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QSC Model 1400, ein Kanal hat Probleme...

  • andirr
  • 22. April 2008 um 14:11
  • andirr
    Beiträge
    4.157
    • 22. April 2008 um 14:11
    • #1

    Habe hier eine Endstufe, müsste eine QSC USA 1400 sein. Wenn man sie einschaltet ist alles normal, der Lüfter läuft schön leise und ein Kanal (Kanal 2) spielt auch perfekt.

    Beim anderen Kanal (Kanal 1) ist bei geringem Eingangssignal nichts zu hören, erst bei Erhöhung des Eingangssignals kommt ein Kratzen aus dem Lautsprecher und die Clip LED flackert auf. :(

    Die Poties hinten zur Lautstärkeregelung scheinen in Ordnung zu sein.

    Jemand hat bei dieser Endstufe auch mal die Anschlussklemmen hinten bei dem defekten Kanal getauscht.

    Hier mal ein paar Bilder:

    vorne

    http://www.pictureupload.de/pictures/220408141223_DSC02781.JPG

    gesamt

    http://www.pictureupload.de/pictures/220408141354_DSC02782.JPG

    Transistoren

    http://www.pictureupload.de/pictures/220408141532_DSC02784.JPG

    http://www.pictureupload.de/pictures/220408141647_DSC02785.JPG

    Was auffällt: auf der linken Seite sind Toshiba 2SD424, auf der rechten Toshiba 2SB554. Kann das so original sein ?

    Ich würde das Gerät sehr gerne reparieren (lassen), je nachdem wo das Problemchen liegt.

    Edit: Ist keine QSC USA, sondern eine Series One Model 1400.

    lg andi

    2 Mal editiert, zuletzt von andirr (25. April 2008 um 15:16)

  • schrecki7289
    Beiträge
    7.887
    • 22. April 2008 um 15:14
    • #2

    Die Transistoren sind so schon richtig, das sind einemal PNP und einmal NPN komplementär.

    Ich würde hier erstmal nach kalten Lötstellen suchen und auch mal die Potis nochmal genau anschauen, danach muss man daran gehen, alles was an OP-Amps, Transistoren und Dioden da rumhängt mal durchzumessen.

    Gruß
    Thomas

  • andirr
    Beiträge
    4.157
    • 22. April 2008 um 17:59
    • #3

    Hallo Schrecki,

    Jeder Kanal hat also beide Arten von Transistoren, PNP und NPN, sehe ich das richtig ? Ich bin noch nicht tief drin in der Elektronik... :grin:

    Die Poties und Anschlüsse sind mit ziemlicher Sicherheit in Ordnung. Die Poties kratzen auch nicht oder ähnliches. Das Eingangssignal habe ich fest eingestellt an der Endstufe und regle von außerhalb mit einem CD Player die Lautstärke. Ab einer bestimmten Signalstärke kommt dann auch etwas aus Kanal 1, allerdings stark verzerrt und die Clipping Anzeige leuchtet auf. Dabei ist es aber noch nicht wirklich laut.

    Kann man das Problem damit schon irgendwie eingrenzen ?

    Vielleicht sollte ich das Gerät einfach zum Service bringen, falls das nicht zu teuer wird. :)

    lg andi

  • schrecki7289
    Beiträge
    7.887
    • 22. April 2008 um 18:59
    • #4

    Wenn du was mechanisches ausschließen kannst, solltest du mal mal, vorne im Signalfluss beginnend die Transistoren checken.

    Gruß
    Thomas

  • tufkafs
    Beiträge
    205
    • 22. April 2008 um 19:05
    • #5

    Hallo,


    Zitat

    Ab einer bestimmten Signalstärke kommt dann auch etwas aus Kanal 1, allerdings stark verzerrt und die Clipping Anzeige leuchtet auf.

    Deine Beschreibung hört sich ähnlich an, wie damals bei meiner t.Amp 2400.
    Dort lag es an einem geplatzten Elko. Vielleicht kannst du bei diesen mal schauen, ob sie in Ordnung sind.

    Eventuell hilft das ja weiter :o

    semmelkuh

  • andirr
    Beiträge
    4.157
    • 22. April 2008 um 22:42
    • #6

    Schonmal danke für eure Hilfe !

    Kann es sein, dass diese Elkos neben dem großen Trafo garkeine Siebelkos hinter dem Gleichrichter sind, sondern am Ausgang der Endstufe sitzen ? Diese wurden als mögliche Fehlerquelle genannt in einem Thread im pa-forum.

    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=63456&highlight=qsc+reparatur

    Bei meiner Endstufe zeigt sich allerdings auch ein anderes Problem. :!:

    Wenn man den defekten Kanal aufdreht und danach wieder zumacht leuchtet die Clip LED noch ein paar Sekunden nach, aus dem Lautsprecher kommt dann aber nichts mehr. Deshalb habe ich überlegt, dass es etwas mit den Elkos zu tun haben könnte. :?

    lg andi

  • HaDe
    Reaktionen
    15
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    1
    • 23. April 2008 um 09:10
    • #7

    Hallo Andi,

    lade dir mal auf der QSC-Homepage/Support den Stromlaufplan der Endstufe herunter. Ne USA 1400 gibt`s da nicht, wenn ich mir aber deine Bilder so anschaue müsste deine Endstufe eine USA 1300 sein, und deren Stromlaufplan ist verfügbar. Die Endstufe hat im Eingang einen NE5532 Doppel-OP der über Vorwiderstände (R 52 u. R 53) und Z-Dioden (Z2 u. Z3) aus der Railspannung versorgt wird. (+-15V). Prüf mal ob an Pin 1 und Pin 8 des OP`s die +-15V anliegen. Wenn ok überprüf die beiden Treibertransistoren Q1 und Q2, die Widerstände R10 - R 15, sowie die Z-Dioden Z1 und Z4 im ausgelötetem Zustand. Wenn du da nichts findest und nicht weiter kommst, kann ich dir das Gerät auch gerne reparieren. VS ist ja nicht weit von Spaichingen.

    mfg. Holger

  • schrecki7289
    Beiträge
    7.887
    • 23. April 2008 um 15:15
    • #8
    Zitat

    Wenn man den defekten Kanal aufdreht und danach wieder zumacht leuchtet die Clip LED noch ein paar Sekunden nach


    Das kann durchaus richtig sein. Bei meiner RAM R1000 und den alten Zeck Endstufen ist das auch so, damit man da auch was sieht und es nicht nur kurz aufblitzt.

    Zitat

    Kann es sein, dass diese Elkos neben dem großen Trafo garkeine Siebelkos hinter dem Gleichrichter sind, sondern am Ausgang der Endstufe sitzen ?


    Ja, das ist das klassiche QSC Schaltungskonzept (Grounded Collektor).

    Sie Siebelkos hinten sind natürlich auch ein heißer Tip, hier also vielleicht auch mal suchen.

    Gruß
    Thomas

  • andirr
    Beiträge
    4.157
    • 23. April 2008 um 17:20
    • #9

    Hallo Holger,

    Es ist keine Endstufe aus der USA Serie habe ich gerade gesehen. Es ist eine QSC Series One Model 1400. :!: Diese sieht aber sehr ähnlich aus wie die QSC USA Modelle.

    Danke für den Hinweis mit dem Stromlaufplan, ich werde mir das gleich mal anschauen.

    Ich melde mich bei dir, falls ich es nicht herausfinde was da nicht stimmt. Danke dir schonmal !!

    lg andi

  • pkoeper
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    631
    • 23. April 2008 um 19:33
    • #10

    Also... entweder hab ich nen Knick in der Linse oder...

    auf meinem Bildschirm sieht es so aus, als wenn die Elkos dicke Backen
    machen, sind die leicht gewölbt oben?

    Wenn ja, rausschmeissen und Typengleiche oder welche mit höherer
    Spannungsbelastbarkeit rein.

    Wenn du welche als Ersatzteil brauchst und nicht selber rankommst,
    sag bescheid denn hau ich mal meinen Endstufengott an.


    LG

    Philipp

  • audio-pip
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    • 24. April 2008 um 18:02
    • #11

    Hi,

    alter aber bekannter fehler des Gerätes, die Elkos entlöten sich immer von selbst. :lol:
    Einfach alle nachlöten und es sollte wieder passen.

    Sofern du was damit anfangen kannst, der Schaltplan ist kein Geheimniss den gibts überall im Netz, ich glaub sogar frei bei QSC.

    Sebastian

  • pkoeper
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    631
    • 24. April 2008 um 19:42
    • #12

    Bitte um Erklärung:

    Wie können sich denn Elkos entlöten?! :shock:

    Vibration, Hitze oder von vornerein schlecht eingelötet???

    Dat tut mich ja nu mal intressieren....

  • Jürgen Klingel
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    4.858
    • 24. April 2008 um 20:39
    • #13
    Zitat von "P!LL3"

    Bitte um Erklärung:

    Wie können sich denn Elkos entlöten?! :shock:

    Vibration, Hitze oder von vornerein schlecht eingelötet???

    Dat tut mich ja nu mal intressieren....

    Naja, der Begriff "entlöten" trifft oft nur auf thermisch stark beanspruchte Bauteile zu, ansonsten...kommen die anderen genannten Faktoren zu einem gewissen Grad in Frage, meist kriegen Lötstellen - durch Vibrationsbelastung der schweren Elkos, oder Ausdehnungseffekte durch Temperaturunterschiede beim Betrieb - einen kreisförmigen Haarriss durch das Lot, das gibt dann nen schönen Wackelkontakt, der aber mit einem scharfen Blick oft zu lokalisieren ist :wink:
    Verdächtige Stellen sind immer: sich erwärmende Bauteile (Leistungswiderstände, Stabis, Treiber/Endtransen...), schwere Bauteile ohne sonstige mech. Befestigung (Elkos, Halbleiter mit nicht zusätzl. fixiertem Kühlkörper...), erschütterungsbehaftete Bauteile (Relais, Ventile ...).

    Greetz, Jürgen :D

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • ljbigfish
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    1.080
    • 24. April 2008 um 21:26
    • #14

    Tach,

    evtl. entstehen die schlechten Lötstellen ja schon beim Verlöten. (sozusagen ungewollte Sollbruchstellen) Bei der USA1300 zum Beispiel sind große Leiterbahnflächen um die Elkos. Ich könnte mir vorstellen, dass dort größere Temperaturunterwschiede zw. Kondensator-Pin und Kupfer beim Löten herschen welche dann für Materialspannungen sorgen.
    Heutzutage werden da ja zum glück Lötaugen mit kupferfreiem Rand bei größeren Kupferflächen (Masseflächen) geätzt. (Hat dann andere Nachteile)

    Musste bei der Stufe eine Menge nachlöten. Teilweise war auch schon viel nachgelötet worden, besonders bei den Kondensatoren.


    Gruß Simon

  • andirr
    Beiträge
    4.157
    • 25. April 2008 um 15:09
    • #15

    Hallo,

    Also ich habe mir die Lötstellen alle ganz genau angeschaut, an der Endstufe hat jemand schonmal ein paar Teile nachgelötet, aber das ist soweit alles in Ordnung. Die Lötstellen der dicken Elkos habe ich alle erneuert, aber das Problem blieb leider bestehen.

    Durch ein bisschen Probieren habe ich das Problem jetzt allerdings lokalisiert:

    Der Eingang von Kanal 1 funktioniert überhaupt nicht. d.h. wenn man nur ein Signal an Kanal 1 anschließt, hat man nichtmal das übliche Verzerren/Krachen aus dem defekten Kanal 1.

    Wenn man jetzt allerdings ein Signal an dem funktionierenden Kanal 2 anschließt, dann kracht es aus Kanal 1 und das Signal ist regelbar über den Pegelsteller von Kanal 1.

    --> Folglich: Die Elkos müssen in Ordnung sein, genauso die Treiber und Endtransistoren. Das Problem liegt wahrscheinlich sehr früh im Signalfluss. Da es ein Übersprechen zwischen den beiden Kanälen gibt, nehme ich an, dass ein Bauteil schuld ist, durch das das Signal von links + rechts durch muss. Deshalb tippe ich auf diese NE5532 OP Amps....

    Die 15 V Versorgungsspannung kommt bei denen an, aber ob die einen Schaden haben kann ich jetzt noch nicht feststellen. Leider hängen die hintereinander und sind voneinander abhängig, denn so bringt es nichts wenn man ihre Plätze vertauscht.

    Die Clip LED vom defekten Kanal 1 leuchtet immer dauerhaft leicht, das sieht man aber nur wenn man genau hinschaut.

    Ich werde jetzt also versuchen diese OP Amps gegen neue auszuwechseln, kann ja sein, dass die wegen einem "Überfahren" der Eingänge einen weg haben.

    lg andi

  • audio-pip
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    1.412
    • 25. April 2008 um 18:58
    • #16

    Hi,

    mal eine kleine Hilfestellung: USA 1300 USA 1310

    Eine USA 1400 kenn ich jetzt nicht aber anhant der verbauten Transistoren tipp ich mal auf die 1300ter.

    Viel Erfolg!

  • ljbigfish
    Beiträge
    1.080
    • 25. April 2008 um 19:00
    • #17

    Tach,

    Der eine OPV ist ja vor und der andere hinter dem Gain. Also müsste sich durch tauschen der ICs schon was an den Symptomen verändern.
    Wenn die Clip-LED dauerhaft leuchtet, kann es durchaus an den OPVs liegen, aber auch an deren beschaltung. Es ist auch möglich, dass die Vorstufen-Transistoren einen Schuß weg haben. Schließlich gibt es da auch eine Feedback-Leitung, die die LED zum leuchten bringen kann. (aber nur, wenn am Ausgang was anliegt).
    Das knacken kann natürrlich auch an einem offenen Eingang vom OPV liegen.

    Ein Oszi sollte hier aber Abhilfe bringen. Ich würde dir jedoch nicht empfehlen, da an dem offenen Gerät unter Netzspannung rumzubasteln. Die Schaltung von QSC-Endstufen ist schon ein Mysterium für sich.

    audio-pip: die USA1300 ist eine komplett andere Stufe. Da ist wesentlich weniger Schnick-Schnack drinn. Es handelt sich um die Series one 1400. http://qscaudio.com/support/librar…%20One/1400.pdf


    Viele Grüße
    Simon

  • andirr
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    4.157
    • 30. April 2008 um 13:33
    • #18

    Jetzt habe ich also diese beiden ICs getauscht, aber leider hat das nichts geändert, hm... :?

    Ich kann mir nur nicht erklären wo sonst dieses Übersprechen von dem Eingang von Kanal 2 auf Kanal 1 passiert....

    lg andi

  • HaDe
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    237
    Marktplatz Einträge
    1
    • 30. April 2008 um 14:58
    • #19

    Hallo Andi,

    da scheint ja ein richtig gemeiner Fehler in dem Amp zu sein. Vielleicht ist die Ursache eine fehlende Masse, ein Leiterbahnriss oder ein defekter Widerstand in der Vorstufe. Wenns Steckverbindungen gibt, haste die mal überprüft? (Korrosion) Am besten wär`s wohl das Gerät mal mit nem Oszi und Sinusgenerator durchzuchecken, dann könnte man genau feststellen wo das Signal auf Kanal 1 hängen bleibt.

    mfg. Holger

  • andirr
    Beiträge
    4.157
    • 1. Mai 2008 um 10:14
    • #20

    Hallo Holger,

    Das Übersprechen ist weg ! Hinten gibt es so einen Dip Schalter, bei dem habe ich entsprechend der Anleitung Pin 1,2 und 7,8 nach oben und alle anderen nach unten gestellt.

    Leider bleibt aber das Krachen aus Kanal 1 bestehen. Bei dem OP Amp von Kanal 1 liegen 17 V zwischen Pin 7 und Pin 8 an. Bei dem OP Amp von dem funktionierenden Kanal 2 liegen zwischen Pin 7 und Pin 8 nur 15 V an.

    Beim Messen habe ich kurz einen Kurzschluss erzeugt zwischen Pin 7 und 8 des OP Amps an Kanal 1 und für eine Sekunde hat der dann ganz normal getan, die Musik kam kurz klar und unverzerrt aus dem Speaker... :twisted:

    Bei einem Kurzschluss bricht ja die Spannung ein. Hm....

    lg andi

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