schlichtweg seinen Radartempomat (praktische Erfindung, aber man kann da auch die Entfernung einstellen) auf 70km/h gestellt und fand das Tempo später noch ganz angenehm. Solange er dabei in der Nacht niemandem im Weg ist ist das doch ok.