Beiträge von audiobo

    Dem kann ich nur beipflichten.


    - 3D (bzw. immersive): mit entsprechendem Beschallungsaufwand

    -> verteilte Punktschallquellen an die jeweiligen Positionen oder künstliches/virtuelles Gestalten von Wellenfronten mit Hilfe entsprechend konstruierter Arrayanordnungen


    - Tiefenstaffelung: entsteht neben Lautstärke und Klang durch das zeitliche Verhältnis von Direktschall zu Erstreflektionen, ist also nur durch Hauptmikrofonie (Recording, Broadcast) oder geschickte Verhallung der einzeln mikrofonierten Instrumente möglich.

    Funktioniert nur in (mind. 2-Kanal-) Stereo (also live idR auf der Mittelachse zwischen L/R) zufriedenstellend.


    Per Nahabnahme mikrofonierte Signale ohne Hauptmikrofonreferenz gegeneinder zu verzögern bringt nichts, ausser du erreichst einen zeitlichen Bereich, der bereits rhythmisch relevant wird (grösser 10ms beim Schlagwerk, tonale Instrumente mehr je nach Art und Spielweise). Das könnte man höchstens noch bei einer grossen Orchesterabnahme gelten lassen.



    Am ehesten bringt im Club also noch das beschriebene Verzögern auf die Drums etwas, wobei man Systemlatenzen (Mischpult, Controller) nicht vergessen darf und die Winkelfehler an verschiedenen Positionen u.U. eh alles für den Grossteil der Publikumsfläche zunichte machen können (z.B. bei sehr weit aussen stehenden und nach innen gerichteten Lautsprechern).

    Überall sieht man nur noch das behringer x32! Alles drinn, schnell aufgebaut... Scheint wichtiger zu sein... Die Vorverstärker? Alles digital, für meine Ohren nur hart und zischig... Aber überall im Einsatz... Vorverstärker war früher ein sooooooo wichtiges Kriterium?!?!?

    Sorry, aber das ist echt mal Käse:

    1. Thema verfehlt, 2. klang es vor 10-15 Jahren in den Dörfern überall auch mit Analogpulten meistens zu spitz und scheisse. Dafür hatte auch jede 2. Kapelle extra 'nen Vitalizer oder Exciter im Rack, damit es nochmal extra eklig klingt.


    Aber ja, wenn man sein Digitalpult wie ein K2 aussteuert dann braucht man sich auch nicht zu wundern.


    Es ist eher so, dass es heute eigentlich so gut wie keine schlechten Preamps mehr gibt. Die Unterschiede zeigen sich eher am oberen Ende des Aussteuerungsbereiches (die teuren haben gerne mal irgendwelche Softclip-Schaltungen drin) oder in einer Färbung, um bewusst eine Eigenständigkeit zu kreieren. Wenn man die Unterschiede kennt, kann man auch damit arbeiten.


    Kleine Anekdote von vor ca. 10 Jahren:

    Kollege: "Die Preamps im XY (damals sehr weit verbreitetes, aber klanglich nicht sonderlich hoch geschätztes digitales Mischwerkzeug) sind gar nicht so schlecht, das liegt an den Wandlern. Der Soundso hat erzählt, wenn man da andere Wandler hinter den Preamps anschliesst, klingt es viel besser."

    Ich: "Aha, und wie hat der Soundso die angeschlossen? Es hat doch gar keinen analogen Insert oder DirectOut hinter dem Preamp."

    Kollege: "..."

    Nachdem mein erster Beitrag in diesem Thread von Erinnerungen an den letzten mitreisenden "Soundkönig" wie der vorangegangenen Aufräumaktion in meinem Newsletter-Postfach (welches zu gefühlten 40% von einer einzigen Firma dominiert wird) geprägt war, versuche ich es noch einmal etwas konstruktiver.


    Deshalb frage ich mich schon manchmal, wie viel Wert das richtige Logo auf einem Produkt hat, bzw. bei welchen Produkten das am ehesten eine Rolle spielt.


    Dieser Frage fehlt die Angabe, für WEN der Wert eine Rolle spielt:


    1) Für einen technischen Planer/eine ausschreibende Planungsagentur spielt die Marke insofern eine Rolle, dass man bei anspruchsvollen Anwendungen ein in sich funktionierendes Konzept ausarbeiten kann. Die Spezifizierung von Marke und Produkt garantiert einem, dass es so funktioniert wie man es plant/berechnet - so lange der Planer kompetent genug ist und das Material nicht defekt.


    2) der Lieferant, der sich mit Material einer Marke eindeckt, spekuliert einerseits auf die Aufträge oben genannter Planungsagenturen, des weiteren möchte er eine gewisse Wertstabilität, 24/7-Service für die nächsten paar Jahre und natürlich einen Pool an weiteren Zulieferfirmen, die ihm für Grossaufträge das exakt gleiche Material zur Verfügung stellen können.


    3) Der Techniker möchte möglichst einwandfrei spielendes Material, welches sich auf eine ihm bekannte Art und Weise installieren/konfigurieren/bedienen lässt. Das muss nicht zwangsläufig die angesagteste Marke sein, aber in der Tendenz steht er ja eh am Ende der Nahrungskette.


    4) Der (Sound-)"Enthusiast" möchte das bestmögliche Ergebnis herausholen bzw. konsumieren. Auf der Suche nach den 110% verliert man dabei manchmal die viel wichtigeren 80% aus den Augen. Inwieweit er sich auf der Suche nach den letzten paar Prozent von Marketing/Riderabgeschreibsel/persönlichen Empfehlungen/Nähe zum Vertrieb/etc. leiten lässt, ist dabei recht individuell.

    Deshalb frage ich mich schon manchmal, wie viel Wert das richtige Logo auf einem Produkt hat

    Scheinbar mehr als mind. 30 funktionierende Hirnzellen, die mit weniger Finanzaufwand und Gesabber dasselbe Ergebnis erzielen könnten.


    bzw. bei welchen Produkten das am ehesten eine Rolle spielt

    PlugIns


    (P.S.: Ja, es gibt Unterschiede und ja, "hearing is believing" und ja, im HiEnd-Bereich lohnt es sich auch mal und ja, hochpreisige Produkte sind meist auch qualitativ hochwertiger aufgebaut. Der Marketing-War ist trotzdem ganz grosser Kappes.)

    Die dlive kann ja Busse (Stereosumme weiss ich gerade nicht) auf Kanäle routen, wo man wiederum per DirectOut rauskommt. Zum verteilen reicht das ja...


    Vllt kann die SQ das auch ... ?!


    Und ja, ich habe auch irgendwie immer zu wenig Matrixausgänge (meist QL/CL).

    btw.: Ich bin jetzt vor etwas über einem Jahr beim Yamaha HPH-MT5 gelandet:


    Bestellt, aufgezogen, „Was ist das denn für ein nasaler Sch....dreck?“

    Nach Jahren Bass- und/oder Höhenlastiger Schallwsndler am Ohr völlig ungewohnt.


    Egal, mit auf den Job genommen und zack: Zum ersten Mal überhaupt habe ich es geschafft per Kopfhörer wirklich genau die Resonanzen herauszuziehen die auch auf dem (sehr guten, linear eingestellten) PA genervt hätten und einen passenden Grundsound zu zaubern.


    Dazu laut und kompakt verstaubar (der Hauptgrund warum ich den 770 nie in Erwägung gezogen habe, daheim hat‘s noch einen 990), ohrumschliessend und gut isolierend, abnehmbares, langes Kabel, was will man mehr?


    Fazit: Seit einem Jahr 100% zufrieden.

    Aber wie beschrieben, er ist eher linear, vllt. sogar etwas mittig als mit Spasskurve ausgelegt.

    Wenn die Band ka... ist helfen auch 3D IE und 99 Kanäle nicht weiter - hingegen habe ich schon so einige richtig geile „weniger ist mehr“-Kapellen erleben dürfen.


    Nur so am Rande.


    (bei Karels Beispiel käme ich nicht mal ansatzweise auf die Idee das mit örtlichem Material umsetzen zu wollen und das war bei ähnlicher Komplexität ja idR schon früher so)

    Aus dem DCA-Strip heraus thresholds und Sends relativ zueinander regeln? Hammeridee.


    Wäre dann sowas wie ein Gang/Link-Master oder auch Multichannel. Mehr davon, liebe Pulthersteller...


    Das würde jedem, der mit Multichannel-Beschallung arbeitet, den Workflow erheblich optimieren.


    (supergeil wäre dann noch eine Art „stacked processing“ (also doppelt) im Kanalzug, dann könnte man sich Subgruppen in vielen Situationen fast gänzlich sparen.)

    ...und jetzt stell dir mal vor, was so n Stück Pappe kosten wird, wenn es von Apple designet wurde...^^

    Dann wäre die Pappe aus Alu mit einem apfelförmigen Fenster in der Mitte und man bräuchte für jeden Pulttyp noch sackteure Adapter, damit das Ding überhaupt hält.

    Und natürlich wäre nach 1 Jahr Nutzung das Flachbandkabel für die integrierte Elektromagnethalterung in der Nähe der Scharniere durch. Und die Akkuleistung muss auch noch praktisch evaluiert werden, da man das Ding nur kabellos in der mitgelieferten Ladeschale wieder aufpumpen kann. 😊

    Sorry, aber ich muss euch allen ziemlich vehement widersprechen. Wenn hier jemand aktiv Lobbyarbeit betrieben hat, dann Google, YouTube & Co.. Und ich bin froh, das sich die EU dem klar widersetzt hat. Wie genau die nationalen Regelungen aussehen wissen wir nicht, und ob das wirklich so große Auswirkungen auf Foren wie dieses hat auch nicht, Fakt ist das wir alle mehr aufpassen müssen, was wir wo teilen und wo hochladen ... etwas das schon lange hätte passieren müssen. Denn im Augenblick haben wir kein "freies" Internet, sondern ein in großen Teilen kriminelles ... auch wenn das niemandem mehr bewusst ist, weil das ja alles Kavaliersdelikte sind ...


    Gerade uns als Technikern sollte massiv daran gelegen sein, das unser Klientel, die Künstler und die Kulturlandschaft, nicht langsam aber sicher ausstirbt, weil hier niemand mehr für das was er geschaffen hat adäquat bezahlt wird. Und wir dann auch nicht mehr. Wer rumjammert das die Musikbranche kein Geld hat um gute Löhne zu bezahlen, der sollte auch entsprechend handeln.

    Also ich hatte erst gestern wieder Lobbyarbeit vom Feinsten auf der anderen Seite des Pultes, wenn auch in einem anderen Bereich. Da kommt im Laufe der Zeit schon einiges zusammen.

    Und hier in der Schweiz kommt das Ganze definitiv von den grossen Medienverlagen, von denen auch schon vor nicht allzu langer Zeit aus allen Rohren gegen den ServicePublic (öffentlich-rechtliche) geschossen wurde.

    Zusätzlich bin ich mir ZIEMLICH sicher, dass man sich da seitens der Politik anders aufführen würde, wären die bösen (und zurecht kritisierten) Konzerne in Europa beheimatet.


    Es stört ja auch nicht, DASS was unternommen wird (obwohl es wieder mal 15 Jahre zu spät passiert), sondern wie.

    Wo wurde denn zum Dialog aufgerufen und, vor allem, mit wem? Warum beschliesst man etwas, ohne wirklich auf Kritik einzugehen, das bei sehr vielen Menschen, wie unserem Admin, die (Fach-)Plattformen zum überregionalen Austausch aus Überzeugung betreiben, erst einmal zu nicht mehr oder weniger als einer irrsinnigen Rechtsunsicherheit führt? Wieso kann man sich, ohne Fragen nach der möglichen Umsetzung beantworten zu können, da hinstellen und einfach sagen "So schlimm wird das schon nicht."?

    Warum wird wieder einmal ein Flickwerk in Gang gesetzt, das am Ende voll mit Ausnahmeregelungen sein wird - also potenzielle Schlupflöcher für alle, die genug Manpower bzw. Fachkompetenz in Sachen Rechtsauslegung in ihrem Unternehmen zur Verfügung haben?


    Und wenn man die Haftungsfrage auf diese Art und Weise in das reale Leben überführen würde, dann könnte man grundsätzlich sofort jede Stadt verklagen, auf deren Grund und Boden, wie z.B. dem örtlichen Marktplatz, von irgend jemandem geschützte Musik laut abgespielt oder eine Zeitung liegen gelassen wird. Wozu das dann führen würde, überlasse ich der Kreativität jedes einzelnen...



    Mir persönlich geht youtube am A.... vorbei. Wenn bei facebook die Hälfte nicht mehr angezeigt wird ist das auch nicht schlimm, dann sieht man die interessanten Beiträge von Freunden und Bekannten vielleicht wieder besser. Musik, die ich wirklich hören möchte, kaufe ich eh, gerne sogar noch als physisch vorhandenen Tonträger. Wenn ich die Möglichkeit habe, Artikel zu einem vernünftigen Preis online zu kaufen, ohne direkt ein Abo am Hals zu haben, dann mache ich das.

    Aber ich habe meine Zweifel, dass das an der Situation von kleinen Künstlern und Medienschaffenden irgend etwas verbessert. Wer bitte kommt denn für die zusätzlichen IT-Kosten auf? Ist eigentlich auch egal, denn es wird (wie schon so vieles) an irgendeiner Stelle der Wertschöpfungskette abgegriffen und steht somit dem Künstler nicht mehr als potenzielles Einkommen zur Verfügung.

    Stimmt. Eine Art abgetrenntes SIP wäre mein Traum. Das würde aber einen zweiten Master-Bus bedingen, weil der normale Mischbetrieb ja weiterlaufen soll. Dann könnte ich quasi hören, was der DCA zum Mix beisteuert.

    Damit es einem echten „SoloInPlace“ entspricht (also Kanäle PostPan plus Effekte und evtl. Gruppen-/Masterbearbeitung) reicht leider kein zweiter Master, du müsstest das komplette Pult-Processing intern duplizieren, wenn es sich auf keinen Ausspielweg auswirken darf.

    jepp, die entscheidung war schon heute morgen gefallen.

    leider wurde auch ein antrag abgelehnt, gewisse teile nochmal überarbeiten zu können.

    Hat etwa irgend jemand in dieser Lobby-gesteuerten Pseudodemokratie daran gezweifelt?


    (Wenn man die dem gewöhnlichen Bürger in diesem Politikzirkus zur Wahl stehenden Möglichkeiten auf den Musikmarkt übertragen würde, hätte man gerade mal die Wahl zwischen Helene Fischer, Alexander Marcus, Wildecker Herzbuben, Justin Bieber, den Sex Pistols und Helge Schneider.)