Beiträge von audiobo

    z.B.: REV-X Hall = 2In/2Out (STEREO-Type) , Reverb Stage = 1In/2Out (MIX-Type)


    Es kommt ja was in Stereo aus dem REV-X-Algorithmus, aber es werden nur die Reflexionen für den Linksanteil der Signalquelle hörbar. Also nur die Hälfte der Reflexionen die insgesamt berechnet werden. "TrueStereo" nannte man das im Werbejargon der Hardwaregeräte damals.


    Ehrlich gesagt habe ich mich tatsächlich einige Zeit gewundert warum die REV-X-Effekte schlechter klingen als die alten :rolleyes:

    DMI-AMM für S Serie ist erhältlich

    Ja ich weiss - ist aber a) ein zusätzlicher Kostenfaktor und b) komplexer in der Handhabung aufgrund des Insert-Routings als bei einigen Mitbewerbern.

    c) finde ich es eigentlich gerade bei Digico, deren Vertrieb damals mit der unglaublichen Flexibilität ihrer FPGAs ("Wir könnten das Ding sogar als Lichtpult programmieren wenn wir wollten") bei uns für ihr Pult geworben haben etwas enttäuschend dass man da eine zusätzliche Einschubkarte benötigt, aber das ist ein anderes Thema.

    Ohne jetzt allzuweit in das Thema hier einsteigen zu wollen - Da die Soundcraft SI-Serie genannt wurde:


    Diese ist gut für Amateure geeignet, solange es um Musik geht.


    Steht allerdings die Übertragung von Sprache unter Verwendung mehrer Mikrofone gleichzeitig im Vordergrund so ist ein integrierter Automatikmischer von unschätzbarem Vorteil. Leider gibt es diesen weder in Soundcraft- noch in Digico-Geräten.


    Daher bitte bei solchen Pultfragen immer genau definieren was man damit zu tun gedenkt.

    Zwischenschritte wie das 01V sorgen, wenn man sie denn nicht noch im Lager hat und ständig benutzt, nur für unnötige Verrenkungen, die kaum Lernerfolg bieten, ausser der Erkenntnis, dass digitales Mischen zwischenzeitlich mit allerlei Kompromissen behaftet war.

    Was das alte silberne mit den 60mm Fadern angeht - jep, Zustimmung.


    Beim 01v96 hingegen wird gerne immer wieder übersehen dass es ein paar Möglichkeiten bietet, die selbst in manch grösseren aktuellen Digischüsseln „vergessen“ wurden. Zum Beispiel

    - freien Abgriff (preEQ/preFade/postFade) für Dynamics und Insert.

    - Expander!!!

    - Sidechain!!!

    - verschiedene Optionen für Szenenspeicherung (wobei ich da bei den kleinen digitalen nicht auf aktuellem Stand bin)

    - umfangreiche Patchmöglichkeiten

    - arbeiten mit Erweiterungskarten

    - arbeiten mit digital synchronisierten Geräten (ADAT/SPDif/Wordclock, etc)


    Kurzum: Ein 01v96 ist nichts für den totalen Einsteiger (da tut es ein analoges Behringer 8Ch), noch ist es ein geiles Livepult - aber wer ambitioniert ist und die Schüssel bis in die letzte Ecke beherrscht, der kann relativ bedenkenlos auf Audio-Signalverwaltung losgelassen werden. (was nicht mit gutem geschmackvollen mischen gleichzusetzen ist 😉 )

    Spanning Tree ist sowieso am Start.

    Ja, das dachte ich mir - allerdings meinte ich einen anderen Ansatz als üblich, mit welchem ein konsequenter Verzicht auf das Sekundär-Dante-Netzwerk einhergeht. Also eher etwas für Spezialfälle.


    Whatever, in deinem Fall scheint der DBO1 die Wahl der Stunde zu sein. Oder RO8 wegen der Verfügbarkeit, wenn analog ausreicht.

    Da mir entsprechende Geräte fehlen und ich zudem gerade im Urlaub bin kann ich es nicht ausprobieren, aber ich behaupte mal nein.


    Evtl. wäre an der Stelle (je nach Netzwerkkomplexität) eine Primary-only-Redundanz über eine geschickt ausgelegte (und natürlich getestete) SpanningTree-Verschachtelung eine Option.

    So etwas benutze ich bereits an anderer Stelle.

    Bis zur halben Wellenlänge findet kohärente Kopplung statt . //Einwände?

    So pauschal formuliert? Ja.


    1) Bei halber Wellenlänge hast du bis zu 100% Auslöschung wenn du deine beiden Schallquellen auf einer Linie siehst (also hier von oben oder beim Zahnlückenarray seitlich) - Deine "kohärente Kopplung" ist also extrem winkelabhängig und nur auf der 0°-Achse vollständig vorhanden.


    2) Wenn man den Boden als Spiegelfläche sieht, dann musst du für die Extremposition "direkt am Lautsprecher" den Weg verdoppeln um die Distanz zu deiner virtuellen Schallquelle zu erfahren. d.h. für deine kohärente Kopplung darf der Lautsprecher nur 1m über dem Boden schweben.


    3) Je weiter du dich in der horizontalen vom Lautsprecher entfernst desto geringer werden sowohl die Laufzeit- wie auch die Pegeldifferenz, die "Kopplung" wird also tendenziell besser.

    Lies dir das hier mal durch:
    http://www.sengpielaudio.com/Rechner-schallleistung.htm


    Du kannst nicht aus dem nichts mehr Schallenergie herzaubern. Das funktioniert einfach nicht. Folglich können es nicht 6 dB sein.

    Auch wenn ich den Herrn Sengpiel und seine Arbeiten noch so sehr schätze, das passt leider gerade irgendwie nicht.


    Mal im Mechanikermodus betrachtet:

    Mit einem perfekt omnidirektionalen Lautsprecher mit einem Hubraum X bauen wir einen Druck über normal auf, welcher im Vollraum in alle Richtungen verteilt wird. Wenn wir nun diesen Lautsprecher mit beibehaltenem Hubraum in eine Halbraumsituation bringen, so wird der Ausbreitungsraum halbiert, der Druck somit verdoppelt.


    Da der Schalldruckpegel eine Spannungsgrösse ist gilt ∆L=20*log10(∆p) also 20*log10(2) = 6.02dB


    Dies mal so ganz profan in einer idealisierten Welt ohne die Raketenwissenschaften um Kohärenz, Schallfeldimpedanzen & Co. ;)

    Erster Satz mag sein - die Überschrift sowie der weitere Text sind allerdings viel allgemeiner gehalten und dass dieser Thread auch nicht im Board "Audio-Netzwerke" zu verorten ist tut sein Übriges. ;)


    Eigentlich müsste man aus der letzten Hälfte einen Extra-Thread "Wie baue ich redundante IP-Netzwerke auf" im o.g. Board machen...

    wie gesagt, bei Schoeps wird eine pegelanhebung von 3dB für grenzflächen angegeben.

    nach meinen bisherigen erfahrungen mit Schoeps, vor allem auch weil ich einen ehemaligen entwickler persönlich kenne und auch weiß, was der mann für ein physikalisches wissen hat, würde ich mal behaupten wollen das dies so stimmt.

    Achtung: Die 3dB beziehen sich auf das Bündelungsmass, die Pegelanhebung gesamt beträgt jedoch 6dB.


    https://schoeps.de/fileadmin/u…tze/Mikrofonbuch_Kap9.pdf

    zur "Ring Topologie" hätte ich eine frage:

    wie realisiert man sowas mit glasfaser?

    auf was muss man aufpassen?

    gibt es geräte, die dafür nicht geeignet sind (vornehmlich switche), bzw. wie werden die konfiguriert?

    kann ich da einfach am ende die zwei enden der ringleitung auf einen switch stecken?

    1. Du verwendest (am besten baugleiche) Switche die über eine (eingeschaltete) RapidSpanningTree-Funktion verfügen

    2. Die Switche verbindest du so dass es für dich Sinn ergibt, es pro Gerät immer mehr als eine Verbindung zum Netzwerk gibt und kein Port (auch im Havariefall) mit zu viel Daten überlastet wird.

    3. Du besucht vorher einen Netzwerk-Workshop wie z.B. den vom Bodo ;)


    P.S.: zum schnellen Einlesen über die Funktionsweise tut es aber auch schon ein Wikipedia-Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Spanning_Tree_Protocol

    und beim Backbone am besten gleich über 2 Leitungen und diese mittels Loadbalancing bzw. Trunkports koppeln. Wenn dann eine Leitung wegbricht ist die andere noch da

    Vorsicht bei der Nutzung von LinkAggregation als Redundanz: Das funktioniert solange man seinen Traffic im Griff hat und garantiert nicht über 1GB/s kommt. Da die gekoppelten Port in der Lage sind die doppelte Datenmenge zu übertragen könnte genau der Wegfall eines Kabels plötzlich zu Störungen führen.


    wora : du bist da bei deinem bevorzugten Mischsystem dank Processing direkt in der Stagebox ja eh weniger betroffen 😉