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  4. Praxis & Testberichte

Test: Low Cost Wireless Headphones: LIDL vs. Sennheiser

  • manuela
  • 22. September 2007 um 08:25
  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 22. September 2007 um 08:25
    • #1

    Hier mal ein kleiner Bericht über dieses geliebte Utility, das Wireless Headphone.

    Mein geliebter LIDL no name, china, 2j alt, der Sender ging kaputt.
    Also holte ich mir in der Stadt einen Ersatz, beim Stöbern fiel mir ein "Markenprodukt" auf, daß bei vierfachem Preis recht nett aussah... gekauft. 8)

    1. Der Preisvergleich.

    Das LIDL System, 1x Sender, 1x Steckertrafo, 1x Hörer, Kabel, Klinkenadapter 6,3 auf 3,5. 24,95€

    Sennheiser:
    1x Sender T40, 1x Steckertrafo, 1x Hörer HDR40, 1x Spezial-NiMH Accu, Kabel mit Adapter 6,3:3,5 110,-€

    2. Optik usw.
    Beide machen einen guten Eindruck, der Sender des Lidl ist deutlich häßlicher und bietet keine Möglichkeit den Hörer einzuhängen. Geladen wird per Klinkenkabel, Antenne = Stück Litze das planlos rumhängt. Hier gewinnt der Sennheiser, der Hörer steht sauber im Sender und wird dann geladen, Kontakte, keine Kabelage nötig. Sender hat eine kunststoffverkleidete Antenne. Leds haben beide Sender, sowohl für Signal, als auch für Laden.

    3. Technische Unterschiede.
    Der Lidl kommt als geschlossenes System, der HDR40 als offenes System.
    Der Lidl hat am Hörer 2 Leds, eine rote (ON) und eine grüne (Signal ist da). Der Sennheiser ist unbeleuchtet. Auch das zugunsten vom Sennheiser, ich brauche keine LED die ich eh nicht sehen kann da ich den aufhabe...
    Beide Hörer sind angenehm, leicht und stundenlang tragbar.

    Batterien:
    Der Lidl: 2x AAA im Hörer, als Accus.
    Der Sennheiser: Spezialaccu

    Kompatibilität:
    Der Lidl tunt problemlos den T40 und kann damit benutzt werden 8)8)8)8) Umgekehrt wirds genauso sein, da mein Lidl-Sender jedoch putt ist konnte ich das nicht prüfen. Beide Hörer haben ein Tuningrädchen, beide Sender je 2 "Kanäle" um 863MHz. vollkompatibel.

    Klang:
    getestet an ausgesprochen guter Musikanlage, mit identischen Songs. Trotzdem: das sei nur meine Ansicht.

    Der Lidl liefert ein schönes lautes neutrales Klangbild ab, mit guten Bässen. Der Sennheiser klingt noch etwas fetter, ich wage es aber zu behaupten: nur gering unterschiedlich, das sei unentschieden zumal der Lidl ja auch viel billiger ist. Im max. Lautstärketest gewinnt der Lidl, er kann lauter. Im Qualitätstest gewinnt der Sennheiser, er klingt besser.
    Im Tragekomfort sind sich beide etwa gleich. Der Lidl isoliert bauartbedingt die Zimmergeräusche besser als der Sennheiser.

    Materialqualität:
    beide alles Plastik. Lidl etwas robuster. Beim Sennheiser ausgesprochen Low Cost der Schiebeschalter für An/Aus, "made in Ireland" ist auchnicht besser als Chinesentech !

    Schönheit, Design: Sennheiser ist optisch attraktiver als das Lidl-System, insbesondere die Sendeeinheit. Die Hörer sind beide annehmbar gestyled.


    Zusammenfassung:

    Für 24;95 hat Lidl ein System losgelassen daß sich nicht zu verstecken braucht, das Preis-Leistungsverhältnis ist vorzüglich, ich kann den Hörer, obwohl der Sender davon nun (nach über2j) def. ist, empfehlen.

    Das Sennheiser-System klingt ein klein wenig besser, das ist aber nicht ausreichend um einen vierfachen Preis zu rechtfertigen. Zudem ist dieser Spezialaccu so ne Sache, ist er leer = PAUSE. Während der Lidl mit jedem AAA, sei es Batterie oder Accu, sofort weitermacht.

    edit: Nachtrag: Es gibt noch einen erwähnenswerten Unterschied der beiden Systeme: Der Lidl ist wenn er ladet, aus, der Sennheisersender kann auch während der Hörer läd weitersenden.

    lG Manu

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

    2 Mal editiert, zuletzt von Manuela (22. September 2007 um 10:50)

  • morgen_meister
    Beiträge
    1.235
    • 22. September 2007 um 10:29
    • #2

    Sehr schöner und ausführlicher Bericht, Manuela.
    Endlich mal wer, der nicht gleich zum Markenpodukt rät und sagt das Billigprodukt für paar € kann nichts.

    http://www.partysound-light.de

  • phil sauber
    Beiträge
    230
    • 23. September 2007 um 09:12
    • #3

    Schöner wirklich brauchbar Test -bzw. Vergleichsbericht Manuela.

    Sehr gut getroffen weiter so =)

    Schönen Gruß Philipp

    Elektrofachkraft | Nebenberuflich: "VAler"/Tontechniker

  • maccaldres
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    • 4. Oktober 2007 um 23:43
    • #4

    hab mal versucht aus so einem funkkopfhörer teil (von phillips) eine IEManlage zu bauen, die dinger sind im vergleich zwischen preis und leistung um einiges besser als entsprechend "günstige" IEManlagen.

    ist leider nie fertig geworden, die teile liegen aber alle noch komplett in einem karton:

    original:
    http://www.maybug.de/kevin/IEM/original.JPG

    umgebauter sender:
    http://www.maybug.de/kevin/IEM/transmitterfront2.jpg

    umgebauter empfänger:
    http://www.maybug.de/kevin/IEM/recieverfront.jpg
    http://www.maybug.de/kevin/IEM/recieverinside.jpg

    Meister für Veranstaltungstechnik

    AUDIODEMON - Audioengineering & Tourservice

  • gylo
    Beiträge
    440
    • 5. Oktober 2007 um 17:58
    • #5

    nur mal so nebenbei bemerkt ... du weisst schon dass du den sender nach dem umbau _eigentlich_ nicht mehr betreiben darfst?

    versteh mich nich falsch, deine umbauten sehen sehr gut aus, fakt is nur leider dass du sie ohne entsprechende funkamateurlizenz (die du vermutlich nicht hast) nicht betreiben darfst ...
    von der störanfälligkeit des systems wollen wir mal gar nich reden ...

    ... kann man da nich was löten ? ;)

  • Arno
    Verifiziert
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    902
    • 5. Oktober 2007 um 18:34
    • #6

    Der Testbericht ist wirklich hübsch, allerdings nicht wirklich aussagekräftig. Begründung: Lidl verkauft das System einmalig. Wenn sie überhaupt irgendwann nochmal sowas verkaufen, dann ist es sicher ein komplett anderes Modell. Was nützt also das Wissen, dass das Lidl-System für den Preis zu empfehlen ist, wenn man es nicht mehr kaufen kann? Die einzige Aussage, die man treffen kann lautet: Es gibt auch im Ultra-Low-Cost-Bereich Geräte, die gemessen an ihrem Preis eine Empfehlung wert sind. Und das ist nun wirklich nichts neues.

    Trotzdem danke an Manu.....

    Bis dann... Arno!

  • maccaldres
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    • 5. Oktober 2007 um 18:53
    • #7
    Zitat von "gylo"

    nur mal so nebenbei bemerkt ... du weisst schon dass du den sender nach dem umbau _eigentlich_ nicht mehr betreiben darfst?

    versteh mich nich falsch, deine umbauten sehen sehr gut aus, fakt is nur leider dass du sie ohne entsprechende funkamateurlizenz (die du vermutlich nicht hast) nicht betreiben darfst ...
    von der störanfälligkeit des systems wollen wir mal gar nich reden ...

    da ich an der reinen technik nicht geändert hab, sollte sich da wohl kaum etwas ändern

    ich hab die geräte nur in andere gehäuse gepackt

    der sender bekam ein interenes netzteil
    eine entsymmetrierschaltung an den eingang
    und halt eine LED anzeige

    wegen der störanfällig keit, wäre ich mir nicht so sicher, meine anlage arbeitet im selben band wie die normalen IEM und Wireless systeme ausm pa-bereich auch

    die reichweite ist sogar höher als bei veranstaltungstechnik geräten

    angegeben mit 100m reichweite bei freier sicht
    die meisten sende systeme haben doch nur 30m

    Meister für Veranstaltungstechnik

    AUDIODEMON - Audioengineering & Tourservice

  • ljbigfish
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    • 5. Oktober 2007 um 21:25
    • #8

    maccaldres:
    Ein schönes Projekt. müsstest du wirklich mal fertig bauen.
    Allerdings, möchte ich mal behaupten, dass der Kunststoff-Platinen-Verhau nicht wirklich robust ist. (Sollte zumindest beim Gürtelclip-Empfänger schon seien). Wenn dieser herunterfällt, ändern sich sämtliche Induktivitäten der Spulen und somit deren Frequenzen.

    Da wir im Party-PA-Forum sind, möchte ich mal den Tip geben, den Empfänger in ausreichend Heißkleber einzugießen. Aber bitte vorsichtig die Platine aufwärmen, damit es nicht zu mechanischen Spannungen kommt und die Elektronik nicht den Geist aufgibt. Fehlersuche wird dadurch schwer bis unmöglich, dafür aber eigentlich auch nicht notwendig, da fast nix mehr kaput gehen kann. Und wenn, kann man ja das gesammte Gerät austauschen. (Kostet ja nicht viel)

    Jedenfalls vergrößert die erreichte Robustheit die Zuverlässigkeit extrem(Schlag-, Stoß- und Wasserschutz).
    Die Stecker, Buchsen, Schalter, Potis aber bitte nicht mit einkleben :)

    Den Sender bitte nicht eingießen, sondern in ein schönes Gehäuse reinschrauben oder in dem alten lassen. (Da sich durch das Eingießen eben auch die Frequenz ändern kann)


    BTW: Beachtet aber bitte beim Einsatz die mögliche Störanfälligkeit von Drahtlossystemen.


    Viel Spaß beim Basteln
    Simon

  • maccaldres
    Profi
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    Termine
    2
    • 7. Oktober 2007 um 10:54
    • #9

    der sender sitzt wenn er fertig wäre in einem schönen 9,5" gehäuse aus alu (man hat halt nur die frontblende und dahinter die boden platte mit den teilen drauf gesehen)

    ich hab irgentwie kein bock mich da ran zu setzen (und auch kein zeit), will das ding jemand haben?

    Meister für Veranstaltungstechnik

    AUDIODEMON - Audioengineering & Tourservice

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 7. Oktober 2007 um 12:07
    • #10
    Zitat von "gylo"

    nur mal so nebenbei bemerkt ... du weisst schon dass du den sender nach dem umbau _eigentlich_ nicht mehr betreiben darfst?

    woher nimmst du dieses Wissen ?

    Der Sender ist das Weißblechkästchen auf der Platine, da ist ne Marke drauf. Solange das nicht gemoddert wird ist alles im grünen Bereich.

    73 Manu

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • ljbigfish
    Beiträge
    1.080
    • 7. Oktober 2007 um 14:08
    • #11

    Öhm, wenn ich nur nix an dem Kästchen (Sender) machen darf, bau ich halt dahinter noch einen kleinen(großen) HF-Verstärker ;)
    Ne, also bei manchen Sendern ändert sich schon alleine durch die Betriebsspannung (und den Innenwiederstand) der Stromquelle die Frequenz. (wenn auch nur geringfügig).

    Oder einfach den Sender einem Funkamateur auf den Tisch legen. (Dieser sollte natürrlich auch die entsprechenden Frequenzen messen können).
    Ist dann sicher auch möglich aus mehreren 2Kanal Sendeanlagen eine mit 4-8 Kanälen zu konstruieren.
    Meißt fehlen aber die Teschnischen Daten und Schaltpläne zu den Sendern :(

    Gruß Simon

  • gylo
    Beiträge
    440
    • 7. Oktober 2007 um 16:34
    • #12
    Zitat von "Manuela"

    woher nimmst du dieses Wissen ?

    Nachdem was ich aus der Zeit noch weiss wo ich die Amateurfunklizenz machen wollte und viel über Selbstbau und Selbst-Umbau von Funk-Sendeanlagen (allgemein, nicht speziell VT) gelesen habe erlischt die Betriebserlaubnis sobald man irgendwas an dem Gerät verändert (also auch Gehäuse etc.).

    Ich wollte ihm ja auch sein Projekt nich verderben sondern ihn nur drauf hinweisen dass sich evtl. mal die ein oder andere Behörde für die Anlage interessiert ... mir is schonmal jemand von der (damals noch) RegTP messenderweise auf die Veranstaltung gekommen und das obwohl nur (nicht-umgebaute und in Deutschland zugelassene) Sennheiser-Strecken am Start waren.

    gruß
    gylo

    ... kann man da nich was löten ? ;)

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 7. Oktober 2007 um 17:02
    • #13

    Das solche Kleinstleistungsanlagen auch als Module zum selbereinbauen erhältlich sind, einigen wir uns mal auf no problem 8)

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

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