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Warum werden immer so riesige Monitorboxen benutzt?

  • cyberlight
  • 29. Juni 2004 um 01:00
  • cyberlight
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    6.061
    • 29. Juni 2004 um 01:00
    • #1

    Auf Bühnen sehe ich immer sehr grosse Monitore, auch wenn es nur für den Sänger ist.
    Wieso kann man da nicht sehr viel kleinere Teile benutzen?
    Muss denn das unbedingt Fullrange sein?
    Bass bekommt man doch sowieso auf der Bühne nicht mit, weil man ja schon die volle Dröhnung von der Front-PA bekommt.

    (Nein, ich habe noch nichts mit Monitoren gemacht :wink: )


    Es kann natürlich auch sein, dass auch öfter kleine Monitore eingesetzt werden, die grossen fallen allerdings mehr auf. :|

    Ist IEM nicht billiger als so teure Lautsprecher?

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • Soundchecker
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    • 29. Juni 2004 um 02:47
    • #2

    Naja, also den Bass nur über die Front zu hören, ist schon ziemlich arm. Meistens wollen doch eh alle Kick, Bass und die Vocals auf den Monitoren. Deswegen sind 15"er schon gerechtfertigt.

    Was ist schon ein Halbton unter Freunden?

  • Schnittenalarm
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    183
    • 29. Juni 2004 um 07:34
    • #3

    Das liegt in den meisten Fällen und besonders bei größeren Veranstaltungen, ganz einfach an der Bühnenanweisung des Veranstalters. Da kommt dann ein überbezahltes Püppchen, das noch nicht mal live singt. Aber alle 3m wollen sie fette Monitore haben. Hat mit notwendikeit nichts mehr zu tun.

  • Tobias Zw.
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    • 29. Juni 2004 um 08:22
    • #4

    Ich bin über die sachliche Qualität des Gesagten begeistert: "Das liegt in den meisten Fällen und besonders bei größeren Veranstaltungen, ganz einfach an der Bühnenanweisung des Veranstalters. Da kommt dann ein überbezahltes Püppchen, das noch nicht mal live singt. ... Hat mit notwendikeit nichts mehr zu tun."

    Also: Im Vergleich zu dem, was bei einem Konzert als PA steht, sind die Monitore doch meistens relativ klein. Und dann ist die Aufgabenstellung ja oft, den Gesang an der Sängerposition lauter zu bekommen als das hinter dem Sänger stehende Marshall-Fullstack. In Verbindung mit einem schwerhörigen Sänger (ja, das gibt's) ist das gar nicht mal leicht. Und wenn dann die Damen und Herren Künstler noch Keyboard für die Intonation und Bassdrum für's Timing brauchen, ist man auch gerne mal mit aktiv gefahrenen Martin LE400 schnell am Ende des Leistbaren.

    Zum IEM: Das ist zwar eine feine Sache, aber leider nicht das Selbe. Ich finde IEM ja eine großartige Erfindung - vor allem für Sänger mit bereits angeknackstem Gehör oder große Bühnen - aber es wird immer Musiker geben, die den "Wind" vieler, vieler aktiver Doppel-12"er Monitore plus Sidefill brauchen. Sei's aus physiologischen oder psychologischen Gründen. Da muß man dann als Monitormischer durch.

    Mit freundlichen Grüßen Tobias Zw.
    - auch Monitormischer, der allerdings lieber leise IEM macht -

    Edit: Orthographiefehler eliminiert.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

    Einmal editiert, zuletzt von Tobias Zw. (30. Juni 2004 um 07:25)

  • Sound-Klinik
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    • 29. Juni 2004 um 08:52
    • #5

    ... je undisziplinierter die Musiker sind ... und je wichtiger die Musiker sich selbst sehen, desto mehr Monitore müssen auf der Bühne stehen.

    Wenn man mit disziplinierten Musikern (die möglichst noch nicht ertaubt sind ...) spielt, können sogar zwei 12"-er Floormonis für Drums, Bass, Gitarre, Keys UND (auch mehrstimmiger) Gesang locker reichen.
    Mit meiner Oldieband (Besetzung s.o.) hab ich manchmal nur einen Floormonitor dabei ...

    Die Probleme enstehen dann, wenn z.B. der Gitarrist plötzlich (manchmal auch durch Konsum alkoholhaltiger Getränke motiviert ...) urplötzlich an einer Profilneurose leidet und seinen Amp aufdreht (... und schon braucht man mehr Monis ... :| ).

    Glücklicherweise begegne ich solchen "Musikern" nur gelegentlich bei Basser-Aushilfsjobs ...

    Viele Grüsse

  • Throsten
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    832
    • 29. Juni 2004 um 09:54
    • #6

    IEM ist ne schöne Sache. Gibt aber auch noch viele Bands, die das ablehnen. Uncool, noch nie so gemacht, ... hört man dann. Oft fehlt dazu auch die Disziplin (bei der Band, aber manchmal auch beim Tonmann). Bei Bühnen mit häufigem Bandwechsel ist IEM auch nicht grade praktisch. Da wird also durchaus noch auf konventionelle Monitore zurückgegriffen.

  • Campfire
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    1.356
    • 29. Juni 2004 um 12:03
    • #7

    Mal aus Musiker-und Mischersicht: Ich mag generell kleine Boxen ohne Bässe (momentan 12"/1" mit Lowcut bei 110-200Hz, bin aber am überlegen ob ich nicht auf kleinere Speaker gehe) als generelles Monitoring, die dann durch wenige Große ergänzt werden (Großes Drumfill, ev. Sidefills, 15er Monitore für den Bassisten wenn kein eigener Amp vorhanden...).
    Zur rhytmischen Orientierung die BD draufzulegen ist mit Lowcut auch bei kleineren Speakern nicht dass Problem (klick klick....).
    Inear mag ich persöhnlich als Musiker nicht, für mich ist da die Grenze zwischen "zu Leise" und "zu Laut" zu schmal, auch ist auf der Bühne eine räumliche Ortung einzelner Instrumente möglich (Stimme+Ak.Instrumente aus dem Wedge, Drums natur, El. Instrumente aus den Amps, Keyboard eventuell nur aus dem Keyboard-Monitor..)

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • Volker Holtmeyer
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    • 29. Juni 2004 um 15:55
    • #8

    Also ich hab die Erfahrung gemacht, dass man mit einem leicht überdimensionierten Monitoring (vor allem Amps) wesentlich weniger Probleme mit Feedback hat (so paradox das zunächst auch klingen mag).

    Vielleicht kann man das mit nem Kleinwagen und einem Oberklassewagen vergleichen. Beide fahren evtl. 160 km/h - mit der Oberklassse geht das aber ungleich entspannter.
    Will sagen, ein Lautsprecher an seiner Leistungsgrenze erzeugt mit zunehmender Lautstärke immer mehr Klirranteil, was immer mehr potenzielle Feedbackfrequenzen bedeutet.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • Campfire
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    • 29. Juni 2004 um 19:16
    • #9

    Da stimme ich zu, habe diese Erfahrung ebenfalls gemacht. Seitdem ich auf leistungsfähigere Amps umhestiegen bin muss ich den EQ erst bei deutlich höherer benötigter Lautstärke bemühen.
    Ich setze prinzipiell für jeden Sänger einen eigenen Monitor ein, Instrumentalisten mit eigenem Amp sollten keinen eigenen Monitor benötigen.

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • Sound-Klinik
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    • 30. Juni 2004 um 09:57
    • #10
    Zitat von "Campfire"

    ...
    Inear mag ich persöhnlich als Musiker nicht, für mich ist da die Grenze zwischen "zu Leise" und "zu Laut" zu schmal, auch ist auf der Bühne eine räumliche Ortung einzelner Instrumente möglich (Stimme+Ak.Instrumente aus dem Wedge, Drums natur, El. Instrumente aus den Amps, Keyboard eventuell nur aus dem Keyboard-Monitor..)


    ... das ist auch bei mir der Hauptgrund, warum ich lieber konventionell mit kleinen Floormonis arbeite.
    Drums geht grundsätzlich nicht auf die Monis - E-Gitarre und Bass hört man auf der Bühne nur "direkt" über Instr.-Verstärker (die dann mit Mics oder DI in die PA gehen ...) - und über die Floormonis läuft dann nur akust. Gitarre, Gesang und Keys.
    Die Kontrolle (besonders von Gesang) ist - diszipliniertes Spielen vorausgesetzt - einfach exzellent. Ich spiele so einfach am liebsten.

    Viele Grüsse

  • wora
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    • 30. Juni 2004 um 12:39
    • #11

    ich würde hier gerne mal eine lanze für große monitore brechen.

    denn es ist schon was tolles, wenn man als musiker vor so nem wedge steht, der sich schön fett anhört ohne zu dröhnen oder sich gequält anzuhören.
    gerade auf großen bühnen macht das schon was aus, wenn man die stimme ein wenig "spürt".
    der gag an 12" oder sogar 15" monitoren ist ja der, das diese auch bei tieferen frequenzen schon etwas mehr richtwirkung haben als die kleineren membranen und auch ohne übertriebene pegel schon herrlich satt klingen.
    hubraum ist eben durch nichts zu ersetzen!
    das macht einfach spass, auch wenn es nicht unbedingt notwendig sein sollte... und wenn der musiker spass hat, dann spielt er auch besser!

    auf kleinen bühnen sind aber kleinere boxen vor allem wegen des deutlich geringeren platzverbrauches angesagt.

    Zitat von "Fluxxkompensator"

    ... Da kommt dann ein überbezahltes Püppchen, das noch nicht mal live singt. Aber alle 3m wollen sie fette Monitore haben. ...

    das ist natürlich ne geschichte für sich, hat aber mit der größe der speaker erstmal nix zu tun. ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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