Beiträge von audiobo

    Das ist doch völlig normal!


    Wenn du etwas am Effekt verändert, was eine "Verschiebung" von "Zeit" zur Folge hat, kann die Engine natürlich keine Daten verarbeiten, auf der Zeitachse betrachtet in der Zukunft liegen würden.


    Das ist genau der selbe grund warum wir nicht Rückwärtsdelayen können (wobei Doc Brown könnte das, mit Hilfe des Fluxkompensators natürlich)

    Ist so nicht ganz richtig - denn dann wären die gängigen Modulationseffekte wie Chorus und Flanger nicht digital umsetzbar.

    Es gibt, wie ich das bis jetzt gesehen habe, 2 unterschiedliche Typen von Verzögerungsalgorithmen: statische und modulierbare - letztere sind vermutlich rechenintensiver und komplexer zu programmieren.


    Manche digitalen Hallgeräte können das beim Predelay, das Ergebnis ist keine Zeitreise sondern ein simpler Dopplereffekt.

    Beim X32 habe ich 16 getrennt einstellbare Output-Delays. und 6x Mono-Matrix

    Beim Wing gibt's 8 Stereo-Matrizen mit paarweise einstellbarem Delay.

    Wenn es dumm läuft muss ich beim Wing 8x Stereo-Matrix für 8x Delay verbraten und habe keine Matrix und kein Delay mehr übrig.

    na ja, da muss ich aber auch wieder die geldfrage stellen:

    wie umfangreich sind denn die veranstaltungen, die man mit einem 4000,- pult so macht?

    Mehr noch:

    Wenn ich in einer solchen Preisregion tatsächlich in die Verlegenheit kommen sollte, so viele individuell zu verzögernde Beschallungsausspielwege im Pult verteilen zu müssen - weil es keinen Controller oder entsprechend funktionale Systemamps gibt - dann ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass jeder Weg seine eigene Entzerrung benötigt, vergleichsweise hoch.


    Ich finde das Vorgehen, in jedem Ausspielweg alle vorhanden Processingoptionen in einer Ansicht (Channelstrip) unterzubringen und nicht noch quer über das Pult in irgendwelche Routing-/Patchfenster zu verteilen, genau richtig.

    Full Ack, nur eine kleine Korrektur, das WING kann acht Stereo-MTX.

    Das hat aber zur Folge, dass man beim Wing für zwei Lautsprecher zwei Stereo-Matrizen verbrät. Beim X32 hätte eine Mono-Matrix gereicht.

    ...

    Aber irgendwie vermisse ich beim Wing die Flexibilität.

    Ich versuche dein Verständnis von Flexibilität mal so präzise wie möglich zu hinterfragen: Hä?


    8 Stereo vs. 6 Mono gleich:


    8 Mono vs 6 Mono

    oder

    8 Stereo vs 3 Stereo

    interessante Idee

    Naja - man nehme ein X32core und ändere die Software etwas ab: Verändertes Routing, mehr Hoch- und Tief-, sowie Allpassfilter, für die Anwendung angepasste Dynamics, fertig.

    I/O kann man extern nach Bedarf realisieren - alternativ liesse sich das ganze Gerät sogar dank TieLines über das Pult einschleifen). Und man hätte noch optional Dante, MADI oder ADAT zur Auswahl. Interessant wäre in dem Zusammenhang auch eine Analog/AES3-Karte mit 19"/1HE-Breakoutbox.


    Technisch also schon so gut wie realisiert, man muss es nur noch verkaufen wollen. Vermutlich ist es allerdings nicht umsatzträchtig genug...

    Sagen wir es mal so: Bei einer QL/CL, welche ich ständig vor der Nase habe, ärgere ich mich bei ca. 50% der Zeit darüber, dass die Schüssel nur 8 Mono-Matrizen hat. Liegt aber u.A. auch daran, dass man nicht ohne blödsinnigen Workaround (FX-Rack) die Summe oder Busse auf Eingangskanäle zurück routen kann.


    Die 4 Stereosummen der Wing hingegen können direkt schon mal z.B. Summe Band > MTX, Summe Ansprache->MTX, Summe Presse/Livestream und Summe Recording abfrühstücken, ohne dass man einen einzigen Bus verbrät. Bleibt also 4x Stereo-(bei Bedarf Mono-)MTX für die Beschallung. Wenn das nicht langt, sollte man das echt nicht dem Pult ankreiden. (Genauso PA L/R tiefenversetzt). Klar mehr ist immer geiler.


    Anders sehe ich das bei den Inputs bzw. Bussen:

    Die bisher präsentierten Mix-Möglichkeiten sind schon sehr geil, für Leute die gerne mit Laufzeiten für Panorama und Tiefenstaffelung arbeiten, ist da allerdings noch Aufholbedarf.

    Wer weiss, vllt gehört ja im Geheimen auch noch ein neuer LS-Controller mit AES50-Eingang zum neuen Gesamtkonzept... wäre eh die bessere Variante als dieses ewige „alles im Pult“

    liebe fernsehleute: warum werden die journalisten da nicht richtig geschult?

    oder warum macht man das nicht in der senderegie? habt ihr dort keine lautsprecher, die unterhalb von 60Hz übertragen können?

    Glaubst du ernsthaft, dass es bei solchen Sendeformaten in der Regie noch eine Vollbesetzung gibt? Da werden ja schon selbst beim eigentlich personalintensiven ÖR-Fernsehen die Kameraleute durch Roboter ersetzt...

    Das Hauptaufgabenfeld für Tönler beim Fernsehen liegt darin, die Kommunikation (intercom, N-1, etc.) zu sichern, einmal eingerichtet bleib da kaum noch "bezahlenswerte" Arbeit übrig - für's Überblenden nimmt man einfach einen Mischer, der von der Bildregie gesteuert werden kann (GPIO).


    Wenn dann mal etwas defekt ist und ausgetauscht werden muss, kann es halt schon mal passieren, dass nur noch auf Funktion und nicht mehr auf Klang geachtet wird - und der restlichen Belegschaft, die dann z.B. über ein paar Mini-Genelecs im Raum abhört fällt u.U. das nicht so auf.

    Es wurde in der 5G-Spezifikation wohl eine Broadcast-Option bzw. ein Standard für verschiedene Anwendungen definiert.


    Vermutlich damit man z.B. solche Dinge wie Verkehrsmeldungen, Katastrophenmeldungen, etc. dauerhaft empfangen kann, ohne dass die Apps die Übertragung als unicast anfordern müssen.


    Ob man auch Fernsehen damit übertragen möchte weiss ich nicht. Aber wir Menschen schaffen es eh wieder auch dieses Übertragungsmedium mit Blödsinn zu verstopfen.

    Aber wie beschrieben, er ist eher linear, vllt. sogar etwas mittig als mit Spasskurve ausgelegt.

    So, an dieser Stelle muss ich mich einmal korrigieren: Ich bin zwar nach wie vor zufrieden mit dem Teil (Weil laut, zusammenlegbar, stabil, gute Steckverbindung und für meine Begriffe nach wie vor praxistauglicher PFL-Klang (meist bei Sprache)).


    Aber linear geht dann doch anders: nachdem ich mir gestern abend über sonarworks nun mal die Korrekturkurve herausgesucht und im A/B-Vergleich gehört habe: Das ist wirklich ein krasser Unterschied:

    Es hat z.B. bei knapp unter 5kHz eine 12dB Senke. Definitiv nicht kompatibel zu einer evtl. bereits vorhandenen C5-Senke ;)

    Korrigiert geht da regelrecht die Sonne auf.


    Witzig der gleiche Versuch mit dem DT990 - der hat ja laut sonarworks eine Höhenanhebung auf +12dB (15dB mehr als der Hochmitteltonbereich, passt auch vom Empfinden), der macht aber korrigiert irgendwie gar keinen Spass, klingt recht leblos das Ganze.


    Den Versuch kann ich übrigens sehr zum Nachahmen empfehlen. Auch wenn sich nur bei Pulten, die einen separaten-EQ im Kopfhörerweg haben, ein praxisbezogen höherer Mehrwert daraus ergibt.