Beiträge von simonstpauli

    ...wundert mich auch.


    Das Verwunderliche an der Geschichte ist: der Drummer hat sein eigenes Pult und macht den Monitorsound selber, ebenso der Keyboarder - die brauchen nur 4 Bus sends vom Monitorpult (ich schätze da mal Sax, Trompete, Bass und Drums/Keyboard). Es sind also noch 3 Monitore vom Saxophonisten, Trompeter und Bassisten zu betreuen und dafür dieser Aufwand! Ich versuchte es dem FOHler schmackhaft zu machen, er möge doch gleichzeitig den Monitor machen, will er aber nicht...

    Die Anzahl der Sends hat nichts zu sagen, ich bin auch schon für 16 Inputs auf 4 Mixe als Monitormischer auf Tour gegangen.

    Ein wichtiges Kriterium für die Notwendigkeit eines Monitorplatzes ist Kommunikation. Vor Allem während des Konzertes. Man möchte eben nicht große Gesten in Richtung des FOH-Mischers machen müssen und den dann auch noch von seiner eigentlichen Aufgabe abhalten, sondern dezente Gesten zur Seite machen. Und dann sitzt da noch ein Mensch, der wirklich mit der selben Sorte Lautsprecher den entsprechenden Mix auch in ähnlicher Lautstärke und im akustischen Bühnenumfeld abhören kann. Ersteres geht am FOH ja aus Gründen nicht. Letzteres ist schlicht unmöglich.

    nimms den kollegen bitte nicht übel.

    auch ich musste als mitgereister FOH mischer schon mehrmals in das tätigkeitsfeld des monitormischers eingreifen, wenn dort mal wieder ein azubi ohne erfahrung hingestellt wurde. getreu dem motto: "wieso, ist doch nur monitor..." zu diesem thema hatte ich hier vor vielen jahren auch mal einen thread gestartet.

    solche situationen sind dann nicht so schön, weder für die musiker, noch für den FOH mann - noch für den azubi.

    in deinem falle scheint das ja etwas anders zu sein.

    Was mich diesbezüglich doch schon wundert: wenn der Monitormix so wichtig ist (was ich persönlich absolut so sehe), wieso ist dann kein Monitormischer dabei? Ist es am Ende doch nicht so wichtig oder möchte man im Notfall einfach einen Sündenbock haben, der nicht im Nightliner schläft? ;-)

    Für viele Akku-Lautsprecher gibt es auch passende Drahtlosempfänger.

    Die meisten 9,5"-Empfänger brauchen ja im Allgemeinen keine hohen Betriebsspannungen und haben selbst ein kleines Netzteil. Wenn man das weglässt und mit Batterie einspeist, ist man auch am Ziel. Beim Sennheiser-Akkulautsprecher natürlich entsprechend eleganter gelöst...

    Neulich auf der Wiese, der FOH wird gerade gebaut (5*5 Dach mit schwarzer Gaze in den Seiten.


    Veranstalterseitig besteht die Frage, ob man nicht die Gaze hinten weglassen kann, sonst könnten die Leute hinter dem FOH ja die Bühne gar nicht sehen.

    Wir verweisen an den Projektleiter.


    Etliche Stunden später werden dann die Absperrungen gestellt.


    Vorne Mannheimer, hinten Bauzaun mit vollflächigen, eigens gedruckten Bannern.


    Und mein Kollege meint: "Sag mal, nehmen wir jetzt hinten die Gaze raus oder nicht?"

    Ist zwar schon ein bisschen her, aber dennoch :-)


    Wenn Du die Lampe vom Strom nimmst und sie wird weiß, ist der Emergency Mode eingestellt. Heißt: Die Lampe geht bei Stromausfall in den Notfallmodus und machte volle 100% Weißlicht. Eine gute Funktion, die hier in FFM von den Behörden und Sicherheitsdiensten geliebt wird.


    Das piepen ist der Diebstahlalarm. Kann man aber auch wieder ausschalten :-)

    Im Norden auch.

    Ich war ja über die Funktion informiert. Hab nur ein bißchen damit rumgespielt. Die drahtlose Steuerung hat man mir noch nicht anvertraut. Bin wohl für die Licht-Kollegen nicht so vertrauenswürdig. Jedenfalls während der Show... ;-)

    SampleRateConverter aktiviert?

    Klingt genau danach.

    Auf einem oder beiden Eingängen SRC, dann läuft das.

    Oder die Pulte synchronisieren. Das würde ich allerdings nur in sehr kontrollierten Umgebungen machen. Im Festivalbetrieb z.B. würde ich beide Eingänge mit SRC fahren.

    Du meinst sowas wie Soundboks 2. Steht mittlerweile auf jeden Festivalcamping herum. Ähnliches gibt es auch von Teufel und nennt sich da Rockster oder so.

    Teufel Rockster hatte ich mal als Backline-Beschallung für eine Akustik-Combo dabei (Cajon, Percussion + Gitarre). War insofern super.

    Sie können Bass ODER laut.

    Und sie können nicht auf ein Stativ.

    Und die Rollen sind etwas empfindlich

    Ansonsten eine coole Box.

    Ich meine, ein 12-V-Anschluß war da auch dran, so daß man einen externen Akku auch noch nutzen kann.

    Man muss auch bendenken, dass bei den stationären Empfängern durch die Dimensionen das Diversity besser funktioniert. So gesehen ist es in diese Richtung weniger kritisch als beim Inear. Außerdem hat man am Musiker mit Inear ja immer einen Sender recht nah am Empfänger, was durch Positionierung des Inear-Senders an der Bühne etwas entschärft werden kann.

    Genau das ist einer der entscheidenden Unterscheide zwischen Hinsrtecken und In-Ear-Stecken.
    Es gibt zwar inzwischen Diversity-In-Ear-Strecken, aber dennoch ist die Stabilität eine andere. Bei stationären Empfängern ist die Möglichkeit gegeben, Richtantennen einzusetzen und diese auch weit genug auseinander zu bekommen.

    Der zweite Unterschied: Üblicherweise wollen wir bei In-Ears ein Stereo-Signal übertragen. Das wird über einen Pilotton realisiert. Wenn dieser Pilotton beschädigt wird, ist das Signal entweder nicht mehr Stereo oder ganz im Eimer. In-Ear-Funkstrecken sind daher empfindlicher gegen Störungen von außen.

    Also beim Zubehör für die Musiker sind diese noch so ziemlich gängig und wenn man dessen Verkablung sich anschaut muss man sich über Redundanz er weniger Gedanken machen. Es gibt deutlich mehr Bruchstellen als das Digitale Audiokabel, darauf wollte ich hinaus.


    Ich kenne nur ein Fall wo kurz vor der VA das Multicorekabel durchgesägt wurde =O. Wenn man so dämliche Mitarbeiter hat kann man dagegen auch nichts machen ||....

    Mir geht es um PA-System-Verkabelung. Dante redundant und auf dem Fiber-System auch noch mal.


    Und dazu noch einen analogen Fallback, Umschaltung an den Amps.


    Auch da gibt es andere Engstellen, aber wenn ich es redundant bauen kann, tue ich es.

    Ich mache das intuitiv bei Yamaha-Pulten immer so.

    Nein das trifft es dich ganz gut ... es ist reine Geldmacherei von Seiten Digicos. Dafür hat A&H bei den SQ´s halt ein wenig viel weggespart, so das sich meiner Meinung nach die eigentliche "dLive" Oberfläche nicht mehr gut bedienen lässt ... jedenfalls längst nicht so gut wie eine S21. Übrigens, für die "Laienfraktion" finde ich die QU Serie da auch tatsächlich sehr passend. Wenn halt auch irgendwann wieder etwas eingeschränkt.


    Ich würde mir mit allen Kollegen die drauf arbeiten müssen die Pulte die in Frage kommen ansehen und vorführen lassen, das ist ja heute kein Problem mehr.

    Ich finde die Qu auch ziemlich passend. Gute Features, trotzdem klar strukturiert.

    Wir funken eigentlich alles über Strecke.

    Vorteil das man die Empfänger im Blick hat.

    Bis jetzt noch keine Probleme damit.

    Das solltet ihr bei InEars nicht machen.

    Es gibt keine Vorteile (ihr seht die Empfänger nicht) außer den nicht benötigten Multicorewegen, dafür ist die Funkstrecke deutlich instabiler. InEar-Empfänger werden meistens seitlich oder hinten am Gürtel getragen - zack, 20dB weniger. die Strecke ist größer, zack, noch mal 20dB weniger (vielleicht auch nur 10). Das ist zu viel Dämpfung.

    zu 3.

    da möchte ich gleich mal eine kleine warnung heraushauen:

    dazu gehört ein gutes grundverständnis über die physikalischen zusammenhänge, die so ein array mit sich bringt.

    und nach den vielen linearrays die ich gesehen habe, die gerade gestackt alle energie über die zuhörer hinwegschießen habe ich so meine zweifel, ob das wirklich viele leute gut hinbekommen würden. ;-)

    Ich muß hierzu noch anmerken, daß ich das natürlich nicht unterstütze, es aber die Realität ist, daß Line-Arrays ohne Simulation aufgebaut werden.
    Und das oft, wie wora treffend bemerkt hat, unter völliger Mißachtung einfachster Grundregeln.

    Den Punkt habe ich angeführt, um aufzuzeigen, daß eine Simulationssoftware keine Design-Regeln ersetzen kann. Jedenfalls heute noch nicht und in den nächsten Jahren auch nicht.

    Irgendwie verstehe ich diese Diskussion nicht. Ist es nicht so, dass ein Line Array sowieso nur mit der passenden Software eingestellt werden kann? Da erübrigt sich doch eine Diskussion über allgemeine Regeln. Oder etwa nicht?

    Ich denke schon, daß man über solche grundlegenden Design-Regeln diskutieren sollte.

    1. Bis jetzt kenne ich keine Simulationssoftware, die einem Systemtechniker das Design abnehmen kann.

    2. Kann die Software nur eine Simulation erstellen, die ist abhängig von den Rohdaten (die je nach Hersteller unterschiedliche Genauigkeit haben) und den Rechenmodellen (die je nach Software auch mal "schönen")
    In der Realität hört sich das Ergebnis teilweise deutlich anders an, als die Simulation erahnen lässt. Vor Allem in Räumen kann das drastisch abweichen. Gleiches System, mit gleichem Design-Ziel gerechnet, kann in einem Raum funktionieren und im nächsten eine deutliche Korrektur erfordern.

    3. Kann man durchaus ein Line-Array aufhängen und betreiben, ohne eine Simulation gemacht zu haben.

    die extrem negativen einflüsse von seitenwind bemängeln wir seit den tagen, in denen die linearrays die open-airs eroberten.

    früher, bei den großen hornsystemen, war dieses problem deutlich kleiner.

    aber das will ja keiner mehr wissen ;-)

    Machma allet uff 0°, kannste richtig weit schießen, wa?


    ;-)


    Kurz gesagt: nein. Kannste nich.


    Ich war mal privat auf einem Konzert, Open Air, bekannte Band, etablierte Open-Air-Location in Hamburg, wir hatten Müllsäcke an und waren am Ende hinter dem FOH. Da gab es keine Höhen und Hochmitten, aber wenigstens hat es sich nicht bei jeder Windböe verändert.


    Wahrscheinlich wäre es mit einem Hornsystem nicht viel besser gewesen, unter dem Strich war es trotzdem ein sehr schönes Konzert.


    Und die Winkel im Array waren mir herzlich egal.

    0° winkelungen macht man ja normalerweise nur fürs fernfeld. ab einer gewissen entfernung klappt das mit dem beam im hochton auch nicht mehr so sauber, er fächert etwas auf. hier sollte dann der übergang zum nächsten element mit einem winkel keine wirklich dramatischen auswirkungen haben.

    Ob wir uns darauf verlassen wollen? Ich vermute mal, das Auffächern kommt vom Spiel in der Hardware (dagegen gibt es teilweise ausgefuchste Lösungen), dann sind es eben keine 0° mehr. Was aufs Gleiche herauskommt.


    Was noch dazukommt: bei leichtesten mechanischen Einflüssen verhält sich ein Array-Teil auf 0° wie ein Sportwagen. Hat richtig Power, aber die Spur halten wird schwierig.


    Bei großen Entfernungen kommt draußen dann auch noch der Wind auf der Strecke dazu, der es nicht einfacher macht.


    Ich hatte den theoretischen Input, praktisch konnte ich es auch ausprobieren, ich setze 0°-Winkel nur noch in sehr wenigen Einzelfällen und zwei davon untereinander quasi nie.

    Wenn ein Linearray mechanisch darauf ausgelegt ist und das Waveguide so arbeitet wie es soll sind 0° Winkelungen kein Problem.
    Oder andersrum bin ich so fies und behaupte, wenn die 0° nicht funktionieren ists kein gescheites Linearray :-P

    Das Problem sind nicht die 0°, sondern der Übergang von 0° auf einen höheren Winkel. Da gibt es im HF zwingend ein "Loch". Wenn man damit umgehen kann, sind die 0° kein Problem. Eventuell möchte man Pullback nutzen, um sicherzustellen, daß man nicht in den Negativbereich kommt.

    Bob McCarthy hat es so ausgedrückt: "Pyramids and Pizzas don't go well together"
    Die Pyramide ist das 0° gewinkelte Linearray, Addition auf Achse, bei mehr als 2 Tops sieht das aus, wie dreieckige Steine, die eine Pyramide bilden, die auf der Seite liegt.
    Die Pizza ist das mehr als 0° gewinkelte Linearray, keine Addition auf Achse, weil die Achsen voneinander weg zeigen. Die Tops bilden hier Pizzastücke.

    Ich kann 2 Sachen dazu empfehlen:

    1. das SIM3-Seminar von Meyer Sound Labs
    2. sich den Übergangsbereich zwischen Pyramide und Pizza anzuhören und ihn zu vermessen.