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Equalizerweg in Aktivweiche eingebaut

  • daniel dräger
  • 30. Juni 2008 um 12:13
  • daniel dräger
    Beiträge
    145
    • 30. Juni 2008 um 12:13
    • #1

    Hallo alle zusammen,


    Ich hab am Wochenende mein Vorhaben abgeschlossen meine günstige Aktivweiche zu pimpen. Es handelt sich um die ca. 70€ teuere JB Systems Stereo Zweiwegeweiche, die einen zusätzlichen Equalizerweg erhalten sollte, um im Tiefbassbereich boosten zu können.
    Der EQ ist jetzt speziell auf die Bässe zugeschnitten, die später daran laufen sollen. D.h. die Boost frequenz von fB=48Hz liegt genauso wie die Abstimmfrequenz des Bassreflexports des Subwoofers. Auch die Güte von Q=3 ist nach Schätzung etwa genauso breitbandig, wie die Wirkung des Reflexports.

    Hier mal ein paar Bilder der Wirkung:
    links: die flat einstellung ohne EQ-Einfluss, rechts mit mittlerer Pegelanhebung

    Man erkennt, dass ich die angestrebten 48Hz noch nicht ganz getroffen hatte, aber nach kurzen drehen am Justierpoti hat's ganz gut gepasst.

    Zusammen mit dem Subsonicfilter der JB Systems bei 40Hz mit 12db/okt
    und einem EQ Boost von 3dB werde ich folgenden Frequenzgang auf die Bässe schicken:

    Vorteil der ganzen Aktion ist, dass ich etwas Gehäusevolumen einsparen kann und diesen Verlust von Wirkungsgrad im Abstimmungsbereich mit Verstärkerleistung wieder kompensieren kann. Außerdem bin ich jetzt schlauer als vorher :wink:

    Hier mal noch'n paar Bilder von meinem Hobby-werkstatt-mäßigen Einbau :D

    Sorry, ist etwas Unscharf geworden. Nur das kleine braun-beige Platinchen ist von mir :grin:

    Preislich liegt der komplette EQ bei 4,56€, wenn man die Bauteile einzeln kaufen muss (so wie ich :roll:) und das ist schon nicht viel. Die ganze Arbeitszeit, die drin steckt bekommt man natürlich nur durch die gewonnene Erfahrung aufgewogen.

    Bin ganz froh, dass alles klappt nach der ganzen Recherche, der Planung, Auf- und Einbau. Soo schwer war's aber eigentlich gar nicht...

    Hoffe es findet sich der eine oder andere Interessierte :)

    Gruß Daniel

  • Jürgen Klingel
    Reaktionen
    508
    Beiträge
    4.857
    • 30. Juni 2008 um 20:14
    • #2

    Hi Daniel,
    Glückwunsch zum selbstgemachten EQ, am Meisten lernt halt, wer probiert!
    Frage: Was hast Du für nen OP verwendet?
    Machen die ungeschirmten Leitungen neben dem Netztrafo keine Probleme mit Brumm und so (geht wohl ausreichend Pegel drüber...)?
    Dreht der eingefügte EQ eigentlich was an der Phase, müsste eigentlich sein...?

    Gruß, Jürgen :D

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • daniel dräger
    Beiträge
    145
    • 30. Juni 2008 um 21:30
    • #3

    Danke für die Glückwünsche *stolz*
    Der OP heißt NE 5532 P. Hab in dem Bereich wirklich kaum Erfahrung und mich hauptsächlich auf eine sehr übersichtliche und nachvollziehbare Anleitung von http://www.delta-audio.com berufen (active filter one). Dort gibt Jens Rasmussen auch vier Empfehlungen für OP's und ich hab den gewählt den es beim C gab :)
    Ungeschirmte Leitungen? Danke für den Tip. Hab die Weiche noch nicht gehört, wurde direkt vermessen. Könnt ich die Leitungen mit Alufolie umwickeln fals es Brummen gibt oder muss die Schirmung ferromagnetisch sein :oops: ?
    Ja dreht mit Sicherheit an der Phase, aber ist doch nicht schlimm, oder? Wirkt ja schmalbandig.

    Wenn du noch irgendwelche Kritik hast nur her damit. Bin wie gesagt nicht der erfahrenste Elektronikbastler und um Anregungen sehr dankbar...

    Gruß Daniel

    Einmal editiert, zuletzt von Daniel Dräger (1. Juli 2008 um 08:23)

  • Jürgen Klingel
    Reaktionen
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    Beiträge
    4.857
    • 30. Juni 2008 um 22:13
    • #4
    Zitat von "Daniel Dräger"

    Danke für die Glückwünsche *stolz*
    Der OP heißt ?? 5532, muss nachsehen... Hab in dem Bereich wirklich kaum Erfahrung und mich hauptsächlich auf eine sehr übersichtliche und nachvollziehbare Anleitung von http://www.delta-audio.com berufen (active filter one). Dort gibt Jens Rasmussen auch vier Empfehlungen für OP's und ich hab den gewählt den es beim C gab :)
    Ungeschirmte Leitungen? Danke für den Tip. Hab die Weiche noch nicht gehört, wurde direkt vermessen. Könnt ich die Leitungen mit Alufolie umwickeln fals es Brummen gibt oder muss die Schirmung ferromagnetisch sein :oops: ?
    Ja dreht mit Sicherheit an der Phase, aber ist doch nicht schlimm, oder? Wirkt ja schmalbandig.

    Wenn du noch irgendwelche Kritik hast nur her damit. Bin wie gesagt nicht der erfahrenste Elektronikbastler und um Anregungen sehr dankbar...

    Gruß Daniel

    Okay, wenn der Trafo bereits mit Weißblech oder Eisenblech abgeschirmt ist (kann das nicht erkennen aufm Foddo) dann gibts keine Probleme mit Netzbrumm.
    Alufolie würde dagegen auch nichts bringen...da brauchts dann wirklich was Ferromagnetisches.
    Wenns mit Deinen Leitungen funktioniert, ist gut; immer empfielt es sich jedoch, mit Verstärker-Elektronik soweit wie möglich vom Netzteil weg zu bleiben (Leitungsführung).

    Der OP, den Du ausgesucht hast, zählt zu den sehr gut tauglichen (auch noch vom Preis in Ordnung)
    Ansonsten ist natürlich erlaubt, was gefällt, wenn der Sound passt... :D

    Gruß, Jürgen

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • daniel dräger
    Beiträge
    145
    • 1. Juli 2008 um 08:41
    • #5

    mmh, ja, der Trafo ist mit einem dünnen Blech umwickelt. Ich hab jetzt mal die Leitungen nicht wie auf dem oberen Bild direkt am Trafo vorbei gelegt, sondern "nach links" geführt also direkt in Richtung Filterelektronik und weg vom Netzteil. Wenn sich nach dem ersten Probehören ein Brummen herausstellt, werde ich die Verkabelung neu machen und den Filterweg links der großen Platine positionieren, da müsste mein Platinchen auch hinpassen.

    Zitat

    Der OP, den Du ausgesucht hast, zählt zu den sehr gut tauglichen


    Da bin ich ja beruhigt.

    Zitat

    Ansonsten ist natürlich erlaubt, was gefällt, wenn der Sound passt... :)


    Ich versteh nicht so ganz wie so ein OP Einfluss auf den Klang haben soll? Die meisten bieten doch eine Bandbreite bis über 100kHz und einen Eingangswiderstand im 100kohm Bereich. Wenn er dann noch als Spannungsfolger, bzw. mit niedrigem Verstärkungsfaktor stabil arbeitet, ohne zu oszillieren ist doch alles in Ordnung.
    Gibt es da noch mehr Kriterien, die den Sound beeinflussen?

    Grüße Daniel

  • Jonnytrance
    Gast
    • 1. Juli 2008 um 18:45
    • #6

    Manche OP´s liefern im Bereich von 30Hz Störsignale.

  • daniel dräger
    Beiträge
    145
    • 17. Juli 2008 um 16:46
    • #7

    Hallo,

    Hab meine Weiche mit EQ mal angehört und ein unschönes Rauschen/Rumpeln festgestellt. Das Rauschen nimmt zu, je mehr ich den EQ aufdrehe. Teilweise heftige Impulse im Bassbereich ( @Jonnytrance: Könnte 30Hz sein).

    Hat jemand eine Ahnung woher das kommt und was ich sinnvoll unternehmen kann?

    - Das Rauschen besteht auch, wenn kein Signal anliegt.
    - Wenn keinn Signal anliegt, der Verstärker auf Rechtsanschlag steht und der EQ auf linksanschlag, so tritt das Rauschen NICHT auf. Es ist also allein mein EQ dafür vwrantwortlich.
    - Der EQ hängt in Serie hinter der Weichenelektronik und vor dem Ausgang.
    - Netzbrummen hört man nicht.

    Bin für jede Hilfe dankbar.

    MfG Daniel

  • matthias bronko
    Beiträge
    489
    • 17. Juli 2008 um 17:03
    • #8
    Zitat von "Jonnytrance"

    Manche OP´s liefern im Bereich von 30Hz Störsignale.


    sollte man ja aus dem datenblatt herausfinden.

    ein TL072 hätte es auch gemacht.
    sicherlich wirde der filterweg was an der phase drehen, wie die weiche selber auch.
    das problem hatte ich damals bei der eigenbauweiche auch.

    ansonsten, schön das sich da noch jemand ran traut.
    bei der JB geht das auch noch gut, eben alles schön in THT.
    ich wollte mal eine ohringer modifizieren, habe aber dann im SMD-verhau aufgegeben, um überhaupt erst mal die struktur zu analysieren.

    zum rauschen/rumpeln: wenn du die typische 50Hz brummschleife kennst, solltest du auch einschätzen können ob das störsignal im niederfrequenteren spektrum liegt. impuls sollten da eigendlich nicht kommen.
    sitzt der EQ eigendlich vor oder nach dem 40Hz hochpass? wenn er davor sitzt, sollte sich die 30Hz-Störgeschichte so gut wie erledigt haben, es sei denn diese störung ist so groß, dass sie gerade den 40Hz hochpass in seinem dämpfungsverlauf noch passieren.

    vielleicht auch noch mal zum test die platine herausnehmen und weiter vom trafo weg platzieren.

  • daniel dräger
    Beiträge
    145
    • 18. Juli 2008 um 09:03
    • #9

    TL072? Ok, nächstes mal :)

    Der EQ sitzt hinter dem 40Hz Hochpass, da wird also leider nichts Niederfrequentes mehr herausgefiltert.
    50Hz Brummen kenn ich und das ist es definitiv nicht.
    Matthias, wie hast du denn damals dein Problem gelöst bei deiner Eigenbauweiche?
    Ich werde mal den EQ von Trafo wegnehmen und schauen, ob sich was ändert.

    Bin weiterhin dankbar für Vermutungen und Verbesserungsvorschläge.

  • matthias bronko
    Beiträge
    489
    • 18. Juli 2008 um 13:28
    • #10

    ja auf phasenkorrektur hatte ich denn keine lust mehr. dazu war ich dann schlicht und ergreifend zu faul :grin:
    war sowieso alles nur in butterworth gebaut und zu flach getrennt, was für die PA nicht optimal war.
    der rest fristet jetzt sein dasein am mivoc-sub für TV.
    dann hatte ich eine ohringer cx3400, die limiter waren/sind aber grütze und der lowcut von 25Hz bei BR unsinnig, knackende schalter also auch das teil wieder entsorgt und jetzt lem dx 26 und dx24 am lager. die sind ne feine sache fürs geld.

    noch mal zu den TL072, sind keine high-end-opv´s reichen aber doch für die meisten anwendungen mehr als aus.
    die sind in vielen aktiven weichen drin, in den filtern von den KMT-DC-Amps, Soundcraft spirit live 4 und kollegen aus der zeit sind damit bestückt.

    da kannst ja mal mit dem oszi auf fehlerjagt gehen, falls einer in der nähe. ansonsten gibts auch nette software (oszi/wavegen/analyser) für den soundkarten I/O für lau. damit kannst du schon weiter eingrenzen.

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