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Sub für elektronische Musik!?!

  • Nordiki
  • 2. Juli 2007 um 14:52
  • Hörnli
    Beiträge
    1.880
    • 4. Juli 2007 um 13:14
    • #41

    Moin,

    zum VOICE COIL DC DISPLACEMENT FOLLOWED COLLAPSE:

    ich musste vor Kurzem zu einer Privatparty (ja, auch ich gelegentlich...) meine BP6 mitnehmen, weil gerade nichts Anderes mehr im Lager war. Diese Bässe sind 10 Jahre alt, und immer stabil gelaufen. Nun wurden auf dieser Party auch moderne DJ- Mixes gespielt und ein klapperndes Geräusch... . Also mit der Taschenlampe reingeleuchtet, und gesehen wie das DC- Offset die Membrane richtung Polplatte schob und... peng, peng... (sehr moderat gefahren, der Nutzhub lag unter 6 mm Peak to Peak)

    Die Story zu einem von mir gebauten Horn gibts hier (roter Text):
    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=35788

    Mein Fazit: Die Techniken der heutigen Musikproduktion erzeugen neue Anforderungen an Lautsprecher.

    Wenn ich nun lese, daß je ein 15" in kleinem Horn mit 700 Watt und mehr geamped werden soll, möchte ich zumindest Zweifel anmelden, daß das lange gutgeht. Ich möchte dringend empfehlen mittels Controller Limits fernab des Clippings zu setzen, denn moderne Bassbursts bei 0 dBFS saugen die Endstufennetzteile gnadenlos aus, und begünstigen zerstörerisches DC- Offset. Die Limiter bitte mit langem Release, die Musik ist hinreichend komprimiert.

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • audio-pip
    Beiträge
    1.412
    • 4. Juli 2007 um 13:54
    • #42
    Zitat von "Hörnli"

    Ich möchte dringend empfehlen mittels Controller Limits fernab des Clippings zu setzen, denn moderne Bassbursts bei 0 dBFS saugen die Endstufennetzteile gnadenlos aus, und begünstigen zerstörerisches DC- Offset. Die Limiter bitte mit langem Release, die Musik ist hinreichend komprimiert.

    dito, Controller mit ordentlichen Limitern setzte ich eigentlich vorraus... :wink:

  • Hörnli
    Beiträge
    1.880
    • 4. Juli 2007 um 22:57
    • #43
    Zitat von "audio-pip"

    dito, Controller mit ordentlichen Limitern setzte ich eigentlich vorraus... :wink:

    auf welche RMS- Spannung am LS- Ausgang würdest Du bei den hier empfohlenen Hasenendstufen und 15XB600 im Kurzhörndl den Limiter setzen?

    Gruß


    EDITH sagt: auf dem Tastenfeld rechts trifft man Zahlen besser 15XB => 6 00

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

    Einmal editiert, zuletzt von Hörnli (5. Juli 2007 um 16:03)

  • tufkains
    Beiträge
    1.342
    • 4. Juli 2007 um 23:58
    • #44

    ---

    Einmal editiert, zuletzt von tufkains (1. Oktober 2008 um 17:44)

  • Hörnli
    Beiträge
    1.880
    • 5. Juli 2007 um 05:49
    • #45

    Moin,

    Zitat von "Inspiron"

    80V RMS max. zero attack, dann schlägt er schon weiter aus dem Hub als schön ist

    uijuiui, da braucht die Endstufe ja ziemliche Stromreserven, wenn die Schwingspule zur Unzeit vom Ausflug in die Enspannungsnotbremse zurückkommt. Aber der Strom wird ja vom Rdc etwas begrenzt, und wenn die Gegeninduktion nicht zu hoch ist bleibten vielleicht noch ein paar Volt im Netzteikondensator - um die 100 Hz Ladepause zu überbrücken :wink:

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • tufkains
    Beiträge
    1.342
    • 5. Juli 2007 um 10:09
    • #46

    ---

    Einmal editiert, zuletzt von tufkains (1. Oktober 2008 um 17:44)

  • audio-pip
    Beiträge
    1.412
    • 5. Juli 2007 um 13:53
    • #47

    :shock: 68V~ mehr würde ich dem nicht zumuten.

    ...Sebastian

  • Hörnli
    Beiträge
    1.880
    • 5. Juli 2007 um 15:59
    • #48

    Moin,

    wenn man sichergehen will sollte man das reale Hubverhalten mit Musik untersuchen, und das reale Verstärkerverhalten gleichzeitig mit Osziloskop. Ein Chassis das den Spule/Platte- Hub überschreitet stellt besondere Anforderungen an den Verstärker und dessen Netzteil. Und ein Verstärker der diesen Anforderungen nicht gerecht wird stellt besondere Anforderungen an das Chassis... Wieviele Betriebsstunden der Limiter-LS-Amp-Kombi überlebt, darüber entscheidet die Sorgfalt beim Einstellen des Limiters.

    Ob auch nur einer der vorgeschlagenen Budgetamps überhaupt 68V RMS (96V Vss) unter durch Hubüberschreitung (=> extreme Ströme) erschwerten Bedingungen liefern kann? Unter im Bereich der Netzfrequenz erschwerten Bedingungen? Ob die Chassis-Notbremsen die Folgen des instabilen Betriebs lange aushalten?

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • dj_chaos
    Beiträge
    439
    • 5. Juli 2007 um 21:13
    • #49

    Hörnli
    Welche Release-Zeiten beim Limiter sind zu empfehlen?

    Jörg

  • bernieserver
    Beiträge
    352
    • 5. Juli 2007 um 21:58
    • #50

    Ouh mann,
    irgendwann komprimieren die die ganze Musik noch tot. Warum nur?

    Wofür habe ich mir denn Hörner gebaut, wenn bei vielen Tracks einfach nur Matsch ist?

    Ich höre nur noch Minimal.

  • Hörnli
    Beiträge
    1.880
    • 6. Juli 2007 um 02:48
    • #51

    Moin,

    Zitat von "DJ_Chaos"

    Hörnli
    Welche Release-Zeiten beim Limiter sind zu empfehlen?

    Jörg

    zu früheren Zeiten konnte man durch kluge Controller- Einstellungen Anlagen noch fetter klingen lassen, heute übernehmen diese Aufgabe Mastering- Algorithmen, die jede Dynamik gnadenlos entfernen. Oder es werden noch krassere Tricks direkt beim Zusammenbau der Sequenzen angewandt.

    Ich gehe also davon aus, daß zeitgenössische Konserve gespielt wird.

    So ein Limiter zerstört im Attack das Signal, je schneller er reagiert desto schlimmer, schnell muß er jedoch sein... Nun gilt es zu verhindern, daß sich dieser Fehler mit jedem Beat wiederholt, also jeder Impuls vom Limiter zerstört wird. Also sollte mittels Hold- Funktion die Absenkung bis zum nächsten Beat aufrechterhalten werden, dann geht diese knapp aber unzerstört durch. 120 BpM - 4/4, aber nicht alles ist 4/4... also bei mir laufen 5 Sekunden Hold, UND 5 Sekunden Release... in jedem Weg. Bei seriöser Bedienung ist das kein Problem. Die thermische Last wird nicht erhöht, auch wenn der DJ immer lauter macht (wenn das DJ- Pult klippt nehme ich den Hand/Maul- Adapter). Wenn die Nadel aufs Vinyl kracht, das Mikrofon zu Boden geht, der DJ sein mitgebrachtes Geraffel "hotpatched"... überleben die Lautsprecher - und ein paar Sekunden Stille geben Zeit zum Denken. Ins Limit getriebene Beschallungsanlagen müssen nicht alles vertuschen :wink:

    Es gibt sicher noch andere Einstellungen zum selben Ziel, nur limitet mein Controller schrecklich unmusikalisch. "Zipper-Noise", jede Änderung im Absenkungspegel ist hörbar, also sorge ich dafür daß der sich selten ändert.

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • dj_chaos
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    • 6. Juli 2007 um 04:26
    • #52

    JaJa die L1 usw. Maximizer! Da ich ab und an selbst mal ein bisschen Master, weiss ich wie man den Klang versauen kann. Man hat dann nat. viiiiiel Lautstärke.
    Mein Limiter laesst leider nur die Relaese zum einstellen (DCX2496). Die Endstufen haben aber selbst noch einen Limiter. Den ich auch drin lasse.
    Endstufen Craaft FQC1200 und Alto MAC 2400.
    Ich nehme an die Einstellungen f. die Tops und Bass ist gleich einzustellen.

    Jörg

  • tamaris-pa / mts
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    • 6. Juli 2007 um 09:54
    • #53

    Jaja der böse Techno. Haben am Ende des Monats(Sonntag tagsüber) auch wieder ein nettes Open Air in Heidelberg. 8PW410H + 2 PW208HF für knapp 300Leute. Limiter mit viel Luft. Also Hörnli wenn Lust hast zu kommen, meld dich grad per PN;-)

  • dj_chaos
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    • 7. Juli 2007 um 01:13
    • #54
    Zitat von "Tamaris-PA / MTS"

    Jaja der böse Techno. Haben am Ende des Monats(Sonntag tagsüber) auch wieder ein nettes Open Air in Heidelberg. 8PW410H + 2 PW208HF für knapp 300Leute. Limiter mit viel Luft. Also Hörnli wenn Lust hast zu kommen, meld dich grad per PN;-)

    Nicht nur bei Techno wird der Klang durch zu hohe Komprimierung versaut!
    Man möge mich steinigen, aber Modern Talking ist bei vielen Titeln ein Beispiel dafür. Und neuerdings auch im deutschen Schlager. Hört euch mal die aktuelle CD von Helene Fischer an "So nah wie du". Durchschnittlicher RMS von -8,5! Klingt schon verzerrt. Hör ich sogar auf meinem alten Fernseher, dass da was nicht stimmt. Deshalb habe ich es mal mit WaveLab gemessen. Man müsste sich glatt mal beim Studio beschweren. Schade um die schöne Stimme von der süßen Helene.
    -13 bis -11 RMS sind ja noch vertretbar.
    Wie will man da die Anlage sauber fahren, wenn die Titel schon zerren!?:?

    Jörg

  • tamaris-pa / mts
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    • 9. Juli 2007 um 10:41
    • #55

    Gute Frage. Bei Techno klingen viele Titel schon dermaßen verzerrt das man sich wirklich fragt ob das die Anlage oder die Musik ist. Aber den Leuten gefällts. Was soll man da noch sagen? Mir auch:-)

  • Sound-Klinik
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    • 9. Juli 2007 um 14:44
    • #56
    Zitat von "Tamaris-PA / MTS"

    Gute Frage. Bei Techno klingen viele Titel schon dermaßen verzerrt das man sich wirklich fragt ob das die Anlage oder die Musik ist. Aber den Leuten gefällts ...


    ... sofern die Wiedergabe nicht über neutral abgestimmte PA-Systeme erfolgt. :wink:

  • dj_chaos
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    439
    • 9. Juli 2007 um 23:39
    • #57

    Diese übertriebene Kompriemierung sollte sich aber auf den Techno, House usw. Bereich beschränken, und gehört nicht in die Schlager und POP-Ecke, meiner Meinung nach.

    Jörg

  • phil sauber
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    230
    • 9. Juli 2007 um 23:54
    • #58

    Richtig sehe ich genauso ;)

    Elektrofachkraft | Nebenberuflich: "VAler"/Tontechniker

  • Hörnli
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    • 10. Juli 2007 um 08:45
    • #59

    Moin,

    manche Beiträge erinnern mich doch sehr an frühe Wahlkampf- Werbespots rechtsfaschistischer Parteien. Markig vorgetragen: "...und das Negergedudel im Radio stellen wir ab..."

    Seit einiger Zeit läuft das Rennen um die Lautheit der produzierten Konserven. Dabei ist es völlig wurst welches Genre.

    Zitat von "Nordiki"

    ich wollte mal fragen welche Art von Subwoofer für elektronische Musik (Techno, Schranz, Trance u.s.w.) am besten geeignet ist?

    leider muß man die Fragestellung heute vom Musikstil lösen. Gespielt wird Konserve, und die wird immer böser.

    Hohe thermische Durchschnittsleistungen, und ganz gemein und hinterhältig bis 0 dBFS ausgesteuerte sinusnahe Dauertöne, bis hin zu sauberen Rechtecken (ich nenne das mal "graphische Musikproduktion"). Das bedeutet Stress für Endstufen und Lautsprecher. Die kurze Zwischenperiode in der man mit unterdimensionierten Endstufennetzteilen beschallen konnte ist vorbei. Ebenso sorgt das DC- Offset für mächtigem Klirr, wenn nicht gar zur Lautsprecherzerstörung. Auslöser sind voll ausgesteuerte anhaltende Töne. Das Patentrezept einfach zu Limiten, mit genügend Sicherheitsabstand ist veraltet und "etwas" unwirtschaftlich. Nun halten ja gerade Produkte begrenzter Haltbarkeit die Wirtschaft in Gang, wäre da nicht der unerträgliche Dauerklirr...

    Es gibt eine Konstruktionsweise, die nicht von den Attacken "merkwürdiger" Musikproduktionen betroffen ist, und weder der neutralen Wiedergabe, noch einem geschmackvollen Sounddesign im Weg steht. Mag sein, daß die Zeit noch nicht reif ist, bislang gilt es ja als normal, daß die Lebensdauer von Lautsprechermembranen begrenzt ist. Doch die extremen Musikproduktionen sorgen für rasche Alterung. Oder eben zu Limiter-begrenzter Leistungsfähigkeit was die Wirtschaftlichkeit einschränkt. Wäre da nicht der Klirr, der sich bei Anhängern traditioneller Festzeltmucken nur in kurzen Impulsen zeigt, aber für Fans moderner Produktionen Dauermüll bedeutet...

    Denkt einmal darüber nach ob es sinnvoll sein könnte den Dauer- Klirrmüll wirtschaftlich aus der Wiedergabe zu entfernen. (Es ist selten die Produktion die klirrt)

    Das Geschimpfe über die bösen Produzenten haben doch nur ewiggestrige nötig - mangels brauchbarer Beschallungssysteme.

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 10. Juli 2007 um 09:08
    • #60

    Werbung :?: :

    Zitat von "Hörnli"

    ... manche Beiträge erinnern mich doch sehr an frühe Wahlkampf- Werbespots rechtsfaschistischer Parteien.
    ...
    Hohe thermische Durchschnittsleistungen, und ganz gemein und hinterhältig bis 0 dBFS ausgesteuerte sinusnahe Dauertöne, bis hin zu sauberen Rechtecken (ich nenne das mal "graphische Musikproduktion").


    ... und jetzt die Überleitung zur (vorerst noch ungenannten ...) ultimativen Lösung:

    Zitat von "Hörnli"

    Es gibt eine Konstruktionsweise, die nicht von den Attacken "merkwürdiger" Musikproduktionen betroffen ist, und weder der neutralen Wiedergabe, noch einem geschmackvollen Sounddesign im Weg steht. Mag sein, daß die Zeit noch nicht reif ist ...


    ... jetzt sind wir aber alle total neugierig (... oder geht es wieder mal bloß um die Flachkisten und den F-Bereich < 100 ... 120 Hz ?). :roll:

    Aber vielleicht hast du diesmal als kreativer Kopf ja mal etwas Innovatives (d.h. wirklich Neues) zu bieten ? Sowas würde sicher viele hier erfreuen. :)

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