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Leistung messen

  • tutter0815
  • 7. August 2006 um 00:03
  • tutter0815
    Beiträge
    32
    • 7. August 2006 um 00:03
    • #1

    Hallo

    Ich habe vor die Leistung meiner Endstufen zu bestimmen.
    Ist es möglich zb. einen Widerstand anzuschließen und mit einem Frequenzgenerator ein 50Hz Sinussignal zu erzeugen und dann Strom und Spannung messen. Oder ist das zu ungenau?

    mfg. Rocco

  • databass.ch
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.197
    • 7. August 2006 um 00:16
    • #2

    Spannung messen reicht, der Strom wird ja durch den Widerstand (der ja bekannt ist) und die Spannung definiert. I = U / R

    Jedoch musst du erst mal einen Widerstand finden, der mehrere 100W Verheizen kann ohne durchzubrennen. Oder entsprechend mehrere Hochlast-Widerstände vernetzen.

  • tutter0815
    Beiträge
    32
    • 7. August 2006 um 08:39
    • #3

    Den hab ich schon gefunden. Ist zwar ein riesen Teil, sollte aber an die 1000Watt aushalten und hat sogar ca.7 ohm.

  • audio-pip
    Beiträge
    1.412
    • 7. August 2006 um 14:34
    • #4

    Für gewöhnlich wird bei 1 kHz gemessen, der 1kW R ist bestimmt ausreichend wenn er zu warm wir richte halt einen Venti drauf, dann einfach die Spannung messen, natürlich ist hier ein Oszi von vorteil, da man da genau sieht wenn dier Sinus langsam zum rechteck wird :wink: dann spannung merken und rechnen...

    Bsp: 40V~ (gemessen) -> 40 x 40 = 1600 / 7 = 228,57 (Spannung ins Quatrat und dann durch den Wiederstand = Leistung) ...ganz einfach

    Du kannst natürlich auch mit 50Hz oder 20Hz messen mach ich aber nur um zu testen ob der Amp auch im Bass spabiel bleibt...

    ...Sebastian

  • tutter0815
    Beiträge
    32
    • 7. August 2006 um 16:52
    • #5

    Der Widerstand ist flüssigkeits-gekühlt ich denke das tut auch not, da 1Kw nicht so einfach abgeleitet werden können.

    Ich gehe davon aus, das bei diesen Leistungen der Widerstand ordentlich warm wird und sich der Wert ändert. Deswegen werde ich zu Kontrolle noch den Spannungsabfall über einen kleinen Messwiderstand messen und so den Strom bestimmen. Ich denke ein Ozzi ist am besten, werde es mir wohl mal auf arbeit ausborgen :)
    Danke für die Tipps.

    mfg.Rocco

  • stage_reini
    Beiträge
    251
    • 7. August 2006 um 19:18
    • #6

    Hallo!

    Zitat von "audio-pip"

    natürlich ist hier ein Oszi von vorteil, da man da genau sieht wenn dier Sinus langsam zum rechteck wird :wink: dann spannung merken und rechnen...

    Wenn du die Spannung mit dem Oszi misst, musst du aber bedenken, dass du da (normalerweise) die Spitze - Spitze - Spannung abliest. Für die Berechnung der Leistung musst du dir dann allerdings den Effektivwert ausrechnen :wink:

    Effektivwert (bei Sinus) = (halber SpitzeSpitzewert) durch Wurzel(2)

    mfg stage_reini

  • athlontakter
    Beiträge
    110
    • 7. August 2006 um 20:06
    • #7

    da hätte ich aber zwei fragen:

    erstens mal: wie mess ich das mit nem standard-multimeter? afaik solang aufdrehen, bis ich gleichstromanteil krieg und dann zurückdrehen, bis der wieder null ist, oder?!?

    und dann:

    theoretisch gesehen kann ich ja auch mit lautsprechern messen. die haben ja (Tieftöner bei 400Hz, MT und HT bei 1kHz) ihre impedanz und ich kann dann theoretisch meine ARLS missbrauchen? oder hab ich da was vergessen?

    mfG

    julian

  • tutter0815
    Beiträge
    32
    • 7. August 2006 um 21:54
    • #8

    wie gesagt wenn du mit einem standard-multimeter messen willst, bist du an die 50 Hz gebunden.
    Du kannst auch einen Lautsprecher nehmen. Da ist nur das Problem, das es dir irgendwann auf den Geist geht ein andauernden, lauten und monotonen ton zu hören. Das zweite Problem ist, das der Lautsprecher ja eigentlich einfach nur eine Spule ist, welche ihren widerstand bei versch. Temperaturen und freq. ändert.

    Deswegen wollte ich den Weg gehen einen Ohmschen-widerstand zu messen.

  • tufkadib
    Beiträge
    2.687
    • 18. August 2006 um 11:23
    • #9
    Zitat von "athlontakter"

    da hätte ich aber zwei fragen:

    erstens mal: wie mess ich das mit nem standard-multimeter? afaik solang aufdrehen, bis ich gleichstromanteil krieg und dann zurückdrehen, bis der wieder null ist, oder?!?

    Beim Einsatz der Begrenzung entsteht kein Gleichspannungsanteil.


    Zitat

    und dann:

    theoretisch gesehen kann ich ja auch mit lautsprechern messen. die haben ja (Tieftöner bei 400Hz, MT und HT bei 1kHz) ihre impedanz und ich kann dann theoretisch meine ARLS missbrauchen? oder hab ich da was vergessen?

    Ja, erstens den Radau. Zweitens haben Lautsprecher keine konstante Impedanz. Von daher ist die Methode mit dem Lastwiderstand besser.

    Noch günstiger ist es natürlich, wenn man auch kapazitive und induktive Belastungen testen kann.

    MfG

    DirkB

  • ukw
    Verifiziert
    Reaktionen
    6
    Beiträge
    1.566
    • 20. August 2006 um 12:24
    • #10
    Zitat von "stage_reini"

    Hallo!


    Wenn du die Spannung mit dem Oszi misst, musst du aber bedenken, dass du da (normalerweise) die Spitze - Spitze - Spannung abliest. Für die Berechnung der Leistung musst du dir dann allerdings den Effektivwert ausrechnen :wink:

    Effektivwert (bei Sinus) = (halber SpitzeSpitzewert) durch Wurzel(2)

    mfg stage_reini

    Sind Sie sicher? :shock:

    ... for a few dB's more . . .

    Merkel's Kommentar zu Finanzminister Schäuble und den 100.000,- DM

  • schrecki7289
    Beiträge
    7.887
    • 20. August 2006 um 13:58
    • #11

    Da hat er eindeutig Recht, ist zwar komisch ausgedrückt aber es stimmt!

    Gruß
    Thomas

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 20. August 2006 um 14:01
    • #12

    für Kampfbastler ohne Schulabschluß geht notfalls auch /1,4 :grin:
    Die Toleranz zur Wahrheit ist erträglich.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • schrecki7289
    Beiträge
    7.887
    • 20. August 2006 um 14:03
    • #13

    Beispiel Netzstrom:
    Spannung zwischen +325V Spitze und -325V Spitze.
    Also Spitze-Spitze von 650V.
    Und 650V / 2 / sqrt2 = 230V RMS

    Gruß
    Thomas

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 20. August 2006 um 14:09
    • #14

    genauchen :grin:

    325 /1,4 = 232

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • stage_reini
    Beiträge
    251
    • 20. August 2006 um 14:22
    • #15
    Zitat von "ukw"

    Sind Sie sicher? :shock:


    Das müsste die mathematische Herleitung sein:

    Der Effektivwert ist der RMS - Wert (RMS = Root Mean Square), d.h.

    Ueff=SQRT(1/T* [Integral von 0 bis T]u²(t) dt

    (Sorry für die Schreibweise, aber ich weiß nicht wie man ein Integral-Zeichen hinbekommt :oops: )

    das heißt alle Momentanwerte werden quadriert,aufintegriert, dann durch die gesamte Periodendauer dividiert (=Mittelwertsbildung) und dann wurzel gezogen.

    Der Momentanwert ist aber nichts anderes als der
    Spitzenwert * sin(2 * PI * f * t)

    wenn man das dann Einsetzt und das Integral auflöst bekommt man Ieff=Ispitze / SQRT(2)
    Der Spitzewert ist genau die Hälfte des SpitzeSpitze Wertes.

    also sollte mein Post stimmen :D

    auch unter:

    http://www.elektrotechnik-fachwissen.de/wechselstrom/e…-herleitung.php

    So ich hoffe die Herleitung stimmt :D. Falls ich einen Fehler gemacht habe bitte korrigiert mich.

    mfg stage_reini

  • ukw
    Verifiziert
    Reaktionen
    6
    Beiträge
    1.566
    • 21. August 2006 um 13:03
    • #16

    :idea: klar, da liegt mein Denkfehler - der Unterschied war mir nicht bewußt - wieder was gelernt. Danke

    ... for a few dB's more . . .

    Merkel's Kommentar zu Finanzminister Schäuble und den 100.000,- DM

  • DJ Detto
    Profi
    Beiträge
    2.178
    • 28. August 2006 um 23:54
    • #17
    Zitat von "databass.ch"

    Spannung messen reicht, der Strom wird ja durch den Widerstand (der ja bekannt ist) und die Spannung definiert. I = U / R

    Das stimmt nicht ganz. es gilt genauso P = U*U/R

    wobei hier das Problem der thermischen Erwärmung und somit die Widerstandsänderung nicht unberücksichtigt bleiben darf.
    Soll heißen, wenn der Widerstand nun 10 Minuten bentzt wurde ist er wärmer als vorher und somit ist R größer geworden!!
    ODER das Ding wird brachial gekühlt.

    Noch etwas: VORSICHT mit dem Ozzi an einem Verstärker!!!
    Bei manchen Ozzis ist die Masse mit der erde Verbunden und das KANN Probleme geben - zum Teil irreparable!!!!

    Ein gutes (!!) Voltmeter oder Multimeter sollte reichen. Oder mäöchte jemand die dritte Stelle hinterm Komma messen?????

    Detto
    (gelernter Meßtechniker)

    Erfolg hat nur,
    wer das eigentliche Problem wirklich löst!!!

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