Beiträge von oton

    schön schön ... ich habe gerade aus versehen "Preinfusion" gelesen und gewundert das Lexicon jetzt auch Espressomaschinen baut ;-) ... ich kann mci noch gute Erinnern, wie ich mit dem Sänger der "Amigos" mal im Studio Hallgeräte durchgetestet habe, für den "richtigen" Schlagerhall ... und nach vielen Versuchen mit PCM80/90/91, TC3000/400, Sony R7 und was es da alles noch so gab, hab ich dann bei Crystal Sound mal das 300er mitgenommen ... und was soll ich sagen, er war zwar betrübt ob der Investition, aber er hat sich doch schnell entschieden .. ;-)

    Meine sind alle eingeklebt ... floger, bei den alten grauen isr da nach 30 Jahren nichts mehr mit "bombenfest" .... wobei ich diese Beschreibung auch nicht unbedingt für die Neuen benutzen würde .. ;-)

    hach, immer diese schwierigen Fragen .. ;.) ich besitze drei Sets, und kann mich einfach nicht so richtig entscheiden, aber muss ich ja auch nicht ....


    Sennheiser 904: immer noch für mich der beste Kompromiss, klingen gut, simple aber gute Halterung, sehr robust, meine goto Drummics, und auch quasi immer verfügbar.


    Audix D2/4: klanglich etwas "moderner" und tiefer, Halterung nicht ganz so robust wie Sennheiser, dafür flexibler.


    Shure Beta98: klingen mehr gefärbt, und etwas unnatürlicher, aber gleichzeitig "passt" der Sound auch manchmal .... Yamaha Recording Custom & Progrock .... genau das richtige Mikro .. ;-) ... leider empfindlicher, auch die Schwanenhälse.

    Ich habe es doch richtig verstanden, das es einen extra Techniker für den Livestream gibt, der, wenn vielleicht auch nur virtuellauf einem Ipad etc., die Fader schieben kann ? Und wie ist da die Abhörsituation ?


    Wenn nicht, ist das ganze ja noch mal viel kompexer. Ich bastel jetzt schon gut ein Jahr an meinem Streamingsetup herum, mit teilweise gedoppelten Kanälen, teilweise nicht, zwei Stereoauxwege Band & Vocals, die dann noch mal für einfachere Dinge zu einer Matrix zusammengefasst sind, manche Kanäle gehen Post, drauf, andere bleiben PreFader ... funktioniert, ist aber schon sehr komplex und man muss genau wissen wo man an welchen Stellschrauben drehen kann/muss ... ich finde es immer sehr entspannend, wenn es einen dedizierten Mischer für den Stream gibt, weil es tatsächlich Vieles einfacher und simpler macht.

    Kurz mal reingehört, just my 2 cent:



    - Die Bands und Sänger müssen zusammen üben, für Laien ist es schon nicht schlecht, aber das Zusammenspiel/Timing ist sehr wackelig .... üben üben üben ... ;-) dann klingt es auch gleich viel besser.


    - Ihr braucht dringend einen Bassisten, sonst hat das keine richtigen Eier ;-)


    - Vocals brauchen ein wenig EQ, ist doch oft sehr mittig/schrill .... da hilft aber auch der Tip mit dem Einsingen, dann wird das gleich viel besser. Gibt genug Tutorials im Netz.


    - da liegt viel schlecht eingestellte Kompression auf Bandgruppe/Master, pumpt viel und ist trotzdem nicht sehr gleichmäßig ... nehmt mal zum Starten ein paar Presets aus der SQ, aber nicht zu hart fahren. Die Kick drückt bei manchen Stücken den gesamten Mix weg, das mag bei Daft Punk passen, ist hier aber eher fehl am Platz.


    - Mir ist der Mix oft sehr unausgewogen, und es passiert auch nichts wo etwas passieren müsste ... derjenige, der den Livemix bedient, sollte mehr wirklich mischen ... dann braucht es auch weniger Kompression. Man kann die Fader bewegen .. ;-) ... und die Instrumente bräuchten auch noch ein wenig Liebe & EQ.


    - Gesang könnte wirklich bei den Musikstücken wirklich mehr Hall/FX vertragen.


    Wie gesagt, so schwierig ist es hier nicht, ordentlich mehr rauszuholen. Macht Mehrspurmixe und übt daran, und macht den Sängern Mixe ohne Vocals ebenfalls zum Üben

    Ich sage ja lass dich nicht stressen ... früher zu Schottes Zeiten hat auch niemand von einem Anfänger erwartet, das er spontan mit einer XL4 + zwei fetten Sideracks klar kam ... und so etwas steht ungefähr in Form einer SQ6 vor euch, plus mehrerer Ebenen, plus digitaler Kreuzschiene, + Mehrspur Liverecording ... und nur weil das so knuffelig aussieht, ist das alles nicht einfacher geworden ... ;-)


    Was ich euch empfehlen würde:


    - Lasst die Atmo Mikros erst einmal komplett weg. Wenn ihr eine komplette Band mikrofoniert habt, und das sind alles keine Profis, dann habt ihr meistens mehr als genug "Atmo" über die Mikros.


    - Mit der SQ6 gibt es einfache Möglichkeiten, eure Veranstaltungen Mehrspur mitzuschneiden und auch zurückzusplelen. Nutzt diese Möglichkeit zum Üben, gerade auch was das "Sendesignal" angeht.


    - Wenn Ihr über einen Auxweg ausspielt, heisst das natürlich auch, das ihr bei der Signalbearbeitung wie EQ/Kompressor einen Kompromiss zwischen Live & Stream machen müsst. Wenn Ihr Kanäle frei habt, dann überlegt euch, welche Signale besonders problematische sind, und doppelt die, so daß ihr da je nach Anwendung unterschiedlich eingreifen könnt.


    - Schaut euch noch einmal genau eure Bühne an, wer sit tendenziell zu laut uns leakt in andere Kanäle, wen kann man unter Umständen auch mit In-Ear versorgen, was kann man vielleicht mit DI statt mit Mikro abnehmen.


    - last euch nicht stressen ... ihr seit keine Profis, die und die brauchen viele viele Jahre bis sie den Dreh einigermaßen raushaben, und lasst euch nicht den schwarzen Peter zuspielen, wenn es mal nicht klingt .... der Löwenanteil des "Sounds" entsteht immer noch vor dem Mikro, und zu lernen, wann Technik schlicht machtlos ist, ist am Ende des Tages oft wichtiger als sie perfekt zu beherrschen, weil man dann gar nicht erst anfängt an den falschen Stellschrauben zu drehen. Stresst eure Musiker ;-) ... und macht ihnen Mitschnitte zum Üben.... seit da wenn sie Proben und arbeitet mit Ihnen zusammen am Sound .... auch die müssen lernen, wie man etwas zum klingen bringt.


    - Holt euch Hilfe von einer Nachbargemeinde etc., die vielleicht schon weiter sind als ihr, die wissen oft auch viel besser mit welchem speziellen Problemen ihr konfrontiert seid als der 08/15 Tontechniker.

    Ich glaube, du hast die Entwicklung von "modernen" Gottesdiensten nicht mitbekommen ... ist dir noch nicht aufgefallen, wie viele Fragen es in diese Richtung hier im Forum gibt? Mehr als die Hälfte meiner Tonschulungen machen ich inzwischen in Gemeinden & Freikirchen.

    Hallo,


    das sollte man schön lassen und die Möglichkeiten der natürlichen Abnahme zu nutzen wissen wie indirektere Abnahme auf Entfernung auch von mehreren Sängern gleichzeitig mit einem hochwertigen geeigneten Mikrofon. Dadurch klingt das auch lebendiger so als ob der Zuhörer mehr 'vor Ort' währe. Gehört halt zum elementaren 1x1 der gescheiten Mikro Abnahme ... ;)


    corn* Schotte

    Das geht in dem Moment in die Hose, sobald da ein komplette Band spielt ... von da her ist die Herangehensweise prinzipiell schon ok, vor allem, da man hier von einer reinen Laienveranstaltung sowohl was Techniker wie auch Musiker ausgehen sollte, und da geht es kaum um hochwertige Mikros und perfekte Mikrofontechnik sondern zu 99% um Schadensbegrenzung ....

    Sogenannter "Gnadenhall" ... ;-)


    Hall/Plate Effekt, 2-3 Sekunden lang ... über was für ein Pult mischt den der "Sendetechniker" den Ton?


    Allerdings würde ich mir nicht zu viel erwarten, viel verdecken läßt sich da nicht ... es wäre schon ganz klar an den Sängern, gut zu intonieren, das ist ja auch nichts was man nicht üben/lernen kann, vor allem wenn das Monitoring ja über In-Ear läuft und so nicht das Problem darstellen sollte

    Ich bin bei vielen Dingen bei euch, und ich finde es gut, das ihr versucht, auch aus "unteren" Kategorien das Beste herauszuholen !! Und bei Musicals bin ich auch ein ganz ganz ganz klarer Fall von E-Drums, wenn es keine vernünftige Trennung gibt, und natürlich auch sehr gerne mit Einzelausgängen.


    Allerdings, und das nur als Anmerkung, und vielleicht auch als Beruhigung ... bei Musicals der Kategorie "volksnah & schmutzig" geht es absolut alleine darum, erst mal die Vocals verständlich und einigermaßen ertragbar rüberzubekommen ... und darauf lege ich dann erst mal auch zu 100% meinen Focus. Ob da im Hintergrund ein Thomann-Drum der U200 Euro Klasse vor sich hin möppert, ignoriere ich schlicht und mache es gerade so laut das es nicht nervt. Genauso der Rest der "Band". Wenn man im Laufe des Abends feststellt, das sich da doch noch überraschenderweise musikalische Schätze zu heben sind, kann man ja dann immer noch lauter machen ... ;-) .. ist nicht schön, aber im Alter lernt man klare Prioritäten zu setzen ...


    Matze, ich kann deine Liebe für die VI übrigens vollkommen verstehen, ich arbeite auch immer noch sehr gerne mit dem Pult, von der Bedienung/Haptik immer noch ein ziemlicher Meilenstein. Aus welchem Karlsruher Dunstkreis kommst du denn? Hau doch mal ein paar Infos ins dein Profil ;-)

    Mal noch etwas mehr Input zur zweiten Frage von mir bezüglich schlechten Lavaliers:

    Das Hauptproblem was ich z.B. bei den t-bones hatte war, dass diese ganz extrem im 500er Bereich überdreht waren. Natürlich liegt ein großer Anteil der Sprachverständlichkeit ebenfalls im 500er Bereich. Im EQ jetzt die 500er Frequenzen rausdrehen hat eher dazu geführt, dass die Teile mehr blechern wie die Blechbläser geklungen haben :D . Eine Idee war dann natürlich nicht an den Haaransatz sondern näher an die Geräuschquelle (also auf die Backe) um den Gain reduzieren zu können. Problem dabei: das sieht ja blöd aus (Kommentar von der Regie). Dann lieber blöd klingen aber man sieht die Mikroports nicht ?( . Da die Mikroports von einem Vereinsmitglied gestellt werden und daher nichts kosten, will der Verein da auch nicht in die teureren Mikros investieren. Mein nächster Versuch die PA umzustellen. Also weg von Main-PA mit LR zu mehreren d&b 10s-D oder 12s um die Rückwirkung der Main PA auf die Bühne zu minimieren und somit hoffentlich diesen t-bone Dingern Herr zu werden.

    Das musst du erklären. Es ist billiger, die halbe PA umzubauen, als ein paar DPA´s zu mieten ? Ergibt das irgendeinen Sinn? Ich weiß, Sinnhaftigkeit ist nicht immer das, was Vereine ihren Entscheidungen zugrundelegen, aber hast du mal die Rechnung wirklich aufgemacht?


    Was für mich, auch wenn es natürlich nicht alles schön macht, gerade bei schlechten Headsets/Mikroports, wenigstens etwas hilft, ist einmal Dynamic EQ, hast du leider nur versteckt einbandig in deinem Pult (De-Esser), und "Gates" wie Waves PSE / Yamaha 5054 etc. , hast du leider auch nicht im Pult, hilft also nur extern über Wavesserver etc. einbinden. Da lässt dich leider die nicht mehr vorhandene Updatepflege deines Pultherstellers alt aussehen ...


    Trotzdem merkt man halt gerade bei Mikroports erst bei solchen "Worst-Case" Szenarien wie Musicals, wie krass der Unterschied wirklich ist ... ich würde auf besser Mikro bestehen, egal was der Verein sagt ...

    Ich fand Band ja immer Scheiße ... ;-) .... und war heilfroh, als es endlich vorbei war. Meine Studenten waren auch immer sehr ernüchtert, wenn wir die Studer angeschmissen haben ... Für mich ist das, genau so wie Vinyl, zu 99% reiner Voodoo ...

    Sagen wir es mal so ... früher hatte ich im Studio Zeit, 3 Backingsängerinnen für drei Songs 2 Tage zu quälen, wenn es um Genauigkeit und Perfektion ging. Und das gab es auch schon damals, aber dann hat man halt 30 Takes aufgenommen, und sich zu Tode gepunched ...


    Heutzutage macht man drei Takes, bearbeitet das und das Ergebnis ist unter Umständen sehr ähnlich ... von daher hat das nicht viel mit selber singen zu tun, sondern oft mehr mit Geschwindigkeit. Interessiert hinterher ja auch nicht wirklich, ob das Ergebnis jetzt "ehrlich" entstanden ist.


    Hat aber auch mit "gutem Gesang" wenig zu tun. Der entsteht immer noch zu 100% aus einem guten Sänger ... mit dem Unterschied, das ich heute einen grandiosen Take, der in sich einfach stimmt, aber ein paar flatte Stellen hat, einfach und unkompliziert reparieren kann.


    Und, das darf man nicht vergessen, als Tonstudiobetreiber der nicht in der 1% Obersuperduperliga spielt hat man einfach auch viel Kundschaft, die genau das erwartet, was der Chorleiter im anderen Thread auch erwartet ... das heutzutage mannigfaltige Imperfektionen locker digital ausgebügelt werden können ... und im Studio ist das ja oft auch schon kein großes Problem. Und ganz ehrlich, in 10 Jahren live wahrscheinlich auch nicht mehr, und wir werden es genauso selbstverständlich einsetzen.


    Und trotzdem wird uns nur ein paarmal ein Künstler so richtig bei den Eiern packen ... und das wird wiederum überhaupt nichts mit Technik zu tun haben ... ;-)


    Ich habe bis jetzt zwei Mal Autotune eingesetzt live, jeweils mit 2-4 Protagonisten/Instanzen. Mit Waves System & Waves Tune. Ging leidlich gut, ein paar Glitches etc. hat man aber immer gehört, auch wenn das wahrscheinlich ausser mir kaum einer gehört hat. Das Ganze ist ja schon im Studio, wo es ja inzwischen leider fast Standard ist, live immer noch ganz schön schwierig umzusetzen, wg. Störgeräusche, schwankender Pegel etc.


    Monitoring ZWINGEND ohne Autotune, schon wenn der Sänger sich zu laut über die PA hört gibt das Probleme. Also eigentlich In-Ear fast Pflicht, oder sehr leise PA auf der Bühne.


    Davon mal abgesehen, klingt das Ganze dann zwar etwas gerader, aber meistens auch nicht wirklich besser, weil eine Laie damit auch nicht schöner singt ... es rollen sich einem die Fußnägel vielleicht nur einen statt zwei cm hoch.


    Wenn ich das professionell für ein Musical o.Ä. umsetzen müsste, mit tatsächlch 14 Instanzen, dann würde ich mir ZWINGEND einen zweiten Techniker mit Erfahrung in dem Bereich holen, der sich NUR um die Bearbeitung der Kanäle kümmert, und sonst nichts anderes macht ... das auch nur einigermaßen sauber nebenher zu machen ist imho komplett aussichtslos.


    Wenn ich jetzt auch noch Laien & kleines Budget höre, würde ich dir MASSIV abraten ... ich würde mal prophezeien, daß das Ganze in einem massiven Chaos endet ... ausser man geht es offensiv als "Jugend forscht" Projekt an, hat ganz viel Zeit und ist nicht enttäuscht wenn es dann doch in die Hose geht ...

    Der Herr Zanki hatte halt auch die passenden Musiker am Start ;-) ... aber ich gebe dir vollkommen recht, deswegen versuche ich ja auch immer bei Null zu starten ... wenn die Band gut ist braucht man ja auch oft sehr wenig Kompression. Allerdings haben sich tatsächlich die Hörgewohnheiten in den letzten 30 Jahren doch sehr geändert, was Dynamik angeht ... von daher versuche ich immer, einen gesunden Mittelweg zu finden, kommt natürlich auch immer auf Musik/Zielgruppe an.


    Was mich stört, und das ist dann leider auch oft die Realität, das Kollegen mit einem fertigen "Sound" aufschlagen, was heutzutage ja noch einfacher ist ... aber ist halt langweilig, wenn alle Bands am Abend gleich klingen und jede Snare wie ein totkomprimiertes 80er Jahre Sample ... ;-)