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  4. Lichttechnik & Effekte

Lichtpult: Unterschiede zwischen scene- u. scannerfähigen LP

  • Gepi
  • 29. März 2005 um 20:22
  • Gepi
    Beiträge
    18
    • 29. März 2005 um 20:22
    • #1

    Hallo liebe Gemeinde,

    worin besteht der Unterschied zwischen Lichtpulten, die scanner-/movingheadfähig sind und denen, an denen man nur Switch-/Dimmpacks anschließen kann?

    Kann man beispielsweise Scanner nicht auch mit einem 'normalen' Lichtpult steuern? Wieso muß es unbedingt ein scannerfähiges LP sein?

    Hintergrund der Frage ist: Man kan doch die einzelnen (DMX-) Kanäle eigentlich doch auch mit einem ganz normalen Pult ansteuern - oder nicht?

    Die Frage ist für geübte Licht-Profis vielleicht etwas profan, mir als nun wirklich blutigen Anfänger in solchen Sachen aber doch wichtig.
    Danke für eure Hilfe schonmal vorab.

    mfg
    Thorsten

    Tanzen und Spaß haben...

  • philipp2
    Beiträge
    155
    • 29. März 2005 um 20:37
    • #2

    Man kann mit Scannerpulten auch konventionelles Licht steuern und mit Pulten für konventlionelles Licht Movinglights, da ja das ausgegebene Signal immer dasselbe Protokoll ist. Nur ist es halt wesentlich komvortabler und einfacher Movinglights mit einem speziell dafür hergestellten Pult zu steuern. Gleiches gilt für konventilnelles Licht.

  • LJ Bush
    Beiträge
    3.953
    • 29. März 2005 um 21:04
    • #3

    Bei vielen Movings oder Scans nutzt man oft nur 8 Kanäle an, bei Produktionen mit z. B. nem 18-Ch. Dimmer will man eine Szene direkt proggen und nicht immer zwischen den A/B/C-Seiten hin und her springen. Bie nem großen konventionellen Pult hat man oft direkten Zugriff auf 48 Kanäle und mehr, das ganze gleichzeitig weil hier mehr Fader vorhanden sind. Bei nem Scan-Pult braucht man das ganze nicht weil nen Scan eben nicht soviele Kanäle nutzt. Oft invertiert man auch nur Moves und Farben bei MH's oder Scans und proggt gleich kleinere Gruppen aufeinmal.

    Sind sie PA-Krank?
    JA! :)

  • philipp2
    Beiträge
    155
    • 29. März 2005 um 21:06
    • #4

    Bwi Movinglightkonsolen wir auch viel über Scrollräder, Joystiks und Trackballs gemacht.

  • LJ Bush
    Beiträge
    3.953
    • 29. März 2005 um 21:19
    • #5

    Naja das ist aber eher Software oder Typen abhängig.

    Sind sie PA-Krank?
    JA! :)

  • philipp2
    Beiträge
    155
    • 29. März 2005 um 21:27
    • #6

    Fast alle höherwertigen Movingleitkontroller haben entweder einen Trackball oder einen Joystik oder ein Scrollrad.

  • Gepi
    Beiträge
    18
    • 29. März 2005 um 21:33
    • #7

    Vielen Dank für die schnelle Antwort. Damit ist mir sehr geholfen. So langsam kriege ich für diese Sachen ein bißchen mehr Hintergrund.

    Nette Grüße und euch noch nen schönen Abend
    Thorsten :D

    Tanzen und Spaß haben...

  • LightFaden
    Profi
    Beiträge
    626
    • 30. März 2005 um 01:51
    • #8

    Der markanteste (aber nicht offensichtlichste) Unterschied ist Signalberechung:

    Intensitätskanäle (also Dimmer) werden bei den kleinen Pulten eigentlich generell per HTP ausgegeben, d.h. der höchste am Pult eingestellte Dimmerwert wird schließlich am Signalausgang ausgegeben, während das Pult, sobald es eine MovingLight-Funktion besitzt, die entsprechenden MovingLight-Attribute (Gobos, Farben...) per LTP rechnet, d.h. der zuletzt eingegebene Wert wird ausgegeben.
    Einfaches Beispeil: Du hast zwei Stimmungen aufgerufen - in der ersten einen Dimmerwert von 200, in der zweiten einen Wert für den gleichen Kanal von 150. Dementsprechend wird stets ein Wert von 200 ausgegeben, egal in welcher Reihenfolge Du die Stimmungen aufgerufen hast. Ziehst Du nun die zweite Stimmung raus (da sie ja eh überflüssig ist), bleiben die Scheinwerfer immer noch auf 200, bis Du eben auch die erste Stimmung rausdimmst, so dass Du Dir normal nicht ausversehen das Licht ausdrehen kannst.
    Bei Gobos usw. willst Du dieses Prinzip aber genau nicht. Jedes Mal, wenn Du den Wert für einen dieser Kanäle änderst, möchtest Du ja, dass diese Änderung auch direkt ausgeben wird, z.B.: Stimmung 1 Gobo x bei DMX-Wert 200, als nächstes möchtest Du Stimmung 2 mit Gobo y mit einem DMX-Wert von 100 aufrufen. Bei HTP müsstest Du erst die erste Stimmung deaktivieren, bei LTP wird automatisch mit der neuen Stimmung auch das neue Gobo geladen.

    Summa summarum kannst Du jedes MovingLight auch von Generic-Konsole aus programmieren, da beide Pult-Typen am Ende ein identisches DMX-Signal ausspucken, nur die Art, wie Du die Show programmierst, musst Du dem Pulttypen anpassen - und dies ist natürlich bei MovingLight mit einem ML-Pult oder einer Hybrid-Konsole am einachsten. Ob die Einstellung der Werte dann per Trackball, Joystick, Encoder, Trackbelt oder Fader (der am ungeeignetsten ist, da er definierte Anschläge besitzt und die Empfindlichkeit nicht eingestellt werden kann) geschieht, ist aber letztendlich unerheblich.

    Liebe Grüße
    Mathias

    Übrigens: Standardbezeichnungen für die verschiedenen Pultarten sind Generic-, MovingLight- und Hybridkonsole (letzteres ist ein Pult, das beides in sich vereint). "Scene" ist letztendlich in den meisten Fällen ein Synonym für Stimmung oder Cue und bezeichnet eigentlich keinen Pult-Typ, sondern einen Show-Baustein, auf dem fast alle Pultphilosophien basieren.

    Liebe Grüße
    Mathias Burger

  • Gepi
    Beiträge
    18
    • 30. März 2005 um 08:44
    • #9

    Vielen Dank für die - für mich - sehr ausführliche Beschreibung. Ich habe mir über so etwas bisher noch gar keine Gedanken gemacht. Das hilft mir aber auf jeden Fall weiter, wenn ich mir für meine Parties in Zukunft etwas mehr Licht kaufen werde.

    Ich weiß, daß ich dadurch nicht zum Profi werde. Das ist auch nicht meine Intention. Trotzdem setzt sich für mich so langsam ein "Licht-Puzzle" zusammen.

    Wie gesagt: Vielen Dank nochmal allen, die mir bei der Frage geantwortet haben.

    mfg
    Thorsten :D

    Tanzen und Spaß haben...

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