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Recappen einer betagten Zeck A200

  • schrecki7289
  • 19. April 2006 um 17:38
  • schrecki7289
    Beiträge
    7.887
    • 19. April 2006 um 17:38
    • #1

    Hallo liebes Forum!

    Habe hier zu Zeit einen Patienten. Habe eine schöne alte A200 (ca.15-20Jahre...) bekommen, die ich zur Zeit für mich wieder herrichte.
    Hab sie soweit am laufen, musste nur mal nachgelötet werden. Gehäuse wird auch noch geliftet (kommt in mein Keyboard Rack als mein persönlicher Monitor Amp).
    Problem ist jetzt, dass der Amp ein wenig brummt. Kapazitätsmessung der Netzteilelkos sagte nix gutes, weniger als die Hälfter der Nennkapazität.
    Drin sind zwei Stück 63V / 4700µF von "ODO" oder so ähnlich, sind so goldene, die man öfters in älteren deutschen Geräten findet. Axiale Bauform, auf Platine überm Blocktrafo eingelötet.
    Nun suche ich geeignete Austauschelkos. Hat jemand einen Tip?
    Hatte an zwei Siemens 4700µF / 100V gedacht, die ich irgendwo noch liegen haben müsste. Aber vielleicht habt ihr ja noch was anderes anzubieten?
    Kapazität wollte ich so belassen, weiß nicht, was der alte Gleichrichter bei erhöhtem Einschaltstrom macht.
    Fotos stelle ich ich im Laufe der nächsten Tage rein, wenn meine Digicam wieder funktioniert.

    besten

    Gruß
    Thomas

    Einmal editiert, zuletzt von -Schrecki- (20. April 2006 um 16:00)

  • schrecki7289
    Beiträge
    7.887
    • 20. April 2006 um 15:09
    • #2

    So, hier das Foto:

    Mir ist noch etwas aufgefallen.
    Die Endstufe gibt ein recht starkes mechanischen Brummen von sich, ausgehend vom Trafo.
    Kann das auch mit den ausgelutschten Kondensatoren zusammenhängen oder hat das andere Gründe?

    Gruß
    Thomas

  • Mnyut
    Beiträge
    2.329
    • 20. April 2006 um 20:24
    • #3

    Geh die Datenblätter bei verschiedenen Herstellern durch und schau, das du axiale low ESR Elkos mit 4700 µF und min. 63V in gleich großer oder kleinerer (aber nicht zu klein) Bauform bekommst.

    Der Trafo brummt daher, weil das ein Trafo mit Trafoblechen ist (weis nimmer wie das genau heist. Lang lang ist es her *g*).
    Das Magnedfeld im Eisen lässt die (schlecht verklebten) Belche schwingen -> man hört also die Oberschwingungen. Kann manch mal auch die Spule sein, wenn sie schlecht gewickelt ist.
    Ringkerntrafos sind da unproblematischer (keine losen Teile die schwingen können).

  • schrecki7289
    Beiträge
    7.887
    • 20. April 2006 um 21:11
    • #4

    Oben im Deckel sind zwei Schaumstoffpolster, die das Blech dämpfen, einer davon fehlt bei mir, das erklärt es wohl. Ich habe nun das Blech um den trafo mithilfe zweier zwischen Trafo und Blech eingeklemmter Gummistückchen ruhig gestellt. Man hört zwar noch ein Brummen, aber nur noch ganz leise.

    Warum sollen die Elkos gleich groß oder kleiner sein?
    Ich hätte jetzt die größeren Siemens reingemachtund vorne in den freien Platz vor dem Trafo montiert. Was spricht dagegen? Wenn es handfeste Gründe gibt, dieses nicht zu tun. werde ich mich selbstverständlich nach einer Alternative umsehen.

    Gruß
    Thomas

  • ohu
    Beiträge
    602
    • 20. April 2006 um 21:29
    • #5

    Klappernde Trafos stelle ich ganz gerne mit ner Portion Pattex ruhig...

  • schrecki7289
    Beiträge
    7.887
    • 20. April 2006 um 21:31
    • #6

    Da habe ich noch einen ganzen Pott hier...
    Da könnte ich den Trafo quasi komplett vergiessen. :grin:

    Ich werd das Bleche einfach mal festkleben.

    Gruß
    Thomas

  • Mnyut
    Beiträge
    2.329
    • 20. April 2006 um 22:08
    • #7

    Den Trafo wird man wohl nie wirklich zum schweigen bringen. In meiner Ausbildung hat sich jeder einmal einen selber gewickelt. Die hingen dann 2 Tage in Tauchlack oder was das für ein Zeug ist und trotzdem brummt er vor sich hin (nicht wirklich laut, aber man hört es wenn man vor dem Gerät steht und das Radio in Zimmerlautstärke vor sich hin spielt)

    Zitat

    Warum sollen die Elkos gleich groß oder kleiner sein?

    Rein mechanische Gründe. Er sollte halt irgendwie rein passen und trotzdem stabiel sein ;)

  • schrecki7289
    Beiträge
    7.887
    • 20. April 2006 um 22:12
    • #8

    Naja ich hätte jetzt die Siemens reingemacht und gut verzurrt und verklebt.
    Ich schaue aber mal nach anderen, mal gucken, was mir noch so über den Weg läuft.

    Gruß
    Thomas

  • manuela
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    9.103
    • 21. April 2006 um 07:35
    • #9

    mach sie doch einfach mal rein, wenn er läuft ist es gut !
    Es muß nicht immer alles High Society sein, hier ist die Rede von von einem kleineren Ämpchen das vorher auch nix besseres mithatte :P

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Mechwerkandi
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    1
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    7.712
    • 21. April 2006 um 14:38
    • #10

    Mechanisch brummende Trafos stellt man dauerhaft ruhig, in dem man ihnen ein längeres Bad (> 12h) in flüssigem Wachs gönnt.

  • outliner
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    3.031
    • 21. April 2006 um 15:48
    • #11

    wird der trafo nicht zu warm?nicht dass am ende das wachs wieder rausläuft?

    Wenn keiner weiß, worum es geht, dann geht es hundertprozentig um Geld.

  • Mechwerkandi
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    7.712
    • 21. April 2006 um 18:11
    • #12

    Da läuft nix raus, selbst wenn der Trafo den Schmelzpunkt vom Wachs (~ 80°) erreicht. Die Adhäsionskraft reicht aus.

    Wenn man ihn lange genug drin lässt, kriecht das Zeugs durch die Kapillaren überall hin.
    Hinterher gut abtropfen lassen und nach dem Abkühlen wieder einbauen.

    Das Heisswasser-Becken für dererlei Behandlung stand vor 20 Jahren noch in der Ecke beim Dynacord-Service in Hamburg... :wink:

  • schrecki7289
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    7.887
    • 21. April 2006 um 22:58
    • #13

    Also das Geräusch kommt definitiv vom Blech, das vibriert deutlich spürbar, währenddessen der Trafo dieses nicht tut.

    Habe letztens noch eine A202 (den Nachfolger der A200 mit der 1986 eingeführten Bimos Technik, die Maintronic heute noch verbaut) in der Hand gehabt, die hatte den gleichen Trafo mir der gleichen Platine und den gleichen Elkos, bloß das der Trafo nicht an die Rückwand sondern auf den Boden geschraubt ist, und dort ist kein Blech drum was vibriert.

    Gruß
    Thomas

  • Sironketchup
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    220
    • 21. April 2006 um 23:32
    • #14

    Mechwerkandi
    Ich dacht die Kapillaren gibs nur in meine Blutbahn.... :grin:

  • Jobsti
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    • 22. April 2006 um 11:17
    • #15

    WOher weiß Mnyut, dass Schrecki genau 4700 µF pro Cap braucht ? *dummguck*

    [Edit: Schrecki hats ja geschrieben oben *gg*, ich dumm, ok]

    Aber werum dass genau die gleich Baugröße sein soll versteh ich auch nicht....

    PS: Man kann doch auch Caps mit mehr µF rein machen oder net?
    Käm das nicht beim Bass evtl günstiger?

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
    http://www.audiofotos.eu | Kostenfreier Bilderhoster für eure Forenbilder
    Nützliche Tools | Limiter berechnen, Schaltungen usw.

  • Mnyut
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    2.329
    • 22. April 2006 um 13:25
    • #16
    Zitat von "Jobsti84"

    Aber werum dass genau die gleich Baugröße sein soll versteh ich auch nicht....

    Muss ja irgendwie passen. Falls sie auf einer Platine eingelötet sind, hat man ja ein vorgegebenes Raster.

    Zitat von "Jobsti84"

    PS: Man kann doch auch Caps mit mehr µF rein machen oder net?
    Käm das nicht beim Bass evtl günstiger?

    Größere Elkos ziehen aber auch mehr Strom über den Gleichrichter. Kann eben sein, dass der zu klein ist. Hat Schrecki ja aber glaub oben schon geschrieben.

  • Jobsti
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    • 22. April 2006 um 13:47
    • #17

    Könnte ich da mal ne Rechnung bekommen, wie ich rausfinde wieviel Strom die wann wie wo saugen, und wie ich das passend ausrechne was da über den Gleichrichter rüber geht, gehen kann?...
    Wisst schon wat ich mein ;)
    Steh grade aufm Schlauch....

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
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  • Mnyut
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    2.329
    • 22. April 2006 um 17:10
    • #18

    Q = Ladung = As, C = Coulomb

    C = Kapazität = As/V, F = Farad

    R = Widerstand = Ohm

    U = Spannung = V = Volt

    I = Strom = A = Ampere


    Kapazität:
    C = Q/U

    Ohmsches Gesetz:
    R = U/I

    Viel Spass beim Rechnen ;)

  • schrecki7289
    Beiträge
    7.887
    • 22. April 2006 um 20:04
    • #19

    Genau.

    Also ich werde mal die Siemens reinmachen, mache mir da feine Halterungen rein, Kabel an die Platine gelötet, wo jetzt die Kondensatoren liegen und am anderem Ende mit den M5 Schrauben der Coladosen verbunden, fertig.

    Mehr Kapazität mache ich nicht rin, weil ich das dem Gleichrichter nicht zumuten möchte und die Stufe gut genug performed. (Grade auch im Bass und das trotz ausgelutschter Siebelkos).
    Größere Kondensatoren bringen nicht unbedingt bässeren Bass.

    Gruß
    Thomas

  • manuela
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    • 22. April 2006 um 20:42
    • #20

    Mach dir keine Sorgen wegen der Brücke, die können kurzzeitig einiges ab. 8)
    Ein bekannter Effekt zu guter Cpas ist zu großer Fleiß an 4 oder gar 2 Ohm, was dann Überstrom an den Endeumeln bedeutet (der vorher nicht drin war weil das Netzteil sich duckte..)

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

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