Beiträge von audiobo

    Meine Kristallkugel sagt mir, dass es bald Plastiktütchen in SM58-Grösse geben wird, die man dann fleissig wechselt. Somit wird die Desinfektioniererei dann obsolet.

    In Moment geht der Trend scheinbar zur Frischhaltefolie - total tolle Idee wenn man im Aussenbereich Popschütze „schön“ einpacken will... 🙄


    (und billig ist es auch noch)

    Ich war jetzt lange nicht mehr im Unify-Controller zugange: vllt gibt es in den switches die Möglichkeit 2 Vlan auf einen Anschluss zu routen.


    Ich habe z.B. ein paar kleine Switches (von Netgear glaube ich), in denen man einfach einstellen kann, welche Anschlüsse miteinander kommunizieren dürfen.

    Das mag im Musik- bzw. Eventbereich momentan zwar zutreffen (wobei man dann aber auch genügend Mikrofone für wechselnde Protagonisten vorsehen muss, und bitte den Arbeitsschutz an der Stelle nicht vergessen), wenn man Fernsehen macht sieht das allerdings schon anders aus.

    Jep. Ist schon lustig, wenn man als Local Support zu Beginn nur die Mucke hört, irgendwann auf die Bühne schaut und erst mal die Band sucht, vor allem wenn man noch den FoH- Kollegen an seiner SD (10 war es, glaube ich) werkeln sieht.

    Ich denke mal die "progressive" Flankensteilheit dürfte im Gegensatz zum normalen Expander für einen natürlicher klingenden Verlauf sorgen, ebenfalls das Softknee, welches sich in Fall C im Floorbereich ergibt, das hat so kein Expander den ich kenne.


    Wie gehst du dabei praktisch mit derProblematik des nicht parameterselektiven Kanallinks um?

    Das hängt natürlich vom verwendeten Pult ab - allerdings bearbeite ich idR immer eine Subgruppe, die ich mir zu dem Zweck oft in 2 Eingangskanäle zurückhole:


    Beispiele üblicher Varianten:

    A: Yamaha QL/CL Version1

    MicBus über Rack-EQ in 2 Kanäle zurückgepatcht, Nutzung der selektiven Linkfunktion, Nutzung des Kanal-Kompressors des zweiten Kanals


    B: Yamaha QL/CL Version2

    MicBus über 2Ch Rack-DualComp in 1 StereoKanal zurückgepatcht, dieser wird auf monosumming und rechts Polarity Invert eingestellt - die GR und die Range wird über den rechten Kanal des Rack-Comp realisiert.


    C: z.B. Digico SD, Behridas X/M32, Yamaha DM2000, Rivage (mittlerweile)

    können Variante A ohne den Umweg über das Rack machen zu müssen, allerdings nicht immer mit selektivem Link, da sollten zusätzliche Bearbeitungen zwingend im Send-Bus umgesetzt werden


    D: z.B. Digico SD, Soundcraft VI6, u.a.

    Einfachste Variante: 2 Busse parallel anfahren und einen invertieren+komprimieren. Zusätzliche Busbearbeitung ist dann halt mitunter schwierig.


    Ein paar Pulte hatte ich schon länger nicht mehr unter den Fingern oder ich habe damit Jobs gemacht wo ich es nicht benötigt habe. Wie gesagt, der primäre Einsatz ist die Sprachbeschallung.

    - Alles, was(akustisch) damit geht, geht auch mit einem klassischen Gate/Expander (ggfs. plus nachgeschaltetem Kompressor) im single Kanal.

    Sagen wir mal so: bei einer Trommel und vor allem noch den Einstellungen des werten Mr. Huart (den ich mir mal als Spammailer eingefangen und ganz schnell auf die Filterliste gesetzt habe) verschliesst sich mir ebenfalls die Notwendigkeit. Es wundert mich auch nicht, wenn bei perkussivem Material dann mal was vom Attack nicht ganz durchkommt.

    Aber: Wer ganz gerne den Raum ein wenig aus dem Sprach-/Gesangsmikrofon wegbekommen möchte, für den ist das schon ein ganz guter Kniff.


    Folgend eine kleine Grafik - ich habe mir mal die Mühe gemacht und die resultierenden Kennlinien erstellt, ausgehend von einem unendlich-1 Limitersetting. A ist mit vollem Pegel, B mit -3dB und C mit zusätzlich verpasstem Softknee invertiert zum Direktsignal hinzugemischt:

    vor allem das Setting C mit leichten Anpassungen und recht schnellen Regelzeiten benutze ich mittlerweile seit ca. 4 Jahren beinahe täglich (also zumindest bis Anfang diesen Jahres :rolleyes: ) im Sprachumfeld mit fast allen üblichen Pulten. Der X/M32-Expander ist der einzige, der nahe genug da rankommt, dass ich schonmal auf die Routingbastelei verzichten mag.

    (P.S.: Ich mag es lieber als den Neve, da ich den Threshold auch bei geringen Pegeln besser setzen kann und die GR-Anzeige mir einen besseren Überblick gibt wo ich jetzt mit meinem Pegel gerade im Arbeitsbereich unterwegs bin)

    Das sollte sich so auch mit dem X32 Dynamics realisieren lassen. Oder mit jedem anderen Expander der Soft knee und Mix bietet. Das Original ist zwar nie ganz auf, aber ich denke, dass es auf die letzten 0,5dB auch nicht ankommt.

    Ist tatsächlich das einzige mir bekannte Pult (Wing vermutlich ebenfalls) in dem das im Kanalzug geht, das kommt tatsächlich sehr nah da ran (wenn auch nicht ganz). Bei anderen Pulten scheitert es am fehlenden Softknee, Mix (bzw. Range) oder gar dem Expander an sich.

    Ich hab's mir gerade angesehen. Ich verstehe den Vorteil gegenüber einem Gate nicht.

    Die resultierende Hüllkurve ist eine andere, eine Mischung aus Expander und Gate mit Softkneecharakteristik. Der Vorteil ist, dass man die Bearbeitung kaum wahrnimmt, ganz im Gegensatz zu einem klassischen Gate.


    Auf die Weise arbeitet übrigens auch der Neve 5045 PrimarySourceEnhancer.

    Ich seh die Aktion als solche auch absolut positiv und gelungen. Nicht falsch verstehen. Aber wenn wir uns als high tec Branche und Profis verkaufen, geht sowas halt nicht.

    Sehe ich genauso. Die Vertreter der Automobilbranche kommen ja auch nicht mit verrosteter Passatklasse und schwarzen Wolken aus dem Auspuff verteilend vorgefahren um ihre Innovationsbereitschaft zu demonstrieren. Und soooo komplex ist eine PK nun auch wieder nicht. (von den Einsätzen und Live-Feedbacksuche mal abgesehen wären "Industriestandards" wie Limiter, Automatikmischer und ein Vorab-Soundcheck schon hilfreich gewesen :cursing:)

    die umgekehrte Variante, also Becken bzw. HiHat aus der Snare bekommen:


    den Snare Kanal doppeln, dort mit einem sehr schnellen Kompressor komprimieren, mit einem Hochpassfilter den gewünschten Blechanteil eingrenzen, dann phasengedreht der Originalsnare beimischen, so bekommt man bis zu einem gewissen Grad den Kanal stufenlos "bereinigt".

    Je nach Regeloptionen reicht dafür aber auch der dynamische Equalizer (in der Einstellung „UnderTresholdDownwardExpander“)