...seit 20 jahren dixieland...
diese zeile kennen wir aus udo lindenbergs "andrea doria".
was aber in der realität machen,wenn fünf rüstige musikanten mit zusammen etwa 200 jahren bühnenerfahrung einen sound liefern,das sogar der taubste rentner nach dem zweiten lied die flucht ergreift und der spärliche applaus die insgeheime bitte versteckt:macht doch mal pause!
so geschehen heute.ich hatte bis zum eintreffen der truppe den job,mit etwas volksmusik aus der konserve und ein paar einspielungen für ein ballett die zeit bis zum "grossen liveact" zu überbrücken.
die band stellte zwei dap-audio mc12 auf stativen auf und ich bekam augenblicklich angst.
das schlagzeug ohne abnahme,bis auf ein sennheiser konnte ich die mikros nicht identifizieren,hall ohne ende,ein am limit laufender bassamp und insgesamt ein sound der nur als mulsch oder besser gesagt müll zu bezeichnen war.
die sängerin verstand man zwar nicht,aber bis auf ein paar patzer eigentlich ein geiler beat!
ich habe ganz einfühlsam versucht,auf die fehler hinzuweisen,technisch wie mixtechnisch.
manche hinweise wurden beherzigt,andere ignoriert.
aber irgendwie kam ich mir dabei doof vor.auf der anderen seite kann ich es nicht sehen,wenn sich jemand auf der bühne zum obst macht.
keine ahnung,was die von mir gedacht haben,aber wenn so ein jungscher typ alten hasen was sagt,ist es immer ein komischer beigeschmack und irgendwie für beide seiten peinlich.
wie handhabt ihr solche sachen?lasst ihr die leute ins messer rennen und sich blamieren oder versucht ihr,vorsichtig einzugreifen?