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OT Erfahrungsbericht mit Elektrofachfirma

  • manuela
  • 28. März 2007 um 21:20
  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 28. März 2007 um 21:20
    • #1

    da Elektro ja ein heißgeliebtes Dauerthema in unseren Foren ist hier mal ein Erfahrungsbericht der etwas anderen Art, daher ist dieses Thema ausdrücklich Off Topic :wink:

    Also folgendes:
    In der Fa. von meinem Papi gibts eine gutorganisierte Müllverwertung, diese sieht u.a. vor daß ausdrücklich alle Elektroabfälle in einem container zu sammeln sind, selbiger ist dann für mich.... so findet sich dieses oder jenes was man noch prima zum Basteln gebrauchen kann.
    U.a. fand ich da nichtnur einmal diese "Näherungsschalter", sehen aus wie eine Gewindestange mit Plastikkopf und Kabel hintendran, bei der letzten Elektromüllparty (Auskippen und Sortieren :grin: ) genau 56 Stück davon.

    Da mir die hohe Menge doch etwas verdächtig vorkam wurde ich ziemlich neugierig, also wurden all diese "induktiver Endschalter" mitgenommen und mit einer simplen Prüfvorrichtung auf Funktion bzw. Fehler geprüft.
    Ergebnis davon: 56 von 56 waren nicht defekt sondern völlig in Ordnung :shock: Was so ein (Edelstahl-) Ding kostet schreib ich hier nicht ...

    Also wurde heute eine Untersuchung gemacht, mit folgendem Ergebnis:
    Die Schalter stammen alle aus der Hakenlaufbahn der Lackieranlage, dort sind an jedem Wagenhaltepunkt 12 ( ja, zwölf! ) in 2 Reihen zu 6 Stück montiert. Selbige wurden bei Reparatur- und Wartungsarbeiten der Herstellfirma gewechselt (und natürlich berechnet 8) ).

    Besichtigung der Hakenlaufanlage:
    Diese in 2004 neu installierte Anlage, stellt euch das vor wie ne Modelleisenbahn an der Decke wo man die Lackiersachen an Haken einhängen kann so richtig mit Weichen und Abstell- und Rangierbahnhof... , wurde innerhalb von 12 Monaten genau 27 mal repariert, dabei fielen 213 Einheiten zu je 15min berechneter Arbeitszeit an ( 1E = 15.06 netto) somit 3207 € Arbeitslohn, dabei wurde für 6.824 € Ersatzteilmaterial verarbeitet und für 4280 € Auto gefahren (Anfahrtkosten), und die Anlage stand insgesammt in diesen 12 Monaten 256 Stunden lang still wegen Defekten, Ausfall.

    Folgende Mängel (ich bin keine Elektrikerin, erlaube mir aber ein Urteil das auf Erfahrung und einiger Sachkunde beruht) hab ich gefunden:

    Die gesammte Elektroinstallation im Lackierbereich wurde gem. EEX ausgeführt, was fachlich auch korrekt ist. Davon ausgenommen: Alle Aufputzdosen auf den Hakenbahnen, wo die Endschalter und Antriebsmotore und sonstiges Gemüse gesammelt werden, sind gewöhnliche Obi-Aufputzdosen die einer Prüfung gem. EX nicht standhalten können.
    Es wurden insgesammt 6 "Simatic Panels" gut verteilt installiert, auf denen man auch lesen kann: #2 Datenbankauftrag 2
    Zu bedienen gibt es dort leider nichts, denn ...
    es gibt ja den Steuercomputer, einen gewöhnlichen PC mit Windowsoberfläche und Röhrenmonitor (mit Plastikfolie abgeklebt damit er nicht lackiert wird), der steht direkt neben dem Spritzlackierplatz 1, neben den Fässern mit der Lackfarbe .... und ich konnte weder an dem PC noch an dem Monitor eine EX-KLassifizierung entdecken (Fujitsu Siemens, normaler Tralafitirechner). Diesen soll der Spritzlackierer nun mit seinen nassen Handschuhen bedienen, natürlich mit der Maus :shock:

    Die Maus ist, von Lösemittelhandschuhen stark angegriffen, einer kurzen Standzeit gewidmet, daher hat man unten im Schaltschrank stets 8-10 Ersatzmäuse gelagert ...

    Soviel mal zum Thema Elektrofacharbeit. :grin:
    Von all dem Chaos existieren natürlich detailierte Schalt- und Ablaufpläne die auch alle vom Dipl. Ingenieur abgesegnet und bei der Inbetriebnahme übergeben worden sind. Somit ist das eine rundum amtliche Angelegenheit.

    Mechanik.
    Bekanntlich hat jede Hakenbahn Haken.
    Verglichen mit dem ganzen BGV und wasweisich-Problemgewälze der Veranstaltungstechnik konnte ich mich davon überzeugen daß mehr als dreihundert Laufhaken, die teils über 100kg schwere Sachen auch Überkopf von Arbeitern fahren, kein einziges "Safety" besitzen, es gibt oben ein Flachstahl, Inbusschraube M10 durch, mit Stopmutter gesichert und ab damit das wars.... S-Haken sind einfach eingehängt.

    Daraus resultiert meine Sicherheitseinschätzung für den Arbeitsbereich:
    Die Sicherheit ist nicht gewährleistet da nicht alles dafür getan wurde was dem Stand der Technik entspricht ...

    Zusammenfassung also:

    Bei Wartungsarbeiten werden Teile gewechselt die weder defekt sind noch einem nachweisbaren Verschleiß unterliegen. In den Unterlagen findet sich das unter "wurde ersetzt / erneuert".

    Die Elektroinstallation enthält zahlreiche Bedienanlagen (Simatic Terminal), die nicht bedient werden sollen und daher auch keine Existenzberechtigung haben. Im Übrigen ist auch hier die EX-Klassifikation fragwürdig...

    Es gibt zuhauf Elektroinstallation im direkten Farbspritzbereich die nicht den EX Vorschriften entspricht, die gesammte Anlage ist davon betroffen.

    Betrieb eines PC in explosionsgefährdeter Umgebung.

    Ständige Ausfälle und Störungen, Unproduktivität, Reparaturen noch und nöcher.

    Was sagt die BG dazu ? Was sagt die IG Metall zu solchen Geldabsauganlagen ? Und wer wundert sich hier noch über ausbleibendes Wirtschaftswachstum....

    Ich werde jedenfalls die kommenden Wochen damit verbringen einen Plan auszuarbeiten wie man diese ganze unsägliche Elektrogeschichte abreißen / entsorgen und gegen etwas zuverlässiges bezahlbares tauschen kann. Schließlich will ich später auch davon leben und das benötigt Gewinn :wink:

    lG Manu

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • outliner
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    3.031
    • 28. März 2007 um 21:36
    • #2

    bastel doch einfach ne kleine kabine um den pc-standort mit be- und entlüftung.das dürfte die sache erstmal entschärfen.
    zum mechanischen manko:müssen die werkstücke unbedingt über den köpfen der arbeiter fahren?
    wenn du mit safeties o.ä. anfängst wird anfangs "nur" die quantität leiden.später dann isses zwar die unproduktivste aber dafür sicherste stillgelegte hakenbahn........
    zum beschiss bei wartungsfirmen:vertrauen ist gut-... :wink:

    Wenn keiner weiß, worum es geht, dann geht es hundertprozentig um Geld.

  • manuela
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    9.103
    • 28. März 2007 um 21:58
    • #3

    hm, die ganze Steuerung erfüllt ja kaum ihre Aufgabe. Von solch einer Anlage muß man einfach verlangen können daß sie auch im 3-Schicht-Betrieb monatelang durchhält ohne auszufallen. Daß Samstags mal geputzt und geölt wird sei selbstverständlich ...
    Insofern ist das verbaute System Konstruktionsmüll und muß ersetzt werden.

    Und zum "Überkopf": es sind 2 geschlossene Kreisverkehre plus Nebenstrecken, Auf- und Abhängstation. D.h. man kann den Bereich nicht betreten ohne unter der Bahn durchzulaufen. Übrigends werden die Sachen auch unten gespritzt ...

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Eliminator
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    • 28. März 2007 um 23:30
    • #4

    Ich arbeite hauptberuflich auch in der Industrie und habe mit manchen Zulieferern die gleichen Probleme.

    Ex-Schutzbestimmungen in einer Durchlauflackieranlage zu verletzen ist schon leichtsinnig. Nichtsdestotrotz gibts solche Bedienpanels auch in eigensicherer Ausführung sowie mit Edelstahlfront. Wobei man bei einer solchen Ansammlung von Sensoren entlang einer Bahn schon mit Sensorverteilern oder ASI-Bus arbeiten sollte, anstelle die Dinger in Gummiabzweigdosen zu vertüdeln.

    Falls Du da sonst industrieelektrisch Fragen hast, meld Dich ruhig.

    Gruß,

    Klaus

    FOH = Holz vor der Hütte!

  • Ravemaster
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    • 29. März 2007 um 08:08
    • #5
    Zitat

    Ergebnis davon: 56 von 56 waren nicht defekt sondern völlig in Ordnung Shocked Was so ein (Edelstahl-) Ding kostet schreib ich hier nicht ...

    ui die dinger sind gut teuer. haben damit auch mal gearbeitet :)


    Zitat

    Was sagt die BG dazu ?

    wenn du willst frag ich eben nach ;) die BG sitzt unten am Frühstückstisch ;) (wenn auch die für den Einzelhandel ;) )


    Wir hatten mal den Auftrag in einem Batterieladeraum bei einer Drehstrom dose die Phasen zu drehen. Meister hat sich geweigert da irgendwas zu machen weil da wirklich garnichts EX geschützt war!

    (aber er hat dem chef gleich ein angebot unterbreitet die nicht ex geschützten sachen zu entfernen und durch passendes Material zu ersetzen ;) )

  • Mechwerkandi
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    7.712
    • 29. März 2007 um 09:00
    • #6
    Zitat von "Manuela"


    Was sagt die IG Metall zu solchen Geldabsauganlagen ?

    Für die IGM ist hier noch lange nicht Ende der Fahnenstange.
    Da lässt sich locker noch was abgreifen, das Zauberwort heisst:

    "AUSBAULAGER"

    Die Lastaufnahme läuft in der Schiene auf gewöhnlichen einreihigen Rillenkugellagern, Grösse 60xx irgendwas, Bauform 2RS.
    Die sind natürlich irgendwann mal hin, was dazu führt, das alle Lager ausgetauscht werden. :wink:
    Von den ~ 800 Lagern in der Anlage (200 Wagen à 4 Lager) sind etwa 100 wirklich kaputt.

    Der Rest wird als "Ausbaulager"... Richtig, dem nächsten zu einem Sonderpreis wieder eingebaut. :grin:

    Gewinnmaximierung, wenn man betriebsnotwendige Teile nur oft genug verkauft, muss irgendwann doch mal was überbleiben.

  • DaftMedia
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    1.169
    • 29. März 2007 um 13:41
    • #7

    Es gibt schlimmere Elektriker - Ich habs mal erlebt bei einer Haussanierung.
    Elektriker bekommt den Auftrag die gesamte Installation, Teilweise 70'/80er Jahre, ein Teil 50er und sogar ein Teil 30 Jahre zu erneuern.

    Bevor der Meister zur Endabnahme kam, ließen wir einen Bekannten (Geselle einer anderren Firma) das gnaze überprüfen - sein Urteil: Vor 5 Jahren wäre das größtenteils durchgegangen.
    Dazu kam noch, dass er Mensch im Badezimmer gar nichts erneuert hat - da lag noch altes Kabel mit Farbkodierung Grau Schwarz Rot. FI war nicht angeschlossen, weil da irgendwo eine klassische Nullung drin war, der Elektriker aber zu faul war diese zu suchen.
    Jetzt gibt es dort ein Badezimmer ohne FI und eine Steckdose die für Gartengeräte benutzt wird ohne FI.
    Das ganze auch noch abgenommen von einem Meister einer größeren Elektrofirma.

    Das ganze Kabelzeug ist schon verputzt und alles - zum Glkück werden im Bad bal die Fliesen getauscht, dann kommt da gleich ein neues Kabel rein und der FI kann angeschlossen werden.

    Für die Sanierungsarbeiten wurden dem Elektriker mehrere Tausend Euro bezahlt.

    If you can't fix it with gaffa, it's destroyed.

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 29. März 2007 um 16:48
    • #8

    hallöchen...

    der zweite Tag dort ist nun um, es gibt Neues :P

    Ich hab erstmal einige Stunden dort verbracht um zu studieren wie das Ding arbeitet bzw. nicht und ob es erkennbare Fehlerursachen gibt, Ausfall hatte es heute auch mal...
    Allerdings hatte ich den selbst verursacht :grin: :shock: :grin: ...
    Die Laufwagen der Anlage haben vorn und hinten Kugellagerschuhe mit denen sie in den Schienen laufen. Ich hab also genau gewartet bis einer dieser Wagen zur Hälfte über einer Weiche war und dann am PC das Programm geändert, somit zog die Weiche [Fehler gefunden: keine Erkennung daß da noch ein Wagen drüber ist!], folgefalsch fuhr mein Wagen vorn geradeaus weiter und bog mit dem Heck links ab ... krächz - krach - schnell noch ein zweiter hintendraufgefahren bevor die Notabschaltung was merkte, Tüüüt tüüüt - Ausfall der Anlage :grin:
    Nächste böse Tat: Die Firma angerufen "die Hakenbahn steht". Wir kommen sofort...
    3 Leute kamen an, ein Computerspezialist und 2 Techniker.
    die brauchten dann 2 Stunden und alles lief wieder wunderbar 8)8)8)

    Zum Abzeichnen gabs dann den Reparaturbericht, u.a. mit einem "behobenen Schaden in der Steuerung" und "Justierarbeiten". Sehr interessant: Ein Schütz ist gewechselt worden. (3 Schließer, ein Öffner, selbstverständlich hab ich den "Müll" einkassiert und heimlich untersucht: funzt, alle Kontakte, nix tot.

    Als die Jungs weg waren erstmal den Manuela-Fehler wiederholt, Programmeingabe während ein Wagen über der Weiche usw .... prompt bog der Arsch wieder links ab und vorn gings gradeaus weiter. (andersrum gehts auch prima, links abbiegen und mit dem Hinterteil geradeaus weiterfahren..) Ich hab dann auf die Uhr geschaut, es dauert genau 6 Minuten um das zu beheben, mit langer Stange... unser polnischer Mr. Kunterbunt wurde nun entsprechend unterwiesen und macht diese "Reparaturen" in Zukunft selber :grin: :grin: :grin: Schonmal gut gespart für die Zukunft.

    Und was die Steuerung und die zugehörige Firma anbelangt, ich denke die kriegen nun ein kleines Problem. Nämlich persönlich zu erklären wie man soetwas verkaufen um nach 28 Reparaturen nochnicht zu wissen daß der PC keine Kenntnis davon hat wenn sich ein Laufwagen mitten auf einer Weiche befindet.... das wird lustig. Anschließend gehts noch um kleine Mängel in der Elektroinstallation, u.a. alles was nicht EEX zugelassen ist (EX war Bestandteil von Angebot, Auftrag und Durchführung) ...
    Ich akzeptier als Entschuldigung für den Mogelbärenbesuch die kostenlose Nachbesserung (vorzugsweise Samstags), müßte eigentlich klappen bei diesen Fakten.
    Man ist ja schließlich guter Kunde und so :lol:
    ------
    Sicherheit im Bereich wo Leute unter der Bahn durchlaufen...
    Ich hab einfach angeordnet da ein Dach hinzubauen, etwas Stahlrohr und alles wird gut :wink:

    ------

    Andy: Kugellager sind Verschleißteile, daß die nach Ablauf ihrer Standzeit gewechselt werden find ich durchaus OK, selbiges gilt für alle Sorten von Getriebedichtungen und Ölfüllungen.
    Aber Näherungsschalter mit kontaktlosem Ausgang, das muß doch wirklich nicht sein oder ?

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Eliminator
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    3.105
    • 29. März 2007 um 17:25
    • #9

    Bei Problemen im Programmablauf wechselt man ein Schütz........wie geil.....

    Frage: Aufgrund der Tatsache, daß dort Siemens OPs verbaut sind, gehe ich mal davon aus, daß die eigentliche Steuerung dieser Kiste eine S5 oder S7 Steuerung macht und der angeschlossene PC nur als Visualisierung bzw. Rezeptverwaltung dient.

    Sehe ich das richtig?

    Auf jeden Fall dürfte sich dann durch einen Merker, welcher gesetzt wird, wenn die vordere Laufrolle die Weiche passiert und rückgesetzt wird, wenn der "Arsch" durch ist, die Ansteuerung des Ventils zum Umschalten der Weiche blockieren lassen. Kostet pro Weiche 2 Endschalter, einen Merker und evtl. noch ein Zeitglied. Wenn nicht sogar schon Endschalter da sind, die das Vorhandensein eines Wagens im "Weichenbereich" meldet.

    Ein Nocken links vorne am Wagen, um den Merker zu setzen, und rechts hinten einen, der am anderen Endschalter vorbeifährt, um den Merker nach einer Verzögerungszeit wieder zu löschen.

    Und den unnützen OPs läßt sich durch ProTool (nicht zu verwechseln mit ProTools :) ) einen Sinn geben.

    Gruß,

    Klaus

    FOH = Holz vor der Hütte!

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 29. März 2007 um 17:33
    • #10

    Soweit war ich auchschon. Der Einsatz sogenannter "Merker" ist eine weitere Fehlerquelle die munter sprudelt, vor allem morgends..

    Folgendes Szenario:

    Anlage = Alles ist AUS.
    Es ist Montag früh ....

    1 Wagen genau auf der Weiche.
    Anlage AN.
    Merker nicht gesetzt.
    Vorwärts Marsch .... :shock: piiep :shock:

    So gehts also nicht. Der Wagen muß permanenten Meldekontakt verursachen solange er im Bereich ist. Alles andere geht nicht 8)

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • tufkadib
    Beiträge
    2.687
    • 29. März 2007 um 17:41
    • #11

    Hallo Manuela,

    wegen dem PC mitsamt Klapparatur und Maus: es gibt solche Dinger für wirklich harte Umgebungen (dampfstrahlbar, naßdesinfizierbar, vandalensicher,...) .
    Sowas würde wesentlich länger halten, ist aber nicht ganz billig.
    Nicht weit von uns war ein Fahrzeugwerk. Dort sind im Farblager die Plastedübel aus der Decke getropft... :shock:

    Wenn Menschen unter einer Hängebahn rumlaufen, gehören Schutzgitter über die Köpfe, das ist ganz klar.

    Noch was zu den Merkern: die merken sich eigentlich nur was für einen Programmdurchlauf. Also irgendwas mit SR oder RS machen... :)

    MfG

    DirkB

  • tontechniker
    Beiträge
    1.579
    • 29. März 2007 um 18:01
    • #12

    Schau mal beim Pollin die Artikelnummer 710 745

    Grüße

    Souveränes Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit!

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 29. März 2007 um 18:03
    • #13
    Zitat von "Eliminator"

    Bei Problemen im Programmablauf wechselt man ein Schütz........wie geil.....

    Frage: Aufgrund der Tatsache, daß dort Siemens OPs verbaut sind, gehe ich mal davon aus, daß die eigentliche Steuerung dieser Kiste eine S5 oder S7 Steuerung macht und der angeschlossene PC nur als Visualisierung bzw. Rezeptverwaltung dient.

    Sehe ich das richtig?

    So siehts aus, ja.
    Der Monitor zeigt ein nettes buntes Bildchen der Hakenbahnanlage, mit sehr arbeitnehmerfreundlichen Funktionsbezeichnungen ( zB heist eine Weiche da " 1WY21" , clickst du sie an kommt ein window: AUF - ZU - Fehler löschen...
    Außerdem kennt er noch ein Rudel von Fehlern die er im Anlageplan nicht markiert. zB MOTOR28 nicht auf AUTOMATIK (Bildschirm enthält keine Motoren, und was ist bitte Automatik ?
    Besonders lecker find ich auch daß der Rechner keine Endschalter brücken kann.... wenn ein Endschalter fehlt darf man mit einer langen Eisenstange losmarschieren und den Fehler beheben bzw. das Ding von Hand fahren, aber mal eben die Wagen aus dem Bereich rausfahren per Mausclick ist nicht ....

    Derart "innovative Steuerungskonzepte" haben in den meisten Firmen mittelfristig zur Folge daß die Mitarbeiter solche Dinge regeln indem sie im offenen Schaltschrank mit dem Fingerchen auf das Viereck des zuständigen Schütz drücken..... das ist gängige Praxis, bundesweit :oops:
    und liegt daran daß die Programmierer die diese Sachen entwerfen selber keine Lackierpraxis haben

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • tufkadib
    Beiträge
    2.687
    • 29. März 2007 um 18:23
    • #14

    Hallo Manuela,

    der Spruch "Wenn Architekten ihre Häuser so bauen würden, wie Programmierer ihre Programme gestalten; dann könnte ein einziger Specht eine ganze Stadt in Schutt und Asche legen." trifft den Nagel auf den Kopf -leider.

    Konkret gefragt: was hast Du nun vor: nachbessern lassen oder selber machen?

    MfG

    DirkB

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 29. März 2007 um 18:46
    • #15

    wenn ich denen die Zusage einer kostenlosen Nachbesserung abgewinnen kann nehm ich das gern in Anspruch, damit es solange weitergeht bis wir eine völlig neue und praxisgerechte Lösung haben, ist das soweit , UMBAU.
    Wird dann wohl auch wieder eine Fa machen, ich hab dazu nicht die Zeit.
    Meine Idealvorstellung davon lebt ohne PC 8)

    Zitat

    der Spruch "Wenn Architekten ihre Häuser so bauen würden, wie Programmierer ihre Programme gestalten; dann könnte ein einziger Specht eine ganze Stadt in Schutt und Asche legen." trifft den Nagel auf den Kopf -leider.

    das kommt immer drauf an wofür...
    Ich hab da geteilte Ansichten: Für sowas banales wie eine Hakenbahnanlage genügt sicherlich eine dezentralisierte Steuerung der einzelnen Komponenten, so nach dem Motto je weniger drin ist desto problemloser geht alles im Kreis rum :grin:
    Andererseits sind auch dieses Jahr wieder die fleißigsten Mitarbeiter unsere roten Kolegen von Reis Robotics ... und diese Anlagen wären ohne ihre Computer schlicht und einfach tot.

    lG Manu

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Eliminator
    Beiträge
    3.105
    • 29. März 2007 um 21:49
    • #16

    Dann fällt der Merker also weg. Dann halt eine Gabellichtschranke eine halbe Wagenlänge vor der Weiche und eine im gleichen Abstand hinter der Weiche. Solange eine der beiden unterbrochen ist (durch den Wagen) darf die Weiche nicht schalten.

    Welche Visualisierungssoftware ist denn auf dem Rechner drauf? Ich hab sowas mal bei uns gebastelt, wo man die Spritzgußmaschinen, die Kameraqualitätskontrolle und die Hallenlüftung fernüberwachen kann :-). Im Prinzip kann man das so anordnen, beschriften, ... wie man will.

    Gruß,

    Klaus

    FOH = Holz vor der Hütte!

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 3. April 2007 um 18:38
    • #17

    da ist Wellbrock Systemtechnik Bremen drauf, und die Steuerung ist eine Simatic, 5 oder 7 müßte ich erst im Spind nachschauen...
    diese Terminals überall:
    https://www.click4business-supplies.siemens.de/images_artikel…200-p810-v1.pdf
    Seite 8, rechts das Foto, genau die
    extra eingebaut damit sie niemand anrührt.... :roll:
    Irgendwie erinnert mich diese ganze Sache an etwas wo ich Angst vor habe. Wann kommen die ersten Schraubenschlüssel mit Farbdisplay und 500 Seiten Handbuch dazu? E Zahnbürste mit WLAN usw ...Nämlich Dinge die die Welt nicht braucht. In einen gutgehenden Murksbetrieb braucht man vor allem dicke randalefeste Drucktaster mit genug Platz um sie in polnisch, türkisch und deutsch beschriften zu können :grin: Und was haben wir ? 4x "F" Taste, 4x "K" Taste, ESC, Nummernblock ? Die Männer bewundern das tolle Display, steht ja auch immer ganz wichtig drin: DATENBANKAUFTRAG 2
    Was damit gemeint ist ? Null Ahnung. Hakenbahn laufen, prima, nix laufen piep piep muß lange Eisenstange Bremse lösen, und schieben von Hand, Ausmachen, Anmachen dann geht wieder.
    lG Manu

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • tufkadib
    Beiträge
    2.687
    • 4. April 2007 um 15:08
    • #18

    Wenn es wirklich nur für die elektrische Eisenbahn an der Decke ist, verstehe ich den Aufwand nicht. Wäre das nicht auch mit paar Logos zu erschlagen gewesen?

    MfG

    DirkB

  • Eliminator
    Beiträge
    3.105
    • 4. April 2007 um 15:57
    • #19

    Wenn schon Moeller EASY, die kann man wenigstens vernetzen :)

    FOH = Holz vor der Hütte!

  • Mahoni
    Beiträge
    219
    • 4. April 2007 um 17:14
    • #20

    Tach,

    ich frage mal ganz vorsichtig: Wie groß ist die Firma und wird sie durch eine Sicherheitsfachkraft betreut?

    Gruß Stefan

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